Ausgabe 
12.10.1933 Zweites Blatt
 
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als ein wertvolles Forschungsmittel erwiesen, dem manche schöne Entdeckung zu ver­danken ist, die bisher durch die Langsamkeit der Veränderungen dem Menschenauge entgangen war.

In noch höherem Maße ist das bei der Ver­wendung der Zeitdehnung oder der Zeitlupe der Fall, die besonders im letzten Jahr einen un­geahnten Aufschwung genommen hat. Dem Flügel- schlag eines großen Bogels, etwa einer Krähe oder eines Bussards kann unser Auge gerade noch fol­gen. Nicht mehr vermögen wir das bei den etwa hundert Flügelbewegungen, die unsere Stubenfliege in der Sekunde benötigt, um zu fliegen. Aber auch hier gelingt es dem Menschen, hinter das Geheimnis zu kommen. Es gibt heute Aufnahmeapparate, die in einer Sekunde Hunderte von Bildern schnell ablaufender Vorgänge sesthalten können.

Läßt man diese Filmbänder mit der geringen üblichen Dorführunasgeschwindigkeit von 16 Bildern in der Sekunde auf die Bildfläche werfen, so wer­den dadurch die Bewegung umgekehrt wie bei der Zeitraffung auf das Hundert-, ja, Tausend­fache verlangsamt, so daß unser Auge wieder folgen rann.

Nock vor einigen Jahren galt es als etwas ganz Besonderes, wenn solche Kinoapparate mit einer besonders gebauten Blende eine Bildwechselzahl von

600 in her Sekunde erreichten. Nun wurde in der Pariser Akademie der Wissenschaften ein Apparat vorgesührt, der über 3000 Einzelaufnahmen in der Sekunde ermöglichte. Der betretende französische Forscher verwandte die mit ihm gewonnenen Filme hauptsächlich zum Studium des Vogel - und Jnsektenfluaes, und in der Tat scheinen sich durch diese Zeitlupenaufnahmen neue Grund­lagen für die Weiterentwicklung des Flugwesens, vor allem des von so vielen erhofften Schwingen­fliegers zu ergehen.

Aber auch dieser Fortschritt ist von deutschen Er­findern und Gelehrten schnell üoerholt worden. Auf dem kürzlich abgehaltenen 8. internationalen Kon­greß für Photographie wurden wissenschaftliche Filme gezeigt, auf denen sogar die Funkenbildung bei ungeheuer schnell sich vollziehenden elektri­schen Entladungen und die blitzartige Ent­zündung von Explosionsgemischen genau mit der Zeitlupe verfolgt werden konnte, weil die dazu not­wendigen Änoaufnahmeapparate die kaum vor­stellbare Bildwechselzahl bis zu 30 000 Einzel­bildern in der Sekunde ermöglichten.

Die Zeitlupe wird uns noch manches Geheimnis von unvorstellbar schnell ablaufenden Vorgängen in Wissenschaft und Technik enthüllen und zu vielen Erfindungen und Verbesserungen Anlaß geben

Dr. P.

Aufruf des Landesbauernpräsidenten.

Im Zusammenhang mit der bevorstehen­den Eröffnung der ordentlichen Lehrgänge an den Landwirtschaftlichen Schulen erläßt der Landesbauernführer Dr. Wagner fol­genden Aufruf:

Bauern!

Unter der Führung unseres Reichsernährungs­ministers R. W. D a r r ä ist, ausgehend von dem Grundgedanken von Blut und Boden, die äußerliche und innere Umgestaltung des deutschen Bauerntums energisch in Angriff genommen worden. Durch die Schaffung eines neuen Bauernrechtes, das verhindert, daß der Grund und Boden verschuldet, ist Eure Rettung gewährleistet. Ihr könnt nunmehr nicht mehr wegen Schulden von Haus und Hof ge­trieben werden. Euer Besitz ist Euch gesichert. Durch die Säuberung auf wirtschaftlichem Gebiete ist der Weg für den Aufstieg geebnet. Durch die verschie­densten Maßnahmen, wie Verlängerung des Zwangsvollstreckungsschutzes, Regelung des 'Markt- und Börsenwesens, Festlegung gesetzlicher Mindest- S reife für Getreide, planmäßige Organisierung des tilchabsatzes und der Milchoerwertung, Ordnung des Obst- und Gemüseabsatzes, Erleichterung der Steuerlast, Senkung der Hypothekenzinsen usw. ist der erste Schritt zur Besserung Eurer Lage getan.

