Ausgabe 
13.2.1933 Frühausgabe
 
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n6e8 Kommandos des Mgf bekau, Jen Qbbetufcnc (tu. ^euzrrs Nilin, bekanntlich der Tor. , 2 >bm zugeaailgc. ' ZwischensalK üui 3 geschenkt habe, ha, re- zur Terfügun. euzersW zu

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Krieges General, chend W\ des i Streittidite in n Ches des Grasten >cn Posten er bis er Oberbesehldhaber 9 Oberbefehlshaber ce im Aheinlande.

Wunistischen Rumänien.

STB.) Die Militär- ung aller körn- tionen orrsügl, bn bestehen. Im ganzer. 2 Organisationen be-

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r erscheint es als sein id) bei seinem ersten ml wird- Dabei k°'. Theaterbesucher ein lachen entstanden, die ie5 jungen Kunsts ganz großen # >ten A»jiri"cn- len Brie' von W- SaU im Wj? X batte W® *nu"«b;«NB

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Jugend in Not! Helft sie lindern!

Aus der Provinzialhauptstadt

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen.

Derfliehende Holländer"

3ur Meuterei auf dem PanzerkreuzerSieben Provinzen". Don Roland Gruntvalt).

fen und berufliche Gesundheitsschäben rechtzeitig auszuschalten.

" Die städtische Höhere Maschinen- bauschutc in Darmstadt gibt in unserem Anzeigen,?il vom Samstag bekannt, das, das kom­mende So.nmerh lbjahr am 24. April beginnt. Die Qlnftui. vermittelt wie man uns schreibt Fachlcnntnissc, die eine Grundlage für die <3a- genieurtätigleit in privaten und behördlichen Be­trieben bilden. Die Absolventen genügen den vom Reich gutachter-AuSschuh sür die mittlere technische Laufbahn bei staatlichen Behörden ge­stellten Bedingungen. Die Ausbildungsdauer auf dec Schule beträgt 21 3 Jahre Den Abschluß bildet eine Reifeprüfung, mit deren Bestehen zugleich den Besuchern ohne Obersekundareife die Berechtigung der mittleren Reife guer'annt wird. Dorbedingung für die Aufnahme ist eine zwei- bis dreijährige praktische Tätigkeit, die Reise für Oberie.unda. oder das Bestehen einer besonderen Ausnahmeprüsung.

insgesamt 2 Zentner Erbsen, gestiftet von: Edeka Großhandel e. G. m. b. Sy, Gießen, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Gießen',

ferner 1 Zentner weiße Bohnen, ge­stiftet von Edeka Großhandel e. G. m. b. H., Gießen:

15 Zentner Kraut, gestiftet von Hot- gut Winnerod b. Reiskirchen,

1 Zentner Reis, gestiftet von Edeka Groß­handel e. G. ta. b. Sy, Gießen:

10 Zentner Speisequark, 100 Eier pro Woche, 20 Pfund Eiernudeln, 10 Pfund Backpflaumen, 10 Zentner Kohlen, 2 Zentner Kohlrabi gestiftet von: Molkerei Hungen e. G. m. b. Sy, Hungen, Staat!. Lehr- und Versuchsanstalt für Geflügel­zucht, Gießen, Sy Kaes Nachf. Gießen, Inh. Wilhelm Horn & Sohn, Gutsbes. O. Müller, Henriettenhof b. Ruppertsburg.

Allen Gebern herzlichen Dank!

Der Arbeitsausschuß wendet sich an alle Kreise der Bevölkerung, das Rotwerk der deutschen Ju­gend zu unterstützen. Geldspenden erbeten auf das Postscheckkonto Rr. 55047 Frankfurt a. M., Rot- werk der deutschen Jugend, oder unmittelbar an das Arbeitsamt Gießen (Rotwerk).

