Obechessen
Zerlegbare Kartoffelgestelle!
D.R.G.M., für 3 und 6 Zentner |
empfiehlt billigst
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Edgar Vorrmann, Lisenhandlung
Gichen (Schulstrahe 4), den 6. Oktober 1933.
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nach Maß und fertig
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In tiefer Trauer:
Katharine Stroh nebst allen Angehörigen.
= 2)k führende Maß- Schneiderei für SKerr und 2)ame
Viiiiiiiiiiiiiiiimniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über den Nachlaß des verstorbenen Rechtsanwalts Paul Hornberger in Gießen ist zur Be- schluhfassung der Gläubiger über Die frei- händige Veräußerung der zur Konkursmasse gehörigen Grundstücke durch den Konkursoerwaller sowie zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf 6241D
Donnerstag, den 26 Oktober 1933 vormittags 10 Uhr
vor dem Hessischen Amtsgericht Hierselbst Zimmer Nr. 107. bestimmt.
Giehen. den 29. September 1933.
Hessische» Amtsgericht.
Bekanntmachung.
Die am 1. Oktober d. I. fällige Holzgeldrate kann bis zum 15. desselben Mo- na,e an unsere Stadtkasse oder deren Post- scheckkonto Frankfurt a. M. 13196 noch ohne Kosten bezahlt werden. 6236V Hessische Bürgermeisterei Lich.
Geil.
Die Trauerfeier findet Dienstag. 10. Oktober, nachm. 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt
Elegante
Mäntel
für die Anspruchsvollen
Finanzlage wurde die Sache bis nächstes Jahr zurückgestellt.
Bürgermeisterwechsel in Schlitz.
DSN. Schlitz, 8. Oft. An Stelle des vor einigen Tagen aus seinem Amte geschiedenen Bürgermeisters Dr. Niepoth wurde der Gauinspektor Kloster- mann mit der einstwelligen Wahrnehmung der kommissarischen Bürgermeister st eile der Stadt Schlitz beauftragt.
Lanvkrcis Gießen.
£ Wieseck, 8. Oft. Am Freitagabend fand eine Sitzung des Gemeinderats statt. Die Realsteuersätze für das Rechnungsjahr 1933 wurden wie folgt festgesetzt: Grundsteuer von Gebäuden und Bauplätzen (34) 40,5, Grundsteuer von land- und forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutztem Grundbesitz (70,5) 70,4, Gewerbesteuer vom Gewerbekapital (88) 88, Gewerbesteuer odm Gewerbeertrag (286) 285,2, Sondergebäudesteuer von den Steuerwerken bis 7000 Mark (45,75) 45,75, Sonberge? bäudesteuer über 7000 Mark (39,93) 39,93. Dem Gesuch des Joseph Rupprath wurde zugestimmt und der Pachtpreis ab 1. April 1933 um 10 v. H. ermäßigt. Mit Der Verlegung von Mietan- lagen auf Bankkonto erklärte sich die Gemeinde einverstanden mit der Einschränkung, daß nach 20 Jahren, also bei Uebernahme der Gasversorgung durch die Gemeinde, Mietsleistungen buchmäßig nicht mehr vorhanden sein dürfen. Bei einer evtl, früheren Uebernahme übernimmt die Gemeinde die Mietsleistungen saldenmäßig. Die Verzinsung und Tilgung ist durch § 9 des Vertrags geregelt. Für die Verlegung dieser Anlagen wurde vorerst ein Kredit von 2000 Mark aus dem Restguthaben der Gemeinde bei der Meininger Hypothekenbank bewilligt. Für die Verlegung von Mietsanlagen wurde ein Kredit nicht bewilligt. Der Gemeinderat genehmigte den Ankauf eines Gelände st reifens von 150 Quadratmeter auf
Erste Zeniral-Eberversteigerung in Gießen.
. e r st e Z e n t r a l - E b e r v e r st e i g e r u n g nnfr^ffVfn(am>.^re,la9' bem 6 Oktober, war ein DoUer Erfolg für d.e oberhessischen Schweinezüchter, wie auch für die Veranstalterin, die Hessische Dauerukammer Bei der vor der Versteigerung er- [olgkn Borbesichtmung der anaemeldeten Eber wur- iE. nur solche Tiere zugelassen, die auf Grund ihrer äußeren Form sowie ihrer Abstammung wertvolle Zuchttiere zu werden versprechen. Deswegen war Der Gesamteindruck der zur Versteigerung gekommenen Eber auch recht gut. Die Gemeinden, Die in Gießen gekauft haben, können versichert sein, daß Die erworbenen Eber bestimmt zur Hebung Der Schweinezucht beitragen werben.