Ihr sollt wieder, stolz auf Euer Bauerntum, als freie Bauern erd- und heimatgebunden den Pflug auf Eurer Scholle führen.

Denkt nun aber auch daran, daßBesitz ver­pflicht et". Seid Euch der Pflichten, die Ihr als Bauern Eurer Familie und Eurem Volke gegen­über habt, bewußt. Betrachtet den Euch anvertrau- ten Grund und Boden als etwas Heiliges. Bear­beitet und pflegt ihn aufs sorgsamste. Bedenkt, daß

die große Aufgabe, die Ernährung unseres Volkes aus eigener Scholle sicherzu­stellen, einen ganzen Mann erfordert, der vor allem auch fachlich auf Der Höhe ist. Sorgt vor allem da­für, daß Eure Kinder das Erbe, das Ihr ihnen einst überliefert, wohl behüten können. Gebt innen neben der Erziehung im Sinne echter Dolksgemein- fchaft auch das bestmögliche fachliche Rüstzeug für ihr späteres Leben mit auf den Weg, denn auf ihren Schultern ruht die wirtschaftliche und natio­nale Kraft unseres Vaterlandes.

Laßt deshalb keine Möglichkeit der Ausbildung Eurer Kinder unausgenuht. Gebt ihnen Ge­legenheit, auf den Landwirtschaftlichen Schulen, die nun ihre Pforten wieder öffnen, sich ein gründliches fachliches Dissen und Können anzueignen.

Eine gute fachliche Schulung ist für jeden Bauer und jede Bäuerin unentbehrlich. Ich erwarte des­halb, daß jeder Bauer seinen Sohn und, soweit die Möglichkeit besteht, auch seine Tochter, falls sie das entsprechende Alter haben, in diesem Winter zur ) Landwirtschaftlichen Schule schickt. An­meldungen nehmen jederzeit die Direktoren der Landwirtschaftsämter entgegen, die auch jede weitere gewünschte Auskunft gerne erteilen. Auch bei den landwirtschaftlichen Ortsgruppenfachberatern können die Anmeldungen erfolgen. Bauern, denkt daran, daß von Euch, Eurem Tun und Handeln, das Wohlergehen und der Bestand Eurer Fa­milie, Eures Standes und des ge­samten Volkes abhängen. Helft alle, jeder an feinem Teil, nach Kräften mit, daß das große Aufbauwerk unseres Führers gelingt.

Landesbauernführer Dr. Wagner.

Obecheffen.

Bauernversammlung in Butzbach.

O Butzbach, 11. Oft. In derAlten Post" sand eine Bauern-Versarnrnlung statt. Die Be­sprechungen galten in der Hauptsache der N u tz ° oiehvermittlung. Bürgermeister Hilde­brandt wies darauf hin, daß hinsichtlich des Nutz­viehverkaufs andere Wege beschritten werden müß­ten. Von grundsätzlicher Bedeutung sei, daß der Bauer sämtliches Vieh, das Fehler ausweise, zum Schlachten verkaufe. Würde dies befolgt, dann werde auch der Handel von Bauer zu Bauer, wie er jetzt geplant ist, durchgeführt werden können. Geschäfts- führer F a h n e y von der Beurksviehverwertungs- genoffenfchaft Butzbach hielt dann einen Vortrag über die neuen Pläne. Er wies darauf hin, daß sich die Regierung jetzt entschlossen habe, auch auf dem Fleischmarkt eine Neuregelung mit Mindest­preisen vorzunehmen. Für die jetzt geplante Zucht- viehvermittlung habe man für den hiesigen Bezirk zwei christliche Händler gewonnen, die gegen Pro­vision das Nutzvieh vermitteln und zusammen mit den landwirtschaftlichen Ortsfachberatern Preisbe­stimmungen usw. vornehmen. Da die meisten Ställe mit Vieh übersetzt seien, empfehle es sich, Schlacht­vieh abzusetzen und das erforderliche Nutzvieh da­für anzuschaffen. Auch die Vermittlung von Pfer­den solle den Kommissionären übertragen werden. In der anschließenden Aussprache wurde dem neuen Vorschlag zugestimmt. Eine Debatte entstand über die Frage, welche Schweinerasse, ob Edelschwein ober veredeltes Landschwein für den hiesigen Be­zirk und für den Frankfurter Markt am geeignet­sten sei. Glaum - Oberkleen trat für das Edel- jchwein ein. Der landwirtschaftliche Kreisfachberater D ö r r s ch u ck - Gießen warnte vor schneller Um­stellung. Arnold- Leihgestern wies auf die Aus- ftellungsergebniffe der DLG.-Schauen hin und be­tonte, Daß es auf die Auswahl der Eber ankomme. Langsdorf - Großrechtenbach erklärte, daß man sich in Kürze eingehend mit dem Zuchtvieh in der Schweinehaltung beschäftigen müsse.

