Ausgabe 
9.11.1933 Zweites Blatt
 
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sowie Herr Straub (Frankfurt a. M.) als Der« treter der Lieferfirma Magirus in Ulm anwesend. Die an der städtischen Wasserleitung und der Wet­ter oorgenommenen Leistungsproben verliefen er­wartungsgemäß. Anschließend wurden die zur Be­dienungsmannschaft bestimmten Wehrleute im Ge­brauch der neuen Spritze unterwiesen. Hiermit ist unsere stets schlagfertige Wehr um eins der mo­dernsten Hilfsmittel reicher geworden. Am Sonn­tagabend sprach in einer gut besuchten Wahlver­sammlung imSchützenhof^Po. Kärtner (Frank­furt o. M.) über das ThemaArbeit und Friede". Seine Ausführungen fanden lebhaften Beifall. 3m Schlußwort wies Ortsgruppenleiter Otto Braun darauf hin, daß es Pflicht jedes Deutschen sei, am 12. November sein 3a-Wort dem Führer zu geben. Zur Verschönerung des Abends wirkte auch die fleißige Kapelle des hiesigen Musikvereins mit.

£ Ober-Schmitten, 8. Nov. 3m Döllschen Saale fand eine von der NSDAP, einberufene Wahlrundgebuna statt, die einen starken Be­such aufwies. Pg. Orty (3ngelheirn) schilderte, vom schwarzen Tag des 9. November 1918 ausgehend, die sittliche und moralische Zersetzung in den 14 Jahren des Zwischenreichs und zeigte die Gefahr, die unserem Vaterlande von feiten der Kommunisten drohte. Das unauslöschliche Verdienst Adolf Hitlers sei es, den verführten Arbeiter wieder zum Volk gemacht und der Nation Glauben, Hoffnung und Zuversicht gegeben zu haben. Die Kameradschaft der Front sei die Grundlage zum wahren Sozialismus geworden. Deutschland beanspruche das Recht aufs Leben. Bei des Führers Kampf für Gleichberech- tigung, Ehre und Frieden gehe es um das deutsche Volk. Darum müsse der 12. November zu einem überwältigenden Treuebekenntnis für die Reichs- regierung und ihren Führer werden. 3n seinem Schlußwort sprach Zellenleiter Rud. K i r ch h o f die Hoffnung aus, daß die Bewohnerschaft des Dorfes am kommenden Sonntag mit einem einmüti­gen3 a" hinter der Reichsregierung und ihrem großen Führer stehe. Das Deutschland- und das Horst-Wessel-Licd, von der Musikkapelle Eichelsdorf begleitet, beschlossen die eindrucksvolle Kundgebung.

Wreio LUsfclv.

U Nieder-Gemünden, 8. November. Eine Wahlversammlung fand hier in der Wirt- schäft von Karl Becker IV. statt. Nach Begrüßungs- wortcn des Versammlungsleiters, Ldw. Otter- dein, sprach Pg. Schuster von Frankfurt über Das Genfer Nein". DiesesNein!" werde das deutsche Volk am 12. November geschlossen aut- heißen. 3n der anschließenden Aussprache wies Leh­rer Lotz darauf hin, daß der 12. November jeden Deutschen angehe. Pfarrer Reichert machte wei­tere Ausführungen über die kommunistische und die schwarze" Gefahr. Mit der Aufforderung, am 12. November sich restlos für Ehre und Freiheit einzusetzen, schloß der Versammlungsleiter die Kund­gebung.

ch Kirtorf, 8. Rov. Unsere Gemeindevertre­tung faßte in ihrer jüngsten Sitzung den Beschluß zur Feldbereinigung, deren Durchführung im Rahmen des Meliorations- und Siedlungspro­gramms erfolgen wird. Die Kosten sollen durch Landabgaben von etwa 11 Prozent des Landbesitzes gedeckt werden.

Preußen.

Hrciö Wetzlar.

0 Odenhausen (Lahn), 8. Nov. Die am Sonntag durchgeführte Sammlung der NS. - Volkswohlsahrt vom Eintopfgericht ergab für die Gemeinden Odenhausen und Salz­böden 51,20 Mark und 48,05 Mark, zusammen 99,25 Mark.

