Ausgabe 
12.12.1933 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Arbeitsdienst und Bienenzucht

Oberheffen

S.Jl-ifport

Kußball-TerminedesGaueSNordhefsen ^urgn

17. Dezember: Sport Kassel FC. 93 5)a- iu, Chattia Kassel Spielverein Kassel, Kurhes-

JeamtenWIungstagung des Kreises Schotten

Gedenket der hungernden Vögel!

Kurhessen Kassel;

2 8. Januar: Spielverein Kassel Hessen , Hersfeld, VfB. Friedberg Borussia Fulda, Kur- |

Schulungskursus der Kreisjugendleiter

Thema

warum Schulung?

Der Fußball-Fachwart des Gaues XII (Nord­hessen) gibt jetzt die Gauliga-Terminliste für die zweite Spielserie wie folgt bekannt: __

neu, Chattia Kassel _, .....

sen Marburg VfB. Friedberg, SC. 03 Kassel Hessen Hersfeld;

2 4. Dezember: Kurhessen Kassel Chattia

Kassel;

2 5. Dezember: Spielverein Kassel Sport Kassel;

2 6. Dezember: VfB. Friedberg FC. 93 Hanau, Hessen Hersfeld Borussia Fulda;

31. Dezember: Kurhessen Kassel VfB. Kurhessen Marburg, SC. 03 Kassel Spielver­ein Kassel;

7. Januar: FC. 93 Hanau Chattia Kassel, Spielverein Kassel Borussia Fulda, VfB. Fried­berg Kurhessen Kassel, Sport Kassel Kur- hessen Marburg;

14. Januar: SC. 03 Kassel Sport Kassel, FC. 93 Hanau Hessen Hersfeld, Kurhessen Mar­burg Borussia Fulda, Spielverein Kassel Kurhessen Kassel;

21. Januar: Chattia Kassel VfB. Fried­berg, FC. 93 Hanau Kurhessen Marburg, Bo­russia Fulda SC. 03 Kassel, Sport Kassel

- ; 1 FC. 93 Hanau, Kurhessen Mar-

... Chattia Kassel;

4. Februar: SC. 03 Kassel Chattia Kas­sel, Borussia Fulda FC. 93 Hanau, Hessen Hers- seld Kurhessen Marburg, Sport Kassel VfB.

Beitrag zur Partei bezahlt, 1,30 Mark, für Nichtmit- glieder der Partei 2,30 Mark. Jeder Beamte erhält ein Sterbegeld von 600 Mark. Zum Schlüsse seines sehr lehrreichen Vortrags forderte der Redner auf, zur Anmeldung in die einzige Standesorganisation, die es in Zukunft nur noch für die Beamten geben wird, den Reichsbund der deutschen Be­amten. (Stürmischer Beifall.)

Pg. Hertel dankte dem Redner. Kreisleiter der NSDAP. K r o m m forderte alle Beamten zur Mit­arbeit auf und sprach mit großer Wärme und Sach­kenntnis über die Idee des Nationalsozialismus.

Als zweiter Redner sprach Pg. Bocher über das

hat erklärt:In Zukunft kann nur der Beamter werden, der das Vertrauen des Volkes hat." Das Programm des Nationalsozialismus kennt keine Sonderstellung des Beamtentums. Die Arbeiter der Stirn und Faust sollen nach dem Willen des Füh­rers zusammenstehen. Die gesamte deutsche Beamten­schaft wird organisiert im Reichsbund der Deutschen Beamten, an dessen Spitze Pg. Neef steht mit fol­gender Gliederung: Reichsleitung, Gauleitung, Kreis­leitung, Ortsleitung und zwar in 14 Fachgruppen. Aus 900 verschiedenen Beamtenorganisationen soll ein Gebilde werden. Der Beitrag beträgt für jeden Beamten, der Parteimitglied ist oder als Anwärter

