den der bisherige Intendant Tarl Ebert und einige Mitglieder des Dühnenvorstandes ihrer Aemter enthoben. In den Abendstunden wurde die Städtische Oper auc Sicherung einer «reibungslosen Fortführung des Theaterbetriebs
durch ein SA.-Kommando beseht.
Ein guter Jong der Zollbehörden.
Ein guter Fang ist den Beamten der Zoll- fahndungSstelle Freiburg bzw. den Zollbecß'ten am Dren-übergang Weil-Otterbach gelungen. Dort wurde beim Versuch des Uebertrittes nach der Schwei- eine Direktorsgattin aus der Schweiz mit ihrem Auto angehalten und untersucht, wobei sich herausstellte, daß sie 5 4 0 0 0 Ward bei sich trug und diesen Betrag über die Grenze schaffen wollte. Die Frau sowie auch ihr Mann wurden verhaftet. Das Geld und das Auto wurden beschlagnahmt. Die bisherigen Ermittelungen eraaben, das; die Frau bereits 250000 Mark in verbotener Weise nach der Schwci- gesch-fft hatte.
Germanische, 7lationalmu|eum zu Nürnberg.
Die Eröfsnung der Veit-Stoß-Gedächt- n i S a u s st e l l u n g ist für den Mai d. 3. in Aussicht genommen. Etwas später haben auch die Polen Cedi chtn.sfeierl.chkeiten vorgesehen. Polen sieht noch immer den Nürnberger Bildschnitzer als einen der Seinigen an, da er den großen Marienaltar im Kralauer Dom für die deutsche Gemeinde gearbeitet hat, doch ist die deutsche Abstammung des Meisters nicht zu bezweifeln, und seine Kunst ist eine der reichsten und eigenwilligsten Blüten der deutschen Spätgotik. Die Nürnberger Ausstellung, die bis zum August dauert, wird das bewegliche Werk, soweit es im deutschen Kirchen-, Museums- und Privatbesih sich befindet, vereinigen. Einzeln« Dildhauer- arbeiten im Besitz des Germanischen Museum- werden die Llebersicht abrunden. Di« Ausstellung verspricht künstlerisch und wissenschaftlich äußerst ertragreich zu werden.
Lin Perlen-halsband-Dlebskahl in Wien.
3m Zusammenhang mit dem Diebstahl eines ko st baren Perlenhalsbandes sind in Wien der Baron Herbert Popper-Podhragy, ein Neffe der bekannten Kammersängerin 3 e r i tz a, sowie ein Direktor und ein Direktorstellvertreter der halbstaatlichen Dersatzanstalt Dorotheum v e r h a f - t e t worden. Das kostbare Halsband, das der Baronin Cahn-Speyer gehörte, enthält 47 Perlen bis zur Größe einer Nuß. Es ist in der Vorkriegszeit für 170 000 Goldkronen erworben worden und wird auch jetzt Noch trotz des starken Sturzes der Perlenpreife auf 180 000 Schilling geschätzt. Es verschwand eines Tages aus dem Safe oes von der Baronin ständig bewohnten Hotels und ist jetzt gänzlich unbeschädigt wieder auf einem Barometer in der Wohnung des Dorotheum-Direktors Oberschatzmeisters Regierungsrat M e i n b e l aufgefun- den worden. Baron Popper, ein junger Mann, der in Wiener Nachtlokalen eine bekannte Erscheinung ist und ständig bei seiner Großtante, Baronin Speyer, verkehrte, hat das Halsband in einem unbewachten Augenblick aus dem Safe verschwinden lassen und es dann im Dorotheum für 5000 Schilling versetzt. Einige Tage später erhöhte er die Pfandiumine um weitere 3000 Schillinge. Den Pfandschein versuchte er für 5000 Schilling an einen Juwelier weiter zu geben, der das Dorotheum verständigte und die Sperrung des Pfandscheines an- regte. Der Pfandschein wurde jedoch unmittelbar darauf von einer unbekannten Dame erworben, die die Gattin des ebenfalls im Gewahrsam der Polizei befindlichen stellvertretenden Direktors des Do- rotheums, Maurer, sein soll. Die beiden Beamten des Dorbtheums werden wegen Teilnahme am Diebstahl verfolgt und haben beide ein G e st ä n d - n i s abgelegt. Frau Maurer leugnet noch. Baronin Popper hat sich zuletzt in München aufgehalten, sie wurde auf Anregung der Wiener Polizei als lästige Ausländerin abgeschoben und an der Grenze in Haft genommen.
