Ausgabe 
9.9.1933 Frühausgabe
 
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Ur. zu KrübauSsave

183. Jahrgang

Zamstag, 9. September 1933

Erschein» lägltd), autzo . Sonntags und Jeiertag*

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Thefredakteur

Dr. Friede. Wilh. Lange. Beranlroortlid) für Politik Dr Fr Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil (Ernft Blumschein und für den An­zeigenteil I.V.Th.Kümmel sämtlich m (ßießen.

Vor einem Kurswechsel in Spanien.

Oos Kabinett Azana zurückgetreien.-OieGtimmung für ein faschistisches Regime bereitet sich vor

Madrid, 8. Sept. (TU.) Die Regierung Azana hat heute mittag dem Präsidenten der Re­publik ihren Rücktritt erklärt, der von Alcato Zamora sofort angenommen wurde. Damit ist der weg freigemacht zur Klärung der bis­herigen gänzlich unhaltbaren innerpolitischen Lage, die in der Hauptsache durch die sozialistische

Ministerpräsident Azana.

Maßlosigkeit herbeigesuhrt worden war und zu einem völligen Abschwenken der Mehr­heit des spanischen Volkes oon der Regierung ge­führt hatte. Die Entscheidung über die Zukunft Spaniens liegt jetzt in den Händen des Präsidenten der Republik, der bereits die Besprechungen aufge­nommen hat. Man vermutet, bah der Führer der Radikalen Lerroux (Linksbürgcrlich) mit der Bil­dung der neuen Regierung beauftragt wird. Dies würde die Ausschiffung der Sozialisten aus der Staatsverwaltung bedeuten und vermutlich Neuwahlen zum Parlament im (Befolge haben.

Spanien ist das Land der großen Ueberraschun- gen und Unberechenbarkeiten. Vor drei Fahren ge­nügte eine Volksabstimmung anläßlich der Ge­meindewahlen, und die Monarchie st ü r z t e zusammen. Alphons XIII. hatte den schwer- wiegenden Fehler begangen, auf dem Umweg über den General Pnmo de Rivera den Faschismus Mussolinis nachahmen zu wollen, ohne soziale Re­formen dem übermäßig ausgebeuteten und ver­armtem Volke zuzugestehen. Rach dem Sturz der Monarchie entlud sich der haß der Bevölkerung weniger gegen die Träger der monarchischen Ein­richtungen, als vielmehr gegen die weltlichen und geistlichen Großgrundbesitzer, die das Entstehen eines gesunden Dauerntumes bisher verhindert hat­ten. Als König Alphons damals Spanien verließ, fiel die ganze' Welt über ihn her und warf ihm Feigheit vor. Gerade dieser spanische König aber hatte unzählige Male in feinem Leben bewiesen, daß es ihm an besonderer Tapferkeit nicht gebricht. Aber Alphons kannte sein Volk. Er trug dem Frei­heitsbedürfnis feiner Spanier Rechnung, indem er zuerst einmal von der Bildfläche verschwand und die Spanier f i ch selb st überließ.

Dieses Rezept hat ausgezeichnet geholfen. Einem kurzen Begeisterungstaumel folgte eine um so größere Periode des politischen Katzen- jammers. Die republikanische Regierung glaubte, durch die Mittel der Demokratie das spanische Volk beruhigen und die spanischen Probleme lösen zu können. Aber die Regierung wurde die Kräfte, denen sie ihr Entstehen verdankte, nicht mehr los. Nihilistische Elemente und anarchistische Terror­klubs drangsalierten das Land. Wenn auch Aus­wüchse der Klöster und der verweltlichten Kirche abgelehnt wurden, so blieb der Spanier doch ein gläubiger Christ, für den die Irrlehren des Mar­xismus auf die Dauer untragbar find. Zusehends verschlechterte sich die Wirtschaftslage, die Arbeits­losigkeit hat zugenommen, selbst eine bisher in Spanien kaum beobachtete Erscheinung, die Bettelei, ist zu einer unerträglichen Landplage geworden

