Ausgabe 
8.3.1933 Erstes Blatt
 
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Mittwoch. 8. Mär; ,933

183. Jahrgang

Nr. 57 Erstes Blatt

zu ernähren und ziehen durch industrielle Heim­arbeit Geld aufs Land. 3n einer derartigen Ar-

Auf ein kurzes Telephongesoräch hin brachte ein ssistent ein Steuerrad, ein Verteiler-Gehäuse und

außerordentlich ähnlich. Aber nach der Entstehung dieser Bestimmung und besonders nach der klar vor­liegenden Absicht Wilsons und dem 5. seiner 14

kehrs bei zahlreichen Banken in Neunork und in Reihe anderer Bundesstaaten. Die Banken

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5ronlfurt am Blain 11686.

Md Japan die deutschen Südseekolonien annektieren?

Die Kotgen eines Austritts aus dem Völkerbund.-Japan bestreitet -en Mandatscharakter

von Dr. A. Tlöldete, ehem. Hamburgischem Senator.

Wie Henry Kord die Zukunst sieht

Eine Unten edung mit dem Auto-König von Detroit.

Von unserem Neuyorler Berichterstatter H. W. von Ooemming.

Tschanghsueliang legt den Oberbefehl nieder.

Peking, 8. März. (Reuter. Funkspruch.) Der Oberbefehlshaber der chinesischen Streitkräfte im Norden, Marschall T s ch a n^h s u e l i a n g, ist z u - rückgetreten. 30 000 Mann seiner Truppen führten bei Kupeikau ein verzweifeltes Rückzugsgefecht und verteidigten dort einen der wichtigsten Pässe nach Nordchina. Japanische Ar­tillerie hatte die chinesischen Gräben mit schwerem Feuer belegt. Japanische Flugzeuge kreisten über dem Kupeikau-Paß, um das Feuer zu leiten, wobei sie durch Bombenabwürfe in den chinesischen Stellungen schweren Schaden anrichteten. In Peking herrscht große Erregung. General T a n g y u l i n, der Jehol aufgegeben und sich damit den Unwillen ganz Chinas zugezogen hatte, ist von Soldaten Tschanghsueliangs ermordet worden.

bund geneigt ist, ein Land, das ihm als sein Mit­glied zunächst so sehr aus der Nase herum getanzt bat und dann aus ihm ausgetreten ist, im Besitz der Kolonien zu belassen, deren Verwaltung man ihm als Mitglied des Bundes überlassen hatte. Deshalb scheint man in Japan die Absicht zu haben, diese Kolonien sich einfach anzueignen. Damit würde aber die ganze Frage der deutschen Kolonien wieder aufgerollt werden, die die Pariser Friedensverhand­lungen monatelang beschäftigt, ja beinahe zum Sprengen gebracht und erst unmittelbar vor der Überreichung des Diktats an die deutschen Vertreter zu einer Einigung geführt hat.

Wilson hatte unter 5 seiner 14 Punkte, auf die hin wir die Waffen niedergelegt hatten, einenfreien, unbefangenen und völlig unpar- teUichen Ausgleich aller kolonialen Ansprüche" versprochen, wobei die Interessen der betreffenden Bevölkerungen ebenso ins Ge­wicht fallen sollten wie die Ansprüche der Ne­gierungen, deren Rechtstitel zu entscheiden sei. Lind in den Erläuterungen zu den 14 Punkten, die auf Veranlassung Wilsons sein Freund Oberft House verfaßt und der Friedenskonferenz vorgelegt hat, ist gesagt, daß die Bevölkerungen der Kolonien nicht militarisiert, daß die Aus­beutung ihres Gebiets nach dem Grundsatz der offenen Tür und unter den strengsten Regelungen der ArbeitsverhLltnisse, Gewinne und Steuern erfolgen, daß gute sanitäre Einrichtungen ge­schaffen werden sollten usw. Ferner war gesagt daß eine Kolonialmacht nicht als Eigen­tümer ihrer Kolonien, sondern als Kura­tor der Eingeborenen und der Interessen des Döllerbundcs handle und daß die Dorschristen für die Führung der Kolonialverwaltung eine internationale Sache seien. Lind da ''Frankreich und England befürchteten, daß damit alle alten Kolonialfragen wieder a^fgerollt werden könnten, wird ausdrücklich gesagt, daß dieser Punkt 5 sich nur auf die kolonialen An­sprüche beziehen solle, die der Krieg auf die Tagesordnung gebracht habe, d. h. die deut­schen Kolonien und die anderen Kolonien, die im Gefolge des Kriegs internationaler Er­wägung anheimgegeben würden.

