Oer Sternhimmel im November.
Nachdruck verboten.
Sonnenaufgang von 6.55 bis 7.45 Uhr. Sonnenuntergang von 16.30 bis 15.50 Uhr.
Lichtgestalten des Mondes: Vollmond am 2. um 0 Uhr. letzte. Viertel am 10. um 13 Uhr. 1. Vier- tel am 24. um 9 Uhr.
Nicht allzu oft bietet der November die Aussicht auf einen klaren Sternenhimmel, aber wir wollen hoffen, daß uns in diesem Jahr die novemberlichen Nebel die Freude nicht allzu sehr trüben; denn es
pella. die Für solche ist ja der
Doppelstern ist. der aus einem mächtig ausgedehnten und aus einem kleineren sehr viel heißeren Stern besteht. Sie umlaufen einander so daß der große den kleinen zeitweise verdeckt, und d.ese^. deckung. während deren Die Helligkeit des eternes nachläßl. soll etwa einen Monat dauern. Das Stern- paar ist etwa 15mal fo weit entfernt wie die Ca- " “ also nur scheinbar in der Nahe steht,
sogenannten „Bedeckunqsoeränderlichen" Algol das wegen feiner Helligkeit und
1t
Kleine Buch-
*Oi
SlAßEN
'oran
Merkur
'9ei
RH
Mars (R) Jupiter •^»Saturn
'S
Sonne
Mond: J) 1. Viertel @ Vollmond d letztes VierteI
Der die 24 Stundenzahlen von Mieter* nacht bis Mitternacht tinrz Tages enthaltende Kreit und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest- stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil — gewissermaßen dem Zeuger der Himmelsuhr — in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monats mitte sichtbaren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Monatsmitte. WiU man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Beobachtungsstunde zeigt; dadurch werden die su dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht milzudrehenden Horizont hineingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo- naismitte ist der gerade Pfeil ’/» Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monats- mitte Vs Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein, wenn er die angedeutete Licht- gestalt zeigt.
gibt in der Tat mancherlei am Sternhimmel zu schauen.
Der November ist der erste Monat, der uns am Firsternhimmel die Pracht der Wintersternblldcr voll zeigt. Denn im Oktober war der Orion nur in den späten Abendstunden zu sehen, nun aber erscheint er schon erheblich früher, und infolgedessen tonnen wir auch ein größeres Stück seines Laufes am Himmel verfolgen. In den späten Abendstunden erscheint bann auch der Sirius, und damit ist das herrliche, sich von der Capella im Fuhrmann bis »um oirius erstreckende Winterfcchseck vollständig. Die Capella, die höchste Spitze dieses Sechsecks ist bei zünftigen Sternforschern und bei Freunden des Sternhimmels gleich beliebt, bei den Sternfreunden. weil sie einer der hellsten und schönsten Sterne des Himmel ist, bei den Sternforschern, weil wir durch ein Zusammentreffen ganz besonders günstiger Umstände über sie hervorragend gut Bescheid wissen, jo daß sie einer der bestbekannten Sterne des Himmels ist. Fast dasselbe läßt sich nun auch von einem der ganz in ihrer Nähe stehenden schwachen Sternlein sagen. Sie trugen, well Capella „kleine Ziege" bedeutet, von alters her den Namen „Hädus oder „Zicklein". Jetzt hat die neuere Sternkunde entdeckt, daß der eine dieser Zicklein ein ganz gewaltiger
leichten Beobachtbarkeit unerreichbare Vorbild; aber ein immerhin recht hübsches Beispiel solcher Sterne ist auch ein Stern im Stier, der etwas rechts von dessen hellstem Stern Aldebaran steht. Er führt den Namen „ßamba" und ist von der vierten Größe, gewöhnlich eine Kleinigkeit heller, während der Bedeckung etwas minder hell. Unter ihm, rechts vom Orion, steht das langgestreckte Sternbild des Eri- danus, auch „Fluß" genannt.
Die Wandelsterne sind sämtlich sichtbar, der Merkur gegen Ende des Monats kurze Zeit am Mor- genhimmel, und gleichfalls in der Morgendämmerung der Jupiter, die Venus, mit zunehmender Dauer ihrer Sichtbarkeit am Abendhimmel, und ebenso auch der Saturn, der ja letzthin durch seinen Fleck so viel von sich reden gemacht hat. Wenig günstig ist dagegen die Sichtbarkeit des Mars.
