Ausgabe 
13.6.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

SJL-'fpoit

Doppelersolg der GRG.-Achtermannschafi

Oie Mainz-Kasteler

Die Jubiläums-Regatta in Kastel wurde bei aus­dauernden Regenfällen an beiden Regattatagen ausgetragen. Die Mannschaften litten sehr unter dem feuchten Segen.

Die Gießener Achtermannschaft konnte aber trotz der Wasserfluten zwei sichere Siege gegen die berühmte Mannschaft von Mainz-Kastel her­ausholen. Am ersten Tage gingen die Kasteler mit großem Schwung vom Start ab und hielten auch kurze Zeit die Spitze. Als das Gießener Boot aber im Schwung war, rückte es langsam, aber stetig aus und bald hatte Gießen die Führung mit einer Länge. Nun legte Kastel einen Mehrschlag ein, der sich günstig auswirkte. Kastel rückt auf und cs schien kurze Zeit als ob Kastel im Vorrücken bleiben würde. Der Schlagmann von Gießen behielt aber den Gegner im Auge und erwiderte den Mehr­schlag von Kastel.

Mit einer Viertellänge Vorsprung der Gießener liefen beide Boote nebeneinander durch das Ziel. Gießen hatte mit einer Sekunde Vor­sprung gesiegt.

Am Sonntag startete neben den beiden Mann­schaften noch die Mannschaft vom Mannheimer Ru­der-Klub. Diesmal wurde von der Gießener Mann­schaft eine andere Taktik geübt. Hart m a n n ging vom Start an fest ins Zeug, eroberte sich alsbald die Führung uno hielt sie über die ganze Bahn. Die Mehrschläge von Kastel wurden sämtlich sofort und mit Erfolg erwidert. Diesmal siegte Gießen mit mehr als einer Länge gegen Kastel, die Mann­heimer Mannschaft folgte auf dem dritten Platz 2% Längen hinter Kastel. Die festgestellte Zeit war am zweiten Tage 5:50,4 gegen 5:38,6 am Vortage.

Die Mannschaft der GRG. ruderte auch zwei Vie- rer-Rennen. Sie siegte am ersten Tage im Gost- Dierer-Rennen nach Kampf über Saar-Saarbrücken und über Nassovia-Höchst. Am Sonntagvormittag erlitt der Gießener Vierer eine Niederlage gegen Nassovia-Höchst und den Mannheimer Ruderklub. Das Nennen fand bei starkem Wellengang statt. Das Bot der Gießener Mannschaft war bis unter

Jubiläums-Regatta.

die Sitze mit Wasser gefüllt. Unter diesen Umständen war ein Sieg nicht zu erringen.

Das Rudern der Gießener Mannschaft erregte durch seine Ausgeglichenheit allgemeine Bewun­derung.

Die Mannschaft ruderte sehr flüssig, mit scharfem Einsatz und ausgiebigem Durchzug. Durch das lang­same Vorrollen wird das Boot nicht gedruckt, es bleibt immer im Gang. Die Mannschaft zeigt viel Leben, ohne dabei unruhig zu sein. Die Mannschaft von Kastel, schon lange gut zusammengespielt, ist scheinbar durch das höhere Lebensalter der Rude­rer im Nachteil. Der Schlagmann der Gießener Mannschaft weiß seine Leute trefflich zu führen und die Ruderer gehen, tüchtig mit. Dies trat besonders in den Endkämpfen klar zutage. Es ist hier sicher eine große Mannschaft, die sich an die ernstesten Aufgaben wagen kann, im Kommen.

Nicht glücklich schnitten die Iungmannen von Gießen ab, die im Achter und Vierer auf starke Mitbewerber stießen, die nicht zu über­winden waren. Die Gießener Mannschaften sind jedoch noch sehr entwicklungsfähig. Der Skuller 3 ö b t konnte sich nicht durchsetzen. Sein Gegner Eduard Paul von der Frankfurter Ruder- Gesellschaft Oberrad, ist um eine ganze Klasse höher einzuschähen.

Iödt halte jedoch den (Erfolg, den zweiten Platz gegen Sauer (Frankfurt) halten zu können.

