Ausgabe 
10.8.1933 Erstes Blatt
 
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Vier Mnaie naiionaüoziaWsche Filmarbeil

Der dreitägige DeMiand-Rmdflug 1933

Am kommenden Samstag und Sonntag werden | gemachten Leistungen nicht geführt, da sie nicht e Blicke aller Leichtathletikanhänger auf Köln l unter Aufsicht der Deutschen Sportbehörde, die erst

die

eit erblickte,

unter Aufsicht der Deutschen Sportbehö im folgenden Jahre das Licht der' stattgefunden hatten.

gerichtet sein, wo die diesjährigen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften zum Austrag ge-

F r a n k f u r t a. M., 9. Aug. (MSN.) Der Lan­desverband der Lichtspieltheater- besitzer von Hessen und Hessen- Nassau hielt in Frankfurt eine Mitgliederver­sammlung ab, die von etwa 250 Kinobesitzern besucht war. Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand ein Vortrag des 1. Vorsitzenden des Landes­verbandes, Pg. Robert Matter. Er sprach über das Thema:

was war, was ist und was wird?"

Er gab einen Ueberblick über die vergangenen vier Monate nationalsozialistischer Arbeit des Reichs- verbandes Deutscher Lichtspielthea­terbesitzer und streifte dabei alle Berufs- und Standesfragen des Gewerbes, so die ermäßigte Vergnügungssteuer, die später durch die Abschaffung aller indirekten Steuern ganz ver­schwinden würde, das durch die Initiative der NSDAP, nicht vollstreckte U s a - G e m a - U r t e i l, die für die Lichtspieltheaterbesitzer vorteilhafte Er­ledigung aller Klang-Filmangelegenheiten, die be­vorstehende Heranziehung aller Schwarzspie­ler zu den Klangfilm-Dergleichsgebührcn und gleichzeitige bedeutende Ermäßigung der Vergleichs- gebühren für die bisherigen Vergleichsspieler, den neuen Filmleih-Bestellschein, den neu gegründeten Theaterbesitzer-Verleih, die vom Präsidenten des Reichsoerbandes, Pg. A. Engl, erreichten Lech- mietenjentungen bei Europa, Aafa und Metropol, die

erfolgreiche Säuberungsatlion der Filmindustrie von raffenfremden und unlauteren Elementen, das neue Filmkammergesetz, die neuen Maßnahmen S die Eintrittspreisunterbietungen und das schlagerprogramm, die beide ab 1. Oktober die­ses Jahres auf Grund des unter staatlicher Auf­sicht stehenden und durchgeführten Spio-Planes aufgehört haben werden, die Zwecke und Ziele der vorläufigen Filmkammer und der erweiterten Be­fugnisse für den Reichswirtschaftsminister (Ver- Hängung von Sperren und Schließung von Betrie-

Der dreitägige Deutschland-Rundflug 1933 beginnt am 24. August. Der Start an jedem Tag ist in Berlin, von wo aus die drei Flugzeugklassen jeweils verschiedene Strecken zurückzulegen haben. Von den 135 Fliegern, die ihre Nennungen abgegeben haben, müssen 35 zurückgewiesen werden, da die Ausschreibung aus technischen Gründen eine Anzahl von nur 100 Flugzeugen zuläßt.

Deutsche Leichtathletik -Meisterschaften.

ben) und die Rettung der deutschen Fi Im­in b u ft r i e durch die Gründung der Filmkredit- bank auf Grund der Initiative des Reichspropa- gandaministers Dr. Goebbels.

Malter betonte, es gebe keine Außenseiter mehr, wer jetzt noch nicht organisiert sei, werde von allen Filmangeboten der neuen Produktion ausgeschlossen.

Das Lichtspielgewerbe bzw. die Filmindustrie seien der erste Wirtschaftszweig, bei dem der ständische Aufbau schon so gut wie durchgeführt sei. In Hes­sen und Hessen-Nassau stünden nur wenige Kollegen abseits, und hier handele es sich vorwiegend um Sonntagsspieler.

Wir Nationalsozialisten", sagte Pg. Matter, gehen ohne Rücksicht unseren als richtig erkannten Weg und arbeiten dem Ziele entgegen, daß jeder ehrlich Schaffende seine Existenz behält.

Der Arbeiter muh wieder Brot haben, dann wird auch der Besuch in den Lichtspieltheatern wieder besser werden.