Noch fei an den Sternschnuppenschwarm der Le- oniden erinnert, der um die Monatsmitte erscheint. Es ist nicht unmöglich, daß er in diesem Jahr besonders glanzvoll auftritt, wiewohl die gleiche Erwartung im Vorfahr zu einer Enttäufchung geführt hat. Allerdings störte damals auch der Vollmond, was in diesem Jahr nicht der Fall sein wird.
Küstermann. •
Wirtschaft.
Oie Adam-Opel-AG. im Jahre 1932.
Die Adam-Opel-AG., Rüsselsheim, weist für 1932 einen Verlust auf, der durch Anpassung der Unkosten an den auf 14 787 (19 406) Wagen zurückgegangenen Umsatz und durch bas Gleichbleiben bes Exports aus 838 973 (3 378 638) beschränkt werben konnte. Diese Summe wirb ein- fchließl. der Verluste aus ben Vorjahren in Gesamt- hohe von 16 407 922 Mark vorgetragen. Im Fahr- rabgefchäft konnte ber Umsatz mengenmäßig um 22 d. Sy gesteigert werben, bagegen erreichte ber Fahrrabexport einen Tiefpunkt. Die Gesamt- ausfuhr an Fahrräbern aus Deutschland betrug in 1932: 12 749 Stück gegen 117 219 in 1929.
In den ersten Dreioierteljahren 1933 ist ber Wa- genversanb einschl. Export auf 34 913 (18 712) Wagen um 87 v. Sy gestiegen, bie stärkste Steigerung hatte ber Juni mit 173 o Sy aufzuweisen. Die Zahl der Beschäftigten lag im Oktober 1933 mit 10 000 Mann um 59 v. H. über bem gleichen Dorjahrs- monat Außerbern hat sich bie Zahl ber geleisteten Lohnstunben mehr als vcrboppelt. Aehnliche Erhöhungen ber Beschäftigungsziffer zeigen bie rb. 900 deutschen Lieferstätten der Gesellschaft. Man hofft, die Belegschaft in ihrem derzeitigen Stand
über ben Winter halten und für die Zukunft steigern zu können.
Die Stillhalteverpflichtungen von 9,45 Millionen Mark wurden im laufenden Jahre im Rahmen ber Devisenbestimmungen abgebeckt.
*
* Oünftige Entwicklung bes Erz- bergbau an ber Lahn unb an ber Dill u n b in Ob er Hess en. Nach Mitteilung bes Berg- unb Hüttenmännischen Vereins zu Wetzlar schreitet bie Entwicklung bes Erzbergbaues an Lahn, Dill unb in Oberheffen, wenn auch langsam weiter günstig fort. In Oktober sind die zwischen Gruben unb Hütten bestehenben Abmachungen wegen Mehrabnahme von Jnlanberzeugnissen unter Einschaltung einiger Ergänzungen bis zum 31. Mai 1934 verlängert worben. Diese erfreuliche Tatsache gibt ben Gruben die Zuversicht, für einen längeren Zeitabschnitt bie Betriebe in bem bisherigen Umfang aufrechterhalten zu können. Nachbem nun auch Sie reinen Stahlwerke von biefem Monat ab zusätzliche Erzmengen abnehmen, kann mit einer geringen weiteren Vermehrung von Belegschaft unb Förberung gerechnet werben.
• Der Jnbex ber Großhanbels- preife im Monatsdurchschnitt O k -
t o b e r 1933. Die vom Statistischen Reichsamt berechnete Indexziffer ber Großhandelspreise stellte sich im MonatsdurchschniU Oktober aur 95,7 (1913 100); sie hat sich gegenüber dem Vormonat (94,9) um 0,8 o. Sy erhöht. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarsoffe 92.7 (plus 3.1), Kolonialwaren 72.7 (minus 2,4), industrielle Roh- stosse unb Halbwaren 88,9 (minus 0,3) unb mbu- ftrielle Fertigwaren 113,8 (plus 0,2).
Frankfurter Börse.
IJlitlagsbörfe: Renten fest, Aktien still und uneinheillich.
