Ausgabe 
12.1.1933 Erstes Blatt
 
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Philosoph und Rationalö.onom Eugen Dühring 7, Berlin geboren: 1929: der Historiker Siet» vH Schäfer in Berlin gestorben.

Gietzencr Wochcnmarktpreife.

® i e 6 e n, 12. Ian. Es kosteten auf dem heu» tgen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 120, Land» lütter 100 bis 110 Pf. das Pfund, Kochbutter :tn 80 Pf. an das Pfund, Matte 20 bis 25 Pf. la i Pfund, Käse 5 bis 10, Eier, ausländische,

ein mitreihender und packender Gesellschafts» und li«besromon, der besonders bei den Frauen in ynjerem Leserireise einen tiefen Eindruck hinter­lassen wird. Reich an ungewöhnlichen Situatio- nr» und wirklich ergreifenden Szenen, fesselnd »om ersten Kapitel an und mit immer neuen -mbungen dem Leser aufs Höchste spannend und ibttrafd^enb, ist diese Geschichte einer großen Li«be geschildert: nach einer Schlußszene voll dra- ncitischer Wucht findet der Roman versöhnlich

Tageskalender für Donnerstag !dechessjscher Geschichtsverein: 20 Uhk, Hörsaal 45 frr Universität, Dorträg überHessen im Jahre

|,W QEL per Zentner.

L^ornotizcn.

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Kien bis r. norm un- ;mem Aus- ^r9ifhing$. iftellen. &i ea)i|fe Tist. 1 und so die dttvorrusen. der beseitigt, ZlsNing oer. M sehr (on. J- Für sie uche» länge. Glases sol. Organismus licht etwa so, >. der Schlaf n Schlaf ein Bergistungs- t darum we> 'egelmäßiger 'gen ist, um Dian braucht en. bis man offen halten Msfermahen Nahe - aus

Helft der Winterhilfe!

Die Roi in vieley Gießener Familien ist immer noch sehr groß. Die Gießener winternothilse will ö*m Rotteidenden den schweren Daseinskampf etwas e -leichtern. Dazu ist die llnterstühung aller Mit­bürger dringend erforderlich. Geld-. Kleider- und crebeusmiltelfpendeu können viel Elend geringer nnachen. Gaben werden von der Dinternothilfe ! (Städtisches wohlsahrtsamt. Gartenstrohe) jederzeit tnll Dank entgegengenommen.

Zeder sei Helfer!

Dort. J?

nfi es an soll- M" «g r'srzielM * , Körpers I*

Feldsalat 80 bis '100, Zwiebeln' 10, Meerrettich 15 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3, Hepfel 18 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Honig -d bis 45, Rüsse 35 bis 40, Junge Hahne 70 .'iS 90, Suppenhühner 60 bis 80 Pf. das Pfd., tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, En- iDien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück, Kartoffeln

üngetegenfcit xn. Es gibt mi", das mit lsammenhanz }cn remitiert öchiaf hervor, neser Zustand r Tetvuhifm je ausgeschal. mken, so lange danlen betoe« Das aber ift Echlaslosigleit r versucht, den mgelehrt, m te nacht wird beiden Fällen leit Denn 1° nit Sem Pr» kann et ta

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ofigteit? Da; n Ursachen dei auf nervösell ron vornherein dann ist dal Pegleiterschel' !n jedm Fall! b dem Gehin !n - feine be* uumuten. Der in Abendessen -ttgehen eingi1 u schwere gei- ) beispielsweü! assen, die ch-

Qc dr Universität, Lorträg überHessen im Jahre

l bNM Odessa IM". Technische Nothilfe, Ortsgruppe Gießen

2Iihr,Stadt Mainz", Nothelfer-Lersammlung. ü!g vWzr & Gpog. 1900: 20.30 Uhr,Postkeller", ordentliche iww LoZfle Omeralversammlung. Lichtspielhaus (Bahnhof

.|CQje); fiiünnenberg". Astoria-Lichtspiele (Sei- fle^i^f^ ltasLeg):Das Schiff ohne Hafen".

nt8 organisch« falls feine f£ hlen.E allen das aber doch et* $efolgungiw

Pufibäber vv. . , ,

r ein nicht f m0 beglückend einen wahrhaft harmonischen Ab- ;# oft auL chiluß.