Er erklärte, daß wir alle Kräfte des Volkes zur Aufbauarbeit benötigen und daß das Berufsbeam- tentum in vorderster Front stehen müsse. Der Zweck der Schulung sei, beim Volke das Verständnis für die Arbeit des Führers zu erwecken. Die Schulung sei mehr Sache des Herzens, als Sache des Ver­standes. Deswegen werde die Schulung in die Hände von überzeugten Nationalsozialisten gelegt und nicht in die Hände von Gelehrten. Schulung sei aber nö­tig, weil der Nationalsozialismus die Weltanschau­ung der kommenden Jahrhunderte jein werde. Der Beamte hat die Pflicht, dafür zu sorgen, daß die mühsam geschaffene Volksgemeinschaft fest verankert werde. Ausführlich referierte Pg. B o ch e r über den Liberalismus des vergangenen Jahrhunderts, er­innerte an die Augusttage des Jahres 1914, die be­wiesen hätten, daß der Kern des deutschen Volkes gut sei, geißelte die geheime Zersetzungsarbeit des Mar­xismus in den letzten Kriegsjahren, schilderte den Kriegsausgang und die politische Entwicklung nach 1918. Nach einem kurzen Rückblick auf das Werden der Bewegung gab Pg Böcher eine tiefgehende Erklärung des BegriffesNationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei", wobei er dem maristischen Sozialismus den deutschen gegenüberstellte. Die Aus­führungen auch dieses Redners fanden bei den Zu­hörern reichen Beifall.

Nach dem Dank des Versammlungsleiters, Pg. H e r t e l, gab der Beamtenschulungsleiter des Krei­ses Pg. Dr. M e u e r , die Richtlinien bekannt, nach denen lm Kreise Schotten die Schulung durchgeführt werden soll.

Um 16.30 Uhr wurde die anregende Tagung in der üblichen Form geschloßen.

D Lich, 11. Dez. Dank des Interesses, das man in unserer Stadt dem Stadttheater Gießen entgegenbringt, ist es auch jetzt wieder gelungen, für den heurigen Winter eine Theater­gemeinde zu gründen. Die Teilneymer ver­pflichten sich, vier Vorstellungen des Stadttheaters zu besuchen. Die Intendanz des Stadttheaters hat es ermöglicht, daß man schon für zwei Mark, ein­schließlich Autobusfahrt bis vor das Theater und wieder zurück in unsere Stadt, einen guten Platz bekommen kann. Eine noch stärkere Beteiligung aus allen Kreisen unserer Stadt ist dringend zu wünschen, zumal die Bedingungen sehr günstig sind.

Streid Zrievvcrg

8 Münzenberg, 11. Dez. Die Eintopf- s a m m l u n g am 3. Dezember ergab in unserer Gemeinde 63,45 Mk. Die Geldsammlung am 3. Dezember erbrachte 33,30 Mk. Die Leerung der Zwillingspfennigbüchsen in den Geschäf­ten brachte in dem Geschäft Wühlern Karl (Diehl): 2,57 Mk., Heinrich Köhler: 1,01 Mk Winter-Schä­fer: 0,25 Mk., das sind zusammen 3,83 Mk. Bei jedem Einkauf von 1 Mark sind sowohl vom Käu­fer, als auch vom Kaufmann je ein Psennig einzu­werfen. Wer eine rechte soziale Einstellung hat, wer ein rechter Nationalsozialist ist, wird sich dieser kleinen Zumutung, die noch lange kein Opfer ist, gern und getreulich unterziehen. Die zweite von Schulkindern vorgenommene K a r t o f f e l s a m m- l u n g für die Winterhilfe ergab als freiwillige Gabe 32 Zentner Kartoffeln, wodurch sich unsere Kartoffelgabe auf 478 Zentner erhöht. Hiervon harren nach Deckung unseres Eigenbedarfs von 12 Zentnern noch 120 Zentner der Abholung. Unsere Getreideabgabe erbrachte 120 Zentner Ge­treide, nämlich 61 Zentner Korn und 59 Zentner Weizen. Der Weizen wurde vor einiger Zeit in die Mühle Christ-Griedel und das Korn in unsere Jun­kermühle (Sarnes) zum Vermahlen gefahren. Außer diesen beträchtlichen Abgaben und freiwilligen Spenden gingen in unseren Pfarreien bei einer Kartoffelsammlung für das Elisabethenstift in Darmstadt, bei der sich ein einziger Haushalt vom Geben ausschloß, noch 55 Zentner Kartoffel (39 Zentner in Münzenberg und 15 Zentner in Trais- Münzenberg) ein. Ein Ergebnis, das zwar hinter dem vorjährigen zurückblieb, aber in Anbetracht der Winterhilfsammlungen doch jede Erwartung um ein Erhebliches überstieg. Die Ergebnisse der Win- terhilfssammlungen beziehen sich nur auf Mün­ze n b e r g. Trais-Münzenberg sammelte als selbst­ständige Gemeinde für sich.

