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Westdeutsche Waldlauf-Meisterschast.
3n dem kleinen Niederrhein-Städtchen Süchteln wurde am Sonntag die westdeutsche Waldlaus- Meisterschast ausgetragen. Das Interesse war bei dem herrlichen Wetter außerordentlich stark. Sieger wurde der Remscheider Cramer , der schon an der Wendemarke der 10 Kilometer langen Strecke knapp vor seinem Vereinskameraden Zapp führte und in 32:03 Minuten sicher sieg- reich blieb.
Um die WSV.-Handballmeisterschast.
Der Verbands-Handballausschuß hat das Entscheidungsspiel um die westdeutsche Handball- Meisterschaft zwischen Hindenburg Minden und Tura Barmen für Ostermontag nach Dortmund angesctzt. Der Entscheidungskampf um den dritten Platz zwischen Kurhesscn Kassel und Rasensport Mülheim findet höchstwahrscheinlich bereits am Samstag in Kassel statt, damit der Sieger dieses Kampfes am zweiten Feiertag gegen den Endsieger der Runde der Zweiten, VfB. Rachen, an einem noch zu bestimmenden Ort antreten kann.
BfB. Gießen.
VfB. Gießen I — Germania Marburg Liga 1:3 (0:1).
Die Grünweißen trugen am Sonntag das Rückspiel gegen die Marburger Germanen aus, sie muhten die gleiche Niederlage hinnehmen, wie diese im Vorspiel in Gießen. Das Spiel stand für die VfB.er unter keinem günstigen Stern insofern, als der Schiedsrichter (ein Herr Dop Marburg) die Grünweißen in seinen Entscheidungen sehr benachteiligte. Er übersah unzählige Abseits und gab einen Foul-Elfmeter nicht. Hierdurch war die Gießener Elf stark deprimiert. Die Grünweißcn traten ohne Haupt und Balser an; Wilhelm spielte Mittelstürmer und Hetzel im Tor. Das Spiel war völlig ausgeglichen, die Germanen, die in stärkster Aufstellung antraten, hatten jedoch ein großes Plus im Sturm, der unter der Führung eines neuen Mannes (Arminia Bielefeld) sehr aktiv war. Ihm leistete jedoch die Läuferreihe der VfB.er hervorragenden Widerstand, so daß beide Gegner im Felde ebenbürtig waren. Das Spiel wurde in flottem Tempo durchgeführt.
In der ersten Spielhälfte hatten die Grünweißcn einen schweren Stand, da ihnen die ungewohnten Platzverhültnisse sehr zu schaffen machten. Die stürmischen Angriffe der Germanen wurden von Bingel und Leuthäuser mit Ruhe abgewiesen, erst gegen Ende der ersten Halbzeit konnte Marburg in Führung gehen.
Die zweite Halbzeit brachte weiter verteiltes Spiel. Die Grünweißen hatten mit ihren Schüssen reichlich Pech, so gingen Schüsse von Ritter und Schmidt knapp neben die Pfosten. Durch Steil- voriagen kamen die Marburger oft in bedrohliche Nähe des Tores, zwei weitere Tore waren die Ausbeute. Erst gegen Schluß konnte Sauer auf Vorlage von Wilhelm den Ehrentreffer erzielen. Das Spiel bot interessante Momente; es wurde |air durchgeführt.
VfL. 1. Jugend — Braunfels 1. Jugend 6:0.
Der Nachwuchs der Grünweißen hatte einen guten Tag. Der Gegner konnte gegen die Spielerfahrung und bessere Technik nicht aufkommen, trotzdem er mit Eifer und Hingabe kämpfte. Die Tore fielen als Früchte sehr ansprechender Kombinationen des Sturmes.
VfB. 1. Schüler — wiescck 1. Schüler 5:0.
Die Iüngsten waren ihrem Gegner technisch weit überlegen. Sie schossen fünf schöne Tore, die nicht nur von Schußsicherheit, sondern auch von taktisch klugem Spiele zeugten.
Spielvereimgung 1900 Gießen.
1900 Schüler — Großen-Buseck (Schüler) 1:0 (1:0).
Die Jüngsten lieferten sich ein schönes Spiel. In der ersten Halbzeit waren die Blauweihen etwas überlegen und konnten 1:0 in Führung gehen. Nach der Pause kamen die Gäste merklich auf, doch ein Erfolg blieb aus.
