Ausgabe 
11.2.1933 Frühausgabe
 
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Wirtschaft

Die

Dullen und Kühe waren unverändert.

öandball der Sp.-Dg. 1900.

Die

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a M7

48,75

49,25

49

4,4 I

4,65

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74,75

gegen Plan.

6

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0 6

6 P

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152 38,13 42,75 35,75

49

50

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117

117

171

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15,65

115,25

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107,9

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36

103,5

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47,5

49,75

25

113

22,4

37

41

39

140

27.5 81

93,5 52

79,75 98

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100

85,5

131,5

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27,25 78,5

93

51,8

79,75

99 85,25 130,5 115,5

scheiden ist, inwieweit überhaupt eine zung der Hmsahsteuer durch die Kette zelnen Hrnsahgeschäfte möglich gewesen Spitzenverbände können bei der klaren läge den Anspruch des ausländischen

40,25

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51

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50 26,75 112,5

22

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34,4

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6,396 49,05

12,485

3,063 169,47

73,87 64,31 77,33

14,46 0,837 4,217 58,66

21 56 16,47 81,35 34,58 81,88 0,891 0,241 5,566

13,13

(i

6

6 o

30,5

69,9

142

Ochsen alj Bullen a) bis 23, b) Färsen a)

der Hin-

Oie Ausfuhrvergüiung bei der Umsatzsteuer.

Industrie- und Handelskammer Gießen

Englischer Polizeimeister wurde der Berliner Polizeiboxer M i e t s ch k e, der mit zwei seiner Vereinskameraden an den englischen Polizei- Meisterschaften in London teilgenommen hat. Er er­rang den Titel im Leichtgewicht durch einen Sieg über W. Pearce (Nottingham).

men. Die zwei bisher ausgetragenen Kämpfe konnte dank seiner leistungsfähigen und erfahre­nen Mannschaft Waldgirmes klar für sich ent­scheiden, während Leihgestern und Launsbach sich je einmal mit dem 2. und 3. Platz abfinden muß­ten. Leihgestern sollte in diesem Kampf einen weit schärferen Gegner abgeben, da die Mannschaft durch Mannschaftskämpfe in seinem Gaugebiet ge­genwärtig in einer guten Form ist. Launsbach ist durch Neueinstellung einiger jungen Kräfte noch nicht wieder in seiner alten stetigen Form von früher. Man sieht in diesem Kampf ein Bingen fast gleichwertiger Mannschaften. Sieger dürfte die körperlich am besten disponierte Mannschaft werden.

Schultheis Patzenhofer ßflu (Allgemeine Kunstseide) ... Bemberg...................

Vierzehn Nationen haben jetzt zu Fußball-Weltmeisterschaft 1934 gemeldet. Neu zugekommen sind die Türkei upb Portugal.

281

142,5 I

Seine Teilnahme an den oerbands- p o k a ls p i e l en zurückgezogen hat der DSD. München. Es ist zu erwarten, daß noch andere bay­rische Vereine diesem Beispiel folgen.

itfereinifiie Stahlwerke. Ltavt Minen

Kaliwerke Aschersleben.

Kaliwerke Westeregeln .

Kaliwerke Salzdetfurth

.. 7 .. 0 .. 0 .. 0 .. 6 ..18

rheinisches um je 0,60 Mk. auf 28,50 bis 29,75 Mark, und Roggenmehl um 0,25 Mk. auf 22,75 bis 23,50 Mk. je 100 Kilogramm. Das Geschäft war nur vorübergehend etwas besser, später stagnierte es wieder fast vollkommen.

Am Kartoffelmarkt wurden die Notie­rungen wieder ausgenommen. Industriekartoffeln hiesiger Gegend stellten sich mit 1,70 bis 1,75 Mk. gegen die letzte amtliche Notiz unverändert. Das Geschäft war weiterhin ruhig.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviebmarki.

48,75

89,5

59,9

82,5

52,75

152

103,75

45

60,5

24

69

118 1

172 I

Tisch-Tennis der Sp.-Bg. 1900.

