Ausgabe 
8.6.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

SJLtfpoti

VfB. Gießen.

BfK I Mafeld-Geisweid I 2:3 (0:3).

Die Pstngstreise der Grünweißen wurde mit einer Niederlage und einem Unentschieden abgeschlossen. Die VfBer spielten mit reichlich Ersatz, trotzdem wurden die Spiele in guter Verfassung und mit be­achtlichem Können durchgeführt. Der Gegner des Pfingstsonntags Geisweid-Klafeld entpuppte sich auf eigenem Platz als sehr gefährlich. Insbeson­dere verfügte der Gastgeber über einen energischen Sturm, der allerdings mit einer gehörigen Dosis Glück kämpfte. Das Spiel sah in der ersten Spiel­hälfte die Gastgeber und in der zweiten Halbzeit die Grünweißen im Vorteil. Der Gegner kämpfte in der ersten Halbzeit mit Rückenwind und konnte un­ter dessen Ausnutzung drei Tore oorlegen, denen die VfBer in der ersten Spielhälfte trotz ebenbürtigen Kampfes keinen Treffer entgegensetzen konnten. Nach Halbzeit waren die Grünweißen stark im Drängen und zwei schöne Tore von Lehrmund waren die Ausbeute. Es hätte bei eingermaßen Glück leicht zum Sieg reichen können, aber es wurde nichts Zählbares mehr erreicht. Haas im Tor war sehr gut, insbesondere in der ersten Halbzeit. Wilhelm leistete in der Verteidigung Hervorragendes. Im Sturm war Lehrmund der Beste.

VfB. I SpV. Herborn 3:3 (2:3).

Vom Vortage ermüdet, konnten die Grünweißen dem Gegner des Pfingstmontags nicht den notwen­digen Widerstand entgegensetzen. Der Platzbesitzer kämpfte sehr hart und es bedurfte aller Energie der VfBer, das Spiel in Ruhe zu Ende zu führen. Diese fanden sich auf dem kleinen Platz gar nicht zurecht, so daß bis zur Halbzeit der Gastgeber mit 3:2 füh­ren konnte. In der zweiten Spielhälfte gewannen die VfBer die Oberhand, es konnte aber nur noch zum Unentschieden aufgeholt werden. Der Schieds­richter war nicht der Situation gewachsen.

VfB. II wieseck I 4:1.

Die Grün-Weißen kamen zu einem unerwartet hohen Sieg über die in letzter Zeit sehr spielstarken Gäste. Bei Halbzeit stand die Partie 2:0 für VfB. Es wurde zwar hart gekämpft, jedoch hielt sich der Kampf stets in erlaubten Grenzen. Der Sieg der BfB.er war verdient.

VfB. III und IV (komb.) Grünberg I 14:1.

Für die in Grünberg erlittene Niederlage konnten die VfB.er am Pfingstmontag Revanche nehmen. Das Spiel stand ganz im Zeichen der Grün-Weitzen, die glänzend aufgelegt waren. Der Gegner kämpfte trotz der hohen Niederlage unentwegt weiter.

VfB. III wieseck II 1:4.

Auf dem Platz des Gegners hatten die ViB.er nicht viel zu bestellen. Wenn der Sieg auch hoch ausgefallen ist, so war er doch verdient.

Jugendfpiele.

Am 1. Pfingstfeiertag fand das Rückspiel der I. Jugend gegen Wiesbaden-Dotzheim statt. Der Gegner entpuppte sich als recht spielstark und es gelang den VfB.ern nicht, den Sieg vom Vorspiel auf eigenem Platz zu wiederholen. Das Spiel bot interessante Momente. Der Gegner war körperlich stark überlegen.

Gegen Biebrich I. Jugend vergab die I. Jugend des VfB. den Sieg. Bei ausgeglichenem Spiel hatten die VfB.er die größeren Torchancen. Auch hier zeigte der Gegner beachtliches Können, insbeson­dere die Läuferreihe zeigte ein technisch sehr gutes Spiel.

lO.Bad-Wil-ungei- Automobil-Wettbewerb.

Erfolgreiche Gießener Kraftfahrer.