Einweihung

des neuen Arbeitsdienstlagers Nidda.

A Nidba, 10. Okt. Am vorigen Sonntag wurde hier das neue Arbeitsdienstlager einge­rn e i h t. Es ist durch größere Umbauten der ehema­ligen Kraftschen Brauerei hergerichtet worden und kann 200 Mann beherbergen. Zunächst kommen die bisher hier in der Gewerbeschule untergebrachten 70 Mann in das neue Heir Einige Führer, teilweise mit Familien, sind hierher zur Leitung des Lagers versetzt worden. An der Einweihungsfeier nahm die Einwohnerschaft großen Anteil. Die Feier wurde durch ein Platzkonzert auf dem Markt von 11 bis 12 llhr von der Gruppenstammusik des Büdinger La­gers eröffnet. Um 14 Uhr stellten sich eine Abteilung ber SA. und die Insassen vom hiesigen Dienstlager zu einem Zuge auf, marschierten auf den Marktplatz und paradierten dort vor den Führern und dem Bürgermeister, den Vertretern der zum Bezirk gehö- rigen Orte. Hierauf zog man in die Turnhalle. Bau­führer Rein, der zur Belegschaft des hiesigen La- «jers bereits gehört und die Bauarbeiten meistens geleitet hatte, überreichte mit Worten des Dankes an die Stadtverwaltung den Schlüssel an Bürger- meister R u l l m a n n. Dieser dankte allen, die an ler Herstellung des Lagers mitgewirkt hatten, ins- besondere dem Bauführer, und gab einen kurzen

Rückblick über die Entstehung der neuen Anlage. Ortsgruppenleiter Philippi der Niddaer NSDAP, übermittelte die Glückwünsche der Ortsgruppe. Die längere Schlußansprache des Führers der Gruvve Büdingen, Schmidt, erläuterte die Ziele der Ar­beitsdienstlager. Der gemeinsame Gesang des Horst- Wessel-Liedes bildete den Schluß der Feier.Bis zum Abend konzertierte dann die Musikgruppe Büdingen. Dann wurde von Arbeitsdienstwilligen von hier und von Schotten das DramaGrenzmark" aufgeführt. Geselligkeit und Tanz hielten die Festgäste noch lange Zeit vereint. Viele Häuser waren zur Einweihungs- feier beflaggt.

Landkreis Gietzen.

X Wiefeck, 11. Okt. Am Samstag fand die Verbands-Vorftandsfitzung des Keg­lerbundesLahn-Dünsberg-Gau" statt, zu der die Vertreter fast aller Klubs erschienen waren. Führer Freund wies darauf hin, daß mit Rücksicht auf die äußerst großen Kosten der Miete usw., die dem Verband durch das Kegeln in Gießen erwachsen, es zweckmäßig sei, das Kegler­heim an einen andern Ort zu verlegen. Im An­schluß daran gab er bekannt, daß in Alten-Buseck bei Gastwirt Einhäuser gute Gelegenheit ge­boten sei, zwei Bahnen zu legen. Nach eingehender Aussprache beschloß die Versammlung, in dem vor- geschlagenen Heim in Alten-Buseck die Bahnen zu errichten. Ausdrücklich wurde jedoch festgestellt, daß für den Verband gegenüber dem Wirt keinerlei Verbindlichkeiten entstehen. Die Eröffnung des Keglerheimes wird am Sonntag, 22. Oktober, verbunden mit einem Preiskegeln, in Alten- Buseck ftattfinben. Der Dortige KlubG u t Holz" wird die Ausrichtung übernehmen. Am Preiskegeln können sich nur Bundesmitglieder beteiligen. Mit dem Gesang des Deutschland- und des Horft-Wessel- Liedes wurde die Sitzung geschlossen.

