Ausgabe 
8.11.1933 Zweites Blatt
 
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Obecheffen

Die Volksabstimmung am 12. Aovember

Helft helfen!

Volk und Führer sind eine!

Diese Tatsache mutz am nächsten Sonntag auch in Oberhessen bei der Volksabstimmung und der Reichstagsmohl überzeugend zum Ausdruck kommen! Wie der deutsche Mana und die deutsche Frau die Frage de, Führer» zur Außenpolitik bei der Volksabstim­mung nur mit 3 a beantworten können, so mästen sie auch die Schassung der neuen innerpolitischen Grundlage bei der gleichzei­tigen Reichslagswahl durch Eintreten f ü r die Liste der NSDAP, bejahen! Vie Parole für den 12. November heiht für alle:

Fede Stimme nur Jo!

erhalten.

Kreisfunkwarte, Ortsfunkwart« und Betriebs­funkwarte fordern sofort die notwendigen Geräte und Anlagen bei den Rundfunkhändlern und Rund­fun kinstallateuren an.

Spenden für die AG.« Dolkswohlsahrt

werden eingezahlt auf Konto Rr. 4513 NS -Dolkswohlsahrt des Kreises Gletzen bei der Bezirkssparkasse Dietzen.

Schulfeiern zur Volksabstimmung und Reichstagsneuwahl.

Wetterfeld 33,60 Mk. Da» Ergebnis ist ein mehr» aches gegenüber dem ersten Eintopfsonntag. Am 15. November ist die Abhaltung eine» Nutz - und Zuchtoiehmarkte» in unserer Stadt vorge» ehen.

§ Ulrichstein, 7. Noo. 3n dem festlich ge- chmückten Saale des zu neuer Ehre gekommenen Dorwerk» sprach am Samstagabend Pg. Ott au» Nieder-Fngelheim über die Bedeutung der Abstim­mung am 12. November. Zahlreiche Einwohner der umliegenden Dörfer hatten sich mit den Einheimi- chen zu einer seierlichen Kundgebung ver­einigt, die bewies, dah die Vogelsberger in aller Treue zu dem Führer und zur Politik de» neuen Reiches stehen Die Kartoffelsammlung ür das Winterhilfswerk hatte ein erfreuliches Er­lebnis. lieber 400 Zentner konnten von der hiestgen Ortsgruppe zum Versand gebracht werden.

I! Ober-Schmitten, 6. Roo. Der hiesige K r i e g e r v e r e i n , der in den letzten Monaten auf das Doppelte seine» Bestandes angewachsen ist und jetzt über 60 Mitglieder zählt, hielt gestern eine stark besucht- Generalversammlung ab. Der 1. Vorsitzende, Lehrer 3. Diehl, sprach über die Bedeutung des 12. November und bezeichnete e» als Ehrenpflicht für jeden Frontkämpfer und Karne-

vor dem Verhungern schützen sollten. Mochte er von der öffentlichen -and in den Mund leben, so gut und so schlecht er es fertig brachte. Das ließ man Auf­gabe eines Staates sein, der mit seiner eigenen Tasche taschenspielerte.

Jener Geist mutz wieder Gemeingut aller wer­den, der den letzten Bissen mit dem Kamera­den teilte, weil er in ihm den Bruder sah, der auf Gedeih und verderb zu ihm hielt.

Weil sie alle die Söhne jener großen Mutter waren, deren Leben und Sicherheit sie mit ihren Leibern und ihrem Leben schirmten. Wie sich die Heimat damals auf sie verlassen konnte, so sollen sie sich jetzt in der Heimat und von der Heimat nicht verlassen fühlen, die allein Hott und Hoffnung zu geben vermag.

weder die Alten sollen hungern und darben, die vielleicht ein langes und arbeitsreiches Leben in dem Dienst de» volksganzen verbracht und verbraucht haben, gleichgültig mit welchen Kräf­ten und an welchem Platze, noch sollen jene darben und frieren müssen, die in den besten Wannesjahren unverschuldet Hand und Hirn untätig durch ihre Tage schleppen.

