Ausgabe 
12.7.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Obecheffen

blenz führenden Thausseen. orrcder nahm kein Ende. Fahrzeuge und etwa 20 WO Koblenzer Karthaufe es Röhm unter den Langen ront abfchri't, um dann ton Taufenden zu sprechen und ten zu weihen.

Die Jukunstsarbeit deutscher Architekten und Ingenieure. Versammlung des Kampfbundes Deutscher Architekten und Ingenieure in Gießen

>Wl.

;rohe Whe, die Geschichte 00, bis 1700, ja bis zum : zurückersorschen. Sängt er Mich an, wird iyrn diese Freude bieten, so viel An« sich zur Lebensausgabe einen Nachkommen eine ae- res Geschlechtes übergeben

gewesen, so bah ihm der Schuh des § 51 StGB zugebilligt werden müsse. Diese Entscheidung ist jetzt unter Verwerfung der Revision der Staatsanwaltschaft vom 1. Strafsenat des Reichs­gerichts bestätigt worden.

* Wem gehört d e r Koffer? Die Polizei­direktion Gießen teilt mit: Ein etwa 19jähriges, bis jetzt unbekanntes Mädchen erschien am 7. Juli gegen 19 Uhr in einem Hause in der Kaiserallee und srug eine Wohnungsinhaberin, ob sie nicht auf kurze Zeit ihren Koffer abstellen könne, um zu Hause noch etwas zu holen. Die Wohnungsinhaberin willigte ein, wor­auf das Mädchen unter Zurücklassung des Koffers wegging. Bis heute wurde aber der Koffer 70 X 43 X 18 groß, der Damenkleider und Wäsche enthält und mit einem Lederriemen und Vorhänge­schloß verschlossen war, nicht abgeholt. Er ist nun bei der Kriminalpolizeistelle sichergestellt. Da damit zu rechnen ist, daß dem Mädchen ein Unfall zuge- stoßen ist, werden Mitteilungen, die zur Aufklärung dienlich sind, bei der Kriminalpolizeistelle entgegen- | genommen.

Die Verwendung der Vedarssderknngsscheine

Don Rechtsanwalt Gg. Lind, Gründerg i. H.

deckungsscheine. Diese Scheine berechtigen zum Er­werb von Kleidung, Wäsche und Hausgerät, in 23er- kaufsstellen, die zur Annahme von Bedarsdeckunas- scheinen bereit sind. Die Träger der Arbeit sind Die Ausgabestellen dieser Bedarfdeckungsscheine A. Dor der Aushändigung an den Empfänger hat die Ausgabestelle den Bedarfdeckungsschein

1. mit dem Namen der ausgebenden Stelle (Trä- der der Arbeit) und mit der Unterschrift des zur Ausfertigung Berechtigten,

2. mit der Anschrift des Arbeiters oder Ange­stellten, der dadurch zum Empfandsberechtigten wird, zu versehen.

Bevor ein Bedarsdeckunasschein A an eine Der- kaufssieUe in Zahlung gegeben wird, hat 3. Der Darin genannte Berechtigte an Der dafür vorgesehenen Stelle seine Name'nszeichnung zu bewirken.

A-Scheine, Die diese unter 1 bis 3 genannten (Eintragungen nicht enthalten, dürfen von den

Verkaufsstellen nicht angenommen werden.

Für verlorengegangene Scheine wird Ersatz nicht

leicht sichtbarer Stelle kennllich zu machen. Die Aus­hänge oder Anschläge werden von Der Gemeinde- behörDe ausgegeben Bis zum 1. August 1933 über­senden die Gemeindebehörden Dem Finanzamt Li­sten Der in ihrem Bezirk zugelassenen Verkaufs­stellen. Spätere Zulassungen sind von Fall zu Fall anzuzeigen Die Zulassung ist jederzeit widerruflich.