? Reiskirchen, 11. Okt. Der hiesige Ge­rn e i n b e r a t beschloß in seiner gestrigen Sitzung, für bas Jahr 1933 wie seither eine Bürger­steuer in Höhe von 100 Prozent bes Laubes- jähes zu erheben. Anläßlich ber Hanbwer- kerwoche finbet für Reiskirchen unb bie umlie- genben Orte am fommenben Sonntag hier eine große Kunbgebung mit anschließenbem Festzug durch ben Ort statt, an bem sich alle Hand- werker gruppenweise mit Wagen usw. beteiligen. Da ber Turnverein sein Abturnen an biefenx Tage hält, ist mit einer starken Beteiligung von auswärts zu rechnen. Um ben wilden Gerüchten, die über die Auswirkung des neuen Dleidjs- erbhofgefetzes herumschwirren, die Spitze abzubrechen, hielt gestern abend Bürgermeister Launspach vor einer großen Zuhörerschaft einen Vortrag über dieses neue Gesetz, wobei er an Hand des Reichsgesetzblattes den Leuten klarlegte, wer und welche Höfe unter dieses Gesetz fallen. Em Unfall, ber leicht schwere Folgen hatte haben können, passierte gestern gegen 21.30 Uhr einem auswärtigen Motorrabsahrer, ber einen SA.-Sani- täter zum Dienst nach hier bringen wollte. Unweit von Lindenstruth sprang ein Reh, das von bem starken Scheinwerfer angelockt würbe, in bas Rad. Während «bie Maschine am Vorberrab und an ber Lampe stark bemoliert würbe, erlitten bie beiben Fahrer, bie stürzten, zum Glück nur leichte Verletzungen an den Händen unb Beinen. Das Reh war auf ber Stelle tot.

f. Orüningen, 10. Okt. Eine weit über die ' Grenzen unseres Dorfes hinaus bekannte Persön­lichkeit, der Gemeinderechner Wilhelm Arnold, starb heute im Alter von 63 Jahren. In treuer Pflichterfüllung und großer Gewissenhaftigkeit ver­waltete er 27 Jahre lang das Rechneramt in unserer Gemeinde. Das Jubiläum der 25jährigen Dienstzeit, das er vor zwei Jahren begehen konnte, war Anlaß für zahlreiche Ehrungen, die ihm durch die Gemeinde und den Rechneroerband erwiesen wurden. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse ver­liert in dem Äerstorbenen ihren Direktor, der über 30 Jahre lang mit großer Umsicht sein Amt be­kleidete.

= Hungen, 11. Okt. Die während der Sommer­weide auf dem der Hessischen Bauernkammer gehöri- gen Tiergarten aufgetriebenen 88 Rinder und 33 Fohlen (12 Zweijährige und 21 Jährlinge) wür­ben in diesen Tagen von ihren Besitzern abgeholt. Sieben Fohlen bleiben auf der Winterweide. Die Tiere hatten während der nahezu fünf Monate dauernden Weideperiode recht erheblich zugenommen. Die Gewichtszunahme betrug bis zu 150 Kilogramm. Der Gesundheitszustand der Tiere war durchweg vorzüglich. Einen kapitalen Hirsch konnte dieser Tage der Jagdaufseher Albert S cy u l d von hier in seinem Revier erlegen.

Kreis Schotten.

Laubach, 11. Okt. Dieser Tage konnte der gräfliche Kammerobersekretär Wilhelm Hambur­ger sein 40jähriges Dien st j u b i l ä u m be­gehen.