Die kommenden Generationen sollen einst mit immer wachem und anspornendem Wisten von uns sagen können, dah wir Heutigen ein Volk von Brüdern waren, in dem einer für alle und alle für einen einstanden, drinnen, wie es draußen ge- I wesen war Darum. Helft helfen! Damll un, 1 unser aller Reich werdet

alle Lehrkräfte gemeinsam der Uebertragung der Rede u nie res Dolkskanzlers aus einem Berliner Werk beizuwohnen. (Der Vormit­tagsunterricht ist entsprechend zu kürzen.) 3m An- schlug daran findet eine Feierstunde statt, die ein Erlebnis für die Schulgemeinde sein soll, und in welcher auf die Bedeutung der Volksabstimmung und Reichstagsneuwahl durch einen ober mehrere Redner hinzuweisen ist. Wirkungsvolle Sprechchöre, Gedichte, Lieder usw. sind einzuschalten. Die Aus- gestaltung der Feier bleibt den örtlichen und politi- sehen Leitungen und nach Maßgabe der räumlichen und Witterungsverhältnisse überlassen. Nach Mög­lichkeit ist die Feier jedoch im Freien zu begehen, wobei die Fahnen und Symbole des neuenStaates und die Schul- und Klastenwim- pel mitzuführen sind. Eltern, Geistliche und Ortsver­treter können eingeladen werden

roden, sich mit einem einmütigen3 a hin­ter d i e Reichsreaierung und ihren Führer zu stellen. 21m Totensonntag ist gemeinsamer Kirchgang, wobei ein Kranz an der Ehrentafel der Gefallenen niedergelegt werden soll. Frhr. von Münchhausen - Darmstadt wird Ende November einen Lichtbilderoortrag über dieKämpfe im Westen halten. 3m Lause des Winters soll ein Schieb st and errichtet wer­den, der auch von anderen örtlichen Formationen benutzt werden kann. Ein dreigliedriger Ausschuß wird über die Platzfrage beraten und geeignete Vorschläge machen. Die Monatsversanim- langen werden au» technischen Gründen auf den ersten Sonntag im Monat verlegt. Anschließend an den geschäftlichen Teil hielt der 1. Vorsitzende einen ausführlichen Dorttag überPolen im Lichte des Weltkrieges. Vaterländische Kampf- und Soldatenlieder gaben der Veranstaltung einen wür­digen Rahmen.

Steinberg, 7. Nov. Vor einigen Tagen konnte unsere Zelle ihre erste größere Kundgebung für den bevor st ehenden Volksent­scheid durchführen. Der Redner de» Abend», Pg. L a m p o s Büdingen, hob hervor, dah der Natio­nalsozialismus gerade noch zur rechten Zeit gekom­men fei, um Deutschland vor dem Untergang zu retten Ausführlich behandelte er die Außenpolitik und rechtfertigte die Haltung Deutschlands in Genf. Mit einem Appell an die Volksgenossen, sich a m 12. November w i e ein Mann hinter den Führer im Kampfe für Öhre, Frieden und Brot zu stellen, schloß die Kundgebung, die für alle Teilnehmer ein großes Erlebnis war.

Preubea

Ärcie Wetzlar

< Wißmar, 5. Nov. Die Sammlung für da» Winterhilfswerk (Eintopfgericht) ergab in . unserem Ort den ansehnlichen Betrag von 161,95 Mk. im Oktober und 145,85 Mk. im November. Mit der Verteilung von Kartoffeln und Käse an Bedürftige wurde in unserem Orte bereite begon­nen. Die Verteilung der anderen Lebensmittel, Brennmaterialien und sonstige Gegenstände wird nach und nach durchgeführt

p. Bieber, 7. Noo. Für die hiesige NSDAP.» und die NSBO.-Leitung wurde eine g e - meinschaftliche G e s ch ä f t»st e l l e eingerid).

Liebigsttaße 86 I. Dorthin sind olle Anfragen sowie Anforderungen für Autos zu richten, um nicht geh­fähige Personen zur Wahlurne zu bringen.