Frankfurt a. M., 7. Noo. Das Publikums- intereffe richtete sich auch an ber heutigen Börse wieder vorwiegend auf den Rentenmarkt, ber wieder ziemlich lebhafte Umsätze aufwies, zumal sich hier auch die Kulisse stärker am Geschäft beteiligte. Im Bord er gründ des Jnteresies standen Altbesitzanleihe (79,50 mit + 0,50 o. Sy, ferner späte Reichsschuldbuchforderungen (90,13) + 0,40 v. Sy, Neubesitz (13,50) gewannen 10 Pf. Reichsbahn-VA. waren nach knapp behaupteter Eröffnung leicht erhöht, ferner konnten sich Stahloerein-Bonds um 0,25 d. Sy befestigen. Der Aktienmarkt lag dagegen wieder vernachlässigt und uneinheillich. Orders lagen nur in geringem Umfange vor, und auch Anregungen fehlten nahezu vollkommen. Die Grundstimmung war indessen nicht unfreundlich, und auch bie Äursoeränberunger. hielten sich in engen Grenzen. Lediglich Ilse Genuß und Lahmeyer mit je —1,25 d. Sy und Holzmann mit —1,50 vH. waren stärker rückläufig, fönbererfeits zogen Licht & Kraft um 1,40 v. H. an. Montanwerte lagen zunächst größtenteils gut behauptet, Stahloerein- Konzernwerte waren um 0,25 bis 0,50 o. Sy freunb* lieber. Etwas höher eröffneten außerdem Reichsbank (4- 0,65 v. H.), Allg. Lokal & Straft (+0,50 d. Sy) unb AEG. (+0,25 d. Sy). IG. Farben gaben zunächst 0,25 v. Sy unb später weitere 0,25 v. Sy auf 115,25 v. Sy nach.
Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft sowohl am Aktien-, als auch am Rentenmarkt stark ein. Während deutsche Anleihen unb Reichsschuldbuchforde- rungen unter kleinen Schwankungen gut behauptet blieben, gaben bie Kurse am Aktienmarkt meist etwas nach. Stärker gebrückt waren Gelsenkirchen 41,25 bis 40, Phönix 32,65 bis 31,75, Stahlverein 27,65 bis 27. IG. Farben schlossen mit 115 v. H. (—0,25 d. Sy). Niebriger zur Notiz kamen u. a. Accumulatoren (— 2 v. Sy), Sübb. Zucker (— 2,13 v. Sy), Rhein. Braunkohlen (— 1,25 v. Sy), andererseits lagen Metallgesellschaft 1 v. Sy, Licht & Straft weitere 0,40 v. Sy, Schuckert 1 v. Sy und Chabe- aktien 1 Mark höher, auch Holzmann waren etwas erholt. (50,50 bis 51). Altbesitzanleihe schlossen mit 79,75, Neubesitz mit 13,45 nach 13,40, späte Schutt) - bücher mit zirka 90,25 v. Sy Am Kassamarkt lagen einige Papiere recht matt, so Ber. Ultramarin 91 (—4 d. Sy), Dortmunder Ritterbrauerei 65 (—3,50 v. Sy), dagegen u. a. Ehern. Albert 36 (+ 2,50 v. Sy).
Am Pfandbriefmarkt traten zwar nur geringfügige Veränderungen ein, doch bewegten sich die Kurse eher nach oben. Stadtanleihen gaben andererseits aber meist um 0,50 bis 1 d. Sy nach. Länder- unb Staatsanleihen waren ziemlich un- oeränbert, 5,5 d. Sy Poung-Anleihe 85,40 (+ 1,25 v. H.). Steuergutscheine lagen erstmals seit längerer Zeit von 0,13 bis 0,25 d. Sy niebriger, ber Durch- schnittskurs ermäßigte sich von 87.80 auf 87,65 o. Sy Sluslanbsrenten lagen gcfdjäftslos unb nur wenig oeränbert. — Tagesgelb war sehr leicht unb zum Satz von 3 o. H. unverändert.
Abendbörse: sehr still.
