Ausgabe 
9.9.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Samstag, 9. September (955

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesfen)

Nr. 2(1 Drittes Blatt

Amerika und die Wirren aus Kuba

Das Fest der Deutschen Schule

Deutschlands größter Eisbrecher

tenhflus

Schafft uns Jugendherbergen!

Große ASZS.-Mndgebung in Msielcheim

lerpHichligeWagen

E. R.

441V,

deutschen Volke. Heil Hitlerl

Die Jugendherberge ist ein unentbehrliches Mittel, die deutsche Jugend wenigstens vorüber­gehend von der Großstadt zu erlösen. Sie soll darüber hinaus ein Symbolder Kameradschaft und des sozialistischen Geistes der jungen Deutschen sein. 3m Rahmen meiner plerne zur Zusammenfassung der Jugendarbeit im Sinne des neuen Staates beabsichtige ich, besonders die Jugend­herbergen zu berücksichtigen, sie von Marxisten und anderen Staatsselnden zu säubern und sie so ihrer tieferen Bestimmung zuzuführen: h e i m st ä 11 e n zu sein der Treue des jungen Volkes zum heiligen Vaterland.

Unterstützt die Jugendherbergen und 3hr helft mit am Aufbau des zukünftigen Staates!

Baldur von Schirach Reichsjugendführer der RSDAP.

en ist es

jften nur bei einem ge- Fachmann zu kauten.

>te deshalb zum

ist es

letts und Federn etwas nzulegen, denn das Beste Gebrauch das Billigste.

Auf den Oder-Werken in Stettin lief Deutschlands größter Eisbrecher vom Stapel und wurde auf den Namen seiner Heimatstadt getauft. Das Schiss hat eine Länge von 51,8 m und eine Breite von 13,4 m.

Denken zu machen und sie so über den Rahmen einer reinen Unterkunftsstätte hinauszuheben.

Dazu bedarf sie der Hilfe jedes einzel­nen. So beginnt am 10. September

die große 3ugendherbergswerbewoche. die jeden

Volksgenossen anruft, sein Scherflein ;um gro­ßen Derk beizusteuern.

Stehe keiner abseits. Ihr helft damit der Jugend, für die Jugend, das sind eure Söhne und Töchter, zu sorgen. Damit aber auch eurer Zukunft, dem

ken Um 15.30 Uhr begann der Aufmcirsch auf dem Werkgelände der Firma Opel.

Kreisbetriebszellenobmann und Beitriebsratsoor- fitzender 21. Krause eröffnete die Kundgebung

Im Süden Englands ist es infolge der großen Trockenheit zu schweren Heide- und Waldbranden gekommen, die beträchtlichen Schaden anrichteten. Das Feuer fraß sich mit großer Schnelligkeit weiter und bedrohte zeitweilig ganze Ortschaften, die nur durch Auswerfen von Schutzgräben gerettet werden konnten. Unser Bild zeigt Helfer, die mit Gasmasken versehen sind, beim Eindämmen des Brandes.

Die neue kommunistische Umwälzung auf Kuba hat die ausgedehnten Besitzungen amerikanischer Firmen und Privatpersonen in größte Gefahr gebracht. Amerika hat infolgedessen eine Flottille von 20 Schiffs- Einheiten nach Kuba gesandt, um die Belange seiner Bürger mit allen Mitteln wahrzunehmen. Unser Bild stellt die Aufnahme einer früheren Flottendemonstration vor Havanna dar.

der sich

) 5000 NSBO.-

WSN. Rüsselsheim, 7. Sept. Rüsselsheim stand heute im Zeichen der NSBO. -Kund- 8ebung der Opelwerke, an der sich neben en 10 000 Mann der Belegschaft auch

Kameraden aus dem Kreise Groß-Gerau beteilig-

Reichsopfer- und Werbetaq.

Aus der innigen Verbundenheit mit unserer deut­schen heimal schöpfen wir immer aufs neue seelische Kräfte für den persönlichen und nationalen Daseins­kampf.

Die mit unvergänglichen Denkmälern der Ratur und Kunst gesegneten deutschen Gaue sind der wandernden Jugend eine unoersiegliche Quelle edelster Lebensfreude und dankbaren Stolzes. Der durch viel taufend­jährige Geschichte geheiligte deutsche Boden sei ihr stete7Nahnung;ulehterhingabeand>e vaterländische Aufgabe.

Das deutsche Jugendherbergswerk er­füllt eine wichtige Mission im Dienste der körper­lichen und seelischen Erstarkung des deutschen Volkes. Möge unter dem gastlichen Dach der Jugendherbergen im neuen Reich deutsche Volksgemein­schaft zu neuem Leben erblühen!

Dr. Frick. Reichsminisler des Innern.

istft

Jetten zu kaufen, die sehr hadhaft werden und über n sich nachher ärgert

streich erfolgte der Abmarsch der Masten. Abends fand eine Beleuchtung der Fabrikge­bäude statt.

Schafft uns Jugendherbergen? Ja hat denn dieser Ruf heute noch seine Berechtigung? Stehen nicht in allen deutschen Gauen die schönsten Herbergen der wandernden Jugend offen ? Sind nicht herrliche Bur­gen, alte Klöster, Ruinen, selbst Schiffe und andere Räumlichkeiten umgebaut und für diese Zwecke ein­gerichtet worden? Hat man nicht prächtige Bauten errichtet an den landschaftlich ausgezeichnetsten Punkten Deutschlands, hat sie mit allem versehen, was diese Heimstätten der Jugend nach langen Märschen, schwierigen Fahrten durch die deutsche Heimat als ersehnter Ruhepunkt am Abend erschei­nen läßt? In denen sie Erholung findet, sich für die nächsten Wandertage stärkt und vorbereitet? Die zeitweilig seine Heimatstätte bieten und als Aus­gangspunkte für Erwanderung des umliegenden Gebietes dienen? Hat also dieserNuf noch seine Berechtigung?

