Ausgabe 
12.4.1933 Erstes Blatt
 
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Aus der Provinzialhauptstadt

Fördert die Landhilfe!

Kleine politische Nachrichten

Berlin, 28. März 1933.

QIn den

Bekannt ist, daß er vom radikalen Flügel seiner Partei alsHofgänger" kritisiert wurde, da er eine Einladung Großherzog Ernst Ludwigs zu einem Parlamentarischen Abend Folge geleistet hatte. Die Novemberrevolution brachte Ulrich an did Spitze des Arbeiter- und Solüatenrats in Hessen, am 21. Fe­bruar 1919 wurde er zum Staatspräsidenten ge­wählt. Dieses Amt hatte er bis zum Jahre 1928 inne.

Scheidhauer & Gießing, Mainzlar, dort betreibt, eine größere Menge des gefähr­lichen Spreng st offs Ammonit ge st oh- len, die damals spurlos verschwand. Die Nachfor­schungen der Polizei und der Gendarmerie blieben ebenfalls ergebnisiss. Nunmehr gelang es der Gen­darmeriestation in Homberg, in dieser Angelegen­heit zu einem vollen Erfolg zu kommen, denn die Gendarmeriebeamten von Homberg fanden den Sprengstoff im Umfang von 16% Silo im Walde bei Vurg-Gemünden ver­steckt vor. Energisches Zugreifen bei verdächtigen Personen brachte den weiteren Erfolg, daß man auf dem Grundstück eines verdächtigen Mannes in Burg-Gemünden unter einem Holzstoß versteckt 115 Sprengkapseln vorfand, die gleichfalls sicher- gestellt wurden. Bis jetzt wurden 15 Personen v e r h a f t e t, von denen etwa die Hälfte heute nach Gießen in das Landgerichtsgefängnis übergeführt wird. Mit der Aufklärung dieses großen Spreng- sioffdiebstahls hat auch die verbotene Fischerei mit Sprengstoff in der Ohm in der Nähe der Dicknah- mühle bei Homberg ihre Erklärung gefunden; wegen dieser strafbaren Handlung sind vier Personen in haft genommen worden. Die Untersuchung wird mit Nachdruck fortgesetzt.

Empfänge

beim hessischen Staatspräsidenten.

WER. Darmstadt, 11. April. Die Presse­stelle der Staatsregierung teilt mit: Der Herr Staatspräsident empfing heute drei Ver» tretet des Kampfbundes für deutsche Kultur, ferner den hessischen Vertreter des Deutschen Luftsportverbandes, sowie Herrn Dr. P r a s ch, den neuen Intendanten des Hessischen Landestheaters.

Bei dem Bericht der gestrigen Empfänge ist ein Irrtum unterlaufen. Statt Vertreter des Hessischen Automobilklubs muß es heißen: Ver­treter des Starkenburger Automobil­klubs und des Allgemeinen Deutschen Automobilklubs, Gau Hessen.

AeueDeutschenhehe inKaltowitz

Deutschfeindliche Kundgebungen des polnischen Akademiker-Berbandes.

Aus aller Welt.

Oie Führer her Christlichen Gewerk­schaften bei Reichsminister Goebbels.

Berlin, 11. April. (WTB.) Der Reichs- mlmster für Dolksaufklärung und Propaganda empfing heute nachmittag die Führer der christ- üchen Gewerkschaften, Jmbusch, Otte und Eudenbach. Es handelte sich bei der hierbei stattgefundenen Besprechung vor allem um die Frage der Teilnahme der christlichen n an den Kundgebungen aus Anlaß des Feiertages der nationalen Arbeit am 1. Mai. Der Minister betonte, daß die Regierung bereit sei, mit allen aufbau» w * c rgen Kräften des Volkes zusammen­zuarbeiten, daß sie aber ein Wiederaufleben der marxistischen Gefahr in keinerlei Form irgendwie dulden werde. Die Unterhaltungen sollen in der Woche nach Ostern fortgesetzt werden.

Eisenbahnunglück in (Kolumbien. 21 To le, 43 Verletzte.

Aach einer Meldung aus Bogota entgleiste 130 Kilometer von Tunja infolge zu scharfen Bremsens ein Zug. 21 Personen wurden ge­tötet, 43 verletzt.

