Ausgabe 
9.1.1933 Frühausgabe
 
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OieSchlesische Universität"

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einen einstigen Stadthalter. Das Stadttor das

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niemand darf das gleiche tun.

und

9 9 einerUniversitas litterarum zusammenzusasfen.

abe zustande getommen ist. Für ^n Arbeits- .ienft bedeutet dieser Zusammenschluß einen grö­len Schritt vorwärts. Die nächste Aufgabe muffe mn darin liegen, daß künftig der Einsatz des ZAD. nach einer großzügigen Planung systerna- isch durchgeführt wird mit dem Ziel, der jungen Mannschaft unseres Volkes Hoffnung auf leue Arteitsplähe zu vermitteln.

anhalten. Die Temperaturen liegen durchschnittlich etwa 2 Grad unter dem Gefrierpunkt.

Im unterirdischen Betrieb der Gewerkschaft Ca­rolus Magnus in Uebach (Kreis Geilenkirchen. (Rheinprovinz), wurde ein Hauer von herein- brechenden Gesteinsmassen getötet. Ein zweiter 1 - -------------[v<.-.:x.<n.-(^ungen,

Der Eisbrecher ..Malygin ' stärker gefährdet.

Die Lage des EisbrechersMalygin" hat sich infolge eiiies stärkeren Sturmes wesentlich ver­schlechtert. Die ..Malygin" wird wahrend der Flut von den Wogen über (ute t. Die Rettungsarbeiten mußten , S^tweise eingestellt werden Die Besatzung verlieh das Schuf- Der

Sochfchulnocknchten.

Der bekannte Wiener Dölkerrechtslehrer Pro­fessor Dr. Alfred Verdroß hat einen Auf an die älniversität München erhalten.

mit blauglasierten Ziegeln verkleidet ist, und ein in Stufen aufgebauter Turm-Tempel sind mit Menschen dicht beseht. Die Gruppe stammt aus der Sammlung Gottstein in Leipzig. Sn einem anderen Bilde aus der Sammlung Dar in Ham­burg sieht man denFinckenfang bei Waren dw Gefangennahme des preußischen Generals Finck im Siebenjährigen Krieg; der General begrußtdie österreichische Abordnung, die S" KapUulations- verhandlungen eintrifft. Ein drittes Bild fuhrt zu den Pyramiden und will die Szene aus dem Leben Aapoleons darstellen in der er vor der Sphinx steht und seinen Soldaten zu ruft:Bon diesen Pyramiden schauen 40 Jahrhunderte auf Euch herab." Aatürlich spielen auch die Zinn­soldaten aller möglichen Waffengattung hier eine Rolle so sieht man in einem Bilde einen Samm­ler der sich ein gairzes Bild einer Frühjahrs­parade auf dem Tempelhofer Felde aus der Bor- kriegszeit aufgebaut hat. Die Herstellung solcher Figuren ist mühevoll genug; die Guhform wird als Aegativ aus einem Schiefertäfelchen mit ver­schiedenen Grabsticheln herausgeschabt. Es ist eine wirkliche Kleinkunst die viel bildnerische Be­gabung und Geschmack bei der Abschattierung der Farben voraussetzt.

Oberhessischer Kunstverein.

Graphik von Daniel Greiner.

Die zweite Hälfte des Winterprogramms 1932.33 wurde gestern mit einer Ausstellung des grapht- lchen Werkes von Daniel Greiner eröffnet. Greiner ist in Gießen sowohl durch seine hier ausgeführten Arbeiten wie durch frühereAus- iicUungen gut bekannt. Anläßlich feines bi). Ge­burtstages wird diesmal, wie vor kurzem in Darm­stadt, eine Gesamtüberficht gegeben, wie sie in so informierendem Umfang bisher unseres Wissens an dieser Stelle noch nicht gezeigt worden ist. In Zyklen und Einzelblättern werden die verschieden­sten Techniken zur Schau gestellt Holzschnitt, Linoleumschnitt, Tempera, Kreide, Zeichnung u|ro. so daß die Ausstellung, vom Thematischen ganz abgesehen, keineswegs eintönig wirkt.

'2ln der Eingangswand findet man zum Beispiel eine Gruppe von Farbstudien (Kreide, Tempera), die sich vornehmlich mit mythologischen Motiven wie Leda, Tantalus und Prometheus beschäftigen, jeweils eine Figur oder Figurengruppe zentral m den Bildraum hinein komponieren und die Her­kunft dieser Arbeiten zum Graphischen anzudeuten

»Cr an bic .Malygin" h-r-MMkommen dm Meeresboden und verlor seinen Anker. Einige Taucher sind aus Archangelsk nach der Llnfall- stelle abgefahren.

