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Schulgebete.
In der von der Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum an die Nachgeordneten Behörden versandten Auswahl von Schulgebeten werden — außer den von uns bereits mitgeteilten Gebeten — noch folgende empfohlen:
Nun wir das Ziel gefunden, Hab' Dank für alle Stunden, Die du uns, Herr, beschert! Gieb fürder deinen Segen, Dann geht's dem Tag entgegen. Den unser Volk so heiß begehrt!
Amen.
*
Wir danken dir, du gnädiger Gott, daß du willst enden Deutschlands Not. Tilge Zwietracht, Verrat und Schande auf ewig im deutschen Vaterlande! Beschütze gnädig den Reichspräsidenten! Trag unfern Führer auf deinen Händen! Hilf allen, die in Deutschland regieren, daß sie uns mutig und weise führen! Mach unsre Herzen stark und rein, tafL uns stets treu und gehorsam fein, auf dklß, wie am Felsen des Meeres Wellen, der Haß aller Feinde muß zerschellen!
Amen.
*
» Wir danken dir, Hevr unser Gott. Bleib du bei uns in jeder Not. Und hilf, daß ich, wo ich auch geh, stets fest zu dir und Deutschland steh.
Amen.
Lieber Gott, wir bitten dich, sieh herab recht gnädiglich auf das deutsche Volk!
Gib uns Arbeit, Brot und Kraft, segne jeden, der da schafft für sein deutsches Volk!
Große Führer hast gesandt in das arme deutsche Land, für das deutsche Volk!
Beschütze sie vor jedem Leid, erhalte sie noch lange Zeit unserm deutschen Volk!
Amen.
*
Allmächtiger Gott, Herr des Himmels und der Erde; ber du die Völker nach deinem Rat lenkest, dich preisen wir und danken dir, daß du unserem Volke Hilfe bereitet haft.
Wir bitten dich, schau mit mildern Blick auf unser Vaterland, öas sich aus tiefer Not erhebt. Sei ihm ein starker Schild wider seine Feinde.
Schenke ihm Frieden und Wohlergehen.
Beschütze alle weltliche Obrigkeit, insbesondere den Reichspräsidenten von Hindenburg und den Reichskanzler
Adolf Hitler.
Gib ihnen Gerechtigkeit und Weisheit, auf daß sie verordnen, was recht ist, und mit Kraft vollbringen, was heilsam ist.
durch Christus, unseren Herrn. Amen.
*
Vater im Himmel, wir danken dir, daß du uns das helle Licht und die heilige Wahrheit des Evangeliums unseres Herrn Jesu Christi gegeben hast. Schenke uns den rechten Glauben und hilf uns, daß wir fromme Christen werden.
Gib uns deines heiligen Geistes Kraft dazu und laß ihn wirken in unseren Schulen und in der deutschen Jugend.
Herr der Welt, deiner Allmacht, Gnade und Gerechtigkeit befehlen wir unser Volk und Vaterland. Laß deine Sonne leuchten über aller deutschen Arbeit.
Gib aller treuen Arbeit deinen Segen.
Sei unser Schutz und Schild.
Laß Glauben und Brudersinn Treue und starkes reines Leben in deutschen Landen wachsen. Halte deine starke Hand über Obrigkeit und Regierung, leite sie in Weisheit und Gerechtigkeit nach deinem Rate.
Insbesondere laß deine Gnade walten über unserm Reichspräsidenten und unserem Reichskanzler, daß ihr Freiheitswerk gelinge zu deiner Ehre und zum Segen unseres ganzen Volkes und Vaterlandes.
Amen.
*
Vater!
Komm mit deinem Segen zu uns in die Schule. Pflanze dein Himmelreich tief in die Seelen. Baue das Vaterland fest in die Herzen.
Rüste mit Geist und Kraft, die Deutschland führen. Mach uns zum Guten froh, willig und folgsam.
Gib uns des Heilands Mut, heldischen Glauben, Daß wir fromm Jungvolk sind und deine Kinder.
Amen.
Schütte-Lanz in Gießen.
Eine Erinnerung.