Reichskanzler Hitler dankt Buhbach.

e* SuUacb, 11. April. Am Samstag, 8. April, ist von Herrn Reichskanzler Hitler folgendes Schreiben bei der hiesigen Stadtver­waltung eingegangen:

Sprengstoff-Fund im Walde bei Burg-Gemünden.

Bisher 15 Personen verhaftet.

3m April v. 3. wurde aus dem Sleinbruch am hermannsberg bei Homberg, den die Firma

Bürgermeistertagung in Schotten

Treubekenntnis des Vogelsbergs zum nationalen Staat.

hessischen Bauernschaft unter Leitung des Staatskommissars Dr. Wagner, wurde die Landesführergemeinschaft hessi­scher Bauern gebildet. -Zum Vorsitzenden der Landesführergemeinfchaft wurde einstimmig der verdiente Leiter des nationalsozialistischen Amtes für Agrarpolitik in Hessen, Staatskommissar Dr. Wagner gewählt. Die Landesführergemein­schaft besteht aus dem Vorsitzenden, Staatskom- Missar Dr. Wagner, seinem Stellvertreter, Landtagsabgeordneten Seipel, Fauerbach, Dr. von H e l m o l t, Friedberg, Bundschuh, Lengfeld, Mossel, Marienborn, Finger, Flomborn, zwei noch zu benennenden Kreisfach­beratern der RSDAP. und zwei Herren vom ^unglandbund, Hessen. Um das Cinigungswerk auch in sich von Anfang an zu erleichtern, ist gleich innerhalb der bisher bestehenden landwirt­schaftlichen Organisationen, des Hessischen Land­bundes und der Vereinigten freien rheinhessischen Bauernschaft, die beide dem Reichslandbund an­gehören, eine Gleichschaltung dadurch ge­schaffen worden, daß sich die Vereinigte freie rheinhessische Bauernschaft und der Hessische.Landbund zusammen- schließen zum -Hessischen Landbund, bestehend aus drei Provinziallandbünden. Die Vorstände dieser Landbünde sehen sich zusammen aus den seitherigen Kreisvorsihenden der drei Provinzial­verbände und den entsprechenden Kreisfachbera­tern der RSDAP. Präsident des Hessischen Landbundes bleibt Dr. von Helmolt. Zu seinen Stellvertretern wurden bestimmt Mossel Marienborn, und Bundschuh, Lengfeld. Die neuen Vorstände der Provinziallandbünde werden schon in allernächster Zeit zusammentreten.

Oie Wächter am Tor der Gesundheit.

Von Or. med. Schlohmann.

Die Mandeln sind die Wächter vor dem wich­tigsten Cingangstor unseres Körpers. Sie um­schließen mit dem sogenanntenRachenring" als Gaumenmandeln und als Rachenmandel die Bahn, die alles, was wir atmen, schlucken, schlürfen, pas­sieren muß, bevor es in den Tiefen der Speise­röhre oder der Luftröhre verschwindet. Es sind recht empfindliche Organe, sie reagieren leicht schon auf die kleinste Invasion feindlicher Bak­terien mit einer Halsentzündung. Bei vielen ist die Empfindlichkeit der Mandeln so groß gewor­den und die Zahl der Entzündungen so häufig, daß das veränderte Gewebe zu wuchern beginnt, nicht mehr recht seine wichtigen Aufgaben als Abwehr-Organ erfüllen kann, ja sogar der Schlupfwinkel schädlicher Krankheitskeime wird und außerdem durch mechanische Behinderung des Atmens und Kauens das Allgemeinbefinden weit­gehend beeinträchtigt.

Am unangenehmsten find die Mondelvergröße- rungen des Kindesalters, die offenbar auf einer angeborenen Anlage beruhen und besonders häu­fig zu beobachten find bei Kindern, die auch sonst zu Entzündungen, Katarrhen, Hautausschlägen neigen.

das Biehhüten im direkten Quellengebiet der Wasser­leitungen unterbleibt, um Infektionskrankheiten vor- zubeugen.

