Nr.57 Lvühausgabe
|83. Jahrgang
Mittwoch, 8. März MZ
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Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen led Ernst Dlumschein undiürdenAn- zeigcnteil i.D.TH.Kümmcl sämtlich in Giegeit.
Das Reichskabinett berät die nächsten Entschlüsse.
In der ersten Aprilwoche Zusammentritt des Reichstages und Vorlage eines Ermächtigungsgesetzes. - Fortsetzung des politischen Propagandafeldzuges durch eine Reichszentralstelle. — Oer Reichspressechef berichtet über die neue Lage.
Besprechung beim Reichspräsidenten.
Berlin, 7. März. (TU.) Reichspräsident von Hindenburg empfing heute Reichskanzler h i t- ler, Vizekanzler von Papen, Reichsminifter des Innern Dr. Frick, Reichswehrminifter F r e i h. von Blomberg und Reichsminifter und Reichstagspräsident Göring zu einer gemeinsamen Besprechung der politischen Lage. Ls dürfte sich bei diefer Befprechung im wesentlichen um die Form der Eröffnung des neuen Reichstags gehandelt haben.
Oer Bericht
des Reichspreffechefs.
Berlin, 7. März. (WTB.) Reichspressechef Ministerialdirektor Funk sprach, heute über alle deutschen Sender zur Lage nach der Wahl. Er führte u. a. aus: Das R e ich s kabinett war heute nachmittag unter dem Borfitz des Reichskanzlers zusammengetreten, um zu der Lage nach den Wahlen Stellung zu nehmen. Zunächst erstattete der Kanzler einen Bericht über die durch die Reichstagswahl geschaffene politische Situation. Der neugewählte Reichstag soll in der Zeit vom 3. bis 8. April zusammentreten. Die feierliche Eröffnungssitzung wird i n d e r Potsdamer Garnisonkirche stattfinden. Der Raum für die weiteren Sitzungen steht noch nicht fest. Die Gottesdienste für die Abgeordneten am Tage der Reichstagseröffnung werden in der evangelischen Rikolaikirche und in der katholischen Stadtpfarrkirche in Potsdam statt- finden. Reichspräsident v. Hindenburg wird am Crösfnungstage am Grabe Friedrichs des Groszen einen Kranz niederlegen.
In der heutigen Sitzung des Reichskabinetts hob der Reichskanzler Adolf Hitler hervor, daß nunmehr eine großzügige propaganöa- und Aufklärungsarbeit einfehen ptüjfe, damit keine politische Lethargie auftomme, und öafj diese Volksaufklärung von einer neu zu errichtenden Zentralstelle ausgehen müsse. Ferner betonte der Reichskanzler die Notwendigkeit einer einheitlichen Politik in Reich und Ländern. Dem Reichstage wird ein Ermächtigungsgesetz vorgelegt werden, das verfassungsändernden Charakter trägt.
Vizekanzler v. P a p e n sprach dem Herrn Reichskanzler und der nationalsozialistischen Organisation den Dank des Reichskabinetts für die bewundernswerten Leistungen bei der Wahl aus. Dasselbe tat Reichsarbeitsminister S e l d t e für die Kampffront Schwarz-Weih-Rot. Reichsinnen- Minister Dr. Frick berichtete in der Kabinetts- fitjung über die Vorgänge in Hamburg, Bremen, Lübeck und Hessen. Dr. Frick führte aus, dah die Maßnahmen des Reiches erfolgen muhten, weil sonst höchste Gefahr für Ruhe und Sicherheit in diesen Ländern bestand. Die bisherigen Machthaber in diesen Ländern haben keine Resonanz mehr im Volke, und die Disziplin der Polizei erscheint gefährdet, wenn das Reich nicht eingreift.
Der Reichspressechcf fuhr dann fort:
Richt nur Deutschland, die ganze Welt steht in diesen Tagen unter dem gewaltigen Eindruck, den der Aufbruch des nationalen Deutschland überall hervorgerufen hat. Wenn man die Auslandpresse als das Spiegelbild der öffentlichen Meinung gelten läßt, so muh man zunächst feststellen, dah die Wahlen vom 5. März einen völligen Umschwung in der Beurteilung der politischen Lage inDeutsch- I a n 5 hervorgerufen haben.
