SJLtfpoti
VfB. Gießen.
BfK I — Mafeld-Geisweid I 2:3 (0:3).
Die Pstngstreise der Grünweißen wurde mit einer Niederlage und einem Unentschieden abgeschlossen. Die VfBer spielten mit reichlich Ersatz, trotzdem wurden die Spiele in guter Verfassung und mit beachtlichem Können durchgeführt. Der Gegner des Pfingstsonntags — Geisweid-Klafeld — entpuppte sich auf eigenem Platz als sehr gefährlich. Insbesondere verfügte der Gastgeber über einen energischen Sturm, der allerdings mit einer gehörigen Dosis Glück kämpfte. Das Spiel sah in der ersten Spielhälfte die Gastgeber und in der zweiten Halbzeit die Grünweißen im Vorteil. Der Gegner kämpfte in der ersten Halbzeit mit Rückenwind und konnte unter dessen Ausnutzung drei Tore oorlegen, denen die VfBer in der ersten Spielhälfte trotz ebenbürtigen Kampfes keinen Treffer entgegensetzen konnten. Nach Halbzeit waren die Grünweißen stark im Drängen und zwei schöne Tore von Lehrmund waren die Ausbeute. Es hätte bei eingermaßen Glück leicht zum Sieg reichen können, aber es wurde nichts Zählbares mehr erreicht. Haas im Tor war sehr gut, insbesondere in der ersten Halbzeit. Wilhelm leistete in der Verteidigung Hervorragendes. Im Sturm war Lehrmund der Beste.
VfB. I — SpV. Herborn 3:3 (2:3).
Vom Vortage ermüdet, konnten die Grünweißen dem Gegner des Pfingstmontags nicht den notwendigen Widerstand entgegensetzen. Der Platzbesitzer kämpfte sehr hart und es bedurfte aller Energie der VfBer, das Spiel in Ruhe zu Ende zu führen. Diese fanden sich auf dem kleinen Platz gar nicht zurecht, so daß bis zur Halbzeit der Gastgeber mit 3:2 führen konnte. In der zweiten Spielhälfte gewannen die VfBer die Oberhand, es konnte aber nur noch zum Unentschieden aufgeholt werden. Der Schiedsrichter war nicht der Situation gewachsen.
VfB. II — wieseck I 4:1.
Die Grün-Weißen kamen zu einem unerwartet hohen Sieg über die in letzter Zeit sehr spielstarken Gäste. Bei Halbzeit stand die Partie 2:0 für VfB. Es wurde zwar hart gekämpft, jedoch hielt sich der Kampf stets in erlaubten Grenzen. Der Sieg der BfB.er war verdient.
VfB. III und IV (komb.) — Grünberg I 14:1.
Für die in Grünberg erlittene Niederlage konnten die VfB.er am Pfingstmontag Revanche nehmen. Das Spiel stand ganz im Zeichen der Grün-Weitzen, die glänzend aufgelegt waren. Der Gegner kämpfte trotz der hohen Niederlage unentwegt weiter.
VfB. III — wieseck II 1:4.
Auf dem Platz des Gegners hatten die ViB.er nicht viel zu bestellen. Wenn der Sieg auch hoch ausgefallen ist, so war er doch verdient.
Jugendfpiele.
Am 1. Pfingstfeiertag fand das Rückspiel der I. Jugend gegen Wiesbaden-Dotzheim statt. Der Gegner entpuppte sich als recht spielstark und es gelang den VfB.ern nicht, den Sieg vom Vorspiel auf eigenem Platz zu wiederholen. Das Spiel bot interessante Momente. Der Gegner war körperlich stark überlegen.
Gegen Biebrich I. Jugend vergab die I. Jugend des VfB. den Sieg. Bei ausgeglichenem Spiel hatten die VfB.er die größeren Torchancen. Auch hier zeigte der Gegner beachtliches Können, insbesondere die Läuferreihe zeigte ein technisch sehr gutes Spiel.
lO.Bad-Wil-ungei- Automobil-Wettbewerb.