Kreis Büdingen.

CD Nidda, 11. Okt. Die Sammlung am letzten Sonntag für bie NS. -Volkswohlfahrt brachte hier ben ansehnlichen Betrag von 404,75 Mark, sowie eine Anzahl Lebensrnittel. Die Gast­wirte lieferten für bas Eintopfgericht 5 Mark ab. Der Gemeinberat beschloß, auch für bas Jahr 1934 eine Bürger st euer von 500 v. H. bes Reichssatzes zu erheben. Nachbem bie untere Bahnhofstraße kanalisiert ist, werden jetzt die Ludwig- straße und die Bahnhofstraße mit Teereinftreudecke versehen, an deren Kosten sich die Provinz Ober­hessen und die Stadt Nidda beteiligen.

* Nidda, 11. Okt. Auf sein Nachsuchen ist ber hauptamtliche Berufsschullehrer an ber hiesigen Fortbildungsschule Karl Bopp in ben Ruhestanb unb gu feinem Nachfolger Berufsschullehrer Otto Weitz von Vilbel hierher versetzt worben. Lehrer Bopp hat 30 Jahre lang an ber hiesigen Volks­schule mit großem Eifer unb Erfolg seines Amtes gewaltet unb bann noch in gleicher Weise 10 Jahre an ber Fortbilbungsschule.

-s- Ortenberg, 10.Okt. Am Sonntag veran- taltete ber Ortenberg er Schützenverein ein biesjähriges Abschießen auf den Schieß- tänden. Schützenkönig wurd e Karl Jöckel, der aufgelegt" die höchste Ringzahl schoß und den Wanderpokal des Vereins erhielt. Im Freihand- Schießen traf bie meisten Ringe ßanbbriefträger Georg Stock, ber in biefer Konkurrenz Damit zum Drittenmal hintereinanber den Sieg errang. Ein ge­mütliches Zusammensein im Cafö Carl beendete das Königsschießen. Der diesjährigeKalte Markt" ist auf ben 29., 30. unb 31. Oktober fest­gesetzt. Er wirb sich roieberum auf Pferbe, Rinb- vieh, Schweine unb Kramwaren erstrecken.

Kreid Aldsew.

N. Mücke, 10. Okt. Am Samstagabend veran« stattete im CafL Schumann die Klavierlehrerin Frl. W e i b i a mit ihren Schülerinnen ein Konzert mit lebenden Silbern zugunsten der not­leidenden Deutschen in Rußland. Lehrer Dönges eröffnete die Feier mit einer Schilderung der Not in Rußland. Die Pausen zwischen den Bildern wur­den mit Klaviervorträgen, mit Geigen- oder Cello­begleitung und Chorgesängen ausgefüllt. Die Schlußansprache hielt Pfarrer Kalb Henn. Die Tellersammlung ergab bie Summe von 25,50 Mk.

t Nieber-Gemünben, 10. Okt. Eine Der- treteroerfammlung ber Geflügelzüch- ter bes Kreises Alsfeld fand am Sonntag in unserem Orte statt. Nach der Begrüßung gab Herr S ö b l e r bie Namen ber Beisitzer usw. be­kannt. Danach sinb bestimmt: Ga. Falkenhai­ne r (Alsfelb) als Rechner, H. Hübenthal (Homberg) als Schriftführer, Lehrer Lotz (Nieber- Gemünben) als Propagandaleiter und in Den Aus­schuß für Werbung neuer Vereine; außer letzterem und Dem Kreisführer bie Lehrer Stoll (Alten- bürg) unb L. Römer (Neuhaus). Die seither gül­tigen Satzungen bes Verbanbes usw. fallen weg unb werden demnächst durch Geschäftsordnungen er­setzt. Auf allen Schauen ist Ringzwang. Zur Gau- Schau in Butzbach muß jeder Verein mindestens 5 Nummern stellen. Der Kreis Alsfeld wird zu Ne­er Schau einen Ehrenpreis in Höhe von 10 Mark tiften. Besonders beschäftigte man sich mit der für >en 1. bis 3. Dezember vorgesehenen Kreis- ch a u. Es wurden im einzelnen alle Bedingungen ür die Beteiligung feftgelegt. Der Rechnungs­abschluß des früheren Bezirks (Kreis Alsfeld unb Lauterbach) wies einen Kassenbestand von 24,60 Mark auf. Er wurde auf die beiden Kreise verteilt. UnterVerschiedenes" gab ber Kreissührer bekannt, baß er sämtliche Zuchten ber Mitglieder besichtigen werde. Den Vereinsvorständen trug er auf, mit Eifer an die Arbeit zu gehen.