Bis in die letzten Tage der vergangenen Woche konnte man im Auslande die wildesten Schauermärchen über die Zustände in Deutschland lesen. Wir sind diesen das Ansehen und das Wirtschaftsleben Deutschlands schädigenden Verleumdungen mit allem Nachdruck entgegengetreten, und wir können heute feststellen^dah diese Arbeit von Erfolg gekrönt worden ist. Das wirtschaftliche Leben in Deutschland nimmt überall seinen gewohnten Fortgang. Das geschäftliche Ergebnis der Leipziger Messe wird durchaus zuversichtlich beurteilt. Aber über eines darf man -sich dabei nicht im Zweifel fein:
Deutschland erlebt in diesen lagen in der lat eine Revolution, eine völlige Revolutionierung des Geistes und des politischen Lebens, die das System der vergangenen 14 Jahre zerbricht und einen neuen Staat mit einem neuen Inhalt und neuen Formen entstehen täht. Diese Revolution findet allerdings in Ruhe und Ordnung und in organischer Entwicklung statt.
Der Reichspressechef stellte bann fest, dah die deutsche Arbeiterschaft sich weitgehend von den zersetzenden, klassenkämpferischen Ideen und wirtschaftlichen Irrlehren des Marxismus ebenso wie von dem kommunistischen Mord- und Brand-
terro» abgekehrt und den aufbauendenKräf- | len und staatserhaltenden Ideen des Rationalismus zugewandt hat. Fast vier Millionen, fuhr der Reichspresscchef fort, sind diesmal mehr zur Urne gegangen als bei der letzten Reichstagswahl. Kommunisten und Sozialdemokraten haben von diesem Zuwachs nicht nur nichts gewonnen, sondern auch 1,2 Millionen Stimmen verloren. Diese Arbeiterstimmen hat der Rationalsozialismus restlos gewonnen und dazu noch weitere 4,3 Millionen Stimmen, <hA> weit mehr, als der gesamte Zuwachs an Wählern beträgt.
Aber auch das Zentrum hat bei diefer Wahl schlecht abgeschnitten. Aeuherlich sieht es zwar so aus, als ob der vielgenannte Zentrumsturm unversehrt geblieben sei, aber der prozentuale Anteil des Zentrums ist von 11,9 auf 11 Prozent und der der Bayerischen Volkspartei von 3,1 auf 2,7 Prozent gesunken. Dieses Wahlergebnis hat eine sehr erhebliche innerpolitische Bedeutung erhalten, indem einmal die Machtstellung, die das Zentrum seit Jahrzehnten innegehabt hat, jetzt gebrochen ist, da ohne das Zentrum eine klare Mehrheit der nationalen Front im Reichstage besteht, und indem zweitens die Rationalsozialisten in Süddeutschland einen großen gewaltigen Sieg errungen haben, indem sie in Bayern, Württemberg und Baden ihre Stimmenzahl zum Teil mehr als verdoppeln konnten.
In diesen Ländern, in denen jetzt die Jlational- soziatisien überall die stärkste Partei geworden sind, werden Regierungsneubildungen die unumgängliche Folge sein. Was in Süddeutschland kommen muh, ist in Nord- deutschland zum Teil bereits eingetreten, indem Hamburg, die rote Hochburg, von der marxistischen Gewaltherrfchaft befreit ist, und in Bremen und Lübeck eine politische Neuordnung vor sich geht. In Hessen hat das Wahlergebnis die Regierung zum Auflösungsantrag für den Landtag gezwungen. Die Einheitlichkeit der politischen Willensbildung und die Gleichrichtung der Politik in Reich und Ländern gehört zu den Konsequenzen dieser Wahl. Die Staatsräson verträgt nicht, das 16 Länderregierungen und eine Reichsregierung sich andauernd politisch gegenseitig heruntersehen.