Erfolgreiche Gießener Kraftfahrer.
An dem für die beiden Pfingsttage in Bad-Wil- dungen ausgeschriebenen Automobil-Wettbewerb, der vom Bergisch-Sauerländifchen Automobil-Klub ausgeschrieben worden war, konnten sich auch Gießener Sportler mit bestem Erfolg beteiligen. Im Wetr- bewerb der Ballonverfolgung stellte Dr. Adolf Noll auf seinem Austro-Daimier den ersten Sieger. Der Ballon, der nach etwa zweistündigem Flug südlich von Hallenberg im Sauerland nieder- ging, wurde bereits 6 Minuten nach der Landung von Dr. Noll erreicht. Am Pfingstmontag fand im Kurgarten zu Bad-Wildungen ein Geschicklichkeitswettbewerb statt, der eine Reihe von praktischen Fahr - Prüfungen brachte. In der Klasse I (Fahrzeuge bis 1500 ccm) konnte sich Dr. Adolf Noll-Gießen mit 263 Punkten auf BMW. Öen 2. Preis hinter Leutnant Joachim F r e y e r - Lankwitz (254 Punkte auf DKW.) sichern. Einen sehr beachtenswerten Sieg errang Dr. Hans Wil- h e l m i im Geschicklichkeitsfahren der Klasse II (Fahrzeuge von 1500 bis 3000 ccm )auf Mercedes
mit 264 Punkten vor Georg Neumann jr., Düsseldorf, mit 276 Punkten.
OaS 80. Zeldbergsejt.
Zum 80. Male findet am 11. Juni das historische Feldbergfest auf dem höchsten Gipfel des Taunus statt. Als ältestes deutsches Bergfest übt es immer eine besondere Anziehungskraft auf die Turner des Mittelrheinkreises und der benachbarten Durnkreise aus. Die Veranstaltung ist reichsoffen für alle Vereine der DT. Der Festsonntag bringt die Einzel- wettkämpfe im Volksturnen, außerdem Sonderwettkämpfe im Kugelstoßen und Weithochfprung und spannende Mannschaftskämpfe. Von den letzteren wird der Kampf um das historische Völsungenhorn bereits am Samstagnachmittag ausgetragen. Eine große vaterländische Kundgebung ist mit dem altbeliebten Volksfest der Mittelrheiner in diesem Jahre verbunden.
FV. „Teutonia" Laubach.
Laubach I — Borussia Frankfurt I 4:7 (4:4).
Am ersten Pfingstfeiertag trafen sich auf dem diesigen Platze beide Mannschaften zu einem Gesellschaftsspiel. Die Einheimischen hielten sich gegen die Gäste sehr gut, die eine kräftige und flinke Mannschaft stellten. Die beiderseitigen Stürmerreihen legten von Anfang an mächtig los, so daß die beiden Hintermannschaften viel zu tun hatten. Abwechselnd fielen auf beiden Seiten Tore ohne eine Partei im Vorteil zu sehen. Das Torverhältnis 4:4 gibt die Spielstärke beider Mannschaften in der ersten Halbzeit gerecht wieder. Nach der Pause spielten die
Oie Arbeit
der hessischen landw. Genostenschasten.
Der Verband der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften hat seinen 69. Verbandstag auf Samstag, 10. Juni, nach Darmstadt „Städtischer Saalbau" einberufen. Mit dieser Tagung fällt das 60jährige Jubiläum des Verbandes der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften zusammen, der für sich in Anspruch nehmen kann, der älteste Landesverband des gesamten Reiches zu sein. Am Tage vorher finden die ordentlichen Generalversammlungen der Landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft und der Landesgenossenschaftsbank statt.
