S.Upor/
9188 Wettkämpfe an einem Tage.
Organisatorisches vom Deutschen Turnfest 1933.
Sämtliche turnerischen Mehrkämpfe, 9188 an der Zahl, werden beim 15. Deutschen Turnfest in Stuttgart an einem Tage abgewickelt, d. h. sie werden von 9188 Turnern und Turnerinnen geturnt, sie werden gewertet und das Ergebnis am gleichen Tage bekanntgegeben. Was das für eine organisatorische Leistung bedeutet, kann man ermessen, wenn man hört, daß bei den Olympischen Spielen in Los Angeles etwas mehr als 3000 Wettkämpfe innerhalb von zwei Wochen abgewickelt worden sind. Das Geheimnis dieser bisher unerreichten Leistung liegt in der Hauptsache in den mustergültigen Anlagen des Wettkampfplatzes in Stuttgart.
Eine Zeltstadt allein für Wettkampfzwecke wird sich auf dem Rasen erheben: 14 Gerätezelte für Männer, 6 für Frauen, Umkleide-, Derpflegungs- und Sanitätszelte in einer Gesamtlänge von 1500 Meter. An Geräten werden doppelt soviel gebraucht wie beim Deutschen Turnfest in ftöln. Geradezu verschwenderisch smd die Anlagen für die verschiedenen Lauf-, Wurf- und Sprungbahnen. Rund 200 Bahnen werden benötigt. 12 Laufbahnen zu 75 Meter für den Vier- und Siebenkampf, 6 Weitsprung-, 12 Hochsprung- und 6 Kugelstoßbahnen für den Vierkamz'f und 8 Dahnen für den Vollballwurf der Frauen. Für den Zwölfkampf der Männer stehen neun 100-Meter- bgw. fünf 75-Meter-Laufbahnen, für Schleuderballwurf 12 Bahnen und für Weit- splung 12 Bahnen zur Verfügung. Für den Fünfkampf der Männer gibt es zwölf 100-Meter- bzw. fünf 75-Meter-Laufbahnen, 40 Hochsprung-, 20 Weitsprung-, 20 Kugelstoß- und 20 Schleuderballwurf- Bahnen. 1646 Kampfrichter werden die Kämpfe werten.
Internaüonale FIS.-Rennen.
Prager (Schweiz)
siegt im Kombinations-Abfahrtslauf.
Der dritte Tag der internationalen FIS-CRenncn in Innsbruck brachte den Kombinations-Abfahrtslauf. Die Schneeverhältnisse waren auch diesmal wieder nicht die besten, jedoch hatten etwa 10 Zentimeter Neuschnee besonders für die vorne gestarteten Läufer etwas bessere Bedingungen geschaffen. Sieger des 2lbfahrtslaufes wurde der Schweizer Meister Walter Prager in der guten Zeit von 5:07 Minuten. Zweiter wurde David Zogg-Schweiz in 5:08,2 vor Haus Hauser- Oesterreich in 5:09. Bester
Deutscher war Friedl Dä uber, der mit 5:32 Minuten den 10. Platz belegte.
Bei den Damen siegte Inge Lantscher- Wersin ganz überlegen in 6:49,4 vor CRim Zogg - Schweiz in 7:10. Bon den deutschen Damen wurde Lotte Bader in 8:32,6 Neunte und Hilde Sturm in 8:34,4 Elfte.
Süddeutschland - Südostfrankreich.
Der süddeutsche Verbands-Spielausschuß hat die Mannschaft für das am kommenden Sonntag i n Marseille stattfindende Nepräsentativspiel Süddeutschland - Südostfrankreich wie folgt aufgestellt: Jakob (Negensburg); Huver (KFV.), Bicnert (VfB. Karlsruhe); Graf (Union Bückingen, Hergert (FK. Pirmasens), Oehm (1. FC. Nürnberg); Langenbcin (BfN. Mannheim), Müller tWormatia Worms), Strauß (Stuttgarter Kickers), Nühr (Schweinfurt), Fath (Wormatia Worms). Ersah: Dispert (Worms) und Dürr (Feuerbach).
Kurze Sportnotizen.