Werden Gegenstände gegen Bedarfdeckungsscheine gekauft, so hat der im Schein genannte Empfangs- berechtigte den Schein Der Verkaufsstelle oorzulegen. Diese hat von Dem Schein so viele Mark-Abschnitte abzutrennen, als Dem Verkaufspreis Der Waren entspricht unD Den Schein mit Den verbliebenen Mark-Abschnitten an Den Käufer zurückzugeben.

Der Käufer ist nicht berechtigt, die Mark-Ab­schnitte selbst abzulösen.

Die Verkaufsstelle hat Dann Die abgetrennte,i Mark- Abschnitte in eine Sammelkarte C einzukleben unD jeDen Mark-Abschnitt Durch Eintragung Des Tages, an Dem Die Abtrennung erfolgt, zu entwerten. Die Sammelkarten enthalten Raum zum Einkleben von 25 Mark-Abschnitten unD finD bei Den OemeinDe- behörDen erhältlich. BesonDers wichtig ist noch Die Bestimmung Des § 27, Die jeDoch nur für Die Be- DarsDeckungsscheine A (nicht auch für Die Scheine B) gilt. Nur zugelassene Verkaufsstellen Dürfen Die Ab­trennung von Den Scheinen A vornehmen. Die Entgegennahme unD DerwenDung loser, vom Schein bereits abgetrennter Mark-Abschnitte ist Den Ver­kaufsstellen verboten. Bei Zuwiderhandlung ist Die Zulassung zu roiDerrufen.

Die BeDarfDeckungsscheine für Sach­leistungen an HilfsbeDürftige, Mu­ter B, werben an Die Bezirksfürsorgever- b ä n D e ausgegeben. Die Ausgabestelle hat Diese Scheine vor Der AushänDigung an Den Empfänger eweils an Der vorgeDruckten Stelle

UM

Nen nh9en°fnm?ne

«»Xoonan"

®elben gjJ? ^it einem

,kntert 3)JVQm- vonkz.??"Slü<t

R-r? ^enine»

Kommandanten Jakob Weil für 25jährige Mit­gliedschaft ein Chrendiplom zu überreichen.

Der geftfonntag wurde durch einen Weckruf durch Die Kapelle Der Freiwilligen Feuerwehr eingeleitet. Dann fanD ein FestgottesDienst, später eine uebung mit anschließenDem Aufmarsch vor Dem Streisfeuer- wehrinspettor Füller aus FrieDberg statt. Die Kritik bezeichnete Die Ausführung Der Uebung als sehr gut. Im Anschluß hieran wurde Dem langjähri­gen Kommandanten Jakob Weil, Der 25 Jahre, Davon etwa 14 Jahre als KommanDant Der Wehr angehört, eine Auszeichnung mit Diplom überreicht. Don Dem DerbanD Der freiwilligen Feuerwehren rourDe Der Rockenberger Wehr ein Geschenk über­reicht.

Die gelaDenen fremDen Wehren wurden unter Vorantritt des Reitervereins und Der Kapelle am jeweiligen Ortseingang in Empfang genommen und zum Festplatz in Der Mitte Des Ortes geleitet. Platz­frage unD Ausschmückung waren mit großer Sorg­falt vorbereitet. Gegen 14 Uhr formierte sich ein Festzug Durch Den Ort. Der Nachmittag vereinte Gäste unD Ortseinwohner zur unterhaltsamen Feier auf Dem Festplatz.

Landkreis Gießen.