Schöne Erfolge erzielte die Ruder-Gesellschaft Worms! gut gefiel auch der Vierer von Rassovia Höchst. Saar Saarbrücken holte sich drei Siege. Mit einem starken Zweiten Achter hatte der Offenbacher Ruder-Verein Erfolg. Gute Junioren brachte auch der Mainzer Ruder-Ver­ein heraus. Von Skullern war der Offenbacher Fleischhauer siegreich. Großen Veisall er­zielten die Brüder A r e n z, Godesberg, im Doppelzweier. Eine Anzahl Rennen wurde durch das unruhige Wasser stark beeinträchtigt. Die Ergebnisse folgen.

Zweimal Iußball aus dem Waldspochlah.

Die Fußball - Doppeloeranstaltung der Spielver- i einigung und des VfB. wurde durch das unsichere Wetter 'beeinträchtigt. Es war nicht die Anzahl an Zuschauern erschienen, die man sich erhoffte. Die Spiele selbst litten unter dem aufgeweichten Boden, der ein exaktes Spiel kaum möglich machte. Man sah trotzdem, entsprechend den Umständen, gute sportliche Leistungen. Der Tag brachte einen Sieg und eine Niederlage. Die Spielvereinigung gewann, die Mannschaft des VfB. verlor.

1900 I VfB.Kurhessen" Marburg 6:4 (4:0).

Das Spiel brachte zunächst eine Enttäuschung. Die Marburger waren mit einer stark ersatzge­schwächten Mannschaft erschienen. Aus der 1. Mann­schaft fallen, wie man hörte, nur 3 oder 4 Mann dabei gewesen sein. Ein solches Auftreten kann nicht zur Hebung der sportlichen Beziehungen beitragen. Die Niederlage, die die Vertretung der Kurhessen empfing, mag ihnen eine wohlverdiente Lektion jein. Die Gäste waren nicht einmal zum Ehrentor fähig, das sie aus mancher Chance heraus sehr wohl er­zielen konnten. Es mangelte bei der Gästeelf am Zusammenspiel, an der Balltechnik, am Eifer, so daß sie für die Mannschaft der Spieloereinigung, die recht gut aufgelegt war, nicht den Gegner darstellte, den man sich gewünscht hatte. Das Spiel verlor be­sonders in der zweiten Halbzeit an Reiz, weil sich die Gäste mit dem Halbzeitergebnis abgefunden hatten. Unter diesen Umständen konnte das Publi­kum nicht recht warm werden.

Der Spielverlauf sah die Blauweißen stän­dig leicht feldüberlegen. Sie kamen in guter Kom­bination immer wieder nach vorne und bereits in der 8. Minute war der erste Erfolg fällig. Bromm hatte eine tadellose Flanke von Lippert sehr ent­schlossen verwandelt. Bereits eine Minute später konnte der gleiche Torschütze auf 2:0 erhöhen. Er brachte einen wohlüberlegten und sehr gut placierten Schuß an, dem der Tormann nicht gewachsen war. In der Folge wurden von den Blauweißen noch viele Chancen herausgearbeitet. Einem Geplänkel im Gedränge vor dem Gästetor folgte der Torschuß, der Tormann wehrte ab, der Ball ging in das Feld zurück und wurde in raschem Nachschuß eingeschoben.

3:0! Der Halbzeitstand wurde erreicht, als der Mar­burger Tormann einmal in kritischer Situation sein Tor verließ und der Ball an ihm vorbei, nach ge­schickter Täuschung eingesandt wurde.

Auf eine ähnliche Art fiel das 5. Tor. Der Tor­mann hatte wieder sein Heiligtum verlassen und der Ball konnte unbehindert einrollen. Die Marburger gaben nun jeden ernsthaften Widerstand auf, rafften sich mur hin und wieder zu halben Angriffen auf und mußten sich schließlich noch einen 6. Treffer ge­fallen lassen, der von Hainbach gut verwandelt wurde. Die Spielvereinigung, die mit drei Mann Ersatz antrat, hatte einen sehr verdienten Sieg er­rungen, sie zeigte die besseren Leistungen und war weitaus eifriger als es die Gäste waren.

VfB. Gießen I VfB. Friedberg I 1:5 (0:1).

