Wünsche der deutschen Forstwirtschaft
Einstweilen Ruhe in Spanien
halb-
Frie- um die bessere
geworden sind. Rur durch ihre Revision daher Besserung kommen.
sortsetzen.
Der Aufruf ist unterzeichnet vom Präsidenten des Ausschusses Dr. Heinrich Schnee, Gouverneur z. D., und dem geschäftsführenden Präsidenten Dr. phil. h. c. Hans Dräger.
In der heutigen Verhandlung kam es zunächst zu einer Vertagung, da die unterrichteten Kinder selbst erst vom Gericht vernommen werden sollen. Die Angeklagten erklärten, daß die Kinder bei dem bisherigen Verhör eingeschüchtert worden seien und somit unrichtige Angaben gemacht hätten. Zu der neuen Verhandlung werden auch der polnische Kreisschulinspektor und der zuständige deutsche Kon- - • -> in Po-
li n das Ausland belastet. Es kann in seinem engen und durch die Bestimmungen des Versailler Vertrages verkümmerten Raum nicht leben. Es braucht eine Ausweitung dieses Raumes durch A r b e i t s z u w a ch s. Beides kann nur geschaffen werden durch Beseitigung der H e m m n i s s e , wie sie die Friedensdiktate errichtet haben. Heute müssen die ehemaligen Empfänger und Nutznießer der deutschen Tributzahlungen gegen die Abtragung ihrer Schulden die gleichen Gründe anführen, die Deutschland früher vorbrachte.
Berlin, 10. Jan. (CNB.) Der A r b e i t s a u s- schuß deutscher Verbände veröffentlicht einen Aufruf „Zum 10. Januar 193 3", in dem es u. a. heißt:
Wieder jährt sich jetzt schon zum 13. Male d e r Tag, an dem das Versailler Di k t a t in Kraft trat. Endlich ist jetzt durch das Genfer De- zcmberabkommen anerkannt worden, daß Deutschland und den anderen abgerüsteten Staaten die Gleichberechtigung nicht mehr versagt werden kann.
Die neue Konvention, die Teil V des Versailler Diktates ersehen soll, muh Deutschland die gleiche Freiheit des wehrsystems, die gleichen Waffen, die gleiche nationale Sicherheit wie den anderen Völkern geben, wir verlangen die ver- wirklichung der deutschen Gleichberechtigung und unzweideutige Vereinbarungen auf der Grundlage gleicher Rechte und gleicher Pflichten. wir bringen aber auch ebenso deutlich zum Ausdruck, daß die Lösung bald erfolgen muh, dah ein längeres Verschleppen nicht mehr möglich ist und nicht mehr geduldet wird, dah der Bruch der Verpflichtung der anderen zur Abrüstung Deutschland die Handlungsfreiheit wieder gibt.
Deutschland steht im schwersten Kampf um Arbeit und Brot, um das nackte Leben seines Volkes. Es ist auch heute noch in seiner wirtschaftlichen Entwicklung durch übermäßige Zahlungen
war auch bei den Streichern nicht immer klar grnug. An Stelle des espressivo-öpielS wäre eine terrassenarkige Abstufung der Dynamik am Platze gewesen. r B
Den Schluß bildete Beethovens großes 6^Dur-Trio (op. 97), ein stilistischer und geistiger Höhepunkt im Trioschaf, en des Meisters. Cs bindet eine dem Monumentalen zustrebende formale Anlage mit Wärme und PersönlichVeitsnahe des Inhaltlichen. Die klangliche Auflösung des Themas im Andante cantabile fühlt schon in die Zeit der letzten Klaviersonaten vor. Auch hier wäre stellenweise bei der Ausführung des Werkes mehr klangliche Durchsichtigkeit von Vorteil gewesen, insbesondere aber auch genauere Berücr- sichtigung der dynamischen Angaben. Das zweite Thema des Kopfsatzes war zu beschwingt im Tempo; das Scherzo wurde in seinen einzelnen Abschnitten mit persönlicher Bote erfaßt; die Variationen im Andante cantabile gipfelten in machtvoller Steigerung, nur hätte ab und zu das Grundthema noch deutlicher hindurchllingrn können. Die glänzende Durchführung der Presto- Coda im Finale entfesselte starken Beifall.
