Ausgabe 
12.12.1933 Drittes Blatt
 
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pftegh CeffiesBEung wer-« bestehen, auch wenn alles andere vergehe. (Lebhafter Beifall!)

3m weiteren Verlauf des Kursus beschäftigte man sich noch in eingehenden Aussprachen mit den Fragen der Ausbildung von Jugendlichen zu Schiedsrichtern. Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die bereits erlassenen Bestimmungen eingehalten werden. Auch zur Schaffung einer Dungliga-Klasse, deren Zustandekommen begrüßt werden würde, nahm man Stellung. Mit kurzen Erörterungen über die Möglichkeiten einer Selbst­verwaltung der 3ugendabteilungen wurde der an» regende Kursus geschlossen.

Beschlüsse der Aeichöregierung, (Schutz der Sportanlagen.

Da« Reichskabinett hat in seiner Sitzung am Freitag ein Gesetz über die Beschränkung der Nach­barrechte gegenüber Betrieben, die für die Dolks- «rtüthtifli .ifl von besonderer Bedeutung sind, be­schlossen. Danach wird eine Klage auf Einstellung solcher Betriebe wegen nachteiliger Einwirkungen auf benachbarte Grundstücke ausgeschlossen. Auch die Klage auf Herstellung von Einrichtungen, die die nachteiligen Einwirkungen mindern, fällt weg. Es handelt sich hierbei um einen besonderen Schutz für Anlagen zur Pflege aller Arten des Sports.

Oie deutsche Leichtathletik-Ordnung erschienen.

Die Leichtathletik-Ordnung des Deutschen Leicht- othlctik-Derbandcs wird soeben bekanntgegeben. Als Punkt 1 dieser Satzung wird festgelegt, daß die Führung des gesamten deutschen Leichtathletik- Betriebes dem Führer des Deutschen Leichtathletik- Verbandes (DSB ) untersteht. Lediglich Volksturn- Veranstaltungen, wie Kreis-, Gau- und Deutsche Turnfeste sowie Bergfeste unterstehen der Deut­schen Turnerschaft. Für den gesamten deutschen Wettkampsbetrieb haben nur die Leichtathletik-Wett­kampsbestimmungen und Wertungsmethoden der DSB Gültigkeit. Bei der Durchführung des prak­tischen Betriebes soll das Hauptaugenmerk zukünf­tig auf den Mannschaftskamps gerichtet werden. Der internationale Verkehr liegt in Händen der DSB

Radballweltmeifter geschlagen.

Der zweite Start des Weltmeisters im Zweier­radball erfolgte am Sonntag in Oppeln und brachte im Endkampf eine große Ueberraschung RV. Diamant Chcrnitz nahm im Schlußkampf eine glückliche Revanche an seinem Bezwinger vom Vortage in Breslau und schlug die Frankfurter

nach Spielverlängerung mit 11:10 (7:7, 3:4). Es war ein etwas glücklicher Sieg, da sich beide Mann­schaften vollkommen ebenbürtig waren und nur ein Zufallstreffer die Entscheidung brachte. Vor­her hatte Chemnitz Adler Breslau mit 8:1 (6:1) und RD. Oppeln mit 9:3 (4:2) geschlagen, wahrend Frankfurt über Flott-Teutonia Breslau mit 8:2 (5:0) erfolgreich war.

Oie Spiele in Bayern.

1860 München SpDgg. Fürth 0:2: Wacker München FV. Würzburg 04 2:2: 1. FE. Nürn- berg Bayern München 2:2: ASD. Nürnberg FC München 2:3; Schwaben AugsburgJahn Regensburg 2:1; FC. Schweinfurt 05 FE. Boy- reuth 5:3.

50Iahre Turnverein Grünberg.

Einweihung der erweiterten Turnhalle.