Den VfBern war eine Niederlage beschieden. Man rechnete damit. Nur erwartete man nicht, daß sie so hoch ausfallen würde. Die Gäste zeigten ein sehr flottes Spiel und legten von Anfang an mit schärf­stem Tempo los, so daß die Gastgeber alle Mühe hatten zu folgen. Es entspannen sich hochinteressante Kampfmomente, die allerdings vorerst keinerlei Er­folge zeitigten. Schon in der zweiten Minute wurde ein Handelfmeter für VfB. fällig, der aber vom Tormann der Gäste glänzend gehalten wurde. Haas im VfB -Tor mußte ebenfalls einige Male eingreifen und tat es mit viel Geschick. Er war sehr aufmerksam. Der erste Erfolg für die Gäste resul­tierte aus einem Eckball. Der Ball passierte die ganze Deckungsreihe bis zum freistehenden Links­außen, der mit entschlossenem Schuß verwandelte. Mit 1:0 wurden die Seiten gewechselt.

Während der 1. Halbzeit stellten die VfBer für die Gäste einen völlig gleichwertigen Gegner dar, aber der Sturm vermochte keine der zwingenden Chan­cen auszunützen. Nach der Pause erhöhten die Fried­berger bald auf 2:0 und schon eine halbe Minute später auf 3.0. Die Grünweißen, nun reichlich be­stürzt, spielten sehr zerfahren und fanden sich zu keiner einheitlichen Aktion mehr. Auch schien es, als wenn die Mannschaft schon am Ende ihrer Kraft angelangt wäre, während die Gäste noch immer sehr frisch auftraten und unvermindert.heftige Angriffe

nach vorne trugen. Die Angriffe der Platzbesitzer kamen kaum mehr über die Läuferreihe hinaus, eo erzielten die Friedberger nach klarer Kombinatwns- arbeit einen vierten Treffer und wenig spater durch einen Nachschub, der den Gießener Tormann unvor­bereitet fand, ein fünftes Tor. Damit ließen es nun auch die Gäste genua sein uni) fo flaute das Spwl zum Schluß erheblich ab. Die Gaste siegten durch­aus verdient, den Grünweißen wurde die alte Er­scheinung, die zweite Halbzeit nicht durchzustehen, wieder zum Verhängnis. Die Einzelleitungen die das Spiel auf beiden Seiten brachten, waren hoch­achtbar. Leutheuser und Lehrmund enttäuschten etwas. Ein Teil des Publikumsinteresses wurde durch die Uebertragung des Meisterschaftskampfes m Köln dem Spiel entzogen.

Leichtathletik 6er Sp.-Bg. 1900.

1900 überlegener Sieger im Klubkampf gegen VfL. Wetzlar.

Die 1900er konnten auch ihren Zweiten Pflicht- klubkampf überlegen gewinnen. Der VfL. blieb mit einer Differenz von 5,021 Punkten zuruck. Der Un­terschied wäre allerdings etwas gemildert worden, wenn nicht zwei VfLer aufgegeben hatten (im 800- und 3000-Meter-Lauf). Die Spielvereinigungsleute konnten in sämtlichen Disziplinen die Sieger stellen. Im allgemeinen bewegten sich die Leistungen auf gutem Niveau. Nachstehend die ^100 Meter: 1. Müller, 1900, 11,3 Set; 2. El- dracher, 1900, 11,4; 3. Jakob, VfL., 12 2, 4. Happ VfL 12 7 Sekunden. Eldracher kam schlecht ab und mußte sich von seinem Klubkameraden um Brust­breite geschlagen bekennen.

800 Meter: 1. Bepperling, 1900, 2:06,7 Min.; 2. Raumstieger, 1900, 2:09,1; 3. Werner, VfL.,

2-218 Minuten. Deppisch, VfL., aufgegeben. Die 1900er machten das Rennen unter sich aus.

3 000 Meter: 1. Gerhardt, 1900, 9:46,2 Min.r< 2 Herberling, VfL., 10:04,4; 3. Linsemann, 1900, I 10:48,3 Minuten. Happ, VfL., aufgegeben. Gerhardt I präsentierte sich in guter Form.

Hochsprung: Unteroffizier H. Steines und V. I Schlarb, 1900, je 1,60 Meter; 3. Capello, VfL., 1,50 Meter; 4. Kuhlmann, VfL-, 1,46 Meter. Außer Kon­kurrenz erzielte Schlarb 1,64 Meter.

Weitsprung: 1. Jung, 1900, 6,11 Meter, 2. | Felsinq, 1900, 5,95 Meter: 3. Büldermann, VfL., 5 50 Meter; 4. Ludwig, VfL., 5,35 Meter.

