Aus dem Reiche -er Frau.
Ausgaben undpflWen derRatio- nalsozialistlschen Srauenschast.
Don Landrat Dr. Krummacher, Reichsletter der NS.-Frauenschaft und Führer des
„Deutschen Frauenwerks".
Die deutsche Frau gehört in erster Linie ihrer Familie, sei es, daß sie sich als Mutter ihrem Gatten und ihren Kindern zu widmen hat, sei es, daß sie als berufstätige Frau mit ihren Familien» angeyörigen, Eltern und Verwandten die entsprechende Fühlung hat. Abgesehen davon, soll der berufstätigen Frau in der NS.-Frauenschaft eine geistige Heimat geboten und ihr mehr als der verheirateten Frau und Mutter auch Sonderauf- gaben fraulicher Art gestellt werden. Die NS.- Frauenschaft wird der berufstätigen Frau gegenüber allen Stellen der Gesetzgebung und Verwaltung Schutz und Hilfe gewähren müssen und entsprechende Einrichtungen in ihrem Arbeitskreis einschalten.
Aus dieser Verpflichtung ergibt sich die Organisierung der Arbeit. Die Hauptaufgabe der NS.- Frauenschaft ist und bleibt die nationalsozia- listische Schulung der deutschen Frau. Diese nationalsozialistische Schulung erfaßt praktisch alle Gebiete fraulichen Lebens und wird diese vom Gesichtspunkt der nationalsozialistischen Staats- und Pflichtauffassung aus gestalten. Innerhalb der NS.- Frauenschaft werben Arbeitsgruppen gebildet, denen die Pflege und die Schulung u. a. auf folgenden Gebieten obliegt: Nationalsozialistische Staatsidee, Rassenkunde, Geschichte, Vorgeschichte, Kindererziehung und Schulwesen, Wohlfahrt, Mütterdienst, Mütterschulung, Wirtschaftskunde und Rechtsberatung, Schutz und Förderung der berufstätigen Frau, Kulturleben des Hauses, Dichtung, Musik, Kunst, Hauswirtschaft, Gesundheitspflege für Frau und Kind, Kleidung, Handarbeiten. Dabei können und müssen alle praktischen Erfahrungen in einzelnen Sachgebieten ausgenützt werden, ohne Rücksicht darauf, ob diese Erfahrungen praktischer Arbeit von Frauen erarbeitet worden sind, die bisher der nationalsozialistischen Weltanschauung nicht zuge- hörten. Es ist also ein Zusammenwirken mit den bestehenden Frauenoerbänden, wi« sie nunmehr im „Deutschen Frauenwerk" organisch zusam- mengefaht sind, notwendig.
lieber der Arbeit der NS.-Frauenschaft wird das Wort des Führers stehen: „Es ist schön, die Macht zu haben, es ist noch schöner, die Liebe und das Vertrauen des Volkes zu gewinnen."
Die nationalsozialistische Frauenschaft soll unter den deutschen Frauen die Garde Adolf Hitlers sein. Die Garde aber ist eine Mustertruppe, auf die aller Augen sich richten und von der man erwartet, daß sie Vorbildliches leistet. Die Mitglieder der NS.-Frauenschaft haben daher nicht Vorrechte, sonder Vorpflichten. Wie es aber außer der Garde im alten Heer eine Linientruppe gab, die im Weltkrieg an der Front mit größter Tapferkeit und Hingabe ihre Pflicht erfüllte, so gibt es außer der NS.-Frauenschatt noch eine große Zlnzahl von Frauenoerbänden, die in fraulicher Arbeit Großes geleistet haben. Aber all diese Arbeit, so hervorragend sie war, hätte niemals vermocht, Deutschland von der Pest des Bolschewismus zu retten. Es ist unser Führer Adolf Hitler gewesen und mit seinen Gardetruppen sind es auch die Mitglieder der NS.-Frauenschast gewesen, die bei den großen politischen Kämpfen der veraange- nen Jahre Schritt für Schritt Deutschland als Staat erobert haben.
