Ausgabe 
12.8.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

hing eine Schuldenlast von über 100 000 Mark zu verdanken. Die Gemeindeverkretung beschloß einstimmig, den ehemaligen sozialderno- kratischen Bürgermeister Becker haftpflichtig zu machen, ebenso den früheren Gemeinderechner Ja­kob S e i b o l d t. Auf die Grundstücke dieser bei­den Leute sollen Hypotheken zwangsweise ein­getragen werden.

Kreis Alsfeld.

* Alsfeld, 11. Aug. Dieser Tage fand im GasthausZum Anker" eine Versammlung der Wagner-Innung statt, die von dem Vorsitzenden K i r s ch b a u m geleitet wurde. Don der Versammlung wurde der freiwillige Zusammenschluß aller selbständigen Wagner des Kreises Alsfeld befür­wortet. Für die Adolf-Hitler-Spende wurden je Mitglied 3 Mk. erhoben. Der jährliche Bei­trag wurde auf 2 Mk. festgesetzt. Zur Teilnahme an dem in Aussicht genommenen vierwöchigen Kursus in Ridda wurden die Kollegen Kirsch- b a u m und H e d d e r i ch, Alsfeld, bestimmt.

Oberheffen.

Obstpflück- und Verpackungskurse >m Herbst.

Von der Hessischen Bauernkammer wird uns mitgeteilt:

3m Sinne der Bestrebungen der Reichsregie- rung liegt es, daß die Obstanbauer in Hessen trotz vielfach unbefriedigender Ernteaussichten in Spatobst sich mit den neuzeitlichen Me­thoden der Obsternte usw. vertraut machen. Dazu gehören auch die nunmehr als Standardverpackungen bestimmten Ge­fäße. Die Hessische Bauernkammer will, soweit das mit den gegebenen Einrichtungen und den vorhandenen Mitteln möglich ist, Gelegenheit ge­ben, diese Aufgaben praktisch und theoretisch kennenzulernen durch Veranstaltung dieser Kurse.

Voraussetzung für Abhaltung solcher Kurse ist 1. Antragstellung durch örtlichen Obstbauve» ein oder Obst- und Gcmüseadsatzgenossenschast,

2. Stellung genügender Bäume mit ausreichen­dem Behang, . r , K

3. unentgeltliche Stellung von einfachen und doppelten Leitern, ortsüblichen Pflück-, Ernte- und Transportkörben, bzw. Kisten, Holzwolle usw.,

4. Bereitstellung einer Halle oder Scheune mit Tischen, um auch bei Regenwetter die Sortle- rnngs- und Packarbeiten praktisch vornehmen zu

Träger der Veranstaltung soll stets ein O b st - bauverein sein. Obstabsahgenossen- schäften werden vorerst, so lange die Orgam- sation im Obstbauvereinswesen noch nicht durch- geführt ist, den Vereinen gleichgestellt Die Kurse sind von eintägiger Dauer und stehen unter Leitung des Obstbauinspektors der zuständigen Inspektion. Anmeldungen sind an diese zu richten. Anmeldeschlußtermin ist der 1. September. Es bestehen in Oberhessen folgende Inspektionen:

Inspektion IV für die Kreise Friedberg und Gießen, Sitz der Inspektion Friedberg, Inhaber: Herr Gar­tenbauinspektor Rent sch. Fried- berg,

Inspektion V für die Kreise Büdingen und Schotten, Sitz der Inspektion Büdingen, Inhaber: Herr Obstbau­inspektor Metternich- Büdingen, Inspektion VI für die Kreise Alsfeld und Lau­terbach, Sitz der Inspektion Lau­terbach, Inhaber: Herr Obstbautech­niker Kurz, Schadges b. Lauter­bach.

Zugentgleisung im Lumdatal.