Line italienische Ehrung Werner Sombatt».
Mussolini empfing den Abgeordneten 2 at - tat, der ihm mitteilte, daß auf Anregung der juristischen Fakultät und der Hochschule für Korporal.onswesen bei der 11 n i d e r f 11 ä t Pisa am 19. März eine Ehrung für den deutschen Nationalökonomen Professor Werner S o m - bart stattfinden werde, der an diesem Tage vor 50 Jahren sich in der Universität Pisa hat einschreiben lassen. Der Gelehrte wird einen Dortrag in italienischer Sprache über di« sozialen Strömungen im heutigen Deutschland halten. Mussolini hat über die Anregung zu dieser Feier sein« Genugtuung ausgesprochen und erklärt, diese Deranstaltung sei dazu angetan, die Beziehungen zwischen den Wirtschaftlern der beiden Länder zu vertiefen. Drei Tote bei einem Wohnungsbrand in Vochum.
3n einem Hause in Bochum-Linden brach ein Brand aus, der drei Todesopfer forderte. Das Feuer ist wahrscheinlich in einem im Erdgeschoß liegenden Lebensmittelgeschäft entstanden. Die in den oberen Stockwerken schlafenden Bewohner des Hauses wurden von demFeuerüberrascht. Von einer Familie fielen der Mann, b i e Frau und ein Kinb ben Flammen zum Opfer, ein anbere^ Äinb erlitt schwere Verletzungen. Ein weiterer Hausbewohner trug burchSprung zum Senft er hinaus, ebenfalls schwere Verlegungen davon, eine Frau wurde leichter verletzt. Die Feuerwehren von Bochum und Linden nahmen die Bekämpfung des Brandes auf.
Autounglück. — Ein Toter, ein verletzter.
Wie die Neichsbahndirek-.on Hannover mittcilt, ist auf der Landstraße Werden—Walsrode in der Nähe von Werden ein Personenkraftwagen durch die geschlossene beleuchtete Schranke gegen die Lokomotive eines Güterzuges gefahren. Der Vorderteil des Kraftwagens wurde zurtrümmert und die beiden 3nsassen herausgeschleudert. Ein Fräulein O. Hammelberg (Werden) wurde getötet und der Hausierer Julius Bernhard verletzt.
Wettervoraussage.
Der hohe Druck wirkt sich weilerhin aus und wird das schone Frühlingswetter fortbestehen lassen. Die Temperaturen gehen infolge der Ausstrahlung nachts noch unter den Gefrierpunkt zurück, während tagsüber wieder kräftige Erwärmung einsetzt.
Aussichten für Dienstag: Morgens stellenweise dunstig, sonst aufheiternd und trocken, leichter Nachtfrost, tagsüber mild.
Aussichten für Mittwoch: Noch keine wesentliche Aenderung.
Lufttemperaturen am 12. März: mittags 10 Grad Celsius, abends 3,3 Grad; am 13. März: morgens — 2,9 Grad. Maximum 11 Grad Minimum —3,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 12. März: abends 5,3 Grad; am 13. März: morgens 1,6 Grad Celsius. — Sonnenfcheindauer 7% Stunden.
Aus der provinzialhaupistadt.
Naturgemäße Heilbehandlung.
Don Or. med. E Kaufmann.
Die Basis alles praktischen Handeln- beruht auf dem, was wir als naturgemäß erkannt haben. Diese Erkenntnis kann nur durch eingehende, liebevolle und von Ehrfurcht getragene Erforschung der Natur erlangt werden. Wir fußen heute auf den naturwissenschaftlichen Erfahrungen vieler Jahrtausende, und dennoch hat sich nur ein Teil, und zwar ein recht bescheidener, dieser Vorgänge unserem Verständnis enthüllt. Auf dem Gebiete der Technik, wie auf dem der Heilkunde haben diese im Grunde genommen recht bescheid nen Errungenschaften den Menschengeist doch zu erstaunlichen Entdeckungen und Erfindungen befähigt, solange er sich an das hielt, was er als naturgemäß erkannt hatte. Die chem.sch-physikal.schen Grundlagen der Technik gelten ohne weiteres als naturgemäß, also als selbstverständliche Voraussetzung.
