Hubertuskugelmeister: Dr. van Bentheim.
Hubertusschrotmeister: D. Allmendinger.
Rehbock: 1. Dr. van Bentheim; 2. A. Pascoe ; 3. Brück, Rödgen.
Keiler: 1. Kleinhans; 2. Kilbinger;
3. Textor, Lich
Wurftauben: 1 Allmendinger; 2. Heinrich Schwall; 3- Schäfer, Lechgestern.
Kipphaje: 1. M a n g e l s d o r f f; 2. Seltmann, 3. Holzel.
Ehrenscheibe: 1. Dr. Hammermann; 2.
Zeltmann; 3. Gaß.
Wanderpreis des Schützenvereins: 1. Klein. Hans; 2. Hölzel; 3. Allmendinger.
Försterschießen: 1. B r ü ck , Rödgen, 2. Textor, Lich; 3. Bonke, Alten-Buseck, 4. Gernandt. Heuchelheim; 5. Schäfer, Dorf-Gill; 6. Rinn. Heuchelheim; 7. Geißler, Staufenberg.
Försterehrenscheibe: 1. Danke; 2. Brück, 3 Geißler
LZornonzen
— Tageskalender für Montag: Palast- Lichtspiele am Kirchenplatz, 9 bis 21 Uhr, Zinn- soldaten-Truppenschau. — Lichtspielhaus, Bahnhof- straße: „Stern von Valencia" mit Liane Haid
** Eine Anzahl Photos vom Ober- jungbann-Treffen in Gießen ist im Schaukasten an unserem Derlagsgebäude aut Ansicht ausgehängt. Weitere Silber von dieser Veranstaltung werden wir noch zum Abdruck bringen.
** E i n neues Ausstattungsgeschäft. 2m Hause Bahnhofstraße 2/4 wurde am Samstag ein Mode- und Ausstallungsgeschöft eröffnet, das bisher in anderer Form dort schon bestand. Der neue Inhaber der Firma, Herr Manfred Volz, hält Qualitätswaren bereit, die den mannigfaltigsten Wünschen Rechnung tragen dürften Der Firma stehen helle und zweckmäßige Verkaufsräume zur Verfügung, die die Bedienung des Kunden in jeder Hinsicht erleichtern Zum Verkauf gelangen u. a. Baumwollwaren, Gardinen, Kleiderstoffe, Seidenstoffe, Damenmäntel in reicher Auswahl. Kurzwaren, Modewaren, Strümpfe, Trikotagen, Herrenhemden ufw. Die Schaufenster verraten durch ihre Ausgestaltung guten Geschmack.
"Ein A ch t z i g j ä h r i g e r. Zu der Notiz oom Samstag über den 80. Geburtstag des Hausmeisters i. R. Friedrich Bintz sei berichtigend sestgestellt, das der Name Bintz und nicht Bing lauten mußte.
Hitler-Jungvolk wirbt...
Oberjungbanntreffen in Gießen. - Heber 2000 Mann Hitlerjungvolk marschiert.
Am Samstagnachmittag klangen wieder einmal die Lieder des Hitler-Jungvolks durch die Straßen unserer Stadt. Von allen Häusern wehten die Fahnen des Dritten Reiches, dem Hitler-Jungvolk zu Ehren. Der Samstagabend vereinigte zunächst die Stämme des Gießener Jungvolks. Gemeinsam zogen sie nach dem Trieb, um dort ein
Viwack
zu beziehen, um das Feuer geschart Lieder zu fingen, Die vorn Jungvolk immer wieder gerne gelungen und von den Erwachsenen immer wieder gern gehört werden. Nach der Ankunft am Lagerplatz unterhalb des Eulenkovfes entwickelte sich reges Leben. Zelte wurden aufgebaut. In drei großen Kreisen setzte man sich bann zusammen unb fang, währenb sich einige der Jungens baran machten, ein einfaches Mayl zu bereiten, bas bann — solange ber Vorrat reichte — verteilt würbe. Inzwischen war die Dunkelheit hereingebrochen. Schnell war das nötige Reisig zusammengetragen worden, und bald loderten drei Feuer zum Himmel empor. Roch immer erklangen die Lieder, unb bie Erwach- enen, beten sich sehr viele eingefunden hatten, ahen dem Treiben der Jugend mit großer Freude u. Von den Führern wurde dann in kurzen An- prachen auf den Sinn der Fahne hingewiesen und dabei eine Anzahl von Wimpeln geweiht, die beim Scheine des flackernden Feuers entrollt wurden. Der Gesang des Horst-Wessel-Liedes und das dreifache „Sieg-Heil!" auf den Führer und Volkskanz- ler Adolf Hitler beschlossen die Wimpelweihe.
