Hier werden Vombenattentate untersucht.
Lebensgefährliche Experimente der Ehemisch-technischen I^eichsanstalt.
Der ahnungslose Spaziergänger horcht verwundert aus. Laute Detonationen in unmittelbarer Nähe! Berschiedene Explosions-Geräusche erschüttern abwechselnd die Luft. Der Frontkämpfer fühlt sich versucht, sein Ohr auf die Feststellung verwendeter Kaliberqrößen einzuüben.
Aber so ernst ist es nicht. Geht man weiter durch die Tegeler Schrebergärten und anschließenden Waldgelände im nördlichen Berlin, dann findet man dicht hinter dem Spandauer Schiffahrtskanal: die E h e m i s ck - T e ch n i s ch e R e i ch s a n st a l t mit ihren Schießplätzen. Hier sind in einem größeren Gebäudekomplex des ehemaligen Militärversuchs- amtes über dreißig Wissenschaftler täglich mit gefährlichen Untersuchungen beschäftigt.
Der Laie wird sich tiefe, unterirdische Gewölbe, dicke Panzerkammern, schwere Stahltüren und die Menschen hinter großen Bleiplatten vorstellen. Aber nichts von alledem. Vorerst sieht man in nichts von den üblichen chemischen Laboratorien sich unterscheidende Räume. Lange Tische mit blinkenden Gläsern, dickbauchigen Retorten und zierlichen Reaganz- gläschen. Glasschränke, vollgestellt mit vielen Flaschen. Darin allerlei geheimnisvolle Chemikalien und — Pulver.
Es gibt viele Sorten von Pulver, aber eigentlich hat nur noch das alte Schwarzpulver die mehlige Form. Man findet die wurrderlichsten Gebilde: kleine Blättchen, alle Arten von Hohlstangen, Würfel, Sterr^n, sogar schwarze Locken, die von den Belgiern stammen und das sogenannte Sieben- lingspulver in wunderlichen Förmeü mit sieben Luftkanälchen durchzogen. Wieder ein Sprengstoff ist Gummiringen zum Verwechseln ähnlich und ein anderer hot die Form von Nudeln.
Die furchtbare Explosion eines riesigen Silos mit über 1000 Tonnen Düngesalz im Jahre 1921 in Oppau, die mehreren hundert "Arbeitern das Leben kostete, gab in der Hauptsache die Veranlassung zur systematischen Untersuchung aller explosionsähnlichen Stoffe durch die Reichsanstalt.
Es gibt eine Menge Möglichkeiten plötzlicher Explosionsentwicklung bei der Herstellung chemischer Stoffe, die durch einen falschen Arbeitsgang plötzlich explosive Verbindungen eingehen und große Betriebsunfälle verursachen können. Solche und ähnliche Gesahrenmomente rechtzeitig zu erkennen, füllt einen großen Teil der Arbeit der Reichsanstalt aus. Außerdem hat der Sprengstoff als industrielles Hilfsmittel im Bergbau eine besondere volkswirtschaftliche Bedeutung. Naturgemäß arbeitet die Reichsanstalt neben den rein wirtschaftlichen Untersuchungen für die chemische Industrie, Bergbau und Landwirtschaft auch mit der Reichswehr, und erprobt neue Sprengstoffe und vor allen Dingen deren Verwendungsmöglichkeiten.
Ein Warnungszeichen — unwillkürlich geht man langsamer und blickt gespannter. Hinter Baumgestrüpp ein einfacher, fester Bretterzaun. Ein heulendes Warnungssignal schreckt auf. Kurze Zeit ist es ruhig, dann zerreißt plötzlich die Luft durch einen Knall. Die Ohren sind plötzlich taub.
„Kommen Sie hierher!" Man wird schnell in einen kleinen dunklen Unterstand geschoben. Durch kleine, mit dicken Glasscheiben versehene Löcher, kann man auf einen Sprengstand sehen. Wieder ein Schuß! Alles stürzt vor zum Versuchsplatz und prüft das Resultat. In einiger Entfernung steht ein Zementblock, auf dem in Verbindung mit einer dicken Eisenplatte eine primitive Zielvorrichtung eingebaut ist. Ringsherum sind arg zerfetzte Bohlenwände zum Schutz aufgerichtet.
Es sind gerade Versuche im Gange, wie weit das neue patentierte kugelsichere Glas explosiven Beanspruchungen standhält. An einem Gestell ist eine Sprengkapsel aufgehängt, die durch elektrische Zündung die Glasplatte darunter zertrümmert.
