Ausgabe 
12.12.1933 Drittes Blatt
 
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Dienstag, 12. Dezember 1933

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Nr. 291 Dritter Blatt

MtechWwerk des deutschen Volkes 1933/341

befchafsungsprogramm:

4300

2036

2200

1500

Was geht im Gleiberg-Verein vor?

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<1 A

Tagewerke aus der Baustelle

gesetzlichen Bestimmungen nicht genehmigt werden.

Die für die endgültige Festsetzung des Reichs- Zuschusses einzurcichenden Rechnungen müssen, eben- so wie die Kostenvoranschläge, als Belege bei den Akten verbleiben. Es wird daher den Handwerks­meistern und Lieferanten empfohlen, jeweils Rech- nungsduplikate für die Antragsteller auszufertigen."

gen humanistischen Gymnasiums am Luisenplah in Wiesbaden als Ver­waltungsgebäude (zunächst für den 2k- beitsgauoerein 25) in Wiesbaden

des Winterhilfswerks, Giehen, Alte Klinik, Liebig- ftraße 16, Erdgeschoß rechts, mitzuteilen. Ein Bote wird alsdann die zur Verfügung gestellten Sachen abholen.

Plaketten für Monat Dezember 1933.

Die für Monat Dezember 1933 angeforderten PlakettenWir helfen" können ab Diens­tag, 12. d. M., ab 9 Uhr, auf der Geschäftsstelle des Winterhilfswerks Gießen, Alte Klinik, Liebigftr. 16, Erdgeschoß rechts, abgeholt werden.

Heil Hitler!

gez.: Kloß, Kreisführer des WHW.

Maßnahme

Instandsetzung von Verwaltungsgebäuden, Schulen, Anstalten und sonstigen städti­schen Bauwerken in Oberursel

Instandsetzung der kirchlichen Gebäude in den Kirchengemeinden Weisel, Idstein, Wiesbaden-Bierstadt und Wiesbaden- Biebrich

Instandsetzung von Verwaltungsgebäuden innerhalb des Kreises und in der Stadt- gemeinde Weilburg

Umbau und Instandsetzung des ehemali-

Hitler schafft Arbeit!

Weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeiks-

Dein Saus schämt sich!

Hast Du schon einmal Dein Haus kritisch betrach­tet? Müßte nicht doch vielleicht ein Handwerker kommen und wenigstens die größten Schäden be­heben die der Witterung eine Angriffsfläche bieten und zu fchnellerem Verfall Deines Besitzes bei- tragen?

Allerdings ist es nicht leichtz neben den Kosten für den Haushalt auch noch etwas für das Haus anzuwenden. Vergiß aber nicht, daß das Reich Dir heute behilflich ist und vor allem nicht, daß Dein Grundstück doch ein Besitz ist, den Du Dir, Deinen Kinder und der Allgemeinheit unbedingt erhalten mußt! *

Dein Haus schämt sich!" Gib ihm ein neues Aussehen! Und wenn Du meinst, daß Dein Geld- beutel selbst mit Zuschuß für die erforderliche Ar- beit nicht reicht, so frage wenigstens einen vernünf­tigen Handwerker oder eine gute Baufirma, welche Mittel erforderlich sind, um die größten Schäden an Deinem Hause zu beheben. Du wirst dann viel­leicht erstaunt fein, wieviel Du heute für Dein Geld bekommst, denn jeder ist froh, wenn er nur etwas zu tun hat. An einen normalen Verdienst, wie man ihn früher hatte, denkt heute bestimmt