Wenn sich auch in 1932 die allgemeine Wirtschaftslage weiter verschlechterte, so ist doch das Gefüge der genossenschaftlichen Organisation fest geblieben. 3n schwerster wirtschaftlicher Rotzeit haben die landwirtschaftlichen Genossenschaften im Dienste der Landwirtschaft auf ihren Posten ausgehalten und dadurch weitere Erschütterungen ihres Berufsstandes verhindert. Die Zahl der dem Verbände angeschlossenen Genossenschaften stieg in 1 9 3 2 um drei a u f 1 118. An dem Zuwachs sind maßgeblich die Milch-, Vieh- und Eierverwertungsgenossenschaften beteiligt. Bei der zahlenmäßig stärksten Gruppe, den Kreditgenossenschaften, machen sich auch in 1932 hie und da noch die Folgen der Julikrise bemerkbar. Durch den Schrumpfungsprozeß der Wirtschaft und durch die weitere Verschlechterung der Einkommensverhältnisse gingen die Umsätze und die Spareinlagen etwas zurück. Don geringen Ausnahmen abgesehen, konnten aber die Kreditgenossenschaften ihren Rückzahlungsverpflichtungen nachkommen und damit erneut ihre außerordentliche Krisenfestigkeit unter Beweis stellen. Das B e - zugstze schäft ging infolge schlechter Lage der Landwirtschaft etwas zurück. Die Absatzziffern sind dagegen, bedingt durch die gute Getreideernte, in erfreulichem Maße gestiegen. Bei den Molkerei- und Milchabsatzgenossenschaften hielt sich die Anlieferung mit annähernd 82 Millionen Litern auf gleicher Höhe wie in 1931. Die Gründung von Milchversorgungsgesellschaften an den Haupt- verbraucherplätzen, beispielsweise Frankfurt a.M. und Mainz, sind erste Organisationsmaßnahmen in Auswirkung des Reichsmilchgesetzes. Die Winzergenossenschaften hatten im Berichtsjahre mengenmäßig einen guten Absatz zu verzeichnen. Auch die preisliche Entwicklung, die gegenüber 1931 Preissteigerungen bis zu 100 Prozent und mehr zeigte, konnte außerordentlich befriedigen. Die Obst- und Eemüseverwertungs'genof- s e n s ch a f t e n litten weiter unter den ungünstigen Preisverhältnissen. Die Konkurrenz des Auslandes
Gäste mit dem Winde und hielten auch das Tempo durch, während die Laubacher Läuferreihe etwas abfiel, wodurch die Verteidigung und Tormann überlastet wurden. Drei weitere Erfolge brachten den Borussen den verdienten Sieg. Das Spiel wurde fair ausgetragen.
Kurze Sportnotizen
Deutsche Junioren-Meister im Tennis wurden bei den in Frankfurt am Dienstag ausgetragenen Schlußspielen: H e n k e l - Berlin im Herren-Einzel, Frl. U l l st e i n - Leipzig im Damen- Einzel, Henkel/Wilhelmi im Herren- und Buderus/Neumann (alle Berlin) im Damen- Doppel.
*
Das Berliner Rot-Weiß-Turnier wurde am Dienstag beendet. Die letzte Entscheidung gl im „offenen" Herren-Doppel, wo Roderich enzel/v. Kehrling das tschechische Paar Jan Ko- zeluh Malecek mit 6:4, 6:4, 6:0 schlugen.
*
I n der Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft führen nach dem dritten Lauf in den einzelnen Klassen die folgenden Fahrer: Schanz-Hedersheim (bis 350 ccm), Ley-Nürnberg (bis 500 ccm) und Geis-Pforzheim (bis 250 ccm), während in der großen Klasse (bis 1000 ccm) Rütt- chen-Erkelenz nach seinem Siege in „Rund um Schotten" die Meisterschaft bereits sicher hat.