Die Abendbörse lag sehr still und überwiegend etwas abgeschwächt. Besonders in deutschen Anleihen unb späten Reichsschuldbuchforberungen machte sich infolge von Entlastungsverkäufen einiger Kursbruck bemerkbar. Altbesitz bröckelten um 15 Pf., Neubesitz um 17,5 Pf. unb späte Reichs- fchulbbücher um 0,38 v. Sy auf 89,90 ab. Die Aktienmärkte lagen ruhig unb gegenüber bem Berliner Schluß nur wenig verändert. IG -Farben verloren 0,25 v. Sy Nachdem im Verlaufe die variablen Renten um weitere 0,13 d. Sy zurückgegangen waren, zeigte sich gegen Börsenschluß wieder etwas Stauf- interesse, was in ben Schlußnotierungen aber nicht mehr zum Ausbruck kommt. Aktien blieben still unb mweränbert. 1L a. notierten: Neubesitz 13,13 bis 12,95, Altbesitz 79,25 bis 79,13, Reichsbahn-VA. 101,50, Reichsbank 156, Gelsen 40, Phönix 31,65, Stahlverein 27, Aku 28, Scheideanstalt 174,50, Licht unb Kraft 90, JG -Farben 114,75 bis 115, Holzmann 50,25, Metallgesellschaft 53,50, Siemens 131.25. Hapaa 8.75. An ber Nachbörse galten 21(t- besitz etwa 79,25, Aeubesitz zirka 13 unb späte Reichsschulbbuchforberungen zirka 89,80 v. Sy
Mannheimer Groh-Viehmarlt.
Mannheim, 7. Nov. Auftrieb: 162 Ochsen, 130 Bullen, 296 Kühe, 327 Färsen, 581 Kälber, 74 Schafe, 1997 Schweine. Es notierten: Ochsen: voll- fleischige ausgemäftefe, junge 28 bis 31, altere 22 bis 25, sonstige vollfleischige 24 bis 27; Bullen:
jüngere vollfleischige 26 bis 29, sonstige vollflestchi« 23 bis 25, fleischige 21 bis 23; Kühe: jüngere voll- fleischige 23 bis 26, sonstige oollfteischige 19 bis 2^ fleischige 15 bis 18, gering genährte 10 bis 13; Färsen: oollfteischige ausgemästete 30 bis 32, voll- fleischige 26 bis 28, fleischige 23 bis 25. Kälber: Dop- pelender 41 bis 44, beste Mast- und Saugkälber 36 dis 40, mittlere Mast- unb Saugkälber 29 bis 33, geringe Kälber 23 bis 26. Schafe: beste MasUämmer, Deidemast 22 bis 26. Schweine. Bollftcischige, 240 bis 300 Pfund 52 bis 54, 200 bis 240 Pfund 51 bi» 54, 160 bis 200 Pfund 48 bis 52. Marktverkauf; Großvieh ruhig, kleiner Ueberftanb. Kälber mittel, geräumt Schweine mittel. Fettschweine über Notiz.
Mainzer Lchlachtvichmarkt.
Mainz, 7. Noo. Auftrieb: 28 Ochsen, 12 Bullen, 643 Kühe ober Färsen, 351 Kälber und 7 Schafe. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 28 bis 30, 62) 23 bi» 25. Bullen c) 24 bis 27. Kühe a) 24 bis 26, b) 19 bis 22, c) 14 bis 17. Färsen a) 28 bis 30. Kälber c) 26 bis 33, d) 23 bis 26. Vchafe nicht notiert. Marktverlauf Großvieh schleppend, Ueberftanb. Kälber ruhig, Ueberftanb.
Kölner Buttcrmarkt.
Köln, 7. Noo. Die Kölner Warenbörse setzte heute folgende Preise fest: Deutsche Molkereibutter (133 bis 136 zuletzt), 1. Qualität 132 (132), 2. Qualität 127 (127). Großeinkaufspreis für 100 Pfund ab Versandstation einschließlich Faß in Mark.
Eingesandt.
(Für Form unb Inhalt aller unter blefer 9tubrtt stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Herrn 3- C-
Sehr geehrter Herr!
