Aus der Provinzialhauptstadt / 2022 Studierende in Gießen.
zum
Schweres Schadenfeuer im Kreise Wetzlar.
Asche legte. Es konnte fast nichts gerettet werden: im Gegenteil hatten mehrere Feuerwehren angestrengte Arbeit zu leisten, um eine Katastrophe größeren Ausmaßes zu verhüten.
Marburger Festspiele verlängert.
Privatleute zu zahlen.
Wie die Sänfte das typische Verkehrsmittel des 17. Jahrhundert war, so wurde der Fiaker das „Taxi" des „Jahrhunderts der Aufklärung". Denis Diderot, einer der glänzendsten Schriftsteller jener fruchtbaren Zeit, erzählt in feiner (1805 von Goethe übersetzten) Satire „Rameaus Neffe" von seinem Helden: „Wenn er keine sechs Sous in der Tasche hat, was ihm häufig passiert, so borgt er sich entweder von seinen Freunden das Geld für einen Fiaker, oder er läßt sich von einem Kutscher mitnehmen, der ihm neben seinen Pferden ein Bett auf dem Stroh gibt. Wenn er am nächsten Morgen ausgeht, hat er noch einen Teil seiner Matratze in seinen Haaren." — Erwähnen wir, daß noch heute die Mietdroschken in Wien den Namen Fiaker tragen.
Als sich bald eine neue Zeit meldete, wechselte auch der Typ des Großstadtfahrzeuges wieder. Um 1770 kam in Paris ein zweirädriger Wagen auf, das C a b r i o l e t, von dem man 1813 schon 1150 Exem-
**HessischeSchulpersonalie. Der Handelsstudienrat Adolf Staudt an der kaufmännischen Abteilung der Berufsschule zu Worms wurde mit Wirkung vom 1. 3uni 1933 zum Handelsstudiendirektor der kaufmännischen Abteilung der Berufsschule daselbst ernannt.
"KonzcrtinderMedizinischenKli- n i k. Eine große Freude bereitete der Mädchen
Wetzlar, 9. Juli. WSN. In der Nacht . Freitag brach in dem Kreisort Reiskirchen ein großes Schadenfeuer aus, das die Scheune und das Wohnhaus des Landwirts H e l l h u n d in
Sänfte, Kiaker, Eab und Droschke
Ein Kapitel aus der Geschichte des Straßenverkehrs.
Von Hans Altmann.
Die Arbeilsmarltlage in Hessen und Hessen-Ma»
Entlastung der Arbeitsämter im Juni um fast 8000.
Das im Jahre 1917 erbaute Schiff dürfte unter allen heute im Dienst besindlichen Frachtseglern das modernste sein .es hat die Strecke Australicn-England in 106 Tagen zurückgelegt.
Oer Bär im Kontor.
In Kopenhagen hielt sich kürzlich der ZirkuS Schumann auf. Aus dem Zirkus war eine Tanzbärin ausgebrochen, die sich zur Eroberung Kopenhagens auf den Weg machte. Glücklicherweise trug das Tier einen Maulkorb. Es kam in ein Dürohaus und kletterte dort die Treppen empor. 3m zweiten Stock begegnete die Bärin einem Boten, dem sie kurzerhand einen Schlag mit der Pranke versetzte. Dann begab sich die Bärin in das Büro de- im gleichen Stockwerk gelegenen Hausfrauenvereins. Hier erregte ihr plötzliches Erscheinen einen ungeheuren Tumult. Das weibliche Personal flüchtete auf Tische und Bänke. Die Bärin kümmerte sich jedoch nicht um die Menschen, sondern lief an ein offenes Fenster, um sich von hier aus Kopenhagen anzusehen und besonders die Menschenmenge, die auf der Straße stand und auf das Bürohaus starrte, in dessen einem Fenster gemütlich eine Bärin lehnte. Einem Wärter gelang es schließlich, das Tier wieder an die Kette zu legen und zum Zirkus zurückzu- bringen.
Ein Straußen Magen.