Der OG. Giehen-Süd sind die Wahlbezirke 7, 8, 9 und 10 unterstellt, die die Stadtteile südlich der Gelnhäuser Bahn, sowie die gesamte Liebigsttaße, Frankfurter Straße und ausnahmsweise di« Ludwig- sttaße und den Ludwigsplatz umfasien.

Jeder Nationalsozialist hat um 12 Uhr gewählt, um uns den Schlepperdienst zu erleichtern.

Robert Ewald, Propagandoleiter.

Weibliche Angestellte wollen den Führer hören.

Der Verband der weiblichen Angestellten, Orts­gruppe Gießen, möchte allen seinen Mitgliedern, die keine Gelegenheit haben, die Rede unseres Führers am Freitag, 10. November, von 13 bi» 14 Uhr, mit anhören au können, eine solche Möglichkeit bieten. Diese Kolleginnen werden gebeten, sich um 12.30 Uhr in der Geschäfts- stelle der Ortsgruppe einzufinden, damit gemeinfam ein Lokal aufgesucht wird. Wir alle wollen mit Hitler eintreten für einen Frieden der Ehre und Gleichberechtigung! Es darf daher kein Mitglied des VWA. diesen Appell des Kanzlers versäumen. Man beachte die heutige Anzeige.

An alle Kreis», Orts» und Betriebs« funlwarte.

Für den Rundfunkempfang der Füh- rerrebe in den Betrieben am Freitag, 10. Nov., 13 Uhr, stellen alle Rundfunkhändler und Rundfunk- inftallateure ihre betriebsfähigen Funkgeräte zur Verfügung. Die Leihgebühr betraut einheitlich 12 Mark. 3n diesen Preis sind die Kosten für Aus- und Abbau der Anlage und Material einbegriffen. Nur bei Verstärkeranlagen größeren Umfang» (mehr als 3 Watt) müssen die Mehrkosten besonder« berechnet werden. Die Funkhändler und 3nstalla» teure haben Anweisungen von ihren Verbänden

dem König und dem Präsidenten (,£« Könia ttn Gefängni?). Zwei novellistische Dichtungen C-Ste Geliebte des Königs undDer 2ager und der Wilderer) beschlossen den Abend, der allen Teil- nehmern zu einem feinen Erlebnis wurde. Den Herren Nieren und Geiger wurde für die vollendet künstlerische Art des Dorttags dankbare Anerkennung zuteil.

Amtsgericht Gießen.

Dem in E r d a (Är. Wetzlar) wohnhasten'hölzhänd. [er Ludwig Gros wurde zur Last gelegt, an drei Zeugen in Gießen je 5 Zentner Holz verkauft und durchschnittlich */» des Gewichts zu wenig geliefert zu Haden. Nach der gestrigen Beweisaufnahme konnte es keinem Zweifel unterliegen, daß der An­geklagte den Betrug gekannt hatte. Erst auf Anruf eines der Zeugen wurde das zuviel gezahtte Gell) zurückoergütet. Der Amtsanwall beantragte roegen Be­trugs im Rückfall G. ist schon wegen Betrugs und sonstiger Eigentumsdelikte mehrfach vorbestraft 1 3ahr 2 Monate Zuchthaus. Das Urteil lautete unter Zubilligung mildernder Umstände der An­geklagte hat eine große Familie auf 6 Monate Gefängnis. Die Kosten trägt der Angeklagte.