> Salzböden, 8. Nov. 3m überfüllten Saal der Weisbrodschen Wirtschaft fand eine Ver­sammlung der NSDAP, statt. Nach ein­leitenden Worten des Stützpunktleiters E. Schnei­der (Odenhausen) sprach der stellvertretende Kreis­leiter Pg. Haus (Wetzlar). Der Redner betonte, es sei Pflicht aller Deutschen, sich hinter Hitler und seine Regierung zu stellen und am 12. Novem­ber mit 3a für Ehre, Frieden und Freiheit des Deutschen Volkes zu stimmen Mit einem Sieg- Heil! auf den Volkskanzler und seine Regierung, mit dem Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lieb fand die Versammlung ihren Abschluß. Der Führer des Turnvereins gab in einer Ver­sammlung die neue Kreiseint-ilung bekannt, weiter erläuterte er die neuen Richtlinien über die Be­teiligung am Turnbetrieb. Eine rege Aussprache folgte über die Beteiligung an einem demnächst in Wetzlar stattfindenden Kursus des Verbandes für Leibesübungen, an dem zwei Mitglieder des Ver­eins teilnehmen. Der Führer wies auf die Be­deutung des 12. November hin; es sei besondere Pflicht der Turner, für die nationale Regierung

einzutreten. Mit einem Sieg-Heil! auf Kanzler und Regierung und mit dem LiedeTurner, auf zum Streite" fand die Versammlung ihren Abschluß.

CO Crumbach, 8. Nov. 3n einer Sitzung des Gemeindeoorftandes wurde zum Bau von zwei Stauvorrichtungen im Crumbach zur An- fammlung von Master für die Feuerlöschgeräte Stellung genommen. Die Ausführung wurde be­schlossen, jedoch soll nochmals mit der Nassauischen Brandkasse, die einen namhaften Betrag als Zu­schuß für die Arbeiten in Aussicht gestellt hat, ver- handelt werden, um diesen Betrag zu erhöhen. Die schlechte finanzielle Lage der Gemeinde läßt es nicht zu, größere Ausgaben zu tragen.

(D Kinzenbach, 7. Nov. Der vergangene, von schönem spätherbstlichen Wetter umstrahlte Sonntag stand für unser Dorf im Zeichen einer seltenen Feier. Einweihung des Ehrenmals für unsere Gefallenen. 3n feierlichem Zuge un= terVorantritt der Kapelle des Arbeitsdienstlagers Wetzlar begaben sich die SA., sämtliche Ortsoereine und die Angehörigen der toten Krieger in die Kirche, in der zu der dichtgedrängt versammelt.'u Menge Pfarrer Wiebel (Krofdorf) über das Wort des Römerbriefes:Seid fröhlich in Hoff­nung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet" vredigte. Anschließend sand die Feier an dem vor der Kirche errichteten Ehrenmal ihre Fortsetzung, bei der Liedervorträge des heimischen Gesangver­eins, Gesänge, Sprecychor und Gedichte der Schul­kinder zur Verschönerung beitrugen. Nach einfüh­renden Worten des Vorsitzenden des Denkmalaus­schusses, P e u s ch , hielt Lehrer A r m b r e ch t als ehemaliger Frontsoldat und Vorsitzender des Krie­geroereins die Gedenkrede, die in eindringlicher Weise zeigte, was an diesem Tag hie Herzen aller bewegte. Unter Glockengeläuts, den Klängen des Präsentiermarsches und bei gesenkten Fahnen fiel die Hülle des schlichten Males, das einen Marmor-

Bekanntmachungen

(Ernannt wurden:

der Gendarmeriekommissar Peter Steinmann zu Alsfeld wird auf Grund des § 5 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums mit Wirkung vom 1. Dezember 1933 zum Polizei­meister ernannt.

lieberfragen wurde:

am 24. Oktober 1933: dem Lehrer Karl Kahle zu Beuern, Kreis Gießen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Heuchelheim, Kreis Gießen, dem Lehrer Hermann Kreiling zu Heuchel­heim, Kreis Gießen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Beuern, Kreis Gießen, beiden mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an;

am 25. Oktober: dem Lehrer Philipp H a f \ i n g e r zu Udenheim, Kreis Oppenheim, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Groß-Karben, Kreis Fried­berg;

am 26. Oktober: der Technischen Lehrerin Anna K n i e r i m zu Nierstein, Kreis Oppenheim, die Stelle einer Technischen Lehrerin an der Volks­schule im Bezirk Eberstadt, Kreis Darmstadt;

