Ausgabe 
13.1.1933 Frühausgabe
 
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Oie mittelrheinische Turnpreffe tagt...

Nächsten Sonntag findet in Bad-Nauheim im Kerckhoff-Jnstitut die diesjährige Jahresversamm­lung der miitclrheinischen Turnpresse statt, an der die sämtlichen Äauprcssewarte und sonstige im Turn- Pressewesen tätige Turner teilnehmen. Im Mittel­punkt der Tagung steht eine öffentliche turnerische MorgenfeierStuttgart rüst", bei der der Vor» siizcnde des Hauptfestausschusses für das 15. Deutsche Turnfest 1933, Professor Dr. Oberweier, über Stuttgart sprechen und den FilmTurner heraus'" vorführcn wird.

Fußball -er Universität.

Technische Hochschule Darmstadt 3:0 geschlagen.

Ter Lieg der Gießener Mannschaft wir be­richteten bereits kurz über den Ausgang des Spie­les - überraschte nicht nur die Zuschauer, son­dern auch die Spieler selbst. Man wähnte zu­vor die Darmstädter als sichere Sieger. Aber wie so oft, kam es auch hier anders als man dachte. Das Spiel ging um die Südwestdeutsche Ho: f^u.m.i'erschast. Aus dem Universitätssport- flah hatten sich viele Zuschauer eingefunden. Die Gäste, die technisch um einiges besser waren als die Hiesigen, waren aber doch nicht so gut, um die ausgezeichnete Gießener Hintermannschaft überwinden zu können. Der Sturm war nicht ge­schickt in seinen Aktionen. Die Läuferreihe war sehr eifrig und bediente den Sturm immer wieder mit passablen Vorlagen, zu Erfolgen vermochte sie der Sturm aber nicht auszuwerten. Die Ver­teidigung war nicht sehr sicher und wehrte manch­mal nur mit viel Glück ab. Die Gießener waren um einiges eifriger, sie spielten auch druckvoller als der Gegner und arbeiteten besonders in der zweiten Halbzeit viel Tleberlegenheit heraus. Die Verteidigung der Tlniversität wehrte überaus sicher alle gegnerischen Angriffe ab, Schlarb hielt einige Valle sehr gut, in der Zusannnenarbeit LäuferreiheSturm klappte es auch sehr gut, wenn auch die Vallabgobe hinsichtlich Tempo und Genauigkeit oft sehr zu wünschen übrig lieh. Die Mannschaft der Landesuniversität siegte verdient.

Mährend der ersten Halbzeit sah man wech­selnde Angriffe auf beiden Seiten. Darmstadt be- hauptetc sich einige Zeit feldüberlegen, konnte aber nicht verhindern, daß die Gießener in Füh­rung gingen. Die Weißblauen hatten aber auch mehrere klare Torchancen. Die Gäste drückten zeitweise sehr, tarnen aber zu deinem Erfolg. Aach der Pause waren die Gießener lebendiger. Man sah einige gute Kombinationszüge, die den Gästen manchmal sehr gefährlich wurden. Das zweite Tcr für die Gießener fiel durch einen Fehler des Gästetormannes. der herausgelaufen war und den Angreifer verfehlte, so daß jener unbehindert ein- schießen konnte. Die Darmstädter griffen in der Folge immer wieder an, spielten jetzt auch etwas härter und forderten einen Elfmeterball heraus, der prompt zum 3:0 verwandelt wurde. Der Schiedsrichter Seih (DfV. Gießen) bemühte sich um korrekte Entscheidungen.

Tumgau Lan-DünSberg.

Die Veranstaltungen des Jahres 1933!

In der am vergangenen Sonntag in Wieseck statt- gcfundenen Gauoorstandssitzung wurden die Ter­mine für die Iahresoeranstaltungen 1933 wie folgt fcstgelegt:

fjaUengerätemctturnen am 12. März in Londorf.

Gaurvalblauf am 19. März in Launsbach. Gausest am 1. und 2. Juli in Reiskirchen.

Leichtathletische Meisterschaften am 17. Juli in Ruttershausen.

Gauwettschwimmen am 30. Juli in Wißmar.

Schüler- und Schülerinnenturnen am 20. August in Hausen.

Bergfest am 20. September in Salzböden.