Ein wundervoller, klarer, sonniger Morgen brach am 4. August 1915 an. Um 6 Uhr rückte die dritte Kompanie Ersatz-Bataillon 116 singend aus dem Hof iier neuen Kaserne, an dem reichbesetzten Gefangenenlager vorbei auf den Trieb, um Zielübungen und Entfernungsschätzen und anschließend Kompanie- Exerzieren vorzunehmen.
kaum war die Kompanie auseinandergezogen, da meldete ein Unteroffizier, daß über dem Daubringer Paß ein Zeppelin-Luftschiff zu sehen sei.
Nichtig, aber bas war doch kein Zeppelin, es sah zrößer und dicker aus und hatte eine leuchtend gelbe Karbe. Mit dem Feldstecher konnte man beobachten, Aaß es nur langsam vorwärts kam, daß es zwar allgemeine Richtung auf Gießen nahm, aber m i t Ler Spitze bald nach rechts, bald nach links steuerte. Da schien etwas nicht zu ftim- men. Die Propeller der hinteren Gondeln standen jtiU, die ber vorderen arbeiteten mit Unterbrechung. Lb da eine Havarie vorlag? Die Kompanie wurde ßchnell gesammelt und mit Hilfe aller vorhandenen Taschentücher ordnungsmäßig ein Landekreuz ausgelegt, das dem Führer des Schiffs als Zeichen dienen sollte, daß hier eine Landung vorgenommen werden könnte. 2er Wind kam aus Südwest. Die Windstärke war tiur gering, vom Daubringer Paß kommend, konnte das Luftschiff ohne Behinderung durch Bäume und Selegrapbentinien glatt landen. 120 Mann Halte- niannschaften waren vorerst da, vorsorglich wurde eher sofort eine Meldung an das Bataillon geschickt. Das Luftschiff kam langsam näher. Der Führer des Schiffes hatte unser Landekreuz bemerkt, kam lang- s am heran, senkte die Spitze und warf die Haltetaue aus, die sofort von den Mannschaften ergriffen rvurden.
Sanft setzten die Gondeln auf dem Boden auf, die Landung war vorzüglich gelungen.
Es war ein Schütte-Lanz-Luftschiff, das unter Führung von Hauptmann v. Pochhammer stand. Gs war in Berlin vom Kriegsministerium abgenom- rnen — als dessen Vertreter befand sich ein Major on Bord — und sollte nach Darmstadt überführt tuerben. Die Besatzung bestand aus etwa zwanzig
Mann. Auf der Fahrt hatten sich an zwei Stellen mittschiffs dieRundholmevondenLängs- holmen gelöst und klafften etwa20bis30 Zentimeter auseinander. Es bestand Gefahr, daß das Luftschiff bei Aufkommen stärkeren Windes und der entschieden starken Beanspruchung der vorderen und Hinteren Hälfte des Rumpfes in der Mitte auseinanderbrach.
Bekanntlich waren die Schütte-Lanz-Schiffe nicht aus INetall, sondern aus mehrfach aufein- andergeprehtem russischen Pappelholz erbaut
Vielleicht hatte sich durch atmosphärische Einflüsse die Bindung des Leimes gelöst und so den Bruch herbeigeführt.
Vor allem wurde schleunigst ein Erdloch ausgehoben, um dort einen Wagen zu versenken, an dem die Tauc befestigt werden konnten, dann wurden alle Handwerker, Schreiner, Schlosser, Zimmerleute, Techniker aus der Kompanie gefloßen, die den Schaden ausbessern sollten und schließlich telephonisch von der Liebigshöhe aus die Herren Geheimer Rat Aß mann und Geheimer Rat König auf den Trieb gebeten, um über die genaue Wetterlage zu berichten. Inzwischen fliegen Hauptmann v. Poch - Hammer, der Kompanieführer und die Handwerker in das Schiff, um die nötigen Maßnahmen zur Ausbesserung des Schadens zu treffen.
Das Innere des Schiffes bot einen überwältigenden Eindruck. Die Sonne leuchtete durch die gelbe hülle, und das mächtige holzgeftänge wirkte wie der Kuppelbau eines gewaltigen Domes auf den Beschauer.
