SJL-'fpoit
Doppelersolg der GRG.-Achtermannschafi
Oie Mainz-Kasteler
Die Jubiläums-Regatta in Kastel wurde bei ausdauernden Regenfällen an beiden Regattatagen ausgetragen. Die Mannschaften litten sehr unter dem feuchten Segen.
Die Gießener Achtermannschaft konnte aber trotz der Wasserfluten zwei sichere Siege gegen die berühmte Mannschaft von Mainz-Kastel herausholen. Am ersten Tage gingen die Kasteler mit großem Schwung vom Start ab und hielten auch kurze Zeit die Spitze. Als das Gießener Boot aber im Schwung war, rückte es langsam, aber stetig aus und bald hatte Gießen die Führung mit einer Länge. Nun legte Kastel einen Mehrschlag ein, der sich günstig auswirkte. Kastel rückt auf und cs schien kurze Zeit als ob Kastel im Vorrücken bleiben würde. Der Schlagmann von Gießen behielt aber den Gegner im Auge und erwiderte den Mehrschlag von Kastel.
Mit einer Viertellänge Vorsprung der Gießener liefen beide Boote nebeneinander durch das Ziel. Gießen hatte mit einer Sekunde Vorsprung gesiegt.
Am Sonntag startete neben den beiden Mannschaften noch die Mannschaft vom Mannheimer Ruder-Klub. Diesmal wurde von der Gießener Mannschaft eine andere Taktik geübt. Hart m a n n ging vom Start an fest ins Zeug, eroberte sich alsbald die Führung uno hielt sie über die ganze Bahn. Die Mehrschläge von Kastel wurden sämtlich sofort und mit Erfolg erwidert. Diesmal siegte Gießen mit mehr als einer Länge gegen Kastel, die Mannheimer Mannschaft folgte auf dem dritten Platz 2% Längen hinter Kastel. Die festgestellte Zeit war am zweiten Tage 5:50,4 gegen 5:38,6 am Vortage.
Die Mannschaft der GRG. ruderte auch zwei Vie- rer-Rennen. Sie siegte am ersten Tage im Gost- Dierer-Rennen nach Kampf über Saar-Saarbrücken und über Nassovia-Höchst. Am Sonntagvormittag erlitt der Gießener Vierer eine Niederlage gegen Nassovia-Höchst und den Mannheimer Ruderklub. Das Nennen fand bei starkem Wellengang statt. Das Bot der Gießener Mannschaft war bis unter
Jubiläums-Regatta.
die Sitze mit Wasser gefüllt. Unter diesen Umständen war ein Sieg nicht zu erringen.
Das Rudern der Gießener Mannschaft erregte durch seine Ausgeglichenheit allgemeine Bewunderung.
Die Mannschaft ruderte sehr flüssig, mit scharfem Einsatz und ausgiebigem Durchzug. Durch das langsame Vorrollen wird das Boot nicht gedruckt, es bleibt immer im Gang. Die Mannschaft zeigt viel Leben, ohne dabei unruhig zu sein. Die Mannschaft von Kastel, schon lange gut zusammengespielt, ist scheinbar durch das höhere Lebensalter der Ruderer im Nachteil. Der Schlagmann der Gießener Mannschaft weiß seine Leute trefflich zu führen und die Ruderer gehen, tüchtig mit. Dies trat besonders in den Endkämpfen klar zutage. Es ist hier sicher eine große Mannschaft, die sich an die ernstesten Aufgaben wagen kann, im Kommen.
Nicht glücklich schnitten die Iungmannen von Gießen ab, die im Achter und Vierer auf starke Mitbewerber stießen, die nicht zu überwinden waren. Die Gießener Mannschaften sind jedoch noch sehr entwicklungsfähig. Der Skuller 3 ö b t konnte sich nicht durchsetzen. Sein Gegner Eduard Paul von der Frankfurter Ruder- Gesellschaft Oberrad, ist um eine ganze Klasse höher einzuschähen.
Iödt halte jedoch den (Erfolg, den zweiten Platz gegen Sauer (Frankfurt) halten zu können.