*
Fürdie Henley-Regatta auf der Themse wurden aus Deutschland gemeldet v. D ü st e r l o h und v. O pe l für die Einerrennen, Grawunder Urbschat für den Riemenzweier, der Berliner Ruder-Klub für den Achter und „Amicitia" Mannheim oder „Sturmvogel" Spindlersfeld für den „Vierer ohne".
und Ueberschneidungen in den Erfassungsgebieten standen einer planvollen Absatzregelung und einer gesunden Preisgestaltung hindernd im Wege. In der Eierverwertung wirkte sich, von einigen Mängeln abgesehen, das anfangs des Berichtsjahres erlassene Handelsgesetz für Hühnereier günstig aus. In der V i e h ve r w e r t u n g konnte in den zweieinhalb Jahren, in denen dieser Absatz organisatorisch durch unseren Genossenschaftsverband bearbeitet wurde, positive Arbeit im Interesse der angeschlossenen Mitglieder geleistet werden. Insgesamt betrachtet, sind die in 60jähriger intensiver Arbeit auf allen Gebieten der genossenschaftlichen Betätigung erzielten Erfolge erfreuliche zu nennen und regen zu weiterer positiver Arbeit im Dienste der hessischen Landwirtschaft an.
frankfurter Abendbörse: Behauptet, still.
Frankfurta. M., 7. Juni. Der heutigen Abendbörse fehlte es vor allem an Orders. Aber auch nennenswerte Anregungen lagen nicht vor. Die feste Eröffnung Wallstreets machte keinen Eindruck, so daß sich bei Zurückhaltung der Kulisse kaum Geschäft entwickeln konnte. Im Vergleich zu den Berliner Schlußkursen traten nur geringe Veränderungen ein, doch schien es, als ob seitens der Spekulation noch etwas Glattstellungsbedürfnis bestände. IG.-Farben ließen um 0,65 v. H., Licht & Kraft um 1 v. H. nach, auch Scheideanstalt bröckelten um 0,40 v. H. ab, wogegen Reichsbank 1 v. H. und Deutsche Erdöl 0,5 v. H. anzogen.
Renten lagen sehr still. Neubesitz waren behauptet, während Altbesitz 0,5 o. H. und späte Reichsschuldbuchforderungen mit etwa 80,5 um 0,25 v. H. zurückgingen. Am Auslandrentenmarkt erhielt sich Nachfrage nach Mexikanern. Die hohen Schlußkurse der Berliner Börse wurden aber nicht immer erreicht. Neubesitz 12,80, Altbesitz 77, 5-v. H. äußere Mexikaner 11,65, 4,5 do. Irrigation 6,75, Reichsbank 135, Gelsenkirchen 64, Deutsche Erdöl 118, Scheideanstalt 174,75, Licht & Kraft. 117,5, JG.-Farben 135,25, Siemens 164,5, Lloyd 18,90.
* Inde?ziff'er der Großhandelspreise im Mai 193 3. Im Monatsdurchschnitt Mai stellte sich die vom Statistischen Reichsamt berechnete Indexziffer der Großhandelspreise auf 91,9 (1913 = 100); sie ist gegenüber dem Vormonat (90,7) um 1,3 Prozent gestiegen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 84,2 (+2,9), Kolonialwaren 76,5 (—0,8), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,8 (-1-0,9) und industrielle Fertigwaren 111,6 (+0,3), hiervon Produktionsmittel 113,9 (—0,2), Konsumgüter 109,9 (+0,6).
* Ruhrgas A G., Essen. In der Generalversammlung führte der Aufsichtsratsvor
Wirtschaft.
