Ausgabe 
9.10.1933 Drittes Blatt
 
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Ihrem Schlafe auf. Zum Glück war aber zu Be­sorgnissen kein Anlaß. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß das richtige Sirenen- stgnal immer nur mir Unterbrechungen gegeben wird, ein so langgezogenes Signal dagegen wie gestern früh stets falschen Alarm darstellt.

** Ein Ausbildungskursus in der ersten Hilfeleistung wird von der Freiwilli­gen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen veranstaltet. Der Kursus beginnt morgen, Dienst rg, 20 Uhr, im Kolonnendepot, Sonnenftraße 2. An dem Kursus können alle Personen über 18 Jahre teil- nehmen. Anmeldungen werden auf der Rettungs- wache, Sonnenftraße 2, entgegenaenommen.

** Bon d e r Butzbach-Licher Eisen­bahn. Aus Anlaß des Friedberger Herbstmarktes werden am Dienstag, 10. Oktober, von allen Bahn­höfen des Streckenabschnittes Lich-SüdGriedel Steinfurth nach Bad-Nauheim-Nord verbilligte, nur für den Lösungstag gültige Rückfahrkarten aus­gegeben, wie sie sonst Sonntags als Ausflugskarten zur Ausgabe gelangen.

♦♦ DieHeimatoereinigung Schiffen- berg" hielt am Sonntagnachmittag auf dem Sckif- fenberg eine Familienzusammenkunft ab. Der Füh­rer der Bereinigung, Oberforstmeister Nicolaus, begrüßte die Erschienenen uno betonte, daß die Hei- matvereinigung Schiffenberg durch Erfüllung ihrer Aufgaben in wesentlichem Maße an dem Aufbau Deutschlands mithelfe. Hieraus hielt Rektor i. R. Bal. Müller einen interessanten Bortrag über Wesen und Bedeutung der Heimat". Der Redner schilderte unter Anführung von Beispielen aus der Geschichte die Sehnsucht vieler Menschen nach der Heimat. Es sei mit oer Heimat wie mit der Jugend und Kindheit: man lerne ihren heiligen Wert erst schätzen, wenn sie entschwunden sei. Wie ein ver- lorenes Paradies muteten uns Kindheit und Jugend an, wenn sie entflohen seien. Und so sei es auch mit der Heimat. Wir hätten allen Grund, unsere Heimat zu lieben und ihr die Treue zu halten. Sei sie doch ein Stück Vaterland, so schön wie eins. Was unsere Heimat besonders reizvoll erscheinen lasse, seien die herrlichen Wälder. Der Wald sei für unsere Heimat ein Gut von unschätzbarem Wert, nicht nur vom Nützlichkeitsstandpunkt aus, sondern auch vom Stand­punkt der Volksgesundheit und im Hinblick auf die ethischen Werte. Auch auf kulturellem Gebiet halte unsere Heimat den Vergleich mit jedem anderen Teil unseres deutschen Vaterlandes aus. Umfangreiche Bodenschätze verschafften vielen unserer Heimatge­nossen Verdienst und Brot. Die tiefgehenden Aus­führungen des Redners wurden durch Volks- und Heimatlieder, eindrucksvoll vorgetragen vom Mäd­chenchor Klein-Linden unter Leitung von Lehrer Rau (Klein-Linden), in bester Weise umrahmt. Im weiteren Verlaufe des Nachmittags erfreute die Mu- stkabteilung der Evang. Jugendoereinigung Klein- Linden durch gut gelungene musikalische Darbietun­gen. Ebenso trug der Mädchenchor Klein-Linden durch eine Reihe weiterer Gesangsoorträge zur Ver­schönerung der Veranstaltung bei. Die von Mitglie­dern der Evang. Jugendoereinigung Klein-Linden vorgeführten Volkstänze fanden allgemeinen Bei­fall. Im Laufe des Winters sollen weitere Vorträge über Heimatpflege abgehalten werden. 11. a. spricht Obersorstmeister Nicolaus über den Wald unse­rer Heimat. Mit der Familienzusammenkunft war eine Ausstellung der Bilder vom Photowettbewerb verbunden.