Rausch/Pijnenburg sicherten sich im Laufe der Nacht zum Mittwoch im Frankfurter Sechstagerennen einen Vorsprung von zwei Runden vor dem übrigen Felde, die sie auch am Mittwochnachmittag erfolgreich behaupteten. Mit zwei Runden Rückstand folgen: Vopel / Korsmeier, Kilian / Pützseld, Schön / Tietz, Pieger / Ehmer, Dinale / Wals und Lehmann / Maczinsky.
Die deutschen Motorradmeisterschaf- t e n sind in ihrem Programm um die Meisterschaften auf Sandbahnen erweitert, worden.
* ,
Abgesagt wurden die für den kommenden Sonntaa auf dem Titisee vorgesehenen Eis-Rennen wegen Der schlechten Eisverhältnisse. Die Rennen sollen am 26. Februar nachgeholt werden.
*
E i n internationales Schwimmfest, dessen Ausschreibung 15 Konkurrenzen, darunter alle erstklassigen Disziplinen, enthält, veranstaltet der Erste Frankfurter Schwimmklub am 12. März.
*
Einen Olympia-Orden hat Italien geschaffen, der durch den italienischen Kronprinzen den Olympiasiegern von Los Angeles ausgehändigt wurde und auch künftig allen italienischen Olympiasiegern verliehen wird.
Mehr Freude am Sport.
Betrachtungen für 1936.
In Deutschland fühlt man sich bereits inmitten der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Berlin. Vorerst sind zwar nur technische und organisatorische Fragen zu lösen, aber nur allzubald müssen auch die eigentlichen Vorbereitungen der deutschen Sportler beginnen, auf denen Deutschlands Hoffnungen ruhen. Ze früher diese Arbeit beginnt, um so besser wird es sein. Aber auch bei den bevorstehenden und bald einsetzenden Olympia-Prüfungen wird man nicht vergessen dürfen, daß Leibesübungen nicht Selbstzweck sind, sondern dazu dienen sollen, Körper und Geist zu erholen, zu stählen. Die Olympiavorbereitungen dürfen daher nicht den Charakter starrer Zwangsmaßnahmen annehmen, denn sonst vergällt man den jungen Sportlern, dem Nachwuchs sehr rasch die Freude an Sport und Spiel; die Erfolge würden dann sicherlich auch unter den im Jahre 1936 für uns günstigeren Bedingungen der verschiedensten Art ausbleiben.
Kaum war das olympische Feuer in Los Angeles erloschen, und schon wurden in Deutschland 'bie Stimmen laut, die Technik und den Stil unserer deutschen Sportler, sowie das System ihrer Heranbildung in Grund und Boden verdammten, gleichzeitig dazu aufforderten, neue Wege zu beschreiten. Aber man möchte doch die warnende Stimme erheben und jenen sagen: „Nur keine Experimente!" In Deutschland wurde der Sport schon zur Genüge wissenschaftlich untersucht, daß man glauben könnte, die Grenzen seien erreicht. Besser ist es schon, man versucht Sport und Spiel zu dem zu machen, was sie sein sollen. Noch ist man mit viel zu viel bitterem Ernst und ebenso viel grauer Theorie belastet. Dos Ausland sei uns Vorbild. Man braucht nicht lange zu suchen. Man betrachte nur einmal die freudestrahlenden Gesichter englischer Jungens nach einem wichtigen Fußball- oder Rugby-Spiel! Da gibt es weder Sieger noch Besiegte, alle strahlen über den eben beendeten rassigen Kampf, der für alle ein Erlebnis war. Deutsche Jungens sehen viel
leicht (und das durchaus nicht immer) ebenso unbekümmert aus, aber wenn sie erst den Sportdreß am Leibe haben, dann werden aus ihnen mit einem Schlage ernste Männer, mit Soraenfalten auf den Stirnen, so, als ob sie den intzaltscywersten Entscheidungen entgegengingen. Hier wird der Hebel an- zusetzen fein. Mit dem Ueberernft und der Ueber- verantwortung gilt es aufzuräumen, wenn den Jungens und den Mädchen die Leibesübungen wieder zu einer ungetrübten Freude werden soll.