Reichsinnenminister Dr. Frick, der Schutzherr der im Deutschen Frauenwerk unter der Führung von Dr. Krummacher geeinten deutschen Frauenverbände, wird darüber wachen, daß den Frauen ihre fraulichen Berufe erhalten bleiben und daß auch der jungen Generation der Frauen, die sich entschließt, in Frauenberufe hineinzugehen, die Arbeitsplätze und Ausbildungsstellen nicht genommen werden. In Berlin wird auf Grund der von Dr. Krummacher gepflogenen Vorverhandlungen das große Werk des Frauenarbeitsdienstes nach neuen und zwar ganz fraulichen Gesichts- punkten und Bedürfniflen neu organisiert und als- dann im praktischen Leben verwirklicht. Auch in
©erMüiierdienst der deutschen Ration.
Don Mara LönnieS.
Wenn eine Nation schwerste Erschöpfungszustände Leibes und der Seele überwinden will — dann muß die Frage erhoben werden: Wie haben die Mütter der Nation und die, die die Mütter der Nation werden, die Gefahrenzustände der Erschöpfung und Ueberbürbung mit Kriegsängsten und Not Überstanden?
Der Rohstoff der Politik, der Kultur, ist das neugeborene Kind der Mutter. Jeder Plan der Be- völkerungspolttik, der Valksaufartung, der seelischen Wandlung ist nach den Gesetzen des Lebens zuerst immer eine Müttersache. Hier ist das Tor für die Wiedergeburt der Nation.
Was die Mütter von heute und morgen an Kraft des Leibes und der Seele besitzen, das besitzt die Nation als sicheren Ackergrund für neue Saat des Lebens, für neue Kraft der kommenden Geschlechter.
Die Frage nach den Müttern ist darum eine Frage nach dem Leben der Nation. Der Staat von Weimar stellte diese Frage nicht. Die Begründung dafür liegt klar zu Tage.
Führer des Staates, denen die Ehre der Nation unwesentlich für den Aufbau erschien, unwesentlich in der Behauptung ihres Staates unter den V8I- fern der Welt, ' j n n t e n gar nicht aus den Gesetzen der ewigen Ordnung heraus denken. Sie konnten nicht aus wirklich schöpferischen Impulsen handeln, weil sie das ewige Leben durch ihre Untreue dem Erbe gegenüber letzlich verachten.
Man entschloß sich wohl dazu, viel Geld für elegante Paläste auszugeben, um die herrschende Macht zu z e i g e n. Man holte für solche Propaganda sogar sehr viel teures Auslandsgeld herein. Man propagierte auch in allen internationalen 3ulatT*^en* fünften das Wort „Genosse". Aber dieses Wort bleibt ohne Lebenskraft. Sie wußten nicht, daß Ge- noffe „Kamerad" im Volk heißen muß.
Weil die Führung des Staates dies nicht wußte, war sie aucy nicht fähig, ein Volk aus dem starken Kameradschaftserlebnis eines ungeheuren Krieges m die Blutgenossenschaft eines neu geeinten Volkes au führen. Man kam nicht auf die Idee, daß gerade
dem gewaltigen Aufgabengebiet der NS.-Volks- Wohlfahrt sollen und werden die deutschen Frauen nicht als Handlanger, sondern als Träger der Verantwortung mit der ganzen Kraft ihrer Hingabe und Liebe Wirkungsraum haben.
Deutsche Kultur wird bleiben, . wenn deutsche Männer bereit sind, dafür zu sterben und wenn deutsche Frauen, als die Mütter und Hüterinnen des kommenden Deutschlands und als Trägerinnen deutschen Volkstums, unserem Vaterland und unfe- rem Führer in unerschütterlicher Treue Gefolgschaft leistem
©er „blaue" Husten
Don Dr. meb. (5. p. Mütter.
