Tonfilm. „Zonny stiehlt Europa/"
Aus aller Welt.
Oer Deutsche Bankbeamlenoerein unter nationalsozialistischer Führung.
Berlin, 12. April. (WTD. Amtlich.) Die Regierung hat den l.Mai zum Feiertag der deutschen Arbeiter erklärt. Dies bedeutet kein Zugeständnis an die Ideologie des Marxismus. Der 1. Mai ist ein Tag wie geschaffen zum Feiern. Er ist für den nordischen Menschen die Zeit des Frühlingseinzuges, und nur deshalb konnte er auch in der deutschen Arbeiterschaft einen solchen Widerhall finden.
Am 1. Mai soll nicht das Arbeitserzeugnis, auch nicht der Arbeitsvorgang im Mittelpunkt unserer Gedanken stehen, sondern der deutsche Arbeiter selbst.
Die Zeiten, in denen man in den technischen Arbeitsvorgängen den Kern aller Dinge sah, sind endgültig vorbei. Der Arbeiter, der vor Verdun und Flandern ein guter Kamerad war, soll sich an diesem Tage bewußt werden, daß er ein vollwertiges Mitglied in der Zahl der deutschen Stände darstellt. Er soll erkennen, daß er seine Interessen nicht im Klassenkampf wahren muh, sondern dah alle deutschen Stände es als eine Lebensnotwcn- digkeit des deutschen Volkes anschen, dah die wirtschaftlicheExistenz des deutschen Arbeiters und sein berechtigter Anteil an dem Ertrage seiner Arbeit gesichert sind. Die Macht eines Volkes beruht in dem geschlossenen Einsatz seiner Kräfte. Ein geschlossener Einsatz der Kräfte ist aber unmöglich. wenn ein großer Teil der Volksgenossen in wirtschaftlichen Machtkämpfen seine Kräfte zersplittern muß. Vielmehr müssen die wirtschaft« liazcn Pflichten und Rechte des einzelnen u n a n - tastbar f e st gelegt werden.
Am 1. Mai, an dem früher die Maschinen- gcwchre Grzcsinskis knatterten, werden in diesem Iahre deutsche Arbeiter standesbewuht demonstrieren, nicht um Klassenvorteile zu er- halten — sie wissen, daß ihr Schicksal bei ihrem Führer Adolf Hitler in guter Hand liegt —, sondern um sich z u einem neuen Staat und zum gemeinsamen Kampf für dse deutsche Zukunft zu bekennen. Das deutsche Volk soll an diesem Tage seine Solidarität mit der deutschen Arbeiterschaft und die Rotwendigkeit eines deutschen Sozialismus erkennen. Der Blick der deutschen Politik richtet sich seht vor ollem auf den deutschen Menschen; denn nicht Wirtschaft ist das Schicksal, sondern das Schick
sal unseres Volkes ist der deutsche Mensch. Das ist der Sinn des 1. Mai.
Aus dem P r o g r a m m d e s 1. M a i ist her- vorzuheben: In Berlin sammeln sich zwischen 9 und 10 ilfjr die Verbände in den Betrieben, um hierauf in Sternform zum Lu st garten zu marschieren, wo um 11 Ahr die große Morgenfeier der deutschen Arbeit mit einer Ansprache des Reichsministers Dr. Goebbels stattfindet. Am 18 Ahr werden Abordnungen der deutschen Arbeiterschaft aus allen deutschen Gauen, auch aus Deutsch-Oesterreich, vom Reichskanzler empfangen werden. Die Abordnungen werden i m Flugzeug nach Berlingebracht.
Von 17 bis 20 Ahr Sammeln und Anmarsch der Verbände nach dem Tempclhofer Feld auf dem dann die große Kundgebung statt- ftnden soll. Zu ihr sind bis jetzt 1 Million Menschen gemeldet. Die Feier, an der der Reichskanzler mit der Reichsregierung teilnimmt beginnt um 20 Ahr. Eine Abordnung der Hitlerjugend wird neben der Kaiserpappel unter den Klangen des Horst-Wessel-Liedes eine junge Eiche zur Ehrung des Herrn Reichspräsidenten und als Sinnbild des neuen junaen Staates Pflanzen.
hieraus spricht der Reichskanzler zur deutschen Arbeiterschaft. Er wird dieRicht - linienfürdasersteIahrdesVier- jahrplans der Regierung ausgeben.