Schöne Erfolge erzielte die Ruder-Gesellschaft Worms! gut gefiel auch der Vierer von Rassovia Höchst. Saar Saarbrücken holte sich drei Siege. Mit einem starken Zweiten Achter hatte der Offenbacher Ruder-Verein Erfolg. Gute Junioren brachte auch der Mainzer Ruder-Verein heraus. Von Skullern war der Offenbacher Fleischhauer siegreich. Großen Veisall erzielten die Brüder A r e n z, Godesberg, im Doppelzweier. Eine Anzahl Rennen wurde durch das unruhige Wasser stark beeinträchtigt. Die Ergebnisse folgen.
Zweimal Iußball aus dem Waldspochlah.
Die Fußball - Doppeloeranstaltung der Spielver- i einigung und des VfB. wurde durch das unsichere Wetter 'beeinträchtigt. Es war nicht die Anzahl an Zuschauern erschienen, die man sich erhoffte. Die Spiele selbst litten unter dem aufgeweichten Boden, der ein exaktes Spiel kaum möglich machte. Man sah trotzdem, entsprechend den Umständen, gute sportliche Leistungen. Der Tag brachte einen Sieg und eine Niederlage. Die Spielvereinigung gewann, die Mannschaft des VfB. verlor.
1900 I — VfB. „Kurhessen" Marburg 6:4 (4:0).
Das Spiel brachte zunächst eine Enttäuschung. Die Marburger waren mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft erschienen. Aus der 1. Mannschaft fallen, wie man hörte, nur 3 oder 4 Mann dabei gewesen sein. Ein solches Auftreten kann nicht zur Hebung der sportlichen Beziehungen beitragen. Die Niederlage, die die Vertretung der Kurhessen empfing, mag ihnen eine wohlverdiente Lektion jein. Die Gäste waren nicht einmal zum Ehrentor fähig, das sie aus mancher Chance heraus sehr wohl erzielen konnten. Es mangelte bei der Gästeelf am Zusammenspiel, an der Balltechnik, am Eifer, so daß sie für die Mannschaft der Spieloereinigung, die recht gut aufgelegt war, nicht den Gegner darstellte, den man sich gewünscht hatte. Das Spiel verlor besonders in der zweiten Halbzeit an Reiz, weil sich die Gäste mit dem Halbzeitergebnis abgefunden hatten. Unter diesen Umständen konnte das Publikum nicht recht warm werden.
Der Spielverlauf sah die Blauweißen ständig leicht feldüberlegen. Sie kamen in guter Kombination immer wieder nach vorne und bereits in der 8. Minute war der erste Erfolg fällig. Bromm hatte eine tadellose Flanke von Lippert sehr entschlossen verwandelt. Bereits eine Minute später konnte der gleiche Torschütze auf 2:0 erhöhen. Er brachte einen wohlüberlegten und sehr gut placierten Schuß an, dem der Tormann nicht gewachsen war. In der Folge wurden von den Blauweißen noch viele Chancen herausgearbeitet. Einem Geplänkel im Gedränge vor dem Gästetor folgte der Torschuß, der Tormann wehrte ab, der Ball ging in das Feld zurück und wurde in raschem Nachschuß eingeschoben.
3:0! Der Halbzeitstand wurde erreicht, als der Marburger Tormann einmal in kritischer Situation sein Tor verließ und der Ball an ihm vorbei, nach geschickter Täuschung eingesandt wurde.
Auf eine ähnliche Art fiel das 5. Tor. Der Tormann hatte wieder sein Heiligtum verlassen und der Ball konnte unbehindert einrollen. Die Marburger gaben nun jeden ernsthaften Widerstand auf, rafften sich mur hin und wieder zu halben Angriffen auf und mußten sich schließlich noch einen 6. Treffer gefallen lassen, der von Hainbach gut verwandelt wurde. Die Spielvereinigung, die mit drei Mann Ersatz antrat, hatte einen sehr verdienten Sieg errungen, sie zeigte die besseren Leistungen und war weitaus eifriger als es die Gäste waren.
VfB. Gießen I — VfB. Friedberg I 1:5 (0:1).
Den VfBern war eine Niederlage beschieden. Man rechnete damit. Nur erwartete man nicht, daß sie so hoch ausfallen würde. Die Gäste zeigten ein sehr flottes Spiel und legten von Anfang an mit schärfstem Tempo los, so daß die Gastgeber alle Mühe hatten zu folgen. Es entspannen sich hochinteressante Kampfmomente, die allerdings vorerst keinerlei Erfolge zeitigten. Schon in der zweiten Minute wurde ein Handelfmeter für VfB. fällig, der aber vom Tormann der Gäste glänzend gehalten wurde. Haas im VfB -Tor mußte ebenfalls einige Male eingreifen und tat es mit viel Geschick. Er war sehr aufmerksam. Der erste Erfolg für die Gäste resultierte aus einem Eckball. Der Ball passierte die ganze Deckungsreihe bis zum freistehenden Linksaußen, der mit entschlossenem Schuß verwandelte. Mit 1:0 wurden die Seiten gewechselt.
