1.
Hiller ihnen hierin Vorbild ist.
Heß.
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menziehen könnte, den pöttt man
ausge-
Frank- Frank- Frank»
2.
3.
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Feiern größeren Stil» außerhalb der Rationalfeiern de, Gesamtoolk» — die in erster Linie Feiern der Stände zur Erhöhung der Arbeitsfreude sind, Fackelzüge.
mit Prunk verbunden« Empfänge.
Untersagt wird: ba» veranstalten von soge- nannten Festessen und die Teilnahme an solchen. Untersagt werden: Spazierritte i m Dienst« anzug oder Braunhemd. — Uebertreibun« gen in der Ausstattung und Verwendung von vienst- räumen. Dienstwagen und dergleichen, von alle» nationalsozialistischen Führern wird erwartet, daß fie über diese Anordnungen heraus sich in ihrem gesamten Verhalten durch ihr Taktgefühl leiten lasten. Sie sollen dem Volk hierin Vorbild sein, wie Adolf
Mi Adolf Sitter
gegen RüstungSwahnsinn und
Bolschewismus aml2.7lot>ember!
Fahnenmeer. Der Berichterstatter muß nun, um der inneren Vollständigkeit seiner Schilderung willen, hier einmal eingestehen, daß der Gauleiter soviel Aufmerksamkeit und Ehrung nicht mit seiner strengen Pflichtausfassung und seiner Selbstlosigkeit in Einklang bringen kann. So sehr ihn auch diese erhebende Summe lebendigen Vertrauens der Bevölkerung innerlich
„wenn das deutsche Volk hinter sich Jahrtausend« eine» wechseloallen Schicksals kennt, so kann e» nicht der Vorsehung Wille sein, daß vor uns gekämpft und geopfert wurde, damit kommende Geschlechter selbst ihr Leben verderben und nicht mehr eingehen können In die Jahrtausende der Zukunft. Das Ringen der Vergangenheit wäre zwecklos gewesen, wenn unser Ringen um die Zukunft aufgegeben würde."
Adolf Hitler
(Rede vor der deutschen Landwirtschaft am 5.4.1933).
furt a. M.
Nr. 449 Puth, Johann, Landwirt, Wachenbuchen bei Hanau.
Nr. 460 Heys«, Walter. Diplomvolkswirt, Darmstadt.
Nr. 462 Steuer, Lothar, Stadtrat, Kastel.
Nr. 469 (B i m b e I, Adalbert, Postschaffner, Frank» furt a. M
Nr. 510 Äloftirma nn,Alfred, Schulrat, Darmstadt.
Nr. 539 Dr Liier, Start, Treuhänder der Arbeit, Frankfurt a. Di-
Nr. 553 Herbert, Willi, Frsteur, Darmstadt.
Nr. 564 Friedrich». Hellmuth, Geschäftsführer,
Nr. 580 Schmidt, Gustav, Betriebsleiter, Bad- Nauheim.
Nr. 508 N e u 111 n g e r, Phil. Heinrich, Kaufmann, Wiesbaden.
Nr. 666 S chm idt, Georg Wilhelm, Spengler* meister, Wiesbaden.
Nr. 675 Dippel, Hans, SA.-Oderführer, Kastel»
„Seutsche Arbeit."
tae Programm für die Arbeitöruheft««ds am Frcitagmittag.
Berlin, 7. Roo. (WIR.) Da» endgültige pro» gramm für die Stunde der Arbeltsruhs während der großen Rede de, Führers am 10. Rv- vember setzt sich wie folgt zusammen:
12.55 Uhr bis 14 Uhr: „Deutsche Mrbellf
Kundgebung für Friede, Arbeil und Brot. De» Reichskanzler spricht in der Maschinenhalle eine» großen Berliner Fabrikbetrieb».
12J&5 Uhr: Beginn de» Hörbericht» au» der Maschinenhalle.