Die 2. Iugend wartete vergeblich auf den Gegner aus Nieder-Weimar.
,/ FC.Teuionia" Watzenborn-Steinberg
Am Sonntag stand „Teutonia" Watzenborn- Steinberg mit drei Mannschaften im Gefecht. Es wurde ausgezeichneter Sport geboten. Bestes Wetter, gute Platzverhältnisse, disziplinierte Sportler und gute Schiedsrichterleistungen trugen dazu bei, daß die Zuschauer befriedigt den Platz verließen. Die 1. Iugendmannschaft erledigte auf eigenem Platze ein fälliges Rückspiel gegen die 1. Iugend der Spielvereinigung 1900.
Die Gäste waren den Teutonen überlegen und siegten verdient mit 3:0. Die Iugendlichen von Watzenborn-Steinberg spielten mit großem Eifer. Die 2. Mannschaft der „Teutonen" war den Gästen aus Steinfurth (2.) sichtlich überlegen und siegte mit 4:2 Toren. Der Gästetorhüter bewahrte seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage. Die Einheimischen schlugen sich gut. Die Torhüterfrage ist für die Mannschaft allerdings noch nicht gelöst.
Beim Kampf der 1. Mannschaft gegen die 1. Elf von Steinfurth sah es zunächst nicht nach einem Siege der Steinberger aus. Allmählich zeigten aber doch die „Teutonen" das bessere Spiel. Bis zur Halbzeit wehrten die Gäste die Angriffe der Hiesigen noch einigermaßen ab. Zur Halbzeit führten die Gastgeber mit 2:0 Toren. Nach der Pause waren die Hiesigen glatt überlegen und stellten das Ergebnis auf 6:0. Schiedsrichter Menget- Gießen war ein aufmerksamer und gerechter Leiter.
Tv. Heuchelheim bei den Kreis-Wald lausmeisterschasten erfolgreich.
Einen schönen Erfolg hatte der Turnverein Heuchelheim bei dem in Offenbach ausgetragenen Waldlauf des Mittelrheinkreises der Deutschen Turnerschaft zu verzeichnen. Der junge sehr gut veranlagte Turner Hans Neide! konnte im Langstreckenlauf (7000 Meter) vor starker Konkurrenz aus Saarbrücken, Wiesbaden, Offenbach usw. in 23:42 Minuten den ersten Platz in der Klasse B belegen. Sein Bruder Franz schnitt ebenfalls sehr gut ab, indem er in der Klasse C Dritter wurde. Die beiden gut veranlagten Brüder berechtigen zu den besten Hofsnungen.
Schwimmklub „Neptun" 1930 Aieder-Bessingen.
Der Schwimmklub „Neptun" 1930, Nieder-Bessingen, der schon im vergangenen Iahre mit einigen Veranstaltungen hcrvortrat und schwimm- sportliche Heftungen, wenn auch unter beschränkten Verhältnissen, veranstaltete, will auch in diesem Iahre seine Tätigkeit fortführen. Die diesjährige Sportsaison will der Verein am 2. Oster- feiertag mit einer Fuchsjagd eröffnen. Mit dem neuen Sportjahr tritt auch die Sorge um die Beschaffung einer einigermaßen brauchbaren Schwimmgelegenheit an den Vorstand heran. Der Verein trägt sich schon seit seinem Bestehen mit dem Gedanken der Errichtung einer eigenen neuzeitlichen Badeanstalt. Leider scheiterte der Plan bisher immer an der Frage der Finanzierung. Man hofft, daß Regierung und Gemeinde zu gegebener Zeit durch geldliche Unterstützung die Möglichkeit schaffen, ein Bad herzurichten, damit der Verein seinem Ziel, die Iugend ertüchtigen zu helfen, gerecht werden kann.
Arbeiter-Turn- und Sportbund.
Lollar I — Klein-Karben 1 2:2.