Die Reichsregierung, schloß der Reichsprestechef seinen Vortrag, ist schon wieder mitten in der Aufbauarbeit. Schon in den nächsten Tagen werden weitere Maßnahmen zur Dehe- bu ng der Rot der Landwirtschaft und zurBeschaffungvonArbeitundDrot für die Arbeitslosen und Armen ergriffen werden. Richt zuletzt deshalb ist ja das Wahlresultat vom 5. März für die Reichsregierung so günstig und anerkennend gewesen, weil diese Regierung in wenigen Wochen ihres Be- stehens eine weithin sichtbare und spürbare Arbeit geleistet, manche Rot gelindert und schweren Schaden an Volk und Staat bereits beseitigt hat. Das deutsche Volk hat durch die Wahl vom 5. März der Reichsregierung sein Vertrauen ausgesprochen. Gestützt auf dieses Vertrauen und auf die gewährte Frist von vier Jahren kann die Regierung jetzt an das große schwere Werk des Wiederaufstieges von Staat und Wirtschaft gehen. Das Volk ist dem Appell des Herrn Reichspräsidenten gefolgt. Von hier hebt eine neue Epoche'der Deutschen Geschichte an.
Oie Beratungen des Reichskabinetts.
Berlin, 7. März. (ERB.) Zur Vermeidung von Mißverständnissen wird darauf hingewiesen, daß der Reichstag nicht am 3. April zufammen- tritt und dann bis zum 8. tagt, sondern dah die Eröffnungssitzung an einem Tage zwischen den beiden angegebenen Daten stattfindet. Der genaue Termin liegt noch nicht fest: er hängt von technischen Gründen ab.
Weiter erfahren wir ergänzend zu dem Plane eines Ermächtigungsgesetzes, daß die Reichsregierung hofft, durch Unterstützung auch des Zentrums und der DVP. die Zweidrittelmehrheit zu erreichen, die bei einem verfassungsändernden Charakter der Ermächtigung notwendig ist. Praktisch liegen die Dinge im Reichstag so, daß die Zweidrittelmehrheit ftch bei 647 Abgeordneten auf 432 beläuft. Sämtliche Parteien von rechts bis zum Zentrum und DVP. umfassen 440 Abgeordnete, so daß damit die Zweidrittelmehrheit gut gegeben wäre.
Lieber die angekündigte Zentral st eile für die Reichspropaganda ist heute im Kabinett nur allgemein und grundsätzlich gesprochen worden: die personellen und sachlichen Einzelheiten wurden noch nicht behandelt. Es steht deshalb jedoch noch nicht fest, ob ein besonderes Ministerium hierfür geschaffen wird, oder ob es sich um ein Reichskommissariat oder etwas Aehnliches handelt. Zunächst wird der Reichskanzler mit den zuständigen Ressorts über die Einzelheiten Fühlung nehmen.
Deutscher Protest in Stockholm.
Stockholm, 7. März. (TLL.) Der sozialdemokratische schwedische Ministerpräsident Hansson hatte Zeitungsmeldungen zufolge am Montagabend in einem politischen Vortrag u. a. erklärt: „Sollten wir nicht von dem Llnglück in anderen Ländern etwas lernen können? Seht Deutschland an. Wer eine solche Politik, wie Hitler, macht, für den kommt der Tag, wo die Verbitterung die Gewaltherrschaft abwirft und dann vielleicht eine neue folgt." Im Auftrage der Reichsregierung hat nunmehr der deutsche Geschäftsträger Legationsrat M e h n e n beim schwedischen Außenminister nachdrücklich st en Protest dage-
Berlin, 7. März. (WTB.) Dr v. Winterfeld, der stellvertretende Vorsitzende der DNVP., hat an den Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Schreiben in der Flaggenfrage gerichtet: Als 1919 die Frage der deutschen Nationalfarben zum Gegenstand eines parlamentarischen Schachergeschästs gemacht und den Meuterern des Novemberumsturzes die ruhmreiche schwarz-weiß-rote Flagge geopfert wurde, empfand das nationale Deutschland den schimpflichen Vorgang des Flaggenwechsels als symbolische Feststellung der Marxistenherrschaft in der Geschichte des deutschen Volks. Die DNVP. hat sich damals vor 14 Jahren in der Nationalverjammlung mit aller Schärfe gegen den Flaggenwechsel gewandt und späterhin im Reichstag und vor allem auch im Preußischen Landtag die weiteren von der schwarzroten Koalition zur Verfemung des alten Reichssymbols unternommenen Maßnahmen nachdrücklich bekämpft. Wir fühlen uns in diesem Kampf eins mit der NSDAP, und der gesamten vaterländischen Bewegung.