Ueber Zuwcnbungenvon Naturalien nehmen Mitteilungen entgegen: Arbeitsamt Gie­ßen. Fernspr. 264749 und die bekannten Bor- sitzenden der Küchen- dnd Kontrollkommissionen. Für Abholung der Raturalien wird Sorge ge­tragen.

An weiteren Spenden sind angemcldet:

aus Allendorf kLahn): 15 Zentner Kar­toffeln. einige Körbe Jtraut, einige Würste und Speck und 17 Mark Bargeld:

aus Obbornhofen: 39,5 Zentner Kartof­feln, 55 Pfund Frucht, 133 Pfund Hülsenfrüchte, 6 Pfund Wurst, 155 Pfund Gemüse, 13 Pfund Zwiebeln, 19 Pfund Mehl, 4 Laib Brot und 10,50 Mark^Bargeld:

aus Grüningen: 18 Zentner Kartoffeln, 10 Pfund Erbsen und 19 Mark Bargeld:

aus Rieder-Bessingen: 25 Zentner Kartoffeln, 29 Pfund Bohnen, 11 Pfund Erbsen und Gemüse sowie 3 Mark Bargeld:

aus Langsdorf: 45 Zentner Kartoffeln, 30 Pfund Hülsenfrüchte, 5 Würste, 3 Pfund Mehl, etwas Fett und 42 Mark Bargeld: außerdem eine Untcrftütjung von 3 Mark pro Woche für jeden Erwerbslosen, der am Rotwcrk teilnimmt.

lantischen Flotte Englands über einen ähnlichen Aufruhr auf den Kriegsschiffen. Hier ging die Meuterei von einem Offizier aus. Der sich Parker nannte. Es wird wahrscheinlich nicht mit Anrecht vermutet, daß er im Dienste Frankreichs, im Solde des Generals Bona - Parte stand, der ein glühendes Interelsc daran hatte, die Engländer ent.cheidend zu schwäch.,,. Dazu war ihm jedes Mittel recht. Und sicher ist er auch damit einverstanden gewesen, daß Parker mit Hilfe der Mannschaft die Offiziere der Atlantikflotte Englands Überwältigte, sie ge­fangen setzen ließ und den Matrosen man erinnere sich, welche Elemente darunter waren - die Erlaubnis gab. ihre Führer von gestern zu foltern. Dann übernahm Parker das Kom­mando. Er hatte sich inzwischen zum Admiral befördert. Run nahm er mit den Schissen der Atlantikflotte Kurs auf London Im ersten Hafen Englands ließ er an'ündigen, daß er willens sei, London in Grund und Boden zu schießen. Diese Drohung, verursachte eine so ge­waltige Panik, daß die Börsen in aller Welt ganz empfindliche Kursstürze registrierten. Das bedeutete den Zusammenbruch vieler bis dahin angesehener Handelshäuser Englands, und mit dem Bekanntwerden die,er Wirtjchastskatastrophen vervielfältigte sich die panische Angst der Eng­länder. Es kam soweit, daß. als Parker mit der Flotte auf der Höhe von London erschien, die Regierung Abgesandte zu ihm schickte, die mit dem Meuterer verhandeln sollten. Parier ließ sich nicht umstimmen. Er stellte so außer­ordentlich weitgehende Forderungen, daß die Tic- gicrungsvertreter alles ablehnten. Run gab der Admiral" den Befehl, das Feuer auf London zu eröffnen. Aber nun zeigten sich die Meuterer als die Bernünftigeren: sie verweigerten die Aus­führung aller Parkcr chen Befehle, verhandelten mit der Regierung und erreichten für «ich eine weitgehende Amnestie, wenn sie den Rädelsführer Parker auslieferten. Dieser Forderung ent­sprachen die Matrosen. Sofort trat ein Stand­gericht zusammen, und eine halbe Stunde später hatte bereits der Henker den Rebellen vom Leben zum Tode befördert.