Zn «sagt, dal Do wird diese Erzählung, mit der wir heute infef bae beginnen, für jedermann eine überaus unterhalt-

ffi ift Durch 'ane, von Tag zu Tag mit Spannung erwartete

1 TWauäfe^ *e ^rc bilden. Ein Roman noch dem Herzen un» r^nrrnbalt« tot Leser, der seinen Weg machen und allent»

rabe bei zw ja Iben ungeteilten Beifall finden wird!

^schr wichtig'^ raten für Tonners ag, 12. Januar.

Mahlzeit E n5ig: Kaiser Maximilian I. in Wels gestorben: c. «a an in _ 1746: der Pädagog Heinrich Pestalozzi In-

rich geboren: 1829: der Schriftsteller Friedrich i Echlegel in Dresden gestorben: 1833: der

Strafrechtlich stellt sich die unberechtigte Inbe» triebsetzung des Feuermelders meist als grober -Unfug dar und wird als solcher bestraft. Darüber Hinaus wird aber die Strafe in vielen Fällen noch -erheblich verschärft werden, weil nicht nur grober -Unfug, sondern auch sogenannter Siegelbruch in .Frage kommt, den das Strafgesetzbuch mit Ge- längnis bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe -ahndet. Die meisten Feuermelder sind nämlich der­art eingerichtet, daß bei dem Ziehen des Hand» tgriffd des Feuermelders oder dem Herumdrehen desselben ein Faden zum Zerreißen gebracht wird, Der plombiert ist. Sine solche Dleiplombe ist aber rin amtliches Siegel, das von der zuständigen "Sehörde als sichtbares Zeichen ihrer amtlichen -Herrschaft über den Feuermelder angelegt ist, um ihn zu schließen und vor Mißbrauch zu schützen.

Bleifach wird auch in Verbindung damit die unberechtigte Benutzung des Feuermelders sich als (Sachbeschädigung barstellen, für die das Straf­gesetzbuch Gefängnis bis zu drei Iahren oder

1 bis 12, inländische 11 bis 12 Pf. das Stück, iv».. Irsing, gelb, 8 bis 10, grün 12, Weißkraut 6 bis kJrte ist I, Rotkraut 8 bis 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, ew " irgend tote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Linier- vdeitä Erabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20, HZ i) #.tt bcm*

Geldstrafe androht. Wird durch das Ziehen oder Drehen des Handgriffes des Feuermelders der ntit der Plombe gesicherte Faden zerrissen, so ist dos eine vorsätzliche und rechtswidrige Beschädi- flimg des Feuermelders. Hinzu kommt in den nreisten Fällen, daß der Handgriff, der zu der Betätigung des Feuermelders dient, auch noch dorch eine Glasscheibe gesichert ist, die zuerst zer- IHlagen werden muß. Der auf öffentlicher Straße ausgestellte, für jedermann zur Herbeirufung der f Feuerwehr im Falle der Rot bestimmte Feuermel- ter ist ein zum öffentlichen Ruhen dienender Ge- aenstand. Die Beschädigung eines solchen Geaen- ficmdes wird bestraft, wenn durch die Einwirkung aus die Sache deren besondere Zweckbestimmung i^einträchtigt wird. Das ist aber bei dem Feuer­melder meist der Fall, denn die Sicherung des .Handgriffes durch den plombierten Faden und die Schuhscheibe ist dazu bestimmt und geeignet, hem- * ment) auf unbefugte Eingriffe zu wirken und so fixier mißbräuchlichen Betätigung der Feuermelde- crxlage zu begegnen; damit dient sie unmittelbar tem öffentlichen Ruhen.