Wilsyn wollte auf keinen Fall eine Annexion der deutfchen Kolonien durch die Siegerstaaten, die er als eineVerteilung der Beute be­zeichnete. Schon auf seiner ersten Reise nach Europa auf demGeorge Washington" sprach er davon, daß die deutschen Kolonien 8 um ge­rn e i n f a m e n Eigentum des D ö lker- bundes erklärt und von kleineren Rationen verwaltet würden, wobei aber die Quellen des Reichtums jeder Kolonie allen Mitgliedern des Völkerbundes zugänglich fern sollten. Dagegen forderten Frankreich und Eng­land, besonders seine Dominions Australien und Reuseeland, die direkte Annexion der deutschen Kolonien. General S m u t s schlug zu­erst das Mandatssystem vor, was er aber später bedauerte, da er Deutsch-Südwest-Afrika für sich haben wollte.

Die Gegensätze stießen sehr scharf aufeinander. Ende Ianuar 1919 geriet Wilson mit Lloyd George, Clemenceau und den Ministerpräsidenten von Australien und Reuseeland so scharf anein­ander, daß es nach dem Tagebuch von Oberst

befteht, und daß eine Aenderung der Gesetze in die­ser Richtung auch nicht beabsichtigt ist. Das gesamte Volk stehe hinter dem Präsidenten, der mit eiserner Energie entschlossen sei, ohne Rücksicht auf die pri­vaten Wünsche gewisser Finanzkreise die Reformen durchzusühren. Man erwartet im übrigen, daß das Schatzamt in allerkürzester Frist neue Vorschriften erlassen wird, nach denen die Bankkunden ein Drit­tel ihrer Depositen abheben können.

Man hofft, daß die augenblicklichen Schwierig­keiten nur noch wenige Tage anhalten werden. Die teilweise Wiedereröffnung der Banken hatte eine stark erleichternde Wirkung, obwohl der Alltags­geldverkehr noch stark beeinträchtigt ist. Den 'Bar« geldmangel spürt man überall in Gaststätten, Hotels, Geschäften, Lichtspieltheatern und Verkehrs­mitteln. Die Bevölkerung behilft sich vorbildlich mit Kreditschecks und Tauschhandel. Aus Miami (Flo­rida) wird u. a. gemeldet, daß 150 000 IBabegäfte wegen Reisegeldmangels festsitzen. Die elektrischen Bahnen New-Orleans gestatten den Fahrtgästen den Fahrpreis auf die Lichtrechnung zu setzen. Meh­rere Theater und Sportveranstaltungen konnten mit Naturalien besucht werden.

Der Führer der japanischen Abordnung im Völkerbund, Matsuoka, hat in Berlin Pressevertretern auf eine Frage, ob Japan für den Fall seines Austritts aus dem Völker­bund die ehemaligen deutschen Kolo­nien, die Marianen und Karolinen, a n ben Völkerbund zurückgeben werde, erklärt, die beiden Inselgruppen habe Japan von den Alliierten schon erhallen, bevor der Völkerbund bestanden habe. Die Marianen und Karolinen seien keineswegs Mandatsgebiete. Ja­pan habe diese Absicht nicht, schon aus strate­gischen Gründen nicht, die Inselgruppen zu­rückzugeben. Die nachfolgenden Ausführun­gen wurden geschrieben, ehe die Aeußerung Matsuokas bekannt war.