Vorn Arbeitsamt Gießen waren dessen Vorsitzender Regierungsrat Dr. L i st, Regierungsrat Dr. Kolb , sowie Herr Borg erschienen, um mit den Bürger­meistern eine Anzahl Fragen aus der Arbeitslosen- Versicherung zu besprechen. Insbesondere sprach der Borsitzende über bie- neuen Bestimmungen der Landhilfe, über die Voraussetzungen, unter denen sie gewährt wird. An Hand der Vordrucke wurden die Anträge auf Förderung aus der Land- Hilfe, sowie die abzuschließenden Arbeitsverträge zwischen den Landwirten und den jugendlichen Ar­beitsuchenden genau durchgesprochen und Zweifel klargestellt.

Man verspricht sich gute Fortschritte von der Durchführung dieses großen Werkes. Die Land­wirtschaft erhält auf diese weise billige Arbeits­kräfte, anderseits wird der Arbeitsmarkl wesent- lich.enklastet und die 3ugendlichen werden einer gesunden, wertvollen Arbeit zugeführt. Auch Mädchen können der Landhilfe zugeführt werden.

Angeregt wurde, daß das Alter, mit dem die Ju­gendlichen für die Landhilfe zugelassen sind, von seither 25 Jahren möglichst auf 30 Jahre ausgedehnt werden möge.

Eine Reihe von wichtigen, die Gemeinden sehr interessierenden Fragen wurde zum Schluß noch be­handelt.

Oer Dank der Siaaisregierung:

Auf dos vorerwähnte Begrüßungstelegramm der Burgermeisterversammlung ist beim Kreisamt Schotten folgendes Telegramm aus Darmstadt, 11. April, eingegangen:

Slaalsregierung dankt für Ireube- kenntnis des Vogelsberges und sen­det Hitler-Gruß und Hessen-heil!

Dr. Werner."

x S ch o t t e n , 11. April. Im Rathaussaal zu Schotten fand heute unter dem Vorsitz des Kreis- direktors Dr. I a n n eine amtliche Bürgermei- slerversammlungdesKreisesSchotten statt, zu der alle Bürgermeister bzw. deren Vertreter erschienen waren.

Kreisdirektor Dr. I a n n sprach einleitend vom vaterländischen Geist beseelte Worte über den natio­nalen Aufbruch und das große Befreiungswerk. Auch in unserem engeren Heimatland Hessen stehen Männer an der Spitze, zu denen wir v o>l l Vertrauen aufblicken können, da sie Land und Leute, besonders unser Oberhessen, bestens kennen.

Bürgermeister M e n g e l - Schotten versicherte namens der Bürgermeister, daß alle Bürger- m e i st e r des Kreises mit ganzem Herzen sich rückhaltlos zum neuen Staat bekennen und ihre ganzen Kräfte für die Wiedergeburt unse­res Volkes einsetzen werden.

Auf Vorschlag des Kreisdirektors wurde an die hessische Regierung folgendes Begrü- ßungstelegramm geschickt:

Die zur heutigen Bürgermeisterversammlung erschienenen Vertreter sämtlicher Ge­meinden des Kreises Scholten, der von jeher mit an der Spitze der Bewegung marschiert ist, entbietet der hessischen Re­gierung ihre ehrfurchtsvoll st en Grütze und geloben tatkräftige Mit­arbeit. 3.21.: Kreisdirektor Dr. 3 a n n."

Eingehend wurde sodann dos neue Gleichschal- tungsgesetz und seine Rückwirkungen auf die Gemeinden besprochen. Besonders wurden die bevor­stehende Neubildung der Gemeinderäte, die Aufstel­lung der Vorschlagslisten, die Tätigkeit der örtlichen Wahlkommissionen behandelt.

Sodann hielt Medizinalrat Dr. Koch einen Dor- trag über die Sauberhaltung der Wasserversorgungs- anftalten und Quellengebiete der Gemeinden. Es soll darauf gesehen werden, daß die Düngung und

Vom Arbeitsamt Gießen geht uns fol- gende wichtige Mitteilung zu:

Der Versuch, durch die L a n d h i l f e dem schwer­belasteten Landwirt und der'arbeitslosen Jugend zu helfen, wird nach einer telefonischen Mitteilung des Herrn Präsidenten der Reichsanstalt durch Erleich­terung der Zuweisungsbedingungen erheblich geför­dert.