13.00 Uhr: Der Berliner Verkehr ruht. Beim Ertönen der Fabriksirene geben alle Fabriken. Lokomotiven und Dampfer da, Zeichen zur Unterbrechung de» Verkehrs auf eine Minute. Alle Arbeitsstätten Deutschlands beginnen mit der Kundgebung. „Reichspropagandaminister Dr. Goebbels berichtet von der schaffenden Arbeit."
Gegen 13.10 Uhr. „Der Führer spricht!" — Horfiwessel-Lied.
Gegen 13.55 Uhr: ..Deutsch« Arbeit!" Sämtliche Werkstätten Deutschland» nehmen den Betrieb wieder auf.
Der Reichspräsident spricht zum deutschen Dcik.
Berlin, 7. Roo. (WIB.) Der Herr Reich». Präsident spricht am Samstag. 11. November, 19 Uhr, über alle deutschen Sender zum deutschen Volk zur Volksabstimmung am Sonntag, 12. Jlorember. Die Rede wird Im Laufe desselben Abends noch einmal, auf Schall- platten übertragen, wiederholt werden.
Einfachheit und Schlichtheit.
Eine Anordnung des Stellvertreters des Führer».
München, 7. Roo. (ERB. Eigene Meldung.) Der Stellvertreter de» Führer» hat folgende Anordnung ertasten: 3m Hinblick auf den großen Ernst der Entscheidung, vor dir da» deutsche Volk am 12. November gestellt ist, wird hiermit angeorbnel. daß die Wahlagitation sich in den würdigsten Formen zu vollziehen hat. Darüber hinan» find nach dem siegreichen Ausfall der Wahl Feiern zu unterlassen. Da» Ergebnis wird für sich selbst wirken.
Ich benutze diesen Anlaß, darauf hin,uweisen, daß die Zeit de» Feiern» der nationatsoziallsti- schen Revolution und ihrer Führer al» abgeschlossen zu betrachten Ist. Alle Kraft ist auf die Arbeit zugunsten de» neuen Staate» zu vereinen Dem Wesen de» nationalsozialistischen Staate ist befandet* In der Periode seine» Aufbaues dadurch Rechnung zu tragen, daß jeder einzelne Rational- soziallst und insbesondere alle nationalsozialistischen Führer sich größter Einfachheit und Schlichtheit im Auftreten und in der Lebensführung zu befleißigen haben. Ich bringt meine Verfügung vom 27. Juni in Erinnerung. 3m einzelnen wird angeordnet:
Der G e n e h m i g u n g der Reichsleitung bebürfan: t
fcheidungen bet Reichsregierung zum Ausdruck zu bringen, bekennen ihren einmütigen Witten in folgender an den Führer des deutschen Volkes Adolf Hitler gerichteten Erklärung:
„Das deutsche Volk ist durchdrungen von dem Wunsch, durch friedliche schaffende Arbeit seiner eigenen Wohlfahrt und damit dem Wohl aller Völker ,u dienen. Die deutsche Wirtschaft, die sich durch die Jlot des Weltkrieges und der Rach- kriegszeit schwer hiudurchriugen mußte, empfin- det tief, daß nicht dle Schrecknlsse eines neuen Kriege» die furchtbaren Wunden her Vergangenheit heilen können, sondern nur die friedliche Zusammenarbeit aller von gutem willen beseelten Völker.
Wit Männer der gewerblichen Wirtschaft wissen, daß die Grundlage jeder erfolgreichen Arbeit und eines dauerhaften Frieden» nur die Ehre und die damit unlöslich verbundene Gleichberechtigung sein kann. Feierlich erheben wir den Anspruch, daß dem deutschen Volk die Gleichberechtigung nicht länger vorenthalten wird. 3nmitten der deutschen Volksgemeinschaft stehen wir in unbeugsamer Entschlossenheit und treuer Gefolgschaft hinter der Reichsregierung und danken dem Führer für seine befreiende lat, mit der er vor aller Mell für einen wahren Frieden auf der Grundlage von Ehre und Gleichberechtigung eingetreten ist.
