emtenbunbei gedacht set (Es gebt leider noch viele Deanlt«. die nur äußerlich Nationalsozialist seien, mit einem schönen Heil-Hltter-Gruß sei es nicht getan. Bei dem Wiiüerhüfswerk bätten di« Beamten Gelegenheit, ihre nationalsozialistifH« Gesinnung zu zeigen. Dies set leider nicht überall der Fall gewesen.
Noch einem kurzen Schlußwort des Pg. Bartholomäus schloß Fachschaftsletter Pg. Pseil mit einem Sieg-Heil aus den Führer di« Bersammlung.
SlelchzeMg mit dem Spielzeug, den Büchern trab Kleidern führt das Jungvolk auch die Pfundsamm- luug durch.
Spendet für die Pfundsammlung hauptsächlich Mehl, Zucker. Lier, Butler. Rosinen usw. zu einem Weihnachtskuchen.
Volksgenossen!
Deutschösterreicher!
Reichsdeutsche Freunde!
Obecheffen
69,30
Film in Gundrums Saalbau zu sehen. — Mark wurden hier bei der zuletzt durchgeführten
für die deutsch-österreichischen Flüchtlinge zur Verfügung stellt.
Um die Aktion einheitlich zu gestalten, ergeht folgende Weisung. Jedes Paket"foll enthalten:
1. eine Garnitur warme Winterwäsche oder einzelne Wäschestücke,
2. eine Dauerwurst oder eine haltbare Fleischkonserve,
3. ein Päckchen haltbares Konfekt oder Zwieback, 4. eine Schachtel Zigaretten, enthaltend 25. Stück, 5. einen Begleitbrief des Spenders an den „unbekannten SA.-Mann", in welchem Schreiben der Schicksalsverbundenheit der im Reiche lebenden Oesterreicher mit den Kämpfern für die Heimat Ausdruck gegeben wird und diese der weiteren, wärmsten Unterstützung versichert werden.
Das Liebesgabenpaket soll natürlich auch schon äußerlich durch seine weihnachtliche Aufmachung dem Empfänger Freude bereiten. Wenn der Brief noch die Anschrift des Spenders enthält, so sind wir sicher, daß das Liebeswerk nicht ohne Dankschreiben bleiben wird.
Es fei noch bemerkt, daß darauf Wert gelegt wird, die einzelnen Pakete mengenmäßig möglichst gleich zu halten und es der gerechten Aufteilung wegen vorteilhafter ist, wenn der einzelne Spender statt eines großen Pakets besser zwei oder mehrere kleine zur Absendung bringt Mitglieder, die bereits einer Ortsgruppe angegliedert sind, leiten die Spenden über diese, Einzelmitglieder bringen die Pakete direkt an die Reichsfüh- rung des „Kampfringes der Deutsch-Oesterreicher im Reich", München, Sophienstratze 5, zur Absendung.
Bis spätestens 15. Dezember müssen alle Liebesgabenpakete bei der Reichsführung München angelangt sein, um noch rechtzeitig die Aufteilung und Zustellung möglich zu machen.
Deutschöstereicher! Reichsdeutsche Freunde! Die Brüder rufen! Bereitet ihnen ein deutsches Weihnachlsfest!
Der Ortsgruppenführer: Professor Dr. Theodor Mayer, Gießen, Bergstraße 15, Telephon 4270.
Der Kampfring der Deutschösterreicher im Reich tritt an Alle mit der Bitte um Hilfe bei der Durch- führung einer
Winterhilfe
für diedeutsch.österrecchischenKlüchilinge für jene bedauernswerten Opfer eines brutalen, deutsch-feindlichen Systems, die deshalb, weil sie aufrecht für ihr Deutschtum eingetreten sind, und dafür gekämpft haben, gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen. Bei Tausenden ist die Familie mit in 91 o t und Elend geraten, Hunderten hat außerdem noch das derzeit jenseits der Grenze Herr- schende System die Staatsbürgerschaft aberkannt.