An dem für die beiden Pfingsttage in Bad-Wil- dungen ausgeschriebenen Automobil-Wettbewerb, der vom Bergisch-Sauerländifchen Automobil-Klub ausgeschrieben worden war, konnten sich auch Gieße­ner Sportler mit bestem Erfolg beteiligen. Im Wetr- bewerb der Ballonverfolgung stellte Dr. Adolf Noll auf seinem Austro-Daimier den ersten Sieger. Der Ballon, der nach etwa zweistündigem Flug südlich von Hallenberg im Sauerland nieder- ging, wurde bereits 6 Minuten nach der Landung von Dr. Noll erreicht. Am Pfingstmontag fand im Kurgarten zu Bad-Wildungen ein Geschicklich­keitswettbewerb statt, der eine Reihe von praktischen Fahr - Prüfungen brachte. In der Klasse I (Fahrzeuge bis 1500 ccm) konnte sich Dr. Adolf Noll-Gießen mit 263 Punkten auf BMW. Öen 2. Preis hinter Leutnant Joachim F r e y e r - Lankwitz (254 Punkte auf DKW.) sichern. Einen sehr beachtenswerten Sieg errang Dr. Hans Wil- h e l m i im Geschicklichkeitsfahren der Klasse II (Fahrzeuge von 1500 bis 3000 ccm )auf Mercedes

mit 264 Punkten vor Georg Neumann jr., Düsseldorf, mit 276 Punkten.

OaS 80. Zeldbergsejt.

Zum 80. Male findet am 11. Juni das historische Feldbergfest auf dem höchsten Gipfel des Taunus statt. Als ältestes deutsches Bergfest übt es immer eine besondere Anziehungskraft auf die Turner des Mittelrheinkreises und der benachbarten Durnkreise aus. Die Veranstaltung ist reichsoffen für alle Ver­eine der DT. Der Festsonntag bringt die Einzel- wettkämpfe im Volksturnen, außerdem Sonder­wettkämpfe im Kugelstoßen und Weithochfprung und spannende Mannschaftskämpfe. Von den letzteren wird der Kampf um das historische Völsungenhorn bereits am Samstagnachmittag ausgetragen. Eine große vaterländische Kundgebung ist mit dem alt­beliebten Volksfest der Mittelrheiner in diesem Jahre verbunden.

FV.Teutonia" Laubach.

Laubach I Borussia Frankfurt I 4:7 (4:4).

Am ersten Pfingstfeiertag trafen sich auf dem diesigen Platze beide Mannschaften zu einem Gesell­schaftsspiel. Die Einheimischen hielten sich gegen die Gäste sehr gut, die eine kräftige und flinke Mann­schaft stellten. Die beiderseitigen Stürmerreihen leg­ten von Anfang an mächtig los, so daß die beiden Hintermannschaften viel zu tun hatten. Abwechselnd fielen auf beiden Seiten Tore ohne eine Partei im Vorteil zu sehen. Das Torverhältnis 4:4 gibt die Spielstärke beider Mannschaften in der ersten Halb­zeit gerecht wieder. Nach der Pause spielten die

Oie Arbeit

der hessischen landw. Genostenschasten.

Der Verband der hessischen land­wirtschaftlichen Genossenschaften hat seinen 69. Verbandstag auf Samstag, 10. Juni, nach DarmstadtStädtischer Saalbau" ein­berufen. Mit dieser Tagung fällt das 60jährige Jubiläum des Verbandes der hessischen land­wirtschaftlichen Genossenschaften zusammen, der für sich in Anspruch nehmen kann, der älteste Landesverband des gesamten Reiches zu sein. Am Tage vorher finden die ordentlichen General­versammlungen der Landwirtschaftlichen Zentral­genossenschaft und der Landesgenossenschaftsbank statt.