In unserer Zeit hat die Revolte der russi­schen Flotte im Schwarzen Qlleer riesiges Auf­sehen erregt. 3m Jähre 1905 begann die Meu­terei auf dem PanzerkreuzerP o t e m t i n schlechte Verpflegung gab den unmittelbaren An­laß zu dieser Empörung der Mannschaften. Der tiefere Grund war allerdings die bereits heftig vorbereitete revolutionäre Verseuchung der Ma­rine, die planmäßig von Agenten geschürt wurde. Der PanzerkreuzerPotemkin" machte sich selb­ständig, nachdem die Offiziere überwältigt worden waren: es war geplant, die gesamte Schwarze- Meer-Flolte zu revolutionieren. In Odessa ge­lang es freilich den Aufstand niederzuschlagen. Wenig später aber ging eine neue Welle der Erhebung auf den Schiffen los Ein Seeoffizier namens Schmidt machte sich zum Admiral, übersandte dem Zaren ein Telegramm, in dem er die Einberufung einer konstituierenden Ver­sammlung forderte, versich.rte dem russischen Staatsoberhaupt aber gleichzeitig die Treue. In­zwischen erschien ein Geschwader regierungstreuer Schisse, die den Kampf mit den Rebellen auf­nahm. Ohr Panzerkreuzer wurde in Grund ge- scho sen. Schmidt konnte gef. ngc.i genommen wer­den: er bezahlte seine Tat mit dem Tode.

In den Revolutionswirren 1918 ist es auch auf einigen deutschen Kriegsschiffen zuMeute­reien gelommen. Die Nachkriegszeit brachte r;c= bellionen besonders oft in der französisch.n Ma­rine. die eine Zeitlang stark kommunistisch ver­seucht war. Durch sehr scharfe Maßnahmen gegen die Agenten des Bolschewismus gelang es dem fränzö ijchen Marineministerium allmählich, wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen. 3m Herbst 1931 erregte die Meuterei von englischen Marinesoldaten Aussehen. Die Kanalflotte Eng­lands weigerte sich, die Ausfahrt anzutretcn. Diese Meuterei unterschied sich jedoch erhebst .) von anderen Revolten in den Flotten der Welt, weil die aufständigen Matrosen Hochrufe auf König Georg V. von England auvbrachten: sie konnte also kaum kommunistisch fein. Es stell e sich bei der Untersuchung denn auch heraus, daß mancherlei Mißstände sich eingeschlichcn hatten, die den Matrosen unbillig und hart erschienen. Mit ihrer Abstellung, die von der britischen Admir l tat sch e. rügst in di: W.ge gele.t:t wurde, ergab sich auch schon die allgemeine Beruhigung.

Um zu der Meuterei des niederländischen Kriegsschiffes zurückzukehren: sie entspringt zwei­fellos einer bostchewistischen Hetze, die vonSowjet- ruhland zunächst in Indien angezettelt und später auch auf die Rachbarkolonien ausgedehnt wurde. Wie ein gefährlicher Bazillus ergriff die bolsche­wistische 3öee schließlich auch Riederländisch- Indien, und die dort stationierten Schiffe mit ihren durchaus nicht nur europäischen Besatzun­gen sind von dem kommunistischen Gift nicht verschont geblieben. Durch sehr strenge und rück­sichtslose Maßnahmen wird Holland die Gefahr zunächst lokalisieren müssen, um sie dann aus- zurotten.