Ein freundliches Wort und ein ermunterndes Lächeln für den Anfänger, maßvolle und sachliche Kritik an den Leistungen der schon Fortgeschrittenen tun dagegen mitunter Wunder. Kein Kommandoton auf dem Sportplatz, sondern verständnisvolle Leitung, statt öder Fachsimpeleien herrsche fröhliches Treiben! Auch die Führer follten auf diesem Wege mit gutem Beispiele vorangehen. Kein Präsident und kein Schatzmeister macht sich lächerlich, wenn er einmal selbst wieder — und sei er noch so rundlich und wohlbeleibt — die Rennschuhe oder die Fußballstiefel anzieht und mittut. Leider schweben sie häufig allzu sehr über den Dingen und dem Treiben der jüngeren Mitglieder. Sie kommen mit der breiten Masse kaum noch in Berührung und treten nur offiziell und bei besonderen Anlässen in das Licht der Öffentlichkeit, und weit schlimmer ist es noch, wenn dazu noch durch aufgeblähte Bürokratie jeder lebendige Geist erstickt wird. Weniger Worte und Beschlüsse, dafür aber mehr Taten und mehr Verständnis für den gesunden Betätigungsdrang der Jugend.
Wir brauchen nicht das amerikanische „Keep smiling" um jeden Preis. Was wir brauchen, ist die Befreiung von starren Formen und eine lieber» schätzung der Theorie. Führer und Geführte sollten sich im Sport nicht wichtiger nehmen, als sie in Wirklichkeit sind. Dann wird die naturgegebene Freude an der Leibesübung wieder zu Ehren kommen und nicht durch die schlotternde Angst um die
Niederlage unterdrückt werden. Dann wird auch der Sportsmann seine Nervenkräfte nicht schon vor dem letzten entscheidenden Kampf verbraucht haben, sondern mit gesammelter Kraft der Entscheidung entgegensehen und hierin liegt nicht zuletzt das Geheimnis auch der Olympischen Siege.
Eine Bitte der Blinden.
Bon dem Direktor der Landesblindenanstalt Friedberg und dem Vorsitzenden des Landesverbandes der hessischen Blinden e. D. werden wir um Ausnahme folgender Zeilen gebeten:
„In letzter Zeit werden in Hessen besonders viel Dlindenwaren, hauptsächlich Bürsten, an den Türen zum Verkauf angeboten. Dabei wird die Frage, ob es sich um Erzeugnisse hessischer Blinden handelt, in unzutreffender Weise bejaht oder man macht sonstige Ausflüchte. In Wiri- lichkeit aber handelt es sich in den meisten Fällen um nichthessische Vertreter, die mit den hessischen Blindenwerkstätten in keinerlei Verbindung stehen. So wird das ganze Land Hessen von zwei Frankfurter Blindenwerkstätten mit Waren geradezu überschwemmt, obgleich diesen Werkstätten die ganze Provinz Hessen-Nassau zur Verfügung steht. Ferner kommen Neisende aus Berlin und Westfalen. Daß dadurch die einheimischen Blindenwerkstätten in Mainz, Darmstadt, Offenbach und Friedberg sehr geschädigt werden, liegt auf der Hand. Versuche, das Absatzgebiet durch gegenseitige Vereinbarung abzugrenzen, sind gescheitert. Es bleibt daher nur übrig, die hessische Bevölkerung über den wahren Sachverhalt in dieser Angelegenheit aufzuklären und sie dringend zu bitten, Blindenwaren'n u r von solchen Vertretern zu kaufen, die für eine der oben genannten hessischen Blindenwerkstätten reisen und sich als solche ausweisen können."
NS. Lehrerbunt)/ Kreis Gießen.