Der Heilkunde gegenüber wird jedoch das Wort „naturgemäß" oft in nicht eindeutiger Form gebraucht. Die Verfechter einer naturgemäßen Heilbehandlung fordern, daß zur Behandlung von Krankheiten nur die Mittel verwendet werden, die uns die Natur liefert und von denen die Menschen unter einfachen, naturnahen Kulturverhä tnissen Gebrauch machten: Sonne, Wasser, Licht, einfache Nahrungsmittel, in der Natur voriommende Heilkräuter. Eie lehnen ärztliche Maßnahmen ab, die ihnen unnatürlich oder künstlich erscheinen, z. B. Einspritzungen, Operat.onen. Die wissenschaftlich« Medizin beschränkt sich bei der Beurteilung dessen, was naturgemäß ist, nicht auf die Mittel, sondern dehnt den Begriff auf alle Lebens- und Hei- lungr-vorgänge im menschlichen Körper aus. Wo nur irgend möglich und aussichtsreich, verwendet auch der Arzt heute die natürlichen Heilmittel in der Krankenbehandlung, aber er beschränkt sich nicht darauf, da er auf Grund genauer Studien der Lebensvorgänge im Körper weih, daß auch noch vieles andere naturgemäß ist und daß der Körper selbst die allerstärlsten Heilmittel und Heilverfahren besitzt.
3eder weiß, daß eine Wunde von selbst heilt. Der Arzt aber kennt einige der natürlichen Vorgänge, die zur Wundheilung führen. Er ist bestrebt, sie nicht zu stören, sondern diese Naturheilung nach Kräften zu fördern. Allzu kräftiges Auswaschen einer Wunde oder Auflegen von Heilkräutern kann aber störend wirken. Ruhigstellung und ein keimfreier Verband genügen meist zur Begünstigung der Heilung, und zur Erzielung einer guten Narbe muß unter Umständen d e Wunde zi.sammengeheftet werden.
3ft ein Organ im Körperinnern erkrankt, so zeigt der Organismus das Best-eben, die durch die Erkrankung zerstörten Teile auiizustohen ober au ersetzen. Es bildet s.ch eine ^.ctzündung, eine Eiterung oder ein Abszeß. Das ist ein naturgemäßer Heilungsvorgang, bei dem solange nicht eingegriffen werden darf, als er regelrecht und ohne Gefährdung anderer Organe verläuft. Besteht diese Gefahr, so muß der Arzt den Abszeß öffnen. Er muh z. B. den entzündeten oder vereiterten Wurmfortsatz am Blinddarm entfernen, um die lebensgefährliche Verbreitung des Eiters in die Bauchhöhle zu verhüten. Das ist naturgemäße Heilbehandlung.
Bei der Lungentuberkulose entstehen an zahlreichen Stellen Entzündungsvorgänge, die sich leicht ausbreiten. Der Körper sucht durch Einschmelzung und Abgrenzung der erkrankten Teile dem Fortschreiten Einhalt zu tun. Der Arzt ist bestrebt, nicht nur die Ausbreitung der Krankheit, sondern auch das Maß der Abwehrlraft des Organismus zu erkennen. Durch allgemeine Kräftigung, gute Ernährung, Licht und Ruhe kann man diesen Heilungsprozeß beschleunigen und anregen. Um die Lunge ruhig zu stellen, schaltet man sie teilweise aus dem Atmungs- Prozeß aus. indem man Lust in die Lungenhöhle einbläst und die Lunge so zum Zusammensailen bringt. Dieses Verfahren, Pneumothorax, erscheint zunächst nicht naturgemäß, wenn man bedenkt, daß die Lunge doch eigentlich zum Atmen da ist. Der Kranke mit einem Pneumothorax muh dann eben unter den veränderten Bedingungen der Krankheit auf einen Teil seiner Atmungsleistung verzichten und fein Verhalten diesem veränderten Zustand anpassen, um das naturgemäße Heilverfahren zu ermöglichen.