sitzende, Generaldirektor D o e g l e r, aus, daß im Mai ein Rekordabsah von rd. 90 Millionen Kubikmeter erreicht worden sei. Man habe die Hoffnung, daß sich der Gasabsah weiter günstig entwickeln werde. Besondere Erwartungen würden an eine Berücksichtigung beim Arbeitsbeschas- sungspgrogramm geknüpft. Man werde sich bemühen, die Ausbaupläne für die Ferngasversorgung nach Osten und Süden verwirklichen zu können. Wenn die Entwicklung weiter in dem gleichen Maße wie bisher anhält, darf man annehmen, daß die Gesellschaft bei einer jährlichen Absahmengr von etwa 1,1 Mrd. Kubikmeter sämtliche Un- kosten und Abschreibungen verdienen, also verlustfrei arbeiten kann. Die weitere Verfolgung der Baupläne im Mittelrheingebiet und des Ferngasleitungsprojektes Siegen—Hessen ist zunächst ins Stocken geraten, doch hofft man, die Pläne bald wieder aufnehmen zu können. Der erwartete Jahresverlust beträgt 1,80 Mill. Mk., ist also im Vergleich zum Vorjahr (1,97 Mill. Mk.) etwas geringer, nachdem insgesamt 2,82 Mk. (2,07) Mill. Mark zu Abschreibungen dienten. Der Gesamtverlust beträgt 9,09 (7,30) Mill. Mk. bei 27 Mill. Mark Ak.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 7. Juni. Auch nach den Feiertagen blieb die Stimmung lustlos und eher schwächer, zumal dem reichlicheren Angebot kaum Aufnahmeneigung gegenüberstand. Weizen gab um 1,50 und Roggen um 1 Mark per Tonne nach. Auch Mehle und Futtermittel bröckelten bei geringster Llmsatztätigkeit weiter leicht ab. Weizen 210, Roggen 172,50 bis 173,50, Hafer 147,50 bis 150, Weizenmehl südd. und Niederrhein. Spez. 0 30,25 bis 31,50, Roggenmehl, 60proz. Ausmahlung 23,50 bis 25,25, Weizenkleie 7,40 bis 7,50, Roggenkleie 8,25 bis 8,50 Mk.
Vorflandssitzung der HefsisOen Handwerkskammer
WSR. Darrn st adt, 6. Juni. Der Vorstand der Hessischen Handwerkskammer erledigte in seiner heutigen Sitzung unter dem Vorsitz des Präsidenten Müller (Mainz) eine umfangreiche Tagesordnung, aus der folgende Punkte hervorgehoben seien:
,Rach Fortfall des seitherigen Beauftragten der Kammer wurde bestimmt, daß die Beaufsichtigung des Lehrlingswesens künftig von den zuständigen Fachorganisationen selbst ausgeübt wird. Zu diesem Zwecke sind von jeder Innung usw. besondere ehrenamtlich Beauftragte zu bestellen unter Ablehnung irgendwelcher Regreß- Verpflichtungen.
Die vorgelegten Entwürfe für neue Ehren- meister-, Meister- und Gesellenbriefe wurden gutgeheißen.
Die Zugehörigkeit zu dem Bund „Schlaraf- s i a“ wurde antragsgemäß mit acht gegen eine Stimme für alle Handwerker des Kammerbezirks als unvereinbar mit den zur Herrschaft gelangten neuen Grundsätzen bezeichnet. Es wird die bestimmte Erwartung ausgesprochen, daß die Beteiligten die notwendige.! Folgerungen alsbald ziehen.
Im Zuge der Erfordernisse der geistigen Revolution im Handwerk wurde nachstehende Entschließung gefaßt: „Auf einstimmigen Beschluß dcs Vorstandes der Hessischen Handwerkskammer werden sämtliche Handwerker in Hessen hierdurch verpflichtet, im Tagesverkehr die Bezeichnung „Kolleg e" ausschließlich nur dann zu gebrauchen, wenn damit zugleich auch die Bereitschaft zur wahrhaft kollegialen Gesinnung zum Ausdruck kommen soll. Rach dem Willen der Hessischen Handwerkskammer soll die Bezeichnung „Kollege" wieder zu Ehren gelangen und ein jedes hinterhältige Verhalten gegenüber dem als „Kollege" Bezeichneten aus» schliehen. Kollegialität muh „Vertrauen, Offenheit und Wahrheit" bedeuten."