Verbandsvorturnstunde des LTV. in wiefeck.

Für den Gau Lahn-Dünsberg fand anschließend eine Verbandsvorturnstunde statt, die gut besucht war und die Richtlinien für den Uebungsstoff zum Ver­bands- und Bundesfest des STV. bzw. ADT. in Mörfelden, herausbrachte.

.tzanvball.

Albach Garbenheim 7:4 (3:2).

Das erste Aufstiegsspiel zur Gauklasse kam am vergangenen Sonntag in Albach zum Austrag und sah die Platzmannschaft als verdienten Sieger. Ob­wohl die Gästemannschaft sich dem Gegner in der ersten Hälfte durchaus ebenbürtig zeigte, konnte sie es nicht verhindern, daß sofort beim An- stoß der erste Erfolg für Albach fiel. Der Aus­gleich folgte auf dem Fuße und wurde sogleich wie­der mit der Führung für die Platzbesitzer erwidert. Mit je einem Erfolg auf beiden Seiten wurde ge­

wechselt. Nach der Pause drängte zunächst Garben­heim mächtig, erreichte aber nichts Zählbares, mußte vielmehr weitere zwei Erfolge des Gegners hin­nehmen. Alsdann kamen die Gäste zu zwei Toren. Albach wurde nun wieder besser und konnte mit 30)0i erfolgreich abgeschlossenen Durchbrüchen das Resultat auf 7:4 stellen Beide Mannschaften spiel­ten äußerst fair und überaus schnell.

Hausen I Lollar I 8:4 (3:3).

Beide Mannschaften trafen sich zu einem Ge­sellschaftsspiel. Die Gäste traten mit nur 9 Spie­lern an. Die Mannschaft hielt sich bis zur Pause ausgezeichnet und holte ein Unentschieden von 3.3 heraus. Nach dem Wechsel machten sich die Ausfälle bemerkbar, so daß der Platzbesitzer das Heft voll­ständig in die Hand bekam und weitere fünf Erfolge zu einem hohen Siege herausholte. Der Gast er­reichte noch ein viertes Tor.

Kurze Sportnoiizeu.

Im Dortmunder Sechstage -Rennen siegte das Paar Schön-Buschenhagen.

Der bekannte Mercedes-Benz-Foh- r e r Manfred von Brauchitsch wird zum ersten Male in dieser Saison beim lOOll-Meilen-Rennen von Brescia, das am 8. und 9. April ausgefahren wird, an den Start gegen.

Koji Myiazaki, der 16jährige japanische Olympia-Sieger im 200-Meter- Freistilschwimmen hat sich beim Rugbyspielen eine Schulter gebrochen. Es ist sehr fraglich, ob Myiazaki jemals seine frü­here schwimmerische Leistungsfähigkeit wieder er­langen wird.

Ueberlegen mit 9:1 besiegten die Edmon­ton Superiors am Mittwoch in Paris eine fran­zösische Eishockey-Auswahlmannschaft.

* '

Um d i e Winterkampsspiele 1 9 3 4 hat sich jetzt der thüringische Wintersportplatz Oberhof beworben, da keine Aussicht besteht, die Olympischen Winterspiele 1936 nach Thüringen und dem Harz zu bekommen.

*

Sic Spiele um d i e deutsche Wasser­ball m ei st erschaft sollen in dieser Saison nur im Freiwasser zum Austrag gelangen. Demzufolge wird mit den Vorspielen bereits im Juni begonnen werden.

Vom Bücheriisch des Sportlers.