ft. Kirtorf, 11. Okt. Diefer Tage fand im Saale der Gastwirtschaft Becker eine Versamm­lung der hiesigen Ortsgruppe des N S. - H A G O., sowie aller Handwerker unb Ge­werbetreibenden statt. Der NS.-HAGO.-Ortsführer, Pg. Hch. Gail, erläuterte die Umbildung des Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes in die Nationalsozialistische Handwerks-, Handels- und Gewerbe-Organisation und den Gesamtverband des Handwerks, Handels und Gewerbes. Weiter er­klärte er die Wichtigkeit des Zusammenschlusses bes Handwerks. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten v. Hindenburg und ben Führer Abolf Hitler wurde bie Versammlung geschlossen.

Kreis Lauterbach.

* Ilbeshausen, 11. Okt. Als biefer Tage gegen abend der 11jährige Karl Löffler das Vieh von der Weide heimtreiben wollte, erlitt er einen schweren Unfall. Ver­mutlich durch das Licht eines Kraftwagens geblen­det, bemerkte er am Bahnübergang nach Hochwald­haufen den herannahenden Zug nicht und wurde von ber Lokomotive erfaßt. Der be« bauernswerte Junge erlitt eine schwere Kopf- rounbe, aufjerbem würben ihm bie Zehen eines Fußes abgefahren, so baß er nach ber Chirurgischen Klinik in Gießen gebracht wer­ben mußte. Wie wir erfahren, geht es bem Knaben ben Umständen entsprechend gut.

Handball im Gau XII der OT.

Launsbach I Ruttershausen I 10:4 (5:2).

Das erste Serienspiel gestaltete sich zu einem hohen Siege des Gastgebers. Launsbach war durch fein gutes und schnelles Zusammenspiel klar über­legen. Bei Ruttershausen scheiterten fast alle An­griffe an den vielen Einzelaktionen.

Hochelheim I Nauborn I 15:2 (6:1).

Die Gäste traten zu diesem Verbandsspiel mit zwei Mann Ersatz an, während die Platzbesitzer komplett standen. Das Spiel brachte zuerst die unterlegene Mannschaft mit einem Tor in Führung. Der Aus­gleich fiel jedoch unmittelbar darauf. In regelmäßi­gen Abständen gab es bis zum Wechsel weitere fünf Tore für die Platzelf. Nach dem Wechsel verlor die Mannschaft der Gäste durch Umstellungen an Schlag­kraft und muß sich fast ausschließlich auf die Vertei­digung beschränken. Die Platzbesitzer führten indessen ein schnelles und wuchtiges Spiel vor und gewinnen nach Belieben. Die Gäste waren trotz der hohen Niederlage nicht so schlecht, kombinierten aber zu viel und vergaßen das Schießen.

Klein-Linden I Lützellinden I 2:12 (1:7).

Die Platzmannschaft konnte gegen die Gäste, deren Sturm ein sehr gutes Spiel pflegte, nicht ankommen und verlor recht eindeutig. Das Spiel wurde hart

durchgeführt, blieb aber stets in den Grenzen bes Erlaubten.

Hochelheim II (Erba I 8:3.

Auch in biefem Spiel dokumentierte bie Platz- Mannschaft burch besseres Spiel ihre Überlegenheit.

Garbenteich I Wieseck I 15:0.

Die Gästemannfchaft hat gegenüber ihrer früheren Form viel eingebüßt. Garbenteich bot eine gute Ge­samtleistung unb gewann nach Belieben.

Ahbach I Krofdorf I 4:7.

Die Platzbesitzer mußten in diesem Punktekampf eine verdiente Niederlage einftecken. Die Gäste konn­ten im Sturm gut gefallen.