Nach der jetzigen Rechtslage können alle 3ugend- lichen bis zu 25 3ahren als Helfer zugelassen werden, mit Ausnahme derjenigen, die nach § 89a AVAvG. keine Arbeitslosenunterstützung beziehen, weil eine Arbeitslosigkeit nicht oorliegt. Gefallen sind also z. B. die Einschränkungen, die über 21 3ahre alte 3ugendliche ausschliehen, wenn sie nicht mindestens 20 Wochen in einem geschlossenen Lager im freiwilligen Arbeitsdienst tätig gewesen waren.

Besonders wichtig ist die Bestimmung, daß die Forderung für die W o h l f a h r t s e r- werbslosen, die in die Landhilfe eingewiesen

Oie Neubildung des Gießener Stadlrats.

2m heutigen Anzeigenteil gibt der Gemeinde­wahlkommissar der Bürgermeisterei Gießen be» rannt, daß der Gießener Stadtra-t auf Grund der neuen gesetzlichen Bestimmungen fünf- hg aus 28 Mitgliedern bestehen wird. Die Parteien, ausgenommen die Kommunisten, müssen ihre Wahlvorschläge bis spätestens Dlenstag 18. April, 18 Ahr, bei dem Wahlkornmissar im Stadthaus, Bergstraße, schrift- lrch einreichen. Räheres ist aus der Bekannt­machung ersichtlich.

Ostem im Stadttheater Gießen.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrie- ben. Der Spielplan des Stadttheaters bringt an den beiden Osterfeiertagen ein der Würde des Festes entsprechendes Programm. Am Sonntag, < Osterseiertag, gelangt das Schau- spiel Andreas Hollmann" von Kaergel lSpielleitung: Oberspielleiter Wolsg. Kühne) zum letzten Male bei kleinen Preisen zur Auffüh- ruSchauspiel entflammte bei seiner Erst­aufführung in gleicher Weife durch feinen fortrei- nenöen dramatischen Zug, wie durch seine tief er- 'Uhlte ethische Tendenz. Dies Werk ist eine Be­reicherung für jedes Kulturtheater. Für den 2^ Osterfeiertag Montag, 17. April, sieht der Spielplan tm Rahmen der sonntäglichen Frern- oenvorstellungen die Erstaufführung des Bolks- ülcr Musketiere" von Sigmund Graff (Spielleitung: Oberfpielleiter Peter Fas sott) vor. Ein Dolksstück, erfüllt von Humor und echtem Kameradschaftsgeist. Die Vorstellungen beginnen an beiden Tagen um 19 Ahr.

Bornotizen.

für Mittwoch: ÄÄ 19 30 b-s 23 Ahr:Die Räuber". Bahnhofstraße:Jonny stiehlt Seltersweg:Der goldene Gletscher.

* i Gießener Geldinstitute teilen im heutigen Anzeigenteil mit, da ßnhre Kassen u?d Geschäftsräume am Ostersamstag, 15. April für reden Verkehr geschlossen bleiben. '

** Fe st genommen wurde wie der heutige Polizeibericht meldet der Kommunist Otto Krei­ling, Maurer, geboren am 6. Februar 1905 zu Wieseck und wohnhaft in Wieseck wegen Verbreitung illegaler Flugblätter der Kommunististischen Partei. Diese Flugblätter holte Kreiling auf Grund eines ihm zugeschobenen Zettels an einem bestimmten Versteck ab. Er kam in Untersuchungshaft.

"Das Fundfachen-Derzeichnis. Das Verzeichnis über die im Monat März gefunde­nen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Emp­fangsberechtigten werden aufgefordert, ihre et­waigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbureau während der Dienststunden geltend zu machen.

Der Gesamtausschuh des Deutschen Ge­noss e n sch a f t s v e r b a n d e s hat beschlossen, sich hinter die Regierung zu stellen, die sich nach- örucklich für die Wiedergenesung unserer natio­nalen Wirtschaft einsehen wird. Darüber hinaus wurde der korporative Beitritt des Ge­nossenschaftsverbandes zum Kampfbund des 2»^ "blich en Mittelstandes der RS DAP. einstimmig beschlossen.