Wenn sich auch in 1932 die allgemeine Wirt­schaftslage weiter verschlechterte, so ist doch das Gefüge der genossenschaftlichen Organisation fest geblieben. 3n schwerster wirtschaftlicher Rotzeit haben die landwirtschaftlichen Genossenschaften im Dienste der Landwirtschaft auf ihren Posten aus­gehalten und dadurch weitere Erschütterungen ihres Berufsstandes verhindert. Die Zahl der dem Verbände angeschlossenen Genos­senschaften stieg in 1 9 3 2 um drei a u f 1 118. An dem Zuwachs sind maßgeblich die Milch-, Vieh- und Eierverwertungsgenossen­schaften beteiligt. Bei der zahlenmäßig stärksten Gruppe, den Kreditgenossenschaften, machen sich auch in 1932 hie und da noch die Folgen der Julikrise bemerkbar. Durch den Schrumpfungsprozeß der Wirtschaft und durch die weitere Verschlechterung der Einkommens­verhältnisse gingen die Umsätze und die Spar­einlagen etwas zurück. Don geringen Aus­nahmen abgesehen, konnten aber die Kredit­genossenschaften ihren Rückzahlungsverpflichtungen nachkommen und damit erneut ihre außerordentliche Krisenfestigkeit unter Beweis stellen. Das B e - zugstze schäft ging infolge schlechter Lage der Landwirtschaft etwas zurück. Die Absatzziffern sind dagegen, bedingt durch die gute Getreideernte, in erfreulichem Maße gestiegen. Bei den Molkerei- und Milchabsatzgenossenschaften hielt sich die Anlieferung mit annähernd 82 Millionen Litern auf gleicher Höhe wie in 1931. Die Gründung von Milchversorgungsgesellschaften an den Haupt- verbraucherplätzen, beispielsweise Frankfurt a.M. und Mainz, sind erste Organisationsmaßnahmen in Auswirkung des Reichsmilchgesetzes. Die Win­zergenossenschaften hatten im Berichts­jahre mengenmäßig einen guten Absatz zu verzeich­nen. Auch die preisliche Entwicklung, die gegenüber 1931 Preissteigerungen bis zu 100 Prozent und mehr zeigte, konnte außerordentlich befriedigen. Die Obst- und Eemüseverwertungs'genof- s e n s ch a f t e n litten weiter unter den ungünstigen Preisverhältnissen. Die Konkurrenz des Auslandes

Gäste mit dem Winde und hielten auch das Tempo durch, während die Laubacher Läuferreihe etwas ab­fiel, wodurch die Verteidigung und Tormann über­lastet wurden. Drei weitere Erfolge brachten den Borussen den verdienten Sieg. Das Spiel wurde fair ausgetragen.

Kurze Sportnotizen

Deutsche Junioren-Meister im Tennis wurden bei den in Frankfurt am Dienstag ausge­tragenen Schlußspielen: H e n k e l - Berlin im Her­ren-Einzel, Frl. U l l st e i n - Leipzig im Damen- Einzel, Henkel/Wilhelmi im Herren- und Buderus/Neumann (alle Berlin) im Damen- Doppel.

*

Das Berliner Rot-Weiß-Turnier wurde am Dienstag beendet. Die letzte Entscheidung gl imoffenen" Herren-Doppel, wo Roderich enzel/v. Kehrling das tschechische Paar Jan Ko- zeluh Malecek mit 6:4, 6:4, 6:0 schlugen.

*

I n der Deutschen Motorrad-Stra­ßenmeisterschaft führen nach dem dritten Lauf in den einzelnen Klassen die folgenden Fahrer: Schanz-Hedersheim (bis 350 ccm), Ley-Nürnberg (bis 500 ccm) und Geis-Pforzheim (bis 250 ccm), während in der großen Klasse (bis 1000 ccm) Rütt- chen-Erkelenz nach seinem Siege inRund um Schotten" die Meisterschaft bereits sicher hat.

*

Fürdie Henley-Regatta auf der Themse wurden aus Deutschland gemeldet v. D ü st e r l o h und v. O pe l für die Einerrennen, Grawunder Urbschat für den Riemenzweier, der Berliner Ru­der-Klub für den Achter undAmicitia" Mann­heim oderSturmvogel" Spindlersfeld für den Vierer ohne".

und Ueberschneidungen in den Erfassungsgebieten standen einer planvollen Absatzregelung und einer gesunden Preisgestaltung hindernd im Wege. In der Eierverwertung wirkte sich, von einigen Mängeln abgesehen, das anfangs des Berichtsjahres erlassene Handelsgesetz für Hühnereier günstig aus. In der V i e h ve r w e r t u n g konnte in den zwei­einhalb Jahren, in denen dieser Absatz organisato­risch durch unseren Genossenschaftsverband bearbeitet wurde, positive Arbeit im Interesse der angeschlosse­nen Mitglieder geleistet werden. Insgesamt be­trachtet, sind die in 60jähriger intensiver Arbeit auf allen Gebieten der genossenschaftlichen Be­tätigung erzielten Erfolge erfreuliche zu nennen und regen zu weiterer positiver Arbeit im Dienste der hessischen Landwirtschaft an.

frankfurter Abendbörse: Behauptet, still.