Sorgen mir dafür, daß die Bestrebungen der Re­gierung nicht gehindert und sabotiert werden. Weg mit Zersplitterung und öder Besserwisserei! Es geht darum, alle ziel- und standesbewußten Film- Schaffenden aus organischem Wege in den gesun­den Wirtschaftsprozeß einzugliedern. Arbeiten wir immer so, daß niemals der Eigennutz den Gemein­nutz verletzt. In diesem Sinne, unserem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler ein dreifachesSieg- Heil!". ....

Die Vertrauensmänner des Landesverbandes teil­ten sich bann mit der Bezirks-Spio-Kornmission für Hessen und Hessen-Nassau die Arbeit. Sie war keine leichte. Bei der Festlegung der Mindest- Eintrittspreise wurde nach den Richtlinien des Reichsverbandes verfahren. Die Regelung für ganz Hessen und Hessen-Nassau tritt am 15. Septem­ber 1933 in Kraft.

langen.

Diese Meisterschaften können auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon 1891 gab es die erste Meisterschaft von Deutschland, deren Aus­tragungsort Berlin war. 3n Ermangelung ein­heitlicher Wettkampfbestimmungen wurde nach englischen Maßen gelaufen, was zum Teil auf den Einfluß der in Berlin ansässigen englischen Sportsleute zurückzuführen war. Oder besser ge­sagt die Engländer handelten aus Nationalge- fühl, indem sie versuchten, britische Methoden auf deutschem Boden einzuführen.

So wurde an Stelle der heute üblichen 100- Meter-Strecke nur über 100 Hards gelaufen, und zwar auf der alten halenseer Radrennbahn.

Man benutzte hierbei nicht einmal den mit Gras bewachsenen Innenraum, sondern die rauhe Fläche des Zementstreifens. Sieger der ersten Meisterschaft wurde der Engländer Hyman in 10,6 Sekunden.

Auch im folgenden Jahre waren die deutschen Leichtathletikmeister britische Untertanen, bis bann 1893 Fritz Hofmann von ber Berliner Turn- gemeinbe auftauchte, ber bemEnglänberrummel" ein Enbe machte. Aber noch immer war ber eng­lische Einfluß in ber Deutschen Leichtathletik im all­gemeinen unb in ber Berliner Leichtathletik im besonderen unverkennbar.

Nachbem 1895 noch einmal bie englische Auf- fassung gesiegt hatte es mürbe noch einmal nach Parbs unb Meilen gelaufen kam 1896 ber Um­schwung. Zum ersten Male enthielt bas Programm bie 100-Meter-Strecke, auf bie Kurt Doerry Be­schlag legte. Merkwürbigerweise ftanben auch ba- mals Teilnehmer auf bem Programm, bie nicht ein­mal beutsche Staatsbürger waren. Der Zweite ber 100-Meter-Meifterschaft war (falber, ein geborener Schotte.

In ber Meisterschaftsliste unserer Leichtathletik- Jahrbücher würben jeboch alle bie bisher namhaft

Offiziell rechnen baher bie Meisterschaften feit dem Jahre 1898.

Bei dieser Neuorientierung hat übrigens nicht Berlin, sondern Hamburg ben Anfang gemacht.

Diese ersten DSB.-Meisterschasten hatten jeboch einen großen Fehler. Es fehlte ihnen bie einheitliche Linie, benn sie waren auf mehrere Stäbte zerstreut. Mit ben heutigen Augen mutet es komisch an, wenn gesagt wirb, baß bie 100-Meter-Meisterschaft an einem Sonntag in Berlin, bie 200-Meter-Meister- schast am folgenben Sonntag in Hamburg ausge­tragen würbe. In dieser Zersplitterung lag ein großer Unfug, ber erst im Jahre 1906 beseitigt mürbe. Zum ersten Male fiepte ber Einheitsgebanke.

Das Verbienst, biese Einigung herbeigeführt zu haben, gebührt Hannover. Nach 15jähriger System- losigkeit mürben bie Meisterschaften zum ersten Male an einem Tage unb an ein unb bemfelben Ort aus­getragen.

Hannover mar also ber Wenbepunkt. Unb auf Hannover folgten in ben Jahren 1909 unb 1910 bie glanzvollen Meisterschaften im Frankfurter Pal­mengarten. Durch Vermehrung der Konkurrenzen hatten die Meisterschaften inzmischen einen geroiffen Umfang bekommen. Mit Frankfurt a. M. sind auch die Erinnerungen an die Glanztage von Hanns Braun, Richard Rau, Pasemann, Berti W e i n st e i n unb Welz verknüpft.