Für die Unterbringung und Verpflegung wurde bisher von den berufenen Stellen pflichtgemäß das Möglichste getan. Wenn das auch geschehen ist, um die ärgste Rot zu lindern, so tritt jetzt mit der her» annahenden Weihnachtszeit an die in Deutschland lebenden und ansässigen Deutsch-Oesterreicher die Verpflichtung heran,
den von dem frankophilen Schandsystem aus der Heimat verstoßenen lausenden österreichischen Stammesbrüdern ein würdiges weihnachtsfest zu bereiten.
Die Kämpfer für ein deutsches Oesterreich sollen in den Tagen der Weihenächte erkennen, daß ihr Kampf nicht umsonst war, daß man ihrer gedenkt und ihr Opfer zu würdigen versteht. Wie einst, als unsere feldgrauen Helden draußen an der Front standen, und die Heimat ihrer durch Liebesgaben gedachte, so soll auch jetzt für die
Krieger und Kriegsopfer der österreichischen Krönt eine grohzügige WeihnachtShil Sakiion in die Wege geleitet werden. In zwei Wochen ist Weihnachten. Die Zeit drängt. Jeder Deutsch-Oester- reicher muß sich daher zu mindestens einem Liebesgabenpaket verpflichten. Es wird aber mit Bestimmtheit erwartet, daß jeder, der sich in halbwegs aeordneten Lebensverhältnisien befindet, es bei die- fern einen Paket nicht bewenden läßt, sondern zwei oder mehr Pakete dem Winterhilfswerk
Geldfchranfembrecher am Werk.
* Griedel b. Butzbach, 10. Dez. In der Nacht zum Samstag drangen Einbrecher in das Bureau der hiesigen Kun st muhle von Christ gewaltsam em, naivem sie sich durch Anbohren eines Fensters die Zugangsmöglichkeit verschafft hatten. Die Täter erbrachen den Kafsen- schrank, den sie zu diesem Zwecke nach Abheben des Deckels umlegten, uni) stahlen daraus rund 600 Mark, meist in 50-Markscheinen. Die Spitzbuben hinterließen in dem Bureau ein Bild wüster Zerstörungsarbeit und raffinierter Einbrechertechnik. Allem Anschein nach handelt es sich bei den Tätern um Männer, die auf dem Gebiete des Geldschrankeinbruchs keine Neulinge mehr sind. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange.
Landkreis Gießen.
00 Klein-Linden, 8. Dez. Dieser Tage sprach im Saale der Kleinkinderschule Pfarrer Lic. Bohn (Berlin-Plötzensee) vorn Deutschen Sittlich- feits- und Rettungsverein über bas Thema „Wie erziehen wir unsere Kinder zu fittenreinen und Willensstärken Persönlichkeiten?" Der 9tebner gab auf Grund feiner reichen Erfahrungen Winke auf dem schwierigen und ernsten Arbeitsgebiet der Erziehung unserer Heranwachsenden Jugend. Seinen von tiefem Ernst getragenen Ausführungen wurden von den zahlreich anwesenden Müttern und Vätern ftar- fes Interesse entgegengebracht. Pfarrer Bremmer dankte dem Vortragenden für seine tiefgründigen Ausführungen. — Anfangs dieser Woche wurde für den gegenwärtigen Winter die Schulspeisung schwächlicher Kinder bedürftiger Familien begonnen. Den Kindern, im ganzen 35 zwischen 6 und 14 Jahren, die auf Grund einer Untersuchung durch den Schularzt zur Speisung vorgeschlagen wurden, wird täglich ein warmes Milch- ober Kakaofrühstück gereicht. Die Kosten decken die Gemeinde Klein-Linden und die öffentliche Fürsorge.
xf Leihgestern, 10. Dez. Der BDM. veranstaltete im vollbesetzten Saale der Gastwirtschaft „Zum Löwen" einen Eltern- und Werbe- a b e n b. Mit dem Badenweiler-Marskh wurde die Veranstaltung eröffnet. Nach den Ansprachen der Führerin Frl. Merz und des Pg. Siegfried wechselten gut vorgetragene Gedichte, Sieber, Zwiegespräche unb Volkstänze einanber ab. Der reiche Beifall bewies, daß bie Gäste mit dem Dargebotenen sehr zufrieden waren. Rektor Lotz wies im Schlußwort darauf hin, daß das letzte Mädchen auch in den BDM. gehöre.