TTC. Frankfurt-West in Gießen.

Am kom ni en Sonntig haben die 1900er den Tischtennis-Club Framfur. a. M.-West als Rück- kampfgegner zu Gast. Die Begegnung ist als tisch- tennissportlicyes Ereignis für Gießen zu werten. Gerade in den letzten Wochen konnten die Frank­furter aufsehenerregende Ergebnisse erzielen. Ihr weitaus bester Mann ist Schäfer, der zu den süddeutschen.Spitzenspielern zählt und auch schon in internationalen Turnieren mitgewirkt hat. Die 1900er, die im vergangenen Jahr zwar zwei knappe Siege gegen die Frankfurter erringen konn­ten, werden diesmal einen schweren Stand haben, zumal einige Spieler infolge Grippeerkrankungen das Training unterbrechen mußten.

Turnen im L^hn-Oünsberg-Gau.

Gerätemannschafkskampf in Waldgirmes.

$cr großen Anzahl der Gerätemannschafts- kämpfe in dieser Saison findet kommenden Sonn­tag einer der wichtigsten in Waldgirmes seine Lechgestern, die führende Mann­schaft des Wetterau-Gaues, trifft zum dritten- Heiden Mannschaften Laubach und Balogirmes des Lahn--Dünsberg-Gaues zusam-

27,4

81,5

94

52,5

79,75

98

85,5

131,5

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47,75

90

58,75

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102,5

44,5

60

23,5

stahlsabsicht habe ihm ferngelegen, er habe nur mit dem Gesangsdirigenten Rücksprache nehmen wollen; plötzlich sei er in einem Gang auf eine ganze Reihe dort hängender Mäntel gestoßen und, zumal er damals sehr verfroren und ge­zwungen gewesen sei, im Freien zu nächtigen, der Versuchung nicht widerstehen können, einen Man­tel abzuhängen und mit ihm das Gebäude zu verlassen. Erst später will er wahr genommen haben, daß er in der Eile nicht einen, sondern zwei Mäntel abgenommen habe. Das Geständnis des Angeklagten ist in der Hauptsache durchaus glaubhaft. Auch das, was er zu seiner Ent­lastung vorbrachte, kann schließlich, da Zeugen nicht vorhanden, nicht widerlegt werden. Aller­dings steht dem die Tatsache entgegen, daß der Angeklagte erst im September vorigen Jahres aus zwei Schulen in 'Siegen je einen Mantel unter ähnlichen Hrnständen gestohlen hat. Er ist weiterhin schon vorbestraft wegen Diebstahls eines

30,5'

70 !

142 |

49

90,5

59

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15^25

44,5

60,5

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34

192

74,5

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

1900 I Bottenhorn I.

Das Berbandsspiel des morgigen Sonntags sollte schon von vornherein für die Spielver­einigung gewonnen sein. Die Gäste aus Botten- Horn zeigten in den letzten Wochen längst nicht mehr das Können, das man ihnen bisher zu­schrieb. Sie machen anscheinend eine Krise durch. Bei ihrem letzten Auftreten in Gießen fiel die Mannschaft ziemlich auseinander und vermochte keinen besonderen Widerstand zu leisten. An­dererseits werden sich auch die Blauweihen zu einer anderen Leistung aufraffen müssen, als es in Breidenbach geschah. 1900 tritt mit drei Mann Ersah an. Schlarb wird durch Krankheit dem Sportplatz ferngehalten, Heilmann, den man durch eine deplazierte Entscheidung für zwei Sonntage von Berbandsspielen ausgeschlossen hat, fehlt auch, Arnold ebenfalls. Bei einigem Kampfgeist und dem notwendigen produktiven Spiel sollten den 1900em die Punkte aber trotzdem nicht zu nehmen sein. Ganz abgesehen davon, daß es sträflicher Leichtsinn wäre, wenn sich die 1900er durch eine leichtfertige Niederlage aus der Spitzengruppe der Tabelle verdrängen ließen.

Die übrigen Mannschaften der Spielvereinigung sind spielfrei. Berbandsspiele wurden, wegen der zahlreichen Grippeerkrankungen auch unter den Fußballspielern, von amtlicher Seite abgesagt.