Merkwürbigerweise hot Hanns Braun auch in seinen besten Tagen so seltsam es klingt nie bie Deutsche 800 - Meter - Meisterschaft ge­wonnen

Unser schnellster Sprinter mar bamals Richarb Rau, ber bie Gabe besaß, sich burch gutessportsmanship" bie Herzen ber Zuschauer zu erobern. In Frankfurt wagte man sich auch zum ersten Maie an eine lange Bahnstrecke heran, inbem man eine Meisterschaft über eine beutsche Meile ausschrieb, die von dem

Nürnberger Stoiber gewonnen mürbe, ber ba­mals ben Charlottenburger Heinzenburg schlug. Beibe finb nicht mehr am Leben. .

Die letzten Meisterschaften vor bem Kriege mür­ben in Breslau ausgetragen. Ueberraschenbermeise mürbe Richarb Rau von bem sübbeutschen Meister­läufer Ermin Kern geschlagen. Neben Kern mar auch ber im Kriege gefallene Mickler zweimal sieg-

Nach bem Kriege oeränberten bie Meisterschaften abermals ihr Gesicht. Zum ersten Male hörte man von Stabionanlagen, bann hatte man bie Konkur­renzen berart vermehrt, baß man mit einem Kampf­tage nicht mehr auskam. Rau, obmohl auch in ben ersten Nachkriegsjahren noch sehr gut, mußte jetzt

Die Krone an ben neuen westdeutschen Stern Hauben abgeben, der eine neue Aera einleitete. Hauben ist eine Reihe ganz großer Rennen gelaufen. Aber auf die Dauer gibt es keine Unbesiegbarkeit und so haben zuweilen Corts und Körnig seinen Triumphzug durchbrochen. Corts hat sich inzwischen vom Sport zurückgezogen. Körnig, der sich nach einer Pe­riode des Niederganges wieder in auffteigenber Richtung bewegt, ist noch ba.

Aber der zur Zeit schnellste beutsche Läufer heißt 3 o n a t f)

unb ba biefer, ebenso wie Hauben, aus Westbeutsch- (anb stammt, hat ber Krefelber, ber heute mit ber Startpistole hantiert, einen roürbigen Nachfolger gefunben. Soweit bie Sprintstrecken in Frage kom­men, bürsten biese am fommenben Samstag unb Sonntag im Zeichen von Ionath stehen.

Gnadengesuch für Büchler.

WSN. Darrnstabt, 9. Aug. Der Verteidiger bes vorn Sonbergericht wegen Totschlags zum Tobe verurteilten L. Büchler hat bem Reichsstatthalter ein Gnabengesuch oorgelegt. Das letzte Tobesurteil würbe in Hessen in Butzbach 1922, unb zwar mit dem Fallbeil vollstreckt.

Einer ber Hilfsgelbscheine, bie jetzt in ben Konzen­trationslagern eingeführt werden, um den Häftlingen die Möglichkeit zu geben, sich die kleinen Dinge des täglichen Bedarfs im Lager zu beschaffen.

Lagergeld für die Konzeniraiionshästlinge.

Wirtschaft

Frankfurter Schlachtvichinarkt.

Gewinnauszug

Ohne Gewähr

8. August 1933

1. Ziehungstag

2270 19915 21948

188 Gewinne ju 500 M.

Frankfurt schwächer.

Sn bet heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne

über 400 M. gezogen

76627

147160

18528

138141

225476

193244

1710 10349 26882 34432

349822 358517

7645 21607 63148 53930

96 Gewinne ro 1000 M.

67378 80360 83826 89022 92184 94461 96123 115376

192 Gewinne ,u 500 M. 7552 13176 15629 23584

Im Gewinnrabe verblieben:

Sonnenqebraunte Haut

172564

214259

241697

327550

381507

119065 179840 246030 285623 335043 355362

47900

371237

229040

292129

178303

387550

87886 146104

174011 248003 281305

341751 383217

93426

120859 162856

177762 212389 237206 263947

281235 306532

342324 374989

390128

113194 124615

135271 157310

188587

226240 240873

279900

296343 327985 369129 387238

102066

153171

185268

260369

287148

358095

383469

95742 126678

155915

181464 214648

237452 263955

284701

307247

345234

380406 396843

190708

215221

249366

345079

119835

194591

249710

285867

339139

357755

113267 126059 138837 163211 190673 226455 245048 281354 296357 331447 371178 387501

107444 127616 164733 192719 215028 246911 268188 295595 313390 347774 384771 398025