Frankfurta. M., 7. Juni. Der heutigen Abend­börse fehlte es vor allem an Orders. Aber auch nennenswerte Anregungen lagen nicht vor. Die feste Eröffnung Wallstreets machte keinen Eindruck, so daß sich bei Zurückhaltung der Kulisse kaum Geschäft entwickeln konnte. Im Vergleich zu den Berliner Schlußkursen traten nur geringe Veränderungen ein, doch schien es, als ob seitens der Spekulation noch etwas Glattstellungsbedürfnis bestände. IG.-Farben ließen um 0,65 v. H., Licht & Kraft um 1 v. H. nach, auch Scheideanstalt bröckelten um 0,40 v. H. ab, wo­gegen Reichsbank 1 v. H. und Deutsche Erdöl 0,5 v. H. anzogen.

Renten lagen sehr still. Neubesitz waren behauptet, während Altbesitz 0,5 o. H. und späte Reichsschuld­buchforderungen mit etwa 80,5 um 0,25 v. H. zurück­gingen. Am Auslandrentenmarkt erhielt sich Nach­frage nach Mexikanern. Die hohen Schlußkurse der Berliner Börse wurden aber nicht immer erreicht. Neubesitz 12,80, Altbesitz 77, 5-v. H. äußere Mexi­kaner 11,65, 4,5 do. Irrigation 6,75, Reichsbank 135, Gelsenkirchen 64, Deutsche Erdöl 118, Scheideanstalt 174,75, Licht & Kraft. 117,5, JG.-Farben 135,25, Siemens 164,5, Lloyd 18,90.

* Inde?ziff'er der Großhandels­preise im Mai 193 3. Im Monatsdurch­schnitt Mai stellte sich die vom Statistischen Reichsamt berechnete Indexziffer der Großhan­delspreise auf 91,9 (1913 = 100); sie ist gegen­über dem Vormonat (90,7) um 1,3 Prozent ge­stiegen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lau­ten: Agrarstoffe 84,2 (+2,9), Kolonialwaren 76,5 (0,8), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,8 (-1-0,9) und industrielle Fertigwaren 111,6 (+0,3), hiervon Produktionsmittel 113,9 (0,2), Konsumgüter 109,9 (+0,6).

* Ruhrgas A G., Essen. In der Gene­ralversammlung führte der Aufsichtsratsvor­

Wirtschaft.

sitzende, Generaldirektor D o e g l e r, aus, daß im Mai ein Rekordabsah von rd. 90 Millionen Kubik­meter erreicht worden sei. Man habe die Hoff­nung, daß sich der Gasabsah weiter günstig ent­wickeln werde. Besondere Erwartungen würden an eine Berücksichtigung beim Arbeitsbeschas- sungspgrogramm geknüpft. Man werde sich be­mühen, die Ausbaupläne für die Ferngasversor­gung nach Osten und Süden verwirklichen zu kön­nen. Wenn die Entwicklung weiter in dem gleichen Maße wie bisher anhält, darf man annehmen, daß die Gesellschaft bei einer jährlichen Absahmengr von etwa 1,1 Mrd. Kubikmeter sämtliche Un- kosten und Abschreibungen verdienen, also verlust­frei arbeiten kann. Die weitere Verfolgung der Baupläne im Mittelrheingebiet und des Fern­gasleitungsprojektes SiegenHessen ist zunächst ins Stocken geraten, doch hofft man, die Pläne bald wieder aufnehmen zu können. Der erwartete Jahresverlust beträgt 1,80 Mill. Mk., ist also im Vergleich zum Vorjahr (1,97 Mill. Mk.) etwas geringer, nachdem insgesamt 2,82 Mk. (2,07) Mill. Mark zu Abschreibungen dienten. Der Gesamt­verlust beträgt 9,09 (7,30) Mill. Mk. bei 27 Mill. Mark Ak.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 7. Juni. Auch nach den Feiertagen blieb die Stimmung lustlos und eher schwächer, zumal dem reichlicheren Angebot kaum Aufnahmeneigung gegenüberstand. Weizen gab um 1,50 und Roggen um 1 Mark per Tonne nach. Auch Mehle und Futtermittel bröckelten bei geringster Llmsatztätigkeit weiter leicht ab. Weizen 210, Roggen 172,50 bis 173,50, Hafer 147,50 bis 150, Weizenmehl südd. und Nieder­rhein. Spez. 0 30,25 bis 31,50, Roggenmehl, 60proz. Ausmahlung 23,50 bis 25,25, Weizen­kleie 7,40 bis 7,50, Roggenkleie 8,25 bis 8,50 Mk.