Der Herbst ist die Jahreszeit, in der man so manches kleine Schulmädel beobachten kann, das an der Straßenecke stehenbleiben und husten und husten muß. Das Gesichtchen läuft blau an, die Adern schwellen, Hustenstoß folgt auf Hustenstoh; dazwischen ringt es um Luft mit einem seltsamen kieksen- ben Ziehen: wie im Krampf schüttelt sich der ganze Körper. Doch bald wird der Husten schwächer und schwächer — er hört auf, und das Kind lehnt sich erschöpft ans Gatter mit verquollenen, tränenden Augen. Schon nach ein paar Minuten ist der ganze Vorfall wieder vergessen, und unbekümmert geyt die Kleine weiter.
Sv ungefähr geht ein Keuchhustenanfall vor sich, mal kürzer, mal länger dauernd, nicht selten begleitet von Würgen und Erbrechen. Gerade im Herbst pflegt alljährlich der Stickhusten gehäuft auf- zutreten. Bei älteren Kindern verläuft diese höchst an st eckende Krankheit meist, ohne bleibende Schaden zu hinterlassen, äbwohl die Kleinen auch von der — gewöhnlich zehn bis zwölf Wochen dauernden — Erkrankung erheblich mitgenommen wer- den können, zumal wenn die Attacken sich häufen
Die Wintermodelle haben letzt ihren Einzug gehalten, und es läßt sich nach den Neuschöpfungen der Mode, auch ohne viel Prophetie erraten, was in der Hauptsache Gnade vor den Augen unserer Frauen finden wird. In der kalten Jahreszeit hat der Mantel Anspruch auf erhöhte Aufmerksamkeit. Neu find die dreiviertellangen Mäntel, die meistens aus einem zum Kleide passenden Gewebe hergestellt werden. Ein solcher Mantel ist sehr hübsch und wirkt modern. Das ist gewiß. Da aber die wenigsten von unseren lieben Mitschwestern den Mantel nur zu einem bestimmten Kleid tragen werden, ist vor der Anschaffung genau zu überlegen, ob man sich nicht lieber zu einem langen, losen Mantel entschließen will. Er hat eine sportliche Note, ist aus einem der hübschen Woll- stosse hergestellt, aus gerauhtem Gewebe, aus Noppen- und Rippenstoff, aus Rindenjersey oder einem in sich gemusterten Wollmaterial. Taschen und große Knöpfe sind für die neue Mode charakteristisch. Der Gurt fällt bei diesen losen Mänteln fort, was der Trägerin sehr gut steht. Als Aufputz Pelz. Ueberall sehen wir kleine Pelzeffekte, aber immer ist der P e l z s p a r s a m a e s e tz t.
Der Kragen hat entweder eine Pelzverbrämung ober er besteht ganz und gar aus Fell, geht rings um den Hals und wird seitlich geschlossen. An den Schultern dienen flach gesetzte Pelzstteifen der Verbreiterung der Linie, und an den Aermeln sehen wir einen Pelzstreifen ober einen kleinen Tupfer, der zuweilen oben am Oberarm angebracht ist, und wie zufällig hingewischt wirkt. Als Farben sind braune, graue, rnoos- und russischgrüne Töne aus- ersehen. Alle warmen Klänge werben in den Vordergrund gerückt, alle harten scheiden aus.
Pelzverb r'ämungen aus Karakul, Nutria, Biberette, Fuchs, P"rfianer, neuerdings wieder Seal und das kleidsame Fehpelzwerk, bekommen zur Un-
unb von stürmischem Erbrechen begleitet sind. Weit bedenklicher ist es schon, wenn der Keuchhusten im zartesten Alter auftritt. Fallen doch alljährlich viele Tausende von blühenden Kinderleben dem „blauen" Husten zum Opfer.
Nicht immer äußert sich der Keuchhusten in heftigen Hustenanfällen, mitunter tritt er auch in Form eines anscheinend gewöhnlichen, aber andauernden und hartnäckigen Hustens auf. Wenn also in dieser Jahreszeit der Husten eines Kindes gar nicht weichen will, dann ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und feststellen zu lassen, ob nicht doch ein Stickhusten vorliegt.