** Bund Haus und Schule. Nach längerer Pause veranstaltete der Bund Haus und Schule am Freitag im Johannessaal einen Familienabend, der rein musikalischen Charakter trug. Ein Streichauar- tett von der Reickswehrkapelle leitete den Abend mit einemCargo'5 von Haydn stimmungsvoll ein, worauf der Schülerinnenchor von Fräulein Stamm­le r die HymnePreis dir! Gott!" von Mozart reckt klangvoll und präzis vortrug. Gleich gute Schulung und viel Fleiß ließen auch ein Duett, ein Terzett und zwei weitere Frauenchöre erkennen. Fräulein Stammler erwarb sich den Dank der Zuhörer durch vollendeten Vortrag der drei Solo­liederAuf dem Kirchhof" undWir wandelten" von Brahms, sowieDes Kindes Gebet" von Re- Ser. Sämtliche Gesänae wurden won Fräulein Köller mit viel Geschick und großem Anpas­sungsvermögen auf dem Flügel begleitet. Das Streichquartett brauste zwischendurch einAllegretto aus der Serenade op. 8" von Beethoven und ein Moment musical" von Schubert und zum Schlüsse Eine kleine Nachtmusik" von Mozart künstlerisch zu Gehör und trug so wesentlich dazu bei, den Abend zu einem abwechselungsoollen und genuß­reichen zu gestalten.

Briefkasten ver ^eöaffion.

kRechlsgulachten sind ohne Lerbindlichkett der Schriftleitung 1

w. E.M. In Hessen wird die Kirchensteuer in.pro­zentualen Ausichlagsätzen nach Maßgabe des Ein­kommens erhooen. Wie die Verhältnisse nach dieser Richtung hin in Preußen sind, ist hier nicht bekannt. Es empfiehlt sich eine Anfrage an Ihr zuständiges Finanzamt in Wetzlar.

Einzelhandel und Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft.

Von der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns geschrieben:

Zur Ablösung der von den verschiedensten Stellen und Verbänden der NSDAP, veranstalteten Einzel­sammlungen wurde unter dem Namen

Adolf-hitler-Spende der deutschen Wirtschaft" eine Zentralsammlung aller Zweige der Wirtschaft ins Leben gerufen, deren technische Durchführung im allgemeinen bei den Berufsgenossenschaften liegt. Diesen ist es jedoch nicht möglich, an alle Betriebe heranzukommen, da beispielsweise viele kleine Gin- ^Handelsbetriebe nicht unfalloersicherungspflichtig sind-, ebenso erfassen die Verbände nicht sämtliche Wirtschaftsbetriebe und insbesondere nicht alle Einzelhandelsbetriebe, von denen erwartet werden muß, daß sie sich mit der Beteiligung an der Adolf- Hitler-Spende in den Dienst der Sache stellen. Da die Industrie- und Handelskammern neben den handelsregisterlich eingetragenen Einzelhandelsfir- men auch die kleinen, nicht eingetragenen Firmen betreuen, so haben sie es übernommen, alle die­jenigen Firmen, die bisher durch eine Berufsge- nossenschaft, oder durch einen Verband nicht erfaßt worden sind, über das Wesen und die Durchführung der Spende zu unterrichten und sie zu einer Be­teiligung zu veranlassen.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen weist daher die betreffenden Firmen ihres Kammerbezir­kes ganz besonders darauf hin, daß sie sich der Vermittlung der Kammer bedienen.

Die Sammer übernimmt sowohl die Entgegen­nahme der Spenden, wie auch die Verausgabung der Spendenscheine. Ferner prüft die Sammer,

ob der Beitrag In voller höhe elngezahlt wurde und stellt den Ausweis über den Gesamtjahres- beitrag aus.

Da wohl bei vielen Firmen über die Höhe der Spendenbeträge noch Unklarheit besteht, seien die festgelegten Sätze hier kurz wiederholt. Als Jah­resbeitrag soll für jedes Einzelhandelsunter, nehmen folgender Spendenbetrag gezahlt werden: a) Grundbetrag: Für jeden Be­trieb Hauptbetrieb und jede Filiale 12 Mark pro Jahr, b) Zusatzbetrag: für jede in dem Einzelhandelsunternehmen beschäftigte Per­son, also Lehrlinge, Hausburschen, Verkäufer, Ge- schaftsführer, Reisende, Buchhalter usw., jedoch nicht die dem Hausstand des Geschäftsinhabers ange­hörende Familienmitglieder, 0,50 Mark für den Monat.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen richtet die eindringliche Bitte an alle Einzel- Händler des Kammerbezirk», soweit sie noch nicht von der Berufsgenossenschaft oder den Linzel- Handelsverbänden bei der Adolf-Hitler-Spende erfaßt wurden, durch Vermittlung der Kammer den Spendenschein zu erwerben, nicht abseits zu stehen und durch die Teilnahme an der Spende diese zum vollen Erfolg zu verhelfen.