Vorflandssitzung der HefsisOen Handwerkskammer

WSR. Darrn st adt, 6. Juni. Der Vorstand der Hessischen Handwerkskammer er­ledigte in seiner heutigen Sitzung unter dem Vor­sitz des Präsidenten Müller (Mainz) eine um­fangreiche Tagesordnung, aus der folgende Punkte hervorgehoben seien:

,Rach Fortfall des seitherigen Beauftragten der Kammer wurde bestimmt, daß die Beaufsich­tigung des Lehrlingswesens künftig von den zuständigen Fachorganisationen selbst aus­geübt wird. Zu diesem Zwecke sind von jeder In­nung usw. besondere ehrenamtlich Beauftragte zu bestellen unter Ablehnung irgendwelcher Regreß- Verpflichtungen.

Die vorgelegten Entwürfe für neue Ehren- meister-, Meister- und Gesellen­briefe wurden gutgeheißen.

Die Zugehörigkeit zu dem BundSchlaraf- s i a wurde antragsgemäß mit acht gegen eine Stimme für alle Handwerker des Kammerbezirks als unvereinbar mit den zur Herrschaft gelangten neuen Grundsätzen bezeichnet. Es wird die be­stimmte Erwartung ausgesprochen, daß die Be­teiligten die notwendige.! Folgerungen alsbald ziehen.

Im Zuge der Erfordernisse der geistigen Re­volution im Handwerk wurde nachstehende Ent­schließung gefaßt:Auf einstimmigen Beschluß dcs Vorstandes der Hessischen Handwerkskammer werden sämtliche Handwerker in Hessen hierdurch verpflichtet, im Tagesverkehr die Bezeich­nungKolleg e" ausschließlich nur dann zu gebrauchen, wenn damit zugleich auch die Be­reitschaft zur wahrhaft kollegialen Gesinnung zum Ausdruck kommen soll. Rach dem Willen der Hessischen Handwerkskammer soll die BezeichnungKollege" wieder zu Ehren ge­langen und ein jedes hinterhältige Verhalten gegenüber dem alsKollege" Bezeichneten aus» schliehen. Kollegialität muhVertrauen, Offen­heit und Wahrheit" bedeuten."

Die übermäßige und nur zu oft einseitige Re­klame in den Bahnhöfen der Reichs­bahn war Gegenstand eingehender Beratung. Es w irdr festgestellt, daß das Handwerk an der Beseitigung des gegenwärtigen Zustandes ein großes Interesse hat. In dieser Hinsicht wird die Kammer mit dem zuständigen Ministerium in Verbindung treten.

Weiterhin beschäftigte sich der Vorstand mit den Provisionen, die vielfach von Versiche­rungsgesellschaften für Empfehlungen an berufs­ständische Organisationen zur Vergütung gelangen. Unter grundsätzlicher Ablehnung solcher Provi­sionen wird darauf hingewirkt werden, daß der­artige Mittel künftig zur größtmöglichen Sen­kung der Prämiensähe im Interesse der Ver­sicherten Verwendung finden.

Abschließend gelangten noch einige personelle und finanzielle Angelegenheiten zur Beratung und Beschlußfassung.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die Hinkel den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzl veschloffenen Dividende am> Reichsbankdiskom 4 o H Lombardzinsfuß 5 o. H.

.rraniiur. a. jji

Sern-,

Schluß« furd

Schiußk. Abend- birlt

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag­börse

Odium

6.6-

7.6.

6.6.

7.6.

6% Deunche ?Hei(l)<,anieihe v. ihzi

83,25

84,25

84

84,75

6% et)cig.7% Ti.ReichSanl. v. 1929

91,25

91,25

91,75

91,5

6/i% yminß-Wnleliie von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöi..Schuld ml

79,5

78

79,5

78

AuSlos. Rechten ...........