Japan droht immer stärker mit seinem Austritt aus dem Völkerbund. Dabei will es aber d i e deutschen Kolonien behalten, die es als Mandatar des Völkerbundes im Besitz hat. Ob es weiterhin Mandatar des Völkerbundes bleiben oder die Kolonien annektieren will, hat es bislang nicht ^t. Jedenfalls würde es sein Mandat nur mit hmigung des Völkerbundes behalten können, was an sich nicht ausgeschlossen wäre, da die Man­date beziehungsweise der an den Völkerbund ab­getretenen Kolonien nicht auf Mitglieder des Völkerbundes beschränkt sind, son­dern nach Artikel 22 der Satzung des Bundes allen fortgeschrittenen Nationen übertragen werden kön­nen, die auf Grund ihrer Hilfsmittel, ihrer Erfah­rungen oder ihrer geographischen Lage am besten im Stande sind, eine solche Verantwortung auf sich zu nehmen und die hierzu bereit sind. Daß für Deutschland die im Versailler Diktat enthaltene Ko­loniallüge durch die dem Eintritt Deutschlands vor­hergegangenen Gespräche Stresemanns mit Briand und Chamberlain beseitigt worden ist, ergeben die Mitteilungen in seinemVermächt­nis". Dabei ist offen anerkannt worden, daß Deutfchland an sich befähigt und be­rechtigt i ft, Kolonien z u verwalten. Man wird kaum annehmen können, daß der Völker-

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Detroit, März 1933.

Während sämtliche Werke des Ford-Konzerns mit einer Belegschaft von ungefähr 150 000 Mann durch den Streik einer Liefer-Firma zur Stillegung ge­zwungen waren, gab Henry Ford in einer Unter- reduntz zum ersten Male seit langer Zeit seiner An­sicht über d i e wirtschaftliche und tech­nische Entwicklung unserer Zeit Ausdruck. Es war ein paradoxes Bild, als Ford in einem der hundert nüchternen Büroräume seines Riesenwerkes, beffen Räder durch den Streik einer Lieferanten­firma restlos zum Stillstand gebracht waren, visio­när ein kommendes Maschinen-Zeit- alter entwarf.Das Maschinen-Zeitalter hat kaum begönne n", sagte Ford mit einem schnel­len, jugendlichen Lächeln. Das wahre Maschinen- Zeitalier, das uns bevorfteht, wird mit dem Schmutz, der Häßlichkeit, dem Lärm und der Mißachtung un­serer Menschenrechte, die ein Charakteristikum un­serer Zeit sind, aufräumen, denn wir befinden uns heute er st im ,Dd)fenroagen«Gtabium' des Maschinen-Zeitalters. Ich wünschte, ich könnte es selbst erleben".

Die Dpression, die wir augenblicklich durch­machen, ist ein Abschnitt der Wirt- schastserh.olung. Die wahren schlechten Zei­ten hatten wie vor 1929, weil die Zeit, die wir die .Prosperitäts-Periode' nennen, nichts weiter war als eine wirtschaftliche Panik. In Wirklichkeit ist das Geschäftsleben niemals schlech­ter als in den sogenannten Hausse-Zeiten, in denen die Geschäftsleitung den Wirtschaftsführern aus der Hand gleitet und das Volk dank der günstigen Konjunktur verlernt, zu arbeiten und zu denken. In der augenblicklichen Zwangslage haben sie sich wieder auf Beides zurückbesonnen. Wir befinden uns augenblicklich im Llebergangsstadium von einer abgewirtschafteten zu einer neuen Ent­wicklung, die großartiger sein wird als irgend­eine. die die Welt bisher gesehen hat."