Dom ArbeltsamtGteßen wird uns mit* geteilt:

Zur die Speisung im Rotwerk der deut­schen Jugend, das nach dem Willen des Herrn Reichspräsidenten und der Reichsregierung per Förderung der körperlichen und geistigen Er­tüchtigung der 3ugcnD und der Stärkung der Jolsgcmcinschaft dienen soll, sind für Ober- Hessen beim Arbeitsamt Gießen, außer den be­reits mitgeteilten Spenden, angemeldet worden insgesamt 117 8 Mark, gestiftet von: Dentist Decker, Lollar: Prof. Dr. Poppert, Gießen: Fa. Dänninger G. m. b. Sy, Gießen: Oberstaatsan­walt Dr Drill, Gießen: Frau Pros. E. Schaum, Gießen: Ferd. Ehrenklau II., Alsfeld: Hugo Thcis, Dentist, Gießen: Prof. Geh. Hofrat Dr. Fromme, Gießen: Fa. Reils & Kraft, Gießen: Dentistin H. Hermann, Rodheim v. d. Sy; Prof. Dr. R. v. 3aschke, Gießen: A. u. W. Denning- hof, Gießen: Hotel Hopfeld, Gießen: Prof. Dr. H. Morhmann, Gießen: Berkenhosf & Co., Kinzen­bach : Prof. Dr. W. Schultze, Gießen: Fa. Gg. PH. Gail, AG., Gießen: Prof. Dr. W. Fischer, Gießen: Prof. Dr. Fr. Doit, Gießen: Glaskontor, G. m. b. Sy, Gießen: Hirschapotheke Gießen: Dr. W. Zeiß, Gambach: Angestellte der Reichsbank, Gießen: Prof. Engel, Gießev; Rechtsanwalt Th. Schröder, Gießen: Dr. Engekbach, Assenheim; Dr. mcd. Bckch, Gedern: Zaynarzt Dr. Rüsewald, Nidda: Dr. Wilhelm Klein, Gießen: Fa, Poppe 8- Co., Gießen: Dr. chir. dent. Hoddes, Gießen; Dezirkssparkasse Gießen: Fa. Dogt & Co., Gie­ßen; Prof. Drüggemann, Gießen: Wirtschaftlicher Verband der Aerzte, Bad-Nauheim: Ungenannt; Dr. A. Hofmann, Gießen; 3ndustrie- und Han­delskammer, Gießen: A. Haggenmüller, Gießen; Prof. Gundermann, Friedberg; Prof. Harrasowih, Gießen; H. Dornberger, Gießen; Wolfgang-Ernst- Gymnasium, Büdingen; Dr. Leopold Matthes, Al­tenstadt; Hans Mangelsdorff, Gießen; Dr. Franz Geyer, Gießen; Med.-Rat Dr. Walger, Gießen; H. Mehring, Zahnarzt, Gedern; Frau Fritz Dauer Wwe., Gießen; Dr. Steinreich, Gießen; Dr. Hed- rich, Assenheim; 3sraelitische Religionsgemein­schaft, Gießen; Professor Schauder, Gießen; Direk­tion der Landes-Heil- und Pslegeanstalt, Gießen; insgesamt 63 Zentner Kartoffeln, ge­stiftet von: Hosgut Winnerod b. Reiskirchen, Gutsbes. Otto Müller, Henriettenhof b. Rup- pertsburg, Gutsbes. v. Helmolt, Fauerbacher Hof b. Friedberg und ungenannt;

liche Untersuchungen seiner Lehrlinge im ganzen Reich durch 3n Gießen werden diese Untersuchu- geu von Dr. med. Knaufs durchgeführt. Die Untersuchung findet nach Absolvierung des ersten Lebensjahres statt. Zur diesjährigen Unter­suchung stellten sich 18 Lehrlinge. Das Ergebnis der Untersuchungen zeigt, wie man uns schreibt, daß der überdurchschnittliche Besund des Gesund­heitszustandes als gut bezeichnet werden kann. Die Untersuchung hat nicht nur den Zweck einer Fest­stellung, sondern aus dieser Feststellung werden vom Arzt die entsprechenden Folgerungen gezo­gen, die die Untersuchten auf festgestellte Mängel aufmerksam machen und zu einer richtigen und zweckmäßigen Lebensweise anhalten. Der kauf- männische Beruf bringt es mit sich, daß nicht sel­ten der junge Mensch in seiner Gesundheit ver- kümmert, wenn nicht rechtzeitig den sich zeigenden Erscheinungen einer Krankheit entgegengewirkt wird. 3n dankenswerter, von der Oesfentlichkeit und vor allem von den Aerzten anerkannter Weile läßt es sich der Deutschnationale Handlungsgehil- fen-Derband als Berufsverband der männlichen Kaufmannsgehilfen und Lehrlinge und seine Be- rufskrankenlassx, die Deutschnationale Kranken­kasse, angelegen sein, hier überwachend einzugrei-