d. Heuchelheim, 10. Juli. Durch die na­tionale Revolution hat auch die Familien- forschung wieder größeren Auftrieb erhalten und findet allgemein wieder mehr Interesse. Gerade in den Dörfern, wo der bodenständige Mensch noch vorherrscht, birgt dieses Gebiet noch recht dankbare Aufgaben. Auch in unserer Ge­meinde hat der Lehrer Dr. R e i d t, der sich Der Erforschung der Geschichte Heuchelheims mit re­gem Eifer widmet, weite Kreise für die Familien- forschung interessiert. Durch feine und die An­regung eines Herrn Kurt Steinmüller aus Gummersbach, der sich auch schon jahrelang mit der Erforschung seines Familiennamens beschäf­tigt, und der bei dieser Forschung auf die starke Gruppe von Steinmüller in unserer Gemeinde gestoßen war, fand am vorletzten Sonntag in der Wirtschaft von Karl Steinmüller eine sehr gut besuchte Versammlung der Träger des Ra- mens Steinmüller aus der ganzen Umgebung statt. Sehr interessante Vorträge von Herrn Dr. R e i d t und Herrn Kurt S t e i n m ü 11 e r gaben Aufschluß über Bildung und Entstehung des Ra- mens Steinmüller. Während Herr Kurt Stein- müller seinen Stammbaum, der unabhängig von dem hiesigen Stamm ist, bis ins 14. Jahrhun­dert verfolgen konnte, legte Herr Dr. Reidt in feinem Vortrag über den hiesigen Stamm bar, daß der Rame erstmals im Jahre 1640 auf­tauchte, und zwar hatte sich der Müller der Kobemühle bei Bieber in diesem Jahre so ge­nannt. Mit ziemlicher Sicherheit stand fest, daß alle die Steinmüller, welche in Bieber, Rodheim, Vetzberg, Kinzenbach und Heuchelheim wohnen, von diesem ersten Steinmüller abstammen wür­den. Mit großem Interesse verfolgten die An­wesenden die sehr lehrreichen Vorträge und dank­ten den Rednern für ihre Mühewaltung durch rei­chen Beifall.

Kreis Schotten.

Laubach, 11. Juli. Das 3 5. Gauver - bandsschießen des Bezirks Hessen- Nassau findet'im nächsten Jahre in Laubach statt. Gleichzeitig wird das 60jährige Bestehen des Laubacher Schützenoereins gefeiert. Im Saale des GasthofesZur Traube^ hielt am Donnerstag­abend Kapitänleutnant a. D. Mumm über die Seeschlacht am Skagerrak einen spannenden Film­vortrag, der die großen Heldentaten unserer Ma­trosen eindrucksvoll roieDergab.

Wettervoraussage.

Obwohl von Südwesten her der Luftdruck etwas ansteigt, bleibt die Wetterlage noch ziemlich unruhig. Ozeanische Luft, die jetzt aus nördlicheren Breiten kommt, fließt fortgesetzt zu und läßt bei wechselhafter Bewölkung noch Schauer aufkommen. Zwischenzeit­lich tritt aber auch Aufheiterung ein. Die Tempe­raturen werden teils Durch Die kühle Luft etwas zum Sinken gebracht, anDerseits wirkt sich Die Sonnen­strahlung roieDer aus, so Daß sie gewissen Schwan­kungen unterworfen finD.

Aussichten für Donnerstag : Weiterhin wechselnD bewölkt mit Aufheiterung, Temperaturen schwankenD unD im allgemeinen noch etwas kühler, noch Regenschauer.

Aussichten für Freitag: Noch kein bestän­diges Wetter.

Lufttemperaturen am 11. Juli: mittags 23 Grad Celsius abends 18 Grad; am 12. Juli: morgens 15,6 Grad. Maximum 23,4 Grad, Minimum 14,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Juki: abends 22,5 Grad: am 12. Juli: morgens 17,3 Grad Celsius. Niederschläge 15,4 mm. Sonnenscheindauer 5 Stunden.