Seit bald einem Jahr hat die allgemeine Krise Spaniens auch Parlament und Regierung ergrif­fen Die Zusammensetzung des Parlaments ent­spricht in feiner Weise mehr dem spanischen Volks- willen. Der spanische Präsident ist ein kluger Mann. Er hat begriffen, daß der Bogen nicht über- spannt werden darf und er scheint bereit zu fein ein Uebergangsfabinett unter dem Vorsitz von Sanchez R o m a n zu bilden und N e u - wählen auszuschreiben. Damit aber waren die spanischen Dinge in Fluß gekommen; die weitere Entwicklung ist ebenso unberechenbar wie vor drei Jahren. . _

Die Wahlen werden, wenn nicht besondere Er­eignisse eintreten, einen ganz gewaltigen Ruck nach rechts bringen. Auch in Spanien ist man der Demokratie und der Parteienmißwirtschaft überdrüssig. Man schaut voller Sehnsucht und Be­wunderung hinüber nach Italien und neuerdings auch nach Deutschland und ist seelisch durchaus be­reit, einem faschistischen Führer zu folgen. Bisher allerdings läßt sich noch nicht sagen, ob em solcher Führer vorhanden ist. Die Aussichten für Alphons XIII. sind nicht schlecht. Die Dynastie als solche wird jedoch abgelehnt, weil chre männlichen Mitglieder

unheilbar wie auch die männlichen Mitglieder der Zarenfamilie es waren an der sogenannten Bluterkrankheit" erkrankt sind. Außerdem hat sich der älteste Sohn Alphons XIII. vor einigen Mona­ten unebenbürtig mit einer kubanischen Tänzerin verheiratet. Dies hat in Spanien einen wenig guten Eindruck hinterlassen.

Es ist natürlich unmöglich, der spanischen Entwick­lung zeitliche Termine setzen zu wollen. Die Volks­bildung in Spanien liegt im Argen Politisches Wollen ist mehr oder minder auf großstädtische Klubs und Zirkel beschränkt. Entscheidend wird

jedoch sein, wie sich die Armee zu den kommen­den Auseinandersetzungen stellen wird. Aus der Armee ist der erste Anstoß zum Sturz der Monarchie ausgegangen, aus der unbeschäftigten und immer noch über einen viel zu hohen Ossiziers- ftab verfügenden Armee dürste wohl auch der Anstoßzum spanischen Faschismus aus­gehen. Als ehrlicher Freund Spaniens muß man jedoch wünschen, daß dieser kommende spanische Faschismus eine ausgesprochene soziale Note tragen wird Eine rein reaktionäre Lösung wäre für Spanien nicht oon Dauer.

König Feissal von Irak ch.

Bern, 8. Sept. (IDIB.) König 3 eiff al oon Irak, der zur Zeit aus Gesundheitsrücksichten in der Schweiz weilte, ist am Freitagmorgen in Bern einem Herzschlag erlegen. Die Leiche des Königs wird nach einem Uebereinfommen mit der englischen Regierung an Bord eines briti­schen Kriegsschiffes nach dem Irak übergeführt werden. Der 21 Jahre alte Sohn des Königs Faiffal, Emir G h a s u, ist in Bagdad 3um König des Irak gekrönt worden.