Die übermäßige und nur zu oft einseitige Reklame in den Bahnhöfen der Reichsbahn war Gegenstand eingehender Beratung. Es w irdr festgestellt, daß das Handwerk an der Beseitigung des gegenwärtigen Zustandes ein großes Interesse hat. In dieser Hinsicht wird die Kammer mit dem zuständigen Ministerium in Verbindung treten.
Weiterhin beschäftigte sich der Vorstand mit den Provisionen, die vielfach von Versicherungsgesellschaften für Empfehlungen an berufsständische Organisationen zur Vergütung gelangen. Unter grundsätzlicher Ablehnung solcher Provisionen wird darauf hingewirkt werden, daß derartige Mittel künftig zur größtmöglichen Senkung der Prämiensähe im Interesse der Versicherten Verwendung finden.
Abschließend gelangten noch einige personelle und finanzielle Angelegenheiten zur Beratung und Beschlußfassung.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die Hinkel den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzl veschloffenen Dividende am>— Reichsbankdiskom 4 o H Lombardzinsfuß 5 o. H.
.rraniiur. a. jji
Sern-,
Schluß« furd
Schiußk. Abend- birlt
Schlußkurs
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Odium
6.6- ।
7.6.
6.6.
7.6.
6% Deunche ?Hei(l)<,anieihe v. ihzi
83,25
84,25
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91,25
91,25
91,75
91,5
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79,5
78
79,5
78
AuSlos. Rechten ...........
78
77
77,9
77,6
Te?fll. ohne Auslos.-Rechte.....
6% ehem. 8% Hess. Bolkestaat 1929
12,7
12,8
12,7
12,8
trückzablb. 102%)...........
Lberhessen Provinz Anleih, mi
78
79
78,5
79,5
Anöloi.-Rechlen ...........
6% Hess. Landerban' Darmstadt
67
69
—
—
»>H. 12 .
5%% Hess. LnnveS Hupolheken»
82
82,5
81,75
82,5
bank Darmstadt tilqul
Deutsche Koniin. Sammelab l.An
86
86
—
—
leihe Seriel mit Ausloi.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Ban
70,25
71,13
70,5
70,75
Goldpse. 15 unkündbar bis 193.
6% ehem. 7% Franls. Htip.-Ban
84,75
84,25
—
—
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6%% ebem. 4'/z% Franks. Hyp.
84,75
—
—
Bank-Llgu.-Pfandbriese .....
b'/7% ehern. 4'/,% Rheinische
86
87
—
—
Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe. ... 6% ehem. 8% Pr. LandcSpsand
90,5
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—
briesanstalt, Psandbricse R. 19 6% ehem. 7% Pr. LauveSpsand
83,5
83,5
33,25
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briesanstalt. Pfandbriefe R. 1'
83,25
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83,25
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Verrechnungskurs
85.5
85,5
85,5
85,5
4% Oesterreichische Goldrente...
—
—
18,25
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—
—
1,1
—
4% Ungarische Goldrente......
—
—
—
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—
—
—
——
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_
——
_
_
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9,5
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9,65
6.75
12
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6,7
6,6
6,7
Serie 1...................
6.65
—
6.65
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Franktun a.M
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- Nrk
Schiuß- lnrs
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Odium
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7.6.
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6,65
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6,65
6.65
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5,75
5,75
—
—
4'/.%Rumän.vercinh.Rcntev.l913
10,5
10,5
10,5
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—
4,8
4,8
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3%% Anatolier ...........
30,13
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30,13
Hamburg-Amerika-Pake: .....
18,75
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18,75
18,4
Hamburg-Südam. Tampsschiss.
t.
—-
—
32
Hansa Tamvsschiss...........
0
—
18
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Norddeutscher Lloyd .........
0
19,13
18,9
19,25
18,75
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
55
54
54,75
53,25
Berliner Handelsgesellschaft....
I
91,5
91,25
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92
Commerz und Privat-Bank...
0
51
51
51
51
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschasl................
(
55
56,25
55
56,25
Dresdner Bank..............
0
51,5
51,5
51,5
51,5
Reichsbant .................