Entscheidungsspiel um den Aufstieg zur Kreisklasse I Im Vorspiel unterlag Lollar mit 2:1 Toren. Im Spiel des Sonntags sah man nur wenig ansprechende Leistungen. Lollar war fast durchweg leicht überlegen. Dem ©türme mangelte es jedoch am Schußvermögen. Wohl gelang es Lollar zweimal in Führung zu gehen, doch währte die Freude nur kurze Zeit und den Gästen gelang es jeweils, den Ausgleich wieder herzustellen. So rückte Klein-Karben' durch das mit viel Glück erzielte Unentschieden in die Kreisklasse auf.
Marburg I — Wieseck I 2:1.
Wiefccks Erste war mit nur zehn Mann und viel Ersah in Marburg zu Gast. Außerdem war kein Unparteiischer erschienen, so daß ein Zuschauer die Leitung übernahm. Die Entscheidungen des Betreffenden ließen ein einwandfreies Spiel nicht aufkommen. Wieseck mußte sich trotz besserem Spiel mit knappem Ergebnis geschlagen bekennen.
Handball.
Wieseck — Bußbach 8:1.
Beide Gegner (mit nur zehn Mann) legten von Anfang an mächtig los. Wieseck drückte etwas mehr. In gleichmäßigen Abständen wurden acht Tore erzielt, denen die Gäste nur das Ehrentor entgegensetzen konnten.
682/403 Kilometer in der Stunde.
Neuer Flugweltrekord des Italieners Lgello.
Eine fabelhafte Leistung erzielte der italienische Fliegeroffizier Agello. Der Italiener erreichte mit einem Spezial-Wasserflugzeug die phantastische Stundengefchwindigkeit von 682,403 Kilometer und übertraf damit die bisherige Höchstleistung des englischen Fliegeroffiziers Lt. Stainforth von 655 Stundenkilometer um 27,403 Stundenkilometer.
Abgesetzte sozialdemokratische Bürgermeister.
WEN. Darmstadt, 10. April. Die Pressestelle der Staatsregierung teilt mit: Folgende marxistischen Bürgermeister wurden abgeseht und durch Kommissare erseht: Planig: Bürger-- meister Gaul durch Heinrich Mees aus Dosenheim. Framersheim: Bürgermeister Hinkel durch Hermann Klenk. Armsheim: Bürgermeister Feldmann durch Landwirt Iohann Weinh. Rieder-Wiesen: Bürgermeister Mees durch Iakob Bastian. Hackenheim: Bürgermeister Metzler durch A. Fr. A. Kaiser, seitheriger Beigeordneter. H f f h o f e n: Bürgermeister Schott durch Landwirt Robert Schott. Planig: Beigeordneter Fischborn durch Landwirt Haupt aus Planig. Framersheim: Beigeordneter Wagner durch Georg Deichmann. Groß-Hmstadt: Bürgermeister Lange durch Georg Magsam. Heberau: Bürgermeister Walter durch Georg Seibold. Klein-Bieberau: Bürgermeister Rauth durch Georg Klenk IX. Zeilhard: An Stelle des zum Bürgermeister gewählten Beigeordneten den Landwirt Wilhelm Riedel. Ober-Seemen: Bürgermeister Kipper durch Schreinermeister Heinrich Peppel II.
Konzert
der Sängervereinigung 1925 Wieseck.
* Wieseck, 10. April. Die Sängervereinigung 1 925 Wieseck hatte zum Sonntag im Saalbau „Zum kühlen Grund" zu einem Chor- und Orchesterkonzert eingeladen. Es muß als ein gewiß nicht leichtes Hnterfangen bezeichnet werden, wenn sich der Vorstand in wirtschaftlich schweren Zeitläuften zu einer solchen Veranstaltung entschloß, zumal die Notzeit unserem Gemeinwesen ihren Stempel besonders scharf aufdrückt. Die Aufbauarbeit des Vorstandes in Verbindung mit der energischen Antriebskraft des unermüdlichen Chorleiters Philipp Groh, Wieseck, erbrachte denn auch einen vollen Erfolg.