Ein Mann, der in St. Gallen unter der Anklage des Diebstahls verhaftet war, wurde krank und in das Ortskrankenhaus gebracht, um ihn einer Operation zu unterziehen. Die Aerzte sanden in seinem Magen zwei zerbrochene vilberlöffel, fünf Eisenstücke von 5 cm Länge, zwei Fensterriegel, eine Sicherheitsnadel, eine 3 cm lange Schraube und zwei Aägel. Die Aöntgen-Photographie zeigte noch verschiedene andere Metallgegenstände im Magen. Die Aerzte konnten es sich nicht erklären, wie eS dieser menschliche Strauß fertig gebracht hat, die Fensterriegel zu verschlucken, die etwa 10 cm lang und ü&er 3 cm breit sind. Aehnliches Erstaunen rief erst kürzlich ein Fall in London hervor, bei dem ein Mann 497 Gegenstände im Gewicht von 37, Pfund verschlungen hatte.
Von der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt:
Die Zahl der Studierenden im Sommersemesier 1933 beträgt 1992, darunter befinden sich 135 Studentinnen, hinzu kommen 1 Hospitant und 79 Gasthörer und -Hörerinnen, so daß die Gesamtzahl 2072 beträgt.
Die Zahl der Studierenden verteilt sich auf die einzelnen Studienfächer wie folgt (in Klammern die Anzahl der Studentinnen): Theologie 238 (2), Rechtswissenschaft 291 (2), Medizin 497 (49), Veterinärmedizin 234 (2), Mathematik 92 (5), Naturwissenschaften 104 (9), Chemie 54 (1), Pharmazie 1 (1), Forstwissenschaft 31, Landwirtschaft 52 (1), Philologie 310 (59), Staatswiffenjchaften 88 (4).
Personalveränderungen in der hessischen Justiz.
Durch den Herrn Aeichsstatthalter wurde auf Vorschlag der Hessischen Regierung der Arnlsg.- richtsdirektor beim Amtsgericht Gießen, 3akob Keller auf Grund des Paragraphen 5 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Be.ufsbeamten- tums vom 7. April 1933 zum Landger:chtsrat der Provinz Oberhessen und zugleich zu n Amtsrichter beim Amtsgericht Gießen, und ebenso der Anfts- gerichtsdirettor beim Amtsgericht Da mstadt, Dr. Georg Schm uttermaier, mit Wirkung vorn 1. Oktober 1933 zum Amtsgerichtsrat bei diesem Gericht ernannt.
Am 26. 3uni 1933 wurde der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Mainz, 3osef Rau, auf Rachsuchen unter Anerkenruag seiner dem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste und des im nationalen 3ntereffe bekundeten Os.f rsinns mit dem gesetzlichen Ruhegehalt mit Wirkung vom 1. 3anuar 1934 in den Ruhestand versetzt.
Versende kein Geld in gewöhnlichen oder eingeschriebenen Briefen.
Die OberpostdirektionDarmstadt teilt mit:
3mmer wieder läßt sich das Publikum dazu verleiten, bares Geld oder Wertsachen in gewöhnlichen oder eingeschriebenen Briefen zu versenden. Es bietet hierdurch ungetreuen Elementen innerhalb und außerhalb der Postbeamtenschaft Anreiz und Gelegenheit, sich auf eine verhältnismäßig bequeme und leichte Weife Geld zu verschaffen. Den Schaden trägt in der Regel der Absender; denn wird der Geldinhalt der Briese entwendet, so erhält er bei gewöhnlichen Briefen überhaupt keinen und bei eingeschriebenen Briefen nur dann Ersatz, wenn der ganze Brief, also der Brief mitsamt dem Geldinhalt, in Verlust geraten ist. Wird der Einschreibbrief dagegen nur seines Wertinhalts beraubt, so zahlt die Deutsche Reichspost nach den Bestimmungen des Postgesetzes keinen Ersah. Darum versende kein Geld in gewöhnlichen oder eingeschriebenen Briefen! Die einzig richtige Art, Geld zu verschicken, ist die Postanweisung, Zahlkarte oder der Geldbrief.
Taten für Montag den 10. Inti.