Rach dem Lied „Wir treten zum Beten" findet ein großer Zapfen ft reich statt, ein Riefen- feuerwerk auf dem Flughafen, sowie F a d elzüge der Verbände durch die einzelnen Stadtteile Berlins.
Die Feiern werden durch den gesamten deutschen Rundfunk und durch Lautsprecher auf den Platzen aller deutschen Städte übertragen. Die Kundgebung in Berlin wird ergänzt durch Kundgebungen aller Länderregierungen. Während der Aebertra- gung der Berliner Feierlichkeiten werden in allen deutschen Städten Feiern der nationalen Verbände stattfinden, die im Anschluß an die Aebertragung eigene Feiern veranstalten. An den Feierlichkeiten werden nicht nur alle Nationalsozialist en Deutschlands vollzählig Anteil nehmen auch die übrigen Träger der natio» n^a len Erhebung, die Innungen, die L.urn- und Sportverbände und die Mitglieder der Gewerkschaften werden am Tage der deutschen Arbeit vertreten sein
Käufe in Aktien tätigte. Dasselbe gilt für den Beigeordneten Odenkirchen. Ferner haben Oberbürgermeister Dr. Lehr und Sparkasscndircktor Dr. Vogt über ein a m t l i ch e s K o n t o bei der Städtischen Sparkasse, das aus stillen Reserven der Sparkasse gebildet war, Esfektenspc- k u l a t i o n e n getätigt. Die Gewinne— merkwürdigerweise handelt es sich bei diesen Geschäften nur um Gewinne — sind den Herren inbaraus- gezahlt worden.
Dr. Lehr ist 1883 in Celle geboren, wurde 1913 juristischer Hilfsarbeiter der Stadt Düsseldorf, 1915 Beigeordneter und 1924 Oberbürgermeister. Cr ist Ehrenbürger der Universitäten Bonn, Düsseldorf und Marburg und Ehrendoktor von Münster,
Die Wiesbadener Rektoren-Konferenz
WSR. Wiesbaden, 12. April. Anter Vorsitz von Professor Fröhlich, Halle, fand hier im Kurhaus die 24. außerordentliche deutsche Rektoren-Konferenz statt. Die Beratungen erstreckten sich in erster Linie über die hochschulpolitische Lage unter besonderer Berücksichtigung der festeren Eingliederung der deutschen Hochschulen in die Volksgemeinschaft und ihre E r - Neuerung. Außerdem wurde über das Werk- jahr, den Arbeitsdienst, den Wehrsport und das Studentenrecht beraten. Im Anschluß an die deutsche Hochschulkonferenz traten die Leiter der preußischen Hochschulen nochmals getrennt zusammen.
Wie der „Westdeutsche Beobachter" meldet, hat der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung auf Vorschlag des Kölner Oberbürgermeisters Dr. Riesen den Hauptschriftleiter des „Westdeutschen Beobachters" Dr. Winkel-Kemper zum Staatskommis- • sar der Kölner Aniversität ernannt.
Wiedereinstellung von 1000 Lehrkräften in Preußen.
Berlin, 12. April. (WTB.) Der preußische Kultusminister R u st hat verfügt, daß die bisher durch Sparverordnung gekürzten Stundentafeln in ihrer alten Form w jeder - herzu st eilen sind. Damit ist für die beschäftigungslosen Studienassessoren. Zeichen- und Mu- scklehrer, eine fühlbare Entlastung eingetreten. Der Erlaß bedeutet praktisch, daß r u n d 24 0 0 0 Lehrstunden in Preußen mehr erteilt werden und somit etwa 1000 Lehrkräfte toicöcc beschäftigt werden können. Durch die in Angriff genommene Entfernung jüdischer und marxistischer Elemente unter der Lehrerschaft auf Grund der neuen Verordnung über das Berufsbeamtentum ist mit erner weiteren Einstellung neuer Lehrkräfte zu rechnen.
Anwendung der beamtenrechilichen Bestimmungen auf die Kaffenärzie.