Dabei liegt der Erhalt des Spendenfcheins im Interesse des Betriebes selbst, da bekanntlich Geld­sammlungen bei den Inhabern des Spendenscheines allen Angehörigen der Dienststellen und Einrichtun­gen der NSDAP, von der Parteileitung oervoten worden sind.

irischast.

<

Oie Arbeiislosenziffer im Bezirk Hessen sinkt weiter.

Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen nahm im Monat September um rund 14 250 oder 5,7 o. H. Les Standes vom Ende August weiterhin ab. Die Abnahme war, wie in Len vorhergehenden Monaten, bei den Män­nern erheblich stärker als bei Len Frauen. Insgesamt wurden am 30. September 233 959 Arbeitslose ge­zählt, davon waren 42 428 oder 18,1 v. H. Frauen. Die Zahl Ler Arbeitslosen im Bezirk des Landes- arbeitsamts Hessen liegt damit um über 64 000 ober 21,5 o. H. niedriger als im gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, und ist seit dem winter­lichen Höchststand, also seit Mitte Januar d. I., um fast 100 000 oder 30 o. H. zurückgegangen. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeits­losenversicherung und Krisenfürsorge ging im Monat Septemver um rund 5700 auf 76 600, die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen um 9450 auf rund 97 000 zurück.

Oie Deutsche Reichsbahn im August.

Im Güterverkehr der Deutschen Reichsbahn ist im August, gemessen an den Wagengestellungs- zahlen gegenüber dem Vormonat, eine Steige- r ung um 0,3 v. H. eingetreten, im Vergleich mit August 1932 beträgt Ler Verkehrszuwachs 7,5 v.H. Die günstige Berkehrsgestaltung ist vor allem auf vermehrte Transporte in landwirtschaftlichen Er­zeugnissen, künstlichen Düngemitteln, Brenn- und Baustoffen, Umzugsgut und Seefischen zurückzufüh- ren. Der Personenverkehr gestaltete sich unter dem Einfluß des anhaltenden schönen Hoch­sommerwetters auch im August weiter lebhaft. Er war z. T. stärker als der Reiseverkehr im gleichen Monat des Vorjahres. Auch der Ausflugver­kehr war bedeutend, obgleich sich Kraftwagen und Autobusse selbst auf weiteste Entfernungen in stärkstem Maße in die Verkehrsbedienung einschal­teten. Die Leistungen für den Reichsparteitag in Nürnberg fallen in der Hauptsache erst in den September. Nur 42 Sonderzüge liefen bis zum 31. August in Nürnberg zu. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 8795 (Vormonat: 8072, August 1932: 3800) überplanmäßige Züge gefahren. Die Zahl der geleisteten Zugkilometer stieg auf 56,48 (Vormonat: 55,99) Millionen, die Wagenachskilometer erhöhten sich auf 2055,09 (2018,05) Millionen. Die Be­triebs einnahmen stellten sich auf insgesamt 262,82 (260,03) Millionen Mark und waren' um 11 Millionen Mark höher als im entsprechenden Vor­jahrsmonat. Der Personen- und Gepäckverkehr brachte im Vergleich zum August 1932 eine Mehr- einnahme von rund eine Million. Die Einnahmen aus dem Güterverkehr weisen gegenüber dem Juli

1933 eine Verbesserung um 6 Millionen Mark und gegenüber August 1932 eine Steigerung um 10 Mil­lionen Mark auf. Aus der Ausgabenseite beliefen sich die fälligen Verpflichtungen auf 288,9 (272,10) Mill. Mark. Die vermehrten Aufwendungen für Unterhal­tung und Erneuerung sind auf diesich in zunehmen, den Umfange auswirkenden Maßnahmen zur Durchführung des Arbeitsbeschaffungsprogramms zu­rückzuführen. Die Monatsabrechnung schließt gegen­über Len Betriebseinnahmen mit einer Mehraus­gabe von 26 (12) Millionen Mark ab, die z. T. aus Steuergutscheinen gedeckt ist. Der Personal­bestand erhöhte sich auf 618 218 (615 367) Köpfe. Der Mehrbedarf ist in der Hauptsache auf die Einstellung von Arbeitern in den Werkstätten und auf die Ein- schränkung der Zahl der Feierschichten zurückzuführen.