Durch Das Gesetz zur DerrninDerung der Arbeits­losigkeit vorn 1. Juni 1933 ist Der Reichsfinanzmi­nister ermächtigt worDen. Arbeitsschatzunweisungen im Betrage van einer Milliarde Reichs- mark zur FörDerung Der nationalen Arbeit aus- zugeben. Zu Den im Rahmen Der Arbeitsbeschaffung vorgesehenen Arbeiten Dürfen nur i n l ä n D i f d) e Arbeitslose herangezogen werben. Aus Den Arbeitsschatzanweisungen von einer MilliarDe Mark sind auch Sachte i ft ungen an Hilfsbedürf­tige vorgesehen. Zur Durchführung Der Arbeits- beschaffungsmaßnahmen ist eine BerorDnung erlas­sen worDen, Die Durch Die Einführung Der sogen. Bedarfdeckungsscheine etwas Neues ein­führt, Das nicht nur Die in Betracht kommenDe Ar­beiterschaft und HilfsbeDürftigen, fonDern auch Die gesamte Geschäftswelt interessieren Dürfte. Die Durchführungsverordnung sieht Die Ausgabe von zwei Sorten BeDarfDeckungsscheinen vor: Mu st er A für bei Den Arbeiten beschäftigte Arbeitslose: M u st e r B für Sachleistungen an HilfsbeDürftige.

Die Bedarfdeckungsscheine lauten auf Den Na­men, find also Namenspapiere, und sind-nicht übertragbar.

Sie selbst und auch Die Ansprüche auf ihre Gewäh­rung finD auch Der PsänDung entzogen unD für un- pfänDbar erklärt worDen.

Es ist für Die zu Den Arbeiten herangezogenen Arbeitslosen eine Vergütung von 25 Reichs­mark für je vier volle Arbeitswochen vorgesehen, die vom Reich als Zuschlag zur Verfügung ge­fiel» wird. Die Arbeiter erhalten diesen Zuschuß nicht in bar, sondern in Form Der neuen Bedarf-

reichen: Dies sei Aufgabe Der Gewerkschaften. Wer SonDerkenntnisse erweitern wolle, müsse Das in Den BerufsverbänDen zu erreichen streben.

wer am Ausbau Der deutschen gesamten Technik und Der Baukunst mitarbeiten wolle, im orga­nischen Zusammenhang mit Politik und Volks­wirtschaft, müsse sich dem KDAJ. anschliehen.

In seinen weiteren Ausführungen gab Der Vor- tragenDe noch Aufschlüsse über Die Art Der Zusam­menarbeit Des KDAJ. mit Den übrigen amtlichen Stellen Der NSDAP., insbesonDere mit DerPoli­tischen Zentralkommission' unD Deren wesentlicher UnterglieDerung DerU. III", Die besonders wirt- schaftstechnische Fragen unD Fragen Der Arbeits­beschaffung zu lösen habe. Die Aufgabe Des KDAJ. bestehe Dabei insbesondere Darin, Die Beratung Der Parteidienststellen in allen tech­nischen und baukünstlerischen Fragen.

Zum Schluß seines Referates wies Diplom-In­genieur Kurz Darauf hin, daß Intelligenz nicht allein ausreichenD fei für Die Losung aller Gegen­wartsfragen, fonDern daß mit Der Intelligenz auch Charakter verbunden fein müsse, wenn Arbeit für Die Zukunft geleistet roerDcn solle. (Lebh. Beifall.)

Im Anschluß an den Vortrag fand eine

Aussprache

statt, in der besonders auf die Aufgaben des KDAJ. im einzelnen eingegangen und verschie­dene wertvolle Anregungen gegeben wurden.

Oberbaurat Berd, Bad-Rauheim, referierte zunächst über die Frage der Wasserversorgung der Stadt Butzbach und vieler umliegender Dör­fer, die durch eine großzügige Regelung und Jir- dienststellung der Quellen von Inheiden gelöst werden könnte.