Wißmar Launsbach 4:2.

Das Ergebnis bedeutet zweifellos eine lieber- rafchung. Wißmar, das auf eigenem Platz stets einen gefährlichen Gegner abgab, spielte gut und war stets etwas im Vorteil.

VfB. Gießen.

In der jüngsten Nummer derAmtlichen Sport- nindschau des Gaues XII Nordhessen" vom 11. Ok- tober ist unter der Anordnung 8 des Gauführers Riemann folgende amtliche Mitteilung ver- öffentlicht:Der VfB. Gießen hat den Zusatz des Gründungsjahres 08 in feiner Namensführung zu streichen".

Berufung der Führerschaft im Gau XII (Nordhessen) der DT.

Der Führer des Gaues XII (Nordhessen) ber DT., Bernhard Andr 6 (Hersfeld), hat in die Führung des neuen Gaues berufen: Dr. Hermann Rau (Butzbach), Bezirksführer des Bezirks Gießen, als stellvertretenden Gauführer; Hilfsschuttehrer Konrad Samer (Hersfeld) als Gaugeschäftsführer; Ober­inspektor Wilhelm Herzog (Kassel) als Gaukassen- wart; Oberreallehrer Rudolf Paul (Gießen), Be» zirksoberturnwart des Bezirks Gießen, als Gau- oberturnwart; Turn- und Sportlehrer Christian Siebert (Hersfeld) als Schriftleiter des Gau­blattes; Lehrer Heinrich O st w a l d (Bad-Nauheim), Bezirkspressewart des Bezirks Gießen, als Gau­presse- und Werbewart; Mittelschullehrer Fritz F o 11 m a n n (Kassel) zum Gaudietwart; Kaufmann Henner Rudolf (Spangenberg) als Gaujugend- roart; Karl Denn (Kassel) als Gauspielwart; Mittelschullehrer Rudolf H a r b u g (Kassel) als Gau-Männerturnwart und Geländesportwart; Franz Sauer (Gießen) als Gauschwimmwart; Max Engelbrecht (Kassel) als Gauvolksturnwart. Zu ernennen find noch der Frauenturnwart und der Gaufechtwart.

Der bisherige Gauoberturnwart des Gaues VII (Oberweser), Studienrat Adolf Schnaedter (Fulda), wurde zum Ehren-Gauoberturnwart, der bisherige Gau-(Kreis-)Vertreter B. Engelhardt (Efchwege) zum Ehren-Gauvertreter ernannt, beide mit Sitz unb Stimme im Gau-Hauptausschuß.

Bekannte Heffeniurner in der Gauführung.

Rudolf paul, Gießen, Gauoberturnwark.

Durch die Neueinteilung des Turnens und Sports scheidet unser Heimatbezirk (Gau) Hessen aus dem Verbände des bisherigen Mittelrhein-Gaues (Krei­ses) und tritt mit noch andern mittelrheinischen Turnbezirken als Bezirk Gießen zum neuen Gau (Nordhessen) ber DT. über. Der Führerring bes Gaues Nordhessen ist nunmehr gebildet. Wir begrüßen es freudig, daß der Gauführer A n d r ö, Hersfeld, eine ganze Reihe von bekannten Hessen­turnern zu feinen engeren Mitarbeitern berufen hat, fo den Bezirksführer Dr. Rau, Butzbach, zum stell- vertretenden Gauführer; Bezirksoberturnwart Ru­dolf Paul, Gießen, zum Gauoberturn- wart; Bezirkspressewart H. Oßwald, Bad-Nau­heim, zum Gaupresse- und Werbewart; Bezirks- schwimmwart Franz Sauer, Gießen, zum Gau­schwimmwart. Damit ist seitens des Gauführers anerkannt, daß mit dem Bezirk (bisherigen Gau) Hessen ein turnerisch leistungsfähiges Gebiet dem neuen Gau Nordhessen angegliedert worden ist.

Bezirksführer Dr. Stau, Butzbach, wirb demnächst seinen Führerstab im Bezirk Gießen ernennen unb bie Kreiseinteilung vornehmen.