Dr. n.
Erhaltung dieser Stellung ist nicht nur für Ostpreußen, sondern für Deutschland Lebensfrage.
Oie Unterdrückung der Deutschen in polen.
B r o m b e r g, 9. Jan. (WTB.) Vor dem Brvm- berger Landgericht standen heute als Angeklagte der deutsche Lehrer Kopp und der Diakonanwärter Reinsberger, die beschuldigt werden, unberechtigterweise deutschen Kindern Unterricht erteilt zu haben. Der Anklage liegt folgender Sachverhalt zu Grunde:
In Orten, in denen deutsche Kinderevan- gelischer Konfession polnische Schu- l e n besuchen müssen, wird durch Lehrkräfte, die vom evangelischen Konsistorium eingesetzt sind, den Kindern das Verständnis zum Lesen der Bibel und des Gesangbuches beigebracht. Dazu ist eine Bibel vom Konsistorium herausgegeben worden, die den Kindern die elementaren Grundlagen zum Lesen der gotischen Schrift beibringt. Daneben wird Kindern G o t t e s d i e n st erteilt. Der Starost. im Kreise Schubin hat nun auf Grund einer besonderen Verfügung zwei dieser Lehrer in Strafe genommen, und die untere Instanz hat sie zu Haft st rasen von je 14 Tagen verurteilt. Wenn dieses Urteil vom Gericht als letzte Instanz bestätigt würde, ist damit praktisch den evangelischen deutschen Kindern jede Möglichkeit genommen, in Zukunft noch die Bibel und das Gesangbuch in deutscher Sprache zu lesen. Das käme also in vielen Orten einer vollständigen Verhinderung des Religionsunterrichtes gleich.
Paris, 9. Ian. (WTB.) Wie Havas aus Madrid meldet, hat der spanische In- nenminifter heute nachmittag der Presse erklärt, dah die Regierung bereits am Samstag von ' einem anarchistischen Komplott Kenntnis gehabt habe. Sie habe sofort überall hin Anweisung zu Vorsichtsmaßnahmen telegraphiert. äleberall seien die Regierungsanweisungen rechtzeitig eingetroffen und erfolgre'.ch und wirkungsvoll befolgt worden. Rur in Ler'.da habe man das Telegramm nicht schnell genug entziffern können, und deshalb sei es dort zu ernsten Zusammenstößen gekommen.
In Barcelona ist die Arbeit überall wieder ausgenommen worden. 3nSge,amt wurden 47 Personen verhaftet; 26ö Bom- ben, 26 Revolver und ein groher Munitionsvorrat sind beschlagnahmt worden.
Polizei und Militär beherrschen die Lage.
Madrid, 9. Ian. (TU.) W:e das . amtliche Montagsblatt berichtet, haben d.e Syndikalisten auch in den beiden vor Madrid liegenden Militärlag ernCuatroDr en - tos und Carabanches versucht, sich m den
Europa und die well leiden heule nicht nur unter dem Krieg, sie leiden unter den Friedensverträgen, die die Kriegsfotgen nicht beseitigt haben, die vielmehr selbst Wurzel des Unheils kann
Der Vorsitzende des Reichsverbandes Deutscher Waldbesitzerverbände hat an den Herrn Reichskanzler v. «chleicher einen Brief gerichtet, m dem ns u. a. heißt: An der Wende zweier schicksals- chwerer Jahre gestatte ich mir, den Dank des deut- chen Kommunal- und Privatwaldes dafür auszu- prechen, daß die Reichsregierung im verflossenen Jahre der Waldwirtschaft erhöhte Aufmerksamkeit zuwandte und begonnen hat, die Fehler allzu langer Vernachlässigung der viertgrößten deutschen Urproduktion zu beseitigen. Bei der Tatsache, dah heute — selbst bei einer kaum die Rentabilitätsgrenze erreichenden Preislage — der fünfte Teil der normalen deutschen Holzproduktion unabsetzbar ist, wird dem Schutze der deutschen Waldwirtschaft bei den im kommenden Jahre zu erwartenden Handelsvertragsverhandlungen eine entscheidende Bedeutung zufallen. Bei aller volkswirt- chaftlichen Notwendigkeit deutscher Exportförderung ist die deutsche Waldwirtschaft ohne die Gefahr völliger Vernichtung nicht mehr in der Lage, die Folgen einer auf ihre Kosten geförderten Ausfuhr zu tragen. Da ferner durch Absperrungsmaßnahmen des Auslandes insbesondere die wertvollen Holzüberschußgebiete des deutschen Südens sich ihrer natürlichen Absatzgebiete beraubt sehen, wird nur stärkere Wiedererschließung dieser Aussuhrmöglichkeiten eine Entspannung des deutschen Holzmarktes versprechen und sich gleichzeitig günstig auf die deutsche Handelsbilanz auswirken können. Bei den Bemühungen osteuropäischer Holzüberschußgebiete um die Gewinnung des europäischen Holzmarktes dürfte dieser Frage erhöhte Bedeutung zukommen.