1509: gestorben der schweizerische Reformator 3ohannes Calvin in Royon, gestorben 1564; — 1564: gestorben Wilhelm l., der Schweiger, Prinz von Oranien, in Delft ermordet, geboren 1533; — 1824: geboren der Staatsmann Rudolf von Benningsen in Lüneburg, gestorben 1902; — 1916: das deutsche Handelsunterseeboot „Deutschland" landet in Baltimore; — 1930: gestorben der General und Militärschriftsteller Friedrich v. Dern- hardi in Kunnersdorf in Schlesien, geboren 1849.
Frankfurt a. M., 8. Juli. (WSN.) Bei den Arbeitsämtern ging die Zahl der verfügbaren Ar- beitsuchrnden in der zweiten Iumhalfte um rund 4000 oder 1,3 w. H. des Standes von Mitte Juni zurück Insgesamt ergibt sich für den Monat Juni damit eine Entlastung der Arbeitsämter um fast 8000, da die Entlastung in der ersten Junihälfte etwa in gleicher Höhe lag.
Der Anteil der Männer an dem Abgang der Arbeitsuchenden war wieder erheblich stärker als bei den Frauen.
Insgesamt wurden Ende Juni 291649 Arbeitsuchende gezählt, davon waren 242 649 Männer und 49 000 Frauen. Gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres liegt die Zahl der Arbeitsuchenden Ende Juni d. I. nunmehr bei wesentlich verringerter Fluktuation um rund 29 000 niedriger. Die Entwicklung in den einzelnen Arbeitsarntsbe- zirken war nicht ganz einheitlich. In 6 von den 18 Bezirken ergab sich eine Zunahme der Zahl der Arbeitsuchenden. Die Zahl der Arbeitslosen ging um über 2000 zurück. Es wurden Ende Juni 279 995 Arbeitslose gezählt.
Wie sich aus der Entwicklung der Zahl der Beschäftigten nach der Krankenkassenmitgliederstatistik ergibt, ist die Entlastung des Arbeitsmarktes an sich höher als dies in den Zahlen der Arbeitsämter zum Ausdruck kommt.
3n den Monaten März, April und Mai ergab sich eine Gesamlzunahme der Zahl der Beschäf. tigten im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen um über 100 000,
während die Abnahme bei den Arbeitsämtern in der gleichen Zeit nur über 39 000 betrug. Ergibt sich hieraus auch eine Abnahme der sogenannten unsichtbaren Arbeitslosigkeit, so ist zu berücksichtigen, daß in den letzten Monaten eine verstärkte Inanspruchnahme der Arbeitsämter von Personen eingesetzt hat, die zuvor ihre Meldung bei den Arbeitsämtern nicht aufrecht erhalten haben. Daher kommt die tatsächliche Besserung auf dem Arbeitsmarkt in den Zahlen der Arbeitsämter nicht voll zum Ausdruck.
Die Verbesserung der Arbeitsmarktlage ergibt sich aber nicht nur aus der Zahl der zusätzlich Beschäftigten, sondexn auch aus der
Abnahme der Kurzarbeit.
abgekürzt „Cab" nannte. In seiner primitivsten Form sah der Kutscher vorn auf einem hohen Bock, und eine tief herabgezogene Schute nahm dem Insassen den letzten Rest von Aussicht. Erst im Jahre 1833 ließ sich der Baumeister Joseph Aloysius H a n s o m aus Birmingham sein „Patent-Sicherheitscab" patentieren, das zum klassischen Fahrzeug des 19. Jahrhunderts in England werden sollte.