Marburg a. d. Lahn.
Nr. 213 Linder, Start, 2. Bürgermeister, furt a. M.
Nr. 284 Nedieß, Wilhelm, Monteur, furt a. M.
Nr. 368 Sprenger, Jakob, (Bauleiter,
Adolf Wer glaubt an das deutsche Doll!
Von Wilhelm Müller-Scheid.
Gauleiter Sprenger im Wahlkampf.
In allen Gebieten des Gaues Hessen-Aasiau das Gelöbnis treuer Gefolg schaff für den Führer am 12. November.
SPD., mit den Demokraten, dem Zentrum und mit anderen Parteien marschierten, können davon über- zeugt jein, daß sie niemals wieder einen besseren Freund haben werden, als sie ihn heute in unserem Führer Adolf Hitler haben.
erschüttert, und so wenig er undankbar er- scheinen möchte, s o wenig wünscht er, daß die allgemeine Aufmerksamkeit auch nur mittelbar vorn 12. November bzw. vom unmittelbaren Dienst a b- gelenkt wird. Der Gauleiter weih die liebevolle Behandlung und die darin zum Ausdruck kommende treue Verbundenheit von Volk und Führung in ihrem politischen Wert voll zu schätzen. Aber so wie er jede ihm persönlich Hugebachte Ehrung immer sofort an den Führer weiter- g i b t, so wünscht er um seine Person möglichst wenig Aufhebens gemacht zu haben. Letzten Endes braucht man darüber nichts weiter zu schreiben, als an die in Bezug auf Ritterlichkeiten in der Geschichte stet» gleichbleibende Selbstlosigkeit de» Tatmenschen zu erinnern. ,
Nach einem sich anschließenden Besuch in Alzey und Oppenheim fuhr der Gauleiter zu Beginn der neuen Woche in den Westerwald. Das Gaupresscamt berichtet hierüber u. a.: Wer vor einem Jahr erklärt hätte, daß man mitten im Herbst an einem Wochentag 7000 Menschen hier im Westerwald zu einer politischen Versammlung zusam-
Oer Führer in München.
München, 7. Nov. (TU.) Der Führer ist Dienstag abend um 17.45 Uhr mit dem Flugzeug in Münch e n eingetroffen. Er besichtigte In Bereitung des Reichsschatzmeifters und der Minister Wagner und Esser die Fundamente de» Par» teihaus-Neubaues. Inzwischen hatte sich der Stoßtrupp Hitlers 1 9 23 aufgestellt. Di« Führer begrüßte jeden einzelnen der 36 Mitkämpfer durch Handschlag und unterhielt sich mit ihnen. Dann kehrte er in seine Arbeitsräume zurück, nach» dem sich seine alten Kameraden mit einem donnernden „Heil" von ihm verabschiedet hatten.
Wahtmärchen des Auslands.
Berlin, 7. Nov. (ENB.) Ausländische fleitui» gen bringen alltäglich Meldungen über mangel» hafte WahrungdesWahlgehetmnisse» in Deutschland. Man erklärte, die Wahlurnen seien so ausgeftaltet, daß in ihnen die Stimmzettel genaii übereinander gelegt werden könnten. Nach Schluß der Wahl könnte man dann wieder von rückwärts nachkontrollieren, wie der einzelne abgestimmt hat. Demgegenüber muß darauf hingewiesen roerben, daß an dem Wahloorgang und an der Wahltechnik sich gegenüber den letzten Wahlenauch nicht bas a l le r g e r i n g ft e g e a n b e r t bat Bei biesen Wahlakten werden bieteiben alte» Wahlurnen gebraucht, wie sie schon feil 14 Jahren in Deutschlanb oerwenbet worden sind Ni werden auch, wie bei jeder vorhergehenden Wahl nach dem Abschluß de» Wahlaktes vor aller Augen ausgeschüttet, so daß auch von dieser Seite her das Wahlgeheimnis gar nicht durchbrv» dien werden kann.