** Sin Siebzigjähriger. Am heutigen Montag feiert Herr Heinrich Kraushaar, Seltersweg 54, in voller geistiger und körper­licher Gesundheit seinen 70. Geburtstag. Der 3ubilar arbeitete als Heilgehilfe und Masseur in den Gießener Kliniken unter v. Roorden, Riegel, Sticker, Fuhr und v. Hippel und erwarb sich dank seiner Zuverlässigkeit und Tüchttgkcit das Dertrauen der Aerzteschaft und der Patienten. 3m 3ahre 1838 machte er sich hier selbständig. Mit mehr als 100 Aerzten war er an Operationstischen und Krankenbetten tätig. 3m Weltkrieg war er von Anfang bis zum Ende im Sanitätsdienst. Kraushaar war Mitbegründer des Gießener Roten Kreuzes für freiwillige Krankenpflege. Er ist Ehrenmitglied des Der- eins. 3m vergangenen 3ahre feierte er in aller Stille das 3ubiläum seiner 50jährigen Berufs­tätigkeit.

** Zur R i ch t i g st e l l u n g. In der Bekannt­machung der Bürgermeisterei vom Mittwoch über die Einlösung der Reichsbezugsscheine zur Lerbilli- gung von Lebensmitteln und Brennstoff mußte es nichtErhöhung", sondern richtigE i n lösu na heißen.

* SA. - Auf ina r sch in Gießen. Am nächsten Sonntagnachmittag findet in Gießen ein Aufmarsch der Standarte 116 der (321. statt. Am Abend wird sich in der Dolkshalle eine Kundge­bung anschliehen, fei der der preußische Kultus­minister Dr. R u st, Berlin, sprechen wird. Nähe- res wird noch durch Anzeigen bekanntgegeben.

* * Der Gesundheitszustand der männlichen Kaufmannslehrlinge. Seit einer Reihe von 3ahren führt der Deutichnatio- nale Handlungsgehilfen-Derband regelmäßig ärzt­

ner die einzelnen Cntwicklungsstadien der Stadt, die nicht planlos gebaut sei, sondern eine seltene Planmäßigkeit ausweise, teilweise bedingt durch die geographische Lage, dann aber auch aus Gründen der Verteidigung. Später ging bann Gießen an die Landgrafen von Hessen über, die das alte Schloß in Gießen bauten. 1325 gab Otto von Hes­sen durch ein Privileg den Anwohnern vor den Toren Gießens das gleiche Recht wie den Bewoh­nern der Stadt. 1530 befestigte der Landgraf von Hessen Gießen und umgab es mit Wällen und Gräben. Gießen hat bis auf den heutigen Tag seine alte Form mit feinen eigenmächtigen Stra- fjcnlrümmungen und Winkeln erhalten.

Lichtbilder, die ein sehr anschauliches Bild von Gießens vergangenen Tagen vermittelten, folgten diesen einleitenden Ausführungen. Starker (Bei­fall dankte dem Redner für das Gesagte und Ge­zeigte. Bildungsobmann C h r i st schloß mit Dank an den Vortragenden die Veranstaltung. 1-7

Das Ergebnis

der Ma-Mahlen in Gießen.