* K e s s e l b a ch, 12. Aug. Der Personenzug, der kurz nach 7 Uhr Gießen verläßt und gegen 8 Uhr in Grünberg eintreffen soll, nahm zwischen Lon­dorf und Kesselbach einen unfreiwilligen Aufenthalt. Der heftige Regen, den das Gewitter heute Nacht mit sich brachte, hatte große Mengen Steine und Sand über d i e Schienen geschwemmt, wo diese die Straße von Kessel­bach her kreuzen. Als der Zug die Stelle passierte, sprang ein Personenwagen mit einer Achse aus dem Gleis, so daß der Zug halten mußte. Von Grünberg wurde sofort eine Hilfsmaschine an­gefordert, die, nachdem man den Wagen wieder auf die Geleise gehoben hatte, den Zug nach Grünberg brachte, wo er mit etwa 75 Minuten Verspätung an­kam. Die Freiwillige Sanitätskolonne von Gießen wurde alarmiert, brauchte aber nicht einzugreifen, da von den Fahrgästen niemand zu Schaden kam.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 12. Aug. Der Gemeinderat trat gestern abend unter dem Vorsitz von Bürger­meister Euler zu einer Sitzung zusammen. Nach dem Ausscheiden des Mitgliedes Karl Seibert wurden die verschiedenen Kommissionen ergänzt. Das früher vorgesehene Arbeitsbeschaf­fungsprogramm in Höhe von 55 000 Mark wurde nur zum kleinen Teil durchgeführt, weil der Gcmeinderat den Standpunkt vertritt, daß es in Anbetracht der starken Verschuldung der Gemeinde im Interesse der Steuerzahler nicht zu verantworten fei, weitere Lasten zu übernehmen. Da er es aber für seine Pflicht ansieht, den Arbeitslosen Arbeit und Arbeit zu geben und hierdurch auch wieder die Gemeinde zu entlasten, will Bürgermeister Euler sich bemühen, Arbeitslose anderwärts unterzubringen. Als Schätzer entsprechend dem Reichsviehseuchengesetz bestimmt wurden: Hein­rich R o d e n h a u s e n, Karl Weller, Friedrich Becker und Heinrich Benner. Der Wahrung des Eigentums der Gemeinde an den Pro­vinzial st raßen wurde nach Vorschlag zuge­stimmt, ebenso wurde der Waldwirtschafts- plan 1 9 3 4 genehmigt. Die Eindeckung und das Walzen der Kirchstraße wurde nachträglich ge­nehmigt.

+ Grünberg, 11. Aug. Letzthin tagte die G a l l u s m a r k t - K o m m i s s i o n, um sich mit der Ausgestaltung des diesjährigen Gallus» Marktes zu befassen. Von der Abhaltung einer Lotterie wurde abgesehen, um den Absatz der Lose für Arbeitsbeschaffung nicht zu stören. Gleich wie in den letzten Iahren soll am Sonntag vor dem Markte wiederum ein Heimatabend stattfinden. Für den zweiten Markttag ist eine große Kundgebung der nationalsozialistischen Bauernschaft geplant, bei der Staatskommissar Dr. Wagner, Darmstadt, sprechen wird.

4~ Grünberg, 11. Aug. Die hiesige Frei­willige Feuerwehr hielt dieser Tage zum Zweck der Gleichschaltung eine außerordent­liche Hauptversammlung ab. In vorausgegan­genen Verhandlungen mit der Ortsleitung der ÄSDAP. war die Frage des Führers geklärt worden. Einhellig wurde der seitherige erste Hauptmann Karl S e i s a r t mit der Bezeichnung Oberbrandmeister als Führer der Wehr be­stimmt. Die einzelnen Aemter wurden dann in folgender Weise beseht: stellvertretender Führer Karl Schmid't; Brandmeister: Karl Möller für Löfchzug I und Karl Böß für Löschzug II; Führer der Steigmannschaft: Gg. Dan. Haas, Stellvertreter Fritz Gehringer; Führer der Hydrantenmannschaft: Wilh. Ide, Stellvertreter Herm. Magel; Führer der Spritzenmannschaft: Konr. Trinkaus, Stellvertreter Aug. Leine­weber; Führer der Motorspritze: Karl Schott; Führer der Wachmannschaft: Herm. Eier»

tänzer; Rechner: Otto Allmendinger; Schriftführer: Friedr. Iockell.; Zeugwart. Wilh. Lehmann. Die seither als Obleute tätigen Mitglieder: Karl Becker, Karl Heidt und Karl Jöckel VI. wurden zu Ehren­mitgliedern ernannt. Rach einer kernigen An­sprache des Oberbrandmeisters, die in ein Hoch auf den Reichspräsidenten v. Hindenburg und den Reichskanzler Adolf Hitler ausklang und nach dem Gesang je der ersten Strophe des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung beendet. Im Herbste dieses Iahres kann die Freiwillige Feuerwehr auf ihr 60jähriges Bestehen zurückblicken.