VfB. Gießen.

Die 1. Mannschaft tritt, wie wir gestern schon berichteten, heute nachmittag auf dem Wald­sportplatz gegen die Hniversitätsrnannschaft an. Am morgigen Sonntag ist die 1. Elf spielfrei. Die 2. Mannschaft hat ein Berbandsspiel in Watzenborn-Steinberg gegen die 1. Elf des Plah- vereins auszutragen. Die Gießener waren in ihren Leistungen in der letzten Zeit reichlich unbeständig, so daß wohl mit einer Niederlage der Grünweißen gerechnet werden muß. Span­nende Spiele haben die bisherigen Begegnungen immer gebracht. Man erwartet infolgedessen min­destens, daß sich die Mannschaft ehrenvoll schlägt. Die 3. Mannschaft tritt auf eigenem Platz gegen die 1. von Großen-Buseck an. Auch die 3. Mann­schaft hat in letzter Zeit nichts besonderes ge­zeigt und verlor im Vorspiel in Großen-Buseck mit hohem Resultat. Man sollte auf eigenem Platz wenigstens eine erträgliche Niederlage er-

107,65 l

152,5

39

42,65

36,75

A.E.G

Elektt. Lteserungsgesellschaft... Licht und Kraft .............

Selten & Guilleaume Gefellschaft für Elektrische Unter­nehmungen ...............

Rheinische Elektrizität Echuckert & (So..............

Siemens & Halske

LohmeyerLCo..............:

Amtsgericht Gießen.

21m 8- Dezember v. I. wurden aus einer hiesi- gen Schule, in der gerade Singstunde eines Ge­sangvereins abgehalten wurde, vier Mäntel ge­stohlen. Sie gehörten Mitgliedern des Vereins, die sie auf dem Gange aufgehängt hatten. Die Polizei erinnerte sich sofort eines Menschen, der im vorigen Jahre wegen eines in Siegen be­gangenen Manteldiebstahls hier festgenommen worden war. Sein Name wurde festgestellt, und es gelang, ihn am 4. Januar d. I. in Zweibrücken zu verhaften. Er gestand sofort den Diebstahc zweier Mäntel ein, verriet auch seinen Kom­plizen, der die beiden anderen Mäntel gestohlen hatte. Des näheren gab er an, er sei erwerbs­loser Konzertsänger und habe schon öfters in Schulen, namentlich Gesangsschulen, vorgespro­chen, um Beschäftigung zu finden' so sei er mit feinem Begleiter eines Abends auch an der hier fraglichen Schule vorübergekommen, habe darin Gesang gehört und sei diesem bis in das innere des Gebäudes nachgegangen: jede Dieb-

Helsiirgfors.. Wien.......

Prag.......

Budapest ... Sofia.....

Holland ....

Oslo.......

Kopenhagen. Stockholm... London .....

Buenos Aires Neunori.... Brüssel.....

Italien.....

Parts ......

Schwel, .... Spanien.... Tanztg....

Japan .....

Rio de Jan. Jugoslawien Lissabon...

Im Schlachtviehgeschäft hat sich in der abge­laufenen Woche nichts wesentliches ereignet, doch waren die Preise nach den letzten Rückgängen meist etwas erholt. Die Zufuhren haben keine größeren Veränderungen erfahren, trotzdem sie aber meist etwas niedriger waren, verlief der Handel auf den einzelnen Märkten recht langsam.

Am Rindermarkt stellte sich der Auftrieb mit 1370 Stück um 5 Stück größer. Nach ruhigem Handel verblieb nur geringer Hcberftanö. Die Preise für Ochsen zogen 1 bis 2 Mk., für Färsen 1 Mk. an, Bullen und Kühe waren unverändert.

48

89,65

59 35

53,75

152

103

44,25 59,75

23,4 68,5

34,25 192

74 5

3n Frage g e st e l l t ist die Durchführung des für den kommenden Sommer vorgesehenen dritten Schwimm-Länderkampfes zwischen' Deutschland und England. Die Engländer zeigen infolge finanzieller Schwierigkeiten wenig Neigung, diesen Kampf zu bestreiten.