Der Turnverein (Brünberg leitete die Feier seines 50jährigen Bestehens mit einem Kirchgang ein. Anschließend wurden auf dem Friedhof an den Gräbern der verstorbenen Gründer und Vorstands­mitglieder Kränze niedergeleot. Der Nachmittag vereinigte eine stattliche Besucherzahl in der neuen Halle. Nach dem Einmarsch des Vereins eröffnete ein Sprechchor, der auf den Weg der Deutschen Turnerschaft hinwies, die eigentliche Feier. Für die Deranskaltuna war eine aus den besten Geräte­turnern des früheren Gaues Hessen bestehende Riege unter Leitung von Gauoberturnwart Paul (Gie­ßen) gewonnen worden. Ihre Darbietungen an den drei Geräten: Pferd, Barren und Reck, die sie noch durch Vorführung einiger Kunstfreiübungen ergänz­ten, standen auf hoher Stufe turnerischen Könnens und lösten großen Beifall der Zuschauer aus. Tur­nerische Vorführungen des Vereins, ein Reigen der Schülerinnen und die Stuttgarter Freiübungen der Turnerinnen vervollständigten die rein turnerischen Darbietungen.

Der Dereinsführer, Lehrer Wenzel, richtete Begrüßungsworte an die Vertreter der Stadt, an die politische Leitung der hiesigen NSDAP, und an die Turnfreunde des ehemaligen Gaues Hessen. Unter andern waren neben Gauoberturnwart Paul mit seiner Riege erschienen: Ehrenkreisver- treter Pfeiffer (Wetzlar), Ehrengauoberturnwart Will (Gießen), Kreisturnwart Schüler (Wetz­lar), Gaufchwimmwart Sauer (Gießen) u. a. Er schilderte den Entwicklungsgang des Turnvereins Grünberg, gedachte der Verdienste der Gründer und früheren Vorstandsmitglieder des Vereins, deren Andenken, sowie das aller verstorbenen Mitglieder und namentlich das der im Weltkrieg gefallenen zwölf Bereinsmitglieder er durch Erheben von den Sitzen ehren ließ. Besondere Dankesworte widmete er dem einzigen noch lebenden Mitbegründer, dem 85jährigen Zigarrenfabrikanten Heinrich Möser, der leider durch seinen Gesundheitszustand am Er­scheinen verhindert war.

wie der Herein Im Jahre 1897 diese Halle mit hilse der Bürgerschaft errichtet Hobe, so sei ihm auch diesmal durch die Unterstützung von Turn­freunden und Gönnern und mit Hilfe der Stadt die Erweiterung und Erneuerung der Halle möglich gewesen.

Ihnen allen zollte er Donk, ebenso den beteiligten Handwerkern und Arbeitern, sowie dem Bauleiter, Architekt Balser, für den wohlgelungenen Bau. Mit dem Wunsche, daß die Halle allezeit eine Pflege st ä 11 e treuer turnerischer ar­beit sein möge, sowie auch den Interessen ber, Stadt und ihrer Bewohner dienen möge, weihte er sie aufs neue. Er ließ seine Ansprache ousklingen in ein dreifachesSieg-Heil!" auf unsere obersten Führer: Reichspräsidenten von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler. Der Rede folgte der Gesang von je einer Strophe des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes.

Irn Namen der Stadt übermittelte Bürgermeister Dr. Mildner dem Verein herzliche Glückwünsche und betonte, daß die Stadt die erzieherische Arbeit des Turnvereins an der Jugend zu würdigen wisse und dem Turnverein helfend und fördernd zur Seite stehen werd'e. Seine Ansprache klang aus in einem Gut Heil! auf den Iubelverein. Für die NSDAP, überbrachte Propagandaleitcr Harder Grüße und Glückwünsche und wies besonders darauf hin, daß er es für seine Pflicht erachte,

das von dem Verein durch den Umbau der halle geschaffene gemeinnützige Werk in jeder weise zu unterstützen.

In tiefgründigen Worten sprach Ehrenkreisvertreter Pfeiffer (Wetzlar) über die Ziele der DT. und ihre Arbeit als Dienst an Volk und Vaterland. Sein Gut Heil.'- galt der Deutschen Turnerschaft. Die Glückwünsche der übergeordneten Stellen, Gau und Kreis, übermittelte (Bauoberturnroart Paul (Gie­ßen). An eine Anzahl langjährige Vorstandsmit­glieder, die sich um den Verein, sowie um die