Unfer neuer Roman

In der heutigen Ausgabe des Gießener An­zeigers beginnen wir mit der Veröffentlichung c nes neuen großen Romans des ersten im Jahre 1933, der, wenn nicht alles täuscht, ein > ganz großer Erfolg zu werden verspricht. Gehört tc doch zu den schönsten und packeiedsten Werken einer Autorin, die längst die Herzen unserer Leser unb 2c:< rinnen gewonnen hat, und deren früher bei uns erschienene Romane wir nennen nur ,3d) hole dich, Aenne' undDer Mann, der das lachen verlernt hat" zu den stärksten und nachhaltigsten Pubrnkumserfolgen gehört haben. Der neue Roman, der erst vor kurzem vollendet vurde, betitelt sich

Du warst mir doch bestimmt" von Gert Rothverg

f Die Altersvereinigung 18831933 veranstaltet am Samstag, 14. Januar, 20.15 Uhr, bei Alterskamerad Lamm, Westanlage, ihre erste Monatsoersammlung. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Das Reichsbanner Schwarz-Rot- Gold, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am kom­menden Samstag, 14. Januar, 20 Uhr, in der Turn- halle am Oswaldsgarten seine diesjährige Sonn­wendfeier. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichllich.

* Gießener Reichswehrkapelle konzertiert im Frankfurter Zoo. Am Sonntag, 15. Ianuar, um 16 und 20 Ubr, kon­zertiert im Zoo das Musikkorps des 15.3nf.- Regiments Gießen in Uniform unter Leitung des Herrn Obermusikmeister Emst K r a u ß e.

Probe-Alarm der Feuers! reuen. Am kommenden Samstag, 15 ilbr, werden die Feuer-Alarms Irenen unserer Stadt einer Prüfung auf ihre Betriebssicherheit unterzogen. Zu einer Beunruhigung beim Klang der Sirenen ist also kein Anlaß vorhanden.

" In das L a n d ge r i ch t s g ef ä n g ni s übergeführt. Der Homöopath E. K. aus Grünberg, der dieser Tage unter der Anschul­digung des Vergehens gegen § 218 verhaftet wurde, ist in das hiesige Landgerichtsgefängnis etngeliefert worden.

** Sonntagsrückfahrkarten Mainz­lar-Gießen. Seit dem 7. Ianuar werden nunmehr auch auf der Station M a i n z 1 a r Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben. Der Fahr­preis beträgt für die 3. Klasse 70 Pfennig, für die 2. Klasse 1 Mark.

Wirtschaft.

DerOlympia^-Kommissar.

Besserung im ^uhrkohlenabsah.

Die Besserung der Absatzverhältnisse im Ruhr­kohlenbergbau wird in dem Bericht der Reichsbahn- dlrektion Essen über den Verkehr im Dezember 1932 bestätigt Der Verfand an die Reichsbahn betrug bis zum 20. Dezember arbeitstäglich 18 300 Wagen und übertraf hiermit die arbeitstäglichen Durch­schnitte aller Monate des Jahres 1932. Erst im letz­ten Drittel sank die Stellung infolge der Feiertage auf arbeitstäglich 15 670 Wagen. Am 16. Dezem­ber wurde die seit Marz 1931 nicht mehr erreichte Höchstzahl von 23 711 Wagen verzeichnet. Die Brennstoffanfuhr in den Duisburger Ruhrorter Hä­fen hat sich auf der ungefähren Höhe des Vormonats gehallen. Der Brennstoffverkehr nach Frankreich, Lothringen, Luxemburg ist ziemlich unverändert. Die Gesamtwagenstellung stellte sich im Jahre 1932 auf 5 577 594 gegen 6 603 019 im Jahre 1931.

Gehaltene Der kehrszi f f er n bei der Havag-Llohd-älnion. 3m abgclau- fenen Iahre wurden bei der Hapag insgesamt rund 100 000 (i. D. 102 000) Passagiere be­fördert. wovon rund 83 000 (84 000) auf den reinen Ueberseeverkehr entfielen. 3m Rordatlan- tikverkehr allein wurden 55 300 (54 000) Passage­buchungen vorgenommen. Ein gleich günstiges Bild weist die Derkehrsstatistik beim Norddeut­schen Lloyd auf. Bei dieser Gesellschaft wurden 1932 rund 163 000 (172 000) Personen befördert. Auch bei ihr war der Rordatlantikverkehr gut gehalten.

Berlin unregelmäßig.

Berlin, 12. Jan. (WTB. Funkspruch.) Die Unternehmungslust des Publikums wurde durch den Konflikt zwischen dem Reichslandbund und der Re- gierung sowie durch das gegen Schluß schwächere Neuyork etwas beeinträchtigt. Die fifte Veranla­gung der deutschen Bonds im Auslande wirkt sich im Augenblick als Anregung für festverzinsliche Werte aus. Heute sollen größere Umtaujch- t r a n s a k t i o n e n von Aktien in Renten erfolgt sein. Für Dividendenwerte war die Kurs­gestaltung uneinheitlich.