Friedrich der Große und die Medizin.
Einen interessanten Beitrag zum Charakterbilde des großen Königs liefert Dr. Vorwahl in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift', indem er seine Stellung zur Medizin seiner Zeit behandelt. Schon mit 35 Iahrcn hatte der König einen Schlaganfall erlitten, von dessen Folgen er sich zwar bald erholte, aber bereits vier Iahre nach seinem Regierungsantritt mußte er wegen drohender Gicht in das Bad Pyrmont reisen, und die Gicht wurde neben einem Hämorrhoidalleiden der Plagegeist seines Lebens. Er beschäftigte sich daher sehr viel mit seinen körperlichen Beschwerden und mit den Heilmitteln dagegen; in seinen vertrauten Driesen an seinen Kammerdiener Fre- dersdorsf spricht er häufig von seinem körperlichen Zustand wie er auch rege Anteilnahme an der Krankheit des Briefempfängers nimmt. Diesem gegenüber zeigt er sich gern als ärztlichen Sachverständigen, und das Merkwürdige ist, dah der große König zwar immer wieder vor Quacksalberei warnt, dabei aber selbst, wie die einzelnen Aeuße- rungen zeigen, durchaus nicht frei davon gewesen ist. Er betont. „Ich verstehe mehr von anatho- mie und Medizin wie Du", und er macht dabei seinem Aerger „über die Doktors" Luft, die ihm nicht helfen können. Aber er war für seine Per-
Oer Jahrestag von Versailles
Aufruf des Arbeitsausschusses deutscher Verbände.
-a Denkschrift, auf deutscher Seite in der Reichs- >ag -rede Cunos am 13. Januar offen ausgespro- ü.en 11-3 ist die Politik, die am erfolgreichsten Lud- iviq XIV und Napoleon L, die nicht minder deutlich, aber uud) andere Gewalthaber Frankreichs bis auf den henaqen Tag betrieben haben." Da Deutschland a'.io die wirtschaftliche, aus der Stockung der Re- varation Zahlungen abgeleitete Ursache nicht als rechtlich begründet anerkennen wollte, da es vielmehr in dem gesamten RuhrkonfUkt eine rein und ausschließlich politische Maßnahme erblickte, organisierte es die Politik des passiven W i d e r st andes gegen diesen juristisch iinhalt- baren Uebergriff. Die Arbeitermassen des Ruhrgebietes traten in ihre berühmte passive Resistenz, die sie bis zum September 1923 durchhielten, unterstützt von den Gewerkschaften, die nach Kräften für Lohnregelung sorgten. Trotzdem war der Wider-
fon ein schwieriger Patient, er liebte sehr scharfe Gerichte und schwere Gewürze, die er oft genug mit Magen- und Darmbeschwerden bür>en muhte. Um so mehr zeigte er sich aber Fredersdorfs gegenüber als gestrenger Doktor und behauptete: ..Ich .habe mir So vihl mühr gegeben Deine krankheit auszustudieren und glaube, daß ich sie nuhn recht guht fene.