Schweres Grubenunglück.

Danach überbrachten Universilä^profefsor Dr. Rothsels - Königsberg und Pro^sfor Lr. Scheu von der Handelshochschule Königsberg die Grüße von Rektor und Senat ihrer Hoch­schulen. Universitätsvrofessor Dr A o t h f e ls hielt dann einen geschichtlichen Vortrag über Ostpreussen, Professor Dr. Scheu gab eine Ein­führung in die Ausstellung und eme Lieber, icht über die ostpreußische Wirtschaftslage.

polnische Stimmungsmache.

W a r s ch a u. 7. San. (TU.) Die polnische Presse befindet sich wegen derRevisionistischen Pro­paganda Deutschlands" in steigender Erregung. Während die Aeujahrserklärungen der deutschen Staatsmänner, der deutschen Presse und insbe­sondere die Grenzlandkundgebung der Orag Aer- ger und Entrüstung hervorriesen, losten die Äeußerungen im englischen Rundfunk uber K ') ridor und Revision beinahe Bestürzung aus und haben den eiligen Protest in London .ur Folge gehabt. Damit ist aber die Aktion noch nicht beendet. DemKrakauer illustrierte Ku­rier" (der dem Außenministerium nahrsteht und von ihm sehr oft als Sprachrohr benutzt wird), ist zu entnehmen, daß Polen vielleicht noch eine weitere, eine große internationale Gegenaktion plant, oder sich eine solche bereits in Vorbereitung befindet. Das Blatt erklärt-Die deutsche Propaganda kann einen Kriegsbrand in Europa Hervorrufen und darum muh die polnische Regierung rechtzeitig sowohl die Hauptstädte Westeuropas als auch den Vol- kerbund davor warnen, daß die Schuld an dieser Verwirrung nicht Polen, sondern andere tragen Wen das Blatt unterAndere meint geht an« Rachstehendem klar hervor. deutsche

Propaganda ist f1..®1 te/J ständiges Warnungssignal. Was oie deutsche Behauptung, die Westgrenze Polens be­drohe den Weltfrieden, anbelange, müsse erklärt werden, daß die Kriegsgefahr wegen der Aut- rechterhaltung des Status quo ausschließlich von ter Seite drohe, die eine Revision verlange, trat)- rend jede Bemühung, den Vertrag von Der- sailles zu verletzen, naturgemäß den Selbstschutz der Angegriffenen zur Folge haben nnisse. Im übrigen wird zum wiederholten Mal fest^stellt, daßvon einer Aussprache über die. Grenze Polens keine Rede sein kann. Die polnische Re- gierung werde sich durch keinerlei diplomatische Winkelzüge zum Selbstmord überreden lassen.

Aus aller Welt.

Berliner Wechselfälscher als Llniver fitätsprofeffor in USA. verhaftet. Eine Verhaftung, wie sie in der internationalen triminalgefd)id)te bisher noch nicht zu verzeichnen Dar, wird aus Amerika gemeldet. Dort ift an der )arvard-Unioerfitat in Cambridge (Massachusetts) .ei Boston der Austauschprofessor Normano, er seit November 1932 Vorlesungen über Jiational- fonomie hielt, feft genommen worden. Der ßrofeffor entpuppte sich als der feit dem Jahre 19su iad) umfangreichen Wechselschwindeleien fluchtige Inhaber eines Berliner Bankhauses Dr. Isaak L e = u i n, der in Kiew geboren ist und auf bisher noch licht geklärte Weise es verstanden hat .sich m en Besitz von gefälschten Pap'^enzu eben und damit unter dem NamenProfessor Nor- nano" eine Anstellung an der amerikanischen Um» jerfität zu erlangen. Lewin hatte einen sehr guten Ruf und feine Vorlesungen waren ftets über- üllt. Er wurde aus dem Unioersitätsgebaude her- lusgeholt und in das Staatsgefängnis gebracht