Ja. er hat feine Berechtigung! 4,3 Millionen Uebernachtungen sind im Jahre 1931 gezählt worden. Eine gewaltige Zahl. Doch was besagt sie im Verhältnis zur Riesenzahl der deutschen Jungens und Mädels, die, den Alltag von sich abschüttelnd, die deutsche Heimat und ihre Schönheiten erwandern und kennen lernen möchten?

Gerade jetzt, wo man sich der Wanderbewegung ganz besonders annimmt, da gerade die nationalsoziali- stische Regierung es als eine ihrer Hauptaufgaben betrachtet, die deutsche Jugend zu heimatliebenden Menschen zu erziehen, wird die Entwicklung noch weiter aufwärts gehen und in den folgenden Jahren werden noch mehr Millionen junger Menschen Un­terkunft in den Jugendherbergen suchen. Da heißt es vorgebaut!

Die Hitlerjugend hat den Willen dazu. Der Reichsverband für deutsche Jugendherbergen steht unter ihrer Führung.

Als Bewahrerin und Förderin dieses Gutes will die Hitlerjugend die vorhandenen Jugend­herbergen weiter ausbauen und verbessern, in Gebieten, die bisher aus Mangel an Jugend­herbergen von der Jugend wenig erschlossen wurden, neue Herbergen errichten.

Die Hitlerjugend sieht in den Jugendherbergen nicht nur Stätten, an denen die Jugend aller Geistesrich- tungen und Stände und aus allen Lagern des Vol­kes in Geselligkeit, heiterem Spiel und frohem Natur- genießen zusammentrifft, Stätten, an denen jeder junge Mensch zu Einfachheit und Anspruchslosigkeit erzogen wird, sondern sie hat das ernste Bestreben, aus den Jugendherbergen bewußt Erziehungs- ftätten zu nationalem und sozialem

Daten für Samstag, 9. September.

9 n. Ehr. (9. bis 11.): Schlacht im Teutoburger Wald: 1737: der Naturforscher Luigi Galvani in Bologna geboren (gestorben 1798); 1828: der rus­sische Schriftsteller Graf Leo Tolstoi in Iasnaya Pol- jana geboren (gestorben 1910); 1914: Ende der Marneschlacht.

Taten für Lonntag, 1V. September.

1898: Ermordung der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich in Genf (geboren 1837); 1914: Sieg Hindenburgs an den Masurischen Seen; Schlacht an der Marne und bei Verdun (9. bis 11); 1918: der Afrikaforscher und Kolonialpolitiker Karl Peters in Woltorf gestorben (geboren 1856).

Sind Sie schon plahmieter im Stadllhealer Gießen?

.. _ $ie zu finanzieren.

Losung ,ur_^nkfurtitr.52 e.O|e8®n'2847 5579A

aphon

iKrtf**

ld<

(htrwW41*

Uff'1*

eim niö'^jLßrfolge- AerzÜ.Leit

Am Sonntag findet in allen Gauen des Reiches das Fest der Deutschen Schule statt, an dem allein in Berlin 30 000 Schüler teilnehmen. Unser Bild zeigt Berliner Schüler, die zur Hauptprobe in das Deutsche Stadion im Grünewald ziehen, wobei sie Schilder vorantragen, auf denen die Wahrzeichen alter deutscher Städte zu sehen sind.

Gewaltige Seidebrände suchten Südengtand heim

das Symbol der deutschen Arbeit, die nunmehr wieder zu Ehren gekommen sei durch die Idee des Nationalsozialismus Solange diese Fahnen flatter­ten, könne die Ehre des Arbeiters nicht verloren gehen. Dem Weiheakt schloß sich das Horst-Wessel- Lied an.

Der Gaubetriebszellenleiter Kern (Darmstadt) gab einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung der NSBO. der Opelwerke. Nach dem Großen Zapfen­

und legte ein Bekenntnis ab zu enger Gemein­schaftsarbeit zwischen den Arbeitern des Werkes und der Leitung. Für die Werksleitung sprach Dr. Fleischer, der besonders bairauf hinwies, daß der heutige Tag so wie der 1. Mai dazu beitragen würde, das Verhältnis zwischen Unternehmer und Arbeiter grundlegend zu ändern.

Gaubetriebszellenleiter Becker (Frankfurt am Main), hielt sodann eine eindrucksvolle Ansprache. An den Anfang seiner Ausführungen stellte er ein Lied von Rainer Maria Rilke, in dem der Dich­ter bereits das große Geschehen, dessen Zeuge wir sein durften, vvrausgeahnt habe. In diesem Lied komme zum Ausdruck, was her Führer durchge- führt habe, nämlich die Verbundenheit des deutschen Arbeiters mit feinem Volke. Heute fei der 'Arbeiter wieder ein organisches Glied der Volksgemeinschaft. Auch der Unternehmer müsse dies erkennen, denn auch er könne nur unter Mitwirkung seiner Ar­beiter den Platz behaupten, der ihm in der Wirt­schaft zuerteilt ist.

Anschließend weihte der Landesobmann der NSBO. P l a 11 n e r (Karlsruhe) elf Fahnen der NSBO. Diese Fahnen, so führte er u. a. aus, seien

ifir 4 to.

Bahnhofstraße 44

55M

ABB-

ÄÄ ihr.

^richt iab!urbUDD?timmen bist" Irlich gerufe^i" Lr

ÄrsKrL

1 Wletöelbfhjerftänbli^eit^" l Fortsetzung folgt)

HM

»