Kreis Schotten.

Laubach, 11. Dez. Dieser Tage sprach hier Missionar Blümer von der Leipziger Mission über seine fast 25jährige Arbeit unter den Masai am Meruberg im früheren Deutsch-Ostafrika; die Veranstaltung hatte leider nur schwachen Besuch. Weiter sprach er an einem Abend in kleinerem Kreise, und am Mittwoch in der Realschule für deren Schüler und die Dbertlaffen der Volksschule.

Preufcen.

Kreis Wetzlar

* Krofdorf-Gleiberg, 11. Dez. Die Samm­lung am Tag des Eintopfgerichtes ergab hier den Betrag von 210,10 Mark.

Friedberg;

11. Febuar: Kurheffen Kassel SC. 03 Kassel, Kurhessen Marburg Spielverein Kassel, Chattia Kassel Sport Kassel;

18. Februar: Spielverein Kassel FC. 93 Hanau, Sport Kassel Hessen Hersfeld;

2 5. Februar: SC. 03 Kassel VfB. Fried- berg, Chattia Kassel Hessen Hersfeld, Borussia Fulda Sport Kassel;

4 März: Kurhessen Kassel Borussia Fulda.

Fußball-Traditionskämpfe bleiben bestehen.

Der Deutsche Fußball-Bund hat beschlos­sen, die Repräsentativspiele der früheren Lan­desverbände unangetastet zu lassen. Der frü­here We st deutsche Spielverband wird die guten sportlichen Beziehungen zu den Nachbar­ländern weiter aufrechterhalten. Es sind für die westdeutsche Auswahlmannschaft bereits nachstehende Spiele abgeschlossen: am 25. Februar gegen Bel­giensRote Teufel" in Brüssel, am 29. April gegen Luxemburg in Trier, am 27. Mai gegen Ostholland voraussichtlich in Nymwegen und vielleicht noch ein weiterer Wettkampf Nordfrankreich West­deutschland am 18. Februar in Lille:

zemder 1933 amtlich gezählten 11385 tragfähigen ubftbäume nur ein paar armselige Kümmerlinge.

Die Imker müssen nach den heutigen Zucker preijen im herbst 900 Mark aufbringen, um ihre Völker einzuwintern, legen also 8 Pfennig pro Baum an, um die Befruchtung zu ermög­lichen.

Gäbe auf gleiche Schultern verteilt zu Lasten eines jeden Baumes 4 Pf. Zu allerletzt würden die Imker diese kleine belehrende Rechnung als Lo­sung in Erwägung ziehen. Eine Saalweide in jedem Garten würde die natürliche Lebensgemeinschaft zwischen Obstbau und Bienenzucht Herstellen und würde sich für beide Teile lohnender auswirken.

Der Erhaltung und Verbesserung dieser Lebensge­meinschaft zwischen Landwirtschaft im engeren und Landschaft im weiteren Sinne dient indirekt ein Er­laß des preußischen Ministers für Landwirtschaft, Do­mänen und Forsten. Der Minister nimmt Stellung zur Heranziehung des Freiwilligen Arbeitsdienstes zu der Meliorisationstäkigkeit und zu sonstigen Kultur­arbeiten und verlangt, daß bei diesen Arbeiten nicht ausschließlich nach technischen Rücksichten verfahren werde, sondern womöglich