3m ganzen kamen 16 Eber bes deutschen Edel- fchwems und 31 Eber des veredelten Landschweins zum Herkauf, so daß der Bedarf der Käufer — mit einer Ausnahme oberhessische Gemeinden — restlos gedeckt werden konnte. Don den Edelschweinebern wechselten 11 Stück ihren Besitzer DerDurchschnitts- erlös betrug 165 Mark. Den höchsten Erlös mit 195 Mark erzielte Paul Hoffmann- Hof-Güll für einen mit einem 1. Preis ausgezeichneten Eber, ben sich die Gemeinde Rieder-Weisel sicherte. 190 Mark legte die Gemeinde Harbach für einen aus Der Zucht von Karl L u h - Lang-Gons ftammenDen Eber an. 170 Mark bis 175 Mark brachten noch die Eber von Wilhelm Ludwig L u h, Wilhelm Weil III. Wwe. und Karl L u h, sämtlich in Lang- Göns, die in Den Besitz Der (Bemeinben Kirch-Göns, Gettenau bzw. Pohl-Gons übergingen.
Von 31 Ebern Des veredelten Landschweins mürben 19 Stuck abgesetzt. Der Durchschnittserlös betrug hier 137 Mark. Den überragenben Erlös von 230 Mark erzielte Karl Larberg- Hof-Wickstadt für einen aus ber Zucht von Gehrke- Ahrsen ftammenben, mit einem 1. Preis ausgezeichneten Eber. Je 175 Mark legten Die GemeinDen Eber- ftaDt unD Gontershausen für Die von Heinrich Klos III. • StangenroD unD Otto Wilhelm Del- ten-Lang-Göns gezüchteten Eber an. 15.5 Mark bezw. 150 Mark brachten Die Eber von Wilhelm Stark III.-Wirberg unD Karl Larberg- Hof- Wicksiabt, Die von Der (Bemeinbe Bellersheim bzw. Dem Freiherr!. RieDefelfchen Hofgut SickenDorf erworben würben.
Wetterauer Obstmartt in Butzbach.
Butzbach, 7. Oft. Der Obftmarft am gestrigen Freitag war recht gut beschickt. AllerDings überstieg Dabei Das Angebot Die Nachfrage. Es wurden pro Zentner bezahlt für Tafelobst: Aepfel 15 bis 19 Mark, Birnen 4 bis 8,50 Mark, Zwetschen 6 bis 6,50 Merk, Nüsse 28 bis 35 Mark! Wirtschaftsobst: Aepfel 7 bis 10 Mark, Birnen 3,50 bis 4 Mark. Der Han Del vollzog sich recht lebhaft.
Gemeinderat in Grünberg.
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Freitagabend ist mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Groß vater, Bruder, Schwager u Onkel Herr Karl Stroh im vollendeten 80. Lebensjahre von uns gegangen.
# Groß-Eichen, 7. Oft. Die Arbeiten in unserer Kirche gehen jetzt ihrem Enbe entgegen. Zur Zell arbeitet Kirchenmaler Belte aus Nieder- RamstaDl an Der künstlerischen Ausmalung. Am 15. Oktober soll Die feierliche Einweihung im Vor- mittagsgottesbienst vorgenommen werDen. Nach Der Fertigstellung Dürfte Groß-Eichen eine Der schönsten Kirchen Der UmgegenD besitzen. — In der vergangenen Nacht gab es in unserem Dors Feueralarm. 2m Wohnhaus des Geflügelzüchters S ch ö l D e r l e war Feuer ausgebrochen. Durch ein Pol- llrn, verursacht durch niederfallende Stücke Der KüchenDecke, wurden die Hausbewohner geweckt und konnten sofort Die Nachbarschaft alarmieren. So war es möglich. Das Feuer im Keim zu ersticken. Vermutlich ist durch eine schadhafte Stelle Des Küchenkamins der Brand entstanden.