Nachdem nunmehr die Mehrheit des deutschen und des preußischen Volks sich klar und eindeutig hinter die Regierung der nationalen Einigung gestellt und damit die Entscheidung des Herrn Reichspräsidenten vom 30. Januar bekräftigt hat, ist es der Wunsch weite st er Dolkskreise, daß diesem gewaltigen Umschwung der politischen Verhältnisse auch in den äußeren Symbolen der Neichsgewalt Rechnung getragen wird.
Im Sinne dieser Auffassung richte ich an Sie, sehr verehrter Herr Reichskanzler, die Bitte, für den Dienstbereich des Reichs Anordnungen zu treffen, die unbeschadet der noch zu treffenden formal- rechtlichen Aenderungen bisheriger Bestimmungen der Reichsoerfasfung, schon jetzt mit der Regelung der Flaggenfrage einen Zustand schaffen, der den Auffassungen der national g e •
Darmstadt, 7. März. (Lpd.) Dem Vertreter der Telegraphen-Ll nion erklärte der hessische Landtagspräj ident Professor Dr. Werner u. a.: Die Erklärung der geschäftsführenden Regierung, dah Reuwahlen stattfinden sollen, sei nicht auf ihn, Dr. Werner, zurückzuführen. Heu- wählen will niemand, außer der Regierung Adelung. Das Volk hat jetzt gesprochen und bei der Wahl eine Kraftprobe gezeigt, die durch keine neue überboten werden kann. Das Ergebnis der Reichstagswahl, angewandt auf den Hessischen Landtag, ergibt eine Rechtsmehrheit von drei bis vier Stimmen. Die Sozialdemokraten haben eine sachliche Opposition versprochen. Das Zentrum hat sich bereit erklärt, einen national- sozialistischenStaatspräsidentenzu wählen und teils positiv, teils tolerierend eine nationalsozialistische Regierung zu stützen.
Von dieser Sachlage ausgehend, hat Landtags- Präsident Professor Dr. Werner dem Staatspräsidenten Dr. Adelung am Montag nahegelegt, auf sein Amt zu verzichten, da man nicht wünsche, daß dieser Tag durch Zwangsmaßnahmen einen Mißklang erleiden würde. Er müsse als Mann mit demokratischen Grundsätzen aus der Reichstagswahl die Folgerung ziehen. Es sei keine Schande, der Mehrheit weichen zu müssen und er könne deshalb seinen Rücktritt unbeschadet
gen eingelegt, daß sich der Chef der königlich- schwedischen Regierung in dieser Form über die deutsche Regierung geäußert hat. Gleichzeitig hat sich der deutsche Geschäftsträger über d ie Haltung eines Teiles der schwedischen Presse beschwert und insbesondere die Behauptungen von Wahlterror und Provokation energisch zurückgewiesen.
Amtlich wird ferner mitgeteilt: Angesichts der böswilligen Berichterstattung über innerpolitische Vorgänge in der ausländischen Presse waren seitens der Reichsregierung ernste Maßnahmen gegen eine Anzahl von Auslandskorresponden- t c n in Vorbereitung. Ein Teil der fraglichen Korrespondenten hat sich dem Zugriff der Polizei durch Abreise entzogen, was die übrigen Korrespondenten anlangt, so liegt von diesen nunmehr die Zusicherung vor, in Zukunft in ihrer Berichterstattung sich jeder böswilligen Tendenz zu enthalten und Zweideutigkeiten zu vermeiden. Im Hinblick hierauf und auf die einsichtigere Beurteilung der hiesigen Vorgänge im Auslande sind die fraglichen Korrespondenten 'zunächst von der Ausweisung verschont geblieben. Es ist ihnen vielmehr eine Bewährungsfrist von zwei Monaten zugebilligt.
sinnten Bevölkerung entspricht und der Ehrfurcht vor den geschichtlichen Werten unseres Volks, den Farben Schwarz-Weiß-Not Rechnung trägt.
Auch der Kyffhmserbulid für Wiedereinführung der alten Mchssarbrn.