'Kugel st oßen: 1. Kilo, 1900, 12,61 Meter; 2. I Franz, VfL., 11,60 Meter; 3. Jakob, (VfL., 10,74 I Meter; 4. Unteroff. Steines, 1900, 10,52 Meter. i Diskuswerfen: 1. Kilo, 1900, 39,45 Meter; I 2. Franz, VfL., 33,84 Meter; 3. Kuhlmann, VfL., fl 30,69 Meter; 4. Jung, 1900, 29,42 Meter. Kilo hatte / hier, ebenso wie im Kugelstoßen, nicht seinen besten \l £aq.

10X ^Runde-Staffel: 1. Spielogg. 1900, 4:17,8 Minuten; 2. VfL. Wetzlar, 4:20 Minuten. Die 1900er brauchten sich nicht voll auszugeben.

Speerwerfen (Rahmenkonkurrenz): 1. Hop. fenmüUer 1900, 45,75 Meter; 2. Jakob, OSC., 44,00 Meter, 3. Ludwig, VfL., 37,00 Meter. Hopfenmüller konnte sich für feine knappe Niederlage bei den Gaumeisterschaften revanchieren

4X 100-Meter-Staffel (Rahmenkonk.): 1. Spielogg. 1900 1. Mannschaft (Felsing, Eldracher Koch Müller), 45,00 Sekunden. 2. Spielvgg. 1900 3. Mannschaft (mit 20 Meter Vorgabe); 3. Spielvgg. 1900 2. Mannschaft (vorn Mal). Die Zeit von 4d Sekunden wurde während eines Regenschauers er­zielt und ist als beachtlich anzusehen.

Wirtschaft.

Oer Huf des Reichskanzlers: Arbeitsbeschaffung!

Dortmund, 12. Juni. Um die Reichsregierung in ihrem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit du un= terstützen, hat die H o e s ch - K o l n - R e u e s s e n AG., Dortmund, über die regelmäßigen Instand­setzungen hinaus größere Aufträge erteilt, die m erster Linie dem Ausbau d e r b e r g b a u - lichen Betriebe dienen sollen. Der Gesamtbe­trag dieser Aufträge beläuft sich auf 2,1 Mill. Mark.

Frankfurt schwächer.

Frankfurt a. M., 12. Juni. (WTB.-Draht­meldung.) Bei denkbar geringster Umsatztätigkeit eröffnete die Börse zu Beginn der neuen Woche in lu {Hofer und schwächerer Tendenz. Der Ordermangel und das Fehlen irgendwelcher An­regungen verursachte Zurückhaltung, die noch durch den Beginn der Weltwirtschaftskonferenz und durch den gewissen Widerstand einiger Gläubigerländer gegen das Transfermoratorium verstärkt wurde. Infolge der Unternehmungsunlust der Kulisse ge­nügte schon die kleinste Abgabeneigung, um das Kursniveau zu drücken. Gegenüber dem Wochen­schluß ergaben sich anfangs bei zögernder Kurs- festsetzung durchschnittliche Rückgänge um bis zu 1 Prozent. Stärker abgeschwächt waren Siemens mit minus 3 Prozent, Deutsche Linoleum mit minus 2 Prozent, Kali Aschersleben mit minus 2,50 Prozent und Harpener mit minus 1,75 Prozent. I. G. eröffneten 1 Prozent niedriger und auch die übrigen Chemiewerte ließen meist bis zu 1 Prozent nach. Von Elektroaktien kamen AEG. 0,25 Prozent und Schuckert 0,65 Prozent niedriger zur Notiz. Am Moytanmarkt setzten Bu­derus 0,50 Prozent, Klöcknerwerke 0,75 Prozent niedriger ein. Schiffahrtsaktien bröckelten etwa 0,25 Prozent ab. Auf den übrigen Marktgebieten stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Gegen 13 Uhr kamen Contigummi um 1,25 Prozent schwä­cher, dagegen Aku 1 Prozent fester und Reichs­bank unverändert zur Notiz.

Der Verlauf brachte weder eine Belebung des Geschäftes noch eine nennenswerte Veränderung des Kursniveaus. Allgemein herrschte Zurückhal­tung. Vereinzelten Erholungen um etwa 0,25 bis 0,50 Prozent standen auch neue Rückgänge im glei­chen Ausmaß gegenüber.