* Devi f enhöch st betröge im Novem­ber. Der Reichswirtschaftsminister hat angeordnet, daß der Grundbetrag der allgemeinen Genehmigun­gen für die Wareneinfuhr im Monat November 1933 nur bis zur Höhe von 50 v. H. in Anspruch ge­nommen werden darf.

* D i e Indexziffer der Großhan­delspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 4. 10. 33 berechnete Indexziffer der Groß­handelspreise stellt sich auf 95,5; sie hat fick gegen- über der Vorwoche (95,3) um 0,2 v. H. erhöht. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 92,1 (+ 0,7 d. Sy), industrielle Rohstoffe und Halo- roaren 88,9 ( 0,1 v. H.) und industrielle Fertig- waren 113,8 (+ 0,2 v. H.), hiervon Produktions­mittel 114,1 (uno., Konsumgüter 113,5 (+ 0,2 v. H.).

* Adam Opel A G., Rüsselsheim a. M. Die Absatzsteigerung bei der Adam Opel AG., Rüsselsheim, hat auch im September angehalten. Nach einer Statistik, die sich auf 78,2 v. H. der im September geleisteten Arbeitszeit bezieht, wurde in dem erfaßten Zeitraum schon die Zahl der ganzen Monat August gelieferten Personenwagen nahezu erreicht. Die Absatzziffer fürBlitz"-Lastwagen hat sich etwa behauptet. In Anbetracht des in anderen Jahren um diese Zeit üblichen saisonmäßigen Liefe­rungsrückganges fei diese Entwicklung besonders bemerkenswert.

Frankfurter Börse.

Tendenz freundlich.

Frankfurt a. M., 7. Okt. Wenn auch das Ge- schäft keine nennenswerte Belebung erfuhr,.so war die Tendenz an der Wochenschlußbörse doch durchaus freundlich, da von der Kundschaft kleine Kauforders eingetroffen waren. Die Kulisse trat etwas aus ihrer Reserve heraus und nahm kleine Meinungskäufe vor, zumal man die internationale Situation etwas zuversichtlicher beurteilte.

Das Hauptinteresse erstreckte sich wieder auf den Rentenmarkt, an dem In gewissen Titeln etwas

lebhaftere Umsätze stattfanden. Fest lagen besonders Altbesitzanleihe, exklusive Auslosung wurden sie mit 76,25 (plus 1,25 v. H.) und inklusive Auslosung mit 78,75 vis 79,25 v. H. (plus 1,5 v. H.) gehandelt. Ferner waren späte Reichsschuldbuchforderungen mit 84,75 v. H. (plus 0,5 v. H.) lebhafter. Neubesitz, und Schutzgebietsanleihe lagen mit 11,30 bzw. 7,70 v. H. je 5 Pf. höher. Stahlverein-Bonds eröffneten mit 62,25 0,25 v. H. freundlicher.

An den Aktienmärkten waren die Umsätze wesentlich kleiner, doch zeigten sie durchschnittliche Erhöhungen um 0,5 o. H. Stärker befestigt waren Siemens mit plus 1,75 v. H. (139,75 v. Sy). Bekula und Licht & Kraft gewannen 0,90 v. H. bzw. 1 v. H. JG.-Farben eröffneten mit 116,90 v. Sy gut behaup­tet und zogen bann auf 117,25 v. Sy an, Deutsche Erdöl lagen 0,75 v. H. höher. Am Montanmarkt be­trugen die Besserungen von 0,25 bis 0,50 v. H. außer Ilse Genuß, die 0,90 v. Sy verloren. Kali Westeregeln lagen 1 v. Sy fester. Bis zu 0,65 v. H. hoher eröffneten noch L. Tietz, Daimler Motoren, Holzmann und Reichsbank, AG. für Verkehr gewan­nen 0,90 v. H. Dagegen bröckelten Schiffahrtsaktien weiter etwas ab, Norddeutscher Lloyd 9,90 (minus 0,25 o. Sy).