Montane lagen meist bis zu 1 vH. schwächer. Besonders Harpener setzten ihre Abwärtsbewegung fort. Im Verlaufe zogen Gelsenkirchen mehr als 1 v. H. an. Braunkohlenwerte zeigten ein unregel­mäßiges Aussehen. Kaliaktien lagen etwa behauptet, Kalichemie waren 1,25 o. H. schwächer. Von chemi- schen Werten waren Farben stärker angeboten und mehr als 1 o. H. rückgängig. Auch die übrigen Pa­piere dieses Marktes, mit Ausnahme der etwas festeren Chemische Heiden, gaben nach. Contigummi verloren im Verlaufe 1 o. H., ebenso Deutsche Lino­leum. Andererseits waren Contilinoleum 1,75 o. H. höher. Elektrowerte büßten überwiegend bis zu 1,5 o. H. ein. Felten und Lahmeyer gewannen dagegen 2 bis 2,5 v. H. Gaswerte, Kabel- und Drahtwerte, Autoaktien, Metallpapiere, Bau-. Textil-, Papier- und Zellstoffwerte lagen ruhig bei kleinen Abwei­chungen nach oben oder unten. Von Maschinen­fabriken waren Berliner Maschinen 1,25 v. H., Orenstein & Koppel über 2 v. H. gedrückt, während Berlin-Karlsruher Industrie 1 v. H. gewannen. Von Kunstseideaktien eröffneten Aku etwa 2 v. H. fester, gaben aber später mehr als die Hälfte dieses Ge­winnes wieder her. Brauereien gewannen bis zu 1 v. H., Wasserwerke bis zu 0,5 o. H. Verkehrswerte, darunter Schiffahrtsaktien, gewannen teilweise bis zu 1,5 v. H Bankaktien blieben gut behauptet. Don sonstigen Werten sind Deutsche Atlanten, Eisen­bahnverkehrsmittel und Hotelbetrieb mit Gewinnen von etwa 1 v. H., Polyphon mit einem Verlust gleichen Ausmaßes und Süddeutsche Zucker mit einem Rückgang von 2 v. H. zu erwähnen.

Don deutschen Anleihen waren Neubesitz und Schutzgebiete sehr fest. Für Pfandbriefe, Kom­munalobligationen usw. erhielt sich Nachfrage zu Anlagezwecken. Don Ausländern waren Rumänen auf die Rückkaufsabsichten der rumänischen Regie- rung an Stelle der Ziehungen stärker beachtet und nach anfänglicher Plus-Plus-Notiz bis zu 1 v. H. höher. Auch Lissaboner Stadtanleihe gewannen Id. H

Am Geldmarkt blieb die Situation weiter leicht. Tagesgeld stellte sich auf 4,30 bzw. 4,25 v. H. an der unteren Grenze. Privatdiskonten blieben ge­fragt, gleichfalls hielt die Nachfrage nach Reichs­wechseln per 10. April und Reichsschatzanweisungen per 16. Juni an.

Frankfurt freundlich.

Frankfurt a. M., 12. Jan. (WTB. Drahtmel­dung.) Die heutige Börse zeigte sich gegenüber dem Konflikt zwischen Reichsregierung und Reichsland­bund recht wider st andsfähig, da man die­sem Zwischenfall für die allgemeine innerpolitische Situation keine größere Bedeutung beimißt. Eine gewisse Unsicherheit war zwar nicht zu verkennen, doch war die Grundtendenz als recht freund- l i ch zu bezeichnen. Die Kursgestaltung war unein­heitlich, wobei die Kursoeränderungen sich im Rah­men von bis 1 Prozent hielten. Die Kulisse schritt verschiedentlich zu kleinen Realisationen.