Ihr Eingesandt habe ich mit Interesse gelesen. Sic verkennen mich durchaus, wenn Sie meinen, ich kennte den Handwerkerstand nicht unb sei gewillt, ihn, ohne ihn zu kennen, zu verdammen. Ganz im Gegenteil! Fast 50 Jahre hier in Gießen, habe ich manches erlebt vom Handwerk, Gutes unb Schlechtes, ©erabe auch Gutes! Habe ich boch sogar einem Handwerksmeister, dem wackeren Schreiner- meister Donau, aus eigenem Antrieb am offenen Grabe einige Worte ber Anerkennung unb des Dantes nachgerufen. So könnte ich Ihnen noch manchen Namen nennen, besten Träger ich in Ehren hielt unb noch heute halte. Was Sie sagen, mag richtia fein; ich habe feinen Anlaß, baran zu zweifeln. Aber meine Ausführungen werben bamit nicht ins Unrecht gefetzt. Für jeben Satz, den ich geschrieben habe, könnte ich Ihnen mehrere Belege, fogar aus jüngster Zeit, bringen. Namen darf ich natur- lich nicht nennen, aber bie Betreffenden werben aus meinen Zeilen schon herausgelesen haben, was ich meine. Anberseits mag autreffen, baß ich gerade solche Handwerker zu meinen „Kunden" rechne, bie gut beschäftigt finb. Umfonft sucht man sich doch nicht die besten heraus! Ich wiederhole aber, daß ich nicht übertrieben habe, wenn ich schrieb, dah ich öfter zwei- und dreimal telephonieren mußte, vor allem aber, daß ich nie sicher bin, wenn ber be- treffenbe Meister mir zugesagt hatte, baß fein Arbeiter um 8 Uhr kommen werde, baß er da auch wirklich erscheint. In einem geregelten Haushalt ist das aber etwas sehr Unangenehmes, besonders für bie Hausstau. Eine Zusage muß innegel) alten werben, sofern man nicht eine genügenbe Entschuldigung rechtzeitig beizubringen vermag. Ich sage dem Betreffenden deshaw fast immer: „Können Sie e« auch fest versprechen, zu schicken, ober soll ich mich anbers einrichten?" „Nein, Herr Geheimrat!" Aber fest verlassen kann ich mich boch nicht darauf.
Also, sehr geehrter Herr (beinahe hätte ich Ihren Namen geschrieben, ben ich zu erraten glaube), darum keine Feindschaft nicht. „Es soll unb muh alles besser werben. Wir wollen bazu helfen, hoffentlich Sie auch."
Hochachtungsvoll Dr. Krüger.
•
Die Stimmabgabe bettlägeriger »ranken am 12. November.
Zur Wahl am 12. November wird bestimmt wieher ein sog. „Fliegenber Wahlbezirk" eingerichtet, ber es ben Kranken in Kliniken unb Anstalten geftaiiet ihre Stimme abzugeben. Nun gibt es aber auch eine ganze Menge gut deutschgesinnte alte Leute unb Kranke, die zu Hause in ihrer Wohnung zu Bett liegen. Wie steht es mit denen? Vielleicht laßt es sich ermöglichen, daß auch da Volksgenossen mit ber Wahlurne erscheinen! Es könnte doch in der Presse veröffentlicht werden, und die Betresfeiiben müßten es mindestens zwei Tage vor der Wahl an vorgeschriebener Stelle melden. Es gibt sicher viele Deutsche, die dafür sehr dankbar wären.
Ein alter Volksgenosse. C.&.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Relchsbankdtskont 4 o H . Lombardzinsfuh 5 o. H
trän hur
u. J)l
»trb
Schchß.
Schluß!, übend. bSri«
^chlu» hin!
Schtußk Mlttaq. bSrfr
Datum |
6.11. |
7-11-
6.11. J
7.1b
«X «eüWnleibf v. 108?
89,75
89,75
89.5
89 9
r,eiem.7%TLfRd*«<inl. 0.1939
99.05
98.9
98.75
98.6
»56% Doung-Anleihe von 1980 . Lmllch« flnl.*iU:lüi.«Sd)uIb mti
84.13
85.25
84.5 !
85.4
luilot-tHtditen ......
79
79,13
78.75
79,4
®HgL ohne Lullos.-Recht,......
<% He,!. SoUJftod 1939
13,4
87,5 1
12.95
13.4
13.3
«rücktidtt,. 103%)
87,5
87,25
87.65
•X M|. Cantxlbanl Darmitadt toh m. 13
87
87,25
87
87
Hell üanded-Hyvotbetrn- banl lannflabl Clqui.......
87
87.25
_
Ctaiftcflen liu'Obn-JUUtb« mit lu#lo|.4hd)ten
Tcurt-tf flamm. 6ammrlabl. An-
—
71
—
—
lfU>« Strir 1 mü Aullos.-Rechlen
75,25
75,75
75
75,5
•% etenu 8% gronkl. Hvp-Bank Goldpf,. 15 unkündbar bU 1935 8% «bem. 7% Rtnnfl. Hyo.-Vank Goldofe. 18 unkündbar bU 1936
87,25
87.5
—
87
87,5
—
lk% rbem. 4S% fftantl ftotM yanMümL-Slanbbrifft
87,75
88.4
—
IV,% ebtm. 456% «d-tnilche
89,25
H,p.»Vank»Ltau.-Galdr>Ie.