Weiter sind in der ausländischen Presse Nachricht»« erschienen, wonach eine Umbildung bei Reichskabinett» angeblich alsbald nach der Reichstagswahl bevorstehen soll. Hierzu wird cw
Frankfurt a. M., 6. Nov. (WEN.) lieber die Arbeit des Gauleiters im Wahlkampf berichtet das Oaupreffeomt u. a.: In Gießen hatte sich die rhein-mainifche Bauernschaft in überwältigender Geschlossenheit um die Hitlersahne gesammelt, um in einem Rlesenzelt, das in solchem Ausmaß in Hessen-Nassau noch nie zu politischen Kundgebungen errichtet worden ist, den Worten seines rhein- mainlschen Gauleiters und seines Reichsministers f)arrö zu lauschen. Trotz all des Herrlichen, das der Wahlkampf uns in den letzten acht lagen erleben ließ, all der gläubigen Massenvegeisterung, bet liebevollen Ausgestattung größter Kundgebungen und Versammlungen, muß der Gießener Bauern- Groß-Kundgebung zuerkannt werden, daß sie nächst der Kundgebung des Führers in der Frankfurter Festhalle als Höhepunkt der rbein-mai» nischen Riesenschlacht au betrachten ist. Das Landvolk unseres Gaues hat mit der Gießener Kundgebung eine fo herrliche politische Reife und Anteilnahme bekundet, daß sie in nüchternen Worten nur schwer so zum Ausdruck gebracht werden kann, wie sie es verdient. Den Männern und Führern aber, die im Mittelpunkt dieser gewaltigen Versammlung standen, wird sie ein unvergeßlicher Vmpuls zur verantwortlichen Arbeit am Volk (ein. Mögen alle am Gießener Bauerntag Beteiligten in dieser Versicherung einen besseren Lohn sehen als in irgendwelchen sonstigen Lobeserhebungen. Was über alles Lob so erhaben ist wie diese Riesenversamm- lung der rhein'mainischcn Bauern, das soll man eben auch nicht mit billigen Phrasen umkleiden, da» wird Taten und Gegenleistungen der verantwortlichen, von so viel Vertrauen gestützten Führer ernten.
Das Wochenende führte den Reichsstatchotter in den Rheingau und am Sonntag nach Worms. Die altehrwürdige Nibelungenstadt hat sich wie schon so oft, alle erdenkliche Mühe gegeben, den verehrten Gauleiter ganz besonders herzlich zu empfangen. 621, SS. und HI, Stahlhelm und BbM. sind an getreten in langer Doppelfront, welche bereits auf der großen Rheinbrücke beginnt und sich onn dort dereinzieht bis zum Mark'platz in» 3entnm der sagenumwobenen Stadt. Die ganze Stadt ist ein
Aw 12. Rovember 1933, dem Schicksal»tag der deutschen Ration, muß jeder Deutsche und jede Deutsche die vom Führer de» deutschen Volke» oorgelegte Frage klar und unmißverständlich vor aller weit mit „3a“ beantworten. Da» erheischt die Ehre jede» einzelnen, das erheischt die Ehre de» deutschen Volkes."
Gez.: Kropp von Bohlen und Halbach. Gez.: von Reoteln.
Es folgten dann die Erklärungen folgender Vertreter der Wirtschaft: Dr. Otto Fischer, Präsident des Zentraloerbands des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes, Staatsrat Helfferich, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hapag, Rudolph H e r tz 0 g , Inhaber des Berliner Kaufhauses Hert- zog, Präsident 2Ilbert Pietzsch von der Münchener Handelskammer, Generalkonsul Roselius, Präsident der Kaffee-Hag-Gesellschasten, Dr. von Schnitzler, ZG Farbenindustrie, Georg S t ö h r, Generaldirektor Albert Vogler und Di.^präsident Zele ny, Reichsstand des Deutschen Handwerks.