Groß ist die Zahl der gegen diese Krankheit empfohlenen Mittel, und Aufgabe des Arztes ist es, das eine ober andere Medikament, die eine ober andere Heilmethode zu versuchen. Stets werden jedoch hygienisch-diätetische Maßnahmen zweckmäßig sein. Keine trockene und trümmllge Kost, damit nicht Hustenanfälle ausgelöst werden! Höchst wichtig die Sarge für viel frische Luft! Möglichst bas Kinb ben ganzen Tag über im Freien lassen! Nachts soll an wärmeren *Tagen das Fenster im Schlafzimmer «im Nebenraum geöffnet sein. In vielen Fällen uch ein Milieuwechsel außerordentlich zweckmäßig: Verschickung des Kindes aufs Land ober an die See ober zu den Großeltern ober zu einer Tante.
Eine der wichtigsten Aufgaben der Eltern ist es, das Kind nach Anweisung des Arztes zur S e l b ft - beherrschung zu erziehen. Die Kinder müssen lernen, den Husten weitgehend zu unterdrücken und sich bei Brechreiz selbst ben Kopf zu halten. Je we- niger Aufhebens Die Umgebung von ben Anfällen macht, befto schneller wirb die Krankheit vorübergehen. Wenn die Eltern ängstlich sind, bann kommt es gerade bei nervösen Kindern sehr leicht vor, daß die Anfälle noch Wochen und Monate anhalten, wenn der eigentliche Keuchhusten schon längst abgc- t hin gen ist. In solchen Fällen ist die Verschickung
terstlltzung ihrer Wirksamkeit einen Muff aus dem gleichen Pelz. Er ist sehr zierlich, tonnenartia, nur um die Hände mit den Fingerspitzen hineinzustecken. Besonders nett sieht ein Muff zu dem sehr in Aufnahme gekommenen Jackenkleid aus, das auch für den Winter in reizenden Ausführungen erschie- nen ist. Als Neuheit läßt sich die pelzgefütterte Schoßjacke nennen. Aeußerlich ist sie dem Kostümrock angegltchen, besteht aus demselben Stoff. Innerlich aber hat sie ihre verborgenen Vorzüge in Gestalt eines netten Pelzfutters. Es ist so gearbeitet, daß seine Reverse und sein Kragen über die schmucklose Jacke fallen und gleichzeitig die Ver- orämung barstellen.
Die praktische Sette der neuen Mode bevorzugt doppelte Verwendbarkeit. Jacken aus Wollstoff und pelzgefütterte Jacken können nämlich auf Deinen Seiten getragen werden. Man dreht sie um, und auf diese Weise hat man wieder ein anderes Kostüm. Bei Jackenkleidern ist die Zusammenstellung von tarierten Kostümen gern gesehen, die eine graue ober schwarze Abseite aufweisen.
Mit Jacke — gleichviel, ob sie Pelzfutter hat ober nicht, ist auch das sportliche Kleid für ben ganzen Tag zu tragen. Schöne Wollstoffe in neuen Ausführungen mit gewellter, gerauhter Oberfläche. Das Sportkleid hat einen neuen Stil gefunden, ist einfach, viel fraulicher durch die Verarbeitung im Ganzen ober durch die Kasackform. Am Halse schließt es hoch, es hat eingeschnittene Taschen, Knöpfe und verbreiterte Schulterlinien. Zuweilen sind auch breite Blenden angebracht, um den Aermelansatz zu verdecken. Als Hauptfarben gelten brombeerbraun, blau mit einem Schein ins Rötliche, braun mit einem rostfarbenen Schimmer, grün in vielen Schattierungen. Moosgrün, russisch- unb resedagrün sind kleidsame Farbtöne.
des Kindes in eine vernünftige Umgebung das sicherste Mittel zur Heilung.
Sind jüngere Geschwister vorhanden, so muß bas keuchhustenkranke Kinb adgesonbert bzw. aus dem Hause gebracht werden: oder aber die Geschwister sind anderweitig unterzubringen.