Ich glaube nicht, daß mit der Welt irgend etwas verkehrt ist", fuhr der Autokönig fort, ich finde vielmehr, daß dieses die besten Zeiten sind, die wir jemals hatten. Wir lernen jetzt etwas und fangen an zu denken. Die Ban­kiers haben die Depression dadurch verschuldet, daß sie zunächst jedem einzelnen sein Geld ab­nahmen und es dann in ihre Tresore vergruben, wo es das Voll nicht kriegen konnte. Lind eine LInterbrechung des natürlichen Kreislaufs be­deutet auf jedem Gebiete Tod!" Das Ideal des Ingenieurs ist das Produkt, nicht der Gewinn. Deshalb erhält er sein Werk bei niedrigsten Kosten auf der Höhe der Leistungs­fähigkeit. Wir haben gerade jetzt ein Zeitalter der Verschwendung von Kräften und

House so ausfah, als ob alles in Scherben ge­gangen fei. Schließlich siegte Wilson, der in diesem einen seiner 14 Punkte ausnahmsweise fest geblieben war. Es tarn zum Mandatssystem. Der Artikel 22 der Satzung des Völkerbundes unterscheidet drei Arten von Mandaten, und zwar nach dem Maße der Entwicklung der Be­völkerung, nach der geologischen Lage des Ge­biets, nach seinen wirtschaftlichen Verhältnissen und allen sonstigen Llmständen. In der ersten Kategorie stehen gewisse Länder, die früher zur Türkei gehört haben und schon eine Reise gewonnen haben, die sie bald in den Stand setzen wird, sich selbst zu verwalten. Eine zweite Kategorie umfaßt besonders die mittel- afrikanischen Völker, bei denen es erfor­derlich ist, daß nach Setzung von Bedingungen der Mandatar verantwortlich für die Verwal­tung des Gebiets fein muß. Endlich kommen Gebiete wie Südwestafrika und gewisse Inseln des australischen Stillen Ozeans in Betracht, die infolge ihrer geringen Bevölkerungsdichte und geringen Ausdehnung, ihrer Entfernung von den Mittelpunkten der Zivilisation, ihrer geo­graphischen Rachbarschast zum Gebiet des Man­datars oder infolge anderer Llmstände nicht wohl besser verwaltet werden können als nach den Gesehen des Mandatars und als integrierender Teil seines Gebiets, unter Vorbehalt der Bürgschaften, die im In­teresse der eingeborenen Bevölkerung vorgesehen sind.

Zu der letzten Kategorie gehören die Japan als Mandatar überlassenen Südseeinseln nördlich des Aequators, also die Karolinen nebst der. Talau-Gruppe, die Marianen und die Marschall-Inseln mit Ausnahme von Nauru. Die englischen Dominions hatten aus sie ein Auge ge­worfen, über ihr künftiges Schicksal nach dem Aus­tritt Japans aus dem Völkerbund wird von Rechts wegen dieser zu befinden haben. Gewiß sieht die im genannten Artikel 22 der Dölkerbundssatzung für diese Inseln vorgesehene Regelung einer 'Annexion

SietzenerAMger

General-Anzeiger für Oberhessen

tfrrd vnd Verlag: Vrühl'sche Univeifitäir-vuch- unö Stcinöruderei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: §chn!straße 7.

: |id) nehmen. Unsere Pflicht ist es nun, ihnen die Wiederansiedlung und das Verblei» benaufbemLanberentabelzumachen."

I Hand in Hand mit der Abwanderung aus den Großstädten geht natürlich eine weitreichende Dezentralisierung der Industrie, die Henry Ford in seinem Konzern logischerweisc bereits vor längerer Zeit begonnen hat.Das Produktions-System, auf das ich hinarbeite, bc-

Punkte kann von einer solchen ernstlich nicht die steht darin, daß die Einzelteile in Tau- Rede sein. Wie der Völkerbund sich bei der Meige- senden von Landbezirken hergestellt rung Japans, die Kolonien zurückzugeben, aus die- werden, die natürlich über die entsprechende elek- sen Schwierigkeiten herauswinden wird, kann man trische Kraft verfügen. Die Menfchenmassen, die nicht wissen. Viel Unterstützung werden wir mit gleichzeitig mit dieser Entwicklung aufs Land zu- unferer gerechten Forderung auf Rückgabe dieser rückfluten, erhalten auf diese Weise doppelte Exi- Kolonien bei ihm nicht erwarten können, nachdem stenzsicherung: Sie sind erstens in der Lage, sich er gegenüber den sonstigen Uebergriffen Japans so mit ihren eigenen landwirtschaftlichen Produkten völlig versagt hat. Und auch England und Frank- zu ernähren und ziehen durch industrielle Heim- reich werden uns nicht helfen, da sie fürchten müs- arbeit Geld aufs Land. In einer derartigen Ar­sen, daß bei Aufrollung der Frage der deutschen beitsverteilung gibt es keine Altersgrenze, und Kolonien auchihreMandate einer gründlichen es wird genügend Arbeit für alt und jung, Mann