Nach einem Sieg-Heil! auf des Deutschen Reichs ehrwürdigen Schirmherrn, den Generalfeldmarschall von Hindenburg, des Deutschen Reichs Kanzler und Führer Adolf Hitler schloß der Präsi- dent des Reichsstandes der Deutschen Industrie die Kundgebung der deutschen Wirtschaft mit folgenden Worten: Die erste große Kundgebung der Reichsstände der Industrie, des Handels und des Handwerks, die Zeugnis abgelegt hat von dem einmütigen Willen der deutschen Wirtschaft zur Be- jahung der von der Reichsregierung gestellten Frage, zur Sicherung des Friedens, der Ehre und der Gleichberechtigung, ist beendet.
Der Entschluß Hitlers, es am 12. November zu einer geheimen Wahlabstimmung kommen zu lassen, ist der unerhörteste Beweis des Vertrau- e n s, das jemals einem Volke entgegengebracht worden ist.
Alle deutschen Wählerinnen und Wähler haben am 12. November zu beweisen, ob sie es überhaupt wert sind, daß noch jemand an ihre Vernunft, an ihre Einsicht und an ihre Bedeutung glaubt.
Aber es genügt auch nicht, daß man zu Adolf Hitler „3a" sagt und die von ihm geschaffene Organisation, die NSDAP, ablehnt, denn ohne die NSDAP, kann Hitler sein Werk nicht vollenden. Die NSDAP, und ihren Führer nicht wählen wäre ein Verbrechen vor Gott und der Zukunft des ganzen deutschen Volkes. Eine solche Haltung, wie sie Adolf Hitler durch seinen Entschluß dem deutschen Volk gegenüber gezeigt hat, kann man nicht übersehen. Nur der verworfenste Abschaum in Deutschland kann diesen geradezu göttlichen Glauben Adolf Hitlers an sein Volk mißachten!
lacht. Denn die Dege sind hier oben schlecht, wenn der Nooemberregen sie aufweicht, und sich um einer politischen Versammlung willen stundenlang durch Regen, Nacht und Dreck zu bemühen, das wäre eben einfach zuviel verlangt gewesen.— Ganz ander» aber heule. Wohl regnet es seit Stunden, und der kalte Bergwind lut ein Uebriges dazu, um den Anmarsch zu erschweren. Aber was tut das dem politisch er- wachten deutschen Menschen heute, jetzt in der großen Friedensschlacht? Da will keiner fehlen, da findet sich der ganze Kreis zusammen bis her aus dem entlegensten Wälderdönchen. Wenn irgendwo, dann ist heute hier in W e ft e r b u r g in herrlichster Weise das politische Gereiftsein des ganzen Volkes demonstriert worden. Sollte das Wagnis einer Großkundgebung wochentagsabends nicht doch zu groß gewesen fein? Optimisten find wir ja aus Gewohnheit, aber ...? Die schöne Westerwaldstadt ist wie ausgestorben, als wir eintreffen. Das schlechte Wetter hat uns ehrlich gespannt werden lassen auf den Besuch der Versammlung. Dann wird der Marktplatz erreicht. Ein riesiges Zett und davor eine große Zahl Fackelträger. Es ist die prächtige S2L der Standarte 365. Ein herrlicher Anblick, die strammen Männer mit den im knisternden Kampf mit Regen und Sturm hell lodernden Fackeln. HI-, Arbeitsdienst, NSBO. und BdM., alles trefflich geordnet, als hätten sie nie in anderem Wetter gestanden als dem des heutigen Abends. Alles in bester Stimmung. Die Standartenkapelle fetzt ein, Prä- sentiermarsch, Heil-Rufe und Blumen aus Kinderhänden, fo empfängt der einst stille Westerwald heute seinen Gauleiter mit lebhafter Begeisterung. So zeigt sich auch hier oben im Gebirge die wunderbare politische Reformation der deutschen Menschen. Drei Tage lang dauerten die Aufbauarbeiten an dem Riefenzelt in Westerburg. Jetzt ist es geschmückt mit den Fahnen der Bewegung, mächtigen Transparenten, ist dicht gefüllt von über 7 0 0 0 Männern und Frauen. Ein herrlicher Dank für die anstrengenden Dorbereitungsarbeiten.