Der Feiertag -er nationalen Arbeit.
Sinn und Programm des 1. Mai. - Ein Fest der Millionen. - Oer Reichskanzler verkündet das Ziel für das erste Jahr des Dierjahresplans.
Nein es konnte nicht sein! Alle diese Kraft und Gute und — Weisheit... Es war das rechte Wort für ihren Iungen. Er war ein Wissender und wunderbar Gereifter. Einer, ach einer, an dem Gott auch sein Wohlgefallen hatte!
And darum? - Nein, sie hatte ja doch nur ihn! r 7 u dmm war Weihnachten gekommen, und s'.e hatte ihn nicht mehr!
Nichts gar nichts mehr hatte sie. Nicht seinen armen, zerfetzten, geliebten Leib, dah sie ihn hatte waichen und Herzen und zur Ruhe betten !°"nc1.5le lhr kleines Kindlein! Nicht einmal das Wißen wo dieser geliebte Leib zur Ruhe gekommen war! Niemand wußte es. Es war an hnnrrmhJ.Cror taufcnb gewesen, die ganz voll Don Grauen waren. 0
-Sie hatte nichts mehr. And weil sie gar nichts hatte ließ sie in ihrem Garten vor dem stillen dunkeln Taxusgebüsch ein Kreuz errichten. Aus weißem Marmor; sie brachte ihm weiße Christ- rosen zur Weihnacht. Aber das Kreuz war leer. Sie hatte nur das Kreuz. Nicht aber den Geliebten.
Eine Produktion der Deutschen Universal in -Berlin, seit gestern vom Astoria ins Lichtspiel- Ha u s hinübergewechselt: abenteuerliche Jagd nach einem wertvollen Rennpferd, eine ebenso unterhalb tenöe wie spannende Spielhandlung, mit Harrn P l e l in der Hauptrolle und von ihm selber inszeniert. Er hat die Sache mit dem ihm eigenen Tem- perament, auch mit Humor und allerlei hübschen Einfällen gedreht. Er steht natürlich im Mittelpunkt der Szene und zeigt sich als smarter Gentleman den gewagtesten Situationen gewachsen. Ein bißchen Sensation darf nicht fehlen und gibt der Geschichte die rechte Würze. Außerdem spielen die Wunder- stute »Europa", im Privatleben „Röschen" genannt, und der Wolfshund „Greif" mit, der wahrhaftig n,^enJeni..in .den Hundehimmel eihgeganqcncn „Jun Tin Tin" in allen Ehren bestehen kann. Bon diesen beiden vierbeinigen Filmstars zwei überaus intelligenten und sympathischen Geschöpfen, kann ohne Uebertrelbung gesagt werden, daß sie nicht nur dabei sind, sondern tatsächlich mitspielen. Das ist mal was anderes und wird allgemein gern
und Gauvorsteher für Sübwestdeutschland Decker- cvranffurt a. M.; Stadtverordneten Spangen- berg- Berlin (bisher Commerz- und Privatbank), stellvertretendes Mitglied im Preußischen Staatsrat. Weiter gehören dem Zentralvorstand an: L u t h e r - Berlin (bisher Geschäftsführer bei der Hauptverwaltung des DBB.), Münch- Frankfurt a. M. (DD.- Aank), Schi Iler-- Breslau (Provinzialgenossen-
Kornacker - Berlin, die sämtlich der NnDAP. angehoren, ferner der Geschäftsführer für öcn Gau Brandenburg-Pommern, Perrei - Berlin F ü r st e n b e r g s Wahl in den Auf- slchtsrat ist vorgesehen.
Der neue Zentralvorstand "des DBV. erläßt folgende Kundgebung: „Volks- und Berufsgenossen! Getragen vom Vertrauen der deutschen Bankangestellten, die sich i n e i n e r ü b e r- wiegenden Mehrheit seit langem I ä u m Nationalsozialismus bekennen 1 haben wir die Führung eures Berufsstandes
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Aber darum! Gerade darum! And däs^hölde^ Lächeln um der Mutter Mund entfloh, und die starten tropften schwerer und schneller.