111163

157220

203548

262571

298436

368137

194422

219730

262601

348888

120044 200467 251833 291789 341009 360783

114875

126794

145348

165640

199027

230144

254892

284577

300053

338037

379771

387636

112246

144795

169348

195369

219702

248529

270941

297114

315478 349178

385314

121317

158669

211247

266032

310654

369357

226712

281780

145216

203646

266995

306963

343331

368342

116580

126939

154867

168670

205534

235052

255533

286022

305330

347453

382010

394890

114446 148084

170800 197418

227150 257083

277369 297458 322944

350219

386047

137326

372554

147276

236653

270648

313196

354353

384801

123481

129156

155231

183679

209242

237262

256745

291504

312639

352537

385809

397365

85198 142588 168930 230769 275597 319034 379855

24267

44575

66121

91812

116261

152475

175423

205359

235490

260650

278831

300731

342230

370132

389341

162551

208095

233487

323370

377066

154813

244507

273228

334375

354638

398388

57206 87295

112107

124341

133996 156642 186995

224877 240619 262839 293525

317717 354844

386057

31668 32536 39252 45492 45669 64394

67922 62168 69088 72054 81931 82141

90165 91520 94936 104316 104492 105744

24679 25706 30621 31392 33771 41463

46063 52643 53580 64158 60789 61367

67922 74787 79029 84505 86888 88283

2 Prämien zu je 3000, 2 Ge-

384036

112 Gewinn« »u 1000 M. 7702 7816 10779 24601 26520 28423 33993 42037 50577 63848 66638 59398 71133 78179 79987 80716 83069 ----- ------ ----- ------ 141011 160327 225978 273684 312674 376797

den.

* Wiederinbetriebnahme derHütte

56070 66665 75730 90917 128378 143779 ------ ------ ------ 195830 197033

5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotterie

Sn der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 Gewinn« zu 10000 M. 12098

6 Gewinne zu 6000 M. 214443 285224 348228

14 Gewinne ,u 3000 M. 28519 28994 100360

153983 172553 260673 370097

36 Gewinne xu 2000 M. 17597 24313 25487 55880 65471 68475 92163 104877 112990 114021 166807 181952 232525 300835 305031 335168 358409

Nachdruck, verboten

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gesotten, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

8 Gewinne >u 10000 M. 180814

lO Gewinne zu 5000 M.

242755 366395

18 Gewinne zu 3000 M.

206233 243669 325836

72 Gewinn« zu 2000 M.

50000, 30 zu ie 25000, 190 zu je 10000, 484 zu je 5000, 968 zu je 8000, 2-92 zu je 2000, 5792 zu je 1000, 9618 zu je 500, 28832 zu je 400 M.

je 500000 unb 100 Prämien zu .

winne zu je 50000J, 2 zu je 300000, 2 zu je 200030, 4 zu je 106000, 6 zu je 75000, 12 zu je

schleppend, ausverkauft; Schafe langsam, geräumt; Schweine schleppend, ausverkauft.

jahresertrag) einen Ueberschuß von 5 981868 Mill. Mark (5 950 859) woraus roieber 7 Prozent Divi- benbe ausgeschüttet, 150 000 Mark (125 000) bem Pensionsfonbs zugeführt unb 369 435 vorgetragen werben sollen. Infolge ber schwierigen Wirtschafts­lage stagnierte ber Gasabsatz unb ber Elektrizitäts­absatz erfuhr eine weitere Verschlechterung.

* Neuaufschluß von Gruben irn St e- g e r l a n d. Die Bemühungen im Siegerland, neue Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, werden mit Eifer fortgesetzt. So sind in letzter Zeit 100 Mann eingestellt worden, die auf den Gru­ben Eupel und Georg (Bürgermeisterei Wissen und Flammersfeld) umfangreiche Crneuerungsar- beiten vornehmen, um den Aufschluß unter Tage zu ermöglichen. Im übrigen sind Aufträge im Nahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms für

Frankfurt a. M., 10. Aug. Auftrieb: 140 Binder. 1351 Kälber, 105 Schafe, 891 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 31 bis 36 Mk.. mittlere Mast- und Saugkälber 28 bis 32, geringere Saugkälber 24 bis 27, geringe Saugkälber 18 bis 23. Schafe: beste Schafe 24 bis 27. mittlere Schafe 20 bis 23. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 39 bis 42. von etwa 160 bis 200 Pfund 40 bis 42,50, flei­schige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 38 bis 42 Mk. Marktverlauf: Kälber

die Kruppschen Gruben im Siegerland in Höhe von etwa einer Million vorgesehen. Die Förder­wagenbestände der Gruben sollen vollständig er­neuert. die Röstanlagen erheblich verbessert bzw. erweitert und zwei große elektrische Fördermaschi­nen und neue Aufbereitungsanlagen gebaut wer-