Der Gleiberg-Verein, der heute auf ein beinahe lOOjähriges Bestehen Aurüdblitfen kann, ist im Zuge der Zeit zu neuem Leben erwacht. Der Geselligkeitsverein Gleiberg ist tot, wie manches aus unseren Tagen verschwand, was die gesteigerten Forderungen der Gegenwart im alt­hergebrachten Rahmen nicht erfüllen konnte. Dafür ist etwas Neues entstanden, das weit über die Grenzen lokaler Bedeutung hinaus im Sinne der kulturellen Aufgaben wirksam werden soll, die eine neue einsatzfordernde Zeit stellt. Aeußerlich hat sich diese Wandlung in der Form vollzogen, daß aus dem bisher bestehenden Vereinsvorstand ein Führerkreis geworden ist, in dem jeder einzelne eigenverantwortlich seine Aufgaben erfüllt. Diese Aufgaben sind schon heute fest umrissen und durch eine entsprechende Satzungsänderung dahin­gehend festgelegt, daß

der Gleiberg-Verein das Ziel anslrebi, mit allen verfügbaren Kräften sowie mit den ihm durch den Besitz der Burgruine Gleiberg verliehenen tradi­tionellen Gütern und räumlichen Wöglichkeiten rein technisch und darüber hinaus auch geistig der Wittelpunkt der gesamten heimatkundlichen und - nationalsozialistisch-weltanschaulichen Er­ziehung unserer weiteren oberhessischen Land­schaft zu werden.

WHW-Patenschaft.

Kinderlachen unterm weihnachlsbaum auch für dich, kinderloses Ehepaar. Werde Winterhilfs- I pale!

der Gleiberg-Verein heute mehr denn je zuvor darauf angewiesen ist, mit neuen Witgliedern neue Kräfte und neue Wöglichkeiten feiner Arbeit zu gewinnen.

In Kürze wird die Oefsentlichkeit darüber unter­richtet werden können, welche außerordentlich gryße Vergünstigungen den Mitgliedern des Gleiberg- Vereins, sowie allen Angehörigen der SA., SS., HI., Studentenschaft usw. geboten werden sollen.

Zusammenfassend ist die Frage:Was geht im Gleiberg-Verein vor?" dahingehend zu beantworten, daß man sagt:Wie Überall im deutschen Volke im Großen, so hier im Kleinen: in stiller, aber zäher und erfolgreicher Arbeit geht es

vorwärts im Gleiberg-Verein" .

Nisse verbietet.

Wir bitten darum, nur beim ortsansassi - gen, regulären Sortimentsbuchhandel zu beziehen und zu bestellen, der nur dann seine ihm gestellte kulturelle Aufgabe erfüllen kann, wenn er im Kamps

beim ortsansässigen Buchhandel zum Origi­nalverlegerpreis (ohne Portoberechnung) und zu denselben Bedingungen (Ratenzahlungen) zu haben sind, wie bei auswärtigen Reisenden, welche zum Teil mit falschen Angaben und Mitteln (z. B. im Buchhandel nicht erhältlich) arbeiten, die fast einer Nötigung nahekommen. So wurde kürzlich ein na­tionales Werk in vier Monatsraten ä 6 Mark = 24 Mark vertrieben, das im regulären Buchhan­del für 18,50 Mark zu haben ist. Es kommt solchen Vertretern nur auf das Verkaufen um jeden Preis an, ohne zu fragen oder zu überlegen, ob Verständ­nis oder Bedarf dafür vorliegt. Daß immer wieder noch viele Volksgenoffen auf solche aufgeschwatzten Aufträge hereinfallen, beweist die Tatsache, daß uns fast täglich Bück r zum An- oder Wiederverkauf angeboten werden, die aus auf solche Art und Weise zustandegekommenen Käufen stammen. Dem­gegenüber schützt der ortsansässige Buchhandel vor Ueberteuerungen, erspart Kosten für Porto, Nach- nähme und Verpackung, liefert schnell (gegebenen- falls auch zur Ansicht), drängt nichts auf und berät jeden Kunden ganz individuell nach seinen Wun- schen. Daß auch die Reichsregierung dem Handel und Werben für alle möglichen Zeitungen, Zeit­schriften und Bücher (besonders in Dienstuniform) den Kampf ungesagt hat, beweist der neueste Erlaß des Stabschefs Röhm, in dem er vor allem auch jede Abgabe von Gutachten oder Empfehlungen höherer Stellen für irgendwelche literarische Erzeug-

Gleichschaliung des Sparerbundes.