*

König Feissal ist in einem Augenblick gestorben, wo das weltpolitische Interesse wieder einmal sich den Entwicklungen in Dorderasien zugewendet hat. Der Streit zwischen den assyrischen Christen und dem Irak, innerhalb dessen sie eine Minderheit bilden, soll auf der kommenden Völkerbundstagung Beratungsgegenstand sein. Zu­sammen mit feinem Vater, dem Araberhäuptling Hussein, stellte der verstorbene König sich wäh- rend des Weltkrieges, obwohl zum Stabe des tür­kischen Oberbefehlshabers gehörend, an die Spitze der arabischen Unabhängig­keitsbewegung, die schon seit 1908 von sei­nem Vater gefördert und durch nationalistische, so­wie religiöse Impulse vorwärts getrieben wurde. An der Spitze der arabischen hilsstruppen Eng­lands zog Feissal im Jahre 1918 in Hamas« tus ein und ließ sich dort zum König von Syrien ausrufen. Der Plan der Familie Hussein war es, ein großarabisches Reich zu schaf­fen. Bei ihren Plänen und Maßnahmen wurden Hussein und seine Söhne auf das entschiedenste von dem bekannten englischen Oberst Lawrence un­terstützt. Der groß angelegte Plan, auf den drei Ländern hedschas, Syrien und Mesopotamien die­ses arabische Reich aufzubauen, begegnete aber von Anfang an ernsthaften Widerständen. Syrien mit Damaskus war von England den Franzosen als Mandatsgebiet zugestanden worden. Aus dem Königreich hedschas wurde Hussein durch den Wahabitenhäuptling Ibn Saud 1924/25 mit Waffengewalt vertrieben. Als Rest des großen

Planes biteben das Emirat Transjorda- n i e n und das Königreich Irak, das von den Engländern im Jahre 1921 Feissal übertragen wurde, allerdings zunächst Mandatsgebiet blieb. Nach jahrelangen Bemühungen gelang es den Engländern, einen Freundschaftsoertrag zwischen Ibn Saud und Feissal zustande zu bringen. Trotz­dem blieb das Reich Feistals, auch nachdem es ständiges Mitglied des Bölterbunbesjierooroen war, Zankapfel der großen Mächte, die wiederum oft nur als die Sachwalter der O e l Interessenten auftraten, für die das im Irak gelegene Mossukgebiet von größter Bedeu­tung ist

Die MtschasWelebung im Wein-Min-Gebiei.

- Oie Beziehungen zu Italien.

Ein Interview mit Präsident Or. Luer.

Frankfurt a. M., 8. Sept. In einem Inter­view mit dem Chef der römischen Redaktion der italienischen HandelszeitungII Sole", Professor Buggelli, machte Handelskammerpräsident Dr. Luer bemerkenswerte Ausführungen über den gegen­wärtigen Zustand der deutschen Wirtschaft und die Beziehungen des Rhein-Mainifchen Wirtschaftsge­bietes zu Italien. Die Frage, ob bereits allgemeine Anzeichen einer Besserung der deutschen Wirtschaft auf Grund der von der Hitler-Regierung eingeführten politischen und produktiven Neuord­nung festzustellen seien, müsse unbedingt bejaht werden. Zwar befinde sich die deutsche Volkswirt­schaft gegenwärtig noch im Stadium der Rekonvaleszenz, und sei deshalb zunächst noch manchen Gefahren ausgesetzt, doch seien die G e n e f u n g s f r ä f t e lebend, g e r als noch vor wenigen Monaten. Natürlich fei eine Volks­wirtschaft, die auf eine jährliche Gütererzeugung von 70 bis 80 Milliarden Reichsmark eingerichtet sei, noch nicht wiederhergestellt, wenn die Jahres­produktion 45 bis 60 Milliarden betrage. A u | d e n Kreditmärkten setze sich die Entspan­nung nur zögernd durch, doch werde dieser Mangel fürs erste durch die Finanzierung der Arbeits­beschaffung mit Hilfe des Reichs auf entscheidenden Gebieten überbrückt.

In der I n d n st r i e w i r k s ch a f t ermöglichten die Maßnahmen der Reichsregierung eine E r - Höhung der Produktion und ve- f d) ä f t i g u n g schon zu einem Zeitpunkt, in dem bei ungehindertem Auspendeln der depres­siven Kräfte wahrscheinlich an eine Zunahme der volkswirtschaftlichen Gütererzeugung noch nicht zu denken gewesen wäre. Die Jnoesti- tionstätigfelt habe um die Jahresmitte bereits ungefähr den Stanb wieber erreicht, den sie Mitte 1931. unmittelbar vor Ausbruch der Kreditkrise, innegehabt habe. 3m ganzen habe auch die Verbrauchsgütererzeu­gung wieder den Stand erreicht, den sie vor

Ausbruch bet Krebitkrise behauptete.