Der neue Derbandsvorsteher des DHB. Milt- zow hat folgende Anordnungen getroffen: Aus der Verbandsleitung scheiden aus: Haber­mann, Thiel und Bott. 3n die Derbandsleitung i e i u der Reichstagsabgeordnete Stöhr .Z//gler; der bisherige Vorsitzende des Ausjichtsrates, Hannemann, tritt zurück. Die Vertretung der Verbandsleitung in Berlin, die X. am 6a ch bisher übertragen war, wird auf» gehoben. Die Verbindungen zum DGB. und seinem BlattDer Deutsche" werden gelöst.

werden, auch von der R e i ch s a n st a l t getragen wird, so daß es hier also nicht mehr der Uebernahme durch die Fürsorgeämter bedarf. Nach der Ueber-- sfcht, die schon jetzt mit ziemlicher Deutlichkeit vor- liegt, besteht ein starkes Ueberangebot von offenen Landhilfestellen.

2nie 3ugcnb-Organifationen, die Lager des frei­willigen Arbeitsdienstes, die Fürforgeämler und die Bürgermeistereien werden dringend gebeten, im 3nteresfe der 3ugendlichen, der Landwirt- schäft und der Beseitigung der Arbeitslosigkeit sich auf das ernsteste um die Werbung von 3u- gendlichen für die Landhilfe zu bemühen. Der Versuch, auf neuen Wegen Arbeit zu beschaffen, muß zu einem Erfolg gestaltet werden.

Anmeldungen zur Landhilfe erfolgen zweckmäßig auf vorgeschriebenem Formular beim Arbeitsamt und seinen Nebenstellen bzw. bei den vorher bezeichneten Organisationen, die um Weiterleitung gebeten werden. Auskünfte werden gern telefonisch und schriftlich vom Arbeitsamt Gießen gegeben.

Beim ersten Blick in den Rachen erkennt man das Vorhandensein vergrößerter Gaumenman­deln, während eine Schwellung der Rachenmandel oft nur schwer festzustellen ist: sie liegt an sehr verdeckter Stelle. Als zwei dicke Wulste ragen die Gaumenmandeln aus ihren Rischen hervor und können so groß werden, daß sie beiderseits das Gaumenzäpfchen ständig berühren. Leichte Grade der Mandelvergrößerung verursachen gar keine Beschwerden. 2n andern Fällen macht es sich un­angenehm bemerkbar, daß die Maüdelkranken weit

Stadtrat Butzbach (Hessen).

Das mir vom Stadtrat Butzbach verliehene Eh­renbürgerrecht erfüllt mich mit aufrich­tiger Freude.

Och nehme hiermit die Ehrenbürgerschaft an und Bitte, dem Stadtrat meinen ergebensten Dank »sowie meine aufrichtigsten Glück- to u n f e für das Blühen und Gedeihen von Butzbach aussprechen zu dürfen.

Ergebenst

(gez.) Adolf Hitler.

Landessührergemeinschast hessischer Bauern.

WSR. Frankfurt a.M., 11. April. Rach- am 4. April die Reichsführergemeinschaft deutscher Bauern unter Führung des Leiters des Amtes für Agrarpolitik der RSDAP., Wal- rA» F&ilbet wurde, ist als erstes Land Deutschlands Hessen dem Beispiel des Reiches gefolgt. In einer am Sonntagnachmittag im Krokodil in Frankfurt stattgefundenen Sitzung ^2^"tf ch af tlichen Fachberater der RSDAP. des Hessischen Land­bundes, des Hessischen 3ungland- oundes und der Vereinigten freien rhein­

Kattowitz, 11. April. (WTB.) Der Aka­demikerverband der Wojewodschaft Schlesien veranstaltete eine Protestversamm- lung gegen die angeblich an Polen in Deutsch­land begangenen Gewaltakte. Den Veranstaltern schlossen sich die Akademikerverbände von Krakau, Warschau, Lemberg und Posen an. Mehrere Red­ner griffen in unerhörter Weise alles, was deutsch ist, an und schilderte, angebliche in Deutschland ?" ST"' T°rr°r°ktc in dr-Mch-n F-r. uüu uic -zzianoeitranten weit

BeutfSnn^Sber£' die IN häufiger als andere Menschen von allen vorkom- Deuftchland an Polen begangenen Terrorakte vor den I menden formen hon .SSalärmfxünhtmRofaHon

SS; ÄÄtt müsSunb Sd°u"ch-'nAnsÄnt7n Mitt°l°h-.Enizün.