Bei starker Beteiligung von Mitgliedern und geladenen Gästen fand — wie man uns berichtet — dieser Tage die Monatsverfammlung des NS.- Lehrerbundes für den Kreis Gießen statt. Der NS.- Lehrerbund, der im Reich bereits über 15 000 Mitglieder zählt, setzt sich aus Lehrern und Erziehern aller Art (Volksschullehrern, Studienräten, Kindergärtnerinnen, Pfarrern, Universitätsprofessoren) zusammen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Umstellung der erzieherischen Gehalte und Formen auf die im Werden begriffene nationalpolitische Wirklichkeit zu fördern und entsprechend die Schaffung neuer Mittel und Organisationen der Erziehung (Erziehungsreform), sowie die Einordnung der Schule und Bildung als organischen Bestandteil solcher Erziehung (Schulreform) herbeizuführen. Der NS.-Lehrerbund ist weder eine Standesorganisation noch will er lediglich ein pädagogischer Debattierklub sein. Mit Standes- und wirtschaftlichen Fragen der in ihm zusammengefaßten Berufsgruppen befaßt er sich überhaupt nicht. Sein Ziel ist viel umfassender und geht auf die Schaffung einer wahren Dolkserziehung und Volksbildung im umfassendsten Sinne des Wortes. Dieses Ziel sucht er einerseits durch interne Arbeit der Mitglieder an sich selbst zu erreichen, anderseits aber will der NS.-Lehrerbund eine Arbeit wieder hinaus- projizieren ins Volk in Form der allgemeinen
Volksbildung und diese einmünden lassen ist den großen Strom der nationalen Volks» beroegung.
Für die interne Arbeit des Kreises Gießen sind in der nächsten Zeit folgende Vorträge vorgesehen: Das Schul- und Erziehungsprogramm des Nationalsozialismus — Nationalpolitische Erziehung im Sinne Kriecks — Völkische Schulreform — Die Landschulreformbeweaung — Der Dorfkindergarten — Das öffentliche Bildungswesen im Lichte der Erblehre (voraussichtlich Stadtschulrat Dr. Hart- nacke, Dresden) — Staat und Gemeinschaft, ihre Aufgaben und Grenzen im Bildungswesen — Fragen der Hochschulreform — Nationalsozialistische Wirtschaftspolitik — Die Volkskunde und ihre Bedeutung für Schule und Volksbildung — Das Problem der Lehrerbildung — Deutsche Vorgeschichte in der Schule — Faschistische Schulerziehung — Arbeitsdienst und Volkserziehung — Die Judenfrage — Die Freimaurerei — Nationalsozialismus und Jugendbewegung — Das Führerproblem in der Erziehung.
Was die weitergehende Aufgabe der Volksbildung anbetrifft, so ist eine fruchtbare Ansatzmöglichkeit zu einer umfassenden Dolksbildungsarbeit im Freiwilligen Arbeitsdienst und einer kommenden Arbeitsdienstpflicht durch die geistige Betreuung der Arbeitsdienstwilligen gegeben. Hierüber referierte Ed ler von Graeve (Gießen) in der Mitgliederversammlung und gab einen Ueberblick über die Entwicklung des FAD. in Oberhessen und die Arbeit des Hessischen Heimatwerks im Rahmen dieses Dienstes. Er zeigte, welche Möglichkeiten hier gegeben und welche Ausgaben für die Zukunft, insbesondere dem Nationalsozialismus gestellt sind, Aufgaben, an denen auch der NS.-Lehrerbund beteiligt sein wird.
Kunst und Wissenschaft.
Geheimrat Professor Dr. Karl IDoermann f.
Der Nestor der deutschen Kunsthistoriker und Galeriedirektoren, Geh. Regierungsrat Prof. Dr. phil. et jur. Dr.-Ing. h. c. K. W o e r m a n n ist im Alter von 88 Jahren in Dresden gestorben. Woermann, ein Sohn des bekannten hanseatischen! Kaufmanns- und Reeder-Familie, wurde am 4. Juli 1844 in Hamburg geboren, studierte ursprünglich Jura, wurde Anwalt und ging erst später zur Archäologie und Kunstgeschichte über. Er habilitierte sich 1871 in Heidelberg, erhielt dann eine Professur an der Düsseldorfer Akademie und wurde 1882 zum Direktor der Gemäldegalerie und des Kupferstichkabinetts in Dresden berufen, die er lange Jahre leitete; aus dieser Zeit stammt sein vorbildlicher Katalog der berühmten Dresdener Sammlungen. Woermanns Hauptwerk ist seine große »Geschichte der Kunst aller Zeiten und Völker“, die zuerst in drei Bänden erschien und in zweiter Auflage auf sechs Bände erweitert wurde: im Jahre 1922 hat Woermann als 78jähriger das imposante Werk zum Abschluß gebracht. Don seinen zahlreichen übrigen Arbeiten, die zum Teil auch über sein eigentliches Fachgebiet hinausreichten, seien hier aufgeführt: , Antike Odysseelandschaften"; „Geschichte der Malerei"; »Das Bildnis in der italienischen Renaissance"; „Von Apelles zu Böcklin" und die »Kunst der neuesten Zeit".