<> Sellnrod, 7. Oft. Am Montagabend veranstaltete der Veteranen- und Militär-
des Deutschtums am Rhein ungebrochen geblieben ist. Als ich ihm in den Tagen des schmachvollen Zu- sammenbruches unseres Volkes und des schandbaren Verrates der Revolution 1918 nahe trat, habe ich sofort erkannt, daß dieser knorrige Oberhesse sich nicht beugen und brechen läßt, wenn auch noch so viele Franzmänner und ihre Helfersmänner unb Demokraten unb Marxisten unb Zentrumsgewal- tige am beutschen Rhein ihr Wesen treiben. So sind wir benn Schulter an Schulter geftanben im Kampf für bie Ehre unb Die Freiheit unserer Ration. Die nationalen läge, bie wir zusammen geführt haben am Rhein unb in ber ganzen Provinz Rheinhessen, haben viele Tausenbe ins Gefolge bes nationalen Willens bis zum letzten gebracht. Ich gedenke ber großen herrlichen vaterlänbischen Feiern, bie wir in ber Stabt Bingen, auf ber Landskrone, auf Der Teufelsrutsch bei WenDelsheim gehabt haben, unb ?wwer war Johann Peter Dem in ber vordersten I Reihe wo es galt, sich zum freien deutschen Rhein I ^1nen‘ gedenke aber heute mit besonderer I stiller jreube der Geheimsitzungen (geheim vor den I izranzosen und ihren Spionen), Die wir zur Abwehr der „Rheinischen Republik bei Vater Mahrmann in Bingerbrück unD anDerroärts an Den Ufern Des Vaters Rhein, auch in Der Behausung unseres lieben Dem hatten, meist unter Dem Motto „Wein- probe“. Wie haben wir Da im Geheimen Die Pläne unD Die Mafien geschmieDet, um unser liebes Vaterland und seinen Rhein (nichtDeutschlands Grenze, sondern Deutschlands Strom!) freizukriegen unb freizuhalten von ber Schmach. Ich reiche dem alten treuen Kämpen heute die Hand mit innigem Danke: Du hast es nicht nötig, dich jetzt als Deutscher zu beweisen: du bist es immer gewesen, auch in den Tagen, da Not und Gefahr uns drohten' Sei gc- l grüßt und fei beglückwünscht, daß du ein freies | Deutschland erlebt und den Glauben erfüllt gesehen hast, baß Arbeit unb Kamps für Volk unb Land feinen Segen unb Sieg finbet von dem allmächtigen treuen Gott! Er lasse dich noch viele Jahre deutscher Kraft und Größe sehen!
Kunst unD Wissenschaft.
100 Jahre Mainzer Lkadttheaker.
Anläßlich des 100jährigen Bestehen» des Mainzer Stadtthcaters wurde die diesjährige Spielzeit mit einer Morgenfeier festlich eingeleitet Unter Öen Ehrengästen bemerkte man (Bauleiter Reichsstatthalter Sprenger, Prooin- zialbirektor Dr. Wehner und Oberbürgermeister Staatsfommiffar Dr. Barth. Nach einem Vor- sprach von Dr. Walter B e ft und der Vaterländischen Ouvertüre von Reger gab Oberbürgermeister Dr. Barth einen Rückblick auf die Ber- gangenbeit und einen Ausblick in bie Zukunft.- Mainz sei ein Träger beutschen Kulturgutes allezefi geblieben. Nichts sei so oolksoerbunben wie Die Kunst. Aufgabe ber beutschen Kulturpolitik sei es, ber beutschen Art gerecht zu werden. Das Deutsche Kulturgut Der Vergangenheit unD Der Gegenwart Zu pflegen unb bem künftigen, aus beutschem Blut gewordenen Kulturgut bie Wege zu ebnen. Was ber Nationalsozialismus auf kulturpolitischem (Be- biet forbert, ist ber Gebanke, baß Die Kunst bem Edlen, bem Starken unb bem (Befunben Ausdruck verleihen soll. Nach Oberbürgermeister Barth sprach Intendant T r e b e, ber im Namen aller feiner Mitarbeiter ein Gelöbnis in biefem Sinne ablegte. Der 150. Psalm von Bruckner unb bas Horst- Wessel-Lieb bilbehm ben Abschluß ber Feier.
• 20. vachsest in Köln.