1900er weilen am Sonntag mit zwei aktiven Mannschaften auswärts, und zwar sind sie Gäste des Turnvereins Kirchgöns (DT.). Es ist dies das erstmalige Zusammentreffen der beiden Ver­eine. Heber die Spielausgänge lassen sich daher so gut wie keine Voraussagen machen. Die Turner spielen in ihrem Bezirk eine recht gute Rolle, und die Spielvereinigungsleute werden schon mit allem Ernst zu Werke gehen müssen, um die Treffen für sich zu entscheiden. Bei den Gießenern werden auch einige neue Kräfte Gelegenheit haben, ihr Können zu beweisen.

warten dürfen. Einen gleichwertigen Gegner hat die 1. Jugend vor sich. Die 1. Jugend des VfB. Aßlar ist auf dem Waldsportplah zu Gast. Man erwartet die VfB.er als sichere Sieger. Die 1. Schüler treten, ebenfalls auf eigenem Platz die Schüler von Großen-Buseck auf den

gibt uns von der nachstehenden Erklärung des Deutschen Industrie- und Handelstags, des Reichsverbands des Deutschen Groß- und Heber­seehandels und des Reichsverbands der Deutschen Industrie über die Ausfuhrvergütung bei der Hmfahsteuer Kenntnis.

Unter Hinweis auf die Hmsatzsteuervergütung (die sog. Ausfuhrvergütung), die bei Auslands­lieferungen nach dem 30. November 1932 gewährt wird, stellen ausländische Abnehmer an ihre Lie­feranten das Anfinnen, ab 1. Dezember 1932 V2 Prozent vom vereinbarten Verkaufspreis ab­zusehen. Die unterzeichneten Verbände sind der Ansicht, daß bei kommenden Vertragsabschlüssen die Berücksichtigung der Ausfuhrvergütung bei der Preisgestaltung der freien Vereinbarung der Vertragsparteien überlassen bleiben muh. Bei laufenden Verträgen ist die Rechtslage auch ein­deutig. Sofern nicht eine ausdrückliche Verein­barung besteht, hätte der Abnehmer einen An­spruch auf Preisnachlaß nur dann, wenn er gesetzlich vorgesehen wäre. Das ist nicht ge­schehen.

Es geht nicht an, getroffene Preis­vereinbarungen ohne weiteres um* zust 0 ßen.

Hinzu kommt, daß die Ausfuhrvergütung in Höhe von 0,5 Prozent nur einen Teil der Vor-

25 bis 28, a2) 22 bis 24, bl) 19 bis 21.

24 bis 26, b) 20 bis 23. Kühs a) 21 18 bis 20, c) 15 bis 17, d) 12 bis 14. 27 bis 29, b) 24 bis 26, c) 20 bis 23. Das Kälbergefchäft gestaltete sich in die­ser Woche etwas besser. Zwar war der Handel auch nur langsam, doch wurde der Zutrieb von 1567 (minus 42) Stück ausverkauft. Die Preise la­gen um 1 bis 2 Mk. höher und notierten wie

... ,. Abneh­

mers, ihm den Betrag der Ausfuhrvergütung zugute fommen zu lassen, nicht anerkennen.

Zellstoff Waldhos Zellstoff Aschaffenburg .. Dessauer Gas Daimler Motoren Deutsche Linoleum .....

Orensletn S Koppel Leonhard Tietz.........

Thade

belastung ausmacht und es gerade bei der heu­tigen gedrückten Wirtschaftslage und dem dadurch hervorgerufenen Preisdruck sehr schwer zu ent- Hmwäl- der ein- ist. Die Rechts-

Philipp Holzmann

Zementwerk Heidelberg

Cementwerk Karlstadt..

8Bat)6 & Freytag

Eine Bvrturn stunde für Turnerin­nen findet kommende^ Sonntag in Lollar statt. Es werden die Hebungen für das kommende Ge- räte-Hallenturnen in Londorf durchgenommen.