Äreisleiter Fischer eröffnet mit der Feststellung, daß es sich hier im Kreis Westerwald um eines der ärmsten deutschen Gebiete handelt. Der Ehrgeiz der Westerwälder aber sei, zu den treuesten Nationalsozialisten gerechnet zu werden. Als bann der Gauleiter an das Mikrophon tritt, brandet ihm nochmals eine stürmische Begeisterung entgegen. Die ruhigen Westerwälder haben alle Zurückhaltung aufgegeben vor dem Drang, sich auch offen und eindeutig zum neuen Geist des Volkes zu bekennen. Der Gauleiter spricht einfach in der Sprache und Denkweise dieser treuen, nachdenklichen Men- \ schen des Waldes, lieber eine Stunde lang folgen die Zuhörermassen mit größter Aufmerksamkeit der Behandlung von Deutschlands außenpolitischen Pflichten und Rechten.
Am Dienstag hat sich der Novembernebel beson» bers widerspenstig gezeigt. Die gewöhnliche Fahrzeit reicht nicht aus. In Wetzlar haben die größten Säle nicht ausgereicht, um die Massen aufzunehmen. Tausende finden wir auf der Straß« unter Lautsprechern versammelt. Bor dem Haus der Kundgebung sperrt die SS. den Platz ab, wo di« stattlichen Stürme der 3ägerftanbarte 33 zur Besichtigung angetreten sind Sturmbannführer Süß meldet, urtb der Gauleiter schreitet grüßend bi« Front ab. In der Versammlung begrüßt ihn der rührige Kreisletter Landrat Grills mit Worten herzlicher Verbundenheit, denn den Wetzlarern ist der Gauleiter in den Fahren des Kamps«, um die I Macht ein guter Bekannter geworden. Das merkt | man hier sofort beim Betreten des feierlich ge- Schmückten Saals. Das Hessen-Nasiau-Lied wird ge- piett, feterüch und kraftvoll füllen feine Klänge ien Raum. Dann nimmt der Gauletter da» Wort.
I Auch hier geht die Versammlung mit wie ein Mann. Auch hier sind Zustimmung und Beteiligung an ter Rede von tfunbertproaentiger Ein-
I mühgfeit.
Dann beginnt wieder der mühevolle Weg durch den dichten zähen Nebel. Es ist schwer, aber cs gelingt und findet vielfache Entschädiauna in W e i l • I bürg. Durch die Stadt zieht sich ein Doppelspolier brauner Fackelträger. Dieses mündet in den Marktplatz, wo die Massen unter freiem Himmel versammelt sind. Ein wundervolles Bild bietet sich dar. Die spitzgiebligen alten Patrizierhäuser haben reich illuminiert, von den Balkons des hohen weißen Rathauses hängen lange Hakenkreuzfahnen herab, ebenso aus den Fenstern der Häuser rund um die I sauber ausgerichteten braunen und grauen Forma- | Honen der Bewegung. 3n der Mitte rund um den Marktbrunnen stehen die Fahnenabordnungen aller I Vereine und Verbände, darüber auf dem Balkon des Rathauses das Mikrophon für den Redner. Ein wundervolles, feierliches Bttd, das für den Kreis Oberlahn ein unvergeßliches Ereignis bleiben wird. Der Gauleiter tut das Seinige, um den Abend au seinen würdigen und ernsten Höhepunkt zu steigern.