Der Rentenmarkt hatte meist ein etwas schwächeres Aussehen. Von Deutschen Anleihen gaben Altbesitz 1 und Neubesitz 0,13 Prozent nach. Von sonstigen variabel gehandelten Werten gingen später Reichsschuldbuchsorderungen um 0,75 Pro­zent und Stahlvereinbonds um 0,65 Prozent zurück. Goldpfandbriefe bröckelten zum Teil bis zu 0,25 Prozent ab. Liquidationspfandbriefe und Kommu­nalobligationen lagen ruhig, ebenso Staatsanleihen. Don kommunalen Werten waren 6 Prozent Stadt Mainz angeboten. Am Auslandsrentenmarkt

bröckelten Mexikaner weiter leicht ab. Tagesgeld war zu 3,50 Prozent unverändert.

Frankfurter Abendbörse geschästslos.

Frankfurt a. M., 12. Juni. Auch an der Abendbörse verhielt ffd) die Kulisse bei fehlender Be­teiligung der Bankkundschaft sehr reserviert, so daß die 'Umsatztätigkeit bei kaum veränderten Kursen gegenüber dem Berliner Schluß äußerst gering war. Einige Umsätze fände in IG.-Farben statt; der Kurs zog zunächst leicht an, ging aber im s Verlaufe unter deut'Druck der Geschäftsstille wieder [ zurück. Auf den übrigen Marktgebieten herrschte Se- | schäftslosigkeit. Die festere Eröffnung Wall-Streeis blieb ohne Einfluß.

Am Anleihemarkt herrschte bei unverän­derten Kursen ebenfalls Geschäftsstille. Von frem­den Werten notierten 5proz. äußere Goldmexikaner mit 10,25 v. H. um Bruchteile eines Prozente, höher. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 12,75, Alt­besitzanleihe 75%, Schutzgebietsanleihe 8,10, 6proz. Sta'hlverein-Bonds 65,50, Reichsbank 139, Harpe­ner Bergbau 107,75, Mannesmann 69,75, Rhein« stahl 95,25, AEG. 26, Bekula 114%, Zement Heidel­berg 81 Conti Gummi 162, Licht und Kraft 114, JG.-Farben 134% bis 134,50, Gesfürel 94, Lah- meyer 125, Siemens 167,25, Zellstoff Aschafsenburz 24, Hapag 18%.

frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 12. Juni. Die Getreide- börse war bei abwartender Haltung recht fest ge­stimmt, wobei die neuen Monopolpreise für Futter­mittel dem Brot- und Futtergetreidemarkt etroas Anregung gaben. Das Angebot war klein, trotzdein kam es kaum zu nennenswerten Umsätzen. Das Mehlgeschäft blieb bei unveränderten Preisen gering. Der Futtermittelmarkt hatte zwar feste Tendenz, doch übte man auf Grund des Mo- nopolzuschlags von 6 Mark je 100 Kg. stärkste Zu­rückhaltung. Die Preise stellten sich um 2550 Pf. höher. Von Getreide zog Hafer um 5 Mark per Tonne an. Es notierten: Weizen 210, Roggen 172,50 bis 173,50, Hafer 150 bis 155, Weizenmehl südd. und Niederrhein. Spez. 0 30,25 bis 31,50, Roggenmehl 60prozentige Ausmahlung 23,50 bis 25,25, Weizenkleie 8,00, Roggenkleie 8,75, Soya- schrot alte Abschlüsse 10,40 einschl. Monopolabgabe, Sanaschrat neue Abschlüsse 9,75 bis 10,25, Palm- kuchen neue Abschlüsse 9,90 bis 10,15, Erdnuhkuchen 12,25 Bries neue Abschlüsse (die drei letzten Notie­rungen verstehen sich ohne den Monopolzuschlag von 6 Mark je 100 Kg.), Treber 11,00, Heu 4,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 2,60 bis 2,80, do. gebündelt 2,20. Kartoffeln: Jndustrik hiesiger Gegend 2,00 bis 2,15 Mark per 50 Kg. bei Waggoybezug. Tendenz: fest.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samslq nachmittag geschlossen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt deschlofsenen Dividende an. Retchsbankdiskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H.

lyranliun a. Dl. |

Berlin

Schluß« kurs

Schlußk. Abend« barte

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« börse

Votum

10.6.

12.6.

10.6-

12.6.