FZS.-Rennen in Innsbruck..

Der Langlauf am Freitag. Friedl Däuber auf dem sechsten Platz.

Bei den FIS-Rennen in Innsbruck stand am Freitag derl8-Kilometer-Langlaufaus dem Programm. Auch hier gab es wieder einen deutschen Achtungserfolg durch den Berchtesgade­ner Friedl Däuber, der in dieser schwierigen Konkurrenz hinter den beiden Schweden Eng­lund und Berg ström, sowie den Finnen L i i f f a n e n und oaarinen den sechsten Platz belegte. An der Kombination, die aus Lang- und Sprunglauf besteht, nimmt Däuber allerdings nicht teil, so daß unsere Hoffnungen auf einen guten Platz, oder vielleicht auch auf einen Sieg in der Kombination sich nicht erfüllen werden. Allerdings liegt der Schlesier L e u p 0 l d , der im Langlauf Achter wurde, noch im Rennen. Slalomlauf der Damen holte sich erwartungsge­mäß die Tirolerin Inge Lantschner -Wersin, die auch den alpinen Abfahrtslauf im Gesamt­ergebnis an sich brachte.

Kurze Sporinoiizen.

Schweden wird wahrscheinlich auf die Teil- ^nahme an der Eishockey-Europa- und Weltmeister­schaft verzichten müssen, da der Verband die Mittel für die Reise nicht aufbringen kann. Es soll nun versucht werden, die Gelder durch eine private Sammlung aufzubringen.

folgt: a), b) 32 bis 36, c) 27 bis 31, d) 22 bis 26.

Am Schafmarkt war der Auftrieb etwas größer (330 gegen 243 Stück). Das Geschäft war ruhig bis langsam, bei unveränderten Preisen, wurde jedoch ausverkauft. Schafe al) 23 bis 25, b) 20 bis 22, c) 17 bis 19.

Die Beschickung des Schweinemarktes be­trug 4599 gegen 4980 Stück und stellte sich so­mit um 381 Tiere geringer. Hnter dem Auftrieb befanden sich 270 Memelländer. Rach schleppen­dem Geschäft, jedoch bis zu 2 Mk. anziehenden Preisen, wurde der Markt geräumt. Schweine a) , b) 36 bis 38, c) 36 bis 38, d) 34 bis 37, e) 31 bis 36, f) und g) gestrichen.

Frankfurter Abendbörse still.

Frankfurt a. M., 10. Febr. Die Abend- börse nahm für Aktien einen ruhigen, aber überwiegend freundlicheren Ver­lauf. Für Renten war sie ausgesprochen lebhaft und fest, wobei angebliche Steue­rungen des Reichswirtschaftsministers, die aber bisher für die Presse unbekannt geblieben sind, anregten. Besonders die Neubesihanleihe wurde in großen Beträgen umgesetzt und zog gegen den Berliner Schlußkurs um 0,40 Proz. auf 9,42,50 Proz. an. Beachtet wurde auch die Alt- besitzanleihe. die zirka 0,50 Proz. gewann, wäh­rend späte Reichsschuldbuchforderungen (zirka 75,50 Proz.) ruhiger lagen.

Am Aktienmarkt notierten Harpener 1,75 Proz., Schlickert 1 Proz., Licht u. Kraft 0,50 Proz. Reichsbank 1 Proz. höher, dagegen blieben I. G. Farben nur behauptet. Im Verlaufe wurde das Geschäft sowohl am Renten-, als auch am Aktienmarkt außerordentlich still. Deutsche Kommunal-Sammel-Abl. Anleihe I (Dekosama) kamen gegen den Mittagskurs 1,25 Proz. fester zur Notiz, ferner lagen einige Liquidations­pfandbriefe und von Goldpfandbriefen Rhein. Hhp. Dank etwas höher. Neubesihanleihe 9,42,50 bis 9,40, Altbesitz 66,40, Schutzgebiete 6,55, De­kosama 60,75, Reichsbank 147, Harpener 86 bis 86,75, Aku 40, Licht u. Kraft 93,50, I. G. Farben 107,75, Echuckert 85,75 bis 86,25, Siemens 131.