+ Lang-Gon-,, 10. Dez. Die Reichsbahn läßt schon feit einigen Wochen das eine Gleis zwischen der hiesigen Station über die Haltestelle Kirchgons hinaus bis etwa Block Gambacher Wald — eine Strecke von rund vier Kilometer — umbauen. Die Arbeiten find größtenteils beendet worden. Auch diesmal wurden statt der eisernen Schwellen wieder Holzschwellen eingebaut. Gegenwärtig wird eine neue Uebersührung tun hinter der Haltestelle Kirchgöns errichtet. Die unbrauchbar gewordenen Schotter aus den umgebauten Gleisan- lagen finden dabei Verwendung. Die Betonstützen und Pfeiler wurden schon vor einiger Zeit fertig- gestellt.
? Reiskirchen, 8. Dez. Am kommenden Dienstag wird für Reiskirchen und bie umliegenden Ortschaften von der Kreisfilm st eile Gießen ein Film über die Jugendzeit Friedrichs des Großen unb über den Verlauf eines Reichswehrsport, festes vorgeführt. Bei sehr niedrigen Eintrittspreisen ist es wohl allen Einwohnern möglich, den
Tintopsfammlung gesammelt, gegen 64Mark im Monat November.
? Reiskirchen, 11. Dez. Am heutigen Montag begeht bie Katharine Balser von hier in voller körperlicher unb geistiger Frische ihren 81. Geburtstag. — Die hiesige Jungmäochenver- e i n i g u n g hat ihre winterlichen Heimadenbe im Konfirmanbensaale wieder ausgenommen. Die Mädchenvereinigung steht unter Leitung von Frau Pfarrer Frank.
t Treis a d. Lba., 7. Dez. Gestern abend fand in Mills Saal dahier eine Ausführung desSchau - spiels „9lur bann wirb Deutschland frei" statt, bas auf die zahlreichen Besucher einen tiefen Eindruck machte. — Vorgestern hatte sich die hiesige Frauenschaft der NSDAP, unter Führung ihrer Vorsitzenden, Frau Förster Bing, fast voll- E' ig zu einer Adventsfeier in Lemos Saal Derrn« U. Die Andacht hielt unser Pfarrer über lm 27. Unter dem Gesang von Adventsliedern und einem Gebichtvortrag von Frau Rock vergingen bie Stunden. Für Weihnachten hat bie Frauenschaft eine Weihnachtsfeier mit Bescherung für alle über drei Jahre alten Kinder des Ortes und eine Vorführung eines Weihnachtsspieles geplant.
Kreis Friedberg.
$ Münzenberg, 7.Dez. Am 5. Dezember beging Heinrich Walter VII. in geistiger unb körperlicher Frische seinen 86. Geburtstag. Der alte Herr istderletzteKriegsteilnehmer von 1870/71 in unserer Gemeinde. Damals fuhr er mit vielen Bauern mit eigenem Gefährt Nahrungsmittel an bie Front, da Eisenbahn unb Train bie zlnforberungen der Truppe nicht bewältigen konnten. Im Laufe seines langen Lebens hat er manches Amt inne» gehabt, vornehmlich bis vor einiger Zeit bas Amt eines Stadtrates in unserem alten Städtchen und bis vor kurzem bas Amt eines Kirchenvorstehers.
Kreis Büdingen.