Am Chemiemarkt lagen IG. weiter etwas niedri­ger, Scheideanstalt, Deutsche Erdöl, und Rütyers- werke blieben behauptet. Am Elektromarkt über­wogen Rückgänge von % bis X Prozent. Felten mit plus 2% und Lahmeyer mit plus 1% Prozent tendierten recht fest. Am Montanmarkt eröffneten Buderus, Mannesmann, Klöckerwerke und Stahl- verein bis zu % Prozent schwächer, Phönix büßten sogar 1% Prozent ein Kaliwerte und Rheinstahl zeigten anderseits kleine Erhöhungen. Don Spezial- papieren konnten sich Reichsbank um llA, Allge­meine Lokal und Kraft um 1 Prozent befestigen. Ferner lagen Zellstoff Waldhof und Aku um Bruch­teile eines Prozentes höher. Schwächer eröffneten

noch Holzmann, Linoleumwerte, Daimler und Zell­stoff Aschaffenburg. Schifsahrtsaktien blieben an­fangs nur knapp behauptet.

Am Rentcnmarkt lagen deutsche Anleihen wieder sehr lebhaft. Neubesitz setzten mit 9,65 Pro­zent unverändert ein, stiegen dann auf 10 Prozent, um später wieder auf 9,80 Prozent zurückzugehen. Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen bröckelten dagegen anfangs bis zu einem Viertel Prozent ab. Sehr lebhaftes Geschäft hatten am Aus- landrentenmarkt Rumänische Anleihe, wobei der Ab­schluß der Verhandlungen über eine vorübergehende Erleichterung des rumänischen Zinsendienstes an­regte. 5prozenitige Rumänen gewannen %, 4pro- zentige Einheitsrumänen Prozent, nachdem schon an der Abendbörse eine Steigerung von Vi Prozent eingetreten war. Fest lagen auch die Lissaboner Stadtanleihen mit plus 1 Prozent. Gold- und Liqui­dationspfandbriefe, sowie Jndustrieobligationen taxierte man etwas niedriger, während Stadtan­leihen und Kommunalobligationen gut behauptet waren.

Im Verlaufe war die Haltung am Aktien­markt überwiegend schwächer, die Kurse gaben auf Glattstellunaen der Spekulation bis zu 1 Pro­zent nach. Don deutschen Anleihen blieben Neubesitz bei nachlassendem Geschäft etwa behauptet, wäh-

Ministerialrat Dr. G r i tz b a ch wurde wir be­noteten bereits darüber vom Reichskommissar für Preußen als Kommissar für die Olympischen Spiele 1936, die ja in Berlin durchgeführt werden, berufen.

renb Allbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen weiter leicht abbröckelten. Tagesgeld war zu 3 Pro­zent leicht.

Frankfurter Schlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M., 12. Jan. Auftrieb: 170 Rin­der, 933 Kälber, 379 Schafe, 545 Schweine. Es wur­den notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 33 bis 37 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 28 bis 32, geringe Kälber 22 bis 27; Schafe: Mast, (ämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 22 bis 24, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 19 bis 21, fleischiges Schaf­vieh 15 bis 18; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 37 bis 39,50, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 39 Mark. Marktoerlauf: bei allen Diehgattungen mittelmäßig, ausoerkauft.

Obecheffen.

Der Licher Haushaltsplan für 1932.

D Lich, 11. Ian. Dieser Tage befaßte sich der G e m e i n d e r a t mit der Beratung des Voranschlags für das laufende Rechnungs­jahr, der besonderer älmstände halber erst jetzt zur Vorlage kommen konnte. Rach den Darle­gungen des Vorsitzenden schließt er in Einnahme und Ausgabe mit 315 000 Mk. ab, wovon auf den Betrieb 259 400 Mk. und auf das Vermögen 55 600 Mk. entfallen. Gegenüber dem Dyrjahr sei ein Cinnahmeausfall von 29 600 Mk. zu verzeich­nen, dem allerdings entsprechende Ausgabesen­kungen gegenüberständen. Der Einnahmerückgang sei u. a. ganz bedeutend bei der Holzverwertung, der Vermietung städtischer Gebäude, den Lieber­weisungen der Anteile an Reichssteuern und Grunderwerbsteuer. Die Ausgaben feien meist zwangsläufiger Ratur. Trotzdem fei es gelun­gen, den Voranschlag ohne Erhöhung der beschlossenen lOOprozentigen Bür­ger st euer in Einnahme und Ausgabe a u s zu- gl e i ch e n. 3n der Schluhabstimmung fand der Voranschlagsentwurf einstimmige An­nahme. Die Gemeindeumlagen sollen in Höhe der Landesdurchschnittssätze zur Erhebung ge­langen.