Wirtschaft.
* Mais- und Reis Monopol. Der Verwaltungsrat der Reichsmaisstelle beschloß, die Abgabebedingungen und -preise für alle vom Maismonopol bewirtschafteten Artikel bis 8. April unverändert zu belassen. Nur für Futterbruchreis und Beisfutter- mehl gelangt bis ebenfalls vorläufig 8.April ein Monopolzuschlag von 5 RM. je Tonne zur Erhebung.
Sranffurfer Abendbörse befestigt.
Frankfurt a. M., 8. Febr. An der Abendbörse blieb das Geschäft bei Beginn zwar eng begrenzt, doch war die Grundstimmung weiterhin befestigt. Seitens der Kundschaft waren wieder kleine Kauforders eingegangen, wobei Spezialwerte bevorzugt blieben. So gewannen JG- Farben 0.4 Prozent und Reichsbank 1 Prozent. An den übrigen Märkten bemerkte man vielfach Erhöhungen von 0,25 bis 0,75 Prozent. Im Verlauf und bis zum Schluß der Börse war das Geschäft recht lebhaft und die Tendenz fest, wobei Versionen über eine baldige Diskont- senkung anregten. JG.-Farben zogen um 0,6 Prozent auf 108 Prozent an, ferner waren Aku lebhaft und 1 Prozent fester.
Am Rentenmarkt entwickelte sich größeres Geschäft in Altbesitzanleihe, die insgesamt um 1 Prozent anzogen. Außerdem waren späte Reichsschuldbuchforderungen lebhafter und 1,25
Prozent höher. Neubesitzanleihe zu 8,6 Prozent nur wenig verändert, Schutzgebiete mit 6,1 Prozent eher etwas leichter. Altbesitz 64,6 bis 65,1, Reichsbank 149,75, Mannesmann 61,75, Stahl« verein 34,25, Aku 40,75 bis 41, AEG. 28,25, Betula 118, Scheideanstalt 150,50, 2G.-Farben 107.4 bis 108, Schuckert 87 bis 87,25, Siemens 132, Licht und Kraft 94,75, Lahmeyer 117, Rheag 97,50, Hapag 17,75, Lloyd 18,25.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 8. Febr. Die Getreidebörse hatte sehr stilles Geschäft bei etwa behaupteten Preisen. Das Angebot war mäßig, genügte jedoch vollkommen der nur geringen Nachfrage. Mehle und Futtermittel lagen ebenfalls sehr still. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM: Weizen 204 dis 203,50, Roggen 163,50, Sommergerste 180 bis 182,50, Hafer 130 bis 135, Weizenmehl (süddeutsches und niederheinisches) 28,50 bis 29,75, Roggenmehl 22,75 bis 23,50, Weizenkleie 7,50, Roggenkleie 7,85 bis 8.
Schweinemarkt in Friedberg.
WSN. Friedberg, 8. Febr. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 141 Ferkel, die bald verkauft waren. Es wurden bezahlt für sechs Wochen alte Tiere 10 bis 14 Mark-, für sechs bis acht Wochen alte 14 bis 18 Mark, für acht bis zwölf Wochen alte 18 bis 22 Mark.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. 2)1-
«Serini
Schluß» turs
Schluß!. Abendbors.
Schluß» turs
Schluß!. Mitiag- börse
Dalum
7.2. |
8.2.
7-2.
8.2.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1921
77,5
78
77
77
6% efcem.7% Dl.Reichsanl. v. 1929
89,75
90.5
90,13
90,5
5Vz% Doung-Anleil« von 1930 ..
79,5
80
80
80,5
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
64
65,13
63,75
64,1
Desgl. ohne Auslos.-Rechle......