78

77

77,9

77,6

Te?fll. ohne Auslos.-Rechte.....

6% ehem. 8% Hess. Bolkestaat 1929

12,7

12,8

12,7

12,8

trückzablb. 102%)...........

Lberhessen Provinz Anleih, mi

78

79

78,5

79,5

Anöloi.-Rechlen ...........

6% Hess. Landerban' Darmstadt

67

69

»>H. 12 .

5%% Hess. LnnveS Hupolheken»

82

82,5

81,75

82,5

bank Darmstadt tilqul

Deutsche Koniin. Sammelab l.An

86

86

leihe Seriel mit Ausloi.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Ban

70,25

71,13

70,5

70,75

Goldpse. 15 unkündbar bis 193.

6% ehem. 7% Franls. Htip.-Ban

84,75

84,25

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6%% ebem. 4'/z% Franks. Hyp.

84,75

Bank-Llgu.-Pfandbriese .....

b'/7% ehern. 4'/,% Rheinische

86

87

Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe. ... 6% ehem. 8% Pr. LandcSpsand

90,5

89

,

briesanstalt, Psandbricse R. 19 6% ehem. 7% Pr. LauveSpsand

83,5

83,5

33,25

83,75

briesanstalt. Pfandbriefe R. 1'

83,25

83,75

83,25

83,75

Verrechnungskurs

85.5

85,5

85,5

85,5

4% Oesterreichische Goldrente...

18,25

4,20% Oesterreichische Silberrend

1,1

4% Ungarische Goldrente......

4% Ungarische Etaaterente v. 1910

4'/2% oe'-Ql. von 191.3........

_

_

_

6% obgest" Goldmerikaner von 99

9,5

11,65

9,65

6.75

12

4% Türkilche Zollanleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihc

6,7

6,6

6,7

Serie 1...................

6.65

6.65

R.6

Franktun a.M

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- Nrk

Schiuß- lnrs

rnchlußk. Mitlag« böne

Odium

6.6

7.6.

6.6-

7.6.

4% beogl. Serie ll ...........

6,65

6,6

6,65

6.65

6% Ruman. vereinh. Rente v. 1903

5,75

5,75

4'/.%Rumän.vercinh.Rcntev.l913

10,5

10,5

10,5

4% Rumänische vereinh. Rente

4,8

4,8

4,8

3%% Anatolier ...........

30,13

30

30,4

30,13

Hamburg-Amerika-Pake: .....

18,75

-

18,75

18,4

Hamburg-Südam. Tampsschiss.

t.

-

32

Hansa Tamvsschiss...........

0

18

28

Norddeutscher Lloyd .........

0

19,13

18,9

19,25

18,75

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

55

54

54,75

53,25

Berliner Handelsgesellschaft....

I

91,5

91,25

92,5

92

Commerz und Privat-Bank...

0

51

51

51

51

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschasl................

(

55

56,25

55

56,25

Dresdner Bank..............

0

51,5

51,5

51,5

51,5

Reichsbant .................

132,75

135

132,75

A.E.B. ..

26,25

25,75

26, b

26

Elektr. Lieferungsgesellichast ...

b

95

94,13

94

Licht und Kraft .............

t

119

117,5

119

118,5

Fellen & Guilleaume ........

Gesellschaft für Elektrische Unter-

k>

60.13

60.4

59,75

nehmungen..............

93,25

_

94

92.75

Rheinische Elektrizität ........

6

99,5

99

99,5

99

Schuckert & Go..........

0

112,75

111

113,75

111

Siemens & Halske...........

<

163,75

164,5

164,13

165,5

Lahmeyer L Eo..............

10

126

125.5

126.9

126

Buderus ............. ...

79,25

78,5

79,5

78,5

Deutsche Erdöl .............

4

119,25

118

118,5

117,9

Gelsenkirchener..............

0

66,25

108.25

64

66,65

64,13

Horpener...................

0

107,75

108.5

107,75

Hoesch EisenKoln-Neuessen..

0

73,75

71.5

Ilse Bergbau ...............

;

156

155

152.5

155

Ilse Bergbau Genüsse........

7

125,75

124

125,5

124

Klöcknerwerke ..............