Bürgermeister Dr. Hamm sprach kurz über die innige und zum Teil verhängnisvolle Verflechtung von Hypothekenrecht, Bauordnung und Beleihungs­wesen mit dem Städtebau. Er betonte, daß, wenn Die Hypothekenfrage nicht in anDerer Form als bis­her gelöst werde, die Probleme, die sich aus der Zusammenballung großer Menschenmengen auf klei­nem Raum ergeben, nicht bewältigt werden könn­ten. Diplom-Ingenieur Kurz wies darauf hin, daß Die Auflockerung Der Großstädte nicht nur ein sozial­politisches, sondern auch ein wehrpolitisches Problem sei. Im weiteren Verlauf der Aussprache wurde auch das ThemaSiedlung" angeschnitten. Archi­tekt Schwan (Gießen) sprach über die Notwendig­keit der Erhaltung bereits bestehender Naturschön­heiten. Die nächste Versammlung der Ortsgruppe Gießen des Kampfbundes Deutscher Architekten und Ingenieure soll am 12. September stattfinden. Zu­gleich wurden auch verschiedene Themen feftgelegt, die in Den nächsten Versammlungen behanDelt wer- Den sollen. So roirD zunächst Bürgermeister Dr. Hamm überBauorDnung, Hypothekenfragen unD Bcleihungswefen unD ihre Auswirkungen für Den Städtebau" sprechen. Oberbaurat 23 erd (BaD-Nau- heim) erklärte sich bereit überDie Mineralquellen in Oberhessen und Deren wirtschaftliche Nutzung" zu referieren. Ein weiteres Referat sollen Die Herren Baurat Gravert unD Architekt Völker über Sieblungsfragen übernehmen. Es ist auch zu er­warten, Daß Prof. Schulze (Naumburg) inner­halb Der Vortragsreihe Des KDAJ. in Gießen spre­chen roirD.

Mit einem DreifachenSieg Heil!" auf Den Reichs­kanzler Adolf Hitler wurde die außerordentlich an­regende Versammlung geschlossen.

** Spende zur Förderung der n a t to nalcn Arbeit. Die Beamten und Angestellten des Elektrizitätswerkes und Der Straßenbahn haben Der Finanzkasse 64 Mark als SpenDe für Die Förde- rung Der nationalen Arbeit überwiesen.

ilrteil8beftätigung durch das Reichsgericht. Der frühere Gemeinderechner und Postagent Ebel HL in Münzenberg hatte in den Jahren 1928, 1929 fortgesetzt hohe Geldbe- träge. Die er in amtlicher Eigenschaft erhalten hatte, unterschlagen und für sich verbraucht. In Beziehung auf die Unterschlagungen hatte E. die zur Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben be­stimmten Bücher unrichtig geführt. Bei einer Re­vision wurde ein Fehlbetrag in Höhe von 70 000 Mark festgestellt. Gegen E. wurde Strafantrag gestellt. Das Landgericht Gießen erkannte jedoch auf Freisprechung von der Anklage der Unter­schlagung und Urkundenfälschung, denn der An- ?geklagte, der im Mai 1930 wegen eines Gehirn- eidenS operiert worden war, sei nach den Gut­achten von medizinischen Sachverständigen be­reits in den Jahren 1928 und 1929 geisteskrank

Unter der Leitung von Diplom-Ingenieur Kurz sand gestern abend im Cafe Ebel eine Versammlung der vor einiger Zeit auch in Gie­ßen gegründeten Ortsgruppe des Kanrpfbundes Deutscher Architekten und Ingenieure (KDAJ.) statt. Diplom-Ingenieur Kurz begrüßte die Teilnehmer und erstattete dann sofort den Bericht über die Führertagung der Deutschen Architekten und Ingenieure, des Reichsbundes Deutscher Technik und der Unterkommission III B, der po­litischen Zentralkommission der RSDAP., die in den Tagen des 24. und des 25. Juni in Weimar stattfand.

Der Redner gab insbesondere die Ausführungen Gottfried Feders wieder und kennzeichnete Da­mit Die Stellung Der Deutschen Architekten unD In­genieure im neuen Staate. Er schilderte zunächst Die Reise nach Weimar, gab Den Verlauf Der Ta­gung roieDer unD vermittelte Damit seinen Zu­hörern ein Bild von Der beDeutungsoolIen Zusam­menkunft. Man hörte grundsätzliche Ausführungen über den Sinn Der Technik innerhalb des Staates und der Volksgemeinschaft, besonders wurden aber die Auswirkungen der Technik in kultureller, wirt­schaftlicher und außenpolitischer Hinsicht gestreift. Die Kunst der Technik müsse so eingesetzt werden, so führte Der Redner u. a. aus, daß Der Volks­gemeinschaft am besten gebient fei. Zu beachten seien Die Gefahren Der Technik, die darin bestehen könnten, daß das Volk von anderen Völkern und Wirdfchaf- ten in der Rohstoffbeschasfung allzu abhängig werden könne. Die. Arbeitsteilung in der Technik berge die Gefahr der Erziehung zum Ma- schinenmenschen in sich: das bedeute Entwurzelung und Proletarisierung. Eine große Gefahr liege hier also auf sozialpolitischem Gebiet. Der National­sozialismus habe es deshalb mit unternommen, die deutsche Arbeit zu organisieren.