Olympia 193 2. Die Reemtsma-Ziga- retkenfabriken haben einen Teil ihrer Reklame in den Dienst einer großen Idee gestellt. Die Firma will dem Sport im Allgemeinen, dem deutschen Sport im Besonderen dienen. Den Packungen eini­ger Zigarettensorten wurden Vilderschecks beige­legt, Schecks für Bilder, die während der Olym­pischen Spiele 1932 in LoS Angeles aufgenommen wurden und somit einen Tlebcrblick gestatten über die Wettkämpfe Bilder, die Ausschnitte aus den Wettbewerben zeigen, die besten Sportler und Sportlerinnen der Weit kennenlernen lassen und damit das Znteresse am Sport fördern. Aber da­mit nicht genug: Die Firma gab in langwieriger und sorgfältigster Arbeit ein Buch heraus, in das die gesammelten Bilder cingeklebt werden iönnen und nun in Verbindung mit dem gedruckten Wort eine Einheit darstellen. die lückenlos d'e Olympi­schen Spiele wiedergibt, wie sie sich während der denkwürdigen Tage im Sommer des Zahres 1922 absp eiten. Das Buch bringt ab:r nun nicht nur Er­gebnisse, Bilder, Zahlen und sachliche Wieder­gabe der einzelnen Situationen der Wettkämpfe, sondern auch Schilderungen, die von Blut und Leben, von innerer Spannung erfüllt sind und so die Atmosphäre, die über dem weltsportlichen Er­eignis lag, erfühlen und nacherleben lassen. Das Werk ist in seiner Gesamtheit nicht nur ein unter­haltsames Tuch, sondern gleichzeitig ein Aach- schlagewerk und eine große Vorbereitung für die Olympiade 1936 in Berlin. Aus der Summe der in diesem Buche zusammcngetragenen Arbeit läßt sich, insbesondere für unsere deutschen Sportler und im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Berlin ungemein viel lernen, so daß dem Buche nicht nur der Wert der erinnernden Tat zu eigen ist, sondern auch das werivollere Odium les in-die- Zukunftwe senden. Mit ei er g.a chis enTleberUchi über die Erfolge der einzelnen Rationen in den verschiedenen Wettbewerben beschließt das um­fangreiche Werk, mit einem Schlußstrich gewisser­maßen, jenes Ereignis, das zu seiner Zeit Tau­sende und aber Tausende in Atem hielt. Die Her­ausgeber des Buches verdienen Anerkennung für die vollkommene Arbeit.

Der Ausbildungsweg der Turnlehrerin.

Das Zahr im Turnseminar des Alice-Schulvereinö.

Seit nunmehr drei Jahren Hal der Aliceschul- verein zur Ausbildung der technischen Lehrerinnen in Hauswirtschaft und Handarbeit ein drittes Fach in dem Turnseminar hinzugefügt. Damit wurde dem in anderen Städten des Reiches schon lange berück­sichtigten heute so wichtigen Fach der Leibesübun­gen auch in Gießen Rechnung getragen. In einem einjährigen Lehrgang werden die Seminaristinnen praktisch und theoretisch in dem gesamten Gebiet der Leibesübungen unterrichtet. Dabei wird in erster Linie auf eine gute körperliche Ausbildung und Leistung der zukünftigen Turnlehrerinnen Wert gelegt.

Im Sommer beginnt der Uebungsbetricb früh am Margen auf dem Universitäts-Sportplatz. Nach einer kräftigen Körperschule, in der die Schülerinnen schon bald ihre eigene Lehrfähigkeit schulen können, beginnt der

Unterricht in den vielseitigen volkstümlichen Hebungen der Leichtathletik.

Bei schönem Wetter entwickelt sich ein frohes luftiges Treiben, aber auch Regenwetter läßt keine trübe Stimmung aufkommen. Mit Leichtathletik wechseln die Turnspiele ab, Schlagball, Faustball, Handball und die für den Schulbetrieb wichtigen Kinderspiele. Nach listündiger Arbeit auf dem Trockenen geht es aus das nasse Element zum Rudern an das Boots­haus der Universität zur Lahn. In den Schüler­vierern wird in dem Riemen- und Skullfahren­unterricht und zu Anfang mancher Krebs auf dem Weg zum Felsen und zurück gefangen. Für Rudern ist Schwimmen Grundbedingung. So wird jede Woche in drei Stunden auch dafür die vielseitige Uebungsmöglichkeit mit Wasserspringen, Tauchen und Wasierspielen gelehrt. Der besseren Uebersicht wegen aber im Hallenschwimmbad. Dazu kommen auch schon im Sommer die ersten Geräteturnstunden.

lieber Samstag und Sonntag wird öfter das schöne ID Her zu ein- und mehrtägigen Wanderungen ausgenuhl,

um auch hier unmittelbar in die Praxis einzuführen, aber auch um unsere engere Heimat kennen zu ler­nen. Zur Tradition ist eine Wanderung zu dem all- jährlich stattfindenden Bergfest der DT. 'auf dem Feldberg i. T. geworden.