Em Bettler erhielt wegen Bettelns einen Strafbefehl über brei Wochen Hast. Dagegen legte ber Angeklagte Einspruch ein. In ber Hauptoer- Handlung hielt bas Gericht bie Voraussetzungen bes
4 RStGB. für gegeben unb erkannte entsprechen!) bem Antrag bes Amtsanwalts auf bie im Strafbefehl ausgesprochene Strafe.
Der schon mehrmals wegen seiner Gewalttätig- ketten vorbestrafte H. B. von Gießen saß roieber wegen Körperverletzung auf ber Anklagebank Er erhielt im September bes Jahres einen Strafbefehl, well er bie H. M., bie von bem Angeklagten noch einen kleineren Geldbetrag forderte, an eine Mauer drückte, ihr dabei ins Gesicht schlug und sie bann mit beschuhten Füßen berart bearbeitete, daß sie sich wegen eines Blutergusses am linken Oberschenkel in ärztliche Behanblung begeben mußte. Der Amts- anwalt beantragte wegen Körperverletzung im Sinne bes § 223a brei Monate Gefängnis. Das Urteil lautete entsprechet bem Antrag bes Anklagevertreters. Die Kosten trägt ber Angeklagte.
Der in Aßlar wohnhafte A. W. follibierte auf feinem Motorrab mit einem bes Wegs fommenben Milchfuhrwerk an ber Ecke Moltkestraße—Kaiser- aüee. Weaen Verstoßes gegen bie Kraftfahrzeug- verkehrsordnung erhielt er einen Strafbefehl von 10 Mark, gegen ben er Einspruch einlegte. In ber Hauptoerhandlung setzte bas Gericht bie Strafe auf echs Mark herab. Der Amtsanwalt pläbierte auf Beibehaltung ber in bem Strafbefehl feftge- etzten Strafe.
In einem anberen Falle hatte sich bas Gericht mit bem Kraftfahrer PH. H. zu beschäftigen, bie im August b. I. ein Fahrrab gestohlen haben sollte. Die Verhanblung würbe ausgesetzt zwecks Ein- holung eines ärztlichen Gutachtens, bas bie gei- tige Konstitution bes Angeklagten feststellen soll, bie burch einen Unfall in Mitleidenschaft gezogen I ein soll.
70. Geburtstag eines verdienstvollen Oberheffen.
Der „Rhein- unb Nahe-Zeitung“ in Bingen entnehmen wir auf Wunsch folgenbe Ausführungen des Präsibeitten unb Lanbeskirchenrates Pfarrer Berck-Roßborf:
I In Köln würbe bas 20. B a ch - F e st der neuen Bach-Gesellschaft Leipzig mit einem kurzen Festakt in der Hochschule für Musik eingeleitet. Oberbürgermeister Dr. Riesen (Köln) begrüßte bie Versammlung zugleich im Namen bes Kölner Bach- Vereins unb ber Konzertgcsellschaft. Reichsgerichts, präfibent a. D. Simon eröffnete bas Bach-Heft mit Dankesworten an Professor Wald, Professor B o e 11 unb Generalmusikbirektor Prof. Abend- r o t h, bie sich um Die Durchführung besonDers bemüht haben. Dann hielt Professor Dr. B e r t r a m (Köln) einen Vortrag über Johann Sebastian Bach. Er zeichnete *Die Sebeulung bes Altmeisters ber Musik für Das ganze Deutsche Kulturleben unD roür- Digte besonDers Die geistigen VerbinDungen, Die von Bach zu Dürer unD Luther führen. Das Bach-Fest fanD seine Fortsetzung in Der Karthäuser-Kirche mit einer Adenbmusik, Die Orgelchoräle, Die Kantate Nr. 169 unD Die A-Dur-Messe Nr. 3 brachte. Außer- Dem finDen ein Festgottesdienst im Stile Der Bach- Zeit, sowie weitere Ausführungen kirchlicher und weltlicher Musikwerke unter Mitwirkung hervor- ragender Solisten statt. Di- Veranstaltung, bie zum ersten Male in Köln ftattfinDet, hat eine außerordentlich große Beteiligung gefunden. Die neue Bach-Gesellschaft, Deren Mitglieder aus allen Teilen Deutschlands erschienen sind, hält gleichzeitig in Köln ihre Mitgliederversammlung ab.
kirchliche Nachrichten
Gießen. An ben Werktagen ist die Rosenkranz- andachl Montag, Mittwoch und Freitag um 20 Uhr- Dienstag, Donnerstag und Samstag um 18 Uhr. ' Montag, 9. Oktober.
Laobach. 7.30 Uhr: Messe.
Mittwoch, 11. Oktober.
Hungen. 7.15 Uhr: Messe.