Die Wahlen zum Allgemeinen Studenten-Aus- schuß an Der Universität Gießen brachten bei 1166 abgegebenen Stimmen (1468 Wahlberech­tigte) folgend^ Mandatsverteilung: Rational- sozialistische Studentenbewegung 706 (776 Stim­men im Vorjahre) Stimmen = 15 (13) Sitze, Grohdeutsche Arbeitsgemeinschaft und Hochschul­gruppe des Stahlhelm 294 (397) Stimmen = 6 (7) Sitze, Katholische Liste 80 (114) Stimmen = 2 (2) Sitze, Rote Liste 76 (87) Stimmen - 2 (1).

Taten für Montag, 13.Februar. .

1419: Stiftung der Universität Rostock; 1754: der Diplomat Fürst Talleyrand in Paris geboren; 1848: der Generatfeldmarschall Hermann von Eich­horn in Breslau geboren; 1883: Richard Wagner in Venedig gestorben.

Bornotizen. ,

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, Montag. 20 Uhr, findet zu- gunften des Notwerts der deutschen Jugend ein Sing- und Spielabend der Iugendoerbände statt. Ende 22.30 Uhr.

Dieser niederländische PanzerkreuzerSieben Pr 0 vinze n, der sich selbständig machte, um in den Südseeafwässern andere Teile der Kriegs- slotte Hollands mit dem Aufstandbazillus zu verseuchen, ist nicht- ohne Beispiel in Der Ge­schichte. Meutereien auf hoher See haben sich leider schon so oft ereignet, daß jedes Straf­gesetzbuch in der Welt sehr schwere Strafen für die Verbrecher androht. Dennoch auch die harten Drohungen vermochten bisher nicht diese Gefahr der Seefahrt zu bannen. 3mmer wieder gibt es Clemente, die sich gegen das Recht auf- leinen, die aus irgendwelchen Gründen revol­tieren und Führung und Mannschaft des Schisses mit ihrem Verhalten in die allerschwerste Gefahr bringen.

Als geradezu klassisches Beispiel aus der Ge­schichte der meuternden Flotten erscheint uns die denkwürdige Riederschrift von Christoph K 0 ° lumbus, des Entdeckers von Amerika, die dieser an seinem Lebensabend gab. Cs war ja ein für damalige Zeiten ganz ungewöhnliches Unter­fangen, auf recht gebrechlichen Schiffen den Weg über den Ozean anzutreten, von dessen Gefahren man schon so ungefähr die rechten Vorstellungen hatte. Immerhin - - die Aussicht, einen See­weg nach Ostindien zu finden, erschien loh­nend und erstrebenswert genug, um das Leben in die Schanze zu schlagen. Aber als nach vielen zermürbenden Tagen immer noch kein Land in Sicht kam, als die Mannschaft sich getäuscht glaubte und nur noch Den sicheren Untergang sah, Da war es mit der Beherrschung aus. Die Besatzung meuterte und wollte Den Führer Kolumbus zwingen. Die Rückfahrt nach Spanien anzutreten. Eine Führerpersonlich'eit wie Die des Kolumbus wußte sich freilich durchzusehen, und sie behielt erfreulicherweise auch Recht mit der hoffnungsvollen Ankündigung, schon Die nächsten Sage müßten zum sicheren Ufer führen. So blieb Kolumbus vor den ärgsten Folgen des auf- flackernden Aufstandes verschont.