Wie sah solch ein Hansom Cab aus? Ursprünglich trug die Placierung des Kutschers auf die rechte Wagenseite der Sicherheit dieses Fahrzeuges erheblich mehr Rechnung als zuvor. (Erinnern wir uns, daß sowohl Napoleon als auch der Musiker Mendelssohn bei einer Fahrt im alten Cabrio- let-Typus Unfälle erlitten.) Bald aber baute man die Wagen so um, daß der „Cabbie" nun seinen Bock hinten hatte, was dem Fahrzeug nicht nur ein abenteuerliches Aussehen verlieh, sondern auch eine Fahrt in ihm zu einem gelinden Wagnis machte. So kommt es, daß wir dem Hansom Cab aus dem romantischsten Fahrzeug der Aera der Gasbeleuchtung häufig in der zeitgenössischen Literatur begegnen. In den achtziger Jahren hatte Fergus Humes Detektivroman „Das Geheimnis des Hansom Cabs" allerhöchste Auflagenziffern. Oskar Wilde, bekannt als exzentrischer Liebhaber dieser Wagen, läßt in seinem Roman „Das Bildnis des Dorian Gray" seine Helden dieses Fahrzeug häufig benutzen. Eine Zeitlang war es fast Ehrensache spleeniger Aristokraten, sich mit ihrem Londoner Cabbie in Streitigkeiten über den Fahrpreis einzulassen, wobei sie oft nicht versäumten, auf die schwindelnden Höhen des Kutschbockes hinaufzuklettern, um dort oben ihre eindringlichen Argumente anzubringen. Der amerikanische Autor Stephan Crone sagt mit Bezug auf die Honsoms, daß, wenn sie ihren schaukelnden Gang begännen, der Insasse sich „wie in der Mündung einer Kanone fühlte und überdies teures Geld dafür bezahlt" habe, daß er „als Wurfgeschoß" dienen dürfe. — Es versteht sich von selbst, daß das Auto diesen schönen Fahrzeugen so weit den Garaus gemacht hat, daß ein Cab heute in London zu den allergrößten Seltenheiten gehört.
Und die gute alte deutsche Pferde-„D roschte"? Sie kam vom Osten zu uns, und der Osten hafte sie seinerseits vom Westen bezogen. Um 1700 nämlich wurden nach Pariser Vorbild in St. Petersburg einige Fiaker eingeführt, die, unter Berücksichtigung des russischen Klimas etwas abweichend gebaut, den Namen „Troschke" erhielten. Rußlandrcisende berichteten unseren Urgroßvätern von diesen wundervollen Wagen —und 1738 beschritt die erste deutsche „Droschke" schüchtern ihren Lebensweg auf dem Berliner Pflaster. Zuerst war lange Zeit das Mißtrauen gegen diese „neumodische Einrichtung" groß — nicht nur wegen ihrer Neuheit, sondern auch wegen der geforderten hohen Mietsummen. Mehr als 150 Jahre bevorzugten die Berliner ihre „Kremser", größere offene Wagen mit Bänken an jeder Front, die noch dem Modell der französischen „Charaboncs" gebaut, Platz für mindestens eine kinderreiche Familie bot. Erst die 1892 in Hamburg eingeführten „T a x a m e t e r", Droschken, in denen man den Fahrpreis an einer sichtbar angebrachten Uhr ablesen konnte, fanden auch in Berlin Freunde und Fahrgäste.
Aber — wird man einwenden — auch die häufigere Benutzung der Fiaker, Cabs und Droschken setzt verhältnismäßigen Wohlstand voraus. Gab es denn nicht ein in größerem Maßstab gehaltenes Fahrzeug, das „für alle" zugeschnitten und berechnet war? „Für alle" heißt auf Lateinisch „Omnibus" — und das ist die Antwort auf diese Frage. Der erste Omnibus der Weltgeschichte (obwohl er natürlich ein Kind der weitaus älteren Post- kutsche mar) fuhr am 18. März 1662 durch Paris. Zwei Pferde zogen ihn, er bot für einen Fahrpreis von 5 Sous Sitzplatz für 22 Personen und verkehrte stündlich. Allerdings verbot ein Gesetz vom Mai gleichen Jahres „Soldaten, Pagen, Lakaien und Handarbeitern dieses Gefährt zur größeren Bequemlichkeit und Freiheit verdienter Bürger" zu besteigen. 1829 führte Herr Shi11 ibeer einen dreipferdigen Omnibus in London ein, der 1849 auch Sitzplätze auf dem Verdeck erhielt. Berliner Omnibusse schließlich waren rechte Kinder der Biedermeierzeit — 1837 lief der erste „öffentliche Kremser", 1865 die erste „Pferdebahn" in Schienen. Van beiden weiß der bekannte Berliner Bie- dermeierkomiker Adolf Glasbrenner manche ergötzliche Geschichte zu erzählen..«
plare zählen konnte. Seinen Namen bezog es von „Cabriole", „Purzelbaum", was wenig für feine Sicherheit zu sprechen schien. Trotzdem bürgerte es sich um 1820 auch in England ein, wo man es, wegen Der Antipathie Der Engländer gegen lange Worte,
Es werden von der Reichsanstalt nur die Kurz- WER. Marburg. 8.3uli. Die eingetretene arbeitet- mit 3, 4 und 5 Ausfalltagen erfaßt. Ende Besserung der Witterung hat sich auch auf den Mai betrug ihre Gesamtzahl im Landesarbeitsamts- I Besuch der Marburger Festspiele günstig aus- bezirk Hessen 4390 gegenüber 8882 Ende Mai 1932. gewirkt. Hm noch möglichst vielen Menschen Seit Ende Januar d.J. (10 250) ist die Zahl der den Besuch der Festspiele zu ermöglichen hat Kurzarbeiter um rund 6000 zurückgegangen. sich die Leitung der Festspiele veranlaßt gesehen.