Ruhrort-Meiderich. In einer Bespre­chung des Reichswirtschaftsministers mit dem Vorstand der Vereinigten Stahlwerke AG. wurde erklärt, daß die von den Beteiligten dringend ge­wünschte Wiederinbetriebnahme ber Hütte Ruhr- ort-Meiderich nur erfolgen kann, wenn aus dem Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung er­hebliche Eisenmengen in Auftrag gegeben werden können. Im gegenwärtigen Augenblick liegt dies Programm in seinen Einzelheiten noch nicht ge­nügend fest. Da die Instandsetzungsarbeiten für die Hütte Ruhrort-Weiderich aber eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen werden, ist man dahin übereingekommen, daß dieselben, anfangend bei den Walzenstratzen, baldigst in Angriff ge­nommen werden, damit sie fertig dastehen und jederzeit in Betrieb genommen werden können. Mit diesen Arbeiten wird über den Winter ein Teil der Belegschaft Beschäftigung finden.

* Deutsche Continental - Gas - Ge­sellschaft, Dessau. Die Deutsche Continental- Gas-Gesellschaft, Dessau, erzielte im Geschäftsjahr 1932 nach Abschreibungen in Höhe von 4,39 Mill. Mark (i. V. Erneuerungen unb Abschreibungen 1,50 Millionen Mark) unb nach Entnahme von 2,72 Millionen Mark aus ber Krisenrücklage unter Ein­rechnung von 363 426 Mark (76 973 Mark Bor-

Frankfurt a. M., 10. Aug. (WTD. Draht­meldung.) Entgegen den Erwartungen, die man in Verbindung mit dem weiteren Rückgang der Ar­beitslosenziffern und dem festen Schluß der gestri- gen Reuyorker Börse für eine günstige Gestaltung des Mittagsverkehrs hegte, traten heute mittag meist Abschwächungen von 0,5 bis 1 Proz. ein. ' Allgemein wurde die rückläufige Tendenz auf die Schwäche des Schiffahrtsmarktes zurückgeführt, an dem Hapag mit 12,5 Proz. um 0.75 Proz., d. h. etwa 6 Proz. ihres Kurswertes niedriger eröff­neten. Es sollen hier Exekutionen vorgenommen worden sein, nach anderer Lesart hätten die Rus­sen im Antwerpener Hafen Konzessionen erhalten, die eine Konkurrenz für die deutsche Schiffahrt bedeuten könnten. Von Montanaktien verloren Harpener 2, Stahlverein und Phönix je 1 Proz., dagegen lagen Mannesmann 0,25 Proz. höher und Ilse Genuß behauptet. Chemiewerte waren un­einheitlich, Farben 0,38 Proz. gedrückt und nach dem ersten Kurs weitere 0,25 Proz. nachgebend. Metallgesellschaft 0,5 und Scheideanstalt 0,13 Pro­zent über gestern. Der Elektromarkt zeigte AEG. 0,25 Proz. niedriger, während Siemens 0,38 Pro­zent gewannen. Don sonstigen Werten konnten sich Südd. Zucker um 1 und Reichsbank um 0.5 Prozent verbessern, wogegen sich Zellstoff Wald­hof, Aku, Daimler je etwa 0,25 Prozent ab» ^Im^V^e rlaufe bröckelten die Kurse meist weiter ab. Ilse Genuß gaben 2,75 Prozent, Klöck- ner und Rheinstahl bis 0,75 Prozent nach. Auch Norddeutscher Lloyd lagen 0,50 Prozent, schwächer.

Der Rentenmarkt paßte sich der Ten­denz an den Aktienmärkten, wenn auch in geringe­rem Ausmaß, an. Von Deutschen Anleihen waren Altbesih 0,13 Prozent, Neubesitz zirka 10 Pf. niedriger. Späte Reichsschuldbuchforderungen ver­loren im Verlaufe zirka 0,75 Prozent. Auch Stahl­vereinbonds neigten mit minus 0,50 Prozent zur Schwäche. Am Pfandbriefmarkt war das Ge­schäft ebenso wie an den anderen Marktgebie­ten nur klein. Goldpfandbriefe lagen widerstands­fähig. Liquida tionspfandbriefe tendierten eher etwas nach oben, während Kommunalobligationen etwas schwächer lagen. Die Situation am Markte der Staats» und Stadtanleihen war bei unver­ändert geringen Umsätzen etwa die gleiche wie an den Vortagen. Von Auslandsrenten lagen Schweizerische Bundesbahnanleihen wieder an- geboten und niedriger.

Wy^/Föhr

Königs berg

Danzig

Münster ©-

100 150 200 250 Km

Düsseldorf

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