Am 26. Scheidung (September) vollendete ein Burger der Stadt Bingen sein 70. Lebensjahr, der in Arbeit und Kampf seinen Dienst getan hat ür Volk und Vaterland, für Staat und Kirche in harter, schwerer Zeit, Johann Peter Dem.
Da er jahrelang mein Arbeitsfreund und Kampf- zenosse in Treue und Liebe gewesen ist, widme ich ihm und allen, die ihn schätzen und lieben, diese Zeilen zum Geburtstagsgruß.
Es ist bekannt, wie der Mann in rührigem Fleiß unö solider Arbeit aus kleinem Anfang es zu einem angesehenen Namen in Der Geschäftswelt gebracht Hai WeinhänDler Dem ist weithin in Ehren gekannt. Gern hat Die StaDt Bingen auf Den Rat ihres Bürgers gehört, unD feine evangelische (Be- n, c, n , ------- . HjeinDe hat gut Daran getan, ihn in ihren obersten
JLr ?? äu berufen. Was ihn aber besonders heraus-
,'E'uer Milttarzett hebt aus vielem, ist feine Vaterlandsliebe, die auch 1,1 Dienstagabend I in Den größten Nöten Deutschlands unb befonbers
verein bei Gastwirt Merz eine schlichte Hin - benburg-Geburtstagsfeier. Nach ber Eröffnung burch bin Führer Gg. Zimmer hielt Pfarrer König eine Ansprache, bie in einem breifachen „Sieg Heil!“ auf Den Reichspräsibenten unb ben Reichskanzler ausklang. Das Deutschland- Lied unb bas Horft-Wessel-Lieb wurden gesungen. Alsdann verlas Pfarrer König einen Abschnitt aus Dem Buche W. Beumelburgs „Sperrfeuer um Deutschland" über bie Schlacht bei Tannenberg, sowie einige anbere Kriegs- unb Militärerlebnisse. Weiter erzählte Zollsekretär interessante Begebenheiten aus |______ ______
in Potsbam. — Am vergangenen Dienstagabend
(Brünberg, 7. Oft. In ber jüngsten G e • meinberatsfitzung gab zunächst Bürger- meister Dr. Milbner bekannt, baß er in ber nächsten Sitzung in Anlehnung an ein vom Mini- fterium herausgegebenes Muster über eine Orts- bausahung einen Entwurf für (Brünberg oor- legen werde
Von ber Errichtung von N o t - unb Behelfs- Wohnungen Im Rahmen Des Arbeitsbeschaffungsprogrammes will man absehen. Da man Die Aufnahme eines Kapitals für Diese Zwecke — es kommen nur Beträge von 10 000 Martan in Frage — nicht für unbeDmgt nötig hält.
Für JnstanDsetzungsarbeiten in Der Wohnung des Demnächst einzichenben Direktors im Lanbwirt- schaftsamt würbe ein Kredit von 70 Mark bewilligt, gegenüber dem Voranschlag des Hochbauamtes, der 10 Mark betrug.
Bei Der Aenderung Der PolizeioerorDnung über Den Fuhrwerks- und Kraftfahrzeug- verkehr in Der StaDt (Brünberg vom 30. Jan. 1930 will Die Bürgermeisterei Vorschriften über das Verbot von Parken in belebten Straßen, sowie über bie Festsetzung einer Hochstgeschwinbigkeit von 10 Kilometer in einzelnen Straßen in biese Verorbnung aufnehmen lassen.
Die Nachprüfung einiger zusätzlicher Arbeiten bei Der Errichtung bes Schwimmbades burch Architekt W. Wehrum (Gießen) hat nur in einem Falle eine unwesentliche Beanstanbung ergeben. Der Bericht würbe zur Kenntnis genommen. Im Anschluß Daran wurde beschlossen, daß Die ganze Schwimm- baDangelegenbeit, Die für Die Bürgerschaft eine Auf- flarung erheischt, Durch Architekt Wehrum einer Nachprüfung unterzogen werDen soll.