Während der 1. Halbzeit stellten die VfBer für die Gäste einen völlig gleichwertigen Gegner dar, aber der Sturm vermochte keine der zwingenden Chancen auszunützen. Nach der Pause erhöhten die Friedberger bald auf 2:0 und schon eine halbe Minute später auf 3.0. Die Grünweißen, nun reichlich bestürzt, spielten sehr zerfahren und fanden sich zu keiner einheitlichen Aktion mehr. Auch schien es, als wenn die Mannschaft schon am Ende ihrer Kraft angelangt wäre, während die Gäste noch immer sehr frisch auftraten und unvermindert.heftige Angriffe
nach vorne trugen. Die Angriffe der Platzbesitzer kamen kaum mehr über die Läuferreihe hinaus, eo erzielten die Friedberger nach klarer Kombinatwns- arbeit einen vierten Treffer und wenig spater durch einen Nachschub, der den Gießener Tormann unvorbereitet fand, ein fünftes Tor. Damit ließen es nun auch die Gäste genua sein uni) fo flaute das Spwl zum Schluß erheblich ab. Die Gaste siegten durchaus verdient, den Grünweißen wurde die alte Erscheinung, die zweite Halbzeit nicht durchzustehen, wieder zum Verhängnis. Die Einzelleitungen die das Spiel auf beiden Seiten brachten, waren hochachtbar. Leutheuser und Lehrmund enttäuschten etwas. Ein Teil des Publikumsinteresses wurde durch die Uebertragung des Meisterschaftskampfes m Köln dem Spiel entzogen.
Leichtathletik 6er Sp.-Bg. 1900.
1900 überlegener Sieger im Klubkampf gegen VfL. Wetzlar.
Die 1900er konnten auch ihren Zweiten Pflicht- klubkampf überlegen gewinnen. Der VfL. blieb mit einer Differenz von 5,021 Punkten zuruck. Der Unterschied wäre allerdings etwas gemildert worden, wenn nicht zwei VfLer aufgegeben hatten (im 800- und 3000-Meter-Lauf). Die Spielvereinigungsleute konnten in sämtlichen Disziplinen die Sieger stellen. Im allgemeinen bewegten sich die Leistungen auf gutem Niveau. Nachstehend die ^100 Meter: 1. Müller, 1900, 11,3 Set; 2. El- dracher, 1900, 11,4; 3. Jakob, VfL., 12 2, 4. Happ VfL 12 7 Sekunden. Eldracher kam schlecht ab und mußte sich von seinem Klubkameraden um Brustbreite geschlagen bekennen.
800 Meter: 1. Bepperling, 1900, 2:06,7 Min.; 2. Raumstieger, 1900, 2:09,1; 3. Werner, VfL.,
2-218 Minuten. Deppisch, VfL., aufgegeben. Die 1900er machten das Rennen unter sich aus.
3 000 Meter: 1. Gerhardt, 1900, 9:46,2 Min.r ■< 2 Herberling, VfL., 10:04,4; 3. Linsemann, 1900, I 10:48,3 Minuten. Happ, VfL., aufgegeben. Gerhardt I präsentierte sich in guter Form.
Hochsprung: Unteroffizier H. Steines und V. I Schlarb, 1900, je 1,60 Meter; 3. Capello, VfL., 1,50 Meter; 4. Kuhlmann, VfL-, 1,46 Meter. Außer Konkurrenz erzielte Schlarb 1,64 Meter.
Weitsprung: 1. Jung, 1900, 6,11 Meter, 2. | Felsinq, 1900, 5,95 Meter: 3. Büldermann, VfL., 5 50 Meter; 4. Ludwig, VfL., 5,35 Meter.