am 27. Oktober: dem Lehrer Wilhelm Daum zu Darsberg, Kreis Heppenheim, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Weiterstadt, Kreis Darmstadt, dem Lehrer August N a i ß zu Sandbach, Kreis Erbach, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Neu-3senburg, Kreis Offenbach,

dem Lehrer Matthias Meller zu Neu-Jsen- burg, Kreis Offenbach, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Klein-Welzheim, Kreis Offenbach, den letzten fünf Lehrern mit Wirkung vom 1. No­vember 1933 an;

am 30. Oktober: dem Lehrer Friedrich Funk zu Heubach, Kreis Dieburg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Nieder-Olm, Kreis Mainz, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an.

am 28. Oktober 1933: dem Berufsschullehrer Hein­rich P i 11 h a n zu Alzey eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Alzey mit Wirkung vom 1. Novem­ber 1933 an;

am 31. Oktober: dem Lehrer Friedrich Häuser zu Ober-Moos, KreisLauterbach, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Gedern, Kreis Schotten;

dem Lehrer Georg Steinmann zu Gedern, Kreis Schotten, eine Lehrerstelle an der Volks­schule zu Ober-Saulheim, Kreis Oppenheim, beiden mit Wirkung vom Tage des Dienst­antritts an;

dem Lehrer Paul 3 u n g zu Hitzkirchen, Kreis Büdingen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Bruchenbrücken, Kreis Friedberg, mit Wirkung vom 1. November 1933 an;

block mit aufgesetztem Stahlhelm darstellf. Der Treu- schwur: ,Lch hab mich ergeben* und das Lied vom guten Kameraden leiteten über zur Niederlegung zahlreicher Kränze mit Worten ernsten Gedenkens der Vertreter der Korporationen und Vereine. Nach ehrenden Worten des Ortsbürgermeisters verlas Lehrer Raabe die eingemauerte Gedächtnis- urkunde nebst den Namen der 43 Gefallenen. Das Deutschland- und das Horft-Wesiel-Lied beschlossen die in allen Teilen erhebend verlaufene Feier.

Große Strafkammer Gießen.

Ein Zustizbeamter hatte verschiedene kleinere Beträge, die er von Kostenschuldnern bekommen hatte, einbehalten. Um seine Unterschlagungen zu verdecken, hatte der Angeklagte die belr. Akten mit nach Hause genommen. 3n der Hauptoerhandlung entschuldigte er das letztere Verhalten damit, daß er die im Laufe der Zeit zu einer erheblichen Summe angestiegenen Fehlbeträge von seinem Va­ter hätte ausgleichen lassen wollen und ihm deshalb die Akten zum Beweis vorgelegt haben will. Der Staatsanwalt beantragte eine Gesamtzuchthaus­strafe von 2 3ahren 6Blonden, außerdem 200 Mark Geldstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehren­rechte Das Gericht erkannte wegen Verbrechens im Sinne der §§ 350, 351, 348II RStGB. auf 1 3 ahr 6 Monate Gefängnis unter An­rechnung von 6 Monaten Untersuchungshaft. Die Kosten des Verfahrens trägt der Angeklagte. Bei der Strafzumessung nahm das Gericht entgegen der Ansicht des Staatsanwalts an, daß der Angeklagte die Aktenunterschlagung nicht vornahm, um sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Strafver­schärfend war für den Angeklagten, daß er trotz ausreichenden Gehalts mit feinem Geld nicht aus­zukommen wußte.

des Personalamtes.

am 1. November: dem Lehrer Karl Spiegel- b e r g zu Eppertshausen, Kreis Dieburg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Fürth i. Odw., Kreis Heppenheim, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an.

verseht wurde:

am 20. Oktober 1933 auf Grund des § 5 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 der Oberstudienrat an dem Gymnasium und der Oberrealschule zu Dieburg, 3akod Beck, in die Stelle eines Studienrats an der Oberrealschule am Stadthaus in Offenbach a. M. unter Belastung der bisherigen Amtsbe­zeichnung und des Diensteinkommens mit Wir­kung vom 1. Oktober 1933 an.