89
••
•% edem. 8% «r. Landetpfand.
todanftalt, Pfandbriefe R 16
ex ,6tm. 7% Sanb«,plant-
88
8,
88
1 "
ktrlanaalt. Vlanbbrtfk R- IC
88
88
88
88
•leBtteuHd). flrrrtd)nuna#tut1
87.8
1 87.65
87.8
1 87.65
8% Oefterretchtlch« »oltrmt,.
4,90% C«<trnrlAl|4r 6LbtrmiH
13,25 0.65
| 13,25 0;«
13.5 0.65
1 13,5
4% Ungartld), Oolbm»,
4
4,05
4
4% Unänrftch, <taai#rrntf v 18U 45fr % *4gLt>on 1919
3,7 3,75
3.7
3.75
3,8
3.75
3.8
•X abgesl. Gold Mexikaner oon 9
4% TüMsche ZoklmUeihe van 191
6
4,6
1 6
4.75
4J
6
4.7
4% rörftMx 8eebat>bafcr..91nlftt
Serie 1
—*
^ran-'ur a. 1'1
Serlin
Schluß- hird
ichchlun.. ebaib* dön
Schlußkurs
^chiußk. Uli tag- Mrft
Datum
6.11-
7.11.
6.1b
7-11.
4% brtgl. -Serie II
4,7
4,9
4.65 ।
4,85
6% Ruinün. vereinb Mente v. 1903
3
3
-
—
4Vi%Sumän.Dercinf).$RenttD.1913
5,5
5,75
5.85
5,8
4% Rumänische vereinh. Rente ..
2.75
—
2.75 I
2.8
954% Anatolier ..........
22.8
—
23.1
—
yamvurg-Smertra-Pakei ... 0
9
8,75
9,13
8,9
Hamburg-südam. rampfschtsf 0
—
—-
—
——
Hansa-Tamvsschifs .. 0
—
—
12,5
14
Norddeutscher Lloyd ......... 0
9,65
9.4
9.65
9,25
A G für Berkebrlfwcsen Ati. . 0
44,5
44.5
44.75
45
Berluier Hande trgesellschast .. 4
80,5
81,5
81.75
81,25
Gommerj- und Prlvai-Banl . O
38.5
38,5
39
39
Deutsche Ban! nnb Stitonto»
Gesellschaft................ 0
41
40,5
41
40,5
Dresdner 13an!.............. 0
50.5
50.5
50,5
50.5
ÄricMban! .......... 12
155,5
156
155.5
155,75
4LO.«.....................0
16,25
16,5
16,5
16,25
Bekula..................... 0
108.65
109
108,9
109.4
ffleta. Sirlerung»gefell1chasl ... 6
78
78
78,25
78
Llchl und flrafi ... 6
88,5
90
89
90.5
gelten & Guilleaume........0
Gesellsch-I LIctir.Unternehmuna- 6
39,5
39.5
39.75
39.25
71,5
71
71.4
71.9
Rheinische ia.ltrt.w4t ....... 5
—
77
77.75
77,75
-SchuckrnLLo.............. 5
82
83
82.5
82.65
eitizirn« S t-aU!«............ 1
130.5
131,25
130.25
131
Lahmeyer » La....... 10
103.75
102,5
103.9
101,75
Buderu, ...............
62,5
1 62
62.5
62
Deutsche «rdil ..............
89,5
1 89.5
89,65
90
Gelsenkirchener.............. 1
41
40
40.75
40,25
74,25
Harpener ...............
75.5
74,9
75,25
Hoclch lisen—flitn^euesfen ..
—
—
48,25
47.75
yl- Brrgdau ........1
—
126.5
126
126
) k ®trgb-jxi Genüsse ........
94.75
93-5
95
94.5
fllachnenverte ..............
4Äeui«iniuui^to|mi........
1 '8
48 25
48.25
47.5
44,8
1 48.5
48,4
48,25
Jramrun a. Ul. 1
Smm
Schluh- furd
cechlust.s
Bbend-1
b<5r |
Schlutz« tur#
Schlu-k Dlmag- bfltlL
Saturn
6.11.