Ein anderer Ostertag fiel ihr ein. Vor ein paar Iahren! Da war er auch die Lindenallee heruntergestürmt. Hoch und rank wie seine grünen Bruder, die Bäume. Immer wieder hatte er zuruckgeschaut und gewinkt und gegrüßt, die Au- 9?n voll Glanz und die Hände — waren sie nicht auch damals voll gewesen, die Hände? ,,Ia, übervoll!" sagte die Mutter mit fester Stimme, obwohl der Sechzehnjährige nur ein paar Bücher in den Händen hielt, als er den dunklen Hallen der Ritterakademie entgegen» türmte tote zu einem Fest. And als er heraustrat, hatte er fein Notabitur bestanden, und dann ging s hinaus; und an seinem siebzehnten Geburtstag wurde er Fähnrich. And er feierte ihn mit dem Eisernen Kreuz, das eine Herrlichkeit ohnegleichen bedeutete. Alle seine Briefe waren Hymnen. Selige Loblieder der Hingabe. Für die Geliebten daheim. Für den geliebten Heimat- r/a. Immer noch waren Herz und Hände voll, sich auszuströmen über die, die leerstanden.
Wie sie ihm geschrieben hatten, seine Kameraden! weine Vorgesetzten! Wie sie ihn geliebt patten!
Die Mutter schauerte plötzlich zusammen. Weihnachten fiel ihr ein. Eben vorher war die Kunde gekommen. Sie hatte es ja immer gewußt. Immer wieder in den Wochen und Monaten der Ciniamkeit hatte eine Stimme gefragt: „Aber .1“ Mutter, wie er am Kreuz hing?" — y/per eines lieben, geliebten, einzigen, herrlichen Sohnes Mutter?" - Wenn dieser Sohn oerett war zu geben, zu geben, und wenn es zuletzt auch das Leben sein sollte?"
And dann war das Geburtsfest des Christus» klndes vorüber. And der harte unsäglich lange Winter setzte ein. —
War es wirklich so? Iemand hatte neulich eine Lerche gehört? Der Mutter Hand glitt müde über die Augen. — Was denn? — Nein, das war keine Lerche, was da zwitscherte.. Die Schwalben kamen wieder? Wirtlich? Sie wagten es noch? An den Frühling glaubten sie? An die Heimat? Trotz allem?
And dann fing die einzige, letzte Glocke der Kirche an, inbrünstig, rufend, in tiefer, wissender barmherziger Gütigkeit. — Sie läuteten Ostern ein.
®ic Ollutter itanb auf. Ihre Füße bebten. Oftern! Das Fest der Auferstehung! — Kar» freitag war gewesen! — Das Kreuz war leer, unö das Grab war leer. — Aber der Himmel! — Der Himmel!
(Sie na^m öen Korb mit Märzglöckchen, der schon bereit stand. Wollte sie sie nicht zu dem Kreuz bringen? — Nein, nicht, ihrem Iungen wollte sie sie hinbringen! Auch ihr Kreuz war leer — und sie hatte kein Grab. Aber dio Liebe —- alle diese heilige, opfernde Liebe, war sie nicht auserstanden?
Berlin, 12. April. (VDZ.) Entgegen an» Derslautenden Zeitungsmeldungen teilt Der K o m»
1 /r ber ärztlichen Epihenver- v^ande mit, dah die Grundsätze des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums sinngemäß auch auf die Vorschriften über die Beschäftigung der Aerzte in der Krankenversicherung und in der Fürsorge angewandt werden sollen. Zu die- Cm-^tDC(^G bis zur gesetzlichen Regelung zunächst die Zulassung von Aerzten zur Tätigkeit bet den Krankenkassen gesperrt worden. Entsprechend der Regelung für die Beamten und die Anwälte werden diejüdischenKassen- a r z t e, soweit für sie die A u s n a h m e b e st i m- mungen nicht in Betracht kommen, von der krankenkassenärztlichen Tätigkeit a u s g e s ch l o s - sen werden. Das gleiche gilt für Kassenärzte, vle s i ch k o m m u n i st i s ch betätigt haben
Das Kreuz.
Eine Karfreitagsgeschichte.
Von Friede H. Kraze, GOS.