<%efteneldil|die Goldrente...

4,20% Cefieneiditlrfie Silberrente 4% Ungarische Goldrenle .......

4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4!4% dcsgl. von 1913 6% abgcst. Goldmexilaner von 99 4% Türkische gollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I.....................

4% desgl. Serie 11

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4!-4%Numün.vereinh.NeMev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

3'/.% Anatolier...............

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Die Frankfurter Getreidebörse verharrte in der verfloss«nen Woche weiterhin in fast völliger Ge­schäftsstille. Daß die DGH. trotz des geringen Angebots am Berliner Markt ihre Aufkäufe fort­setzte, hat zur Befestigung etwas beigetragen.

Das zeitweise etwas bessere Mehlgeschäft ver­anlaßte die Mühlen, kleine Deckungen vorzuneh­men, so daß Weizen um 3,50 Mk. auf 204,00 bis 203,50 Mk. per Tonne anzog. Der Roggen- Preis blieb zu 163,50 Mk. per Tonne gut be­hauptet.

Das Brauger stengeschäft verlief nach wie vor sehr ruhig, die Notierung blieb unver­ändert 180,00 bis 182,50, dagegen war Futter- und Industriegerste zu 172,50 bis 175,00 Mark angeboten.

21m Hafermar k t war die Nachfrage nach gutem Weißhafer etwas besser, der Preis blieb mit 130,00 bis 135,00 per Tonne allerdings un­verändert.

Der Kraftfuttermittelmarkt zeigte in­folge des milden Wetters sehr schleppendes Ge­schäft, nachdem schon während der Kälteperiode der Absatz nicht besonders lebhaft war. Die Preise für Weizen- und Roggenkleie waren infolge des geringen Anfalls bei den Mühlen mit 7,50 bzw. 7,85 bis 8,00 Mk. je 100 Kilogramm unverändert, wogegen Sohaschrot (10,50 bis 10,80), Erdnuß­kuchen (12,15 bis 12,25) und Treber (10,75 bis 11,00) um je 0,25 Mk. per 100 Kilogramm herab­gesetzt wurden. Palmluchen konnte sich mit 8,60 bis 8,75 Mk. behaupten.

Die M e h l p r e i s e waren durchweg erhöht, und zwar Weizenmehl süddeutsches und nieder»

Gritzner oi

Mainkraftwerke Höchst a.«. 4

Süddeutscher Zucker 9

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Spieren angeführten »(fern geben die Hohe der zuietzl besoffenen Dividende an. - R-ich-bankdisiont 4 o. S).. Lombardzinsfuß 5 o.S).

Fahrrads, das er ebenfalls au., einer Schultz entwendete. Für Rückfallsdiebstahl, der nach dem Gesagten hier vorliegt, sieht das Gesetz nue Zuchthausstrafe vor, es müßten denn mildernde Hmstände angenommen werden. Das Gericht er­blickt im Fragefall solche in dem offenen Ge­ständnis des erst 21 Jahre alten Angeklagten und in seiner damaligen Notlage. Die Bestohle­nen sind auch zu keinem Schaden gekommen. Sie haben die gestohlenen Mäntel bald wieder zu­rückerhalten. Doch mußte der rasche Rückfall des Angeklagten, der erst am 1. Dezember v. I. aus dem Gefängnis entlassen worden war und schon eine Woche darauf einen neuen gleichartigen Diebstahl beging, straferschwerend in Berücksichti­gung gezogen werden. Der Angeklagte erhielt eine Gefängnisstrafe von fünf Mo­naten. Gegen seinen Komplizen ist ein Steck-

| b r i e f im Gange.