“ Bor allem verordnet er seinerseits dem Patienten strengste Diät und rat ihm: „Des Morgens den Schweih abzuwarten und Solchen zu befördern, darnach keine untrer- thauliche oder saltzige Speisen zu essen, keine fremde Medizin, noch injektions oder bougis sie mögen nahmen haben wie sie wollen! Auffallend ist ein astrologischer Einschlag in den medizinischen Anschauungen Friedrichs, indem er von den Ha- morrhoidal-Krämpsen und Störungen in der Blase erklärt: „Ich habe observieret, daß es die andere monathe auch wohl den 14. wiedergekommen ist, also bitte ich dich, nimm dir in alle Stücke bis den 15. in acht!" Der König rät zur Benutzung des Heiltranls „Tissane" und schickt auch einmal „ein Rares Cliksihr, das von Teofrasten Parahel- sio komt, welches mihr und alle, die davon genommen haben, wunder gethan hat". Ferner werden „resolvirende Mittel" und Milchbäder ver- ordnet, „die aber beileibe nicht zu warm s^indt . Bei akuten Anfällen soll entweder geschröpft oder eine älnze zur Ader gelassen werden und Friedrich berichtet zugleich, daß die englische Medizin ihm „viel Echmertzen an die Oerter wacht, wo die Geschwirr sein". Aber er findet, daß sie die
Materie mehr als sonst treibet!" Wie der Kömg sich trotz aller Aufgeklärtheit auf Goldmacherversuche eingelassen hat, so ließ er sich von seiner Schwester berichten, daß durch eine Sympathiekur einer einfachen Bauersfrau jemand gerettet sei die ihn aus der Entfernung besprach. Mit diesem Mystizismus kontrastiert wieder ein ausgesprochener Zynismus, der sich sonst als Grundton Friedrichs solchen Dingen gegenüber findet. Eine gesunde Derbheit hielt ihm auch die Augen offen, so daß er Simulation unschwer entlarvte, so als der Page von Pirch „Lungenblut spieh", daß er vorher in einer Blase in den Mund genommen hatte. Der König aber sagte auf den Krankenbericht: „Der Pirch ist ein leichtfertiger Bogel, laß' er sich von dem doch nichts Weihmachen! Trotz gelegentlicher Spöttereien hatte Friednch aber großes Vertrauen zu seinem Leibarzt Dr. Cothenius, den er in seinen Briefen als .unfern AeÄulap" feiert und achtet.
erste Satz, nur in seinem Seitenthema weicheren Regungen nachspürend. Dem durch Synkopen gekennzeichneten Andantethema gewinnt Brahms in einer Variationenfolge neue typische Wesensfeiten ab. Das Scherzo geistert spukhaft erregt- umso gefestigter entfaltet sich das Trio in feiner Gegensätzlichkeit. Das Finale (Allegro giocoso) erwächst aus der Mezza voce und wird zu einem klaren Zeugnis mannhafter Lebensbejahung. Den Grundton dieses Werkes und seiner inneren Artikulierung trafen die Würzburger mit überzeugender Sicherheit. Die Führung lag im Klavier; das mochte durchaus Brahrns- fcher Absicht entsprechen; jedoch wurden die Streicher zu oft durch den Flügelpart klanglich überschattet. Verschiedentlich wurden die vorgeschriebenen dynamischen Bezeichnungen zu stark wiedergegeben. Das Finale wäre in seiner Auswirkung noch viel eindringlicher gewesen, wenn man der Vorschrift molto piano e mezza voce gefolgt wäre und nicht mit einem Mezzoforte, das sich stark einem Forte näherte, begonnen hätte.