(Er wolle nicht in die Fehler marxistischer Plan­wirtschaft verfallen, sondern zu einer nur natio­nalen Interessen dienenden Wirtschaftsführung durch organischen Aufbau gelangen.

Zur Erfüllung dieses Zweckes sei die Deutsche Ar­beitsfront geschaffen worden, in die sich die deutschen Ingenieure und Architekten einfügen müßten.

Der Kampfbund Deutscher Architekten und Inge­nieure habe die Aufgabe, das geistige Prin­zip in der Technik zu organisieren. Der KDAJ. sei nach dem Willen des Führers die ein­zige von der NSDAP, anerkannte Organisation zur Sammlung der deutschen Architekten und Inge­nieure. Er solle die technisch geschulten Volksgenossen innerhalb und außerhalb Der NSDAP, aufnehmen, organisatorisch zusammenschließen unD in national­sozialistischen weltanschaulichen JDeen schulen. Der KDAJ. solle auch Die Führerauslese für Die Ausgaben Des Staates unD Der Wirtschaft ermög­lichen unD Die berufsstänDische (EinglieDerung Der Deutschen Architekten unD Ingenieure im roerDenben Stänbeftaat oorbereiten. Er sei aber kein Berufs- ftanb an sich, sonbern eine Organisation kulturpoli­tischer Art, bie barüber wachen solle, bah bie deutsche Baukunst und Technik sich im national- sozialistischen Sinne auf die kommenden Aufgaben im Staate einstelle, sei es nun im Städtebau, in der bäuerlichen Siedlung im Heimatschuß ober in Der Energieversorgung, lieber Dem notwendigen Fachwissen solle Der KampsgeDanke für Die national­sozialistische Weltanschauung stehen. Wer also tarif­liche unD sonstige rein persönliche Interessen ver­treten sehen wolle, könne das im KDAJ. nicht er-

1. mit dem Namen der ausgebenben Stelle (Fi­nanzamt) und der Unterschrift des zur Ausstellung Befugten zu versehen und

2. mit der Anschrift des Bezirksfürsorgeverbandes.

Der Fürsorgeverband (ober eine von ihm be­stellte Stelle) stellt dem Hilfsbedürftigen einen B e ^ugsschein aus, auf Grund dessen der Hilssbe- Dürftige in einer zugelassenen Verkaufsstelle Waren derjenigen Art kaufen rann, die im Bezugsschein bezeichnet sind Auch der Bezugsschein ist nicht pfändbar. Die Verkaufsstelle bemerkt auf dem Schein Art, Menge und Preis der verkauften Waren, und der Hilfsbedürftige muh den Empfang der Waren auf dem Bezugsschein bestätigen. Die Verkaufsstelle reicht den Bezugsschein nebst einer für sie ausge­stellten Sammeltarte dem Bezirksfürsorgeverband ein, und diese trennt die dem Verkaufspreis ent­sprechende Zahl von Mark-Abschnitten von dem Be- darfdeckungsschein ab, klebt sie entwertet in die Sam- mcltarte der Verkaufsstelle ein und gibt die Sam- melkarte der Verkaufsstelle unverzüglich zurück.

Die Verkaufsstellen bekommen die gefüllten Sammelkarten jeweils von ihrem Finanzamt eingelöft.