Schon der Aufbau der Vortragsfolge, deren erster Teil unter dem Leitgedanken „Die Natur im deutschen Liede" stand, verriet das ernste Streben. Das Konzert wurde eröffnet mit der Tragischen Ouvertüre von Iohannes Brahms. Mit ihr wurde der hundertjährige Geburtstag des „Meisters im Aufbau und der originellen Erfindung", wie ihn Robert Schumann zu nennen pflegte, in bester Weise feierlich begangen. Das fünfzehn Mann starke Orchester, in der Hauptsache Mitglieder des Orchestervereins Gießen, verstand es, die Gäste ganz auf den Abend ein» zustimmen. Mit zwei Liedern „Vorfrühling" und „An die Sterne" führte sich der Chor ein. Beide Tonsätze, Werke des Dirigenten, bezeugten ein gutes Kompositionstalent, waren in volkstümlichen Tone gehalten, geschickt aufgebaut und verfehlten so bei der dankbaren Zuhörerschaft ihre Wirkung nicht. Es zeigt sich schon hier, daß die prächtig geschulten Sänger den Intentionen des Dirigenten gerne folgten und mit voller Hingabe der schönen Kunst dienten. Nach dem „Brautchor und Zug der Frauen zum Münster" aus der Oper „Lohengrin", zum Gedächtnis des 50. Todestages Richard Wagners, erklang der Chor „Sommermorgen" von H. Pestalozzi. Hierbei zeigten sich die Tiefgründigkeit der Hebungsarbeit und die gepflegte Aussprache. Die Phantasie aus der Oper „Margarethe" leitete zum „Iägerlied" von Conradin Kreutzer über. Die Frische der Darbietung gestaltete sich sowohl dynamisch, als auch musikalisch besonders wirkungsvoll.
Der zweite Teil der Dortragsfolge wurde wieder durch das Orchester mit der Ouvertüre zur Oper „Titus" von W. A. Mozart eingeleitet. Mit dem anschließenden Vortrag polyphoner dreistimmiger Volkslieder älterer Meister hat sich der Verein ein besonderes Verdienst erworben. Mit Geschick wurden die gerade diesen Chören eigenen rhythmischen und dynamischen Besonderheiten und Schwierigkeiten überwunden. Gerade das Ausgraben alter, zum Teil schon der Vergessenheit anheimgefallener Weisen sollte allen strebsamen Vereinen ein reiches Feld der Betätigung sein. „Ach Gott, wie soll ich fingen“ von I. Regnart und „An ein marmorn Mädchenbildnis" von G. P. Palestrina wurden von dem herrlichen Tonsah „Was wird es doch des Wunders noch" (unbekannter Tondichter) durch die Wucht der Tonfülle übertroffen. Die Zuhörer dankten mit begeistertem Beifall. Eine Glanzleistung des Orchesters bildete die „Oxford- Symphonie (Nr. 16 in L-Dur) von Ioseph Haydn. Der Höhepunkt der Veranstaltung war die Schlußnummer der Vortragsfolge, drei Volkslieder mit ä capella und dreistimmige Volkslieder neuerer Meister mit Instrumentalbegleitung. Das fehlerlose Zusammenarbeiten von Chor und Orchester ließ die ausgezeichnete Leistung des Dirigenten erkennen. Das Lied „Drei Lilien" von R. Hauß-
ner, im Stimmungsgehalt voll erfaßt, wurde ebenfalls sehr dankbar ausgenommen.
Zusammenfassend darf gesagt werden, daß big Sängervereinigung 1925 Wieseck mit ihrem Chor- meister Ph. Groß durch dieses Konzert dec Sängersache und damit dein nationalen Aufbau einen guten Dienst erwiesen hat, der vollste Anerkennung verdient.
Strafkammer Gießen.
* Gießen, 11. April. In der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober 1932 wurde einem Gastwirt in Vonhausen aus der Garage ein Auto und ein Fahrrad gestohlen. Letzteres wurde alsbald in der Nähe des Ortes aufgefunden. Das Auto entdeckten der Bestohlene und seine Leute in einer Verschrottanstalt in Frankfurt a. M. Der heutige Angeklagte leugnet. Er fei feit Iahren nicht mehr in feinem Heimatort Vonhausen gewesen. Er habe auch das Auto nicht in Frankfurt a. M. verkauft und den Kaufvertrag mit einem falschen Namen unterschrieben. Durch die Beweisaufnahme wurde er aber einwandfrei überführt. Am Abend vor dem Diebstahl war er in Vonhausen gesehen worden. Der Besitzer der Verschrottanstalt erkannte in ihm zweifelsfrei den Mann wieder, der ihm am Morgen nach dem Diebstahl das Auto verkauft hatte. Das Gericht erkannte auf ein Iahr und a ch t Monate Gefängnis.