Es war einmal ein kleiner Iunge, und seiner Mutter dünkte, es war gestern, daß sie ihn mit keinem Ranzel und der großen goldenen Ostertüte gar stolz und freudig aus dem Schulhause treten N' — Aber wiewohl ihr noch alles vor den Augen stand, wie eben erlebt, war es doch eine Melle her. Dreizehn Iahre waren es her. And wenn von dieser Zeit die letzten Iahre Kriegs- lahre waren, so zählten sie doppelt und dreifach.
Aber damals, als es noch den kleinen Iungen gab, der Christian getauft war, nach seinem lieben Vater, von dem er nichts mehr wußte, als oaß er ihn so hoch heben konnte, dah er die toonne im Himmel anfassen konnte, damals tat der tleme Christian einmal eine wunderliche Frage an ferne Mutter. Cs kam wohl daher, weil die zwei Doch nur einander auf der Welt hatten und immer zusammen waren und die allerbesten Freunde. And weil die Mutter ihrem kleinen Bungen schon mancherlei anvertraut oder erzählt hatte, was andere Kinder erst in späteren Iah- ren zu Horen bekommen, so wußte der sechsjährige SrEte1 J$.on ^hr wohl in Den heiligen
Bescheid, die der jungen einsamen Witwe oft genug Tröster geworden waren. Wenn nun vielleicht manche klugen Leute Zweifel hegen r.1 rü* ob er diese Geschichte- S/mn auch wirk- hq) schon verstand, so möchte ich ihnen nichts als diese wunderlich liebliche Frag, ^.ederholen, mit welcher der kleine Bub damals seine Mutter ^gte er. „möchtest du wohl Iesus als Kind gehabt haben?"
Die junge Frau, Die selber vom Kind noch nicht allzuweit entfernt war, erschrak. Denn sie wußte zuerst Nicht, was sie auf die Frage antworten tollte und ob es nicht vielleicht gar eine Löste- rung bedeutete, auf so etwas zu antworten. Aber weil sie gewohnt war, ihrem Kinde niemals mit einem „Sei still!" oder „Das verstehst Du nicht'" £u erwidern so dachte sie auch diesmal sogleich darüber nach, wie sie diese seltsame Frage vor Gott und ihrem Gewissen beantworten könnte AnD als sie in Die großen blauen Augen sah, Die mit Dem eindringlichen und zugleich liebevollen BUck fest aus sie gerichtet waren, ängstigte sie sich nicht langer „3a, die Mutter von Iesus hätte ich wohl gern fein mögen“, sagte sie leise und särt- "S und errötend. Dabei nahm sie ihren kleinen Christian in die Arme und küßte ihn.
Aber nachdem der Bub die Zärtlichkeit seiner Mutter erwidert hatte, sagte er etwas, was noch E wunderbarer war als seine Frage vorher. „Mutter sagte er, „das will ich schon glauben. So ein kleines, liebes Kindel hättest du wohl ge» wocht. bei Dem Die Engel „Ehre sei Gott in Der Dohe gesungen haben. And Die Hirten sind ge»
1 . , ~ Ul*u iDuu allgemein gern
gefeben. Ferner wirken mit: Dary Holm als Ursel
1 Matting aus USA., Walter Stet nbeck, der junge Carl B a 1 h g u s und Alkred Abel. Das Drehbuch stammt von Werner Scheff nach einem Roman, die Musik von Fritz W e n n e i s. Eine schöne Ri- vieralandschaft gibt dem letzten Teil des Films einen malerischen Rahmen. Wer sich zwei Stunden angenehm unterhalten will, dem sei dieser Harry, Piel-Pilm angelegentlich empfohlen.
übernommen. Anser Wirken für Berufsstand un5 Volkstum erstrebt das hohe Ziel, Den Deutschs > Bankangestellten den gerechten Anteil an den Erträgnissen ihrer Arbeit auf : Grund ihrer Lei st ungen zu sichern. Die Berufsgenossen sollen so in die Lage verselst werden, auch ihrerseits als echte Helfer und Kämpfer für das begonnene Werk Adolf Hitlers tatkräftig mitzuarbeiten an Der völkischen Neu, gestaltung des deutschen Geisteslebens, deutscher Sitte und deutscher Kultur."