Die berufliche Gliederung der Arbeitsuchenden zeigt die Spielzeit zu verlängern.
nunmehr deutlich stärkere konjunkturelle Entwick- tUfeor *? R Millionen EinVvßner lungstendenzen. Nachdem in Den ersten Monaten der UCDCr . cr '
diesjährigen Frühjahrsentlastung die Abnahme der in HeffSN-^laffaU.
Arbeitsuchenden sich hauptsächlich aus den Saison- ^LSR F r a n k f u r t a. M., 7. Juli. Rach dem aufcenberufen ergab, zeigt s'-h besonders m -Den Ergebnis der Volkszählung vom
letzten l^Monaten em wesentlich stärkerer Abgang 16 r*unf b 3. Rat die Provinz Hessen-Rassau bei den konjunkturell beeinflußten Berufen. 2^77988 Einwohner gegenüber 2 487 137
In der zweiten Junihälfte war die Entlastung Einwohner im 3ahre 1925. Die Zunahme beträgt besonders stark in der Eisen- und Metallerzeugung demnach mehr als 90 000.
und -Verarbeitung, im Holz- und Schnitzstoffgewerbe
und im Baugewerbe. Eine Entlastung ergab sich I Buntes Auenei.
ferner in den Gruppen Papiererzeugung und -ver- -
arbeitung, Ledererzeugung und -Verarbeitung, im Düs ^BlaUL BüNd" 9CF Segelschiffe.
B8U5T L gESSSEESlfi
Satfon weiterhin etwas zu. (Australien-England) wird durchweg von Fracht-
Die Zahl der Hauptunterstutzungsempsanger in . n fabten hie in Australien Weizen geladen der Arbeitslofenversicherung ist vdn Mitte zu Ende .»ben unb bk)en na$ England bringen. Die Schiffe Juni um 843 zuruckgegangen, m der Krisenfursorge * keineswegs alle zur gleicher Zeit ab, sondern hat sie um 23 jugenommen, so daß sich »n brüten ! ben Frachtverhällniflen in Zwischenräumen Unterstützungsemrichtungen zusammen em Abgang Dft ^hreren Wochen. Sieger bleibt das Schiff, oon 820 ergibt. Es wurden Ende 2uni m der Ar- ÖQß Strecke in der kürzesten Zeit zurückleqt. beitslosenversicherung 20 758, in der Krisenfursorge biekm Jahr: war es die 5000 Tonnen große 67 841, in beiden Unterstützungsemrichtungen zu- Aamburger Diermasterbark »Priwald", die jetzt un- fammen 88 599 Hauptunterstutzungsempsanger ge= ter gr0^ct Anteilnahme der Bevölkerung in Harn- zählt. bürg eingeschleppt wurde, nachdem sie bereits bei
Die Zahl der zur Zeil beschäsliglen Landhelfer ihrer Qlnlunft in dem Bestimmungshafen Barry betrug Mille Juni 7602 gegenüber 4064 Mille | (England) mit dey üblichen Ehren empfangen wurde.
Mai.
Nach dem vorläufigen Ergebnis beträgt die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen Ende Juni 119 693 gegenüber 124 005 Epde Mai, d. h. sie hat um rund 4 3 0 0 abgenommen, worin insbesondere auch die weitere Auswirkung des Sofortprogramms zum Ausdruck kommt, bei dem im wesentlichen langfristige Arbeitslose, also in der Hauptsache Wohlfahrtserwerbslose, beschäftigt werden.