geloben. Als Vortragende waren die Herrn Paul Nieren und Gert Geiger, Mitglieder des Stadttheaters, gewonnen worden. Paul Nieren machte in einleitenden Bemerkungen zunächst mit der Person des Dichters Mathias Claudius be­kannt und schilderte in knappst..'. Umrissen das Le­ben und das Werk des bedeutenden Mannes. So­dann hörte man eine Reihe von Gedichten, u a. bas empfindsameAbendlieb, bas vaterländische Mein Neujahrslieb und dasßieb Hinterm Ofen zu fingen", das in lebendiger Weise den Winter barstelll und bas Verhältnis ber Menschen zu ihm. Weiter hörte man bas büstereÄriegslieb, bas fröhlicheRheinweinlieb unb dasSchlußlieb. Don starker Eigenart waren die oorgettagenen Fabeln Die beiden Herren teilten sich in den Dor­ttag der Gedichte unb vermittelten durch die sorg­fältige unb verständnisvolle Wiedergabe ben ganzen Reichtum, ber in biesen Gebichten lebt Don Paul Ernst hörte man, ebenfalls nach kurzer Einführung in ba» Wesen unb bie Persönlichkeit bes Dichters, zwei Proben berErbachten Gespräche, unb zwar zunächst bas ttesinnerliche Gespräch bes sterbenden Schiller mll feinem Freunde Boß (Ende des Le­bens), dann das aufrütielnbe Gespräch zwischen

HauSeinffurz in Nieber-Weisel.

Liu Toter, zwei Verletzte.

Nieder-Weisel, 7. Nov. Gestern gegen 16.45 Uhr ereignete sich in unserem Orte ein s ch w e - rer Unfall. (Eine Anzahl Arbeiter zweier htesi- 8er Firmen war damit beschäftigt, bas Haus des [rbeiter» Orth zum Zwecke einer gründlichen Untermauerung mll Hilfe von 14 Hebegeschirren zu heben. Das Haus mar auch gut abgestützt worden, o daß man nach menschlichem Ermessen alle Sicher- Heilsmaßnahmen getroffen hatte, die zu treffen waren. Beim Anheben ftür31e das Haus ed 0 ch in sich zusammen. Unter den Stein» massen wurden zunächst fünf Arbeiter begraben, deren zwei sich jedoch befreien konnten, ohne beton­tere Verletzungen zu erleiden. Dagegen konnte ter Landwirt und Hilfsarbeiter Karl H i l b e b r a n b t, ter ebenfalls unter die Trümmer geraten mar, nur noch als Leiche geborgen merben. Die Arbeiter Heinrich 3u ng von Hausen bei Butzbach unb Heinr. Maas von Nieter-Weisel erlitten leichtere Verlet­zungen. Heinrich 3 u n g mutzt« in bas Krankenhaus von Nieber-Weisel gebracht werben. Die Genbar- merie unb bie Staatsanwall, bie sich an ter Unfall stelle eingefunben hatten, nahmen die notwendigen Ermittlungen auf. Di« Aufräumungsarbeiten sind im Gange.

Landkreis Gietzerr.

X W i e f e ck, 7. Nov. Am 9. November feiern Gastwirt Friedrich Bellos und feine Ehefrau (Hi- fadeth, geb. Völzel bas Fest ber s i 1 b e r n e n H 0 ch- zeit.

$ Alten-Buseck, 7. Noo. Die Sammlung fürbieWinternothilfein unserer Gemeinte ergab 220 Zentner Kartoffeln, 129 Wäschestücke, 67 Kleidungsstücke, 50 Paar Strümpfe unb 8 Paar Schuhe. Das Ergebnis an Getreide steht noch au». Der gesammelte Ueberschuß aus dem Eintopf­gericht vom vergangenen Sonntag betrug 64 Mk.

- Heuchelheim, 7.Noo. Der Gefangner- ein .Liederkranz hielt41m Sonntagabend in der Turnhalle einen Deutschen Abend ab, ter sehr guten Besuch zu verzeichnen hatte. Die unter Leitung des Chormeisters G e r n a n b t (Gießen) oorgettagenen Chöre legten Zeugnis ab von ber Hohe bes Kennens, auf ber sich der Verein mit feinem tadellos geschulten Material befindet. Zwei flott gespielte Thaterstücke unb andere Darbietungen unterhielten die Zuschauer aufs beste. Der lieber- schuß des Abends fließt dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes zu.