Am vergangenen Freitag abend fand wie man uns berichtet imPfälzer Hof" zwecks Gleifchschaltung des Sparerbundes, Ortsgr. Gießen, eine außerordentliche Hauptversammlung statt. In dem mit Hakenkreuz- und schwarzweißroten Fahnen und mit Tannengrün geschmückten Bildern des Reichspräsidenten von Hindenburg und des Reichskanzlers Adolf Hitler geschmückten Raume eröffnete der seitherige 1. Vorsitzende Herr Reiber d« Versammlung und gab bekannt, daß sämtliche Mitglieder des Vorstandes ihre Aemter niedergelegt haben. Dom Vorsitzenden des Landes­verbandes Hessen des Sparerbundes e. V. für das Deutsche Reich, Iustizrat Lindt- Darmstadt, sei er zum ersten Führer der Gießener Ortsgruppe er­nannt worden. Von den Mitgliedern wurde diese Ernennung freudig begrüßt. Herr Reiber er­nannte Bankbeamten Lorenz zum stellvertreten­den Führer und beauftragte ihn zugleich mit dem Schriftführeramt. Weiter ernannte er die Herren Rechtsanwalt L u l e y, Sparerfchutzkasse-Annahine- fteUenleiter Rud. Hahn, sowie den Rentnerbund­führer M a d e s in den Führerrat. In den Führer­beirat bestimmte er weitere 6 Mitglieder, die den verschiedensten Berufsschichten und zum größten Teil der NSDAP, angehören. Aus dem Tätigkeits­bericht über das vergangene Jahr ging ein recht beträchtlicher Mitgliederzuwachs der hiesigen Orts­gruppe hervor. Wegen der Rentnerversorgung könne in absehbarer Zeit mit einer Besserung der Lage der so sehr notleidenden früheren Kapitalrent­ner gerechnet werden, was aus verschiedenen Aus­führungen maßgebender Regierungsstellen zu ent­nehmen sei. Darauf hielt Herr Lorenz einen Vortrag. Nicht allein der verbrecherischen Hand­lungsweise der früheren marxistisch beeinflußten Regierungen, sondern nicht minder auch zu einem sehr hohen Prozentsatz dem im deutschen Bürgertum vorhandenen Spießer- und Miesmachertum sei die Schuld am Raub des alten deutschen Sparertums zuzuschreiben. Nach längerer Unterbrechung sei bei der letzten Reichstagwahl ein Sparervertreter im engeren Sinne in dem 1. Vorsitzenden der Schutz­sparkasse Düsseldorf, Kreisleiter Pg. Schwär z, in den Reichstag gewählt worden. Der Einlagen- zuwachs aller deutschen Sparkassen im letzten Jahre beweise, daß die Sparer Vertrauen zur jetzigen Regierung gefaßt haben. Ein gesunder Sparerstand sei heute dringend notwendig für die gesunde Entwicklung von Volk und Staat. Nur durch Stärkung der Sparkraft fei auch der Landwirt- schäft, der Industrie, Handel und Gewerbe ein sicherer Aufstieg garantiert. Sparerbundsarbeit be­deute nicht Flickarbeit einer Sonder-Interessen­gruppe, sondern im wahrsten Sinne wirkliche Volks­arbeit. Notwendig sei es, den Sparerbund immer mehr zu stärken und die noch abseitsstehenden Alt- »unb Neusparer in die Sparerbewegung hineinzu­bringen. Nach diesen beifällig aufgenommenen Aus­führungen schloß der Versammlungsleiter mit einem von allen Versammlunasbesuchern freudig aufge­nommenen dreifachenSieg Heil" auf den Reich- präfibenten, auf ben Volkskanzler unb auf bas beut» fche Vaterlanb bie Versammlung.

Meldepflicht für Architekten.