Aus den Brahms folgte ein Klaviertrio von Iacques Iean Baptist Loeillet, einem 1653 in Gent gebotenen Flötisten und Klavicrvirtuosen, der nach vorübergehender Wir.samkeit in Paris 1705 nach London übersiedelte, dort in das Hay- market-Opernorchefter eintrat und von 1710 ab in seinem Hause regelmäßig wöchentlich Konzerte veranstaltete, in denen er besonders für die Instrumentalwerke Eorellis eintrat. Bon ihm sind u. a. auch eine Reihe von Trio-Sonaten für zwei Violinen, für zwei Flöten und für Flöte und Oboe mit beziffertem Baß bekannt. Die Trio- Sonate in b-Moll ist also durchaus als ein Barockwerk anzusprechen; die einzelnen Sähe ließen das auch in ihrer musikalischen und stilistischen Eigenart erkennen, die Ausführenden boten es aber in einer Form dar, die völlig moderner musikalischer Auffassung folgte, und damit ging der typische Grundcharakter dieses Werkes fall Völlig verloren. Der ausübende Musiker soll bei weitem kein Musikhistoriker sein, aber im Interesse der Hörer und des Werkes kann man nicht von der berechtigten Forderung absehen, daß auch er sich die Grundsätze der Aufführungs- Praxis der Musik aus früheren Epochen, über die man im Lause der Iahre hinlängliche Klarheit gewonnen hat, zu eigen macht und berücksichtigt. Im vorliegenden Falle war die Durchführung des basso continuo viel zu stark, klanglich zu massig und aufdringlich. (Man Pflegt heutzutage diesen Part, wenn irgend möglich, wieder dem Cembalo zuzuweisen.) Die melodische Artikulation und die thematische Durcharbeitung
Gießener Konzertverein.
IV.Konzert: Das Aicher-Trio.
Im Gegensatz zu der verhältnismäßig großen Zahl von Streichquartetten haben wir zur Zeit in Deutschland nur wenige namhafte Triovereinigungen. Um so mehr war es zu begrüßen, daß durch die Verpflichtung des Zilcher-Trios aus Würzburg Einblicke in das bedeutungsvolle Gebiet des Klaoiertrios gegeben wurden. Die Würzburger, ein jeder Konferoatoriumsprofeffor In feinem Fach, erwiesen sich als starke Musikernaturen, frei von akademischer Einseitigkeit, die durch die Ursprünglichkeit, Naturhaftigkeit und Frische ihres musikalischen Impulses überzeugten. Energiegebunden, mit starkem Aufschwung ließen sie musikalisch-klangliche Steigerungen ins Grandiose sich auswachsen, dabei durch eine seltene, fast orchestrale Klangfülle überraschend. Immer wieder konnte man ein starkes musikalisches Temperament bei allen dreien feftstellen, das gezügelt wurde durch ein gesundes musikalisches Empfinden. Dem pompösen Forteklang gegenüber fielen die feineren dynamischen Grade hinsichtlich der plastischen Ausgeprägtheit merklich ab; gerade hier wäre dem Ton zwar nicht größere Klangkraft, aber mehr Tragfähigkeit zu wünschen gewesen.
Die Gestaltungsfähigkeit des Zilcher-Trios war fast durchgehend derart von rein persönlichen Akzenten betont, jo daß das Typische der einzelnen Komponistenpersönlichkeit vor der persönlich gefärbten Interpretation zeitweilig etwas zurückgedrängt erschien; eine Tatsache, die in unserer auf nüchterne Sachlichkeit hinzielenden Zeittendenz durchaus erfreulich berührt, der man aber in Hinsicht auf das innere geistige Gesetz jedes einzelnen Kunstwerkes doch eine wesentliche Einschränkung zuteil werden lassen könnte.
Am nächsten lag den Würzburgern wohl das I-Dur-Trio op. 87 von Johannes B r a h m s; ein Werk, dem man verhältnismäßig nicht sehr häufig im Konzertsaal begegnet, obwohl es gerade den Meister auf der Höhe schaffenden Könnens zeigt, wo das Schaffen im Geiste der Form, nicht aber das Gestalten der Form allein, dem Werk das innere, überzeitliche Leben gibt. Das Trio erscheint zunächst dem Hörer nicht besonders eingängig; ja, eine gewisse Sprödigkeit mag manchen davon zurückhalten; aber je intensiver man sich mit ihm befaßt, um so mehr wird man überall stärkste Eindrücke Brahms - scher Eigenart erkennen, in scharf gemeißelter, plastischer Profilierung. Don starker Energie erfüllt, mit scharfer rhythmischer Markierung gibt sich der
Besitz der Kasernen und des Militärflugplatzes zu setzen. Der Angriff konnte aber abgeschlagen werden. Die Kommunisten hatten zwei Tote.
