Ausgabe 
12.7.1933 Frühausgabe
 
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Chefredakteur

Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undfür denAn- zeigenteil i. V. TH.Kümmel sämtlich m Gieren.

Vier Millionen Reichsmark Arbeitsfpende.

Ein verheißungsvoller -lnfang.

Berlin, 11. Juli. (TDIB. Funkfpruch.) Nicht weniger als 3 978 530,61 Mark wurden b i s zum 3 0. Juni bei Finanz- und Zollämtern für die Spende zur Förderung der nationalen Arbeit ein­gezahlt. von einem Landesfinanzamtsbezirk liegen noch keine Angaben vor, fo daß die Zahl heute bereits vier Millionen überschreiten wird. Die Sammlung für diese Spende ist etwa Milte Juni eingesetzt. Das Ergebnis wurde also in zwei Wochen erzielt. Täglich gingen annähernd 300 000 Reichsmark ein. Lin schöner Erfolg, wie er besser nicht erwartet werden konnte.

Der Appell an die Opferbereitschaft unseres Vol­kes ist also nicht vergeblich. In Jahren der Not und inneren Haders schien das vewutztsein im Volke erstorben zu fein, datz alle Berufsstände und Erwerbsschichten schicksalhaft verbunden sind, heute ist der Gemeinschaftssinn wieder erwacht und drängt zur Tat. Vertreter aller volkskreise haben Anteil an dem An­fangserfolg der Arbeitsspende. In Stadt und Land hat der Ruf des Führers und Kanzlers Widerhall gefunden und noch besonders hervorzuheben ist: auch Arbeitnehmer haben es sich nicht neh­men lassen, am Lohn- und Gehaltszahlungstag einen Betrag für die Spende abzuführen, weiter fo! Dann wird aus Millionen kleiner Quellen und Bäche der Strom wachsen, der in Stadt und Land Segen spendet.

Annahme st eilen für die Spende sind alle Finanzämler, Zollämter und Hauptzollämter. Uebcr- weisungen an diese Annahmestellen können erfolgen durch Post, Bank, Sparkasse usw.

Nie begonnene Arbeüsschlacht

Staatssekretär Reinhardt im Rundfunk.

Berlin, 11. Juli. (TU.) Im Rundfunk sprach am Dienstagabend über alle deutschen Sender der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, Rein­hardt, überD i e begonnene ArbeitÄ- s ch l a ch t". Er erklärte, daß das Gesetz der Vermin­derung der Arbeitslosigkeit vom 1. Juni d. 3. den e r st e n Großangriff der Reichsregierung Adolf Hitlers gegen die Arbeitslosigkeit darstelle und erläuterte dann zunächst den Abschnitt des Ge­setzes, das die Förderung der Ehefchlie- ß ii n g e n zum Gegenstand hat. Eine von ihm her­ausgegebene Schrift, die alles darüber ^enthalte, sei von der nächsten Woche abbeiallenStandes- ä m t e r n erhältlich. Die Auswirkungen des Gesetzes würden bereits im letzten Bericht der Reichsanstalt für Arbeitslosenvermittlung dahin gekennzeichnet, daß die Möbelindustrie einen neuen A u f st i e a erhalten habe. Auch die Bestimmungen, die die Ü e b e r f ü h r u n g weiblicher Ar­beitskräfte in die Hauswirtschaft be­zweckten, begännen sich bereits auszuwirken. Nach dem letzten Bericht der Reichsanstalt sei trotz der 'Reisezeit auf dem Arbeitsmarkt der Hausgehilfinnen in fast allen Bezirken des Reiches eine merkliche Entlastung eingetreten. Der Redner beschäftigte sich d-rnn mit den Bedingungen, unter denen Dar­lehen und Zuschüsse auf Grund der Arbeits­schatzanweisungen im Gesamtbeträge von einer Mil­liarde Reichsmark gewährt werden. Allen Gemein­den, öffentlich-rechtlichen Körperschaften sei zu emp­fehlen, daß schnell gehandelt werde, und daß aller übermäßiger Bureaukratismus bei der Behandlung der Anträge ausgeschaltet werde. Es sei zu wünschen, daß die Gemeinden und sonstigen öffentlich-rechtlichen Körperschaften die An­träge noch in diesem Monat möglichst noch in der laufenden Woche einbrächten. Aussicht auf Erfolg hätten nur solche Anträge, denen einwand­freie Pläne und Berechnungen zugrunde­lägen und denen die erforderlichen Unterlagen bei­gegeben seien. Besonders sei darauf hinzuweisen, daß Arbeiten, deren Finanzierung ganz oder teil­weise aus den Arbeitsschatzanweisungen erfolgen, nur (in solche Unternehmer vergeben wer­den dürften, die fich verpflichten, die Arbeits­zeit in ihren Unternehmen bis zum 30. 3uni 1934 höchstens 40 Stunden wöchentlich um­fassen zu lassen. Durch diese und ähnliche Bestim- munaen solle erreicht werden, daß zur Durchführung der Arbeiten nur bisherige Bollarbeits­lose heranaezogen würden. Ende dieser Woche würden die Durchführungsbestimmungen über die Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffun­gen erscheinen. Bei der Auslegung der Begriffe Ersatzbeschaffungen" undgleichartige Gegen­stände" fei großzügig zu verfahren. Von den Bestimmungen werde bereits überall weit­gehend Gebrauch gemacht. Eine Million arbeitsloser Volksgenossen würden allein in Auswirkung des Gesetzes vom 1. Juni in den näch­sten Monaten in Arbeit kommen, wenn alle Unter­nehmungen und alle Behörden sich in ihrem Denken und handeln dem Sinn und Ziel des Gesetzes an- paßten. Dieses Gesetz wirke sich auf alle Zweige der deutschen Wirtschaft aus. Die Zahl und die Größe der Aufträge würden in den nächsten Wochen und Monaten überall erheblich zunehmen. Tau­sende von Rädern, die noch vor wenigen Wochen stillstanden, seien bereits wieder in Schwung. Stillgelegt gewesene Fabriken werden wieder eröffnet und Tausende von Unternehmungen erhöhen ihre Belegschaften und führen deutsche Volksgenossen aus Arbeitslosigkeit in die von ihnen solang ersehnte Arbeit und damit wieder zu einem frohen heim.