Unter den Heilmitteln, die die wissenschaftliche Medizin verwendet, spielen kunstvoll zusammengestellte chemische Präparate eine große Rolle. Sie erscheinen dem Laien oft wenig naturgemäß, und doch sind fi£ es in besonders hohem Maße, stellen sie doch Stoffe dar. die der Körper selbst herstellt und die er zu bestimmten Stoff- Wechselvorgängen unbedingt braucht. 3st der Kör- per aus irgendeinem Grunde, also meist infolge Krankheit, nicht in der Lage, diese Stoffe in ausreichender Menge herzustellen, so kommt ihm der Arzt zu Hilfe und erseht das Fehlende durch Präparate, die er entweder von Tieren gewonnen, oder künstlich aus chemischem Wege aufgebaut hat. Viele dieser Stosse würden eine Veränderung erleiden und ganz unwirksam bleiben, wenn man sie dem Kranken auf natürlichem Wege einver- leibte, also durch den Mund einnehmen ließe. Daher wählt der Arzt den anscheinend unnatürlichen Weg der Einspritzung in das Blut ober unter die Haut. Dieses anscheinend naturwidrige Verfahren ist in Wirklichkeit höchst naturgemäß, denn man kommt damit so nahe wie irgend möglich an den entsprechenden Vorgang im Körper selbst. Viele der in den außerordentlich fein eingerichteten Laboratorien des Körpers hergestellten Stoffe werden von ihrem Entstehungsort aus direkt dem Blute übermittelt und wirken nur von hier aus. Solche Mittel sind vor allem die Hormone. die von den kleinen Drüsen, den sog. Blut- drüsen oder Drüsen mit innerer Sekretion herge- stellt werden. (Schilddrüsen, Keimdrüsen. Nebennieren, Hirnanhang und die 3nselapparate.) Gerade das aus diesen Organen gewonnene 3nfu- lin ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die Art, wie die moderne wissenschaftliche Medizin auf Grund ihrer Kenntnisse von den Vorgängen im gesunden und im kranken Organismus es verstanden hat. lebenswichtige Stoffe, die dem Körper infolge Krankheit verloren gegangen find, auf naturgemäßem Wege und in einer der natürlichen entsprechenden Form künstlich zu ersetzen.
Diese Veispiele mögen genügen, um darzutun, wie die moderne Heilkunde im wahren Sinne naturgemäß handelt, und zwar auch dort, wo sie sich nicht auf die Mittel beschränkt, die ihr die Natur mühelos spendet.
Illegale Flugblätter gefunden und sichergesteltt.
Der Polizeibericht meldet: Am Samstagmorgen wurden auf der Landstraße Leihgestern—Gießen in der Nähe der „Bergschenke" mehrere hundert kommunistischer Flugblätter, die fortgeworfen worden waren, oorgefunden und von der Polizei und von Zivilpersonen sichergestellt. Auf Grund dieses Fundes nahm die Landeskriminalpolizeistelle Gießen in Leihgestern eine Durchsuchung vor, bei der ein Gummiknüppel beschlagnahmt wurde.
Herstellung von Schweizer Stumpen in Gießen.
Die Firma Georg Philipp Gail AG. in Gießen hat — wie uns mitgeteilt wird — als erste und bis jetzt einzige Firma in Oberhessen die Fabrikation von sog. Schweizer Stumpen ausgenommen und damit einen, wenn auch der Zigarrenfabrikation nahestehenden, so doch neuen Herstellungszweig in unser Hessenland gebracht. Dies ist um so erfreulicher, als es sich bei dieser Herstellung um Handarbeit handelt, die Aussicht auf weitere Mehrbeschäftigung von Arbeitern eröffnet und auch die Möglichkeit zur Erlernung eines neuen Berufes gibt. Bei dieser Gelegenheit kann wei er die erfreulich« Feststellung gemacht werden, daß >m letzten halben 3ahre der Arbeiterstand der Firma Gail um 147 Arbeiterinnen durch Ncu- einstellung erhöht wurde.
Taten für Montag, 13. März.