8,45
8,65
8,3
8,55
6% ef)em.8% He«. SBoltefiaat 1929
trückzahlb. 102%) ...........
Oberhelsen Provinz. Anleihe mit
73,4
74,5
73,75
75,25
Auslos.-Rechten .............
62,75
63
—
—
Deutsche Komm. Gammelab l.An
leihe Getiel mit Auslos.-Rechten
59
60,5
58
59,5
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
83
83,5
—
6% ehern. 7% Franls. Hyp.-Banl
Goldvse. 16 unkündbar bis 1936
83
83,5
_
b'/-% ehern. 4'/z% Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Pfandvriese .....
84,75
85
6%% ehern. 4>/t% Rheinische
Hyv.-Bank-Ltgu.-Goldpse.....
84,25
85
—
6% ehern. 8% Pr. Landespfand
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
84
84
84
83,5
6% ehern. 7% Pr. Landespfand.
briesanstalt, Pfandbriefe St. 10
—
84
—
-
'4% Oefterreichtsche Goldrcnte...
—
—
_
4,20% O österreichische Ellberrente
1,4
1,4
1,35
1,4
4% Ungarische Goldrente .......
4°„ Ungarische Staatsrente v. 1910
—
—
—
4’/3% deSgl. von 1913..........
6% abfleft. Goldmexikaner von 99
——
—
—
6,4
6
6,4
6,4
4% Türkische Zoll anleihe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
5,05
5,15
5,15
5,13
Serie l....................
5,25
—
—
—
4% desgl. Serie II .............
5,25
5,5
5,45
5,7
6% Rumän. vcreinh. Rente v. 1909
6,75
6,65
—
7,13
4'/2%Rumän.vereinh.Rentev.l913
10,75
10,9
10.9
4% Rumänische vereint). Rente ..
5,75
5,75
5,7
5,75
»'/.% Anatolier...............
24
24,75
24,7
i 25
;yran!!un a.JJi.
Berlin
Schluß» für«
Schluß!. Abend« börse
Schluß» furd
Schluß!. Miitag» börse
Dalum
7-2.
8.2.
7.2.
8.2.
Hambnrg-Amerika-Paket .....
।
17,75
17,75
18
17,65
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
38.5
Hansa Dampfschiff...........
0
—
——
32,75
34,13
Norddeutscher Lloyd .........
0
17
18,25
17,9
18
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
42,5
42
42,25
42,5
Berliner Handelsgesellschaft....
4
97
97,5
97.5
97,5
Commerz, und Privat-Bank...
0
53
53
53,5
53,5
Deutsche Bank und Disconto»
Gesellschaft................
0
72,25
72,25
72,25
72.25
Dresdner Bank..............
0
61.5
61.5
61,5
61.5
Retchsbank .................
1
—
149,75
144,5
148,9
A.E.G......................
0
28
28,25
27,5
27,75
Elektr. Lieserungögesellschaft ...
6
80,5
81
81,5
81,25
Licht und Kraft .............
6
93,5
94,75
93,25
94,5
Felten & Guilleaume ........
0
52
54
52
53,13
Gesellschaft für Elektrische Unter.
nehmungen...............
4
79,5
79,75
79,5
80,25
Rheinische Elektrizität ........
5
96,5
97,5
96,5
97,5
Schuckert L Co..............
0
85,25
87,25
84,13
86
Siemens & Halske...........
r'
130,5
132
129,5
132
Lahmeyer L Co..............
10
117
117
115
116,25
Buderus .................
0
48,5
48,75
48
48,9
Deutsche Erdöl .............
4
88,5
91
88,75
90,13
Gelsenkirchener..............
0
58,75
59,5
58,25
59,13
Harpener...................
0
80
83,5
79,75
83
Hoesch Eisen—Sdln»Neuessen..
0
—
—
52,5
53
Ilse Bergbau ...............
7
—
—
149
152
«Ile Bergbau Genüsse........
7
102
102,25
102,75
103
Klbcknerwerke ...............
0
—
45,75
45,75
45,5
ManneSmann-Rohren...
0
60
61,75
59,25
60,65
Mansselder Bergbau.........
0
23
24
23,75
24
Oberfchles. Kokswerke.........