Kreis Friedberg.

WSR. Friedberg, 11. Aug. Rach der Prüfung der Finanzkommission hat die Gemeinde Rieder-Eschbach der früheren Gemeindeverwal-

SJL-tfpont

Oie Erinnerungstafel für Günther Groenhoff.

4

Auf der Wasserkuppe in der Rhön, wo Günther Groenhoff seine hervorragenden Segelflüge durch­führte, wurde eine Erinnerungstafel zu Ehren dieses unvergeßlichen Pioniers des deutschen Segelflug­sports angebracht.

Ruhetag aus der Wafferkuppe.

Der Freitag lieh, abgesehen von einigen Schleppstarts infolge der allgemein großen Be­ständigkeit der Thermik, keine Flugtätigkeit zu. Die gestern zu großen Tleberlandflügen gestarteten Piloten kehrten heute im Laufe des Tages wieder nach der Wasserkuppe zurück und konnten so ihre erfolgreichen Flugzeuge wieder einmal gründlich nachsehen. Unsere Piloten warten nun auf den Durchbruch der Front, der ja einmal kommen muh.

An der Stelle, an der im vergangenen Iahve Günther G r ö n h o f f tödlich abstürzte, wurde in aller Frühe eine Gedenktafel emgeweiht, bei

der der Rhöngeist Oskar H r f i n u 6 an die Flie­gerkameraden einige beachtliche Worte richtete. Er ermahnte die Flieger, weiterhin für das neue Deutschland zu kämpfen, damit sie der Welt durch Leistungen zeigen, dah sie dem schon 1920 gesteck­ten Ziel weiter zustreben und der Welt Achtung abzuringen gewillt seien. Wenn es schon im ver­gangenen Iahre nach dem Todessturz Günther Grönhosfs hieh, es wird weiter geflogen, so müsse es jetzt heißen: es wird weiter geflogen, erst recht.

Die Oberleitung der14. Rhön" hat folgende Sonderpreisausschreibungen für die Dauer der diesjährigen Veranstaltung bekannt- gegeben: Der Deutsche Luftsportverband schreibt im Rahmen der Veranstaltung ein vom Reichs­minister der Luftfahrt als Preis gestiftetes Mo­torflugzeug aus für eine überragende Einzel- oder Gesamtleistung auf einem selbstgebauten, gemel­deten und zugelassenen Segelflugzeug. Der Eh­renpreis des Reichs st atthalters für Hessen fällt an das aus dem Staate Hessen gemeldete Flugzeug, das die beste Leistung auf­weist. Der Dayernpreis der Staatskanzlei des Freistaates Bayern in Höhe von 1000 Mark fällt an die beiden Flugzeuge, die von der Wafser- kuppe am weitesten in bayerisches Gebiet gelan­gen und dort landen. Während der als Wan­derpreis ausgeschriebenePrinz-Heinrich-Preis der Lüfte" die Leistung der höchsten anerkannten Höhe belohnt, zeichnet der ebenfalls als Wander­preis ausgeschriebeneBad Homburg-Pokal" zum Gedächtnis an Iohannes Rehring denjenigen Bewerber aus, der die größte anerkannte Strecke schafft. Endlich wurde auch noch als Wanderpreis der Preis des Kreises Gersfeld, die Rehring-Pla­kette, für das Aleberftiegen der Milseburg und Rückkehr zur Startstelle erneut ausgesetzt.

Handball im Bezirk Hessen der OT.

Io. Heuchelheim Spiclvereinigung 1900 Gießen.

Zu einem Gesellschaftsspiel erwartet Heuchelheims 1. Elf am morgigen Sonntag die gleiche Mannschaft der Spieloereinigung 1900 Gießen. Man rechnet mit einem spannenden Kampf.