In B a r c e l o n a ist es in den Morgenstunden derPolizei im Verein mit dem Militär gelungen, die Ruhe und Ordnung wieder herzu st eilen. Auch die Aufstandsversuche in den Barcelona vorgelagerten Industrieorten konnten niedergeschlagen werden.
Im allgemeinen scheint zu dieser Stunde die Ordnung im ganzen Lande wiederhergestellt zu sein. Starke Polizeiaufgebote sind in allen in Betracht kommenden Städten, auch in Madrid, als Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt.
Bisher 30 Todesopfer?
Paris, 10. Ian. (WTB. Funkspruch) Rach einer HavgImeldung aus Madrid soll sich die Zahl der bei den älnruhenumsLeben gekommenen Personen auf mehr als 3 0, die der Verletzten auf 50 belaufen. Die Bewegung g:ht von dem anarchisch eingestellten Syndikalismus aus, der der Feind eines jeden Staates sei und der gegen die sozialistischen Arbeiterverbände kämpfe, die nach seiner Ansicht die Zu- sammenarbeit mit dem Staat vertreten. Die Be-
Da die Konkurrenzfähigkeit des Auslandholzes weitgehend dadurch bedingt ist, daß der deutschen Preisgestaltung infolge überhöhter A b - gaben eine untere Grenze gesetzt ist, kann eine Besserung deutscher Absatzverhältnisse nur durch entschiedene und weitgehende Entlastung von Steuern erhofft werden, welche dem deutschen Waldbesitz unter Voraussetzung einer Heu t e n i ch t mehr bestehenden Rentabilität auferlegt wurden. Es erscheint jedenfalls volkswirtschaftlich auf die Dauer untragbar, daß einerseits das durch Abgaben überlastete deutsche Holz verbilligten Auslandsangeboten weichen muß und daß andererseits in der Folge sich Reich und Länder gezwungen sehen, dem durch Absatzmangel unrentabel gewordenen deutschen Waldbesitz die Steuern zu erlassen.
Im Kampf um die Existenzerhaltung des deutschen Waldes haben sich endlich Wissenschaft und Erfindergeist bemüht, neue Wege zur Verwertung deutscher Holzprodukion zu er- chließen und — auch volkswirtschaftlich bedeutungsvolle — Aussichten zu eröffnen. Bei der Lage des deutschen Kapitalmarktes scheinen aber die Auswertungen dieser Möglichkeiten ohne weitgehende Unterstützung der Reichsregierung unmöglich, und erhoffen wir nicht nur eine ftärtere finanzielle Unter st ützung der Forschung an sich, sondern auch eine Absatzsicherung bereits auswertungsfähiger Produktionsmöglichkeiten.
stand einiger nationaler Aktivisten unausbleiblich — der seinerseits zahlreiche blutige Maßnahmen im Ruhrgebiet heraufbeschwor, fo daß während fast eines ganzen Jahres eine breite Blutspur die Terrormaßnahmen der französischen und belgischen Truppen kennzeichnete.
Wir wissen, daß dieser pafstve Widerstand im Herbst erfolglos abgebrochen werden mußte. Wie wissen, daß die Kampffront gegen einen anderen Feind, d i e Separatistenbanden, im Innern des Ruhrgebiets noch monatelang bestehen blieb. Was aber ebenfalls nicht aus unserem Gedächtnis entschwunden ist, das ist die Disziplin und der unerschütterliche Kampf einer ganzen Provinz gegen die brutalen Maßnahmen der fremden Truppen, ein Kampf, dessen heute mit größter Hochachtung gedacht werden muß.
toegung selbst habe sich nur auf die Städte B a r - cclona, Lerida und Madrid beschrankt, und zwar sei sie in Madrid selbst am wenigsten stark zum Ausbruch gekommen.
80 Prozent landwirtschaftliche Minusbetriebe in Ostpreußen.
Berlin, 9. Jan. (TU.) Auf einer Sitzung des Vereins heimattreuer Ost- und Westpreußen in Berlin hielt der Präsident des Deutschen Landwirtschaftsrates, Dr. Brandes, am Montag einen Vortrag über die Lage der Landwirtschaft in Ostpreußen.