Am festverzinslichen Markt zeigte sich Nachfrage nach Goldpfandbriefen, die 0,50 bis 0,75 v. H. anzogen, auch einzelne Kommunal-Obligatio- nen konnten sich weiterhin etwas befestigen, wäh­rend Liquidationspfandbriese uneinheitlich tendier­ten. Stadtanleihen waren eher angeboten und meist von 0,5 bis 1 v. H. schwächer. Von Länderanleihen gaben 1928er Hessen um 0,5 v. H. auf 82 v. H. nach, während 1929er mit 86 v. Sy behauptet blieben. Auslandrenten lagen sehr still. Steuergutscheine von 1934 zogen um 0,13 auf 99,75 o. Sy an, der Durch­schnittskurs blieb zu 86,90 unverändert. Tages­geld weiter leicht, 3 v. Sy Exportoaluta 23,50.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 9. Okt. Dorauftrieb: 1060 Rinder (371 Ochsen, 64 Bullen, 335 Kühe, 280 Für- (en), 489 Kälber, 96 Schafe, 3714 Schweine. Es wui> den notiert: Rinder: Ochsen 22 bis 33 Mark, Bullen 22 bis 31,Kühe 12 bis 28, Färsen (Kalbinnen) 22 bis 33, Kälber 22 bis 40, Schafe 20 bis 28, Schweine 42 bis 52 Mark. Marktverlauf: Rinder mittel­mäßig, Kälber und Schafe ruhig, Schweine mittel­mäßig.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 7. Okt. Nach dem zögernden Geschäft in der Vorwoche hat sich der Absatz in dieser Woche recht gut entwickelt, so daß vielfach die nur knappen Zufuhren nicht den Bedarf deck­ten. Da auch die Anlieferungen aus dem Auslands klein waren, konnten sich die Preise auf dem letzten Niveau halten, und die Tendenz ist stetig. Deutsche und holländische Markenbutter kostete uno. 140 bis 145 Mark per 50 kg franko Frankfurt a. M.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 7. Okt. Infolge der höhe­ren Forderungen des Auslandes haben die Preije allgemein leicht angezogen, zumal die Zufuhren weiter klein olieben. Indessen war. das Geschäft nach dem Ultimo etwas besser, auch die am 1. Ok­tober eingetretene Zollermäßigung nahm auf das Geschäft einen günstigen Einfluß. Die Tendenz wird als fest-bezeichnet. Es notierten je Stück in Pfennig: Deutsche Frischeier Kl. S 12, Kl. A UVi, Kl. B 11, Kl. C 10'/,. Bayern 11, kleine 103/«. Holländer Kl. S 11'/,, Kl. A 11, Kl. B 10'/,, Kl. C 10, Kückeneier 8. Dänen und Schweden Kl S 11'/«, Kl. A 103/«, Kl. B 10'/«, Kl. C 93/«. Memelländer Kl. S fl, Kl. A 10'/-, Kl. B 10, Kl. C 9'/,. Bul­garen je nach Größe 9'/« bis 9'/,, Rumänen je nach Größe 9 bis 9V«, Ungarn und Jugoslawen 9.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Montag, 9.Oktober: Geschloffen. 10.: Der Vogelhändler; Anfang 19.30 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. 11.: Cavalleria rusticana, Der Bajazzo; Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. 12.: Der fliegende Holländer; Anfang 20 Uhr, Ende gegen 23 Uhr. 13.: Der Vogelhändler; Anfang 19.30 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. 14.: Madame Butterfly; Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. 15: Der Graf von Luxemburg, Anfang 15 Uhr, Ende 18 Uhr; Carmen, Anfang 19.30 Uhr, Ende 23 Uhr. 16.: Zum ersten Male: Arabella; Anfang 19.30 Uyr, Ende gegen 23 Uhr.

Schauspielhaus: Montag, 9. Oktober: Kon­junktur; Anfang 20 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. 10.: Krach um Jolanthe; Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. 11.: Die Räuber; Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. 12.: Die Räuber, Anfang 15 Uhr, Ende nach 17.30 Uhr; Konjunktur, Anfang 20 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. 13.: Krach um Jolanthe; Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. 14.: In der neuen Inszenierung: Die Räuber; Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. 15.: Der Meisterboxer, Anfang 16 Uhr, Ende 18 Uhr, Die Räuber, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. 16.: Krach um Jolanthe; Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. Sy, Lombardzinsfuß 5 o. H.