Wieder Trichinensunde bei Iraubwild.

* Londorf. 11. Jan. Der Zahnarzt Henkel schoß dieser Tage im Weitershainer Wald einen Dachs, dessen Fleisch gebraten gegessen werden sollte. Das Forstamt Londorf machte auf die Not­wendigkeit der Trichinenschau aufmerk­sam. Der Fleischbeschauer Gg. Schneider ent­nahm Proben und stellte Trichinen fest. Der Fund wurde vom zuständigen beamteten Tierarzt bestätigt. Es wurden Trichinen in großer Anzahl f e ft g e ft e 111. Diele Schnitte enthielten eine bis drei Trichinen. Durch diese Feststellung und die Vernichtung des Dachsfleilches wurde eine schwere Erkrankung verschiedener Menschen verhütet. Auch dieser Fall ist wiederum eine Mahnung an die Jäger, Wild vor dem Genuß auch durch die Trichinenschauer untersuchen zu lassen.

Landkreis Gictzen.

00 Klein-Linden, 11. Jan. Der hiesige G e» flü^elzuchtoerein veranstaltet am kommen­den Samstag und Sonntag im Saal des Gasthauses Zur Burg^ seine zweite lokale Geflügel­ausstellung. Als Preisrichter wurde Herr M a i (Lang-Göns) gewonnen. Mit der Ausstellung ist eine Verlosung und ein Preisschießen oerbunben.

00 Klein - Linben 11. Jan. In ber Mitglie­derversammlung bes Turnvereins 1889 Klein-Linben würbe beschlossen, bas Win- t e r f e ft am 4. Februar 1. I. abzuhallen. Ferner würbe bteÖrünbung einer Reisekasse vorgenommen, um benjenigen Turnern, bie bas Deutsche Turnfest in Stuttgart besuchen wollen, bie Reise zu ermöglichen.

' Alb ach, 11. Ian. Am Sonntag hielt der Geflügel» undKaninchenzuchtverein A1 b a ch feine erste Werbeschau bei Gastwirt Will ab. Die Qualität des Geflügels unb der Kaninchen konnte als sehr gut bezeichnet werden. Das Richteramt hatte für Geflügel Otto May (Lang-Göns) und für Kaninchen Ludwig Ger­hardt (Kirch-Göns) übernommen. Am Rach­mittag hielt Herr May einen Vortrag über Geflügel und Herr Gerhardt über Kaninchen. Der Vorsitzende des Vereins dankte den Preis­richtern für ihre opferwillige Arbeit, und allen denen, die an dem guten Gelingen der Schau beigetragen hattem

< Reiskirchen, 11. Jan. Im Vergleich zu früheren Holzver st eigerungen war bas Holz, bas gestern hier versteigert würbe, billig. Es kosteten Buchenscheit 12 bis 14 Mk. gegen 16 bis 20 Mk. im Vorjahr, Buchenknüppel 8 bis 10 Mk. (11 bis 13 Mk. im Vorjahre), Eichenknüppel 5 bis 6 Mk. (8 bis 10 Mk. im Vorjahre), Buchenreiser, 4 Meter, 5 bis 6 Mk., Buchenstock 6 bis 7 Mk.

* L i ch, 11. 3an. Racy oem Ergebnis der ersten Drennholzversteigerung in Försterei Häuser berg des Licher Stadtwaldes liegen die Preise durchschnittlich 10 v. H. unter denjenigen des Vorjahres. Bezahlt wurde für Duchenscheiter 28 Mark, Buchenknüppel 19 Mark, Buchenstöcke

16 Mark und Fichtenstöcke 7 Mark je 4 Raummeter und für 50 Stück Buchenwellen 6 Mark im Durch­schnitt.

Kreis Schotten.