Volk und Staat vor neuen Ausgaben.

Reichsminister Goebbels halt Rück- und Vorschau.

Berlin, 11. Juli. (TU.) Reichsminister Dr. Goebbels veröffentlicht imAngriff" einen längeren Artikel, in dem er u. a. ausführt: die Regierung Hitler ist noch nicht sechs Mo­nate an der Macht. Trotzdem hat sie durch Maßnahmen grundsätzlicher Rarur auf allen Ge­bieten des öffentlichen Lebens einschnei­dende Reformen durchgesuhrt. Diese Re­formen wurden nach einer großen, auf weite Sicht eingestellten Planung entworfen und verwirklicht und stellen in ihrer Gesamtheit ein General- Projekt der deutschen Rettung dar. Die deutsche Ration hat in einer noch nie da­gewesenen Einmütigkeit dem Reformwerk fei­nen 'Beifall gezollt und seine tätige Mithilfe angedeihen lassen. Wer in den Zeiten der Opposition noch nicht durch das ge­sprochene Wort für uns geworben wurde, der hat sich durch die bessere Tat belehren lassen.

Die Zusammenfassung aller Deut­schen zu einer großen Volksgemeinschaft ist nicht nur das Ergebnis eines Aktes mechanischer Gleichschaltung, sondern auch einer ständig wachsenden geiffigen Ueberein- ft i in m u n g aller Gutgesinnten im Lande.

Das kann natürlich auf die Dauer auch im A u s l a n d e seinen tiefen und nachhaltigen Eindruck nicht verfehlen. So groß auch die Miß­verständnisse sein mögen, die augenblicklich noch Deutschland und seine innere Politik von ande­ren Staaten und Völkern trennen, nach und nach wächst doch auch in der Welt die Erkenntnis, daß der Umbruch, der in Deutschland vollzogen wor­den ist, nur nach historischen Maß st ä - ben gemessen werden kann und seine Aus­wirkungen vielleicht für die ganze Welt segens­reich sein werden.