Zwischen den praktischen Stunden liegen die tijeo retischen verteilt. Teilweise gemeinsam mit den Stu­dierenden der Leibesübung an der Universität, hört und sieht man in der Anatomie von dem Aufbau und den Funktionen des menschlichen Körpers. Vor­lesungen über Geschichte, Methodik der Leibesübung, führen in die eigentliche Theorie derselben ein. In der orthopädischen Klinik werden praktisch und theo retisch die von der Turnlehrerin zu beachtenden vor­beugenden und ausgleichenden Leibesübungen er­arbeitet.

Im Winter ändert sich das BUd. Die Witterung zwingt die praktischen Hebungen in die Halle und nur zu Spiel und Waldlauf wird der Hniversitäts- sportplatz wöchentlich noch einmal aufgesucht. Da? Geräteturnen tritt jetzt an die erste Stelle und for­dert Geschicklichkeit und Wagemut von jeder ein­zelnen. Zum Ausgleich wird aus den verschiedenen Gymnastiksystemcn Stoff zur Anregung für den Unterricht in der rhythmischen Gymnastik geboten. Auch Lied und Volkstanz kommen nicht zu kurz. Daneben beginnen jetzt die Lehrproben.

Das Gießener Turnseminar darf sich rühmen, als einziges im Reich den Schülerinnen eine derart gründliche praktische Vorbildung durch Lehrproben zukommen zu lasten.

Die Gießener Mädchenschulen haben dafür in dan­kenswerter Weise eine große Zahl der iurnftunben ihrer Klassen zur Verfügung gestellt. Erst hier zeigt sich wer zur Turnlehrerin befähigt ist und neben einer unbedingt zu fordernden eigenen Leistung auch das Geschick, Lust und Liebe' zum Unterricht besitzt. Den sommerlichen Wanderungen entsprechen im Winter die Fahrten zum Hoherodskopf, um auch im Skilauf die Anfangsgründe zu lehren.

Nach dieser vielseitigen Ausbildung schließt das Sommer-Halbjahr mit der Prüfung in Leichtathletik und Rudern. Zum Ende des Winter-Halbjahres werden Geräteturnen und Schwimmen, Körperschule, vorbeugende und ausgleichende Leibesübung, sowie Lehrproben und die gesamten theoretischen Fächer geprüft. Die Lehrkräfte versuchen in dem einen Jahr allen Seminaristinnen möglichst viel für ihren spä­teren Beruf mitzugeben. Für viele Absolventinnen ist es daher auch eines der schönsten Ausbildungs­jahre ihres Lebens.

Wirtschaft.

* Feldmühle Papier-Zell st offwerke A G., Odermünde bei Stettin. Die Ver­waltung der Gesellschaft hat beschlossen, die dem Werk Odermünde angegiieöerten Anlagen zur Her­stellung transparenter Viskoscfolien durch Ausbau der gesamten Anlagen auf das Dreifache ihrer bis­herigen Leistungsfähigkeit zu vergrößern. Gleich­zeitig wird auch eine Anlage zum Färben und Wetterfestmachen der Viskosefolien geschaffen und außerdem an Stelle der alten eine neue Dampf­turbine aufgestellt. Maßgebend für diesen Beschluß war nicht allein die steigende Nachfrage nach der unter dem NamenHeliozoll" in den Handel ge­brachten Erzeugnisse der Feldmühle, sondern auch das Bestreben, in der Zeit größter Arbeitslosigkeit durch die Erteilung von Aufträgen Arbeit zu schaffen.

' Kölner Vier-Millionen-Anleihe- Projekt. Mit Ausnahme der Nationalsozialisten und Kommunisten billigten die Stadtverordneten in ihrer gestrigen Sitzung den Stundungsoorschlag für die 6- (8-) prozentigen Schuldverschreibungen der Stabt Köln von 1929 und ermächtigten die Stadt­verwaltung zur Aufnahme eines Darlehns von 4 Millionen Mark.