Reichswehr-Treubünde im kyffhäuserbund.
Der Deutsche Reichskriegerbund „Kysshäuser" teilt mit: Ein bedeutsames Abkommen ist am 27. März d. I. zwischen Dem Reichswehrministerium und Dem Preußischen Landes-Kriegerverband geschlossen worben. Das Abkommen erstrebt den Anschluß Der in Den Reichsheer-Aeberlieserungsvereinen (Treubünde) zusammengeschlossenen ehemaligen Wehrmachtsangehörigen an die Kriegervereinsorganisation des Kyffhäuserbundes. Der Rot der Zeit entsprechend ist für die Treubünde, die die vollen Beiträge nicht bezahlen können, bis zum 31. Dezember 1933 eine Aebergangszeit untSr erleichternden Bedingungen geschaffen worden. Dieser Anschluß Der ehemaligen Reichswehrangehörigen an Die große Kriegervereinsorganisation ist sehr zu begrüßen und erscheint außerordentlich bedeutungsvoll, Da hierin Die VerbunDenheit Der jungen mit Der alten Wehrmacht erneut ihren AusDruck finDet. Rach einer weiteren Mitteilung beläuft sich Die Gesamthöhe Der in Den 60 Iahren für Wohlfahrtszwecke unter Den Kameraden der Deutschen Krieger-Wohlfahrtsgemeinschaft verausgabten Beträge auf | mindestens 150 Millionen Goldmark. I 60 Iahre unermüdliche Kleinarbeit haben hier der kameradschaftlichen Treue ein glänzendes Zeugnis ausgestellt.
Afrikaflicgec Schwade in Sandsturm und Tropcnregen.
Der Afrikaflug des deutschen Sportfliegers Karl Schwade aus Partenkirchen war mit Ausnahme Der Nebelgebiete, die auf Dem ersten Teil des Fluges zu durchfliegen waren, bisher von gutem Wetter begünstigt, auf Dem Rückflug jedoch kam der Flieger über dem (Sumpfgebiet bei Malakal am Weißen Nil in einen furchtbaren Tropenregen. Ziemlich 80 Kilometer mußte Der Flieger in dichten Wolken ohne Sicht zurückle^en. Er erreichte wohlbehalten Chartum, jedoch schon wenige Stunden nach Der Landung setzten Dort S a n d st ü r m e ein, Die zwei Tage andauerten und einen Weiterflug unmöglich mochten. Der Flieger hat die etwa 3000 Kilometer lange Strecke Dar-es-salam—Juba—Chartum in 3mei Tagereisen zurückgelegt. Schwade kaufte .in 3uba bei eingeborenen Händlern eine junge gezähmte Leopardin, die er in seinem Klemm-Flug- ßeug mit nach Deutschland bringen will. Bei seiner Landung in Chartum erregte das Sportflugzeug durch seine Naubtierbegleitung überall Aufsehen.
Die größte Notgetdsammtung Deutschlands durch Brand vernichtet.
In Pößneck (Thür.) zerstörte ein Schadenfeuer Den oberen Teil Des Wohnhauses des Kaufmanns Ficker. Die Notgeldsainm- l u n g Fickers, Die er in langjährigen Bemühungen zusammengebracht und soweit ausgetauscht hatte, Daß man sie mit Recht in Fachkreisen als Die größte Sammlung dieser Art in Deutschland ansprach, wurde vollkommen vernichtet.
Bärenführer von einem Bären zerfleischt.
Zwei durchreisende Bärenführer hatten in Ma- ricnfelDe (Kreis Schlochau) ihre beiden Bären in Die sogenannte „Hölle" geführt, um dort Die Tiere zu füttern. Plötzlich fiel Der ältere Bär über seinen ijübrer her. Erst nach viertelstündigem Kampf gelang es ihm, sich von dem Tiere zu befreien. An Kops, Armen und Beinen schwer verletzt, mußte er ins Schlochauer Krankenhaus gebracht werden. Der frei herumlaufende Bär wurde sofort vorn Gemeindevorsteher erschossen.