Die Berminberung ber Arbeitslosigkeit im Rhei­nischen Wirtschaftsgebiet könne wesentliche Fortschritte verzeichnen, etwa 130 000 Volks­genossen hätten im hiesigen Bezirk wieber Arbeit unb Brot erhalten. Die Ursache für ben rapiben Zurückgang der Arbeitslosigkeit sei vordringlich darin zu suchen, daß die Wirtschaft den Glau­ben an bas beutsche Volk roieberge- f u n b e n habe. Es werbe barauf hingearbeitet, i n er ft er Linie bie private Wirtschaft in Gang zu bringen, ben sie sei ber maßgebliche Sektor ber beutschcn Volkswirtschaft. Im Außen- hanbel hätten sich bie Umsätze im Laufe ber letz­ten Monate im ganzen kaum oeränbert. Ein­fuhr unb Ausfuhr seien im Juli fast ebenso groß gewesen wie im Januar.

Alles in allem habe sich bie Ausfuhr seit Anfang 1933 vergleichsweise günstiger entwickelt, als in der gleichen Zeit des vorigen Jahres. Damals habe sich der Rückgang noch ungehemmt fort­gesetzt, während er jetzt auf viel stärkere wider st ände zu stoßen scheine. Leider müsse gesagt werden, daß oon einer wesent­lichen Besserung der deutschen Handelsbeziehun­gen zum Anstande nicht gesprochen werden könne. Da die weltwirtschaftskonferen; gescheitert sei, beständen die alten Schwierigkeiten fort Die deutsche Regierung bemühe sich ehrlich, eine Ent­spannung der wirtschaftlichen Beziehungen zum Auslande herbeizuführen.

Auf bie Frage Prof. Buggelius, welche Bebrü­tung bas von ber Handelskammer in Frankfurt kontrollierte Gebiet im Rahmen ber beut* fchen Gefamtwirtfchaft habe, führte Dr. Lüer an hanb einiger markanter Zahlen aus, wie bas Gebiet wirtschaftlich gegüebert ist. Einen her- oorragenben Platz nehme im Frankfurter hanbels- fammerbejirf bie chemische 3 n b u ft r i e ein. Bon ben getätigten Gesamtumsätzen entfielen 1930 auf Hesten-Nassau fast 25 o. s). ber Reichssumme. An wichtigen Gewerbezweigen seien ferner zu nennen die Industrie der Steine und Erden, ber Maschinen-, Apparate- unb Fahrzeugbau, bie

Elektrotechnik unb Feinmechanik, bas Papier- unb Beroielfältigungsgeroerbc, bie fieber- unb fieber- roareninbuftrie, bas Holz- unb Schnitzstossgewerbe unb bas Befleibungsgeroerbe. Nicht vergessen wer­ben bürfe bie sogenannte Fremdeninbustrie, bie in unserem schönen unb gaftfreunblidjen Hessen- Nassau eine gewichtige Rolle spiele.

Der westbeutsche Export nach Italien werbe charakterisiert burch eine stärkere Ausfuhr von fieber unb Leberwaren. Außerbem würben Erzeugnisse ber Metallindustrie unb Maschinen ge­liefert. Die italienische Einfuhr in unser Gebiet um­fasse hauptsächlich Obst unb Gemüse.

Die hanbelsbezichungen zwischen dem Rhein- Maingebiet und Italien seien schon seit der Zeit der Frankfurter Reichsmesse außerordentlich leb­haft. Die wichtige Stellung im deutsch-italieni- schen Handelsverkehr sei vor altem der günstigen Verkehrslage zu verdanken. Die Einflußsphäre des Frankfurter Marktes er­strecke sich über das gesamte Rheinland und Westfalen. Frankfurt müsse in Zukunft, ähnlich wie München für Süd- und Ostdeutschland, der Sammelplatz für Rvrd- und West­deutschland werden. Zur Erreichung dieses Zieles werde man den bereits eingerichteten Reexpeditionsverkehr für italie­nische waren auf breiter Grundlage auf­bauen müssen.