Ein Schuhmachergeselle aus Köln war in der Schuhmacherwerkstätte einer Strafanstalt beschäftigt gewesen und hatte dort aus einem Schrank ein paar neue Schuhe gestohlen, nachdem er dessen Schloß mit einem Draht geöffnet hatte. Das wegen Rückfalls auf die Mindeststrafe von ein Iahr Gefängnis erkannte Hrtei! des Schöffengerichts wurde bestätigt.
Der Rechner einer Raiffeisenkasse eines bei Nidda gelegenen Ortes hatte im Laufe der letzten Iahre mehrere hundert Mark unterschlagen, auch eine Bürgschaftsurkunde und eine Quittung eines Einzahlers gefälscht. Da er reumütig geständig war und den Schaden gedeckt hatte, erhielt ■ er sieben Monate Gefängnis.
Hntcr Ausschluß der Öffentlichkeit wurde gegen einen jungen Mann aus der Friedberger Gegend wegen Sittlichkeitsverbrechens verhandelt. Nach umfangreicher Beweisaufnahme wurde er mangels ausreichenden Beweises frei- gesprochen.
Talen für Mittwoch, 12.April.
1885: der oberbayrische Dichter Karl Stieler gestorben; — 1888: der Chemiker und Industrielle Ludwig Nobel in Cannes gestorben.
Wirtschaft.
• Di e Hmftellung an der Frankfurter Börse. Vom Vorstand der Wertpapierbörse sind 16 freie Makler aufgefordert worden, ihre Tätigkeit bis auf weiteres nicht a u s z u ü b e n, bis eine endgültige Regelung getroffen ist.
Frankfurter Abendbörse befestigt.
Frankfurt a. M., 11. April. Die Abendbörse war bei mäßig belebtem Geschäft Gefestigt. Im Mittelpunkt des Interesses standen IG. Farben mit plus 1 Prozent; angeblich soll die unmittelbar bevorstehende Veröffentlichung der Bilanz sehr flüssige Bilanzziffern bringen. Stärker erhöht waren ferner Reichsbankanteile mit plus 1,50 Prozent. Auf den übrigen Marktgebieten ergaben sich gegenüber dem Berliner- Schluß Befestigungen von 0,25 bis 0,75 Prozent. Die feste Haltung der Neuyorker Börse fand Beachtung und führte im Verlaufe zu weiter leichten Kursbesserungen. Mehr beachtet waren am Schiffahrtsaktienmarkt Hapag, die 1,25 Prozent gewannen. Daimler Motoren setzten zunächst 0,75 Prozent fester ein, gingen aber später um 0,50 Prozent zurück, und auch Adlerwerke Kleyer waren im Freiverkehr zu 50 Prozent nur knapp behauptet.
Der R e n t e n m a r 11 lag ebenfalls fest. Deutsche Anleihen gewannen 0,25 Prozent, späte Schuldbuchforderungen zirka 0,65 Prozent. Von Goldpfandbriefen waren Rhein. Hyp. R 18—25 mit 91 Prozent um 0,50 Prozent fester. Neu- besitz 13,50 bis 13,40, Altbesitz 76, Schutzgebiete 8, Reichsbank 140,50, Harpener 86,25, Stahlverein 45, AEG. 31, Daimler 35,75 bis 35,25, IG. Farben 130,50, Schuckert 102,50, Siemens 158,50, Hapag 20,65 bis 21,25.
Schweinemarkt in Gedern.
V Gedern, 11. April. Zum heutigen Schweinemarkt waren 553 Tiere aufgetrie» ben. Für sechs Wochen alte Ferkel wurden 16 bis 20 Mark, für acht Wochen alte 20 bis 25 Mark und für Läufer je nach Qualität 25 bis 32 Mark bezahlt. Bei flottem Handel wurde der Markt geräumt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M.
Serlin
Schluß» furd
Schluß!. Abcnd- börse
Schluß» Iure
Schluß!. Miitag- börfe
Oatum
10-4.
11.4
10-4.
11.4.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1921
85
85
85,1
85
6% ffjern.7% Dt. Reicheanl. v. 1929 5'/rA> Doung-Anleihe von 1930
97,65
97,75
98
99,5
81
82
81
81
Deutsche Anl..Ablös..Schuld ml, Ausios.-Rechten ..........