Kleine Meutereien auf Schiffen der Handels­flotte waren in den folgenden Jahrhunderten keineswegs selten. Sie ereigneten sich im Gegen­teil so häufig, daß eine Aufzählung unmöglich ist. Aber in den Archiven der Seeämter Deutsch­lands und Der seefahrttreibenden Welt ließen sich lange Register ausziehen, die immer wieder das gleiche Ereignis berichten: Aufstand und Em­pörung der Matrosen oder einzelner Schifss- angehöriger gegen den Kapitän. 3n den glück­licheren Fällen gelang es der bedrohten Schiffs­führung, sich gegen Die Rädelsführer durchzu- setzen. Das Mittelalter ging mit den Aufwieglern nicht sonderlich fein um. Entschlossen wurden die überwältigten Meuterer an der höchsten Raa aufgehängt. Manchmal trugen auch die Meuterer den Sieg davon; sie kamen aber dann erst 'nach längerer Zeit an einer vom Heimathafen weit entfernten Stelle zum Vorschein. Meist ent­gingen sie auch Dort nicht ihrer Strafe. Aber wie viele Ereignisse dieser Art mögen ungesühnt geblieben sein, weil Die Meuterer Die Leitung des Schiffes, Den Kapitän und Den Steuermann, überwältigt, wohl auch ermordet hatten, um mit eigenen Kräften Den Heimathafen anzusteuern! 3yr mangelndes Können führte Dann oft Dazu, Daß Das Schiff unterging. Schiffbruch gewiß; aber auf welche Art verursacht? Rie hat man darüber etwas erfahren.

Größere Meutereien sind freilich in Der Ge­schichte ausgezeichnet. 3m April 1797 weigerten sich englische Matrosen in See zu gehen. Die Verpflegungsfrage war Der Anlaß zu Dem Widerstand gegen Die Befehle. Damals herrschte in Englands Marine noch Der Brauch, bestimmtenOekonomen" eine gewisse Summe Geldes zur Verfügung zu stellen. Damit sie nun­mehr Die Besatzung Des Schisses während der Reise verpflegten. Dieses System erscheint nicht sonderlich geeignet; es gab viele Unter Den Oeko­nomen, Die ihren an sich beträchtlichen Gewinn DaDurd) zu erhöhen trachteten, daß sie an der Beköstigung Der Mannschaft außerordentlich frag­ten. Und da Die Menschen nun einmal in Magen- fragen besonders empfindlich sind, kam es, wie es kommen mußte: Die Flotte meuterte. Eng- lanDs stolze -ADmiralität sah sich genötigt, mit Den Aufrührern zu verhandeln. Das ist um so auffälliger, als damals Die Auswahl Der Ma­trosen recht primitiv vorgenommen tourDe. Frei­willige gab es nicht oder nur ganz selten. Der Menschenfang war ein gebräuchliches Mittel, um die erforderlichen Schiffsbesahungen zusammen­zubekommen. Sträflinge befanden sich an Bord, die von rechtswegen in Englands Zuchthäusern sitzen mußten. Als Gnade war ihnen zugebilligt worden, Die Strafdauer durch Dienstzeit auf Den englischen Schiffen auszufüllen. Cs mag Dem fommanDierenDen OlDmiral nicht leicht gefallen sein, Die RäDelsführer zu empfangen unD anzu­hören. Aber Die Not zwang Dazu. UnD als sich Die ADmiralität Davon überzeugt hatte, Daß Das Verpflegungsshstein wirklich nicht Das beste war, gab sie Das Versprechen, Die Kost Der Matrosen ausreichend zu verbessern. Die Matrosen blieben straffrei; sie hatten Darüber hinaus erreicht, was sie wollten.

Wenig später meldeten Berichte von Der At-

Oas freiwillige Werkhalbjahr.

Durch die Einrichtung des freiwilligen Werk­halbjahres will Die Reichsregierung allen an Ostern 1933 zur Entlassung kommenden Abiturien­ten Gelegenheit geben, vor Uebertritt in Die Hochschule, oder vor Eintritt in Den Beruf für die Dauer eines halben 3ahres am Arbeitsdienst und Geländesport teilzunehmen. Das Werthalbjahr gliedert sich in vier Monate freiwilligen Arbeitsdienst und etwa eineinhalb Monate Geländesport.

3m Mittelpunkt des freiwilligen Arbeitsdienstes steht Die sechsstündige körperliche Außenarbeit mit Hacke und Schaufel. Die Arbeitsdienstwilligen werden in Arbeitslagern zusammengefaßt. Die Verpflegung wird im Lager zubereitet. Eine plan­mäßige und vielseitige Körperschulung wird mor­gens und nachmittags betrieben.