Der BDA. (Bund Deutscher Architekten) Landes­bezirk Hessen, Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., Klei­ner Hirschgraben 12/14, gibt folgendes bekannt:

Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste, Herr Professor Eugen H ö ni g , erläßt nach­folgenden Aufruf:

In Durchführung des Reichskulturkammergesetzes haben sich alle Architekten bis zum 15. Dezember d. I. zur Eingliederung in die Reichskammer bet Ibilbenben Künste zu melben. Die Melbepflicht be­trifft Architekten, die an der Erzeugung, der Wie­dergabe, der geistigen oder technischen Verarbeitung,

An alle Ortsgruppen- und Zellenwalter der NLB. des Kreises Gietzen.

Es ist sofort die zum Abruf bereitstehende Menge an Weizen- und Roggenmehl schriftlich hierher zu melden. Es erfolgt alsdann Anweisung, wohin das Mehl zu verschicken ist. Es wird aus­drücklich daraus hingewiesen, daß die Meldung keinerlei Verzögerung mehr zuläßt, da das Mehl noch vor Weihnachten an die be- dürftigen Volksgenossen verteilt werden soll.

Kleiderspenden.

Bei der bereits durchgeführten Kleiderfammlung wurden viele Volksgenossen von den Sammlern nicht besucht, oder sie wurden in ihrer Wohnung nicyt angetroffen. Es ergeht deshalb an diese Volks­genossen die Bitte, sofern sie noch K l e i b u n g s und Wäschestücke dem Winterhilfs- werk zur Verfügung stellen können, dies durch Karte oder auch mündlich der Geschäftsstelle

keiner, und auch die Baustoffhändler haben ihr Aeußerstes getan. *

Ueberlege nicht lange! Du kannst Dein Geld nicht besser anlegen, als wenn Du Dein Haus vor dem Verfall behütest. Gleichzeitig hilfst Du aber dadurch mit an dem großen Werk, dem wir alle dienen wollen:Arbeit zu schaffen für jeden Deutschen und durch Arbeit, die allein zufrie- den macht, ein glückliches Deutschland!"

Hans R ü b s a m e n.

Deutsche Buhne.

Sondervergünstigung für Donnerstag-Mitglieder.

Man schreib und: Samstag, 16. Dez., wird die Ope­retteWiener Blut" für die Samstag-Mit- glieber ber Deutschen Bühne aufgeführt. Soweit Karten vorrätig finb, können Donnerstag-Mitglie- ber diese Samstag-Vorstellung besuchen. Keine Uebertragbarfeit. Preis für alle Platzgattungen 1 Mark. Die Donnerstag-Mitglieder rangieren hierbei in der Platzordnung wie die Sainstag-Mit- glieber. Kartenausgabe nur gegen Vorzeigung ber Mitgliebskarte, bie auch als Ausweis zur Vor­stellung mitzubringen unb auf Verlangen vorzuzei­gen ist. Kartenausgabe ab Mittwoch, 13. Dez., wäh- renb ber Kassenstunben ber Theaterkasse. Vorbe­stellungen können nicht entgegengenommen wer­ben. In ben Donnerstag-Vorstellungen der Deut­schen Bühne wird die OperetteWiener Blut" nicht gebracht.

ZechtvereinWaisenschuh" in Gießen.

Vom Hessischen FechtvereinWaisenschutz", Zweig- verein Gießen, wird uns geschrieben:

In einer Sitzung am Freitagabend im Stadt­haus Gartenstraße wurde zur Gleichschaltung des hiesigen Zweigvereins Stellung genommen. In ein­leitenden Worten wies der seitherige erste Vor­sitzende, Verwaltungsamtmann K e i tz e r , auf die Gesichtspunkte hin, die das Wiederaufleben des Vereins im Jahre 1930 veranlaßten, und auf die Zusammensetzung des Vorstandes. Hiernach wurde damals besonderer Wert darauf gelegt, daß die jeweiligen Stadtrats- und sonstigen Mitglieder des Jugendfürsorgeausschusses dem Vorstand angehören, die zusammen mit den im Vorstand vertretenen Beamten des Wohlfahrtsamtes eine Zusammen- arbeit zwischen Verein und amtlicher Fürsorge ge­währleisteten. In der Sitzung wurde es für zweck­mäßig erachtet, dieses Verfahren beizubehalten und durch Aufnahme der jetzigen Mitglieder des Jugend- fürsorgeausfchusfes die erforderliche Gleichschaltung des hiesigen Zweigvereins herbeizuführen. Don der | Einberufung einer Hauptversammlung wurde Ab-

mäßige Herstellung der gesamten Einrichtung im Rahmen des Jugendnotwerkes ein Stück echter deutscher Kultur in die alten ehrwürdigen Räume der Burg hineinzustellen.