7.11-
6.11. 1
711.
Mun-selder Bergbau.........
O)
22
22
22
21.5
flokrwerke ...........
0
—
—
65.75
66
Phanir Bergbau.............
8Uieiniid)t «raunlahleu .....
0
32.25
31.65
32
31.5
0, 184.25 ,
183
184
184
0
75,5
74,9
75.25
75
öiöcinnuui .....••••••
Bereinigte Ltadlwerke........
0
27.5
27
27,5
27,25
('
10
9.75
9,5
9.75
flaltwerke Aschersleben........
6
106,5
106.5
106,25
106,5
flallwerk» tSeftfregeln........
5
103
107.75
107.75
107.5
Sollwerte Laljdellunb..... 7
..
145
—
144
142
I. G. ffarbcn.Jnvuslrt«.......
LcheideanltoU...............
Goldschmidt ................
7
0
116
174
38
115
174,5
38,75
115,9
38,25
115
39
Rüiger«werke ..........—
tnUßcftf .............
O 0
45.25
52.5
45
53,5
45,4
52,13
45
53
0
52
50 25
52
51,5
nentwert Heidelberg ......
lemadwctf flarlktadt.........
0
22!
73
11
LchuUkeU ratzentzoter ....■ Aku (Allgemeine KunMelde) . Sewberg..................
gellswfs «aGhos ...........
0
0 0
0 c
29,4
39
32
20.75
28
38,5
31.5
20,25
85 29.25 38,75 31.25 20.75
85 28,5
31 20,25
MCUllOn *41IJu11 •
Ydlauei GaS ..............
T'M m l rr
7
0
26.4
26,5
98,5
26,5
101,75 26.75
0
39.5
39
39,5
39,13
Qren stein & kuppel .........
0
24,75 13.5
24,25
Prcnharö TirJ .......-.....
0
13,25
13.5
1 13
jTbabe.....................
1C
132
134
133
133,5
mulatoren-ffabrkt.......
Lontt-Guwrni..............
160,5 130.5
158.5
I 131
160
130.25
1
I 157.5
I 131.5
..........................
öfftniniftwede HichS a.tL..
1
—
-
—
SOdderusch« Zucke,........
s 163
1 180,8
1 lec
160.75
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Bl.
6.71o«mber
7-Rovember
«mtiiche Dotierung
fi'ri*' ?rie
Amtliche Roneevn.t (Mb Mr
Heisings«»..
Wien .....
Prag.......
Buda«« ... Sofia ......
Holland .... c<io.......
pc«nbagen. Ltockdalm... London .....
Buenos Btrel Reuyurk
B rüffel.....
Italien.....
Tart ......
t» ....
Lvanien.... Danjtg.....
Japan .....
Rio de Ian. Jugoslawien UtliaDoe ...
5.844 48,05
12,395
3,047 169,03
66,33 58,94 68,13 13,20 0,963
2.702
58.36 22,05
16.39 81,02 35.11 81,57
0,794 0,227 5,295 12,66
5,856 48.15
12,415
3,053 169.37
66,47 59.06 68,27 13.24 0.967
2.708
58.48
22.09 16.43
81,18 35,19
81,73 0,796 0,229 5,305
12.68
Banknoten
5,874 48.05 12,41
3,047 168,93
66.73 59.34 68.53 13-28
0.963
2.702 58.36 22.05 16,40
81,02 35.11 81.57 0.799 0.227
5,295 12,67
5,886 48,15 12.43
3.053
169.27 66.87
59.46 68.67 13.32 0.967
2 708 58.18
22.09 16.44 81.18 35.19 81.73 0,801
0.229 5.305
12.69
Berlin, 7.Hadernder
<*tib
«meeikannche 9bten..............
velgifche Rote»..................
TLnische Roten .................
(htgiiltbe Roten .................
.Iranjcsischo Noten...............
Holländische Roten...............
Italienische Roten................
Rorweallche Raten ..............
Deutsch cefterreich. * 100 Schilling Rumänische Roten ..............
Schwedische Roten...............
Schweizer ......................
St>in"che Roten.................
Ungarisch« Rate»........—......
2.655
58.20
59,08
13.24
16,36
168,51
21.93
66.57
68,36
80.84
34,98
2,675
58.44
59.32
13.30
16,42
169.19 22.01 66.81
»7«
81.11
39J1