die Hochfinanz verantwortlich ist. Es ist die i .

I >niils-n aUerbings alle ®=rfi<6t5ma6refl=ln treffen, t um bas hamstern non Bargeld unb unnötige Ab.

^tnA,1Unli> Transportfrag-I ift M Hnn|)en ,u 'erbinbern. Eine Reihe non 0Mb. x,o|ungstD°rt. Hamstern haben übrigens ihr Gold wieder zurück-

Es ist auch LINsutn, zu behaupten, daß die Ma- gebracht unb unter den neuen Einlagebedingungen schine ein Monster ist, das seinen menschlichen deponiert

Meister vernichtet. Die Maschine beraubt den gn Kongreßkreisen erklärt man, daß die Gefahr Menschen auch nicht seiner Erwerbsmoglichkeit. einer AbwertungdesDollars absolut nicht Im Gegenteil. Wir haben in unseren Werken seit 1 -..... -

dreißig Iahren die Erfahrung gemacht, daß wir jedesmal, wenn wir die Anzahl der Arbeiter an einer bestimmten Aufgabe verminderten, um da­durch die Gestehungskosten herabzufetzen, mehr neue Arbeiter einstellen mußten, um der erhöhten Rachfrage gerecht zu werden. Außer­dem schafft jedes leistungsfähige Llnternehmen Ar­beit für viele Rebenindustrien. Sehen Sie sich die riesigen Industrien des Gummis, des Oels, der Garagen, des Straßenbaus usw. an, die sich al­lein aus der Autoindustrie entwickelt haben! Arbeitsmarkt und -Einkommen sind stän­dig größer geworden. Ieht ist es nur erforderlich, daß wir auf ökonomischem Gebiete die Fortschritte einholen, die wir in den letzten Iahr- zehnten aus technischem gemacht haben. Maschinen müssen von Maschinen gebaut werden, und diese erfordern hochbezahlte Konstrukteure. Ie weiter das Maschinen-Zeitalter fortschreitet und ausgebaut wird, desto mehr Arbeitskräfte erfor­dert es, um den Menschen mit den unzähligen Bequemlichkeiten zu versorgen, die das Maschi­nen-Zeitalter ihm bietet.

Trotz aller unserer heutigen Errungenschaften haben wir kaum die Oberfläche der technischen Mög­lichkeiten unb Bebürfnisse gekratzt. Sogar in ber Autoinbustrie befinben wir uns erst im Anfangs- ftabium! Während ber Zeit ber sogenanntenPro­sperität" war bie Autokonstruktton auf einem toten Punkt angetommen, aber jetzt, unter bem äußeren Zwange ber Depression, schaffen wir neue Gedanken unb Konstruktionen.

Forb wandte sich bann ber tommenben sozialen Entwicklung zu, inbem er fortfuhr:Ich glaube, daß - bie Zeit enbgültig vorbei ist, ba wir Hunberttausende von Menschen in Jnbustriezentren zusam. mengezogen haben, eine Tatsache, bie für zahl­reiche böse Dislozierungs-Erscheinungen verantwort­lich ist. Die Jnbustrie (in ihrer bisherigen Form) mit ihren hohen Löhnen, lockte bie Menschen aus ben Dörfern unb vom ßanbe in bie Großstäbte. Wenn bie Mafien allmählich aufs Lanb zurückflu- t e n werben, bann werben sie wertvolle Lehren be­züglich Leistungsfähigkett unb Lebensansprüche mit