Berlin, 7. März. (ERB.) Der Kysshäuser- bund erläßt folgende Erklärung: Mit Freude und Genugtuung begrüßt es der Kysfhäuserbund im Ramen seiner drei Millionen ehemaliger Soldaten, daß die Reichsregierung die Wiedereinführung der Reichsflagge Schwarz- Weiß-Rot plant. Der Kysshäuserbund, dem diese Farben stets einSymbol derReichs- e i n h e i t, deutscher Tüchtigkeit und deutscher Taten, deutschen Heldenmuts und deutschen Opfermuts waren, hat auch in bittersten Zeiten unentwegt an diesen Farben sestgehal- t e n und sie als Ehrenzeichen seines großen Soldatenbundes treu geführt in dem festen Glauben, daß mit ihnen der Wiederaufstieg unseres Vaterlandes erfolgen wird. Im Ramen der zwei Millionen Kameraden, deren heldischen Opfermutes das ganze deutsche Volk am kommenden Sonntag gedenkt, und im Ramen der ungezählten Millionen, die unter der Fahne Schwarz-Weiß-Rot in Frieden und Krieg den Ehrenrock des deutschen Volks trugen, erwartet der Kysfhäuserbund, daß die Reichsregierung die alten heiligen Farben Schwarz-Weiß-Rot so schnell wie möglich her- auslöst aus dem Parteikampf und sie als Fahne des nationalen to e f) r to i l * ligen gesamten deutschen Volkes bestimmt. Mit Schwarz-Weiß-Rot zum neuen Ausstieg und zur Freiheit!
s u n g nicht erklären, worauf Professor Dr. Werner sagte, dah er feinen Auftrag als erledigt an* sehe und daß alle Verantwortung, für die Entwicklung der Dinge nunmehr auf die geschäfts- führende Regierung fiele. Runmehr fei der Reichsinnenmini st er auf die Llnruhe im Lande aufmerksam gemacht worden, was ihn veranlaßt habe, die Befugnisse der obersten hessischen Landesbehörden auf Grund der Verordnung zum Schuh von Volk und Staat selbst zu übernehmen unter gleichzeitiger Liebertragung der Polizeigewalt an Dr. Müller.
Auf die Frage nach der voraussichtlichen Weiterentwicklung äußerte sich Dr. Werner dahin, dah Dr/ Frick belanntlich Donnerstag nach Frankfurt komme, um in einer nationalsozialistischen Versammlung in der Festhalle zu sprechen, und dah man dann endgültige Entschlüsse zusammen mit ihm fassen werde. Es sei durchaus möglich, dah der Hessische Landtag schon am Freitag dieser Woche zusammentrete, um die neue Regierung zu bildern Bekanntlich sei der Wunsch der Rationalsozialisten, lediglich einen M i - n i ft e r — den Staatspräsidenten — zu bestellen und im übrigen die Ministerien durch Ministerialdirektoren verwalten zu lassen.
feiner Ehre erklären. Im übrigen verbürge die Disziplin der nationalsozialistischen Bewegung die A u f r e ch t e r h a 11 u n g von Ruhe und Ordnung im Lande und je rascher man den veränderten politischen Verhältnissen Rechnung trage, um so besser wäre es für den hessischen Staat.
Dr. Adelung meinte dagegen, er könne seinen Rücktritt in Rücklicht auf die Verfal-
Ausrus Röhms an die SA.
München, 7. März. (WTB.) Der Chef des Stabes der SA. Röhm hat folgenden Aufruf erlassen: „Kameraden der SA. und SS. — Das deutsche Volk hat entschieden. In einer gewaltigen Dertrauenskundgebung hat es u n f e r e m Führer d i e Vollmacht zum Reuauf- bau Deutschlands erteilt. — Ihr, meine SA.- und SS.-Kameraden, habt durch eure treue Pflichterfüllung hervorragenden Anteil
OieRückkehr zur altenReicheslagge
Oie Oeutschnationalen beantragen beim Reichskanzler die Wiedereinführung von Schwarz-weiß-rot.
Oie Weiterentwicklung in Hessen.
Eine Rücksprache mit dem Landtagspräsidenten Werner.