---- Im 15. Jahrhundert kam in Frankreich — zunächst
-----------------------------------------in der kleinen Stadt Sedan, dann in Paris — die
--- - 1 Mietsänfte auf. Abenteuerlich genug war es, ' sie zu benutzen. Durch eine kleine Vordertür mußte
man sie besteigen. Der Jnnenraum bestand aus einem winzigen Kasten mit einer gepolsterten Bank.
den Patien- Als später hohe Hüte bei Den Herren, hohe Perücken ten* den Angestellten und dem Klinikspersonal der bei Den Damen aufkamen, konstruierte man Sanften, Medizinischen Klinik am Svnntagnachmittag. Die Deren Decken Deckelartig aufklappbar waren. Dieje jugendlichen Sängerinnen trugen unter dem Bei- Form wurde vor dreihundert Jahren (1634) von öir fall der Zuhörer geistliche Chore sowie Heimat- S. D u c 0 m b e , einem reichen Privatmann, auch und Volkslieder vor und ließen den Kranken für in London emgefuhrt. Em Bild Hogarths be- eine Stunde Schmerzen und Sorgen vergessen, weist uns, daß man noch fast hundert Jahre spater Kliniksleitung und Patienten sagten herzlichen an dieser Bauart festhielt. Erne ^Spazierfahrt m solch Dank für die schonen Liedervorträge. einem „Sedan-Chair" war meist eine höchst unge-
** 2 7er Denkmal. Mit Rücksicht auf die Ver- mütliche Angelegenheit. Die Sanfte, vorn und hinten zöqerunq die bei den Vorarbeiten für die Denk- von je einem „Chairman" getragen, schaukelte zum malserridjtung eingetreten ist, hat sich die Denkmals- Erbarmen. Drinnen mußten großgewachsene Leute Vereinigung und der Bund FAR. 27 Oranien ge- ihre Beine zu einem Knäuel Zusammenwickeln Troß ,wungen gesehen, die für September dieses Jahres alle dieser Unbequemlichkeiten blieb die sanfte (Die vorgesehene Enthüllungsfeier, die zugleich als Wie- sich in dieser Form in Deutschland nie recht einge- dersehensfeier aller alten 27er gedacht war, auf däs bürgert hat) der hauptsächliche „Taxameter des Frühjahr 1934 zu verschieben. Auch die Wieder- 17. Jahrhunderts. Kein Wunder allerdings, daß sehensfeiern des Brigaderegiments FAR. 63 und man bald darauf nach einem Ersatz für dieses unter Kriegsforrnativnen RFAR. 21, Res.-FAR. 56, bequeme Ding ausschaute.
FAR. 92, 111, die mit der Denkmalsweihe und der dieser Ersatz tauchte zuerst 1635 in London auf. Hundertjahrfeier verbunden werden sollten, werden cührte man um diese Zeit den „H a ckn e y" ein, auf den gleichen Termin (Mai 1934) verschoben. ein oierMAiges Pferdefuhrwerk. Trotz Protesten des englische), Königs und seines Hofes, die Befchädi-
1 Sihuna des neuen Vorstandes gungen ver Straßen fürchteten und auch wohl das k I Privileg des Pferdew.agens gern für sich reserviert
der Hessischen Äauernrannner. hätten, vermehrten sich Die Hackneys schnell — 1635 WER Darmstadt, 6. Juli. Vor der ersten gab es ganze fünfzig, 1650 bereits dreihundert {oh Sitzung des neugebildeten Vorstandes der Hessi- cher Wagen. In Diesem gleichen Jahre wurden Durch scken Bauernkammer wurden dem Staatskommissar Den Unternehmergeist Des Pariser Pachters Nicolas für die Landwirtschaft Dr. Wagner (M. d. R.) S a u o a g e Die Mietwagen zum allgemeinen mter- durch Generaldirektor Hamann die Beamten, nationalen Kulturgut.