Als die Feuer zum Verlöschen gebracht waren, zog das Jungvolk mit Gesang wieder der Stadt zu. Sicherlich ist in manchem kleinen Burschen, der heute noch nicht Dem Jungvolk angehört, schon an diesem Abend der Wunsch wachgeworden, dabei zu fein unb mitzumachen alles das, was an jungenhaftem Tun im Jungvolk gepflegt wird.
Oer gestrige Sonntag.
brachte am frühen Morgen den Weckruf des Trommler- und Pfeiferkorps. Bald darauf versammelte sich das Jungvolk und marschierte gegen 9 Uhr zum Trieb, wo um 9.30 Uhr
die Morgenfeier
dicht hinter den Sportplätzen am Philosophenwald begann. Nach dem Choral „Ein' feste Burg ist unser Gott" sprach Pfarrer Müller zu den in weitem Kreise versammelten Jungens sehr beherzigenswerte Worte, in denen er sie ermahme, allezeit treu und deutsch zu sein und zu handeln gegenüber Volk und Vaterland, Führer und Kirche. Der Feier, die mit dem Gesang einer Strophe des Chorals „Ein' feste Burg" ausklang, wohnten auch piek Erwachsene bei.
Anschließend stellten sich die Jungens aus zum Marsch durch die Stadt nach dem Landgraf-Phi- lipp-Platz, wo sie mehrere Glieder tief in weitem Kreis den Platz umsäumten. Hier wurde dem Ober- jungbannführer Hainer das Jungvolk in Stärke von rund 2300 Köpfen zur Stelle gemeldet. Zwischen dem frischen Gesang ber Lieder der verschie- Denen Gruppen erfolgte
der (Empfang der drei Staffeln,
bie ihre auf den drei Staffelläufen durch ganz Ober- Hessen getragenen Urkunden überbrachten, in denen bie Jugend des Oberjungbannes ihr Treugelöbnis zum Volk und Führer bekundete. Nach der Besichtigung der aufmarschierten Stämme durch den Dberiungbannfül)rer Hainer wurde zum Mittagessen abgerückt.
Nach der Mittagspause, bei der die Jungens In den Familien unserer Stadt zu Gast waren, trat ber gesamte Oberjungbann auf Oswaldsgarten an. Don hier ging es unter Führung bes Oberjungbannführers Hainer und des Gebietsführers
Jung von Frankfurt unter Dorantritt ber Trommler unb Pfeifer hinter den wehenden Wimpeln durch die Straßen der Stadt zum Trieb. Diele Bürger hatten sich gleichfalls auf den Weg gemacht und folgten dem Jungvolk nach zu dem idyllischen Platz unterhalb des Eulenkopfes. Große Zelte waren hier aufgebaut worden.
Während die Führer die letzten Anordnungen für die
sportlichen Wettkämpfe
trafen, beschäftigten sich die Jungens zunächst mit ihren Provianttaschen. Dann begannen die Wettkämpfe, an denen sich die Besten der einzelnen Fähnlein beteiligten. Es gab zunächst einen Hin- b e r n i 5 I a u f, der einige schwierige Aufgaben brachte, lieber Barrieren und durch Gräben führte der Kurs, durch einen Sack, ausZelttuch zusammengesetzt, mußte bei gegenseitiger Unterstützung getrogen werden, auf einem Baum war ein aufgehängter Gong anzuschlagen, durch zwei zusammengestellte Leiterwagen muhte geklettert werden, Ausziehen und Weiterlaufen, Anziehen und Weiterlaufen ge- hörten außerdem zum Programm des Hindernis- laufes, bis die Teilnehmer mehr ober weniger schnell am Ziel ankamen. Dann würbe zu einem weiteren Wettbewerb, zum Zelte- aufschlagen, geschritten. Sieger in diesem Wettbewerb war jene Mannschaft, die in kürzester Zeit ihr Zell einwandfrei aufgebaut halle. Schließlich folgte noch ein Römisches Wagenrennen, das den Teilnehmern selbst, insbesondere aber auch dem Publikum, viel Freude bereitete. Nachstehend
bie (Ergebnisse:
Hinbernislauf: 1. Sonder-Kommanbo 3:15 Min.; 2. Fähnlein Geusen 3:20 Min.; 3. Fähnlein Normannen 4:30 Min.; 4. Fähnlein Goten 4:35 Min.