0

62

6g

61,9

60 5

ManneSmann-Rohren........

r

79 7-

79 . q

«9.7«

Fron ur a. DI.

Äen

Schluß- kurö

Schlupf. Abend- Mrf-

Schluß« lurS

Schiußk. Mittag- börfe

Votum

66.

7.6.

6.6-

7-6.

Atanstelber Bergbau.......

.. 0

28

27,5

27,65

26

88,5

43,75

86

42,25

Phöutr Bergbau...........

0

13,5

_

Rheinische Braunkohlen ....

..10

204

207

205,5

208

Rbeinstahi .........

.. 0

96

96,25

96,25

Bereinigte Stahlwerke......

.. 0

43

43,13

41.4

Olavi Minen .............

.. 0

19,25 139

19

19,5

137,5

18

Kaliwerke Aschersleben......

.. 6

135,75

134^5

Kaliwerke Westeregeln......

.. 6

138,25

139

134,5

Kaliwerke Salzdetfurth.....

188

180,5

187.5

180

3 G. Farben-InvusMe.....

136

135,25

136,13

135,9

^cheideansialt.............

..10

173

54,13

61,5

174,75

54

Goldschmidt ..............

.. 0

54,4

53,9

Rütgerüwerke .............

.. 0

60,5

62

61

Metallgesellschaft...........

40,25

39,5

40,5

40

Philivo Holz mann.........

.. V

62,25

61,9

62,5

61,5

Zementwerk Heidelberg ....

Ecmentwelk Karlstadt.......

.. 4

3,5

85

.. 0

82

83|

Schultheis Payenhoier......

.. u

_

_

129,9

129,13

Aku (Allgemeine Kunstseide) .

.. 0

41,75

40

42,25

40,13

Bemberg.................

.. 0

51,5,

51,5

50

Zellstoff Waldhos ..........

.. 0

53

52,5

52,4

51

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

25

23,5

'M, 25

24,25

Dessauer Ga«.............

.. 7

117

115.5

Daimler «Rotoren..........

.. 0

33,25

32

32,9

32,4

54,5

48,5

25

Deutsche Linoleum ........

.. 0

54.5

53,5

54

Orenstetn L koppel ........

.. 0

Leonhard Tietz ............

.. 6

22,25

_

22,5

Chade....................

..12

168

168,5

169.5

168,75

Grstzner..............

26,75

70,75

26,75

Mainkraftwerke Höchst a.M. .

70,75

Süddeuticher Zucker ...

16"

'62.-

IC'

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a M

6.Juni

7. Juni

Amtliche -Notierung

Amtliche

Rotieruna

(SiflP

»rie

Geld

25ric

Heising,or,.

6,304

6,316

6,334

6,346

Wien......

46,95

47.05

46,95

47.05

Prag......

12,64

12,6k

12,64

12,66

Budapest ...

Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ..

170,43

170,77

170,53

170,87

CMo......

72,33

72,47

72,58

72,72

Kopenhagen

63,79

63,91

63,94

64,06

Stockholm..

73,33

73,47

73,68

73,82

London.....

14,30

14,34

14,34

14,38

Buenos Ollre;

1,878

0,882

0,883

0,887

Reuyork ...

3,561

3,569

3,546

3,554

Brüssel ....

58,92

59,04

58.99

59,11

Italien.....

Paris.....

22.00

22,04

22,01

22,05

16,61

16,65

16,62

16,66

Schweiz ...

81,67

81,83

81,87

82,03

Spanien...

36,16

36,24

36,21

36,29

Danzig....

82,72

82,88

82,82*

82,98

Japan.....

0,879

0,881

0,884

0,886

Rio de Ian.

0,239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien Lissabon ...

5,195

13,01

5,205

13.03

5,195

13,04

5,205

13,06

Banknoten.

gerlln, 7-Juni

Geld

«Brief

Ameritanliche »Roten..............

3.51

3,53

Belgische Noten..................

58,83

59,07

Dänische Noten ... .............

63,57

63,83

Englische Noten .................

14,30

14,36

Französische Noten...............

16,58

16,64

Holländische Noten...............

170,16

170,84

Italienische Noten................

»Norwegische Noten ..............

21,89

72,41

21,97

72.69

Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

9 4R

Schwedische Noten...............

73)50

73,80

Schmelzer Noten.................

Spanische »Roten.................

Nnoariiche Noten ................