Kein keuchhustenkrankes Kind bars die Schule be- suchen, denn erstens ist der Stickhusten sehr ansteckend: außerdem jedoch lost der Anblick der Keuchhustenanfälle nicht selten bei gesunden Kindern eine wahre Hustenepidemie aus, die auf „seelische" Ansteckung zurückzuführen ist.
Die deutsche Frau in der EinheiiSstont des i2.Aoveniber.
Aufrufe des Deutschen Frauenwerks.
Paula S i b e r, die Referentin für Frauenfragen im Reichsministerium des Innern und fteUoertre- tende Führerin des Deutschen Frauenwerkes, erläßt einen Aufruf an die deutschen Frauen, in dem es u. a. heißt: Die Abstimmung am 12. November wird und muß der ganzen Welt die unlöslich» Geschlossenheit von Volk und Regierung beweisen. Wir alle haben den Entschluß unseres Führers, aus dem Völkerbünde auszutreten, als befreiende Tat begrüßt. Deutschland hat ben Kampf um seine elementarsten Lebensrecht» aufgenommen: ben Kampf um Frieben unb Brot. Nie war ein Volk von ehrlicherem Frie- benswillen beseelt als das deutsche, nie hat eine Regierung sichehrllcherumArbeitunb Brot gemüht als die nationalsozialistische, nie hat ein Staatsmann einen heroischeren Kampf für sein Land geführt als Adolf Hitler. In diesen acht Monaten hat die Regierung bewiesen, daß alle ihre Maßnahmen a u s s ch l i e ß - lich von der hohen Verantwortung der Volksgemeinschaft getragen sind. Gerade auf dem ureigensten Gebiete der Frau liegen ihre vornehmsten Hochziele: die Erhaltung der Fi- milie, besondere Erleichterungen für Kinderreiche, Schutz unb Pflege der Mutter, ohne dabei das Recht der unverheirateten Frau auf Arbeit und Beruf irgendwie zu verneinen. Eine tiefere Verwurzelung von Frau und Volkstum, eine größere, verantwortlichere Anerkennung und Verpflichtung wie die des nationalsozialistischen Staates zur Frau kennt sonst kein Volk. Keine andere Weltanschauung baut oen Begriff „Volk" und „Voltsge- meinschaft" so auf der Familie auf, wie der Ratio- nalsozialismus. Deutsche Frauen! — Wir stehen wieder an einem Wendepunkt unserer Geschichte. Es darf in diesem heroischen Kampfe der Regierung kein Mißverstehen, keine Gleichgültigkeit irgendeines Volksgenossen geben. Es darf auch keinen Frauen- gebanken geben, ber gegenüber bem elementarsten Volksrecht auf Leben, Ehre, Arbeit und Freiheit für sich ein Einzelrecht beansprucht. Die deutsche Frau als Hüterin von Jugend und Familie, als Mut- ter ihrer Kinder, als gleichwertige, aleichoerpflichtete Volksgenossin, muß wissen, daß sie Verrat an ihrem Volke begeht, wenn sie in dieser Stunde sich nicht zu seiner Führung bekennt. Jede einzige Eurer Stimmen ist wichtig! Jede einzige deutsche Frau gehört am 12. November an die Wahlurne! Es geht um die deutsche Familie, die deutsche Arbeit, die deutsche Ehreil
Der Führer des Deutschen Frauenwerkes und Reichsführer der NS.-Frauenfchaft, Landrat Dr. Krummacher, erläßt ebenfalls einen Aufruf an die deutschen Frauen, in dem es u. a. heißt:
Es ist immer eine Forderung des Nationalsozialismus gewesen und unser Führer Adolf Hitler hat es wiederholt im vergangenen Jahrzehnt und schon vorher ausgesprochen, daß die Voraussetzung für den Wiederaufstieg Deutschlands die Wiederher- stellungderdeutschen Ehre in derWelt und damit der deutschen Gleichberechtigung ist. Der Kampf unserer Regierung und unseres Dolkskanzlers geht um diese Gleichberechtigung und einen ehrlichen Frieden, die beiden Grundpfeiler für den Aufbau des neuen Deutschen Reiches auf nationalsozialistischer Weltanschauung. Die Bedro- iiung des Friedens durch Millonenheere, stärker, als ie je vor bem Weltkriege in Europa gestanden iahen, durch Bombengeschwader, Giftgase, Tanks, schwere Kanonen in tausenden von Stücken, wie ■WMSHeHseaeeeeeeeMeeEeMieÄeeeeeeeeeeeeee
Eindrücke von der neuen Mnlermode.