- Ortenberg, 10. Dez. Der Schuhmacher Böcher von hier st ü r z t e in ber Nacht auf ber Heimfahrt mit feinem Motorrab in ber Nähe des Dorfes Gelnhaar so unglücklich, daß er mit schweren Kopfverletzungen längere Zeit besinnungslos auf der Landstraße liegen blieb. Später kam er wieder zu sich und kannte sich nach Gelnhaar begeben, wo ihm die erste ärztliche Hilfe zuteil wurde. Er wurde bann in bas Krankenhaus in Gebern eingeliefert, wo er in ernstem Zustanbe bomieberliegt.
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§ Ulrichstein, 7. Dez. Die hier von ber Molkereigenossenschaft Ulrichstein betriebene Molkerei wird nach Auflösung der Genossenschaft am 1. Januar in den Besitz des Herrn Römer aus Groß-Felda übergehen. Die Gefahr, daß unser Ort die Molkerei überhaupt verliert, ist dadurch überwunden, zumal nun auch noch die Milcherzeuger von Rebgeshain unb Ober-Seibertenrod ihre Milch hierher liefern werden.
Preußen.
Kreis Weimar
* G 1 e i b e rj, 8. Dez. Die Gaukampfbühne ber NSDAP, halt« di« Einwohner von Gleiberg xu einem Theaterabend eingeladen. Zur Auf- führung gelangte bas Stück: „Erft dann wird Deutsckstand frei" von Pg. Bartholomäus- Gießen. Die Spieler und Spielerinnen gaben alles, um gerade hier zur Aufklärung für die Idee unse
res Führers zu werben, bie hier noch sehr nottut. Nach einleitenden Worten des Stützpunklleiters ging das Schauspiel über die Bretter. Anschließend sprach Pg. Richter über den Nationalsozialismus und betonte, daß es heute auch für die Gleiberger an der Zeit fei, sich in diesem Sinne umzustellen. Die Wahl am 12. November habe doch ergeben, daß heute das ganze Volk bie Maßnahmen des Führers billige. Nicht unerwähnt solle bleiben, baß sich die Spieler unb Spielerinnen unentgeltlich in den Dienst ber Sache gestellt haben und durch Gewährung von freiem Eintritt für die wahre Volksgemeinschaft Srben haben. Den am Schluß gehobenen Kampf- stellten sie dem Winterhilfswerk zur Verfügung. Auch von dieser Seite aus gebührt den Spielern und Spielerinnen herzlicher Dank.
*!* Dornholzhausen, 6. Dez. Der Haushaltsplan der Gemeinde für das Rechnungsjahr 1933 wurde vom Gemeinbevorstand in Einnahme unb Ausgabe auf 32 510 Mark festgestellt. An ©emeinbeumlagen werben erhoben: auf Die staatliche Grundoermögenssteuer I unb II 305 Prozent, auf bie Gewerbekapital- unb Gewerde- ertragsfteuer 350 Prozent. Die Bürgersteuer wirb mit 100 Prozent, bie Oemeinbebierfteuer mit dem einfachen Satze erhoben. Es sollen einige neue Schulbänke beschafft unb ber Antrag auf Gewährung eines staatlichen Ergänzungszuschusses gestellt werben. Für bie Zahlung von Zuschüssen an bie Kirchenkasse (einschl. erhöhtem Pfarrbesol- bungsbeitrag unb erhöhter Synodalumlage) würben freiwillig unb ohne Anerkennung einer Verpflichtung insgesamt 1100 Mark zur Verfügung gestellt. Die Feuerlöschgerätschaften sollen durch bie An- fdjaffung von bret neuen Schläuchen unb eines Schlauchtrocknungsmastes eine Ergänzung erfahren. Bei ber Nassauischen Brandoersicherungs-Anstalt in Wiesbaden soll der Antrag auf Gewährung eines Zuschusses gestellt werden.