Rücksicht auf Naturschutz und Landschaftspflege genommen werde, damit das charakteristische Land­schaftsbild gewahrt bleibe; besonders das sinnlose Abholzen von Baumgruppen oder Wegschlagen von Gehölz und Strauchwerk längs der Flüsse soll unter­bleiben. Wo durch diese Arbeiten Naturdenkmäler gefährdet oder beschädigt werden und vor Eingrif­fen in Naturschutzgebiete soll der sachkundige Rat der Staatlichen Stelle für Naturdenk - malpflegeinPreußenzu Berlin-Schöneberg rechtzeitig eingeholt werden, deren Direktor in einer sehr beachtenswerten Flugschrift einenAppell der deutschen Landwirtschaft an den Arbeitsdienst" rich­tet. Er fordert in dieser Schrift: Die Kultivierung von Oedland darf nur in Angriff genommen werden, wenn der wirtschaftliche Erfolg gewährleistet ist; bei Eingriffen in das Landschaftsbild soll die Harmonie des Ganzen möglichst ungestört erhalten bleiben, da­mit sie dem Naturempfinden des deutschen Men­schen entspreche; Naturdenkmäler und Naturschutz­gebiete dürfen nicht angetaftet werden,

der Arbeitsdienst muh sich des praktischen Na­turschutzes annehmen.

Das ist also die große Aufgabe, diö dem Arbeits» dienst gestellt wird. Sache der landespflegerischen Vereine und der Jmkerschaft bliebe nur, beratende Kräfte zu feiner Verfügung zu stellen. In gemein­samer Arbeit könnte durch bewußte Landschaftsge­staltung vieles wieder gut gemacht werden, was in vergangener Zeit verdorben wurde.

Ungefährlich, mächtiger Feindbund! Weder Er­tappte Rüstung, noch neue Waffe! Harmlos, lieber Arbeitsdienst! Die Bienen werden Dich nicht stechen!

Weshalb aber diese neuen, noch nicht gehörten Beziehungen'? Zunächst: Wer weiß, daß schon vor dem Kriege die Deutsche Bienenzucht durch die di­rekten Erträge an Honig und Wachs 35 Mill Mark erbrachte, daß sie damit dem Gesamtertrag der Deutschen Hochseefischerei die Wage hielt und fast den des Weinbaues er­reichte? Wer kann sich aber vorstellen, daß direkte und indirekte Werte (Obst- und Samenerzeugung) die Erträge der preußischen Staatsforste übertref­fen? Wer aber würde es wagen, Bienenzucht und Staatsforst in einem Atemzug zu nennen?

Also unter die Imker in dieser schweren Zeit! Ge­mach, gemach! Wissen Sie auch, daß die Bienenzucht das Aschenbrödel der Landwirtschaft ist und daß sie sich verzweifelt wehrt, die Rolle desdreizehnten Ferkelchens" zu spielen? Der heutige Wirtschafts­kampf zwingt die Landwirtschaft zur intensiven Bo­denbewirtschaftung, infolgedessen blüht zwischen dem Wiesenschnitt und den Hackfrüchten nichts mehr auf dem Felde, der Tisch wird allzufrüh abgeräumt. Da­für sorgte besonders die Verkoppelung: Da dehnt sich nun von Wald zu Wald eine kilometerweite ein­tönige Ackerbreite, des lieblichen Charakters der Deutschen Landschaft beraubt, weil Hecken und Feld­raine niedergelegt wurden, so daß nur eine geome- trifierte und betonifierte Landschaft übrigblieb.

Damit verschwanden beträchtliche Bestände mit ausdauernden Blumen, mit Sträuchern und Bäumchen, die den Bienen das ganze Jahr hin- durch einen gedeckten Tisch Daten.

Diese Eingriffe waren mancherorts so stark, daß man wohl sagen kann, daß auf Naturschutz und Landschaftspflege keine Rücksicht genommen wurde.

Nicht ungestraft hat der Mensch schon oft die natürlichen Lebensgemeinschaften der Natur durch allzuscharfe Eingriffe gestört: Man unterdrückte den Mischwald zugunsten des nutzbringenderen Nadel­waldes und nahm den Vögeln die Nistgelegenheit; da konnte sichNonne" und Prozesfionsspinner so vermehren, daß ganze Gebiete kahl gefressen wur­den. Und dort, wo man die Raubvogel ganz und gar ausrottete, durchwühlten Mäuse die Dämme, bis Dammbrüche die Jahresernte einer ganzen Tiefebene zerstörten. Auch das natürliche Verhältnis der Bie­nenzucht zur Landwirtschaft ist zerstört: Im Früh­jahr reichen die Bienen zur guten Befruchtung aller Obstbäume noch nicht voll aus, wenn aber der Sen­senschlag über die Wiesen erklungen ist, fehlt es den Bienen vielfach an Tracht.