'Kugel st oßen: 1. Kilo, 1900, 12,61 Meter; 2. I Franz, VfL., 11,60 Meter; 3. Jakob, (VfL., 10,74 I Meter; 4. Unteroff. Steines, 1900, 10,52 Meter. i Diskuswerfen: 1. Kilo, 1900, 39,45 Meter; I 2. Franz, VfL., 33,84 Meter; 3. Kuhlmann, VfL., fl 30,69 Meter; 4. Jung, 1900, 29,42 Meter. Kilo hatte / hier, ebenso wie im Kugelstoßen, nicht seinen besten \l £aq.
10X ^Runde-Staffel: 1. Spielogg. 1900, 4:17,8 Minuten; 2. VfL. Wetzlar, 4:20 Minuten. Die 1900er brauchten sich nicht voll auszugeben.
Speerwerfen (Rahmenkonkurrenz): 1. Hop. fenmüUer 1900, 45,75 Meter; 2. Jakob, OSC., 44,00 Meter, 3. Ludwig, VfL., 37,00 Meter. Hopfenmüller konnte sich für feine knappe Niederlage bei den Gaumeisterschaften revanchieren
4X 100-Meter-Staffel (Rahmenkonk.): 1. Spielogg. 1900 1. Mannschaft (Felsing, Eldracher Koch Müller), 45,00 Sekunden. 2. Spielvgg. 1900 3. Mannschaft (mit 20 Meter Vorgabe); 3. Spielvgg. 1900 2. Mannschaft (vorn Mal). Die Zeit von 4d Sekunden wurde während eines Regenschauers erzielt und ist als beachtlich anzusehen.
Wirtschaft.
Oer Huf des Reichskanzlers: Arbeitsbeschaffung!
Dortmund, 12. Juni. Um die Reichsregierung in ihrem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit du un= terstützen, hat die H o e s ch - K o l n - R e u e s s e n AG., Dortmund, über die regelmäßigen Instandsetzungen hinaus größere Aufträge erteilt, die m erster Linie dem Ausbau d e r b e r g b a u - lichen Betriebe dienen sollen. Der Gesamtbetrag dieser Aufträge beläuft sich auf 2,1 Mill. Mark.
Frankfurt schwächer.
Frankfurt a. M., 12. Juni. (WTB.-Drahtmeldung.) Bei denkbar geringster Umsatztätigkeit eröffnete die Börse zu Beginn der neuen Woche in lu {Hofer und schwächerer Tendenz. Der Ordermangel und das Fehlen irgendwelcher Anregungen verursachte Zurückhaltung, die noch durch den Beginn der Weltwirtschaftskonferenz und durch den gewissen Widerstand einiger Gläubigerländer gegen das Transfermoratorium verstärkt wurde. Infolge der Unternehmungsunlust der Kulisse genügte schon die kleinste Abgabeneigung, um das Kursniveau zu drücken. Gegenüber dem Wochenschluß ergaben sich anfangs bei zögernder Kurs- festsetzung durchschnittliche Rückgänge um bis zu 1 Prozent. Stärker abgeschwächt waren Siemens mit minus 3 Prozent, Deutsche Linoleum mit minus 2 Prozent, Kali Aschersleben mit minus 2,50 Prozent und Harpener mit minus 1,75 Prozent. I. G. eröffneten 1 Prozent niedriger und auch die übrigen Chemiewerte ließen meist bis zu 1 Prozent nach. Von Elektroaktien kamen AEG. 0,25 Prozent und Schuckert 0,65 Prozent niedriger zur Notiz. Am Moytanmarkt setzten Buderus 0,50 Prozent, Klöcknerwerke 0,75 Prozent niedriger ein. Schiffahrtsaktien bröckelten etwa 0,25 Prozent ab. Auf den übrigen Marktgebieten stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Gegen 13 Uhr kamen Contigummi um 1,25 Prozent schwächer, dagegen Aku 1 Prozent fester und Reichsbank unverändert zur Notiz.
Der Verlauf brachte weder eine Belebung des Geschäftes noch eine nennenswerte Veränderung des Kursniveaus. Allgemein herrschte Zurückhaltung. Vereinzelten Erholungen um etwa 0,25 bis 0,50 Prozent standen auch neue Rückgänge im gleichen Ausmaß gegenüber.