'I. P. Bemberg,Wuppertal-Barmen. Bei der IP. Bcmberg AG., Wuppertal-Barmen, wird für das Geschäftsjahr 1932 mit einer Er­höhung des bisherigen Gesamtverlustes von 5,23 Millionen Reichsmark gerechnet. Die Verwaltung glaubt sich jedoch zu dieser Annahnie noch nicht äußern zu können. Im ersten Halbjahr 1932 war ein starker Rückschlag gegenüber dem Vorjahre zu verzeichnen. Die Besserung des Absatzes im zweiten Halbjahr dürfte einen Ausgleich nicht herbeigeführt haben, so daß zweifellos insgesamt ein Absatzrück­gang gegenüber dem Vorjahre festzustellen sein wird, vor allem auch im Hinblick auf die noch immer unbe­friedigenden Preise. Die fortschreitende internatio­nale Verständigung auf dem Kunstseidemarkt läßt hier vielleicht für die Zukunft eine Besserung er­hoffen.

Frankfurter Abendbörse zurückhaltend.

Franlfurt a. M., 12. 3an. An der Ab end - börfe herrschte angesichts der etwas undurchsichti­

gen innerpoUtischen Situation Zurückhaltung, und das Geschäft war recht klein, zumal Arrregungen fehlten und nennenswerte Orders nicht eingetrof­fen waren. Die Kurse des Aktienmarktes zeigten im Vergleich zum Berliner Schluß kaum Verän­derungen, nur Reichsbank blieben gesucht und wurden zunächst mit 157,5 Prozent um 1,25 Proz. höher notiert. IG.« Farben bröckelten anfangs um 0,25 Proz. auf 102,5 Proz. ab, im Verlause waren, sie aber wieder leicht erholt und mit 102,75 Pro­zent gesucht. Einiges Znteresse bestand auch für Montanwerke, allerdings war die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich. Harpener verloren 1 Proz., wogegen Buderus, Gelsenkirchen und Stahlverein etwa 0,5 Proz. höher lagen. Am Kassamartt blie­ben Kraftwerk Altwürttemberg gesucht, die Taxe lautete etwa 80 Prozent.

Das Geschäft am R e n t e n m a r k t war in Reubefitz- und Schutzgebietsanleihe sehr lebhaft. Die Kurse lagen um 10 bis 23 Pfennig höher, nur Altbefitz gaben 0,13 nach. Späte Reichs- fchuldbuchforderungen blieben mit 80 Proz. etwa behauptet. Goldpfandbriese waren gefragt und meist leicht erhöht, 6proz. Psälz. Hyp. Gold, die heute mittag Geld waren, kamen heute abend mit 89,5 Proz. (gestern 88 Proz.) zur Rotiz. Interesse erhielt sich auch für Kommunal-Obli- gationen und Stadt-Anleihen. Von fremden Werten waren Rumänen nur teilweise noch ge­sucht und höher, so 4,5proz. Goldrumänen (plus 0,38 Proz.), wogegen die 5proz. und die 4prozen- tigcn eher angeboten waren. Reubesitzanleihe 9,85 bis 9,88, Altbesitzanleihe 68.88, Schuhgebiets­anleihe 6,975 (Rachbörse 7,05), 4 5proz. Gold- rumanen 11,10, 4proz. Zolltürlen 4,5, Lissabon Stadtanleihe 34, Reichsbank 157,50 bis 158, Bu­derus 44. Gelsenkirchen 53, Stahlverein 35,25, Har- pener 80,5, Aku 41,75, Belula 119,5, 2G.-Far° ben 102,5 bis 102,75, Lahmeyer 122,5, Rütgers- werke 47, Siemens 124, Aschaffenburger Zellstoff 27,25, Rordd. Lloyd 19,75, 6proz. Hessen Volks­staat von 1923 75,75, 6proz. Franks. Hyp. Dank Gold, Reihe 1 bis 15 87,25, 6proz. Franks. Hyp Bank Gold Kommunal 78, 8proz. Stadt Darm­stadt von 1923 68,75, 8proz. Frankfurter Schatz- anweisungen 77.

üanfnolen.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a M

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter ben Papieren ungeführten Ziffern geben bte Höhe ber zuletzt beschlossenen Dioibenbe an. Reichsbankbiskont 4 v. H Lombarbzinsfuß 5 v. H.

Jrantturt a. Dl.

äeriui

Aiannur. ... .vi.

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franlfurt a. 2)1.