1741: Kaiser Joseph II. von Oesterreich geboren; — 1781: der Architekt Friedrich Schinkel in Neuruppin geboren; — 1860: der Komponist Hugo Wolf in Win- dischgrätz geboren.
Bornotizcn.
— Tageskalender für Montag: Tierschutzverein, 20.15 Uhr, Kaufmännisches Ver- einshaus, Hauptversammlung. — ZDF.. 20.C0 Uhr, bei Kamerad Wc'nhardt, Monats-Dersamm- lung. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Wenn dem Esel zu wohl ist".
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, kommt Bruno Frank mit seiner Komödie „Nina" erstmalig in dieser Spielzeit zur Aufführung. Die Erstaufführung unter Karl Hcysers Spielleitung ist zu gewöhnlichen Preisen als 23. Vorstellung im Dienstag- Abonnement. Die Rolle der „Nina" spielt Edith Berger. Spieldauer von 20 bis 22 Uhr. — Mittwoch, 15. März, 22. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement, Gerhart Hauptmann „Vor Sonnenuntergang", Spielleitung: der Intendant. — Samstag, 18. März, 20 Uhr (Ende 23 Uhr) und Sonntag, 19 März, 18.30 Uhr (Ende 21.30 Uhr) zum 14. und 15. Mal die Operetten-Revue „Im weißen Rößl".- Beide Vorstellungen außer Abonnement und zu kleinen Operettenpreisen. In beiden Vorstellungen ha- ben Dorzugsgutscheine Gültigkeit. Samstag außer- dem auch Schülerkarten.
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*• Reiht d i e Weidenkätzchen nicht a b ! Das Abreißen von Weidenkätzchen ist bekanntlich polizeilich verboten. Zuwiderhandelnde werden mit Strafe belegt. Es sei aber noch besonders darauf hingewiesen, daß die Weidenkätzchen für die Bienen die erste Nahrung bilden und schon deshalb nicht abgerissen werden sollten. Hoffentlich findet dieser Hinweis überall die gebührende Beachtung und Befolgung.
•* Ehrungen im Hessischen Sängerbund. Der Hessische Sängerbund ehrte dieser Tage wieder eine Reihe seiner Mitglieder für ihre treue Mitgliedschaft und die langjährige Sangestätigleit im Verbände. Für 50jährige aktive Sangestätigkeit wurden Konrad Becker („Eintracht" Nieder-Ohmen), Heinrich Leun IX., Heinrich Magnus II. und Ludwig Nepp (sämtlich „Harmonie" Grohen-Lndien). Hermann Kinsel 1. („Liederkranz" Düdelsheim), 3ohann V o g t ( Frc h inn" Hochelheim), Wilhelm G r a II (? Liederkranz" Stockheim i. O.) ausgezeichnet. Die 3ubilare erhielten die goldene Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes und den Sängerehren
brief. Mit der filbernen Ehrennadel für 40jährige aktive Sangestätigkcit wurden Friedrich Weber („Arion" Klein-Linden), und Ludwig Dieh- mann („Arion" Klein-Linden), 3akob Sommer IV. und Georg Sommer V. (.Jugendfreund" Steinberg), Karl R e u f ch l i n g IV., Philipp Balser, Karl Balser IX.. Heinrich Nikolaus, Karl Reuschi ing III., Karl Schneider (.Germania" Steinbach), Philipp Schmidt II. (»Harmonie" Großcn-Linden). Heinrich Brethauer („Eintracht" Rinderbü» gen). Heinrich Vogel („Teutonia" NordeckV Ludwig Schäfer II. („Eintracht" Steinbach» bedacht. Die Ehrennadel „Für Derdienst",^-^ Auszeichnung für 25jährige Vo,H«W«mgkett erhielten Ludwie^v eiten XI. und Heinrich Sern (beide Harmonie" Großen-Linden).
* Beim SKr.n gieren verunglückt. Gestern morgen zu früher Stunde verunglückte der Rangiermeister Emil Walter aus Daubringcn und erlitt einen Beinbruch, ferner Kopf- und Hust- Verletzungen, so daß er in bedenklichem Zustande in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte. Wie wir erfahren, befindet sich der Verunglückte glücklicherweise heute auf dem Wege der Besserung.