Der Rentenmarkt hatte meist ein etwas schwächeres Aussehen. Von Deutschen Anleihen gaben Altbesitz 1 und Neubesitz 0,13 Prozent nach. Von sonstigen variabel gehandelten Werten gingen später Reichsschuldbuchsorderungen um 0,75 Prozent und Stahlvereinbonds um 0,65 Prozent zurück. Goldpfandbriefe bröckelten zum Teil bis zu 0,25 Prozent ab. Liquidationspfandbriefe und Kommunalobligationen lagen ruhig, ebenso Staatsanleihen. Don kommunalen Werten waren 6 Prozent Stadt Mainz angeboten. Am Auslandsrentenmarkt
bröckelten Mexikaner weiter leicht ab. Tagesgeld war zu 3,50 Prozent unverändert.
Frankfurter Abendbörse geschästslos.
Frankfurt a. M., 12. Juni. Auch an der Abendbörse verhielt ffd) die Kulisse bei fehlender Beteiligung der Bankkundschaft sehr reserviert, so daß die 'Umsatztätigkeit bei kaum veränderten Kursen gegenüber dem Berliner Schluß äußerst gering war. Einige Umsätze fände in IG.-Farben statt; der Kurs zog zunächst leicht an, ging aber im s Verlaufe unter deut'Druck der Geschäftsstille wieder [ zurück. Auf den übrigen Marktgebieten herrschte Se- | schäftslosigkeit. Die festere Eröffnung Wall-Streeis blieb ohne Einfluß.
Am Anleihemarkt herrschte bei unveränderten Kursen ebenfalls Geschäftsstille. Von fremden Werten notierten 5proz. äußere Goldmexikaner mit 10,25 v. H. um Bruchteile eines Prozente, höher. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 12,75, Altbesitzanleihe 75%, Schutzgebietsanleihe 8,10, 6proz. Sta'hlverein-Bonds 65,50, Reichsbank 139, Harpener Bergbau 107,75, Mannesmann 69,75, Rhein« stahl 95,25, AEG. 26, Bekula 114%, Zement Heidelberg 81 Conti Gummi 162, Licht und Kraft 114, JG.-Farben 134% bis 134,50, Gesfürel 94, Lah- meyer 125, Siemens 167,25, Zellstoff Aschafsenburz 24, Hapag 18%.
frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 12. Juni. Die Getreide- börse war bei abwartender Haltung recht fest gestimmt, wobei die neuen Monopolpreise für Futtermittel dem Brot- und Futtergetreidemarkt etroas Anregung gaben. Das Angebot war klein, trotzdein kam es kaum zu nennenswerten Umsätzen. Das Mehlgeschäft blieb bei unveränderten Preisen gering. Der Futtermittelmarkt hatte zwar feste Tendenz, doch übte man auf Grund des Mo- nopolzuschlags von 6 Mark je 100 Kg. stärkste Zurückhaltung. Die Preise stellten sich um 25—50 Pf. höher. Von Getreide zog Hafer um 5 Mark per Tonne an. Es notierten: Weizen 210, Roggen 172,50 bis 173,50, Hafer 150 bis 155, Weizenmehl südd. und Niederrhein. Spez. 0 30,25 bis 31,50, Roggenmehl 60prozentige Ausmahlung 23,50 bis 25,25, Weizenkleie 8,00, Roggenkleie 8,75, Soya- schrot alte Abschlüsse 10,40 einschl. Monopolabgabe, Sanaschrat neue Abschlüsse 9,75 bis 10,25, Palm- kuchen neue Abschlüsse 9,90 bis 10,15, Erdnuhkuchen 12,25 Bries neue Abschlüsse (die drei letzten Notierungen verstehen sich ohne den Monopolzuschlag von 6 Mark je 100 Kg.), Treber 11,00, Heu 4,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 2,60 bis 2,80, do. gebündelt 2,20. Kartoffeln: Jndustrik hiesiger Gegend 2,00 bis 2,15 Mark per 50 Kg. bei Waggoybezug. Tendenz: fest.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samslq nachmittag geschlossen.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt deschlofsenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H.
lyranliun a. Dl. |
Berlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abend« barte
Schlußkurs
Schlußk. Mittag« börse
Votum
10.6.
12.6.
10.6-
12.6.
6% Deupche Retchsanieite v. 1921
34.5
84,5
84,4
84,13
6% ef)em.7% Dt.ReichSanI.v. 1929
91,25
90,65
91,25
90,75
6>/2% Doung-Anleihe von 1930 .
Deutsche Aul.-Ablöl.-Schuld ml
77,65
76,65
77,65
76,65
Auslos.,Rechten .......... .