= Niederkleen, 6. Dez. Der Haushalts« plan der Gemeinde für das Rj. 1933 wurde vom kollegialischen GemeinDevorstanb in Einnahme und Ausgabe auf 42 890 Mark festgestellt. An Gemeindesteuern werden auf bie staatliche Steuer vom Grundvermögen I und II und auf die Gewerbeertrag- unb Gewerbekapitalsteuer je 165 Prozent erhoben. Die Bürgersteuer gelangt mit 100 Prozent, bie Biersteuer mit dem einfachen Satze zur Erhebung. Der obere Steinbruch im Distrikt „Mühlberg" soll neu verpachtet werben. Die von ber Kirchengemeinde angeforderten Zuschüsse wurden, altem Brauche entsprechend, freiwillig und ohne Anerkennung einer Verpflichtung auf die Gemeindekasse übernommen. Für die Anlage eines neuen Friedhofes wurde vorläufig ein Betrag von 1600 Mark zur Verfügung gestellt, über dessen Verwendung die Gemeindevertretung Beschluß fassen soll.
Kreis Biedenkopf.
(D Bischoffen, 7. Dez. Dieser Tage hatte bi* Führung unserer Kreisbauernschaft, Pg. Kreisbauernführer Veite, sowie ber Geschäftsführer Pg. Fischbach- Holzhausen eine Vortragsreise in den westlichen Teil des Kreises Biedenkopf angetreten. Sie sprachen auch in Bischoffen. Pg. Belte verstand es, bie Zuhörer in sehr anschaulicher Weise über bie Absichten ber Regierung be- sonbers über bie Maßnahmen bes Reichsernährungsministers Pa. D a r r 6 zu unterrichten. Auch wurden die Besucher über den Aufbau des Reichsnährstandes in feinen verschiedenen Gliederungen aufgeklärt. Pg. Geschäftsführer Fischbach sprach bann in einem fesselnden Vortrage über bie Viehverwertung unb die Notwendigkeit des Anschlusses an bie Viehoerwertungsgenossenschaft bes Kreises. — Hier wurde eine Gruppe bes BdM. burch Mg. Führerin Frl. H e r ch e n (Weidenhausen) ge« grünbet.
SJL-’fpoti
SchlilmgskiirsusderKkeisjilgen-warieimGaiiXII
Erster Tag.
Der Gaujugenbwart im Gau XII des DFB., Herr V o n d r a n • Gießen, hatte die Iugendfachwarte der Kreise im Gau XII zu einem Schulungskursus nach Gießen eingeladen, ber am Samstag unb Sonntag in dem Hotel „Bayerischer Hof" stattfand unb ben erwarteten Besuch zu verzeichnen hatte. Der Kursus begann am Samstagabenb mit ber Begrüßung der Teilnehmer und Gäste durch den Gaujugendwart. Für den plötzlich nach Berlin berufenen Gauführer erschien Herr Junghenn- Kassel und für den Bundesjugendführer Herr H e u f f - Kassel. Herr Junghenn begrüßte den Gedanken der Durchführung eines solchen Schulungskursus. Man fei verpflichtet, das Beste für bie Jugend zu tun. Dem Sportgedanken müsse darüber hinaus zu seinem Rechte verholfen werben. Der Kampfgebanke im Sport werbe bas deutsche Volk wieder hochbringen helfen.
Herr H e u f f betonte, daß ben Vereinen befon- bere Ausgaben zur Heranführung ber Sportjugend an ben Staat oblägen. Die Ausgaben seien neuer unb grunbsätzlicher Natur. Der Sport habe der Bewegung im neuen Staat Schrtttmacherdienste geleistet. Im Sport habe schon immer ber Akademiker neben dem Arbeiter gestanden.
Gaujugendfachwart Vondran referierte bann kurz über den Zweck des Schu- lunaskurses. Ziel fei die Einheitlichkeit der theoretischen unb praktischen Ausdilbung ber Jugend. Die Arbeit an ber Iugenb bürfe trotz aller Schwie- rigteiten nicht verloren gehen. Die Regierung wolle ben Fortbestand der Vereine. In den Sportver- einen sei vaterländische Arbeit geleistet worden. Die Jugend sei das Deutschland von morgen.
Als Jugendführer fri nur der zu gebrauchen, der Gewähr dafür biete, daß die Jugend in nationalsozialistischem Sinne erzogen werde.