Dreiviertellange Mäntel. - Lose Formen. - Sparsamer Pelzbesatz. - Sportliche Wollkleider für den ganzen Tag.
Don Ehristalore.
in ber Not der Existenzbedrohuna jedes Volk in tiefster Seele zu einem Stolz auf das gebliebene Erbe, zu einem Glauben unb zu einem Willen unb damit zu neuer Auferstehungskraft geeint fein will.
Und genau so wenig kam man auf die Idee, daß Mütter im Volk bas Erbe hüten unb von allen behütet werden müssen, wenn die Nation nicht untergeben soll. Die Staatsführung von gestern konnte die Gestalt der Mutter im Volk mcht entdecken. Aber das Gewissen der Mütter war wach. Was der Staat nicht tat, das schufen die Mütter selbst.
Ihre Treue zum Erbe des Glaubens unb des Blutes schuf einen Dienst für die Mütter. Das Mütterdienstwerk der Deutschen Evangelischen Kirche wurde das geschichtliche Bei- spiel dafür, das das Gewissen der Mütter und ihre innere Verbundenheit mit Gott und dem Volk schützt in den größten Gefahren, die die Nation bedrohen, mehr als alles andere.
Die Mütter schufen die rechtzeitige Müttergesundheitsfürsorge, die planmäßige und erkennende Mütterschulung, die große geistige Offensive für Mutter und Volk", für „Mutter und Kirche und "Mutter und Staat". Sie taten es nicht, um ihre eigenen Interessen zu wahren, sondern um die Nation zu schützen und bem Kampf des neuen Deutsch- land den Sieg oorzubereiten.
Die Begegnung von Mutter und nationalsozialistischem Staat ist darum heute bereits die Besiegelung eines großen Kampfes, den beide aus ber Not heraus führten. Die Männer für ben elaat bes Na- tionalsozlalismus. Die Mütter Deutschlands für die Wiedergeburt ihres Volkes.
Wenn heute endlich die Gestalt der Mutter im Volk immer mehr In das Bewußtsein des Volkes tritt, so zeigt sich hierin am allertiarften die innersten Wesensunterschiede des Staates von Weimar unb des Staates unseres Führers Adolf Httler.
Der Führer stellt aus der Treue zu Blut unb Boden, zu diesen Schöpfungsordnungen Gottes die mütterliche Frau, die i h r e r A r t treue Frau im Volk als Führerin aller Frauenarbeit, allen Frauenwesens heute heraus. Alle Unnatur des männlichen Frauendenkens, alle Unatur des männlichen Frauen- tums soll zur Genesung kommen durch die Herrschaft
des mütterlichen Prinzips in allem Frauenschaffen der Nation.
Das Mütterdienstwerk der Evangelischen Kirche wurde aus ber Gottes- und Volksgebundenheit der evangelischen Frauen vor langen Jahren schon Wirk- lichkeit der Tat. Es war bereits eine Vorbereitung für einen Mütterdienst ber Nation. Es erweist sich heute an jeder Erfahrung, an jedem kleinsten praktischen Vorschlag der Organisation und der Finanzierung, daß die Gesetze des Mütterdienstes der Deutschen Evangelischen Kirche ohne weiteres auf die jetzt neue große Aufgabe des Mütterdienstes der deutschen Nation übernommen werden konnten, da sie die Allgemeinheit umfassen.
Der Mütterdienst der deutschen Nation hat buxch die Initiative der Staatsführung zur Frage der grundlegend neuen Frauenarbeit im Staat feine Aufbaugrundlage gefunden.