I Auch hier ist kein würdigerer Abschluß denkbar, als daß die Zustimmungskundgebungen der Menge abgelöst werden durch das Deutschland-Lied. Weilburg wird einen stolzen 12. November haben, wenn es dem heutigen Abend entsprechend bleibt.
I Die AeichSiagslandidaien aus Hessen und Hessen-Aassau.
WSN. Frankfurt a. M., 7. Nov. Aus dem heute von der NSK. veröffentlichten Reichstagswahl. Vorschlag der NSDAP, zur Reichstagswahl am 12. November entnehmen wir weiter folgende Kandidaten aus Hessen und Hessen-Nassau:
Noch niemals hat ein Revolutionär, der im Besitze der gesamten Macht war, acht Monate nach seiner Machtergreifung es gewagt, fein Volk auf- zusorbern, in einer geheimen Abstimmung darüber zu entscheiden, ob es mit seiner Politik emverstan- ,en sei oder nicht. Es ist eine menschliche Selbstver- tändlichkeit, daß, wenn eine neue Weltanschauung ich naä) langem schweren Ringen und nad) lieber- Windung der unerhörtesten Widerstände endlich siegreich durchgesetzt hat und in dem gesamten öffentlichen Leben vorgedrungen fcft, es sehr viele gibt, die einen solchen Sieg schwer empfinden, vor allen Dingen die, die früher Gegner waren. Es ist ferner eine Selbstverständlichkeit, die jeder einfachste Arbeiter begreifen wird, daß man in acht oder neun Monate», noch nicht übersehen kann, rote Arbeiten, die eingeleitet worden sind, sich einmal auswirken werden. 3eber Politiker würde in solchen Fällen '•erlangen, daß im Laufe einer bestimmten Zeit darüber überhaupt nicht gesprochen werden darf. Man stelle sich einmal vor, daß die Kommunisten in Rußland neun Monate nach ihrer Machtergrei- fung darüber hätten abfthnmen lassen, ob das russische Volk mit den Vorkommnissen und mit den Maßnahmen der Sowjet-Regierung einverstanden fet. Dies ist nicht mir nickst vorstellbar, sondern mutet von vornherein so absurd an, daß man jeden für verrückt erklären würde, der eine solche Frage ernsthaft auch mir in dte Diskussion zu werfen per- ftlckst«.
Adolf Hitler, der wahrhaftig früher Feinde genug hatte und gegen den große Telle des deutschen Volkes jahrelang in der unerhörtesten Weise aufgehetzt wurden, hat das anscheinend undenkbare und Unglaubliche gewagt. Er hat das deutsche Volk aufgeforbert, am 12. November ,Za" ober „Nein" zu seiner Politik zu sagen. Er hat barüber hinaus aber auch bas beutsche Volk aufgeforbert, seine Organisation, bte NSDAP., zu wählen und dadurch vor der ganzen Welt anzuerkennen. Er hat es getan, weil er ein gutes Gewissen hat. Er hat so gehandelt, weil er davon überzeugt ist, aus dem allein richtigen Wege zu sein. Er hat diesen Schritt, den vor ihm noch niemals ein Staatsmann wagen konnte, getan, weil er an das deutsche Volk glaubt!
Auch die Dolksgenosien, die früher mit der KPD.,
27 Becker. Wilhelm, Werkmeister, Frankfurt a. M
28 Beckerle, Adolf Heinz, SA.-Führer. Frankfurt a. M.
121 Hauer, Daniel, Bauhilfsarbeiter, Buch- schlag, Kreis Offenbach
158 von Jag 0 w , Dietrich, 521.-Obergruppenführer, Schönberg bei Eronberg l. T 177 Kern, Fritz, Eberftabt bei Darmstadt.
198 Krawielitzkl, Hans, Geschäftsführer,
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