Berlin

Schluß- turd

e-chtugk. Abend- börl

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Schluß­kurs

Ech.ußi. Abend- 'le

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag« börfe

Schluß- furö

(Hchlußi Abend- börl

Sch- kurö

Schluvk. Ml log« böre

'Odium

11.1.

12.1.

11.1.

12-1

Dalum

11.1.

112-1.

11.1.

12.1.

Datum

11.1.

12.1.

11.1.

12-1.

*>% Teutidie >Jictdi6anleit)e v. ifl2i 6%ffcem.7%TL9?eicbdanI.ti.1929 Doung-AnleUst von 1930 ..

Deutsche Ant.-Ablos.-Schuld mti Auolos.-Rechten ...........

Sespl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ehe in 8%HeIi. Boll-stao, 1929 (rüdAahlb. 102%) ...........

Lberhessen Provinz. Anleihe mit Auelol.-Rechten ............

Deutsche komm. Sammelab.l.An

leihe Serie 1 mit Auslos..Rechten 6% ehem. 8% iZronks. Hyp.-Bant

Golbpse. 15 unkündbar bis 193j 6% ehem. 7% Krauls. Hyp..Ban!

'yolbvse. 16 unkündbar bis 1936 5'/i% chem. 4V,% Franks. Hyp.

Bank-Liou.-Psandbrtefe .....

Wi% ehem. 4V:% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-lÄoldpse. ...

6% ehem. 8% Pr. Landeepiand brtefanlialt, Psanbbriese 91. 19

6% ehern. 7% Pr. Landerpsano briefansta-'t, Pfandbriefe R. in

4% Oelterrelchlsche Golbreiue...

4.20% Ceffcrreiditldie SUberrenie 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staotorente v. 1910 4'/2% heefil. Don 1913 .....

5% abgelt. Goldmen'.iner von 99 4% Türkische Zollanleilie von 1911 4% Türkische Bagdavbahn-Anleche

Serie I ...............

4% desgl. Serie ll ............

6% Rumün. vereinh. Rente v. 1003 «V.%Ruman.oereinh,Nentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente ..

3%% Anatolier.............

80,75 94,65

79,5*

69,25 9,65

65,5

63,75

87,4

87.4

88,7

89,75

85

85

1,05

6,75

4,3

4,3

5,75

9,75

5,6

80,5

94,13

79

68,9

9,9

77,75

65,5

63,13

87,25

87,25

88,65

89

85

85

1,4

7,25

4,5

4,45

4,4 7

11,1

6,45

22,25

80

94

79

69,13

9,45

77.5

63,75

85

1,2

7,13

4,25

4,6

6,2

9,3

5,35

22,4

80,5 95,65

79

69

9,75

78,25

63,7

-

85

1,45

7,25

4,4

4,55

4,65

7,13

11,25

6,5

22.8

Hamburg-Amerika-Paket ..... i

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa Dampfschiff...........0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft.... 4

Commerz- und Privat Bank... 0

Deutsche Bank und DiSronto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ................. i