Angestellten und Bediensteten der Hessischen Dau- Dieser biedere Mann nämlich hielt in seinem Haus, ernfammer vorgestellt, an die Staatskommissar Dr. dem Hotel de St. Fiacre in der Rue St. Martin, Wagner die Aufforderung richtete, eingedenk Pferde und Wagen zum Vermieten bereit. Seine der seitherigen fruchtbaren Arbeit in der Land- Gefährte fuhren auf vier Rädern, boten unter einem Wirtschaf tslammer im Dienste des hessischen Bau- na($ allen Seiten offenen Säulenbaldachin — Platz ernstandes mit besonderer Kraft an dem für vier Personen, ihre Benützung kostete pro Per W i e de r a u f b a u d e s D a t e r la nd e s m i t - fa„ unb Stunde fünf Sous (25 Pfennig). Diese zuarbeiten. „F i a c r e 5" erhielten ihren Namen von dem Schutz-
3n der ersten Sitzung des Vorstandes der Dau- ..... ~
ernfammer begrüßte Staatskommissar Dr. Wagner die neubestellten Mitglieder der Kammer, er gedachte mit Anerkennung der Arbeit des seitherigen Kammervorstandes. Der Vorstand der Bauernkammer seht sich nunmehr wie folgt zusammen: Vorsitzender: Staatskommissar Dr. Wag- n e r , stellvertretende Vorsitzende: Landtagsabge- ^ch bezog, ordneter G ö ck e l, Langen, und Landtagsabgeord- schützen. Di neter Seipel, Fauerbach, weitere Mitglieder: jjebtheit er
heiligen des Sauvageschen Hauses, einem Eremiten Fiacrius, der um 670 n. Chr. Geb. als Heiliger gestorben sein soll. (Heute noch wird der 30. August als „Fest des heiligen Fiacrius" in manchen romanischen Ländern gefeiert.) Kleine Bilder dieses Schutzpatrons zierten die Wagenverschläge und sollten sowohl den Kutscher, auf den sich der Name „Fiacre" ursprüng- , als auch die Fahrgäste vor Unfällen Ja sich diese Mietwagen bald großer Be- .......... - -, y- - - , liebtheit erfreuten, vermieteten (1668) einige schlaue Cellarius, Schotten, Dettweiler, Win- Hausbesitzer in Paris ihre Wagenauffahrten und tersheim, Finger, Flomborn, Reinheimer, Remiesen als Fiaker-Haltestellen und konnten sogar Reihen. Als weiteres ordentliches Mitglied wurde damalige Zeiten hohe Preise hierfür nehmen: sie der bisherige Präsident der Landwirtschaftskam» forderten für die erste Stunde 30 Sous, für die mer, Oefonomierat Hensel, Dortelweil, bestellt, zweite 2-5 von jedem Wagen. 1703 wurde eine Nume- der gleichzeitig in Anerkennung seiner großen Ver- nerung der Pariser Fiaker vorgenommen. Erst die bi en ft c am die hessische Landwirtschaft auf Vor- französische Revolution befreite die Kutscher durch schlag des Staatskommissars Dr. Wagner zum ejn Gesetz Der Konstituante vom 24. November 1790 Ehrenpräsidenten der Baaernkam- DOn dem Zwang, Platzgeld auf ihren Haltestellen an mer bestellt wurde. Außerdem wurde ihm die ' - Goldene Medaille der Landwirtfchaftskammer für hervorragende Verdienste um die hessische Landwirtschaft verliehen. Aus den übrigen Verhandlungen ist zu erwähnen, daß an Stelle der aufgehobenen Provinzausschüfse vier Zucht- ämter errichtet werden, deren Leiter die Dienstbezeichnang „Direktor des Tierzuchtamts" verliehen wurde. Den Verhandlungen mit dem Hessischen Staatsministerium wegen llebernahme der staatlichen Einrichtungen wurde zugestimmt, ebenso der llebemahme der Mehrheit der seitherigen im Dienst des Staates tätig gewesenen Beamten und Angestellten. Die von der Bauern- kammer auszuführende Arbeit wird in einzelnen Abteilungen erfolgen. Zu Abteilungsdirektoren wurden neu ernannt die Oberlandwirtschaftsräte Dr. Gör lach (Schulwesen) und Dr. Rupp (Wein-, Obst-, Gemüse- und Gartenbau).