Außerhalb der nationalsozialistischen Bewe­gung gibt es heute in Deutschland keine irgend-« wie geartete Organisation oder Partei mehr, die im Spiel der Kräfte von Belang wäre. Die Macht liegt bei uns, und zwar so aus­schließlich, daß sie außerhalb jeder Ge­fahrenmöglichkeit unser eigen ist. Das schließt in sich ein Maß von Verantwortung, wie es selten einzelnen Männern aufgebürdet wurde. Das heißt nicht, daß wir vor dieser Verantwor­tung zurückschreckten, im Gegenteil:

Hitler und die von ihm an verantwortliche Stellen Gesetzten übernehmen sie freu­dig und voll innerer Genugtuung. Sie find jung und energisch, sie scheuen fein Arbeit und keine Sorge. Je großzügiger und umfassender sie die Probleme der Zeit anpacken können, um so lieber ist es ihnen. Sie fühlen sich beglückt von der Quelle heißer Liebe und warmer Sympathie, die ihnen aus dem ganzen Volk entgegenströmt.

Sah man jemals eine Revolution, die so tief das ganze Volk auswühlte, die so leidenschaftlich und gläubig von der Jugend getragen und durchgeseht wurde? Diese Jugend ist unsere Zukunft! Wir stehen ihr nicht gegen­über mit jener aufreizenden Besserwisserei, die sonst Regierungen vom Volk zu trennen pflegt. Wir fühlen ans als ihre Willensvoll- st r e ck e r , von ihr im Rücken gedeckt, marschiert Adolf Hiller mit seinen Männern in die Zukunst hinein.

Die Partei ist im Begriff, eine innere Um­formung zu vollziehen, von den vielen hun­derttausenden, die nach der TNachtübernahrne zu uns tarnen, wird der brauchbare Teil nach und nach in den Parteikörper ein­geschmolzen, der andere Teil, soweit er unbrauchbar ist, aus ihm wieder a u s g e s ch i e- den. Auch das dauert feine Zeit. Aber in wenigen Monaten schon wird die ganze Organi­sation wieder von derselben wuchtigen Schlag- kraft und vorwärtsstürmenden Aktivität erfüllt sein, wie in den Zeiten unserer Opposition.

Untere RSBO. hat eine große historische Auf­gabe übernommen. Ihr liegt es ob, d a s deutsche Arbeitertum in den Organismus des Staates einzufügen und zwar so fest, daß es nie mehr daraus herausgebrochen werden kann. Man wird darauf zu achten haben, daß der Mar­xismus seiner organisatorischen Möglichkeiten be­raubt, hier nicht ein neues ideologisches Tummel­feld findet. Aach da ist mehr Wert auf die Qualität als aus die Quantität zu le­gen. Richt jeder, der ein RSBO.-Abzeichen an- steckt, ist damit ein treuer Hitler-Soldat.

Die großen Probleme der Zeil, die Ankurbelung der Wirtschaft, die Beseitigung der Arbeitslosig­keit, die in so hoffnungsvollen Ansätzen stehen, können bis ;um letzten Rest nur gemeistert wer­den durch eine nationalsozialistische Führung, die ein ganzes Volk hinter sich weiß. Sie sind schwer und liegen außerhalb jeglicher Sentimentalität. Sie müssen klar erschaut und hart und kühn angefaßt werden. Rur der wird ihrer Herr, der Mut hat und der der opferwil­ligen und tätigen Mithilfe des ganzen Volkes in all seinen Schichten gewiß sein kann.

Das ist bei Adolf Hitler der Fall. Der Füh­rer ist, seitdem er zugleich Kanzler des Volkes ist, derselbe geblieben, der er immer war. Er wird mit der großen Rot fertig, wenn w i r alle wie ein Mann hinter ihm stehen und ihm dabei helfen, der Ration wieder Freiheit und Brot zu geben. Wir haben keinen Grund, vor der Größe unserer Aufgaben zu er­schrecken. Rur die Tugenden müssen wir uns be­wahren, die uns seit jeher auszeichneten: Festig­keit, Treue und Beständigkeit.

Oie Landesstellen für Volksauf­klärung und Propaganda.

Berlin, 11. Juli. (WTB.) Der Reichsminister für Boltsaufflärung und Propaganda hat d i e L e i- ter der 13 Landes st eilen für Volks- auf tlärung und Propaganda ernannt. Die Landesstellen fassen Gebiete zusammen, die ent­weder wirtschaftlich oder durch die Stammeseigen- art ihrer Bevölkerung zusammengehören. Die sechste Landesstelle: Hessen-Nassau, umfaßt die Pro­vinz Hessen-Nassau und den Freistaat Hessen. Leiter:

Müller-Scheidt, Frankfurt a. M. Mit der Leitung der Landesftellen sind seit Jahren er­probte, erfahrene und befähigte Propagandisten be­auftragt worden. Zu jeder Landesstelle treten in den nächsten lagen noch je zwei Referenten, darunter je ein Presfereferent. Die Aufgaben der Landes- und Nebenstellen sind außerordentlich vielseitig. Neben der Durchführung der Anordnungen des Reichsministeriums obliegt ihnen die Aufrechter­haltung enger Fühlungnahme mit der breiten Oeffentlichkeit. Sie find die dauernd wirksamen Ver­bindungsglieder $um Volk. Ihre vornehmste Auf­gabe wird fein, in der großen geistigen Umgestal­tung des Volkes richtunggebend und erfolgreich mit- zuarbeiten. Außer den 13 Landesftellen werden noch 18 Neben st eilen eingerichtet werden. Die Nebenstellen werden ihre Amtssitze in Ergänzung zu den Amtssitzen der Hauptstellen und in lieber- einftimmung mit den Gauorganisationen der NSDAP, erhalten. Die NSDAP, hat 31 Gauorgni- fationen, die wiederum im wesentlichen den Wahl« kreisorganisationen entsprechen.

Das Versassungswerk der Jeuischen Evangelischen Kirche sertiggeßellt. Einmütige Annahme durch die Landeskirchen. Noch in dieser Woche Aner­kennung des Reiches. - Vor Oer Beilegung des Kirchenkonfliktes in Preußen.

Berlin, 11. Juli. (TA.) Amtlich wird mif- gcteilt: Die Vertreter der im Deutschen Evan­gelischen Kirchenbund vereinigten Landes­kirchen sind am Dienstagabend im Reichsmini- fterium des Innern zusammengetretcn, um durch den wund des Landesbischofs Dr. 7U a r a h - rens die Vollendung des kirchlichen Verfaffungswerkes zu verkünden. Die Ab- ft i m m u n g über den in den vorbereitenden Be­ratungen fertiggestellten Entwurf hatte die ein­mütige Annahme der neuen Verfas­sung ergeben. Die Deutsche Evangelische Kirche hat damit ihre Gestatt gewonnen.

Der Reichsmini st er des Innern gab sei­ner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß er als Erster Gelegenheit habe, der einigen Kirche des evangelischen Deutschlands dieGlückwunsche

der Reichsregierung in dem denkwürdigen Augenblick zu übermitteln, in dem diese Kirche ihren Eintritt in die Geschichte des deutschen Volkes voll­zieht. Lr stellte gleichzeitig in Aussicht, daß d i c rechtliche Anerkennung der neuen kirch­lichen Verfassung durch Reichsgeseh noch in die­ser Woche erfolgen werde.

Wit der Vollendung des Verfaffungswerkes für die deutsche Evangelische Kirche wurde auch die Grundlage für die Beilegung der Kirchenkvnslikte, vor allem in Preußen, ge­schaffen. Bereits am Mittwoch morgen beginnen im Reichsministerium des Innern die entscheidenden Verhandlungen hierüber und werden noch im Laufe dieser Woche zu einem befrie­digenden Abschluß gebracht werden.

Ls geht auswärts!

Weitere Stimmen der Wirtschaft zum Arbeitsbeschaffungsprogramm.

Wilhelm Kissel, Vorstandsmitglied der Daimler-Benz AG., äußert sich 3um Arbeits­beschaffungsprogramm folgendermaßen:Das Ge­setz der Reichsregierung für Arbeitsbeschaffung vom 1. Juni 1933 ist eine nationale Tat von ganz außer­ordentlicher Große. Man muß dieses Gesetz immer und immer wieder durchlefen, um sich feine Aus­wirkung vergegenwärtigen zu tonnen; dann erst erkennt man feine volle Bedeutung. Denkt man da­bei an die großen Ziele unseres Führers und Kanz­lers, dann erkennt man weiter, daß das vorliegende Gesetz ein wichtiges Stück des Fundaments unseres gesamten nationalen Wiederaufbaues ist. Es stellt einen Frontalangriff dar gegen einen der unglück­lichsten Zustände, die Arbeitslosigkeit. Gegen dieses Gesetz erblassen alle früheren Versuche. Das Gesetz für Arbeitsbeschaffung bedeutet für meinen In­dustriezweig, die Automobilindustrie, eine Fortsetzung der Aufbauarbeit. In Verbindung mit den bisher von der neuen Regierung erlassenen Ge­setzen, insbesondere mit der beschlossenen Errich- tungder Reichsautobahnen, erwachsen der Motorisierung und damit unserer Industrie und allen damit verbundenen Geschäftszweigen neue große Möglichkeiten.