Jronriun u. UI.

Berlin

Frankfurt a.M

Serkin

Schluß­kurs

Schluß». Abend« börfe

Schluß- kurs

Schluß». Mittag- börfe

Schluß­kurs

Schluß». Abend« börfe

Schluß, furd

Schluß». Mittag, börfe

Datum

6.10.

7.10.

6-10.

7.10.

Datum

6-10.

7.10.

6.10.

7.10.

«% Deutsche Relchsanleihe v. 1927 »%ehem.7%Dl.Retchsanl.v.l92S 6y»% $outig«9lnleibe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöf.-Schuld mti

Aullos.-Rechten .............

Lesgl. ohne Auilos^Rechte......

6% ehem.3% Hess. Bolksstaat 1929

(rllckzahlb. 102%) ............

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12..................

6Vi% Hess. Landes-Hypotheken­bank Darmstadt ßlqul.........

Oderhessen Provinz-Anleihe mit Auslos^-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An»

leihe Serie 1 mit Auslos.-Recht-n

6% ehem. 8% Franks. Hyv.-B -k

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

<% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 16 unkündbar 618 1936

6%% ehem. 4}4% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbrtefe.......

6%% ehem. </,% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....

6% ehem. 8% Pr. Landeöpsand» briefanstalt, Pfandbriese R. 19

6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Pfandbriese R. 10

Steuergutsch. Verrechnungskurs»..

4% Oesterreichifche Goldrente.... 4,20% Oeslerrelchische Silberrente 4% Ungarische Goldrenle.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

*V*% dcsgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmexikaner Von 99

4% Türkische Zollanlethe von 1911 Eaadadbahn-Anleihe

86,75

100

86,4

11,25

84

84,75

74,5

85,5

85,25

85,25

87,25

85,5

85,5

86,9

0,70

86

100

86,5

IM

84

83,5

74,5

86,25

86,25

85,25

86,75

85,5

85,5

86,9

12,5

0,70

85,75

99,9

86,5

11,25

83

74,13

85,5

85,5

86,9

11,8

86,25 99,9 86,7

11,4

84,5

83

74,13

85,5

85,5

86,9

13

4% desgl. Serie 11 .............

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4/,%Rumän.vereinh.Mentev.l913 4% Rumänifche vereinh. Rente ..

2 Vt% Anatolier ...............

Hamdurg-Amertka-Pake« .....0

Hamburg-Südam. Dampsfchiss. 0 Hansa-Dampsschtss........... 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Ban? und Dioconto-

Gesellschaft................o

Dresdner Bank.............. 0

Reichlbank ................ 12

A.E.G................... 0

Bekula.....................o

Elektr. LieferungSgefellschast ... 6 Licht und Kraft ............. 6

Felten & Guilleaume.........0

Gesellsch.f.Elektt.Untemehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........5

Schurkerl L Co............... 6

Siemen»«Halske............ 7

LahmeyerLLo............. 10

Buden» ...................0

Deutsche tttböl .............. 4

5,1

2,8

4,25

2,45

25,25

9,75

10,13

39,25

83,5

41,25

42,5

35

140,5

17,13

113,5

68

87,5

41

69,5

77,25

87

137^5

63

95

5,1

2,8

4,2

2,4

25,25

9,75

10,13

39,65

83,5

41,5

42,5

35

141

17,5

114,5

70

88,5

41,5

70,5

88

139

114,5

63

94,9

4,2 2,4

25,4

9,75

22

17,25

10,25

38,75

84,25

41,5

42,5

35

140,5

17,13

113,25

68,75

86,5

40,65

69,5

77,5

87

137,4

115,13

64

95,25

2,85

4,25

2,4

25,25

9,75

23,5

17,5

10,13

39,25

84,25

41,75

42,5

35

140,5

17,9 113,65 70,25

88,5

41,13

71,4

75

87,65

138 115,25

63,75

95,25

3,9

5,5

5,13

5,05

4,15

3,7

5,5

5,15

6,05

4,3

4,4

3,9

5,65

5,15

5,05

4,4

4,4

3,8

5,25

Gelsenkirchener........ 0

ßarpenet....... 0

Voesch ElfenKöln-Neuessen .. 0

Ilse Bergbau ............ 6

Ilse Bergbau Senüss»........6

Klöcknerwerke ...............0

ManneSmann-Röbrerr........ 0

45

78,5

91,75

50,65

50,4

45,25

79,5

122

90,9

50,5

50,5

45,25

79

52

122

92

50,5

50,25

45 79,25 52,5

123 90,75 50,5 50,5

Frantsun a. M.