Zinsen können allerdings nicht beansprucht werden. Als Strafbestimmung ist zu beachten, daß die Ver- wendung von Bedarfdeckungsscheinen, Mark-Ab­schnitten und Sammelkarten im Verkehr als Ersatz für Geld verboten ist

Diejenigen Geschäftsleute, bie Wert barauf legen, baß auch fie am Umlauf unb Umsatz ber hinter ben Bedarfdeckungsscheinen unb Bezugsscheinen stehen- ben großen Gelbmengen bes Reiches Anteil haben, werben gut tun, möglichst frühzeitig bei ben ©e- meinbebepörben zu beantragen, baß fie als Ver­kaufsstellen zugelassen werben.

50. Alsfelder prämienmarki.

fr* Al 5 felb, 12. Juli. Arn Montag fand der bis über die Grenzen von Oberhessen hinaus weit belannte Alsfelder Prämienmarkt bei herrlichem Wetter statt. Gleichzeitig konnte in diesem Jahre der Alsfelder Prämienmarkt auf ein 50 jähriges Bestehen zurückblicken. Der erste Prämienmarkt fand am 24. Juli 1883 als Zuchtviehmarkt nebst Tierschau und Prämiierung statt. Aus bescheidenen Anfängen heraus wurde der Markt allmählich mit seiner Vorführung hervora^enden Zuchtmaterials aller Viehgattungen $u einem wirksamen Förderer zielbewußter oberhessischer Viehzucht. Durch Hinzu­fügung verschiedener, die Landwirtschaft berührender Ausstellungen hat der Markt eine wesentliche Erweiterung erfahren.

Auch der 50. Jubiläumsprämienmarkt am Montag zeigte, daß die Veranstaltung noch auf ihrer Höhe steht. Der Auftrieb des zur Prämiierung angemel­deten Viehs war wesentlich stärker als im vergange­nen Jahre, bei den Pferden nahezu die doppelte Zahl gegen das Vorjahr aemelöet. An Prämien für Pferde, Rindvieh und Ziegen wurden insgesamt etroa 2700 Mark ausgegeben. Aufgetrieben waren 162 Pferde, 200 Rinder und Kühe, 41 Bullen, 90 Ziegen und auf dem Schweinemarkt 580 Ferkel. Zum ersten Mal^fand auch eine Sonder sch au des Züchtervereins Schwalmtal für schwarzbuntes Niederungsvieh und ein Nutzvieh- verkauf ber Viehverwertungsgenoffenfchaft 2115= selb statt. Die Lanbwirtschaftskammer veranstaltete eine Bullenauktion, bei welcher 20 Bullen zum Verkauf stauben. Die Verkaufspreise bewegten sich im allgemeinen ungefähr zwischen 420 bis 500 Mark. Als höchster Erkös würbe für einen Bullen 680 Mark erzielt.

In ber Turnhalle fanb eine Geflügel- unb Kaninchenschau statt. Der hessische Staatsfom- miffar für Landwirtschaft, Dr. Wagner, besuchte ben Markt am Vormittag unb informierte sich ein« gehenb über die Ausstellungstiere der einzelnen Tier» qattungen. Einen Hauptanziehungspunkt für die Marktbesucher bildete das in Verbindung mit dem Jubiläumsmarkt am Sonntag, 9. Juli, unb Montag, ben 10. Juli, veranstaltete große Spring-, Reit- und Fahrturnier unter Mitwirkung der reitenden Batterie Fritzlar des 6. Preußischen Artillerie-Regi­ments unb Der Reitervereine des Kreises Alsfeld unb ber benachbarten Kreise, bas auf bem Festplatz ftattfanb, unb welches am eigentlichen Markttag, am Montag, eine große, mehrtaufendkopfige Menschen­menge am Nachmittage auf den Festplatz zusam- mengeführt hatte. Die gezeigten sportlichen Leistun­gen waren als ganz hervorragend zu bezeichnen. Die Fritzlarer Reiter zeigten insbesondere im Jagd- und Hinbernisspringen sehr gute Leistungen. Lebhaften Beifall fanden die in alten historischen Kostümen vorgeführte, prachtvolle Reiterquadrille, sowie die am Schlüsse der Veranstaltung als deren Höhepunkt vorgeführte Geschützquadrille, die eine große Be­geisterung bei den Zuschauern auslöste. Die länd­lichen Reitervereine unterstützten die Veranstaltung mit einem abwechslungsreichen Programm. Für das Reit- und Fahrturnier waren zahlreiche Preise ge­stiftet worden. Die Stadt Alsfeld und die an ber Durchführung bes Jubiläumsprämienmarktes be­teiligten landwirtschaftlichen Organisationen dürfen mit voller Befriedigung auf dessen Verlauf zurück­blicken.