So wird vom Beginn des neuen Jahres ab der Gleiberg seiner neuen Bestimmung entgegen­gehen können.

Alle an der inneren Erneuerung Deutschlands teil- habenden und für sie verantwortlichen Verbände und Formationen der Bewegung werden in idealer, gemeinsamer Zusammenarbeit das neugeschaffene Werk aus der Taufe heben. Das vor kurzem eröff­nete Lehramt für politische Erziehung der Universität Gießen, durch personelle, geistige und traditionelle Beziehungen mit dem Glei- berg und seinem Verein aufs engste verbunden, wird mit seiner Arbeit die neugeschaffene Stätte einweihen. Schon in allernächster Zeit sott die Burg selbst auch inwirtschaftlicherHinsicht eine weittragende Veränderung dadurch er­fahren, daß ein bekannter Schriftsteller und Akti- vist aus der Freikorpszeit als Burghaupt­mann die Führung und Verwaltung der Burg übernimmt. Eine besondere Note wird der Auftakt zu dem zukünftigen Geschehen auf dem (Bleiberg dadurch bekommen, daß am 3 0. Januar in An­wesenheit des Reichs st atthalters eine offi­zielle Einweihung des Schulungslagers stattfinden soll, zu der außer ben Führern ber an ber fommenben Arbeit beteiligten Formationen nur bie Mitglieber bes Gleiberg-Vereins Zutritt haben, bie auch nach bem Ausscheiben ber jübischen Mit- glieber zu bem Verein unb seinen neuen Zielen halten. Unnötig erscheint es, zu betonen, bah

ftanb genommen. Nach der vorstehenden Regelung setzt sich künftig der Vorstand des Zweigverems wie folgt zusammen: Führer: Verwaltungsamt- mann Seiner, stellvertretender Führer: Schreiner- meister Beil, die Stadtratsmitglieder Blum, Lotz, Pape, ferner Pfarrer Lenz, Frau Luise Peters, Pfarrer A u s f e l d , Redakteur Blum­schein, Oberpostsekretär i. R. Bock, Verwal­tungs-Obersekretär Gräf (Kassierer), Verwaltungs- Obersekretär Häuser (Schriftführer), Uhrmacher- meister Carl Stöver, Kaufmann Jean Weisel, Fürsorgeschwester Lisbeth Wenzel, Baumeister H. W i n n.

Der Vorstand befaßte sich dann noch mit Fragen der Werbearbeit. Trotz der nur vorhandenen ge­ringen Mittel beschloß der Vorstand bie Durch­führung einer Bescherung an bebürftige Halb­waisen im Rahmen ber verfügbaren Mittel.

Zum Schluß ber Sitzung stellte ber Führer, Ver- roaltungsamtmann Seiner, sest, daß ber Zweig­vereinWaisenschutz" in ben nationalsozialistischen Staat eingegliebert ist, unb er gab gleichzeitig bie Versicherung treuester Ergebenheit unb Gefolgschaft unter ber Führung Abolf Hitlers ab unb brachte in biesem Sinne ein breifaches Sieg-Heil auf unse­ren Bolkskanzler aus.

Nicht unerwähnt sei in diesem Zusammenhang noch, daß der paritätische Wohlfahrtsverband, zu dem der Zweigverein zählt, korporatives Mitglied bei der NSV. ist, womit das Verhältnis zu diesem Verband, dem in Zukunft die Oberleitung über die freie Wohlfahrt obliegt, eindeutig feststeht.

Aus der provinzialhauptffadt.

Nicht spenden, sondern opfern!