Aus der Plattform befanden sich zwei Maschinengewehre. Das Ergebnis der Untersuchung lautete dahin, daß man wohl 12 bis 14 Stunden benötige, um die Holme wieder miteinander zu verbinden. Solange wollte der Herr Major nicht warten, und drängte auf Weiterflug, er war der Meinung, daß man mit dem Luftschiff auch in seinem jetzigen Zu- stand noch nach Darmstadt kommen könne, wo man bessere Mittel zur Instandsetzung habe, wie hier. Inzwischen waren die Herren A ß m a n n und K ö - nig erschienen und berichteten, daß man in den frühen Nachmittagsstunden mit einem zyklon- artigen Sturm rechnen müsse, und daß das
Luftschiff an der für die Verankerung vorgesehenen Stelle gefährdet sei. Hauptmann v. Pochhammer erklärte, unter diesen Verhältnissen nicht aufsteigen zu können, da er die Verantwortung für Luftschiff und Besatzung nicht übernähme. Mit Rücksicht darauf wurde das Luftschiff durch die Haltemannschaften in die geschützte Waldecke am Philosophenwald unterhalb der Wälle verbracht.
Dort im Windschatten hielt man es auch bei aufkommendem Sturm für geborgen.
Nun waren auch die anderen Kompanien im Laufschritt herangekommen und konnten die bisherigen Haltemannschaften ablösen. Diese interessante Ab- wechslung in dem sonst so eintönigen Dienst löste unter den Mannschaften große Begeisterung aus. Auch die Insassen des Gefangenenlagers standen in dichten Haufen zusammen und sahen dem ungewohnten Schauspiel mit lebhafter Anteilnahme zu.
Die Haltemannschaften wurden von Hauptmann v. Pochhammer genau unterrichtet, wie sie sich im Falle eines Sturmes zu verhlten hätten, und nun ging es sofort an die Ausbesserungsarbeiten. Bei einem Hornsignal sollten sämtliche Arbeiter sofort das Schiff verlassen. Allmählich war es Mittag geworden. Glühend heiß brannte die Sonne. Die Mannschaften der 3. Kompanie wurden abgelöst, sollten sich aber in der Kaserne zu sofortiger Hilfeleistung bereit halten.
kaum war die 3. Kompanie auf dem Hofe der Neuen Kaserne angelangl, da erhob sich — es mag 14 Ahr gewesen sein — der oorausgefagte Sturm, aber mit solcher Plötzlichkeit, daß die Arbeiter unverzüglich das Luftschiff verlassen mußten. Alles hing sich an die Haltetaue. Wie ein gebändigter Riese versuchte das Luftschiff, sich von Menschenhänden zu befreien
und in fein eigenes Element hinaufzusteigen, ohne zu ahnen, daß es ohne menschliche Hilfe dem Tode verfallen sei. Die 3. Kompanie eilte im Laufschritt nach dem Trieb. In der kurzen Zeit hatte der Sturm aber eine Stärke angenommen, die es unmöglich machte, das Schiff zu halten. Die Haltemannschaften wurden willenlos auf dem Boden hin- und hergezerrt, manchmal vom Boden hochgerissen, es war unmöglich, den Riesen zu bändigen. D i e Lage wurde von Minute zu Minute bedenklicher, und es bestand die Gefahr, daß ein Teil der Mannschaften mit in die Luft gerissen würde. Hauptmann von Pochhammer mußte schweren Herzens das
Signal zum Loslassen
geben. Gerade als die 3. Kompanie auf den Trieb einbog, erhob sich der Riesenleib führerlos in die Luft, schlug auf die Baumkronen des Philosophen- waldes auf, wurde nach Wieseck abgetrieben, verlor beim Ausschlagen auf den Boden die Hintere
Gondel, wurde wieder hochgerissen und torkelte in etwa 30 bis 50 Meter Höye in der Luft weiter Richtung Stolzer Morgen (heutiger Flughafen). Ohne einen Befehl abzuwarten, lief alles teils durch den Wald, teils auf dem Rödgener Weg dem Luftschiff nach.
Von einem neuen Wirbelsturm erfaßt, drehte sich das Luftschiff noch mehrmals im kreise und schlug dann mit lautem krachen unmittelbar am Rödgener weg, etwa 30 Ulctet von der Waldzunge links des genannten Weges auf dem Boden auf.