In einer Kreisstadt in der Nähe Kassels stehen 150 Bienenvölker; ohne sie brächten die am 1. De-

sluhnahme auf die einzuschlagende Marsch­richtung.

Diese neue Entwicklung sei eingeleitet worden durch die Einführung des Reichssportkommisfars.

Der Staat habe, so glaube er, der Redner, kein Interesse daran, daß die Vereine und Verbände erlöschen. Der Staat brauche die Tradition, das fachliche Wissen und nicht zuletzt auch das wirtschaftliche Vermögen der Ver­eine. Leibesübung aber werde nicht mehr nur Selbstzweck fein, sondern Mittel zur Ein- und Unterordnung. Erziehung vom Leibe her fei die biologische Grundlage der Arbeit am ganzen Men­schen. Man habe es also nicht mehr allein mit der Beherrschung der technischen Materie zu tun.

Leibesübung werde das Fundament einer zu steigernden Volkskraft.

Nur kräftige Männer und Frauen sicherten den Bestand der Nation. Leibesübung werde auch nicht mehr freiwillig gepflegt werden bzw. in das Er­messen des Einzelnen gestellt fein, sondern Ver­pflichtung und Dienst. Wer es nicht freiwillig tue, der werde vielleicht gezwungen, feine Leistung für den Staat zu erhöhen.

Für den Sport und das Turnen werde nun die Frage auftauchen, was zu tun fei. Darauf lasse sich antworten: Vereine und Verbände müßten auf dem Poften bleiben, müßten Vernachlässigtes nach­holen; wahrhafte Leibesübung brauche sich aber nicht zu ändern, wenn sie völkisch sei. Leider sei die Sportbewegung in zu viele Fachverbände organisiert gewesen, die Arbeit zu speziell geleistet worden, das Streben sei häufig einseitig gewesen. Dem Sport sei auch der Vorwurf zu machen ge- wesen, daß er zu liberaNstisch gehandhabt und ge­führt worden fei.

Das Spotfleben im neuen Staat müsse der Ausdruck der Kraft und des Mutes des Volke» werden.

Sport werde, wenn er völkisch fundiert sei, ein "Faktor deutschen Kulturwillens sein. Völkisch ge»

Landkreis Gietzen.

Wies eck, 12. Dez. 3m hiesigen Lichtspielhaus läuft heute und morgen der Film 111 e r j u n g e Q u e j."

X Wiefeck, 11. Dez. Gestern wurden in der Kirche abends (und nachmittags für die Schul- jugend) zwei interessante Filmostoferien vorge,ührt. Der StreifenWechnachtssitten und Gebräuche in aller Wett ' führte die Zuschauer an Hand von Ge­mälden, Zeichnungen und Aufnahmen in die ent­ferntesten Lande. Die nächste Lichtbildserie brachte, zusammengestellt von Dr. von Kügelgen,Weih­nachten in der bildenden Kunst", in der gezeigt und von Pfarrer Sattler erläutert wurde, daß die ersten Darstellungen der Geburt Christi sich in den Katakomben Roms befinden, die ersten Gemälde bis zum vierten Jahrhundert zurückreichen.

8 Alten-Buseck, 10. Dez. Am Freitagabend fand im Saale von Wilhelm Rühl ein Licht- bilderoortrag über unsere frühere süd- w e st a f r i k a n i s ch e Kolonie statt, wozu als Rednerin Fräulein Schuhmacher gewonnen war. Die Vortragende verstand es, in fesselnden und mit feinem Humor erfüllten Ausführungen den zahl­reich erschienenen Zuhörern ein klares Bild über unsere ehemaligen Kolonien zu zeichnen. Reicher Beifall belohnte die Rednerin am Schluffe ihres interessanten Vortrages. Pg. Dr. Röder- Gießen sprach dann noch in kurzen, packenden Worten über die hohe wirtschaftliche Bedeutung und die dringende Notwendigkeit des Wiederbesitzes dieser uns unrecht­mäßiger Weise entrissenen Gebiete. Seine Ausfüh­rungen fanden ungeteilte Zustimmung. Mit einem Sieg-Heil" auf unseren Führer und mit dem Horst-Wessel-Lied wurde die Veranstaltung geschlos­sen.