Den umfangreichen Wechselschwindeleien des da­

Wie Adowa König wurde" ist eine hübsche Tiersabel betitelt, die von dem Ga-Stamme an der Gvldküste Afrikas erzählt wird. Eines ^vages, so lautet sie, kamen die Tiere des Waldes zusam­men und berieten untereinander und fragten: Wer soll König unter uns sein?" Sie brachten ihre Sache vor Gott, den Schöpfer. Dieser ent­schied, daß der Thronstreit durch einen W^tlaus entschieden werden sollte; wer zuerst auf dem Thron sitze, dem solle er gehören. Alle Tiere stellten sich in eine Reihe, und dann begannen sie zu laufen. Wie man sich denken kann, erreichte ihn der Elefant zuerst. Als er sich aber darauf sehen wollte, schrie etwas hinter ihm:Zerdrück mich nicht, zerdrück mich nicht, siehst du nicht, daß ich schon darauf sitze!" Cs war Adowa, der Zwerghirsch, er hatte sich beim Beginn in der Rähe des Elefanten ge­halten, sprang dann auf ihn und hielt ihn am Schwänze fest; nur infolge seiner dicken Haut und des starken Laufens merkte der Elefant nichts. Als er sich nun nach dem Sprecher umwandte, ließ sich Adowa auf den Thron gleiten, und der Elefant mußte ihn anerkennen. Seit dieser Zett dars von dem Felle des Adowa nur der erste Häuptling der Gaor Gebrauch machen, der König von Acora; er benutzt es zu seinem Amtshut.

scheinen. _ .

In dem benachbarten ZyklusDer Tanz macht sich eine gewisse Vorliebe für die barock ausschwei- fenöe Hypertrophie der körperlichen Erscheinung jbei aufgelöster Bewegung) bemerkbar, die auch m anderen Zusammenhängen und Motivgruppen mehrfach zum Durchbruch kommt. ,.

Die besten Eindrücke der großen Ausstellung gehen für unser Gefühl von einer Reihe nicht näher bezeichneter Bildnisse aus, die, konzentriert und lebendig im Ausdruck, den Beschauer unmittelbar ansprechen und übrigens auch für die stilistische Ent­wicklung Greiners, da sie zeitlich zum Teil weit aus- einanderliegen, bemerkenswerte Aufschlüsse geben.

Von den benachbart hängenden Farbkreideblat- tern seien der recht unkonventionell aufgefatzte Eulenspiegel" und derMusiker" heroorgehoben; links anschließend an die Porträtfolge findet sich eine Anzahl ziemlich aggressiver Karikaturen aus dem ZyklusSchnitzeleien", die in ihrer Auffassung gelegentlich an diei skurrilen Gebilde von Katha­rine Schäffner erinnern. An die bereits erwähnte GruppeDer Tanz" reihen sich stilistisch folgerichtig die BlätterGeschlechterkampf",Wilde Ehe" und aus dem ZyklusDie Lasterhöhle" an Blätter, die zum Teil in ihreraffektiven Umbildung für

Berlin 8. Jan. (TA.) Am Sonntagvormittag wurde im Zentralinstitut für Erziehung und Un­terricht dieAusstellung Ostpreußen - was es leidet, was es leistet in An­wesenheit von Vertretern der Reichs-, Staats- und StadtbeHorden, sowie vielen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens feierlich eröffnet.

Rach dem Gesänge ostpreuhischer Volkslieder sprach Oberregierungsrat Hoffmann un Ramen des Reichsverbandes heimattreuer Ost- und Westpreußen, dem das Zustandekommen die­ser Ausstellung zu danken ist, Degrüßungsworte. Dann eröffnete der Landeshauptmann der Pro­vinz Ostpreußen, Dr.Blunk, die Ausstellung mit einer Ansprache, in der er diese Schau als einen Beweis dafür hinstellte, daß

Ostpreußen und fein Mutterland trotz gewalt­samer Trennung immer eng verbunden seien. Ostpreußen sei in diesen Tagen wieder ein Kampffeld vor dem Wettgewissen. Ls gelte darum, jetzt mit verstärktem Liser die polnische Propaganda zu überwinden und die Weltmei- nung für Deutfchland zu erkämpfen.

Wie das zu geschehen habe, zeige die Ausstellung in überzeugender Form. Hier werde es offenbar^ was aus der blühenden Provinz Ostpreußen durch das Versailler Strafgericht, dem Widersinn der Grenzziehung geworden sei. Es gebe nur euic Lösung dieser Rot, und das sei die organische Wiedervereinigung Ostpreußens mit dem Reich.

Anschließend nahm Reichsinnenminister Dr. Bracht das Wort zu einer Ansprache, in.der er u a sagte: Die wirtschaftliche und politische Lage Ostpreußens ist durch seine Abschnürung vom übrigen Deutschland bedingt. Die Provinz hat ein Recht darauf, immer wieder auf ihre besondere Lage im Reich hinzuweisen und gerade in dieser Zeit, in der das ganze Reich unter der schwersten Wirtschaftskrise leidet, durch diese Ausstellung ihre besonderen Röte und Sorgen zum Ausdruck zu bringen. Ich hoffe, daß die^e Ausstellung dazu beiträgt, im Reich das Ver­ständnis dafür zu vertiefen, daß die Wun.che Ostpreußens nicht die Forderung nach einer Sonderbehandlung sch'echlhin bedeuten, sondern

das letzte Ziel aller Ostpreußen immer die Wie­dervereinigung ihrer Heimat mit dem Reich und damit die Gleichstellung Ostpreußens mit allen anderen deutschen Gauen bleiben wird.