Der Geländesport soll den Abiturienten in Den Wehrgedanken einführen und ihn durch prak­tische Ucbung zum wehrhaften Mann erziehen. Die Geländcsportlehrgänge werden von Dem Reichskuratorium für 3ugendertüchtigung über­nommen.

Die Meldungen zum Werkhalbjahr sind bis zum 11. März, spätestens zum 1. April 1933 an Die für Den freiwilligen Arbeitsdienst zuständigen Meldestellen, das sind die Arbeitsämter, ober Die bei Den einzelnen Hochschulen gebildeten Bünde für freiwilligen Arbeitsdienst unD Akademiker- Hilfe zu richten. An den Universitäten und Tech­nischen Hochschulen der Provinz Hessen-Nassau und des Freistaates Hessen sind Derartige Bünde noch nicht gegründet, weshalb die Meldung nur bei Dem Arbeitsamt erfolgen kann. Mit Der sreiwillen Meldung verpflichtet sich Der Qlbituri- ent, bis zur odentlichen Entlassung am Werkhalb- iahr teilzunehmen. Der Dienst beginnt am Mitt­woch, 19. April, und endet am Samstag, 30. Sep­tember. Die Kosten für die Durchführung, ein­schließlich Bekleidung, Verpflegung und Versiche­rung werden vom Reich übernommen. Nur Die Reisekosten sind vom Teilnehmer zu tragen. Für Die Hin- unD Rückreise gewährt Die Reichsbahn auf Grund Des Einberufungsschreibens eine Fahr­preisermäßigung von 50 v. H. Der Kosten 3. Klasse Personenzug.

Die Schulen werben in Den nächsten Tagen Merkblätter für Abiturienten nebst einem gor* mular für die freiwillige Meldung zum Werk­halbjahr ausgeben.

Heimatkundlicher Vortrag im DHV.

Mit einem Lichtbildcrvortrag über .Unser a 11 c ä Gieße n", gehalten von Dem Direktor Der Umversitätsbibliothek, Prof. Dr. E b e l, schloß Die Ortsgruppe Gießen im Deutschnationalen Hand- tungsgchilsen-VerbanD ihre im Winterbildungs- n nJ?or9 f'-'bene Vortragsreihe über Heimatkunde ab- Der Abend war ein voller Erfolg.

t-?°r überfülltem Saal des Vervandsheims JA1 Orte Prof. Dr. Ebel Die Zuhörer in Gießens . ^st^ugenheit. Wo heute unser Gießen steht, war Sumpfgelände. Um dieses Gelände herum r ä n frühe Zeiten Siedlungen festzustellen, LgZelters (712 v. Chr.) Wieseck (777) Achstadt (cvd), Krofdorf (800). Bestimmtes über Die Grün-

9rlr.et Gießen weiß man nicht, Doch mit zlemttcher Bestimmtheit läßt sich einiges folgern. Ste ©runbung Der StaDt Dürfte um Das 12. unD 13. Jahrhundert herum liegen. Graf Wilhelm von ©leiberg kann man als Gründer Gießens bezeich­nen, Der auf eine Erhöhung in Dem SumpfgelänDe, ettoa in Der Nähe Der StaDtlirdje, eine Buvg baute, Die Deshalb besonDers sicher war, weil sie von verschiedenen Flüssen umgeben wurde. Der Jiame Gießen ist ja auch auf diese Weise zurück- zufuyren, zu den Gießen den Gießbächen den Wassern. Um Die Burg herum sind Dann Die ersten Ansiedlungen entstanden. Die Lage für Den GrunDriß einer StaDt war insofern günstig, als eine Reihe wichtiger Verkehrsstrahen sich hier krcuzten. Schon 1214 wissen wir von einem Grafen bon Gießen. An Hand von Plänen zeigte Der Red-

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