6% Deupche Retchsanieite v. 1921

34.5

84,5

84,4

84,13

6% ef)em.7% Dt.ReichSanI.v. 1929

91,25

90,65

91,25

90,75

6>/2% Doung-Anleihe von 1930 .

Deutsche Aul.-Ablöl.-Schuld ml

77,65

76,65

77,65

76,65

Auslos.,Rechten .......... .

76,75

75,65

76,65

75,75

DeSgl. ohne Auslos.-Rechte.....

6% ehern. 8% Hess. Bolksstaat 1929

12,8

12,75

12,75

12,75

(rückzahlb. 102%)...........

Oberteilen Provinz-Anleihe mi

83

80,5

83

81

Auslos.-Rechten ............

6% Hell. Landesbank Darmstadt

69

69

Gold R. 12........

6 J4% Hell- LanteS Hypotheken­bank Darmstadt Ltqut......

Deutsche Komm. Sammelab I.An

82,5

82,5

82,5

85,5

85,25

leibe Serie! mit Auoios.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Ban!

70,5

70,25

70,9

70

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hhp.-Bam

84,75

84

Goihpse. 16 unkündbar biS 1936 6/z% ehem. 4%% Franks. Hyp.

Bank-LIqu.-Psandbriefe .....

t>y2% ehem. 44% Rheinische

64,5

84

86

86,25

Hyp.-Bank-Liau.-Goidpse. ...

6% ehem. 8% Pr. Landespsand

87

85,75

btiefanflall, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand

34,5

84,5

84,5

85

brtetmistalt. Pfandbriefe R. ic

85

84,75

84

84

Verrechnungskurs . . ....

85,5

85,5

85,5

85,5

4% O österreichische Noidrente...

4,20% Lösterreichische Silberrente

_

18

1,15

18

4% Ungarische Gotdrente.......

4% Ungarische Etaatsrente v. 1910

4%% desgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmexikaner von 99

10,5

10,13

10,65

10,13

4% Türkiiche Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleih

6,4

6,3

6,3

6,25

Serie I....................

-

6,25

6,4

6,2

Franktun a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag- börke

Datum

10.6.

12.6.

10.6.

12.6.

4% desgl. Serie II ...........

6,25

6,4

6,3

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

6

6

5,75

4*/r%Rumün.vereinh.Rentev.l913

10,8

10,8

10,7

10,6

4% Rumänische vereinh. Rente

5,025

5,05

5,1

5,13

8%% Anatolier.............

28,8

28,7

29,4

28,75

Lamburg-AmerSa-Paket .....

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

c

18,4

18,4

18,4

18.13

0

26,5

29,5

Hansa Dampfschiff...........

0

25,75

25,5

Norddeutscher Lloyd .........

0

19

19,13

19,25

19

A.ch. für Verkehrswesen Akt. ..

0

52,5

51,5

52,5

51,5

Berliner Handelsgesellschaft....

Commerz« und Privat«Bank...

4

0

92

51

i?

93

51,5

93,25

51

Deutsche Bank und Disronto«

Gesellschaft................

<

60

59,75

60

59,75

Dresdner Bank..............

0

49,5

49

49,5

49

Reichsbank .................

1

138

139

138,13

139,25

A.C.G......................

t

26,25

26

26,25

.5,9

Dektr. LiefenuigSgelellschast ...

6

90,75

91

92

91

Licht und Kraft .............

f

114,75

114

114,65

115

Felten & Guilleaume ........

0

58

57,5

58

57.65

Gesellschaft für Elektrische Unter*

nehmungen...............

4

93,5

94

94

94.75

Rheinische Elektrizität ........

5

98,75

98,75

98

Schuckert & Co..............

0

112,5

113

112,75

113,13

Siemens & Halske...........

168

167,25

168,4

167,9

LahmeyerLCo..............

10

126,5

125

126,5

125,5

Buderus ...................

76

75,75

76,25

75,75

Deutsche ErdS! .............

4

118,5

120,5

119,13

119,75

Geilenkirchener..............

0

63,75

63,5

64

63,5

Harpener...................

0

107,5

107

106,5

106,75

Hoesch EilenKöln-Neuesten..

0

70,4

69,5

Ilse Bergbau ...............

7

164

163,75

Zste Bergbau Genülle........

7

124

123

124,25

124

inOuTiEtiDCtu ...... ....