> Großen-Buseck, 11. Dez. Am Sonntag, den 2. Advent, fand abends in der Kirche eine liturgische Advents feier statt, die sehr gut besucht war und einen schönen Verlaus nahm. In der reichhaltig ausgestatteten Liturgie wechselten Gesänge der Gemeinde und Adventsworte des Pfarrers ab, dazwischen fang ein Schülerchor alte, schöne Adventslieder. Neben dem zweistimmig ge­sungenenTochter Zion, freue dich!" wirkte das einftimmigeEs kommt ein Schiff geladen" sehr feierlich. Ferner wurden Adoentsgedichte vorgetra­gen, die die Gemeinde auf die frohe Adventsbot­schaft und auf die Bedeutung dieser Zeit des Kirchen­jahres als Wartezeit und Rüstzeit für Weihnachten hinwiesen Lichtträger und Lichtträgerinnen stellten mit passenden Worten ihre Adventslichter auf den Altar. In feiner Ansprache wies der Ortsgeistliche auf den tiefen Sinn der Adoentsfitten (Advents­kranz und -Stern u. a.) hin und mahnte, diesen Sitten wieder mehr Eingang in die Häuser zu verschaffen. Die wohlgelungene Feier hinterließ bei der Gemeinde einen tiefen Eindruck.

)( Climbach, 10. Dez. Die Viehzählung am 5. Dezember verzeichnete hier insgesamt 178 Stück Rindvieh, 132 Schweine, 21 Ziegen und 656 Stück Federvieh. Pferde, Schafe und Bienenstöcke sind in unserem Orte nicht vorhanden.

< Saasen, 11. Dez. Dieser Tage wurde in unserem Dorfe durch die Kreisleiterin Frau Harth (Allendorf a. d. Lda.) eine Ortsgruppe der NS. - Frauenfchaft gegründet. Der Frauen­schaft gehören bereits 31 Frauen und Mädchen an.

* Schotten, 10. Dez. Heute um 13 Uhr eröff­nete der Kreisbeamtenleiter Pg. Hertel die erste Schulungstagung für sämtliche Be­amte des Kreises Schotten. Der Singsaal der Turnhalle war dicht besetzt. Alle Fachschaften der Beamten waren vertreten. Von der Gaubeamten­abteilung waren der Propagandaleiter Pg. Bach­mann und der Schulungsleiter Pg. Böcher er­schienen. Nach Begrüßung durch den Versammlungs­leiter sprach Pg. Bachmann über:

Das Berufsbeamtentum einst und jetzt.