Bei dem in Holzheim abgehaltenen Kreisspiel- fest konnte die 1. Handballmannschaft des Turn­vereins Lang-Göns, die sich von der besten Seite zeigte, in der ^-Klasse bei einer Beteili­gung von 6 Mannschaften den ersten Platz er­ringen.

Am kommenden Sonntag empfängt die gleiche Mannschaft die 1. Elf des Turnvereins Lützel­linden. Beide Mannschaften dürften sich einen gleichwertigen, spannenden Kamps liefern.

Zu den Kölner Leichlachlelik-Misterschasten.

Oben links: Der Deutschamerikaner de Bruyn, der schon 1931 den Marathonlauf gewann. Daneben: der Leipziger Weimann, zweitbester Speerwerfer der Welt. Rechts: Ionath, der schnellste Mann der weißen Rasse. Unten links: Hirschseld, Titelverteidiger im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Daneben: Sieverts, der den Weltrekord im Zehnkampf aufstellte. Rechts: Dr. P e l tz e r , der einstige Weltrekordinhaber, der wiederum mit den besten Aussichten am 800-Meter-Lauf teilnimmt, in dem er schon vor zwölf Jahren die Meisterschaft eroberte.

Vier 1900er bei den

Oeuischen Leichtathletikmeisterschaffen.

Im Kölner Stadion werden morgen und über­morgen die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften zum Austrag gebracht. Im Kampf um die Meister­titel ist die Elite der deutschen Leichtathletik ver­sammelt. Es wird schwerer denn je sein, sich in den mitunter außerordentlich starken Feldern durchzu- ietzen. Sich für die Entscheidungen zu qualifizieren, ist zweifellos schon als großer Erfolg zu werten. Unter diesem Gesichtspunkt muß auch der Start der 1900er, die durch einen Kurzstreckler, einen Langstreckler und zwei Werfer vertreten sind, bei trachtet werden, lieber 100 und 200 Meter ist Eugen Eldracher gemeldet. Er ist nicht mehr der große Läufer von 1929, besonders über die kürzere Sprint­strecke fehlt ihm die notwendige Anfangsgeschwin­digkeit, man hofft jedoch, daß er über 200 Meter uaQ; -ppaailnü öunftisI uajnß iauia jiui laqaira Marathon-Lauf bestreitet Paul Gerhardt. Er hat nicht weniger als 60 Mitbewerber. Unter anderem ist auch der bekannte Deutsch-Amerikaner Paul de Bruyn am Start. Neben ihm gilt als heißer Favorit der famose Brauch von Osram Berlin. Falls Gerhardt seine gute Form der letzten Zeit hat, sollte er einen günstigen Platz belegen können. In den Wurfkonkurrenzen nimmt Arthur Kilo am Diskuswerfen, Unterfeldwebel Otto Gugel (1. Komp. IR. 15) am Kugelstoßen und Schleuderballwerfen teil. Im Vorjahre überraschte Kilo die Sportwelt durch einen Wurf von 45,56 Meter auf den Meisterschaften, der ihm den zweiten Platz einbrachte. Um sich dieses Jahr durchsetzen zu können, muß er schon in Bestform sein. Bei Gugel wird es stark davon abhängen, wie er sich mit dem Wettkampfmilieu abfindet. Seine Trainingsleistun­gen dürften hinreichen, in die Entscheidung zu kommen.

Die Jugend in Darmsladl.

Endlich kommt auch mal die Jugend au Wort. Eine kleine Expedition führt nach Darmstadt zu den I u g e n b n a t i o n a I e n des Sportvereins 1 89 8. Diese Wettkämpfe, die das beste süddeutsche Iugendmaterial im Kampfe sehen, genießen sehr guten Ruf. Es muß natürlich schon einiges Können vorhanden fein, wenn man ein Wort mitreden will. Hoffentlich zieht sich der 1900er Nachwuchs entsprechend gut aus der Affäre.

Zwangslandung der Oeutschlandflieger in Darmstadt.