3 e 11 b a u : Fähnlein Geusen 4:20 Min.; 2. Fäynlein Goten 4:45 Min.; 3. Fähnlein Normannen 6:45 Min.
Im Römischen Rennen konnten bie Wie- secker Goten bie ersten Plätze belegen.
Nach dem Abschluß der Wettkämpfe folgte auf dem Trieb unmittelbar an der Rödgener Straße eine
große HlaffenteUerei,
b. h., ein Aufmarsch in mittelalterlicher Form, bei dem auf ein besonderes Signal das in zwei langen Reihen und einigen Gliedern tief aufgestellte Jung- volk mit Geheul aufeinander losstürmte, bis der Sturm abgeblasen wurde und die Mannschaften wieder in langer Reihe zurückfluteten. Dumpf klangen die Trommeln über den Platz, bie Fanfaren riefen aufreizend zum abermaligen Sturm, bis bann bas ganze Spiel feinen friedlichen Ausklang in dem gemeinsam gesungenen Ders des Liedes „Wir traben in die Weite ..." fand.
Oer Abschluß.
Noch ein letztesmal traf man sich dann an der Dolkshalle in geschlossenen Zügen. Die Wimpel- träger ,Aorten sich um die Dberjungbannflagae. Oberjungbannführer Hainer hielt dabei eine Ansprache, in ber er vom Jungvolk unb feinem Wollen im Dienste des Daterlanbes sprach. Mit ben Ders- zeilen:
„Schwarz ober weiß, doch niemals grau, kalt oder heiß, doch niemals lau, so kämpft das Fähnlein Wetterau, ein Fähnlein deutscher Jungen."
weihte er bann die Fahne des Stammes Wetterau und noch eine Anzahl von Wimpeln. Ein Lied des Jungvolks, der erste Ders des Horst-Wessel-Liedes, schließlich noch das dreimalige „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler beschlossen die Feier vor der Dolkshalle und gleichzeitig den ereignisreichen Tag.
Obecheffen.
Oie Stadt Lauterbach arbeitsiosenfrei
WSN. Lauterbach, 10. Sept. Mit Ende der vergangenen Woche ist die Stadt Lauterbach arbeitslosenfrei geworden. Bei Anllitt des jetzigen kommissarischen Bürgermeisters Dr. Mahr Anfang Mai zählte man hier noch 140 bis 150 Arbeitslose, deren Zahl sich tm Laufe der Zeit im Zuge einer natürlichen Entwicklung erheblich verminderte. Die restlichen 37 Leute konnten nunmehr durch eine persönliche Initiative des Bürgermeisters in heimischen Industrie- und Gewerbebetrieben untergebracht werden. Es ist Dorsorge getroffen, daß die Beschäftigung der Leute nicht nur vorübergehend ist; man hofft vielmehr, sie in der Hauptsache während des ganzen Winters beschäftigen zu können. leie- gramme mit der frohen Nachricht wurden dem Reichsstatthalter in Hessen, Sprenger, und dem Staatssekretär Jung übermittelt
tonötrcie hiicRcn.
+ Orünberg, 12. Sept. Dieser Tage unternahm die hiesige Freiwillige Feuerwehr In Stärke von etwa 20 Mann unter Führung von Oberbrandmeister Seisart und im Beisein von Kreisseuerwehrinspektor Bouffier (Gießen) eine Uebungsfahrt mit ber Motorspritze. Die Fahrt berührte folgenbe Orte: Göbelnrod, Saa- fen, Lindenstruth, Reiskirchen, Harbach unb Ettingshausen. Ihr Zweck war, in den einzelnen Orten geeignete Wasierentjiahmestellen für die Spritze
1 *
auszuprobieren, um bei Brandfällen sofort wirksam eingreifen zu können.
* Trais-Horloff, 9. Sept. Heute feierten auf der Utpher Mühle der alte Müller Heinrich Krauß und seine Ehefrau Christine Philippine Mathilde, geb. Clos, das Fest der goldenen Hochzeit Der Jubilar zählt 75 Jahre. Beide Ehegatten erfreuen sich noa) einer verhältnismäßig guten körperlichen und geistigen Frische.