33,75 j 34.25

16 15,75

115 I

I ®. Farben-Jnvuskrie....... 7

Scheideanstalt...............10

Goldschmidt

RütgerSwerke............... o

Metallgelellichaft o

Buderus ...................o

Deutsche Erdöl 4

Gelsenkirchener 0

Harpener................. 0

Voesch Eilen«öln^reuessen.. 0

Ilse Bergbau ............... 7

Olle Bergbau Genüsse 7

Klvcknerwerke ...............0

Mannedmann-Röhren 0

Mansselder Bergbau O

Oberschlef. Kokswerke 0

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen 10

Rhetnstalx' .............. 0

Z)atum

6% Teuifche RetchSanlethe v. 1921 6% ebem.7% Ti. Reichsonl. v. 1929 2/2°o Bonng-Anleihe von 1930 Deutsche SInI.-Ablöl.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .....

De Sgl. ohne AnSIos.-Rechte

*'% elicin. h% Hess. Bolksslaat 1929 trückzahlb 102%) cberhessen Provinz Anleihe ' mb AuSIos.-Rechten ............

Deutsche Komin. Sammelab l.Än leihe Seriel mi, Auslos.-Rechten »i% ehem. 8% Franks. Hyp.-Ban!

Golopfe. 15 unkündbar bis 193, 6% ehem. 7% jyranH. Hnp.-Ban!

Goldvse. 1« unkündbar bis 1936 W2% ehern. 4>/2% Franks. Hup.

Bank-Ligu.-Psandbriefe .... 6/z% ehem. 4!4% Rheinische

Hyp.-BanbLiqu.-Goldpfe. .. 6% ehem. 8% Pr. Landespsand briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehern. 7% Pr. Landespsand

brlesonNolt, Pkandbriese R. v

Frankfurt a. DL

Berlin

Schluß- lurS

Schluß!. Abend, börse

Schluß» turd

Schluß!. Mittag. börse

9.2.

10-2.

9.2.

10.2.

78,25

78,5

78,75

78,75

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--

91,1

93.5

81,75

82

81,75

82

64,75

66,4

64,65

65,8

8,75

9,4

8,6

9,13

75

75,25

75

62

-

60

60,75

60

59,25

83,75

83,5

83

85,4

86

-

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83,75

83,5

83

-

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_

1,4

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- -

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6,25

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25

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;frrant|un u. DL

Berlin

Schluß, kurd

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Hamdurg-Amertka-Pakei .....

1.

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17,5

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

O

39

38,5

Hansa Dampfschiff...........

0

-

32,5

Norddeutscher Lwhd .........

0

18,13

17,9

17,9

17,9

81.(H. für Verkehrswesen Akt. ..

0

42,5

42

42

42.4

Berliner Handelsgesellschaft....

4

97

97

97,4

97

Commerz- und Prival-Bank... Deutsche Bank und DtSconto-

0

53

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53,5

Gesellschast................

Dresdner Bank..............

ReichSbonk .................

O 0

1

72,25

61,5

148,5

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147

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61,5

146

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß, furd

Schluß!. Abend» börs--

Schiuk.l^^utzk. Sd PJ,l,lQ9' mr6 | börlc

Datum

9.2.

10.2.

9-2. 10.2.

9.Februar

10. Februar

Amtliche Notierung

Geld | Briei

Amtliche Notierung

Geld | Brie-

6,374

48,95

12,465

6,386

49,05

12,485

6,384

48,55

12,465

3,057

3,063

3,057

169,18

169,52

169,13

73,73

73,87

73,73

64,19

64,31

64,19

77,17

77,33

77,17

14,42

14,46

14,42

0,833

0,837

0,833

1,209

4,217

4,209

58,53

58,65

58,54

21,52

21,56

21,52

16,425

16,465

16,43

81,16

81,32

81,19

34,52

34,58

34,52

81,77

81,93

81,72

0,889

0,891

0,889

0,239

0,241

0,239

5,554

5,566

5,554

13,11

13,13

13,11

Banknoten.

Berlin, 10-Februar

Geld

1 SFüf

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

4,20 58,38 63,82 14,38

16,39 168,76

21,48 73,55

2,46 77,00

81,01

34,38

4,22 58,62 64,08

14,44

16.45

169,44 21,56 73,85

2,48

77,30 81,33

34,52

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Note«.................

Ungarische Noten................