0

60,25

59

59.75

59

sxaniies manu» wogten........

0

70,25

69,75

70,75

69,9

Franisun a. M.

-3er! in

Schluß- kurS

Schlußk. Abend« börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

10.6.

12-6.

10.6.

12-6.

Mansleloer Bergbau.....

... 0

25

25

25,25

25,5

Kokswerke ..............

... 0

84,75

84,5

Phönix Bergbau.........

... v

42,25

41,5

41,9

41,25

Rheinische Braunkohlen ..

Rbetnstabi ............

...10 ... 0

210

95,25

210

95,25

212.75

95,75

212,5

95,5

Bereinigte Stahlwerke....

Otavt Minen ...........

... 0

41

40,75

40,65

40,75

... v

18

18,5

17,9

Kaliwerke Aschersleben....

Kaliwerke Westeregeln ....

... 6

... 6

135,5

136

132,25

136,5

134,5

139,25

133

Kaliwerke Salzdetfurth ...

... P

179

179

179,75

180

3 ®. Farben-Jndustrie ...

Scheideanstall...........

... 7 ...10

135

173

134,5

173

135

134,4

Goldschmidt ............

Rütgerswerke ...........

... 0

... 0

53,5

61,5

53,5

61

53

61 76

53,5

60,9

39,65

Melallgeselllchaft.........

39,5

39,25

39,25

Phillvv Holzmann.......

Zementwerk Heidelberg ...

Eememwerk Karlstadt.....

El

60

81

79,5

59

81

78

59,75

1

Schultheis Patzenhoser.... Aku sAllgemeine Kunstseide) Bemberg...........

Zellstosl Waldhos.........

Zellstoff Aschaffenburg ....

Dessauer Gag..........

Daimler Motoren.........

Deutsche Linoleum ...

Orenstein S Koppel ...

Leonhard Zieh........''

Chade...................

... 0

... 0

39,25

39

128,13

39,9

128,5

39,4

... 0

... 0

... 0

... 0

49,5

51,25

24

31,75

52

25

49,25

52

24

31,5

50

24

49,75

51

24

115,5

31,75

51

48,13

25

48,25

51

23

116,75

31,4

50

48,75

24

167

168

167,75

169

«rinnet.....

rr?bn?aI'?ertc Höchst a.M.

Süddeutscher Zucker ......

26,5

70

156

27,5

70

155,25

26,5

159

27,5

155,25

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

10.Juni

V

12. Juni

Amtliche (Selb

Jioli&jng

25riC'

Amtliche Geld

Notierung I Srie- _

Helfingforo.

6,324

6,338^

6,329

6,341 |

Wien......

46,95

47,05 \

46,95

47,05

Prag......

12,64

12,66

12,64

12,66

Budapest ...

Sofia.....

3,047

3,053

\047

3,053

Holland ...

170,33

170,67

170,53

72,28

170,67

Ci Io.......

72,18

72,32

Kopenhagen.

63,84

63,96

63,84

63,96

Stockholm..

73,68

73,82

73,73

73,87

London .....

14,295

14,335

14,32

14,36

Buenos Aires

0,898

0,902

0,898

0,902

Reuyork....

3,467

3,473

3,412

3,418

Brüssel.....

58,99

59,11

58,94

59,06

Stallen.....

22,04

22,08

22,04

22,08

Porto .....

16,62

16,66

16,62

16,66

Schweiz ...

81,57

81,73

81,67

81,83

Spanien....

36,16

36,24

36,16

36,24

Danzig....

82,67

82,83

82,62

82.78

Japan.....

0,884

0,886

0,884

0,886

Rio de Jan.

0,229

0,231

0,229

0,231

Jugoslawien

Lissabon....

5,195

5,205

5,195

5,205

13,02

13,04

13,02

13,04

Banknoten.

Serlln, 12-Juni

Geld

Ärtes '

Amerilanhche Roten..............

3,375

3,395

Belgische Noten..................

58,83

59,07

Dänische Noten .................

63,47

63,73

Englische Noten .................

14,28

14,34

Französische Noten...............

16,58

16,64

Holländische Noten...............

169,96

170,64

Italienische Noten................

21,92

22,00

Norwegische Noten ..............

72,11

72,39

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

73,55

73,85

Schweizer Noten.................

81,49

81,81

Spanische Noten.................

Ungarische Noten ................

36,03

_____l