Weiter beschäftigte man sich mit ber Be- Ichaffung von neuen Uniformröcken (blau) für die Freiwillige Feuerwehr, unter ber Voraussetzung, baß bie Lanbesbranboer- sicherungskammer 7,50 Mark und jeder Feuerwehrmann 4 Mark pro Rock tragen würden, müßte die Stadt noch 3,50 Mark für den einzelnen Rock auf- wenden, was eine Gesamtausgabe von 350 bis 400 Mark ausmachen wurde. Mit Rücksicht auf die
ber Stockwiese zur Anlegung eines Grabens von ber Evangelischen Kirchengemeinbe Gießen zum Preise von 30 Mark. Das Gesuch bes Postamtes Gießen über bie Benutzung ber Autohalle wurde zurückgestellt, da weitere Ermittlungen eingezogen werden sollen. Der Gemeinderat beschließt ferner die Erhebung einer Bürge r.st euer für 1934 mit 500 v. H. der Reichssätze, bie Den Lohn- unb Gehaltsempfängern im Lohneinhaltungsoerfahren auf ber Steuerkarte angeforbert werben sollen.
• Klein-Linben, 8. Oft. Am gestrigen Samstag gegen 20.15 Uhr ereignete sich hier in Der Frankfurter Straße ein Verfehrsunfall. Ein Kraftfahrer streifte mit feinem Wagen Das linfe VorDerraD eines Fuhrwerks, bas er überholen wollte. Durch ben Anprall stürzte ber Fuhrmann vom Bock unb erlitt Verletzungen an Armen unb Beinen. Die (Benbarmerie nahm bie notroenbigen Ermittlungen über bie Schulbfrage auf.
Kreis Büdingen.
ow. Oder-Wibbersheim, 7. Okt. Ein tödlicher Unglücksfall ereignete sich heute vormittag im hiesigen Steinbruch. Durch einen herab- fallenden Stein wurde der 21jährige Arbeiter Heinr. Pfeiffer von Bisses am Hinterkopf so j ch w e r v e r l e tz t, daß er auf ärztliche Anordnung alsbald in die Chirurgische Klinik nach Gießen verbracht werden mußte. Hier erlag der Bedauerns- werte nach kurzer Zeit feinen schweren Verletzungen.
Kreis Schotten.
wurde m unserer Turnhalle ber Tonfilm „Siu- tenbes Deutschlanb“ vorgeführt.
Strafkammer Gießen.
Der in Gießen wohnhafte Arbeiter E. St mürbe seinerzeit vom Gießener Amtsgericht zu vier Wochen Gefängnis oerurteiti, ba er feine (Eltern bebroht haben sollte. Gegen biefes Urteil legte Der Angeklagte Berufuna ein, bie kostenpflichtig zurückgewiesen würbe. Jedoch gewährte bas Gericht Dem Angeklagten bebingten Strafaufschub auf brei Zähre.
Unter Ausschluß ber Oeffenttichkeit verhanbette bas Gericht gegen ben W. B. von Gießen, ber wegen Vergehens gegen 8 183 RStGB. in ber ersten Instanz zu zehn Monaten Gesang- n i 5 verurteilt würbe. In ber Berufungsverhand- lung würbe nach einaehenber Beweisaufnahme bie Berufung bes Angeklagten kostenpflichtig zurückge- wiesen.
In einer weiteren Sache würbe ber R. St aus Neustabt vom Amtsgericht Lauterbach zu 150 Mark Gelbstrafe verurteilt, ba er im Vogelsberg Schnäpse unb Liköre mit einem bestimmten Alkoholgehalt absetzte, ben bie Getränke gar nicht enthielten. Gegen biefes Urteil verfolgte ber Angeklagte bas Rechtsmittel ber Berufung, bie teilweise Erfolg hatte. Das Gericht verurteilte ben Angeklagten zu einer (B e l b ft r a f e von 50 Mark.
Unter Ausschluß ber Oeffenttichkeit tagte bie Kammer in einer Prioatklagesache. Eine Ehefrau aus Saasen sollte ben Müller F. im Sinne bet §§ 185, 186 RStGB. insofern beleibigt haben, als sie ihm schwere sittliche Verfehlungen, Die sich Der I Privatkläger währenD Der Dienstzeit Der Angeklagten bei ihm ihr gegenüber zu Schulben kommen ließ, oorwarf. Vom Amtsgericht in (Brünberg war Die Angeklagte f r e i g e f p r o d) e n worDen. Das Gericht schloß sich bem Urteil ber Dorinstanz an, da bie Hauptverhanblung einroanbfrei bie Wahrheit ber gegen ben Privatkläger erhobenen Beschulbigungen ergab. Der Privatkläger trägt alle in biefem Verfahren entftanbenen Kosten.
Amtsgericht Gießen.
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