Sofort wurde der Platz abgesperrt und nun ging es mit Seitengewehren hinein in die Hülle, um vor allem das Gas abzulassen und die noch irgendwie brauchbaren Ballonetts zu retten. Mitten in der Arbeit, es mögen wohl 20 Mann im Innern der Hülle gewesen sein, stürzte das ganze Gerippe mit lautem Krachen über dem Kopf der Leute zusammen. Abgesehen von einigen zerrissenen Uniformen und Hautabschürfungen war nichts passiert. Es war aber keine leichte Aufgabe, aus dem Gewirr von Drähten, Gestängen, Splittern, Rohren und Stoffteilen der Hülle wieder ins Freie zu gelangen.
Inzwischen hatten sich wohl einige Tausend Zuschauer zu Fuß, Rad und Auto eingefunden, um Zeuge dieses gewaltigen Schauspiels zu sein. Lastwagen aller Art tarnen, um die noch verwertbaren Teile wegzuschaffen. Bordbuch und Kompaß waren und blieben verschwunden, sie wurden auch nicht gesunden, als am anderen Tage das Ersatzbataillon den ganzen Wald in Schützenlinien absuchte. Der Rest des noch vor Stunden so stolzen Luftriesen wurde zusammengeschlagen und aus ihm ein Scheiterhaufen gebildet. Bevor die Flammen hochschlugen, nahmen sich noch Kinder und Erwachsene Erinnerungsstücke mit und in vielen Familien Gießens werden sich noch Holzstücke und Aluminiumteile vom Schütte-Lanz befinden.
3n wenigen Minuten war aus dem Wunderwerk der Technik ein Aschenhausen geworden.
Hauptmann vonPochhammer konnte sich beim Anblick dieses Restes seines Schiffes der Tränen nicht erwehren.
Damals durften aus militärischen Gründen keine Berichte in die Zeitung kommen, heute bestehen diese Bedenken nicht mehr. Bei manchem, der Zeuge des Unglücks war, ist in unserer schnelledenden Zeit die Erinnerung daran in Vergessenheit geraten. Niemand ahnte damals, daß neun Jahre später an dieser Stelle der Gießener Flughafen entstehen würde.
Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit und neues Leben blüht aus den Ruinen.
VM-Schulungstagung in Mainz.
1. Schulungsiag.
Mainz, 8. Oktober 1933.
Dieser Tage begann auf der Zitadelle in Mainz die Schulungstagung der Landesjugendführung des VDA. Hessen. Der Landesschulungsleiter, Referendar Triebert (Darmstadt), konnte neben weit über 100 Führern der VDA.-Jugend, die überwiegend im Braunhemd erschienen waren, den Vertreter des Oberbannes III der HI., sowie eine Reihe von Unterführern der HI. und verschiedene Ehrengäste willkommen heißen.
Im Anschluß daran sprach der Auslandsreferent im Oberbann III der HI. und Landesjugendführer des VDA. in Hessen, Dr. Erckmann (Darmstadt), über das Thema:
„vDA.-3ugend und neues Reich".
Er schilderte zunächst in kurzem Abriß das Schicksal Deutschlands während der letzten 100 Jahre, die Zerreißung der Nation in das bürgerliche und proletarische Lager, die Veräußerlichung des bloßen Staatsdenkens nach 1870, um dann zum völkischen Erwachen von 1914 zu kommen. Danach gab er ein Bild von der Zerstörung der Front durch die Zersetzung in der Heimat, von der Schmach des Novembers 1918 und von Versailles und kam dann zu einem lebendigen Bekenntnis zum fanatischen Kampf des Nationalsozialismus und des Führers um Deutschland bis zum Endsieg.
Schon während des wilhelminischen Zeitalters ist der Gedanke der Zusammengehörigkeit aller Menschen deutschen Blutes in den Reihen des VDA. lebendig gehalten worden. Aber er konnte nicht durchdringen. Erst die Bewegung Adolf Hitlers schuf im Volk das Bewußtsein der rassigen und blutsmäßigen Gemeinschaft über die Staatsgrenzen hinaus.
Zu diesem Bekenntnis stand vor allem die deutsche Jugend. Es ist das große und bleibende Verdienst der HI. vor allen anderen Verbänden, sich kämpferisch für das völkische Deutschland eingesetzt zu haben. In dieser großen Aufgabe treffen sich HI. und VDA.-Jugend auf: einem einheitlichen Boden. Die VDA.-Jugend hat ihre besondere Aufgabe und muß ihr dienen. Aber sie kann es nur, wenn sie ganz vom Geist des Nationalsozialismus erfüllt ist.