A.G.G......................o

(i'.cftr. LieferungSgesellschast ... b

Licht und ttrasl ............6

Netten & Guilleaume ........o

Gesellschaft für 15lektrische Unter-

nehmungen............... 4

Rheinische Elektrizität ........5

Schuckert L lLo..............o

Siemens & Halske...........r

Lahmeyer L Lo..............io

Buderus ...................o

Deutsche Erdöl .............4

Gelsenkirchener..............0

Harpener................... o

Hoesch ÄsenKöln-Neueisen.. 0

Ilse Bergbau ............7

Ilse Bergbau Genüsse........ 7

nlöcknerwerke ...............o

Mannesmann-Röhren........0

Mansselder Bergbau.........0

Oberschles. Kokswerke.........0

Phönir Bergbau............. o

Rheinische Braunkohlen ......10

Rheinstahl................<

19

'9,65

93

53

73 61,75 154,5

31,25

98,5 57,25

84,25

90,5 124,5 121,25

44,9

91,25 52,5

101,5

63,9

25

36,4

19,13

19,75

46

93

53

73

61,75

158

31,75

84

97

59

83,7j 95.5 89,75

124

122,5

44

91

53

80.5

101

47

63,25

25

35,25

183

75,5

19,13

28.5 19.9

46

53,5

73 61,75 154,5

31,13

84

98

57

84,75

96,5

90 124,25 120.5

44,75

91

52,4 83.25

54 135,25

101

46,9

63,65

25

74,5

36,25 185

76,65

19

29,5 19,75

46.4 92.75

53,5

73 61,75 156,25

30,65

83,25 96,5

58,25

83,5

94,5

89

124

122

43,75 91,25

52.5

81,5

52.65

135 101,5 46.5 63.4

25

73

35,5 185

75 65

Bereinigte Stahtroerte........o

Ltavi Minen ...............o

Jtaliioerle Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........ 6

Kaliwerke Salzdetfurth.......k

3 ®. Farben-Industrie....... 7

Scheideonstalt...............10

Goldschmidt ................o

Rütgerswerke............... 0

Metallgesellschasl.............0

Philipp Holzmann...........0

Zementwerk Heidelberg ......4

Zementwerk Kartstadt.........O

Wayb & Freytag ............O

SchultheiS Patzenhoser........0

Aku (Allgemeine Kunstseide) ... O

Bemberg...................0

Zellstosi Waldhos............0

Zellstoff Aschaffenburg .......o

Dessauer ®a3 ............... 7

Daimler Motoren............ o

Deutsche Linoleum ..........0

Orenstein & Koppel ..........0

Leonhard Tietz.............. 6

5 habe......................13

Griyner....................O

MainkrastwerkeHöchst a.A. ... 4 Süddeutscher Zucker ....... s

35.65

114,5 119 175

103,9 162,6

40,25 45

38,25

63 53,9 5?5

42

55,5 .7,25

28

21,5

43

44,5 147

32,5 70

140

35,13

17

114,5

118,5

174

102,75

152,5

38,25

47

38

62,5

53,5

5,25

41,75

54

47,5

27,25

20,75

42,5

46

146

31,5

73,75

140,75

35,75 16,75 114,5 .18.5

175

104,25

40

45,5

38

63

5,65

110,25

40,9

54

47,25

28

111.5

21,4

43

45,75

45,25

147

1

140

34.75

16,9

114 118,75 174,25

102,75

38,60 46,75

38

63,4

5,5

110,5 41,25 51,25

46.75

27,5 111,75

20,5

42,13

43

46,5

144

32,9

138

11. Januar

12-Januar

Amttichr Geld

Dotierung Brie

Amtliche Geld

)ioticrunu

Sric

Helsingtov».

6,214

6,226

6,214

6.226

Wien......

51,95

52,05

51,95

52.05

Prag......

12,465

12,485

12,465

12.485

Budapest ...

Sofia .....

3,057

3,063

3,057

3.C63

Holland ...

169,33

169.67

169,23

169,57

Oslo.......

72.73

72.87

72,73

Kopenhagen.

73,13

73,27

73,13

73,27

Stockholm..

76,92

77,08

76,97

77,13

London .....

14,11

14,15

14,11

14,15

Buenos Airet

0,858

0,862

0.858

0,3 2

Neuyork...

4,209

4,217

4.209

4,217

Brüssel ....

58.34

53.46

58,34

58.46

Italien.....

21,54

21,58

21,5

21.58

Paris.....

6.425

16,465

16,42

16,46

Schweiz ...

81,00

81,16

89,97

81,13

Spanien...

34,43

34,49

34.41

34,47

Danzig....

81,72

81,88

81.72

81.88

Japan.....

0,869

0,871

0.869

0.871

Rio De Ian.

0,239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien

5,554

5.566

5.554

5.566

Lissabon ...

12,85

12.87

12,85

12,87

Berlin, 12- Januar

Geld

23rle?

Amerikanische Noten..............

4,20

4,22

Belgische Noten..................

58.18

58.42

Dänische Noten ................

72,75

73.05

Englische Noten .................

14.07

14,13

yranzostsche Noten...............

16,38

16,44

Holländische Noten...............

168,86

169.54

Italienische Noten................

21,48

21,56

Norwegische Noten ..............

72,55

72-85

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

76,80

77,10

Schweizer Noten.................

80,79

81.11

Spanische Noten...............

34.27

34,41

Ungarische Roten...............