rGroßen-Linben,7. Nov. Der Gesang­vereinGermania veranstaltete am Sonntag in der Gastwirtschaft Schaum einen D 01 k s (i e berabenb mitK 0 nzert zum Besten ter NS.- Dolkswohlsahrt. Die Leitung log in Händen des be­währten Dereinsdirigenten, Mustklehrer Blaß (@ie- ßen). Die Musikkapelle leitete den Abend ein So­dann brachte ber Chor des Vereins einige Lieder, vom einfachsten Volkslied bis zum schwierigsten Kunstchor, vozüglich Ku Gehör. Musik füllte die Bau­ten. Der Hessische Landesverein für Inner« Mission (Darmstadt) veranstaltete in unserer Kirche einen Fllmvorttag au» ter Hambur- ger Brunnenftube ter Inneren Mission. Unter dem Titel100 Jahre Rauhes Haus sah man Bitter, die das Lebenswerk Wichems in erschöpfender Form umriffen.

* Lich, 7.Nov. Der Roth sche Männerchor hiell am Sonntag bei vollbesetztem Haufe in Steins Saalbau seine diesjährige Winterveranstattung ab Aufgeführt wurde ein nationalistische» Spiel in drei AktenFeuer über Deutschland. Unter der bewährten Leitung bes Herrn Kambeltz würbe bas Stück mit großer Sicherheit unb beachtlichen Leistungen ber einzelnen Mitwirkenben zu Ende ge­führt. Der tiefe Sinn dieses Stücks, ber gerate in ter jetzigen Zeit von jetem einzelnen Volksgenossen vor- behaltlos anerkannt werten muh, perbient noch ein­mal desonbers erwähnt zu werden. Bei den einzel­nen Handlungen wird in guter Weise versinnbild­licht, wie jeder deutsche Volksgenosse fein muß bzw. wie er nicht sein darf. Gerade wegen der bevorstehen, den großen Entscheidungen des deutschen Volks hat dieses Stück auf jeden Zuschauer tiefsten Eindruck gemacht. Reicher Beifall belohnte die Mitwirkenben für ihre schönen Leistungen. Gut gesungene Chöre bes Roth'schen Männerchors unter ber bewährten Leitung seines Chormeisters, Lehrer Stein, um­rahmten bie Feier.

> Hungen, 7. Nov. Die am Sonntag durch­geführte Sammlung 0 0 mEint 0 pfgeridjt der Ortsgruppe Hungen mit den Zetten Langd, Langsdorf, Nonnenroth. Röthges und Villingen brachte das ansehnliche Ergebnis non 389,25 Mark.

0 Göbelnrod, 7. Nov. Dieser Tage fand im Saale des Gastwirts Schultheiß eine gut besuchte Kundgebung statt, die von Ortsgruppenleiter Spengler (Grünberg) geleitet wurde. Zu Be­ginn der Veranstaltung marschierten bie Fahnen- aborbnunaen unb eine SA.-Abteilung in ben Saal ein. Als Rebner kennzeichnete Pg. Jung (Gießen) die Ziele bes Nationalsozialismus, zeigte, welche Arbeit bie Regierung seit ber Machtübernahme schon geleistet habe, um bann auf ben Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund unb den 12. November zu sprechen zu kommen. Seine Aus- führunaen wurden mit großem Beifall aufgenom­men Mit einem Sieg-Heil! auf ben Führer, dem Horst-Wesiel-Lied und bem Deutschlandlied wurde bie Kundgebung geschlossen. Vor einigen Tagen wurde der alte ft e Einwohner unteres Dorfes, Hch. Römer, zu Grabe getragen. Er hätte in einigen Tagen das 89. Lebensjahr vollendet.

jftrr o s clv

ll Merlau, 7. Noo. Die NSDAP, veranstal­tete dieser Tage hier einen F i l m a b e n b. Die San- besfilrnstelle Hessen zeigte bie brei FilmeÄmter- jähre, Lernjahre,Re ich spartet tag 1933 der NSDAP, in Nürnberg unbDer Brand von Mos­kau. Nach der Vorführung ber Filme hielt Pg. Leh- rer Müller eine Ansprache, in ber er auf die Be- beutung bes 12. November hinwies. Nach einem drei- fachenSieg-Heil! auf ben Führer und Kanzler Adolf Hitler schloß bie Kundgebung mit dem Gesang des Deutschland- und be» Horst-Wesiel-Liede». Der Spielmannszug I 254 unb bie Standartenkapelle 116 verschönten die Kunbgebung.