76,75
75,65
76,65
75,75
DeSgl. ohne Auslos.-Rechte.....
6% ehern. 8% Hess. Bolksstaat 1929
12,8
12,75
12,75
12,75
(rückzahlb. 102%)...........
Oberteilen Provinz-Anleihe mi
83
80,5
83
81
Auslos.-Rechten ............
6% Hell. Landesbank Darmstadt
69
69
—
—
Gold R. 12........
6 J4% Hell- LanteS Hypothekenbank Darmstadt Ltqut......
Deutsche Komm. Sammelab I.An
82,5
82,5
82,5
—
85,5
85,25
—
—
leibe Serie! mit Auoios.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Ban!
70,5
70,25
70,9
70
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hhp.-Bam
84,75
84
—
—
Goihpse. 16 unkündbar biS 1936 6’/z% ehem. 4%% Franks. Hyp.
Bank-LIqu.-Psandbriefe .....
t>y2% ehem. 4’4% Rheinische
64,5
84
—
—
86
86,25
—
—
Hyp.-Bank-Liau.-Goidpse. ...
6% ehem. 8% Pr. Landespsand
87
85,75
—
—
btiefanflall, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand
34,5
84,5
84,5
85
brtetmistalt. Pfandbriefe R. ic
85
84,75
84
84
Verrechnungskurs . . ....
85,5
85,5
85,5
85,5
4% O österreichische Noidrente...
4,20% Lösterreichische Silberrente
—
_
18
1,15
18
4% Ungarische Gotdrente.......
—
—
4% Ungarische Etaatsrente v. 1910
—
——
—
—
4%% desgl. von 1913..........
——
—
—
—
5% abgest. Goldmexikaner von 99
10,5
10,13
10,65
10,13
4% Türkiiche Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleih
6,4
6,3
6,3
6,25
Serie I....................
-
6,25
6,4
6,2
Franktun a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börse
Schlußkurs
Schluß!. Mittag- börke
Datum
10.6.
12.6.
10.6.
12.6.
4% desgl. Serie II ...........
—
6,25
6,4
6,3
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
6
6
——
5,75
4*/r%Rumün.vereinh.Rentev.l913
10,8
10,8
10,7
10,6
4% Rumänische vereinh. Rente
5,025
5,05
5,1
5,13
8%% Anatolier.............
28,8
28,7
29,4
28,75
Lamburg-AmerSa-Paket .....
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
c
18,4
18,4
18,4
18.13
0
—
—
26,5
29,5
Hansa Dampfschiff...........
0
—
—
25,75
25,5
Norddeutscher Lloyd .........
0
19
19,13
19,25
19
A.ch. für Verkehrswesen Akt. ..
0
52,5
51,5
52,5
51,5
Berliner Handelsgesellschaft....
Commerz« und Privat«Bank...
4
0
92
51
i?
93
51,5
93,25
51
Deutsche Bank und Disronto«
Gesellschaft................
<
60
59,75
60
59,75
Dresdner Bank..............
0
49,5
49
49,5
49
Reichsbank .................
1
138
139
138,13
139,25
A.C.G......................
t
26,25
26
26,25
.5,9
Dektr. LiefenuigSgelellschast ...
6
90,75
91
92
91
Licht und Kraft .............
f
114,75
114
114,65
115
Felten & Guilleaume ........
0
58
57,5
58
57.65
Gesellschaft für Elektrische Unter*
nehmungen...............
4
93,5
94
94
94.75
Rheinische Elektrizität ........
5
98,75
98,75
98
Schuckert & Co..............
0
112,5
113
112,75
113,13
Siemens & Halske...........
168
167,25
168,4
167,9
LahmeyerLCo..............
10
126,5
125
126,5
125,5
Buderus ...................
76
75,75
76,25
75,75
Deutsche ErdS! .............
4
118,5
120,5
119,13
119,75
Geilenkirchener..............
0
63,75
63,5
64
63,5
Harpener...................
0
107,5
107
106,5
106,75
Hoesch Eilen—Köln-Neuesten..
0
—
70,4
69,5
Ilse Bergbau ...............
7
164
—
—
163,75
Zste Bergbau Genülle........
7
124
123
124,25
124
inOuTiEtiDCtu ...... ....
0
60,25
59
59.75
59
sxaniies manu» wogten........