Adolf Hitler habe in seinem Buche „Mein Kampf" ben Weg ber deutschen Jugend klar vorgezeichnet. Der Geist der Disziplin müsse Einzug halten. Der Verein dürfe nicht mehr allein im Vordergrund des Interesses stehen Jugend solle in nationalem Geist erstarken, sich kameradschaftlich finden, sie solle nicht nur spielen, sondern auch die Heimat erwandern. Das Ansehen eines Vereins werde nicht mehr vom Tabellenstand, sondern durch das Ausmaß der Jugendarbeit bestimmt. In wenigen Sätzen sprach sodann Herr D o n b r a n über bas Verhältnis der Sportjugend zur Hitler-Jugend. Eine anregende Aussprache schloß sich an.
Mit Interesse sah man bann bem Vortrag des
OFB.-Fußball-Lehrers Leinberger, der Deutschland in vielen nationalen Kämpfen vertreten hat, entgegen. Das Thema lautete: „Fußball unb fein Training!" Seinen Ausführungen fei folgendes entnommen: Der Arbeit der Iugenbleiter gebühre größtes Verdienst um den deutschen Fußball. Er freue sich, daß die Jugendarbeit in diesem Kreise so ernst genommen werde. Der Fußballspieler stelle sich, gerade in ber heutigen Zeit, etwas zu sehr in ben Hintergrund Deutschland brauche neben allem anderen auch gute Fußballspieler. Der Sport brauche sich nicht zu verstecken. Fußball sei ein bedeutsamer erzieherischer Faktor. In seinen weiteren Ausführungen sprach ber Rebner über die jüngste Entwicklung in Italien und über die Möglichkeiten einer eventuell gleidjgearteten Entwicklung in Deutschland. — Das Training werde leider in den meisten deutschen Vereinen vernachlässigt.
Ivöchentlich zweimaliges Training sei eine unbedingte Rotwendigkeit.
Das Wettspiel bessere die Form niemals. Eine Mannschaft müsse ein System zu eigen haben, das nicht vom Gegner ohne weiteres zerbrochen werden könne. Es bedürfe gerade hier sorgfältigster Aufbauarbeit. Diese Arbeit müsse bereits an den jüngsten Mitgliedern beginnen.
Der Jugendleiter bedürfe für die Durchführung feiner Arbeit bestimmter Richtlinien. Er müsse also von vornherein für feinen Aufgabenkreis geschult fein. Darüber hinaus müsse er geborene Führer- Persönlichkeit sein. Es gelte, bie Jugend systematisch heranzuziehen unb bie Befähigten auszubilden. Der Bunbeslehrer habe bie Aufgabe, bas Training der Vereine zu überwachen. In manchen Vereinen werde noch nicht klar genug gearbeitet. In Nord- Hessen solle nun ber befähigte Nachwuchs heran- gezogen unb unterrichtet werden, um eventuell eine tüchtige Gaurnannschast herauszustellen.
Im Februar werde die Ausbildungsarbeit, bie gegenwärtig im Gange sei, nachdrücklichst fortgesetzt.
Neben ber Förberung für eine Gaumannschaft soll« auch Breitenarbeit geleistet werden. Es gelle vor allem ein einheitliches Spielsystem zu schaffen, bas dem beutschen Charakter entspreche. Das System bürfe aber nur bis zu einem gewissen Grabe starr fein. Es müsse mehr mit dem Kopf als allein mit Technik ge» spielt werden. Es gelte ein deutsches System zu schaffen, das vorbildlich werden müsse für ben Fußball in Europa. Don den Enaländern könne man noch manches lernen. Es dürfe nicht so viel nach Oesterreich geschielt werden.
In ben deutschen Mannschaften fehle bie not- roenbige theoretische Beschäftigung mit bem Fußball. Man müsse sich mit bem Spiel auch geistig beschäftigen. Ein Training in ber Halle sei Notbehelf. Wenn nicht im Freien trainiert werben könne, bann sei es besser, theoretische Belehrung abzuhallen.