0
67,75
68,13
Phönix Bergbau.............
0
34
35
34
34.9
Rheinische Braunkohlen ......
10
193
193
193,5
190,25
Stheinstahl..................
0
73,25
75
73
75,13
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß» !urs
Schluß!. Abend» börse
Schlußkurs
Schluß!. Miilag» börse
Dalum
7.2.
8.2.
7.2.
8.2.
Bereinigte Stahlwerke.....
... u
33,75
34,25
34,13
34,65
Olavi Minen ............
... 0
15,5
16
16
16
Kaliwerke Aschersleben.....
... 6
113,5
115
113
115.9
Kaliwerke Westeregeln.....
... 6
117,75
117
116
117,5
Kaliwerke Salzdetfurth ....
... 9
—
169
167,5
170
I G. Farben-Jndustrie ....
r
105,5
108
105,25
107
Scheideanstalt............
...10
149,75
150 ^51
—
—
Aoldjchuiidt .............
... 0
39,25
39
38,75
38
stülgerswerke ............
... 0
42
43
42
42,5
Metällgelellschaft..........
... 0
36,5
36,65
35,25
—
Philipp Holzmann........
... 0
50
49
49,5
49,13
Zementwerk Heidelberg ...
Cementwcrk Karlstadt......
... 4
50
50
... 0
—
—
——
—
Wayh & Frehtag.........
... 0
4
4,65
4,5
4,5
Schultheis Payenhofer.....
... 0
_
_
101,25
102,4
Aku (Allgemeine Kunstseide)
... 0
35,25
41
35,25
40,25
Bemberg................
... 0
47,5
48
47,5
48,5
Zellstosl Waldhos .........
... 0
50,5
50
49,25
49,75
Zellstoff Aschaffenburg ....
... 0
24,5
25
25
26
Dessauer Gas............
... 7
—
110,75
112,5
Daimler Motoren.........
... 0
21,5
22,5
21,4
22,4
Deutsche Linoleum .......
... 0
38,25
36,75
39
36,4
Orenstein & Koppel.......
... 0
41,65
42
Leonhard Tietz...........
... 6
37,5
37
37,65
37,75
Lhade ...................
...12
140
144
140
144
Griyner.................
... 0
30
29
28
28,5
Matnkraftwerke Höchst a.M.
... 4
70,13
70
Süddeutscher Zucker ......
... 8
142
142
142
142,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2R.
7.Februar
8.Februar
Amtliche Notierung
Geld | Brie>
Amtliche Notierung
Geld | Srief
Helslngsors.
Wien.......
6,364
49,45
12,465
3,057
169,23
73,83
64,24
77,37
14,43
0,838
4.209
58,54
21,53
16.435
81,22
34,50
81,86
0,889
0,239
5,554
13,11
1
6,376
50,55
12,485
3,063
169,57
73,97
64,36
77,53
14,47 0,842
4,217
58,66
21,57
16,475
81,38
34,56
82,02 0,891 0,241
5,566
13,13
Zanknoten.
6,373 48,95
12,465
3,057 169,23
73,68
64,24
77,27
14,42 0,833
4,209
58,54 21,53
16,435 81,19 34,52 81,87 0,889
0,239 5,554
13,11
6.386 49,05
12,485
3,063 169,57
73,82 64,36
77 43 14,46 0,837
4,217 58,66 21,57
16,475 81,35 34,58 82,03 0.891 0,241
5.566 13,13
Budapest...
Sofia......
Holland ....
Oslo.......
Kopenhagen. Stockholm... London .....
Buenos Aires Neuyork.... Brüssel.....
Italien.....
Paris.....
Schweiz... Spanien.... Danzig.... Japan......
Rio de Ian.
Jugoslawien Lissabon....
Äerttn,8 .Februar
Geld
»rief
Amerikanische Noten..............
Belgische Noten..................
Tonische Noten .................
Englische Noten .................
Französisck>e Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling
Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Note».................
Ungarische Noten................
4,20 58,38 63,87
14,38
16,395
168,86 21,49 73,50
2,46 77,10 81,01
34,38
4,22 58,62 64.13 14,44
16,455 169,54
21,57 73,80
248 77,40 81,33 34,52