72,5
76
72,4
75,75
Tesgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehem. 8% Hess. Volisstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............
Oberhejscn Provinz-Anleihe mit AuSloi.-Rechien .............
12,65
13,4
12,4
13,3
85
85,25
85
84,25
_
70
Deutsche Komm. Sammelab l.Än leihe Seriel mit Auslos.-Nechten
70,5
73
70
72
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bonk Goldpse. 15 unkundbar bis 1935
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban!
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
88
88,75
88
88,5
_
_
5’/-% ehem. 4>/2% Franks. Hyp. Bank»Liau.-Psandbriese .....
88,65
88
_
_
6’/.% ehern. d'/2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....
89
89,5
_
6% ehem. 8% Pr. Landespsand briefanstali, Pfandbriese R. 19
89,5
90
90
6% ehem. 7% Pr. Landespsand
briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
89,5
89,5
90
4% Oesterretchtsche Goldrenie....
13,5
13,5
13,9
14
4,20% Oesterreichische Silberrente
1,15
1,15
1,1
1,1
4% Ungarische Goldrenie.......
——
6,75
7
7,4
4% Ungarische Staatcreute v. 1910
—
—
——
4%% desgl. von 1918..........
6,5
6,65
6,9
——
5% abgeli. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie 1.....................
6
6
—
—
5,15
5,13
5,05
5,13
5,8
5,7
5,75
5,8
*% desgl. Serie II .............
5,8
5,7
5,7
5,8
6% Siumän. vereinh. Rente v. 1903
5,75
6
—
4>/r%RumSn.oereinh.Renlev.l913
10
—
4% Rumänische vereinh. biente ..
4,75
4,75
4,85
4,8
3%% Anatolier...............
27,2
27,9
—
27,75
;<rraniiun a. .'11.
Berlin
Schluß» lurs
Echlußk. Abend- dürfe
Schluß» kurs
Echlußk.
Mittag» dürfe
Datum
10.4.
11.4.
10-4.
11.4.
Hamburg-Anierita-Pakel .....
t
20,25
21,25
20,25
20
Hamburg-Südom. Dampfschiff.
0
——
——
35
38
Hansa Dampfschiff..........
0
—
—-
31,5
32,5
Norddeutscher Lloyd .........
0
20,5
21,5
20,75
20,75
A G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
49
49,5
49,13
50
Berliner Handelsgesellschaft....
4
95,25
95,75
95,75
95,5
Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Diskonts»
0
53
53,5
53,5
53,5
Gesellschaft................
0
70
70
70
70
Dresdner Bank..............
0
61,5
61,5
61,5
61,5
Reichsbank .................
1
140,25
140,5
140,5
139
A.E.G......................
0
31
31
30,5
30,75
Elektr. Lieferungsgesellschaft ...
6
92,75
93
92,9
106,5
92,5
Licht und Kraft ...........
6
106
106,75
107
Felten & Guilleaume ........
Gesellschaft sür Elektrische Unter-
0
65,25
66
65
66,9
nehmungen...............
4
91
91,75
90,5
92,25
Rheinische Elektrizität ........
6
—
—
95,5
94
Schuckert L Co..............
0
100
102,5
99,5
101,75
Siemens & Halske...........
9
—
158,5
156,25
158
Lahmeyer &(io..............
10
128,5
128,5
128,5
128,5
Buderus ...................
0
55,75
57,25
56
57,75
Deutsche Erdöl .............
4
101,75
102
101,25
103,5
Gelsenkirchener..............
0
63.5
65,5
64
65,25
<
arpener ...................
0
84,75
86,25
83,75
85,25
■t
oesch Eilen—Köln-Reuellen..
0
——
——
69,5
70,5
i
lse Bergbau ...............
7
164
165
164
166,5
lse Bergbau Genüsse........
lücknermerke ...............
7
108,25
109,25
108,25
108,75
s
0
60,25
61 ,9
60,25
62
Mannesmann-Röhren........
0
69,25
71,13
69
71
ManSfelder Bergbau.........
0
—
26
26,75
27,5
Oberschles. Kokswerke.........
0
—
—
75,25
75.75
Phönir Bergbau.............