50 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Rockenberg.

Z Rockenberg, 11.Juli. Am 8. und 9.Juli feierte die Freiwillige Feuerwehr Rockenberg ihr 50jähriges Bestehen. Der Derein wurde 1883 durch den Hauptmann K a t h r e i n (Direktor vom Landeszuchthaus Marienschloh) gegründet. Die noch lebenden Grün­der, die an der 50jährigen Jubelfeier teilnahmen, find Anton Bayer, Philipp Ewald, Ludwig Witzenberger, Jakob Sulzb ach.

Eingeleitet wurde die Festfolge am Samstag­morgen durch einen Gedenkgottesdienst in der katholischen Psarrkirche für die verstorbenen Ka­meraden. Der Abend brachte einen Fackelzug, an dem sich die übrigen Ortsvereine und Verbände beteiligten. Ehe der Fackelzug seinen Weg durch den Ort nahm, sand am Kriegerdenkmal vor der katholischen Pfarrkirche eine Weihestunde für die im Weltkriege Gefallenen statt. Die Weiherede hielt hier der katholische Ortsgeistliche. Den Kranz legte Heinrich S u l z b a ch nieder, währenddem die Kapelle das LiedIch hat einen Kameraden" spielte. Rach dem Umzug durch das Dorf versam­melten sich die Teilnehmer wieder auf dem Fest- plah, wo die Ortseinwohner und Gäste durch ein Konzert der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr, mit Gesangseinlagen der beiden Gesangvereine und einem Reigen der Radfahrer unterhalten

>isischeSejelWstsül Heilkunde.

he Gesellschaft für unde begeht am kommen- bie Feier ihres "0jah- llus diesem Anlaß findet am r eine Feier im Solan* Lochende Der naturwissen- ctubicncai 2>t H e u h el, ipradje halten. Proses or Dr. Remaäquale uri llanzenzellen» sprechen s i Rundgang durch den M

Dieven das Hand'

Diebfl* «** . 4 bie «l-»»-' L

den. m noi nicht an* kommen. Ein S v &

-sandt h°^n, ? M W* er Unter

nnah?, 2 Gegenstände »nwäsche, 2 g Herren« MW enfenL spo"10.' läget 1915, ein

-ikn ä

Weiden, ö «Mein, von r.3n«*(5 OPP*£ isS-Hs tunben an2

*. n Mittwoch ^ur?Le- en-^mahnhosstra? A ÄS'- leil'chen v

ndenbE^wpo^' * w

gewährt.

Besonders wichtig für Die Geschäftswelt finD Die Bestimmungen über Die Verkaufsstellen. Verkaufs­stellen, D. h. Geschäfte, Die bereit finD, Bedarfdek- tungsfdjeine anzunehmen, haben Dies ihrer Ge- meinDebehörDe anzuzeigen. Diese bestimmt, welche Verkaufsstellen zur Entgegennahme von Bedarf- Deckungsscheinen zugelassen werben. Zuzulassen sinb in erster Linie Unternehmen Des mittel- stänDischen EinzelanDels unD Des HanD - werks. Die zugelassenen Verkaufsstellen haben . ,.. .

ihre Zulassung Durch Aushang ober Anschlag an wurden. Dr« Wehr nahm daber Gelegenhert, ihrem

i kq