Der Redner ging aus von dem Worte Bismarcks über das deutsche Berufsbeamtentum:Von allen Ländern nachgeahmt, aber niemals erreicht!" Er be­zeichnete als Schöpfer des deutschen Berufsbeamten­tums Friedrich Wilhelm I. und Friedrich den Gro- ßen. Der Ausspruch des letzteren:Ich bin der erste Diener des Staates!", habe als Grundsatz für alle Beamten gegolten. Für das Berufsbeamtentum war die Revolution von 1918 insoweit eine große Gefahr, als es im Wesen der damals geschaffenen deutschen Republik lag, das Berufsbeamtentum zu beseitigen. Wenn nichr sofort damals das Beamten­tum beseitigt wurde, so nur deshalb, weil der No­vemberstaat das Beamtentum nicht entbehren konnte. Dem Berufsbeamtentum verdanken wir, daß der deutsche Staat 1918 nicht zugrunde ging Eine starke Belastung für das Berufsbeamtentum nach der Re­volution bedeutete die Hereinnahme solcher Elemente in die Beamtenschaft, die weder durch Vorbildung, noch durch Charakter die erforderlichen Qualitäten besaßen. Die Skandalaffären dieser Emporkömm­linge sind uns noch in guter Erinnerung. Sie waren die tiefere Ursache für die Hetze gegen die gesamte Beamtenschaft. Die systematische Herabsetzung des Beamtentums geschah durch Juden. In diesem Zu­sammenhang erwähnte der Redner unglaublich er­scheinende Zustände an der Karl-Marx-Schule in Neukölln unter Leitung des jüdischen Schulrats Lö­wenstein, belegte zahlenmäßig den jüdischen Einfluß in der Reichshauptstadt und sprach von der Unmög­lichkeit, gegen Juden einzuschreiten, da selbst aller­höchste Beamtenstellen von Juden besetzt waren. Nur einer konnte hier Abhilfe schaffen, und das war Adol Hitler. Es wurden Beamten-Arbeitsgemein- schaften gegründet, die die zivile SA. und SS. des Führers wurden. S-it der Machtergreifung hat die Hetze gegen das Vv.ufsbeamtentum aufgehört. Die Beamtenschaft wird ein neues Fundament bekom­men. Fragen der Besoldung und der Titel werden die 'Beamtentagungen im neuen Staate nicht mehr bekräftigen. Für die Beamtenschaft des nationalso­zialistischen Staates ist höchste Aufgabe das Hinein- wachsen in die Ideen der Bewegurm. Politisch neu­trale Beamte darf es im Dritten Reich nicht mehr geben. Wir verlangen von jedem Beamten freudiaes Bekenntnis zum nationalsozialistischen Staate. Die Gesinnung aller Beamten muß gleichgeschaltet wer­den Unwürdige Beamte werden ausgemerzt Dem diente bereits das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums. Daß das deutsche Beamtentum bei der Machtübernahme im großen und ganzen ge- sund war, beweist das Wort des Führers:Ich hatte ein solches gesundes Beamtentum erst schaffen müssen, wenn es nicht schon vorhanden gewesen wäre." Der Beamte im Dritten Reich muß sich fühlen als Glied des Volksganzen. Er muß dem Volke den National- fozialismus Vorleben. Reichsstatthatter Sprenger

3tveifer Tag.

Im Laufe des am Sonntagvormittag fortgesetzten Schulungskurses der Kreisjugendleiter beschäftigte man sich zunächst mit der Durchführuna der F r ü h- jahrs - und Herb st Waldläufe, die, so wurde angeregt, als Pflichtoeranstattungen gepflegt werden sollen. An diesen Waldläufen sollten auch die Fuhvallspieler teilnehmen. Kein Verein dürfte sich ausschließen. Die Termine würden amtlich fest­gesetzt und müßten strikte eingehalten werden. Auch in den Waldläufen solle der Mannschaftsgeist zum Ausdruck kommen.

Im Mittelpunkt der Tagung am Vormittag stand ein Vortrag von

üniversitätssporLlehrer Dr. Möckelmann der in fesselnder Weise über das ThemaSport und Staat" sprach

Alle Fragen des Sportes im Staate der Gegen­wart seien abzuleiten aus der nationalsozialistischen Bewegung. Der Führer habe klare Wege gewiesen. Die Gesundheit und Kraft der Nation fei ent­scheidend beeinflußt von der Gesundheit des Man­nes und der Frau. Der Sport erlebe gegenwärtig einen Geftaltwandel Der Charakter des Staates sei total und aus dieser Totalität heraus seien alle Veränderungen auf allen Gebieten des staatlichen und völkischen Lebens zu verstehen. Wie sich die neue Entwicklung für Vereine und Verbände aus­wirken werde, fei gegenwärtig noch nicht abzufehen. Die körperliche Erziehung fei Faktor der Staats­politik geworden. Der frühere Staat habe sich nicht genügend um die körperliche Ertüchtigung der Jugend gekümmert. Das Turnen an den Schulen fei ein Stiefkind gewesen. Spiel- und Wandertag seien nicht so gepflegt worden, wie es gedacht ge­wesen sei. Die Sportvereine und Verbände feien deshalb berufen gewesen, die Lücken, die der Staat gelassen habe, auszufüllen.

Der heutige Staat wolle, daß die gesamte Jugend ersaht werde. Er beanspruche die (Ein-