0
43,5
63
44
45,9
Rheinische Braunkohlen ......
10
204
203,5
204,5
203,5
Rhetnstahl..................
0
82,25
84
81,75
83,75
Frankfurt a.M.
Serlin
Schluß» kurs
Schluß!. Abend» dürfe 1
Schlußkurs
Echlußk. Millag. börle
Datum
10.4.
11.4.
10.4.
11-4.
Bereinigte Stahlwerke.
.......u
44
45
43,9
45
Otavi Minen ........
.......0
18,25
18
18,25
18,4
Kaliwerke Aschersleben.
.......6
——
134
—
133
Kaliwerke Westeregeln .
.......6
134
135,5
135
135,5
Kaliwerke Salzdetfurth
.......S
198
199,25
197,75
198,75
3. G. Farben-Jndustrie....... 7
Scheideanslall...............10
Goldschmidt ................0
Rülgerswerke ............... 0
Metallgelellschast.............0
Philipp Holzmann...........0
Zementwerk Heidelberg ......d
Tementwerk Karlstadt.........0
Wayß & Frey tag............o
Schultheis Patzenhoser........0
Aku (Allgemeine Kunstseide) ... o
Bemberg...................0
Zellstoff Waldhos............0
Zellstoss Aschassenburg .......0
Dessauer Gas ...............7
Daimler Motoren............0
Deutsche Linoleum ..........o
Orenstein & Koppel ..........0
Leonhard Tietz..............6
Lhade......................12
Gridnei.................u|
MainkrasiwerkeHöchsta.M. ... 4
Süddeutscher Zucker ......... 8|
127,9
130,5
127
129,65
165
166
—
—
57,5
58
57,9
58,4
51
51,75
51,13
51,75
34,65
34
35
34
58,5
59
59,5
59,5
67
68
—
60
60
=
_
_
114,75
37
37,75
37
38
48,75
49
49
48,5
51,5
51,25
51,5
51,75
25,75
26
27,75
113
—-
——
—
112
35,75
35,25
35
35
39
39,13
39
38,5
—
—
46,4
48
30,5
31
29,75
31
134,5
135
137
135,5
—
32,5
32,25
32,25
70,25
70,25
—
160
162,5
163
162
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
Banknoten.
10. April
II.Apiil
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Srie-
Geld
»rlci
Helsingsors..
6,344
6,356
6,334
6,346
Wien.......
45,95
46.05
45,70
45,80
Prag.......
•—
—
—
Budapest ...
—
—
—
—
Sofia ......
3,047
170,03
3,053
3,047
3,053
Holland ....
170,37
170,18
170,52
Oslo.......
73,58
73,72
73,48
73,62
Kopenhagen.
64,24
64,36
64,14
64,26
Stockholm...
76,02
76,18
76,02
76,18
London .....
14,38
14.42
14,35
14,39
Buenos Aires
0,828
0,832
0,838
0,842
Neuyork....
4,209
4,217
4,209
4,217
Brüssel.....
58,68
58,80
58,69
58,81
Italien.....
21,545
21,585
21,55
21,59
Paris......
16,545
16,585
16,56
16,60
Schweiz ....
81,27
81,43
81,29
81,45
Spanien....
35,46
35,54
35,51
35,59
Danzig....
82,12
82,28
82,12
82,28
Japan ......
0,899
0,901
0,889
0,891
Rio de Ian.
0,239
0,241
0,239
0,241
Jugoslawien Lissabon....
5,135
5,145
5,135
5,145
13,08
13,10
13,07
13,09
Serlin, 11. April
Geld
Srief
Amerikanische Noten..............
4,193
4,213
Belgische Noten..................
58,53
58,77
Dänische Noten .................
63,77
64,03
Englische Noten ..... ...........
14,31
14,37
Französische Noten ...............
16,52
16,58
Holländische Noten...............
169,81
170,49
Italienische Noten................
21,53
21,81
Norwegische Noten .............
73,30
73,60
Deutsch Oesterreich, ä IOO Schill'ng
Rumänische Noten...............
2,46
2.48
Schwedische Noten ................
75,85
76,15
Schweizer Noten.................
81,11
81.43
Spanische Noten.................
35,30
35,52
Ungarische Noten .... ...........