0
70,25
69,75
70,75’
69,9
Franisun a. M.
-3er! in
Schluß- kurS
Schlußk. Abend« börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
10.6.
12-6.
10.6.
12-6.
Mansleloer Bergbau.....
... 0
25
25
25,25
25,5
Kokswerke ..............
... 0
—
84,75
84,5
Phönix Bergbau.........
... v
42,25
41,5
41,9
41,25
Rheinische Braunkohlen ..
Rbetnstabi ............
...10 ... 0
210
95,25
210
95,25
212.75
95,75
212,5
95,5
Bereinigte Stahlwerke....
Otavt Minen ...........
... 0
41
40,75
40,65
40,75
... v
18
18,5
17,9
Kaliwerke Aschersleben....
Kaliwerke Westeregeln ....
... 6
... 6
135,5
136
132,25
136,5
134,5
139,25
133
Kaliwerke Salzdetfurth ...
... P
179
179
179,75
180
3 ®. Farben-Jndustrie ...
Scheideanstall...........
... 7 ...10
135
173
134,5
173
135
134,4
Goldschmidt ............
Rütgerswerke ...........
... 0
... 0
53,5
61,5
53,5
61
53
61 76
53,5
60,9
39,65
Melallgeselllchaft.........
39,5
39,25
39,25
Phillvv Holzmann.......
Zementwerk Heidelberg ...
Eememwerk Karlstadt.....
El
60
81
79,5
59
81
78
59,75
1
Schultheis Patzenhoser.... Aku sAllgemeine Kunstseide) Bemberg...........
Zellstosl Waldhos.........
Zellstoff Aschaffenburg ....
Dessauer Gag..........
Daimler Motoren.........
Deutsche Linoleum ...
Orenstein S Koppel ...
Leonhard Zieh........''
Chade...................
... 0
... 0
39,25
39
128,13
39,9
128,5
39,4
... 0
... 0
... 0
... 0
49,5
51,25
24
31,75
52
25
49,25
52
24
31,5
50
24
49,75
51
24
115,5
31,75
51
48,13
25
48,25
51
23
116,75
31,4
50
48,75
24
167
168
167,75
169
«rinnet.....
rr?bn?aI'?ertc Höchst a.M.
Süddeutscher Zucker ......
26,5
70
156
27,5
70
155,25
26,5
159
27,5
155,25
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
10.Juni
V
12. Juni
Amtliche (Selb
Jioli&jng
25riC'
Amtliche Geld
Notierung I Srie- _
Helfingforo.
6,324
6,338^
6,329
6,341 |
Wien......
46,95
47,05 \
46,95
47,05
Prag......
12,64
12,66
12,64
12,66
Budapest ...
—
—
Sofia.....
3,047
3,053
\047
3,053
Holland ...
170,33
170,67
170,53
72,28
170,67 ■
Ci Io.......
72,18
72,32
Kopenhagen.
63,84
63,96
63,84
63,96
Stockholm..
73,68
73,82
73,73
73,87
London .....
14,295
14,335
14,32
14,36
Buenos Aires
0,898
0,902
0,898
0,902
Reuyork....
3,467
3,473
3,412
3,418
Brüssel.....
58,99
59,11
58,94
59,06
Stallen.....
22,04
22,08
22,04
22,08
Porto .....
16,62
16,66
16,62
16,66
Schweiz ...
81,57
81,73
81,67
81,83
Spanien....
36,16
36,24
36,16
36,24
Danzig....
82,67
82,83
82,62
82.78
Japan.....
0,884
0,886
0,884
0,886
Rio de Jan.
0,229
0,231
0,229
0,231
Jugoslawien
Lissabon....
5,195
5,205
5,195
5,205
13,02
13,04
13,02
13,04
Banknoten.
Serlln, 12-Juni
Geld
Ärtes '
Amerilanhche Roten..............
3,375
3,395
Belgische Noten..................
58,83
59,07
Dänische Noten .................
63,47
63,73
Englische Noten .................
14,28
14,34
Französische Noten...............
16,58
16,64
Holländische Noten...............
169,96
170,64
Italienische Noten................
21,92
22,00
Norwegische Noten ..............
72,11
72,39
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
2,46
2,48
Schwedische Noten...............
73,55
73,85
Schweizer Noten.................
81,49
81,81
Spanische Noten.................
Ungarische Noten ................
36,03
_____l