Ärcie Schotten.

Laubach, 7. Nov. Heute erfolgte die erste Ablieferung von Kartoffeln für bas Win­terhilfswerk. Es tarnen 209 Zentner zur Ber- labung, die von ber Stadt Laubach unb zum Teil von Gonterskirchen unb Wetterfeld aufgebracht wor- ben waren. Die Eintopfspende am 5. No- nember war für unsere Ortsgruppe ein guter Erfolg. Der Spenbenbetraq belief sich auf insgesamt 291.95 Mt Hiervon entfielen auf Laubach 178,35 Mk., Gonterskirchen 31 Mk., Ruppertsburg 49 Mk. unb

«mWahltag befindet sich da»Haupt-Partei- nrnnrntauateuren an Wahllokal der OG. Gießen - Süd im runnmtauateuren an. Graf Zeppe 1 in, Besitzer G Laichinger, Wil- Frankfurt a. M., 7. November 1933. helmstraße, Telephon 2112, Leiter: Pg. R. Ewald, l Heil Hiller! Wamboldt, Gaufui^wart.

Not leiden müssen ist bitter. Unverschuldete Not kann niederdrücken. Unb boch muh jedem einzelnen, der au feiern gezwungen ist, die Kraft und der Glaube erhalten und gestärkt werden, daß halb wie­der der lag kommt, an bem er tätiges Glied in ber Kette ist, die in bas Getriebe der Wirtschaft greift und ihr Rad zu feiner vollen Umdrehung bringt.

Kasten und ruhen müssen, ist nicht nur körper­liche» Bosten, sondern noch schlimmerer seelischer

Leerlauf.

3ahresteit und Witterung schränken nun wieder ben Aufenthalt im Freien unb damit bie Möglichkeit der Zerstreuung ein, die das bohrende Grübeln wenig- stens für Stunden verjagen half. Die Kälte nimmt zu und zwingt bie Menschen in langen Abenden in bie vier Wände zurück, in denen unsichtbar die graue Frau Sorge umschleicht. Nun ift die Zell oeran, in ber sich das Bewußtsein der Schicksals­verbundenheit in einer neugeformten Volksgemein­schaft durch die lat beweisen sott.

DI« Zeit muh wie ein böser Traum hinter un» liegen, in ter jeder nur fein Ich al» daseinsbe­rechtigt ansah und dementsprechend nur seinen Bartell rücksichtslos wahrnahm.

Diese GUcnbogenmoral, erwachsen au» krasser ma- terialistischer Weltanschauung, die den Eigennutz al» einzigen Götzen anbetete, kannte keine Verbunden- beit von Mensch zu Mensch, die da» feste Funda- ment eine» volklichen Zusammenlebens ist. Für sie konnte ber andere Volksgenosse zusehen wie unb woher er bie Brosamen zusammenkratzte, die ihn

Ministerialrat Ringshausen hat an die Direktionen ber höheren Schulen, ber gewerblichen Unterrichtsanstalten unb die Kreis- unb Stabtschul- ämter eine Verfügung erlassen, in der es u. a. heißt:

Der 12. November 1933 ist von schicksal­hafter Bebeutung für Volk unb Va­terland. Der letzte deutsche Volksgenosse muß ha­bet zum Kampf um bie geschlossene Wil­lensäußerung ber Nation anqespornt wer­den. An der Wucht unseres geeinten Willens, dem Führer xu folgen im Ringen um Gleichberechtigung, Ehre und Frieden muh bas Wollen unserer Gcyner zerschellen. Bei der Vorbereitung dieser geroalligen und eindeutigen nationalen Willensäußerung soll auch die gesamte hessische Schuljugend in Freude und Begeisterung Mitwirken. Da wir uns hierin mit ihr eins wissen, ordnen wir folgendes an: AmFreitag.10. Nooember1933,13Uhr, haben sämtliche Schüler der hessischen Schulen, sowie

Wahlberechtigte Achtung!