Nachprüfung unterzogen werben könnten, wovon unb Frau vorhanden sein."

sie nichts wissen wollen. Vielleicht findet sich noch Auf ein kurzes Telephongespräch hin brachte ein irgendein Weg der schiedsrichterlichen Entscheidung, Assistent ein Steuerrad, ein Verteiler-Gehäuse unb rote sie Bismarck im Jahre 1885 bezüglich der Ka- verschiedene andereFord"-Teile herein, die aus rolinen herbeigesührt hat. Allerdings muh man be» oerarbeiteten Sojabohnen von den zweifeln, ob Japan bei seiner gegenwärtigen Ge- Ford-Farmen hergestellt waren. Ford betradp roaltpolitit sich einem solchen Schiedsspruch fügen tete diese Teile fast liebevoll, als er in feinen Aussüh» würde. rungen die Krone aufsetzte mit der Erklärung:Ka-

Daß die Japaner die Südsee-Jnseln gern behalten rosserien kann man gleichfalls auf der Farrn ziehen, wollen, ist zu begreifen. Der wirtschaftliche Wert ist Man kann sie aus Maiskolben-Zellulose nid)', gering. Außer Kopra, dem Produkt der in Herstellen, sie innen mit einem Drahtgewebe und cn der Südsee besonders gut gedeihenden Kokospalme, t>en Kanten und Türeinschnitten mit Eisenbändern einem wichtigen Rohstoff der Del-, Seifen- und Nah- verstärken und erhält dadurch ein Produkt, das leich- rungsmittelinbuftrie, unb Zucker liefert bas Manbats- ter, stärker und weniger geräuschvoll ist als eine gebiet in großen Mengen Phosphat (Guano), Metall-Karosserie". So rundet sich das Bild des de- ein für die Landwirtschaft unentbehrliches Dünge- zentralisierten Erzeugungssystems, das Ford vor mittel. Die betriebsamen Untertanen des Mikado Augen schwebt.

beuten, wie die Mandatsberichte erweisen, die ihnen #

zugefallenen Bodenschätze nach allen Regeln der Oie Bankenkrisis in Amerika.

Kunst aus; viele Tausende haben fid) auf den Inseln . ....

dauernd angesiedelt. Die (Eingeborenen Die Tchailer wieder geöffnet,

haben es unter dem neuen Regiment nach allem, Rootevelts Neforittplan.

was trotz scharfer Ueberwachung laut geworden ist f. . . r m>nrl mi \ -Di» @nnnr<'6.

Ä r9be Hieu TA r» . W-? nftruftwnU

Äd)net bamit, bajfc

rÄidw ft rataff SB e b e u t u n a V« feantfeierta0 nielleid)! bis zum Samstag verlängert

Was an bJm fflerüd)! ift, bas ba wissen will, es wirb Wi- verlautet, soll bas Programm Roosevelts seien bereits befestigte Stützpunkte angelegt, entzieht -us fotgenben Hauptpunkten bestehen sich der Feststellung. Vermutlich wissen bie 21 m c r i - u n b e s ga r an t l e m Hohe von o o. H.

taner, die in Guam und den Philippinen benach- ° u f ö,c Depositen liquider Ban- bart sinb, barüber Bescheib. | z. grenzt- Au-behnung bes Sol»,

embargos.

Das Programm wird wahrscheinlich bie ßiqui- bierung ber geschlossenen Banken vor­sehen unb ein einheitliches Bunbesbankgesetz bringen, burch bas Bankspekulationen mit Depositengeldern verboten werden. Ein starker Äongreßolock befür­wortet Auflegung einer großen Bundesanleihe r öffentliche Arbeiten. Diese Anleihe solle von der Bundesreservebank wenigstens teilweise als mündelsichere Währungsdeckung verwendet Material hinter uns, und eine neue Zeit voll I tt>cI?e_n

von 2-gu-mlichleit unb Zufriedenheit ist im ,,8 .^« s, ft

Anbruch für die weder di-hohe Politit neefr bte JB t e b e r a u f n a b_m e b e s Kunbenver.