Turnsache Verdienste erworben haben, konnte et Auszeichnungen verleihen: Schreinermeister Frig Gehringer den Ehrenbrief des seitherigen Mittelrheinkreises, ferner Dermessungsral i. R. Lichtenfels, Geometer i. R. Henkel, Buch­händler Büttel und Zigarrenfabrikant K.. f e r den Ehrenbrief des seitherigen Gaues Hessen. Anschließend übergab Lehrer Wenzel an vier langjährige, treue Mitglieder des Vereins Urkun­den über deren Ernennung z u Ehrenmit­gliedern : Altbürgermeister Jäckel, Spengler­meister Jakob Vo n-Ei ff, Bäckermeister ®g. Fuldat und Buchhändler C. Seim. Das Gut- Heil auf die Geehrten brachte (Bauoberturnroart Paul aus, während Altbürgermeister Jäckel in deren Namen den Dank abstaltete. Die in den Pau­sen gesungenen alten TurnerliederEin Ruf ist er- klungen",Wenn der Jugend Ideale"' undD Deutschland hoch in Ehren", sowie flotte Musikstücke der Feuerwehrkapelle unter Leitung von Kapell­meister Horst umrahmten die Feier, die mit Dan- fesroorten von Lehrer Wenzel an die Redner und alle Mitwirkenden schloß.

Brieffasten der Bedoffion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit ber Schriltieitung >

A. v. In w. Das Entschuldungsversahren nach dem Entschuldungsgesetz kommt nur bei nachweisbarer Ueberschuldung eines landwirtschastlichen Betriebes in Betracht. Die Eröffnung des Verfahrens ist von Voraussetzungen abhängig, die in dem Befifcftanb und den Schuldverpflichtungen begründet sind. Zwecks Aufklärung in Ihrem Falle wenden Sie sich am besten an die Entschuldungsstelle beim Amts­gericht Gießen.

HÖas ich in den Hasche habe?- natürlich auch Panflavin» Pastillen, die Sie eben» falls stets bei sich tragen sollten denn sie bieten wirksamen Schutz vor

Erkältung,

Halsentzündung,

Grippe.

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Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 2. Dezember 1933 eingetragen die Firma Spedilions- und Lagerhaus- Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist: Speditions-, Fracht- und Lagergeschäft aller Art. Das Stammkapital beträgt 20 000 Reichsmark. 3u Geschäftsführern sind bestellt: Otto Dinslage, Kaufmann, und Ernst Dinslage, Kaufmann, beide in Gießen, Hindenburgwall 18. Der Gesell- schostsvertrag ist am 27. November 1933 festgestellt. Zur Vertretung der Gesellschaft ist jeber der beiden Geschäftsführer allein berechtigt. Die Bekanntmachungen der Ge- sellschaft erfolgen nur im Deutschen Reichs- airzeiger. 74640

Gießen, den 7. Dezember 1933.

Hessisches Amtsgericht.

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Leiden erlöst worden.

Gießen (Mflusburg 12), den 11. Dezember 1933.

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Familie Plank.

Gießen (Crednerstraße 26). den 12. Dezember 1933.

Die Beerdigung fand am 10. Dezember in Menden statt

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im 56. Lebensjahre.

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Die Trauer feier vor der Einäscherung findet am Donnerstag, dem 14. Dezember, nachmittags */a2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

Am Sonntagabend entschlief plötzlich und unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter

Frau Therese Helene Hornberger

In tiefem Schmerz

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen t

Namens der Hinterbliebenen: Heinrich Mack II., Sparkassenrechner Louis Mack, Landwirt

Steinbach, den 11. Dezember 1933.

Beerdigung: Mittwoch, den 11 Dezember, nachmittags um 3 Uhr.

Heute morgen 5 Uhr starb unser lieber Vater. Schwiegervater, Groß­vater. Urgroßvater und Bruder

Heinrich Mack L, Maurermeister

Im 90. Lebensjahre.

In tiefer Trauer:

Anton Zurwonne

und Frau Martha, geb. Schröpfer Grete Zurwonne.

Familie Carl Janz.

Gießen, den 12. Dezember 1933.

Die Traucrfeler findet am Mittwoch, dem 13. Dezember, nachmittags

2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

Am 7. d. M. verschied nach dreitägigem Krankenlager in Menden a. d. Sieg unerwartet mein lieber Mann, mein treuer Sohn, unser lieber Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Neffe

Heinrich Plank

Im Alter von 30 Jahren.

Unser Heber, einziger Sohn und Bruder

Hans Zurwonne

Ist heute im Alter von 30 Jahren von seinem langen, schweren

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