Mrcie Aisteld
* Zell, 12. Sept. Am Samstagvormittag ereignete sich hier ein verhängnisvoller Unfall. Der Landwirt Karl Schneider von hier stürzte von einem Scheunenboden auf die Tenne und erlitt einen W i r - belfäulenbrud). Er mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
I Waldgirmes, 10. Sept Bei der Gemeindeobst Versteigerung kamen die Zwet- fchen 3 bis 4 Mark pro Zentner, die Frühäpfel 7 bis 8 Mark. Das andere Obst wird erst später verkauft. Bei ber Zusammenlegung fielen der Gemeinde für über 7000 Mark Bäume zu, bie in drei Jahren alle frei sind. — Gestern mittag fiel der Landwirt und Kirchenvorsteher Karl Drescher in seiner Scheune so unglücklich auf die Tenne, daß er aus dem Transport in die Klinik nach Gießen starb.
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Warum Dereinszusammenschlüffe?
Zusammenschluß von Sportvereinen ist die Forderung des Tages. Sie soll natürlich nicht so weit gehen, daß sie auf das Verschwinden von Vereinen hinzielt, die als Vorkämpfer der Sportbewegung sich eine Tradition erwarben und ihre Daseinsberechtigung bis in die Gegenwart hinein erhalten haben. Daneben gibt es aber doch eine große Reihe von Sereinsgebilben, bie burchaus entbehrlich sind.
Was gesund und stark genug ist, um aus eigener Kraft weiter zu bestehen und sich weiter zu entwickeln, soll bleiben. Gebilde aber, die ihre Entstehung nur Zufälligkeiten verdanken, vielleicht ben Eifersüchteleien, persönlichen Gegensätzen ober gekränkter Eitelkeit von solchen, bie Führer fein wollen, mögen verschwinden, indem sie sich mit anderen Vereinen zu einer lebenskräftigen Gemein- fchaft zusammenschließen Auch bie Zahl mehrerer auf dos gleiche Ziel gerichteter Vereine in kleineren Orten ober im gleichen Stadtteil größerer Städte ist möglichst zu beschränken. Wo ist der Gewinn für die Bewegung und für die Allgemeinheit, wenn solche Vereine einen guten Teil ihrer Arbeits- und Schaffenskraft darauf verschwenden, ben nicht selten als „Feinb" betrachteten, behanbelten Nachbarverein zu bekämpfen und ihm bas Leben schwer zu machen, ihm bie Mitglieber vor ber Nase wegzu- schnappen ober gar abzujagen, anstatt sich mit ihm zu gemeinsamer Arbeit am großen Ziel zusammenzutun?
Freilich wirb es manchem Verein schwer fallen, sich zu biefer Erkenntnis durchzuringen. Der allenthalben anerkannte Führergrundsatz ist aber berufen, auch in biefer Beziehung mit allem erforderlichen Nachdruck einzuwirken, sei es durch Nichtberücksich- tigung der nicht selbständigkeitsberechtigten Vereine bei der Zuteilung zu den oberen Spielklassen ober burch unmittelbare Anordnung.
In den Reihen des DFB. und der DSV. ist der Gedanke des Zusammenschlusses bereits von einer großen Zahl von Vereinen verwirklicht worden. Die Vereinigung der im gleichen Stadtteil Dresdens beheimateten Vereine Fußballring, Brandenburg und Rasensport unter dem Namen Dresdner Sportfreunde 1901 verdient ganz besondere Beachtung,
da hierdurch ein lebens kräftiger verein mit über 1000 Mitgliedern, darunter über 400 Jugendliche, mit rund 60 Fußball- und Handballmannschaften entstanden ist. In Offenbach sind Bestrebungen im Gange zu einem Zusammenschluß zwischen den Offenbarer Kickers, dem VfR. unb dem Sportverein 1902 Offenbach herbeizuführen.
Die Studenten - Wettkämpfe in Turin.
Pflug, Schöneberg, der Sieger im 100-m-Lauf.
zern-patroMensahrtZerlin-Mnchen-Zeckn
Die ersten Fahrer werden abgelassen.
Die erste Patrouillen-Radfernsahrt Berlin—München—Berlin über 1300 Kilometer, die von der SA.- Standarte III Berlin veranstaltet wird, nahm am Samstag in Neukölln ihren Anfang. Von den 20 gemeldeten Mannschaften waren nur 16 erschienen. Die Mannschaften setzen sich aus acht Fahrern und einem Führer zusammen, jeder Teilnehmer fährt ein Tourenrad und ist mit 15 Kilogramm Gepäck belastet. Die erste Etappe nach dem 181,5 Kilometer
entfernten Leipzig gestaltete sich zu einer wahren Rekordfahrt. Die Standarte II Berlin kam als Erste in Leipzig nach einer Fahrzeit von 5:40,04 ein. Die schnellste Zeit des Tages fuhr aber die Vereinsmannschaft von Grünweiß Berlin mit 5:30,14 Stunden heraus. Fedia-Berlin und die erste Mannschaft der Standarte III Berlin hielten sich von den übrigen Mannschaften noch am besten.