Dadurch werde nicht nur bie wirtschaftliche Be- beutung Frankfurts erhöht, fonbern man erziele gleichzeitig, baß bei wechselnber Konjunktur eine Ueberschwemmung des hiesigen Be­zirks mit Sübfrüchten burch roilbe zusätz­liche Einfuhr zum Schaben bes Platzhanbels nicht o o r f o m m e n konnte, ober zum minbeften stark eingeschränkt würbe. Durch ben Reexpebitionsver- kehr werbe bie gesamte Einfuhr an Sübfrüchten aus Italien, soweit sie über bie Gottharbbahn gehe, zwangsläufig nach Frankfurt a. M. ge­führt unb von hier aus bie Berteilung ber Ein­fuhr planmäßig auf bie anberen Märkte Weftbeutsch- lanbs vorgenommen. Es solle bahin kommen, baß ber inlänbische Importeur, soweit er in West- unb Norbwestbeutschlanb sitze, nicht in Mailanb selbst kaufe, bzw. baß ber Mailänber Exporteur nicht wilb unb planlos ohne Marktkenntnis bie in ben genannten Bezirken liegenben Märkte direkt be­schicke, fonbern, baß ber Kauf unb Berkaus über Frankfurt geleitet werbe.

Theodor Fritsch gestorben.

Leipzig, 8. Sept. (TU.) Einer ber bekann­testen Vorkämpfer bes völkischen Gebankens, ber Schriftsteller Theobor Fritsch, ist Freitagsrüh in Gautzsch bei Leipzig an ben Folgen eines Schlag­anfalles im 81. Lebensjahr gestorben.

Theobor Fritsch würbe am 28. Oktober 1852 in Wiesenau bei Delitzsch als Sohn armer Bauern

geboren. Er erwarb sich als hanbarbeiter bie Mittel zum technischen Stubium. In Leipzig grünbetc er ein technisches Büro unb später eine Berlagsanftalt. Mit großer Energie führte er ben mittelftänbleri- schen Kampf. 1898 grünbete er bie Mittelstanbsoer- sinigung im Königreich Sachsen. Fritsch schloß sich an Stocker unb Liebermann oon Sonnenberg an unb rief mit letzterem zusammen bie Deutsch- Soziale Partei unb bieDeutsch-Sozialen Blätter" ins Leben. Seit 1902 gab er bie bekannte antisemitische ZeitschriftHamme r" heraus. Fritsch hat eine große Menge Schriften über Sitten­lehre, Gesunbheits- unb Rastenpslege, Börsenwucher, Iubenemanzipation, Bobenreform unb Brotresorm versaßt. Er trat stets unerschrocken für feine lieber- zeugung ein unb zog sich bafür unter bem früheren System zahlreiche Gelb- unb Gefängnisstrafen zu. Sein Hauptwerk ist ber 1887 erschieneneAnti­semitenkatechismus", ber später alsh a n b b u ch b er Jubenfrage" herauskam unb vor kurzem bie 33. Auflage erlebte.

Neue Verwaltungsgebäude der NSDAP.

München, 8. Sept. (TU.) ImVölkischen Be­obachter" teilt Reichsschatzmeister Schwarz mit, baß ber Mangel an geeigneten Räum­lichkeiten bei bem lawinenartigen Anwachsen ber Bewegung bie Errichtung neuer Ber- roaltungsgebäube ersorberlich machten. Am 1. September b. I. konnte bereits mit bem Grunb- aushub für bas Berroaltungsgebäube I in ber Arcis-Straße zwischen Brienner» straße unb ©abelsbergerftrafje begonnen werben. Auch ber Neubau bes Berroaltungsgebäu- b e s II in ber Arcis-Straße zwischen Brienner»