Ostpreußen und das Reich.

Eröffnung der Ostpreuhen-Ausstettung in Berlin. Wiedervereinigung mit dem CReid) dringend notwendig.

Zeitschriften.

Der einleitende Artikel der neuen Rümmer der LeipzigerI llust r i r t en Zeitung (Verlag I. I. Weber) gibt einen Rückblick auf das vergangene Rotjahr. Eine interessant zusarn- rnengestellte Photomontage ruft die wichtigsten Er­eignisse von 1932 ins Gedächtnis zurück Auch der übrige Teil des Heftes ist recht abwechslungsreich. Bilder aus dem Orient, als dem Gebiet des Vogel- fchutzes, ein Führer in den Wintersport, em reich illustrierter Beitrag über die widerspruchsvolle Mode unserer Tage, eine Würdigung des Malers Cissarz. ein Einblick in den Louvre, wie ihn der Besucher nicht sieht, ein Bericht vom Viehmarkt, schöne Zeichnungen und Gemälde, sowie die um­fassende Tagesberichterstattung mit diesen' Stichworten sei das Wichtigste gekennzeichnet.

Die Ausstellung wurde am Sonntagvormittag mit einem Einsührungsvortrag von Dr. Daniel G r e i - n c r eröffnet, der zunächst dem Oberhessischen Kunst­verein und dessen Vorsitzendem, Stadtbaurat G r a - oert, seinen Dank dafür abftattete, daß ihm hier Gelegenheit zur Ausstellung und zur Einführung in feine Arbeitsweise gegeben worden sei. Greiner gab einen Rückblick auf seine persönliche Entwicklung, die ihn von der Theologie und Philosophie erst verhältnismäßig spät zur bildenden Kunst geführt habe. Er habe nie einer Richtung angehort, und sich im wesentlichen als Autodidakt gebildet; von der Äleinplastik und Bildhauerei sei er allmählich zu graphischen und malerischen Motiven und Pro­blemen übergegangen. Er betrachte die Kunst nicht von der Form aus, sondern als Ausdruck seines Wesens; trotzdem habe er jahrelang mit formalen Problemen gerungen. Die Linie erscheine ihm als das eigentliche Grundelement aller Kunst. (Beson­ders aufschlußreich erschienen die Bemerkungen über die Intuition angesichts einer leeren Wand­fläche.) Die ferneren Ausführungen des Vortragen­den befaßten sich u. a. mit dem Verhältnis zur Natur mit der modernen Photographie, mit der log literarischen Kunst, mit der Einstellung des Be­schauers zu den Bildern und ihrem Erlebmsgehalt, auch mit Greiners Beziehungen zu dem bekannten Farbentheoretiker Wilhelm Ostwald. Der Vortrag wurde vom zahlreich erschienenen Auditorium mit lebhaftem Beifall aufgenommen.y~

der ostpreußischen Wirtschaft, der nicht von diesen Maßnahmen erfaßt worden ift. Darüber hinaus erforberte die Lage der ostpreußischen Landwirtschaft außerordentliche Hilfsmaßnahmen. Autzer den Maß­nahmen, die inzwischen zur Rettung der gesamten Landwirtschaft des Ostens notwendig geworden sind ist Ostpreußen durch besondere Dunge- und Saa'tgutkredite, durch steuerliche Lastensenkung und Frachterstattungen geholsen worden.

Mir liegt daran, hier festzustellen und im ganzen Reich das Verständnis dafür zu wecken, daß die Lage Ostpreußens durch die Grenziehung des Versailler Vertrags unerträglich ist, und daß alle diese Maßnahmen nur der Ueberbrückung eines unhaltbaren Zustandes dienen können, niemals über eine endgültige Lösung bedeuten.

Weltgeschichte in Zinnfiguren

Das Zinnspielzeug, das früher ausschließlich für die Kinderwelt bestimmt zu sein schien ist in. ran Jahren nach dem Weltkriege zu einem Gegenstand des Sammelns für Erwachsene geworden, und diese Sammler sind sogar in einem Bund »Klio vereinigt, der Ausstellungen veranstaltet, und die schönsten solcher Zinnsiguren-Historien einemgro- Heren Publikum vorführt. Don dieser Welt un Kleinen wird in einer illustrierten Zeitschrift erzählt, und es werden einige solcher Fi- gurenÄruppen in reizvollen Bildern vorgefuhrt. Manche dieser Gruppen umfassen einige hundert, ia bis zu tausend Figuren und bilden so einem kostbaren Besitz, zumal sie meist in prächtigen Diarahmen stehen, die für sich schon eine ramer- kenswerte Leistung bilden. Erlesener Geschmack und eingehende kulturhistorische Kenntnis e sindrn ihnen vereint. Da sicht man in einer solchen Gruppe das wiedererstandene Babylon. Dor statt­lichen Baulichkeiten empfängt Rebukadnezar 11.