Berlin

Deal

enmartl Berlin Frankfurt a. M.

Schluß« kurs

Schluß». Abend- börfe

Schluß- »urö

Schluß».

Minag. börfe

6. Oktober

7.Oktober

Amtliche Jlolierung

Geld | Sriei

Amtliche Notierung

Geld | 3rlr

Datum

6.10.

7.10.

6.10.

7-10.

Mansselder Bergbau ......... 0

KokSwerke ..................0

Phönix Bergbau.............0

^rheinische Braunkohlen .....10

Kheinflahl ............. 0

Vereinigte Stahlwerke........0

Otaot Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

I. V. Farben-Indufine....... 1

Scheideanstalt....... 9

Goldschmidt ................0

KütgerSwerke...............0

MetallgeseUIchaft............. 0

Philipp Holzmann...........0

Zementwerk Heidelberg ...... 0

Zementwerk Karlstadt.........0

Schulthet» Patzenhofer .......o

Aku «Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhof............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas............... 7

Daimler Motoren............ 0

Deutsche Linoleum........... 0

Orenstetn L Koppel .......... 0

Leonhard Hetz ..............o

Ihade....... 10

ilecumulatoren-Fabrik........0

Conti-Gummi...............0

Gripner....................0

Mainkraftwerke Höchst a.M. 4

22,5

31

181,5

73

31

11

111

116,75

170,5

37,75

45,5

52

57

70,5

28,5

37,5

31

20

23,5

38,5

16,5

162

130

13,25

54,5

158,25

22,65

31,75

74

31,65

11

111,5

116,5

170,4

38,5

45,65

52

57,65 TM

29,25

37,5

30,5

20

24

37,4

16,75

160 161,25 130,25

13,5

55 160,5

22,13

65,75

31,25

192,5

73

30,9

10,9

110,5

159

116,65

38

45,5

51,5

57,25

86,5

28,75

36,5

30,25

97,5

23,5

38,5

27,25

16,4 161

129,13

158,75

22,4

66 31,25 180,5

74

30,65

10,75

111

158,25

1164

39

45,25

52

58

88

30

37

30,75

19,9

97,5

24 37,75

27,5

16

157,5 162,25

129,5

13,25

160

Vtifingiow .. Wien.......

Prag.......

Budapest ... Sofia......

Holland .... OSlo.......

Kopenhagen. Stockholm... London.....

Buenos Aires Neuyork.... B rüffel.....

Italien.....

Paris......

Schweiz.... Spanien.... Danzig.....

Japan......

Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon....

48,05 12,43

3,047 169,28

64,98 57,79 66,68

12,93 0,963 2,727 58,52 22,04

16,42 81,27

35,06 81,62 0,763 0,227 5,295

12,69

48,15 12,45

3,053

169,62

65,12 57,91

66,82

12,97 0,967

2,733

58,64

22,08

16,46

81,43

35,14 81,78 0,765

0,229 5,305

12,71

Banknoten

48,05 12,43

3,047 169,28

65,23 57,99 66,98 12,98 0,963 2,757

58,44 22,04

16,42 81,27 35,06

81,62 0,766 0,227 5,295

12,69

D,/4b 48,15

12,45

3,053

169,62 65,37 58,11

67,12 13,02 0,967

2,763 58,56

22,08 16,46 81,43 35,14

81,78 0,768 0,229

5,305 12,71

Berlin, 7.Oktober

Geld

Brief

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ...... .......

Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling

Rumänifche Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Note» ................

2,71

58,28

57,73

12,94

16,38

168,86

21,92 65,07

66,82 81,09

34,93

2,73 58,52 57,97 13,00

16,44

169,54 22,00 65,33

67,08 81,41

35,07