Strafkammer (Sieben.
* Gießen, 10. März. Als ein Außenbeamker des hiesigen Zollamts am 20. 4.1932 in ein Zigar- rengefchäft kam, um dort die Banderolen nachzuprüfen, bemerkte er, daß zwei ihm unbekannte Personen dem Geschäftsinhaber und seinem Sofort Kleiderstoffe anboten. Er wies sich als Zollbeamter aus und ersuchte um Vorlage des Wandergewerbescheins. Der eine Stofffoänblcr hatte keinen solchen, der andere nur einen für Preußen und nicht für Hessen versteuerten. Pflichtgemäß erklärte der Beamte die Stoffe und den Wandergewerbeschein für beschlagnahmt. Die beiden Händler leisteten ihm hiergegen Widerstand; insbesondere versuchte der heutige Angeklagte, ihm den Wandergewerbeschein zu entreißen. Als der Beamte ben Laden verließ, folgten ihm beide Händler und versuchten auf der Strafje, ihm den Schein mit Gewalt abzunehmen. Auch ein dritter Händler, der auf der Straße gewartet hatte, beteiligte sich hierbei. Das Amtsgericht hatte alle drei Stoff Händler wegen Widerstands zu einer empfindlichen Geldstrafe verurteilt. Die Berufung des einen (die beiden anderen hatten das Urteil anerkannt) war ohne Erfolg. — Die Strafkammer bestätigte auch das Urteil oes Amtsgerichts gegen denselben Angeklagten, wonach dieser wegen Hinterziehung der hessischen Wandergewerbesteuer zu 240 Mark Geldstrafe verurteilt worden war.
3m August 1932 fanden die Bewohner eines abseits von Hain-Gründau gelegenen Hauses am Hostor ein Säckchen, in dem sich eine Brieftaube und ein Schreiben befanden. In diesem forderte ein Unbekannter unter Drohungen, die Brieftaube wieder fliegen zu lassen, nachdem man 50 Mark in ein kleines, an der Taube befestigtes Täschchen gesteckt habe. Die Hausbewohner verständigten alsbald dis Polizeibehörde. Dem Krirninalinspektor Magold gelang es in kürzester Zeit, ben Briefschreiber in ber Person eines in ber Nähe beschäftigten Melkers zu ermitteln. Wegen versuchter Erpressung angeklagt, würbe er von bem Amtsgericht Bübingen zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Seine Berufung war ohne Erfolg.
Oberbürgermeister
Or. Landmann-Irankfuri abgereist.
Frankfurt a. M., 13. März. (WTB. Drahtmeldung.) ilm zu verhindern, daß die Erregung der Volksmassen sich zu Tätlichkeiten gegen ben Oberbürgermeister Dr. Landmann auswachse, sollte, wie die Polizeipressestelle mitteilt, Dr. Landmann in Schutzhaft genommen werden. Die Durchführung dieser Schutzhaft war jedoch nicht mehr möglich, da Dr. Landmann bereits aus Frankfurt a b g e r e i st war. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt.
Der Magistrat nahm heute in einer außerordentlichen Sitzung Kenntnis von einem Schreiben des Oberbürgermeisters Dr. Landmann vom 11. März, in dem er dem Magistrat mitteilt, daß er im 3nteresse der Stadtverwaltung und zur Verhinderung von Kämpfen um die Neubesetzung des Oberbürgermeisterpostens mit bem 12. März in den gesetzlichen Ruhe st and trete.
Men Ne nicht M
einmal festzustellen,wie sich die OBERST- Zigarette von anderen 3/tiPfg-Zigaretten unterscheidet ? (221m überzeugendsten wäre natürlich ein Vergleich.Erst ein paar Züge ausjhrer bisherigen Gewohnheitsmarke,dann aus der seinerzeit von 5 auf3%Pfg herabgesetzten OBERST. Schade, dass wir Jhr Mienenspiel froher Überraschung nicht beobachten können!
OBERST die 8X3 Pfg-Zigarette, "beider nach teurer jMarkenJlrt sich 'Jiilde mit AROMA paart.
OBERST,
WALDORF ASTORIA C-M-B-H MÜNCHEN