Reichsinnenminister Dr. Frick schuf die Reichs- arbeitsgemeinfenaft Deutscher Frauenverbände. Er unterstellte diese Arbeit einer Frau der Nationalsozialistischen Frauenschaft — einer Mutter. Heute ist, im Erkennen der Gestalt der Mutter im Volk, eine Mutter — es ist Frau Paula Siber, Gaufrauenschaftsleiterin von Düsseldorf — zur Führungsarbeit berufen worden. Einen größeren Dank konnte der Glaube der Mütter an ein unsterbliches Deutschland nicht finden. Die Reichsarbeitsgemeinschaft Deutscher Frauenverbände eint heute den Willen und die Tatkraft aller Frauen zur mütterlichen Arbeit für den Staat und für das Volk.
Ihre Richtsätze für die Arbeit liegen im Programm des Mütterdienstes der Nation fest:
1. Die Erneuerung des deutfchen Frauentums vom Gedanken der großen Mutteraufgabe der Frau her.
2. Unterstützung sämtlicher Maßnahmen des Staates, welche Die Mitarbeit der Frau verlangen.
Damit ist jetzt der Weg frei für den Dienst der Mütter an Der Nation und für ben Dieyst ber Nation an den Müttern.
Bereits in den Herbstmonaten wird die sehr Der- stärkte Entsendung ber ßanbmutter in bie Er- holungsfürsorge beginnen. Die Mutter des Landes ist ja gerade bie Trägerin des besten biologischen Erbgutes und ber Erfchöpfungszustanb unter unseren Müttern ist erschreckend. Die größte Beachtung
muß auch sofort die Jungmutter finden. Wi» kann sie Mutter kinderreicher Familien werden, wenn sie bereits ihr erstes oder ihr zweites Kindchen in einem elenden Gesundheitszustand geboren hat.
Nicht anders liegt es bei dem Gebiet der Müt« t e r s ch u l u n g. Ehe sich die Reform des Mädchenbildungswesens bemerkbar macht, muß noch viel Uebergangsarbeit mit Mütterschulung geleistet werden. Der Reichsmütterdienst der Kirche süyn schon lange in allen Ländern und Provinzen, auf dem Dorf und in der Stadt Mütterschulen durch. Dieser Arbeitsplan wird jetzt auf dem Gelände des Mütterdienstes der deutschen Nation ganz weit ausgebaut werden. Es gibt für die Frauen heute kein wichtigeres Arbeitsgebiet und keine andere Pflichterfüllung. Unsere um die Erhaltung des Volkes tämpfenDen Mütter nahmen von dem Allerletzten und bauten durch diese Opfergaben das Werk des Mütterdienstes.
Nachdem die neuen Männer der Sozialpolitik bie Werkerfahrung des evangelischen Mütterdienstes geprüft und erkannt haben, Haven sie seinen Fincmz- vorschlag des „M üttergroschens" einstimmig bewilligt. Damit wird das freie Opfer ber Mütter durch das Opfer der ganzen Nation gesichert. Dieser Entschluß ist die Voraussetzung dafür, daß endlich ben Müttern untragbare Lasten abgenommen werden können.
Alles was an Mutterkräften ermüdet ist in den langen schweren Jahren der äußeren unb inneren Not wird neue Kraft bekommen. Alles was an Mutterglauben gestorben war, wird zu neuer Gewißheit des Lebens werden. Alles was an Mutterkönnen vergessen war, wird wieder bewußt gemacht werden aus dem besten Erbe bes Volkes.
Die Nation übernimmt jetzt ben Mütterbienst in ihrer großen Gemeinschaft für alle Frauenarbeit bes Staates. Glaubenskraft der Kirche und Blutkraft des Volkes findet zur Einheit zurück. Und damit wird allen Forderungen der (Erneuerung der Anfang der Erfüllung gefetzt: (Ein tüchtiges, gefun- bcs, frommes Volk wächst heran unb wirb bewahrt in ben Wohnstuben ber Mütter zu unserem Kamps in ber Welt.
Die beutschen Mütter danken bem Führ«i