Rach den bis jetzt vorliegenden Abschlüssen für das Wirtschaftsjahr 1931/32 haben nur 20 v. h. der landwirlfchaftächen Betriebe Ostpreußens ihre Zinsen und sonstigen Ausgaben aus den Einnahmen bezahlen können, 80 v. £). sind dazu nicht mehr in der Lage gewesen.
Hieraus folgt, daß der bisher beschrittene Weg individueller Hilfe nicht zum Ziele führt. Es wäre verfehlt, aus diesem Versagen der Osthilfe zu folgern, daß man jetzt mit ihr sofort abbrechen müßte. Nachdem man einmal damit an- gefangen hat, bleibt nur übrig, daß möglich st schnell die einmal begonnene Arbeit auch zu Ende geführt wird. Der hohe Prozentsatz von 8 0 v. H. M i n u 5 b e t r i e b e n zeigt, daß es gene- reUe Ursachen sind, die diese Katastrophe herbeige- führt haben. Generelle Ursachen lassen sich aber nur durch generelle Maßnahmen bekämpfen. Der Kor- r i d o r ist eine der Hauptursachen. Aber er ist nicht die einzige Ursache, denn die generelle Not der Landwirtschaft ist keineswegs auf Ostpreußen allein beschränkt. Die Prozentsätze der Minusbetriebe sind in Ostpreußen aber erheblich höher, als im übrigen Deutschland.
Ueberall tritt die Bedeutung des Binnenmarktes und einer in sich möglichst ausgeglichenen volks- wirtschast wieder in den Vordergrund. 90 v. h. der Menschen in Deutschland arbeiten für den Binnenmarkt, nur 10 v. h. für den Export.
So ist der Kampf um die Revision der bensoerträge gleichzeitig ein Kampf Neuordnung Europas. Das neue, Europa kann nur durch gleichberechtigte Völker geschaffen werden. In diesem Sinne wird der Arbeitsausschuß deutscher Verbände seinen Kampf gegen die Kriegsschuldlüge, für die Revision und für die Gleichberechtigung
Diese Fragen sind auch für Ostpreußen und feine _tcls,|U)UUIl|„cl4Ut Mllv v_ u„,____________..
Zukunft die lebenswichtigen. Von ihrer Beantwor- evangelischen Konsistoriums
hing hängt das Schicksal der Provinz ab. Deutsch- | u u 1
land muß Ostpreußen erhalten, denn die sen geladen werden.
*
*
HS w* entlad grix au viele deritausenoe Hunderttaus« .bieg 3m A Cdbft'
Kann das durch die Dei verden, so l( radengräber, Gräber folfa Gruß aus de
Die für des unbefam für das Opsi Kameratengr seren Gefalle erweisen toolk der Gcmeinsch gemeinsamen
Dir bitten Vie in den Dc schmüftung der kpcnden für Kameraden we bände, oder a bundes Deuts-t; [in NW l D .Saminelgräbei
” Stäbti rung. Aus i s Försterei Hu DrennholMs: Preise erzielt : meter 8,SO T Eichenscheiter 1. Kl. 10,00 7 knüppel 4.201 knüppel 3,50 ter lang) 5,5( Eschenreisig 1 3. KI. 13,00 Q
" Der 2 Zweigver
Gin
Seit einigen Deutschland nc Junge ist arb Menschen zwisc In ihrer Kind! Krieges und d- machen es ihr i sie hungert!
Diese Jugend die Heiteren ni Reichspräsj *_un9 haben d Jiotmert de ™i™, damit jhi "Eigen gerne
Semeinfinn ui Beoölterung | Wirten, ui Üch Und geiff
Jü[ Vberh Men mit bi (Es fte| ^Dienst dies Pn°oile und
S'Ä ^ch"en, die t !'ch eine kr ^Een sollen osientlichen Ai
1,08 Aotwer!
*,B a"e
”nö Wunder tzs- •teä ?-Z to««* h; i’J^erb 8°/Mrung- ®ie e! Q?n( fi S : Frau 5
"“Sw k. bezi, SÄ’ Am
fe