S ®c unnng-n-hmst- F°Igc der M°nd°l°°rgr°.

verlaimü 5?e^n?r wurde r Gerung stellt die Behinderung der Rasen-Atmung

des dar. die besonders durch eine stark vergrößerte ?e n als Ä Zeichnet H°^lchulenmPo- Rachenmandel entstehen muh. Anglücklicherweise " berechnet. werden meist Jugendliche davon befallen, denn

Rach dem Absingen des Rationalliedes und die Wülste der Rachenmandel erreichen in der der deutschfeindlichenRota' versuchte die auf- Zeit Dom 4. bis zum 14. Jahr ihre deutlichste gehetzte Menge einen Amzug zu bilden. Ber- Ausbildung. 3m Laufe des zweiten Jahrzehnts schiedentlich gelang es ihr Schaufensterscheiben erfahren sie eine schnelle Rückbildung. Diese von Geschäften mit deutschen Aufschriften zu Kinder erkennt man schon von weitem: langes zertrümmern und Auslagen zu rauben, blasses Gesicht, schmale Rase, offener Mund und Deutschsprechende Passanten wurden ein eigenartig stumpfer GesichtsaiGpruck. Sie auf offener Straße geschlagen. Roch,in spä- haben einen ständigen Schnupfen, frechen un- ter Abendstunde durchfuhren angetrunkene De- deutlich und durch die Rase, schlafen mit offenem monftranten teufte Drohungen gegen alles Munde und schnarchen bei Rachtz. Die Atmungs- Deutsche ausstoßend in Autos die Straßen. Die störung wird leider vielfach von den Angehörigen ® tm unö ©eteehren ausge- zu leicht genommen, sie kann sehr oft zu einer rultet, war bemüht, größere Ausschreitungen zu schweren Störung der körperlichen und geistigen verhindern. Die Brandreden auf der Kundgebung Entwicklung ausarten. Spitzer Gaumen, Kiefer- lassen die H i n t c r g r u n de und wahren mihbildungrn, abnorme Zahnstellung, Wachstums- äl2L:e Dieser Hetze leicht erkennen: unter dem Verkümmerungen des Brustkorbs, Kopfschmerz ?°^de eines Protestes gegen angebliche Asthma, nervöser Husten, Bettnässen und geistige deutsche SerroraHe mochte man dre unbe- Benommenheit, alle diese recht unangenehmen Än°ntro wirt- Erscheinungen können als Folge der vergrößer-

schaftlichem und kulturellem Gebiet schädigen und ten Mandeln auftreten U

am liebsten ganz verdrängen. | Reuerdings> spielt die Entfernung der Man­

deln, die operativ erfolgen muß, noch eine wich­tige Rolle bei der Bekämpfung chronischer In­fektionen. Die krankhaft veränderten Mandeln t m I vermögen nicht mehr ihre natürlichen Leistungen sVrasident hat auf Bor- zu erfüllen. Rheumatische Beschwerden, Rieren- schlag des Reichskanzlers am 10. April den Ge- Erkrankungen und eine Anzahl schwerer Leiden Jim uni ^tter ü- Epp die auf unklare Infektionen zurückzuführen fin^

erchsstatthalter in Bayern er- bessern sich oft nach dem ziemlich harmlosen Ein- . griff mit überraschender Schnelligkeit. Natürlich

muß nicht jede etwas vergrößerte Rachen- oder

Der Reichsrat hat dem Anträge des Reichs- Gaumenmandel operiert werden. Man muß sich arbeitsministers zugestimmt, daß big auf toei- m der Medizin stets vor einem starren Schema- teres ausländische landwirtschaft- tismus hüten. Die leichteren Fälle bessern sich liche Wanderarbeiter nicht mehr vst weitgehend durch örtliche Pinselungen und zu gelassen werden. Hiervon sind wie bis- durch sachgemäße körperliche Erziehung, bei der her Ausländer mit Befreiungsscheinen oder solche, Bewegung in frischer Luft und zweckmäßige, gute Jenen die Beschäftigungsgenehmigung auf Grund Ernährung eine wichtige Rolle spielen.

r ihrem Heimatsstaat zugesicherten Gegen- . Die Eltern und auch die erwachsenen Kranken seitigkeit gewährt werden muß, ausgenommen. sollen bedenken, daß die hier beschriebenen Be­schwerden, mit denen sich mancher vergeblich jahrelang herumplagt, oft leicht und entscheidend zu bessern sind, wenn man den Weg zum Arzt im rechten Augenblick findet.