Die Aufgaben von Reich und Staat gegenüber Ostpreußen müssen in erster Linie dahmzielen, die durch die Trennung vom Reich entstandenen Schwierigkeiten soweit wie möglich zu mildern. Die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Reichs erschwert das Rettungswerk für Ost­preußen außerordentlich. Wir können nicht aus den Ueberfchüffen reicher Provinzen den armen Osten unterstützen, sondern jede Hilfe, die Ostpreußen ge­währt wird, beruht auf Opfern der Gesamtheit der deutschen Steuerzahler. Diese Hilfsmaßnahmen von Reich und Staat für Ostpreußen sind schon (eit,über zehn Jahren in Angriff genommen worden. In den Jahren 1922 bis 1926 wurde das erste Oftpreußen- programm zur Ausführung gebracht und seitdem sind Jahr für Jahr erhebliche Mittel für den deutschen Osten b e r e 11 g e ft e l (t u n D eingesetzt worden. Es gibt wohl keinen Zweig

Afrikanische Tierfabel.

Der Nachfolger von Professor Dr. Deycke.

Der Lübecker Senat hat zum Rachsmger des aus dem Calmette-Prozeß bekannten Professors Tr De y cke den Heidelberger Professor Han­sen als Tirektor des Lübecker Krankenhauses ge­wählt.

Starker Schneefall im Schwarzwald.

Seit mehreren Tagen schneit es im Schwarz­wald bis herunter zu 700 Meter. Besonders m den Höhen sind die Schneefälle außerordentlich ergiebig und der Feldberg konnte schon eine Schneedecke von 10 Zentimeter melden, die aber inzwischen zug^ nommen hat, da die starken Schneefälle immer noch

unser Gefühl bereits an der Grenze des künstlerisch Möglichen angelangt find.

Die körperliche Steigerung in den Gestalten solcher Bilder scheint in den Figuren und Kopsen aus den Evangelien mehr ins Geiftig-Etstatische gewendet, und die Szene, wenn man |o jagen darf, entwickelt sich hier mit Vorliebe aus den scharfen Kontrasten von hellen und dunklen Flächen.

Die abschließende Folge derGesichte" umgreift wiederum einen anderen Themenkreis: grofjunige und eigenwillig stilisierte Phantasie-Landschaften, die auch mitunter von Fabelfiguren in der Art von Fidus belebt werden. Abseits davon verdient ein ruhiges sympathisches BildNachtstimmung Worm- er Dom besonders hervorgehoben zu werden. Die Ausstellung wird ergänzt durch mehrere Sammel­mappen und eine Reihe von Publikationen, die Greiners Wirken als Illustrator oeraistchaulicheii Hie'- stechen die bekannten Evangelienbücher und Ehristuskopfe von den BilderbogenblätternDas harmlose ABC" merkwürdig ab.

maligen Berliner Bankiers Lewin, die nach deut­schen Angaben von 400 000 Mark bis 1 Million nach amerikanischen etwa 3 Millionen aus- machten, kam die Berliner Krimmalpoliz^ auf die Spur. Lewin und sein Kommanditist Rappa- port, sowie der Prokurist Montag waren sei­nerzeit aus Berlin geflüchtet. Die Wechselfalschun- qcn und Unterschlagungen des Lewin gehen au die Jahre 1928 und 1929 zurück und stehen im Zusam­menhang mit dem Bankrott der Banksirma L o - wenberg & Co. in Berlin.

Der verhafteteProfessor Normano" alias Le­win, erklärte im Verhör, er fei Unschuld, g. Er behauptet, von der ihm zur Last gelegten Ber mer ^Angelegenheit nichts zu wissen. Der Richter setzte ein neues 23 e r t) ö r zur Beweisaufnahme über Normanos Identität feft, trat aber sofort m die Prüfung des ihm vorgelegten Geburtszeugnisses ein, wonach Normano am 15. September 1890 in Porto Alegre (Brasilien) geboren fei. Die rftage der Freilassung Normanos unter Sicherheitsleistung kommt im Laufe des Montag zur Verhandlung.