# Aus dem Vogelsberg, 11. Jan. Gestern erschien in den Dörfern Meiches, Helpershain, Ober- Seibertenrod, Babenhausen II, Wohnfeld, Höckers­dors und Ruppertenrod ein mit vier Beamten be­setzter Lastkraftwagen der Schutzpolizei ber Stabt Offenbar, um bie Winter- hilfe-Spenben ber Einwohner ber genannten Orte abjjuljolen. Die gespenbeten Naturalien waren bereitgehalten, so baß beren Uebernahme innerhalb eines Tages vollzogen werben konnte. Die Bauern des Vogelsberges haben einen erneuten Beweis ihrer Hilfsbereitschaft unb Opferfreudigkeit geliefert 2a u bad), 11.3an. Bei der heute stattge- fundenen Zwangsversteigerung der am hiesigen Bahnhof gelegenen Römheldschen Eisengießerei wurde nur ein Gebot, und zwar von der Stadt Laubach als der ersten Hypothekargläubigerin, das geringste Gebot ab­gegeben.

Ober-Schmitten, 11.3an. Der hiesige Männergesangverein konnte zur 3ahres- wende auf ein 25jähriges Bestehen zu­rückblicken. Mit Rücksicht auf die Rot der Zeit wurde von einer größeren Festlichkeit abgesehen. Man beschränkte sich auf eine kleine Feier in engstem Rahmen, zu der nur die Mitglieder nebst Familienangehörigen am letzten Samstag im Kirchhofschen Saale erschienen waren. Ter 1. Vor­sitzende des Vereins Karl F e i ck begrüßte die Versammelten und gedachte der Bedeutung des Tages. Den aktiven Sängern L. M i ch e 1, H. Eberhard, Th. Wirth und H. F i s ch e r, die zu den Gründern des Vereins zählen, wurde die Silberne Ehrennadel überreicht. Der Chorleiter 3. D i e h 1 gab einen Rückblick über die Entwick­lung des Vereins unter Hervorhebung der be­merkenswertesten Ereignisse und Taten. Er ge­dachte der Gründer, von denen noch 14 dem Ver­ein angehören, sowie des ersten Dirigenten, des Rektors K n a b (Heuchelheim) der als Ehrengast der Feier beiwohnte. Das Andenken an die Toten des Vereins, darunter acht Gefallene, wurde ent­sprechend geehrt und Kränze an den Gräbern niedergelegt. Der Vorsitzende des Riddcttalsänger- bundes Schäfer (Eichelsdorf) überbrachte die Grüße und Wünsche des Bundes und der Rach- barvereine und mahnte zu weiterer sangesbrüder- licher Treue. Die Ansprachen waren umrahmt von Chören des Mannergesangvereins, ernsten und heiteren Darbietungen des Künstlerpaares B u ch- wald-Winkler (Gießen), sowie instrumen­talen Dorttägen. Die eindrucksvolle 3ubiläums- feier fand ihren Ausllang in Tanz.

Wcttervoranssaqe

Teils kontinentale, teils maritime Luft hat über Deutschland Platz ergriffen. Ost- unb Süddeutsch- lanb liegen im Bereich kontinentaler Lust unb haben infolgedessen zunehmenben Frost bis zu 9 Grab, währenb das westliche Temperaturbilb, sowie bas unfrige wenig Aenderung zeigt. Da von den briti­schen Inseln her kältere maritime Luft vorwärts bringt unb außerdem bie kontinentale anhält, so werben auch bei uns bie Temperaturen zurückgehen. Im Wechselspiel ber Luftwaffen find dabei anfäng- lich noch leichtere Störungsbildungen, welche sich in Bewölkung oder auch vereinzelten leichten Schnee­fällen äußern, zu erwarten.

Aussichten für Freitag: Reblig-wolkig, zeitweise wechselnd bewölkt mit Aufllaren, meist trocken, Temperaturen um Rull, nachts darunter.

Aussichten für Samstag: Wolkiges Wetter mit Aufllaren, Temperaturen weiter um den Gefrierpunkt schwankend, meist trocken.

Lufttemperaturen am 11. Januar: mittags 4,3 Grab Celsius, abenbs 2,7 Grab; am 12. Januar: morgens 1,7 Grab. Maximum 4,2 Grab, Minimum 0,5 Grab. (Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Januar: abenbs 1,6 Grab; am 12. Januar: mor­gens 1,3 Grad Celsius. Sonnenscheinbauer 1 Stunbe.

Verantwortlich für Politik: 1.23.: Ernst Blumschein.