Dann nahm Oberbannorganisationsleiter Walter Richter das Wort. Er überbrachte Grüße des Oberbannführers Walter Bloch. Sodann sprach er von dem Totalitätswillen der HI., dem sich alle
Bünde unterwerfen mußten; wenn aber ein Bund ein Eigenleben brauche und führen müsse, so sei es die VDA.-Jugend, die um ihrer auslandsdeutschen Aufgabe willen nicht rein äußerlich zur HI. werden dürfe.
Das Ziel der HI. ist ein einiges und freies Deutschland. Bis zur Zeit des Sieges war die HI. Kampfttuppe. Der Sieg ist errungen. Nun stehen auch die andern großen Aufgaben vor uns, ja sie beginnen erst. Es gilt nicht mehr für Deutschland zu sterben, sondern dafür zu leben. In diesem Geist will die HI. das Erbe der Frontkämpfer antreten. Dazu bedarf es eines geschlossenen Ganzen. Vor anderem hat die HI. dafür zu sorgen, daß die große Idee des Nationalsozialismus das Gut der ganzen deutschen Jugend wird. Das Wichtigste bei all diesem ist die Erziehung unserer Jugend zu deutschem Denken, deutschem Fühlen und deutschem Wollen. Hier gibt es keinen Unterschied zwischen Hitler-Jugend und VDA.-Jugend. Für beide gilt das Leitwort: Deutschland, nichts als Deutschland!
Die begeisterten Ausführungen riefen augenblicklich alle auf zum „Heil" auf den Führer. Die Kundgebung endete mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied.
2. Schulungstag.
Der zweite Schulungstag der VDA. - Schu - lungstagung in Mainz brachte zunächst den Vortrag von Dr. Neumann (Groß-Umstadt) über das Thema:
„Volkstumspflege als Rasseschicksal".
Der Redner führte u. a. aus: Der Führer Adolf Hitler hat die seither schon gekannte rassenkund- liche Betrachtungsweise des geschichtlichen Geschehens zu einer rassenbiologischen erweitert und vertieft. Dadurch ist die Wissenschaft veranlaßt worden, gesicherte Ergebnisse der Biologie ihrer Geschichtsbetrachtung zugrunde zu legen. Sie hat festgestellt, daß der Unterschied zwischen den Rassen weniger durch Hautfarbe und Körperform gekennzeichnet ist, als durch Lebensauffassung und -anschauung. So gesehen unterscheidet man: Herren-, Fellachen- und H ä n d l e r r a s s e n , die sich voneinander scheiden in der Art des Erwerbs der Nahrung. Für die Herrenrassen geschieht sie durch die Losung der Raumfrage. Blut und Boden, Muttersprache und Vaterland, Volk und Raum gehören untrennbar zusammen. Sie bilden die Grundlage des Staates, und aus dieser Verbindung erklärt sich das Streben nach National-
Kovfsalat 5-10 Pf., Endivien 5-10 Pf. v. Stück, Svinat 10 Pf. p. Pfd., weiße, rote, aelbeRüben 8 Pf. v. Pfd., Rettich, Radies Bund 10 Pf., empfiehlt (oense
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Bekanntmachung.
Die öffentliche Ziehung der Auslosungs- richte zu den Ablösungsanleihen der Stadt Gießen für das Jahr 1933 findet am Dienstag, dem 24. Oktober 1933, 15 Uhr, auf Zimmer Nr. 6 im Stadthaus, Bergstraße 20, statt. 6286C
Das Ergebnis der Auslosung wird m den Tageszeitungen baldmöglichst öffentlich bekanntgegeben.
Gießen, den 9. Oktober 1933.
Bürgermeisterei Gießen. I. V.: vr. Seid.
Bekanntmachung.
Der Verkauf von kraut, Kartoffeln und Obff auf Wagenladungen findet 6285C
Samstag, den 14., 21., 28. Oktober, und 4. November 1933
nur auf dem Oswaldsgarten statt.
Gießen, den 12. Oktober 1933.
Bürgermeisterei Gießen. J.V.r Or.Seib.
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