Wir können den festen Glauben haben, daß es unserer nationalen Regierung gelingen wird, auch die gesamte politische Lage unseres Vaterlandes zu bessern, ja sogar von Grund auf zu ändern. Wenn dann Autobahnen und ein gutes Straßennetz zur Verfügung stehen, werden sie nicht nur dem natio­nalen, sondern auch dem großeuropäischen Men­schen- und Güterverkehr dienstbar sein. Dann erst werden viele in vollem Umfange ermessen können, von welch ungeheurem Weitblick all die Gesetze, die die große Motorisierung ermöglicht haben, getra­gen waren, und von welcher Bedeutung das vor­liegende Arbeitsbeschaftungsgesetz für unseren Wie­deraufstieg gewesen ist. Das vorliegende Arbeits- befchaffungsgesetz wird also der gesamten Wirtschaft und dem Wiederaufbau einen ganz besonderen Auf­trieb geben. , , ,

Ruch das deutsche Braugewerbe begrüßt aufs wärmste den Arbeitsbeschaffungsplan Dom 1. Juni 1933. Der Präsident des deutschen Brauer- Bundes e. V., Rudolf Funke, schreibt darüber u. a. folgendes:Im Gegensatz zu den zahl­reichen Ankurbelungsversuchen der früheren Re­gierungen haben das Arbeitsbeschasfungsgeseh und die freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit den großen Vorzug, unmittel­bar geradefürdieletztenDerbraucher

kaufkraftfpendend zu wirken. Durch die starke Bevorzugung Don ausgesprochen arbeits- intensiven Unternehmen der öffent­lichen sowie der privaten Wirtschaft vor kapital­intensiven wird gesichert, daß jahrelang aus dem Arbeitsprozeß ausgeschaltet gewesene Bevölle- rungsteile den ebensolange unbefriedigt geblie­benen Bedarf an notwendigsten Gegenständen des täglichen Lebens steigernd befriedigen können.

Eine derartige planmäßige Kaufkrafterhöhung muh von besonderer Bedeutung für ein Gewerbe sein, das gleichzeitig unmittelbar d. h. ohne lange Zwischenvertriebsstrecken andenletztenVer- b r a u ch e r herankommt und den Charakter einer Schlüsselindustrie besitzt. Beides gilt aber für Deutschlands Brauwirtschaft. Selbst wenn man die sich aus der Bedarfs- deckungs-Psvchologie erklärende Einschränkung macht, daß bei dem Gütereinkauf des endlich wie­der zur regelmäßigen Beschäftigung zurückge­kehrten Volksgenossen der Dierkonsum hinter den drängendsten Lebensnotwendigkeiten eine etwas nachgeordnete Stellung einnimmt, werden doch in rascherer Wechselwirkung die erheblichen Mittel aus dem Arbeitsbeschaffungsgesetz sowie den Spen­den und Sammlungen zugunsten der nationalen Arbeit mit Hilfe des zusätzlichen Bierverbrauchs belebenden Eingang vornehmlich in die Landwirtschaft und in kaum minderem Grade in die einzelnen Jndu st r i e - zweige sowie in das Handwerk finden.

Wenn es gelingt, noch in den Sommermonaten sehr erhebliche Mengen von Arbeitslosen zu Lohnbeziehern zu machen, würde das allein über die Brauereien hinweg eine Beschleunigung und Vergrößerung der kommenden Erntebewegung so­wie eine Erleichterung für deren Finanzierung be­deuten. Das deutsche Braugewerbe, das im Gegensatz zu zahlreichen anderen Wirtschafts­zweigen in seinem besten Rachkriegsjahr 1929 30 nur knapp 85 Prozent seines Vorkriegsabsahes erreichen konnte, hat in den letzten drei Jahren genau einen 50prozentigen Rück­gang seiner Erzeugung zu verzeichnen ge­habt. Dieser Geschäftsverfall mußte dahin füh en, daß zahlreiche, an sich längst erforderliche Ren­an l a g e n von Maschinen, Reparaturen, Instandsetzungen und Reubauten immer wie­der zurückgestellt werden mußten. Wenn nun dank der begrüßenswerten Volkswirtschafts­lenkung durch die nationalsozialistische Regierung