Nur kurze Zeit trennt uns noch von dem schön­sten deutschen Fest, Weihnachten! Weich' eine Fülle von Erinnerungen steigt da in uns auf. Alt und jung denkt zurck an vergangene Weihnachten. Bielen gab datz Fest Freude und Ausruhen von täglicher Arbeit im trauten Familienkreise. Aber ungeheuer groß war bie Zahl derer, die voller Bitterkeit an die freudlosen Weihnachten vergange­ner Jahre zurückdenken. Wie oft wurde das früh- I liche Jauchzen der Kinder unter dem festlich ge- I schmückten Weihnachtsbaum durch ein schüchternes Klopsen an der Tür unterbrochen. Ein arbeitsloser Volksgenosse an der Hand ein Kind mit ver- I härmtem, viel zu altem Gesichtchen bat um eine kleine Gabe ... Das war das Gesicht ver- gangener Weihnachten. Hie Wohlstand und Reich­tum dort Elend und Not!

Diese Zeiten sind ein für allemal überwunden. Die ganze deutsche Nation bildet in diesem Winter eine geschloffene Einheit im Kampf gegen die Not. I Der Kanzler rief und alle, alle tarnen. Das erste Weihnachtsfest im nationalsozialistischen Deutsch­land soll zeigen, daß wir nicht nur für die gröbsten materiellen Bedürfnisse sorgen, sondern auch Freude bereiten wollen. Was gibt es denn Schöneres, als einem in Not geratenen Volksgenossen zu helfen! Und welche Gelegenheit wäre wohl schöner und ge­eigneter dazu, als das Weihnachtsfest. Den Weg, wie wir am besten helfen können, hat uns die Regierung geebnet. Sie selbst hat das gewaltige Winterhilswerk der deutschen Nation geschaffen. Tausende und aber Tausende fleißige Hände regen sich als Diener am gemeinsamen Werk. Jedes kin- Derlofe Ehepaar sollte für die Dauer des Winters ein Kind zur Betreuung übernehmen, um den be­dürftigen Eltern die Sorge für warme Kleidung und ausreichende Nahrung abzunehmen. Das ist eine beglückende Aufgabe, denn ein Weihnachtsfest ohne Kinder ist wie ein Weihnachtsbaum ohne Ker­zen. So wird dem kinderlosen hilfsbereiten Ehe­paar erst die schönste Weihnachtsfreunde bereitet. Da ist eine Patenschaft, die Freude macht! Wie oft haben die Daheimgebliebenen in den Kriegsjahren Liebesgabenpakete gepackt unb, mit einem Weih- nachtsgruß versehen, an irgendeinen deutschen Kämpfer geschickt. Heute ruft das Winterhilfswerk alle schaffenden Volksgenossen auf, Liebesgaben­pakete für die Arbeitslosen zu packen und bei den Sammelstellen abzuliefern. Packe auch Du mit Liebe ein Paket, und wenn es auch noch so klein und bescheiden ist. Es bringt Freude für den Emp­fänger, läßt auch ihn Anteil haben an der großen Schickfalsgemeinschaft des deutschen Volkes, bas sich in so einzigartiger, herrlicher Einmütigkeit am 12. November zu ber großen Idee des Führers