Es bürfe in Zukunft nicht mehr sein, baß Spieler zu Länderspielen erscheinen, ohne zu wissen, wie sie eiaentlich spielen sollen. Der Erfolg könne nur aus einem einheitlichen, von allen gespielten System, aus einheitlicher Gefechtsführung zuverlässig er- wachsen. Hier setzte bie Arbeit der Bundessport- lehrer ein. Jugendleiter und Trainer sollten nunmehr von den Bundessportlehrern in besonderen Kursen und monatlichen Besprechungen auf dieses Ziel hingeführt werden. Der Vortrag wurde mit aller Zustimmung ausgenommen. In kurzer Aussprache wurde Die gründliche körperliche Ausbildung als Vorschule zum Fußball gefordert.
Einen zweiten Vortrag hielt der bekannte
Olympiateilnehmer Danz-Kassel, Der Redner beschäftigte sich mit dem Thema „Fußball unb Leichtathletik".
Fußball und Leichtathletik, so führte er u. a. aus, gehörten zusammen. Diese Erkenntnis werde nicht genügend beachtet. Erfolg unb Leistung sei nur durch dauernde Beschäftigung auf leichtathletischer Grundlage zu erringen. Die Jugend sei bildsam, die Iugenb» arbeit auch in dieser Beziehung dankbar. Geschwindig- kett im Lauf, Entschlossenheit, Mut, Gewandtheit, Wendigkeit, schneller Start, all diese Eigenschaften seien allein von der Leichtathletik her zu erreichen. Alle leichtathletischen Disziplinen dienen den körperlichen Erfordernissen des Fußballspiels. Die Leichtathletik müsse deshalb breiteren Raum in ber Vorbereitung bes Fußballspielers einnehmen. Mancher Unfall sei aus mangelhafte leichtachletische Ausbildung zurückzuführen. Es müsse also alle Einseitigkeit vermieden werden. Zu gegebener Zeit sei ber Fußballspieler auch einmal auf Leichtathletik umzuschalten. Die Leichtathletik müsse vor allem in den Vereinen auf dem Dorfe mehr Eingang finden. Mit geringsten Mitteln seien die notwendigen Voraussetzungen einer Sportstätte zu schaffen. Den Leistungen der teilnehmenden Spieler müsse aber auch Anerkennung zuteil werden. Das fördere die Ausbildung vom Psychologischen her. Im übrigen sei nicht etwa Breiten- arbeit unb bie Betonung des Durchschnitts die glücklichste Lösung in der körperlichen Betätigung; vielmehr wolle ein rechter Junge immer bie Bestleistung.
Bestleistung allein fordere den kampfgedanken heraus.
Aus Kampf und Leistung erwachse erst bie Begeisterung. So fei Sportarbeit auch politische Arbeit. Sport sei, Darüber bestehe gar kein Zweifel, Dienst am Daterlande. Nächstes unb größtes Ziel fei bie Olympiade 1936. Die olympischen Spiele bedeuteten die Verpflichtung ber nächsten Jahre für ben deutschen Sport. Fußball und Leichtathletik dürften aber für bie Zukunft nicht mehr getrennt marschieren.
Nachdem man sich noch mit versschieden einzelnen Fragen der Durchführung praktischer Arbeit in den Vereinen beschäftigt patte, fand der Abend mit einer sehr interessanten Lichtbilderreihe, die durch Herrn Danz zur Vorführung gelangte, seinen Abschluß.
1900 schlägt den Tabellenführer Tv. Wehlar 8:4.
Mit einer ganz ausgezeichneten Leistung wartete gestern 1900s erste Handballmannschaft auf. Sie gab der spielstarken Elf des Turnvereins Wetzlar, die in der diesjährigen Berbanbsferie noch ohne Niederlage geblieben war, mit vier Toren Unterschied bas Nachsehen. Die Gießener traten in folgender Ausstellung an: Enders I., Birkenstock, Funke; Schott I.» Cremers, Mann; Betz, Krüger, Schuler, Steines, Her-