, Die nationale Fachgewerkschaft im deutschen Bankgewerbe, Der Deutsche Bankbeamtenverein, Hot in Berlin eine Sitzung seines Zentralvorstandes abge- jolten, in welcher Der gefchästsführenDe Vorsitzende JN. Fürstenberg- Berlin im Einvernehmen mit Dem Vorsitzenden Des Aufsichtsrates Wendel-Frank- furt a. M. seine Beurlaubung bis zu seiner sur später beantragten Pensionierung erbat und erhielt. Auch Die übrigen Mitglieder Des Zen- traloorstandes stellten ihre Aemter zur Verfügung.
Die Leitung Des Vereins steht nunmehr aus folgenden Mitgliederirder NSDAP.: Stadtverordneten L e n c e r -Berlin (bisher Deutsch-Südamerikanische Bank), Mitglied des Sozialpolitischen Ausschusses bei der Reichsleitung Der NSBO.; Gaugeschäftsführer kommen und haben gebetet, und die klugen und" reichen Könige aus Dem Morgenlande."
ilnD wie der kleine Christian so redete, hatte er ein wunderbares Lächeln in seinem Kinder- gesicht. so ein Lächeln, wie er es zuweilen hatte, oaß seiner Mutter Die Tränen in die Augen tra= tcn. And sie sagte: „Er ist nicht bloß mein kleines, süßes Kmd, er ist viel, viel mehr. Ich kann es nicht ausdrücken, was er mir ist."
»3a“, fuhr der Bub mit seinem unaussprechlich gütigen und wissenden Lächeln fort und legte sein Händchen auf der Mutter Hand, Das will ich Dir schon glauben, so ein Christkindel, dem alle Leute gut waren und Geschenke brachten! And den zwölfjährigen Iesus im Tempel! Den hättest Du quch haben mögen! Wie -der sich so klug mit Dem Herrn Pastor unterhielt, Daß er sich wundern mußte! — „Aber" — und nun wurden die Augen des kleinen Knaben so forschend, Daß Das Mutterherz plötzlich erschauerte — „aber, Mutter —- 2^sus am Kreuz — möchtest du auch von Iesus am Kreuz die Mutter sein?"
War das wirklich dreizehn Iahre her, seit ihr Iunge Diese Frage an sie gestellt hatte? Der feine Frauenkops mit dem zarten Gesicht unter dem blonden Scheitel hatte noch immer etwas mädchenhaft Anberührtes, als Christians Mutter die Wange in die Hand gestützt, zum Fenster hinaus sah. Es war noch dieselbe Wohnung und Dasselbe Fenster. And die Straße mit den Lin» denbaumen war damals der Bub an seinem erftcH Schultag zurückgekommen mit der goldnen -Sutc. And an diesem Tage hatte er diese tiefe Frage getan, vor der seiner Mutter Herz erschauert war.
3a, diesen Lindenweg hatte sie ihm nachge- sehen und entgegengewinkt, jeden Morgen und toden Mittag. Manches Iahr. Die jungen Bäume hatten sich unterdessen gestreckt. Wie der Bub! »^oute sah sie ihn immerfort mit der goldenen 4-ute! aßietoo^ gestern erst Karfreitag gewesen und Ostern noch ausstand. Aber vielleicht kam es Daher, weil die Lindenknospen endlich anfingen herrlich zu glänzen, wie mit braunem Lack über« strichen. Bold würden die zarten, grünen Herzen sprengen - And plötzlich spielte ein holdes Lächeln um der Mutter Mund, während schwer aus den Augen tropfte: Diese goldene Tute, das war so recht Das Sinnbild seines Lebens gewesen. Gefüllt bis zum Rande mit hißen Herrlichkeiten, die Mutterliebe heran- gespart hatte, so war ihm diese Tüte vom Lehrer bei seinem ersten Schulgang in Die HänDe gelegt toorDen. Aber als cr Damit nach Hause tarn, war nichts mehr Darin. „Mutter, es waren Da welche, denk Dir, die standen mit ganz, ganz eeren Sanöen!" 3a. das war fein Leben. Strahlend und selig hatte er ausgeteilt und hingege» den. Er war immer reich und hatte Hände voll und Herz und immer waren da welche, denen Hande und Herz leerstandenl