132,75
135
132,75
A.E.B. ..
26,25
25,75
26, b
26
Elektr. Lieferungsgesellichast ...
b
95
94,13
94
Licht und Kraft .............
t
119
117,5
119
118,5
Fellen & Guilleaume ........
Gesellschaft für Elektrische Unter-
k>
60.13
60.4
59,75
nehmungen..............
93,25
_
94
92.75
Rheinische Elektrizität ........
6
99,5
99
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99
Schuckert & Go..........
0
112,75
111
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<
163,75
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Lahmeyer L Eo..............
10
126
125.5
126.9
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79,25
78,5
79,5
78,5
Deutsche Erdöl .............
4
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118
118,5
117,9
Gelsenkirchener..............
0
66,25
108.25
64
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0
107,75
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107,75
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0
—
73,75
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Ilse Bergbau ...............
;
156
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Ilse Bergbau Genüsse........
7
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124
Klöcknerwerke ..............
0
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r
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Votum
66.
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6.6-
7-6.
Atanstelber Bergbau.......
.. 0
28
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27,65
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86
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0
13,5
_
Rheinische Braunkohlen ....
..10
204
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205,5
208
Rbeinstahi .........
.. 0
96
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96,25
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
43
—
43,13
41.4
Olavi Minen .............
.. 0
19,25 139
19
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137,5
18
Kaliwerke Aschersleben......
.. 6
135,75
134^5
Kaliwerke Westeregeln......
.. 6
138,25
139
134,5
Kaliwerke Salzdetfurth.....
188
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187.5
180
3 G. Farben-InvusMe.....
136
135,25
136,13
135,9
^cheideansialt.............
..10
173
54,13
61,5
174,75
54
Goldschmidt ..............
.. 0
54,4
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Rütgerüwerke .............
.. 0
60,5
62
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Metallgesellschaft...........
40,25
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40,5
40
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.. V
62,25
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Schultheis Payenhoier......
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Aku (Allgemeine Kunstseide) .
.. 0
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—
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50
Zellstoff Waldhos ..........
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Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
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Daimler «Rotoren..........
.. 0
33,25
32
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32,4
54,5
48,5
25
Deutsche Linoleum ........
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53,5
54
Orenstetn L koppel ........
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Leonhard Tietz ............
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_
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Sofia .....
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ..
170,43
170,77
170,53
170,87
CMo......
72,33
72,47
72,58
72,72
Kopenhagen
63,79
63,91
63,94
64,06
Stockholm..
73,33
73,47
73,68
73,82
London.....
14,30
14,34
14,34
14,38
Buenos Ollre;
1,878
0,882
0,883
0,887
Reuyork ...
3,561
3,569
3,546
3,554
Brüssel ....
58,92
59,04
58.99
59,11
Italien.....
Paris.....
22.00
22,04
22,01
22,05
16,61
16,65
16,62
16,66
Schweiz ...
81,67
81,83
81,87
82,03
Spanien...
36,16
36,24
36,21
36,29
Danzig....
82,72
82,88
82,82*
82,98
Japan.....
0,879
0,881
0,884
0,886
Rio de Ian.
0,239
0,241
0,239
0,241
Jugoslawien Lissabon ...
5,195
13,01
5,205
13.03
5,195
13,04
5,205
13,06
Banknoten.
gerlln, 7-Juni
Geld
«Brief
Ameritanliche »Roten..............
3.51
3,53
Belgische Noten..................
58,83
59,07
Dänische Noten ... .............
63,57
63,83
Englische Noten .................
14,30
14,36
Französische Noten...............
16,58
16,64
Holländische Noten...............
170,16
170,84
Italienische Noten................
»Norwegische Noten ..............
21,89
72,41
21,97
72.69
Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling
Rumänische Noten...............
2,46
9 4R
Schwedische Noten...............
73)50
73,80
Schmelzer Noten.................
Spanische »Roten.................
Nnoariiche Noten ................