3n den Ruhestand verfehl wurden: auf Nachfuchen: am 19. Oktober 1933: der Direktor der Adolf-Hitler- Bauschule zu Darmstadt, Oberschulrat Dipl.-Jng. Adolf S ch n e i d t mit Wirkung vom 1. 3anuar 1934 an,

der Lehrer an der Volksschule zu Hammelbach im Kreise Heppenheim, zur Zeit kommissarisch an der Volksschule zu Fürth i. £)., Heinrich Sauer, vom 1. November 1933 an;

am 23. Oktober: der ordentliche Professor an der Technischen Hochschule Darmstadt Geheime Bau­rat Heinrich Walde mit Wirkung vom 16. Ok­tober 1933 an,

der ordentliche Professor bei der Medizinischen Fakultät der Landesuniversität Geh. Medizinal­rat Dr. Robert Sommer mit Wirkung vom 1. November 1933 an,

die beiden letzten unter Anerkennung ihrer dem Staate geleisteten langjährigen ausgezeichneten Dienste.

auf Nachfuchen am 23. Oktober: die Technische Leh­rerin an der Volksschule zu Eberstadt im Kreise Darmstadt Anna Mahr;

die Technische Lehrerin an der Volksschule zu Laubenheim und Umgegend im Kreise Mainz Eva S t e n n e r;

am 28. Oktober: der Lehrer an der Volksschule zu Oppenrod im Kreise Gießen Ludwig Keil;

die Technische Lehrerin an der Volksschule zu Darmstadt 3da Mahr;

der Lehrer an der Volksschule zu Nierstein im Kreise Oppenheim Heinrich S ch w a m b ;

die letzten fünf mit Wirkung vom 1. November 1933 an;

auf Grund des § 6 des Gesetzes zur Wiederherstel­lung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933: am 19. Oktober 1933: der Studienrat an der Kunft- und Gewerbeschule zu Mainz Professor 3akod Hubert P i n a n d im Interesse des Dienstes mit Wirkung vom 1. Januar 1934 an.

Volk und Führer sind eins!

Diese Tatsache muß am nächsten Sonntag auch in Oberhessen bei der Dolfsabftimmung und der Reichstagswahl überzeugend zum Ausdruck kommen! wie der deutsche Mann und die deutsche Frau die Frage des Führers zur Außenpolitik bei der Volksabstim­mung nur mit 3 a beantworten können, so müssen sie auch die Schaffung der neuen innerpolitischen Grundlage bei der gleichzei­tigen Reichstagswahl durch Eintreten für die Liste der NSDAP, bejahen! Vie Parole für den 12. November heißt für alte:

Jede Stimme nur Ja!

am 28. Oktober 1933: der überplanmäßige Stubicn- rat an dem Realgymnasium zu Drain; Wilhelm Schubert vom 1. November 1933 an unter Anerkennung feiner dem Staate geleisteten Dienste;

am 31. Oktober 1933: der Rektor an der Volksschule zu Nidda im Kreise Bübingen Adolf Mergo11, unter Anerkennung seiner dem Staate geleift.-t-n Dienste und unter besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns, iom 1. November 1933 an.

3n den Ruhestand tritt:

auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli /19.Dezember 1923 in der Fassung des Gesetzes über die Einstellung des Personalabbaus in Hessen und zur Aende- rung des hessischen Personalabbaugesetzes vorn 8. Oktober 1925 am 1. November 1933 der Ober­baurat Gustav P l o ck zu Bensheim unter Aner­kennung für die dem Staate geleisteten treuen Dienste.

Entlassen wurde:

auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstel­lung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933: am 28. Oktober 1933: der Berroaltungsfchretär bei der Hessischen Versicherungsanstalt für gemeind­liche Beamte Emil Schmitt mit sofortiger Wir­kung aus dem Dienst dieser Anstalt.

Entzogen wurde:

auf Grund des § 4 Absatz 2 des dritten Gesetzes zur Aenderung des Gesetzes zur Wiederherstellung Des Berufsbeamtentums vom 22. September 1933:

am 4. Oktober 1933 dem Oberstudiendirektor i. R. Dr. Hermann Stockhausen zu Offenbach;

am 21. Oktober dem Rektor i. R. Wilhelm P e b 1 e r zu Büdingen; dem Rektor i. R. Johannes Wetzel zu Pfungstadt, Kreis Darmstadt, das ihnen nach dem Ruhegehaltsgesetz seither be­willigte Ruhegeld mit sofortiger Wirkung ent­zogen.

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