3um 80. Male: Keldberg-Turnsest.
Deutschlands traditionellstes Bergturnfest, das am 11. Juni wegen Regen nicht zur Durchführung gekommene 80. Felbbergfest, wurde am Sonntag bei herrlichstem Wetter durchgesührt. Viele Tausende von Zuschauern weilten oom frühen Morgen an auf dem Bergesgipfel, verfolgten mit Interesse die spannenden Wettkämpfe und erlebten zum Schluß eine vaterländische Kundgebung eindruckvollster Art.
Am frühen Morgen fanden sich die Teilnehmer zur Weihe des neuen Sportplatzes ein. Ein 4000 Quadratmeter großer Platz, der hauptsächlich für die Abwicklung der Sprungwettbewerbe dienen soll, war in mühevoller Arbeit angelegt worden und am Sonntag seiner Bestimmung übergeben. Zur Erinnerung an den unermüdlichen langjährigen Vorsitzenden des Feldberg-Festausschusses, den verstorbenen Philipp Robig - Frankfurt-Rödelheim, wurde der Platz „Philipp-Röbig-Platz" benannt. Eine schlichte Gedenktafel, die das Bild des mit dem Feldbergfest unlösbar verwachsenen Verstorbenen trägt, wurde dann ebenfalls eingeweiht und der Turnerschar zur treuen Obhut übergeben. Um 10 Uhr konnten dann die Wettkämpfe beginnen.
Es gab überall recht interessante Kämpfe, wobei infolge der neuen Sprunganlagen die vorjährigen Punktzahlen nicht erreicht wurden. In der Haupt- klasse, dem von 560 Teilnehmern beschickten Dier- k a m p f der aktiven Turnerklasse, fiel der Sieg an den Marburger Beaupain, der 84 Punkte erreichte. Bei den Turnerinnen holte sich L. Schüfe r - Frankfurt den Sieg mit 77 Punkten. Sieger des Iugend-Dierkampfes wurde L e i ch u m - Frank- furt-Niederrad mit 94 Punkten und in den drei Altersklassen fielen die Siege an Schall- Nied mit 88 Punkten, Tritschler-Frankfurt mit 97 Punkten und Koster- Homburg mit 94 Punkten.
Neben den Mehrkämpfen gab es noch Einzelwett, bewerbe unb Staffeln. Besonders in den Staffeln wurde scharf und erbittert um den Sieg gestritten.
Nach Schluß der Veranstaltung sand eine vaterländische Kundgebung statt, bei der Gauoertreter Münch eine Ansprache hielt.
2Htü. Gießen beim Feldberg-Turnfest.
2m Kampf um den B r u n h i l d i s s ch i l d konnten die Mtv.erinnen nur den zweiten Platz belegen. Der Schild ging an die Turnerinnen des Stadtsportvereins Frankfurt. Auch im Wettbewerb um ben Emmanuel-Schmuck-Schild mußten sich die Mto.er mit dem zweiten Platz begnügen. 2m Zehnkampf der Turner-Oberstufe konnte sich Lin- d e n st r u t h mit 79 Punkten als Fünfter einen achtbaren Platz erringen. Es nahmen 560 Turner an diesem Wettkampf teil.
Kein Anfall
des deutschen Gordon-Benneti-Ballonö
Auf einem Kameradschaftsabend der Ballon- und Fliegerortsgruppe Bitterfeld der Landesgruppe 3 des Deutschen Luftsportverbandes gab der Führer der Ortsgruppe, Dr. Jäger, das Landungstele- gramm des am Gordon-Bennet-Ballon-Wettbewerb als offizieller Vertreter Deutschlands teilnehmenden Bitterfelder Ballonfahrers Schütze bekannt, das folgenden Wortlaut hat:
„Glatt gelandet bei Kingston westlich von Lage Huron. 9 Stunden über Michigansee. Landung ohne allem Sonntag 8 Uhr bei Windstille."
Aus dem Wortlaut dieses Telegramms geht hervor, daß alle Nachrichten von einem Unfall des deutschen Ballonfahrers unrichtig sind. Schütze hat mit dem Ballon „Deutschland" etwa 500 Kilometer zurückgelegt und ist anscheinend, nachdem der Ballpn restlos ausgefallen war, glatt gelandet.