Die Bürgermeisterei veröffentlicht im heutigen Anzeigenteil die Bekanntmachung über bie Reichs- tagswahl unb Volksabstimmung am Sonntag, 12. November. Alle Wahlberechtigten werben auf biefe wichtige Bekanntmachung hingewiesen.

Die Ausstellung von Stimm scheinen kann beim WaHlamt (Stabthaus Bergstraße 20, Zimmer Nr. 14) nur bis einschließlich Samstag, 11. November 1933, 17 Uhr beantragt wer- ben. Die Ausstellung ist nur möglich, wenn ein Wahlberechtigter am Wahltage aus zwingenben Gründen von Gießen abwesend ist unb auswärts wählen will.

Wahlehrenamt

ist staatsbürgerliche Ehrenpflicht.

Die Stabtoerroaltung weist auf folgendes hin: Für die am 12. November ftattfintenbe Reichstagswahl und Volksabstimmung sind entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen Wahlvorstände für Die einzelnen Bezirke, bestehend aus dem Wahlvorsteher, seinem Stellver- tteter, dem Schriftführer und drei bis sechs Bei­sitzern zu bilden. Das Amt eines Mitgliedes des Wahloorstandes ist ein Ehrenamt unb kann nur bann abgelehnt werten, wenn bie gesetzlichen Be­stimmungen bies zulassen. Wiederholt mußte die Wahrnehmung gemacht werten, daß Personen, die zu einem Wahlehrenamt berufen wurden, die Be­rufung ohne Angabe von stichhaltigen Gründen ab­lehnten. Cs sei darauf hingewiesen, daß die u n berechtigte Ablehnung eines Wahl­ehrenamtes nach bem Wahlgesetz bestraft werten kann. Es muß erwartet werden, daß die zu einem Wahlehrenamt Berufenen sich auf Ihre Pflichten al» Staatsbürger besinnenunb diesen in vollem Umfang nachkommen.

Die rechtzeitige Bilbung ber Wahlvorstände, das Erscheinen unb bte Mitwirkung der in den Wahl­vorstand berufenen Personen, sowie die genaue Be­folgung ber für bie Wahl gültigen Bestimmungen gnb Voraussetzungen für bie Durchführung einer An die Bevölkerung in Gießen * Süd.

tet. 3eben Dienstag unb Freitag werten Spredjftun- ben abgehalten. Auch bie Amtswaltersitzungen wer­ten zukünftig in ber zentral gelegenen Geschäftsstelle flammten.

< Lützellinden, 7. Noo 3n ber jüngsten Gemeinbeoertretungsitzung beschäftigte man sich mit bem biesjahrigen Holzeinschlag bzw. Holz verkauf. Für den Markwalb hatte eine auswärtige Firma ein Angebot eingereicht. Die Oemeinbeoertretung beschloß, ben Holzanfall au« diesem Distrikt ber Firma zu ihrem Angebot zuzu­schlagen unb zwar Fichtenstammholz lk-Klasse 10,20 Mark, Ilb-Klasse 11,20 Mark, Ills-Klasse 12,50 SRarL Sofort nach Ueberweisung bes Holze» soll Barzah­lung erfolgen.

DillkreiS

DBischoffen,7. Nov. Bei ber 6 a m m l u n g vom Eintopfgericht ging ber Befrag von 47,70 Mark ein. Am hiesigen Bahnhof wurde bie erste Äartoffelfammlung verfrachtet. Von ben Gemeinden Bischoffen, Nieder- unb Ober- welbbach wurden insgesamt 300 Zentner Kartoffeln zum Versand gebracht.

DEndbach,6-Nov. Gestern verlor ein Auto­fahrer am Ausgang be» Dorfe» die Gewalt über den Wagen und fuhr einen Telegraphenmast an. Die 3nsaslen wurden teil» schwer, teils leichter verletzt unb muhten ärztliche Hilfe in Anspruch neh­men. Da» Auto wurde adgeschleppt.

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