Der Deutschlandflug, der im jährlichen Wechsel mit dem Europaflug das große flugsportliche Ereignis darstellt, wird in diesem Jahre in den Tagen vom 23. bis 27. August ausgeflogen. Am Sonntag, dem 27. August, werden die Flugzeuge der Klasse B und C des Wettbewerbs, von Berlin kommend, in Darm­stadt zwangslanden. Man rechnet mit einer Beteili­gung von etwa 100 Flugzeugen in den beiden Klassen. Da Darmstadt neben Mannheim der einzige Zwangslandeplatz im Rhein-Main-Gebiet ist, wird sein Flughafen am 27. August das Ziel aller Freunde des Flugsportes sein. Die Organisation hat die Ortsgruppe Darmstadt des Flugsportoereins Hessen-Darmstadt im VLB. übernommen.

Schwimmen für das Turn- und Sportabzeichen.

Am morgigen Sonntag wird in der Zeit von 10 bis 12 Tlßr in der Müllerschen Badeanstalt in Gießen die Prüfung für das Turn- und Sport­abzeichen im Schwimmen abgenommen.

Kurze Gportnotizen.

Renngemeinschaften, wie sie die Welt- fahrbestinimungen des Deutschen Ruder-Verbandes für alle Bootsgattungen zulassen, werden jetzt auch für das Jugendrudern, allerdings nur im Achter, ge­nehmigt.

Wirtschaft.

Frankfurt freundlich.

F r a n f f u r t a. M., 12. Aug. (WTB. Drahtmel­dung.) Der Samstagsverkehr zeigte an der Frank­furter Börse gegenüber den vorhergegangenen Ta­gen eine geringe Belebung. Auf den meisten Gebie­ten lagen kleine Kauforders vor, so daß sich die Kurse nahezu ausschließlich um 0,25 bis 0,50 v.H. verbes­sern konnten. Zu der freundlichen Stimmung trug wesentlich die Erwartung der morgigen Rede des Reichswirtschaftsministers Dr. Schmidt bei, und die Hoffnung auf günstige Ausführungen wirkte sich insbesondere auch auf den Rentenmarkt vor­teilhaft aus. Besonderes Interesse wurde für Far­benaktien aufgebracht (plus 0,13 v. H.), Deutsche Erdöl lagen 0,75 v. H. höher. Von Elektroaktien ge­wannen AEG. 0,25 v. H., Akkumulatoren Berlin lagen behauptet, nur Gesfürel gaben 0,50 o. H. nach. Der Montanmarkt lag widerstandsfähig, nur Maris­felder hatten eine kleine Einbuße von 0,25 v.H. Von Schiffahrtsaktien konnten sich Norddeutscher Lloyd um 0,25 v. H. und Hapag um 0,13 v. H. ver­bessern. Reichsbankanteile waren 0,50 v. H., Aku 0,13 o. H. höher. Nach den ersten Kursen gewannen Farben weitere 0,25 v. H.

Am Rentenmarkt eröffneten Altbesitz 0,50 v.H. über gestern, in späten Reichsschuldducyforde- rungen lag nur Nachfrage vor und sie gewännet ca. 0,25 v. H. Auch Stahlvereinbonds lagen 0,25 v. H. höher. Am P f a n ö b r i e f m a r f t lag bei kleinem Geschäft überwiegend Nachfrage vor. Gold- und Liquidationspfandbriefe erhöhten sich meist um ca. 0,25 v.H. Auch Kommunalobligationen lagen etwas fester. Staats- und Stadtanleihen waren ruhig und unverändert, 6proz. Stadt Frankfurt eher angeboten.

Im Verlaufe hielt die freundliche Stimmung am Rentenmarkt an. Von ausländischen Anleihen kamen Zolltürken unverändert zur Notiz. Reichs- bankoorzugsaktien erschienen später knapp behaup­tet. Auch an den Aktienmärkten zeigte der Verlauf keine wesentliche Veränderungen. Rheinstahl notier­ten 0,50 v. H., Stahlvereinaktien 0,25 o. H. höher, Lechwerke und Felten 0,25 v. H., dagegen wiesen Zement Heidelberg und Zellstoff Waldhof gering­fügige Verluste auf. Aku konnten sich um 0,13 v. H. verbessern. Am Geldmarkt bestand vermehrtes Angebot, der Satz für Tagesgeld blieb aber zu 3 v. H. unverändert.

* 1*1 Gießen ilP" PlocksMZ Alle Photoarbeiten sauber lind preiswert!

Du9rst^BullrkhBrause^BuHrkh-SahSL