bekannt hat. In engster Zusammenarbeit mit allen bafür zu-

Dieses Weihnachtsfest soll Freube in jebes Haus ftänbigen Parteistellen, ber SA., HI-, NSBO. usw, bringen. Wie Deine Kinber glückselig um ben Ton- I insbefonbere mit ber Stubentenschaft ber Univer- nenbaum springen unb sich an seinem Lichterglanz fität Gießen, macht es sich bie Führung bes -Glei- erfreuen, so sorge Du dafür, daß auch den Kindern I berg-Vereins zum obersten Gesetz, auf dem Glei- ber Aermsten unter ben Armen eine kleine Weih- berg ber nationalsozialistischen Bewegung eine nachtsfreube bereitet wirb. Sage nicht:Ich habe vorbilbliche Führerschule zu errichten, schon so viel gegeben, ich kann nicht mehr entbeh- I die einer kommenden Generation geistig und Welt- ren, ohne mich selbst einzuschränken." Aus bem anschaulich zur Heimat werben soll. Die technischen Uebersluß.geben, kann jeber. Das ist kein Opfer. Voraussetzungen bafür zu schaffen, war bie nächst-. Der neue Staat verlangt aber gerabe Dein Opfer liegenbe Aufgabe, bie im Verlaufe dieses Jahres zur Ueberroinbung ber größten Not. Auf feinen I jn zäher, stiller Arbeit erfüllt roorben ist. In weni- Schultern ruht bie Sorge um bas Schicksal eines I gen Tagen wirb im Sübflügel bes Wirtschafts- Millionenheeres von Arbeitslosen. Er kann biefe I gebäubes ein Führerschulungslager fer- ungeheure Aufgabe nicht allein föfen. Wir alle, bie I tiggeftellt sein, bas in jeber Hinsicht als vorbilb- wir in Arbeit unb Brot stehen, müssen jeber zu ijch bezeichnet werben kann. In schlichter, stilvoller seinem Teil mitarbeiten am Gelingen bes großen Schönheit atmen bie Räume ben Geist unserer an» Werkes. Auch Du mußt Dich einreihen in bie große spruchslosen unb aufgabenfreubigen Zeit. Unter deutsche Front. Die Parole des Führers muß Deine ber umsichtigen Ballführung des Bausachverständi- eigene fein:Nicht spenden, sondern opfern!" gen in der Führung des Gleiberg-Vereins, Herrn

____Bauoderinfpektor Mohr wurde nicht nur an

Dank der Re^chsrearerung an OIC aue5 gedacht, was nötig ist, das Lager feinen Technische Nolhitfe. WW "fiUIen zu lass-", sondern bar-

7 17 7 . ... über hinaus ist es gelungen, durch die Handwerks-

In diesen Tagen wurden bie neuen Richtlinien für ______________

die Arbeit der Technischen Nothilfe herausgebracht l!===:===

unb burch das Reichsinnenminifterium in Kraft ge- ^ie oben geschilderten Auswüchse von allen

fetzt. Aus diesem Anlaß ging dem Vorstand der Tech- Bolksgenossen unterstützt wird.

ÄÄnK? Sd"lbc OieN-ichszuschüff-fürInstands-hnngS-,

Ä ^gänzung-- und Umbauarbeiten.

Gelegenheit spreche ich allen Nothelfern den Dank Von der Bürgermeisterei Gießen wird uns ge- der Reichsregierung für ihre in schweren Jahren schrieben: ..

dem Volk und Staat geleisteten Dienste aus. Ich gebeEs besteht Veranlassung, nochmals barauf hin-

der bestimmten Erwartung Ausdruck, daß die Not- zuweisen, daß Anträge auf Gewährung von Reichs-

helserschaft im nationalsozialistischen Staate im Wett- Zuschüssen ausnahmslos vor Beginn der Ar- eifer mit ben anderen nationalen Verbänden ihre beiten beim städtischen Hochbauamt (Afterweg9)

Tente Kraft im Dienste für das Vaterland einfetzen einzureichen sind. Dies gilt auch für alle für Die

mirh" 1 Instandfetzungs-, Ergänzungs- und Umbauarbeiten

X e. notroenbigen unb zufchußberechtigten Lieferungen

Die Gieflenel' Sornmenwbucyyanoler roie Oefen, Herbe, Fuhbobenbelag, Tapeten unb um Gebar* I begleichen mehr. Einkauf unb Einbau derarti-

. I ger (Begenftänbe unb Materialien burfen also erst

Aus bem Kreise bes Gießener Sortunentsbuch- I erfolgen, wenn ber Antrag burch bas stäbtische hanbels wirb uns geschrieben: Hochbauamt geprüft ist. Anträge, bie biesen Bor-

Es besteht Veranlaffung, barauf hmzuweisen, Daß Triften nicht entsprechen, Dürfen nach ben reichs- fämtliche Bücher, Zeitschriften unb Kalenber usw. I ..... ** - -----t