In einem anschließenden Raum ist die „Bleikammer" untergebracht. Hier werden kolossale Bleizylinder gegossen, in deren Innern die Sprengstoffe zur Versuchsexplosion gebracht werden. Die ausgeschnittenen Blöcke geben ein anschauliches Bild von der Explosionswirkung. Man kann deutlich die Explosionstendenz des Pulvers erkennen und seinen Charakter genau bestimmen.
Der Wissenschaftler riskiert Kopf und Kragen bei den Analysen der versuchten Bomhen- attentate. Alle gefundenen Sprengkörper kommen in die Reichsanstalt zur Untersuchung. Da findet man in einer kleinen Sammlung die merkwürdigsten Kombinationen, die oft harmlos aussehen und doch die verheerendsten Wirkungen haben kön
nen. Im Jahre 1932 war Hochbetrieb in der Bombenabteilung. Man erinnert sich an die lange Reihe der Sprengstoffanschläge politisch radikaler Gruppen.
Da sind 1924 bei der Denkmalsweihe des Garde du Corps in Potsdam, bei der Hindenburg und der Exkronprinz anwesend waren, Feldflaschen als Bo mben konstruiert worden, die „harmlose" Wandervögel am Schulterband trugen. Ein Vorstecker, herausgezogen, löste einen Schlagbolzen, der eine Zündschnur zum Glimmen brachte, die ihrerseits in spätestens sechs Sekunden die Explosion auslöste. Fast bei allen Attentatsversuchen ist der gleiche Mechanismus angebracht. Man kann bis zur Gegenwart eine ganz unbewußte Schulung der Bombenhersteller und eine äußerst sichere Attentatssystematik feststellen. In neuerer Zeit benutzt man, wie die Funde in einer Laubenkolonie im Jahre 1929 im Berliner Norden ergaben, geschickt verbundene Gasrohrstücke in der Form von Handgranaten, die ebenfalls durch den Schlagbolzenmecha- nismus ausgelöst werden.
„Erst versucht man allerlei Vorsichtsmaßregeln anzuwenden. Bald gibt man dieses zwecklose Beginnen aber auf und greift herzhaft Hinein!" Das kann aber oft schief gehen. Wurden doch in Bremen explosiv konstruierte Eisenbahnbüchsen gesunden, deren Sprengstoffinhalt durch Schwefelsäure entzündet werden sollte. Wenn man die Büchse schräg hält, läuft die Schwefelsäure über und bringt den Inhalt zur Explosion. Da der Wissenschaftler die Konstruktion dieser Bomben von außen nicht erkennen konnte, befand er sich gerade bei den Oeff- nungsversuchen in großer Lebensgefahr.
Eine Margarinekiste, aus der nur zwei kurze Drähte herausragen, wurde bei den Bauernunruhen in Oldenburg 1929 zu Attentaten benutzt. Fünf bis acht Kilogramm Sprengstoffinhalt konnten durch den Mechanismus einer Höllenuhr zur Explosion gebracht werden.
Nicht immer sind die „Bomben" so gefährlich, wie sie aussehen. Da wird dann mit größter Vorsicht herangegangen und schließlich stellt sich das verwirrende Gewirr von elektrischen Schnüren und raffinierten Kontaktverbindungen als — Bluff heraus. Einige Künstler scheinen von Zeit zu Zeit aufregende Reklame nötig zu haben. So wurde von einer Filmschauspielerin eine „Höllenmaschine" in ihrer Wohnung gefunden, die sich bald als Spielzeug entpuppte. Oder einem Kapellmeister eines Berliner Vergnügungspalastes wurde — anscheinend von einer enttäuschten Liebhaberin — ein Paket geschickt, das beim Oeffnen explodieren sollte. Der Mechanismus versagte aber glücklicherweise, sonst wäre dem Musenjünger erheblich das Gesicht verbrannt worden.
*
Immerfort steht der Tod neben den Wissenschaftlern und Mitarbeitern der Reichsanstalt. Solange mit theoretischen Erfahrungen die Versuche und Untersuchungen vorberechnet werden können, ist mit verhältnismäßig geringen Unfällen zu rechnen. Merkwürdigerweise kommen Verletzungen viel eher bei der Behandlung von Leuchtmunition vor, weil oft deren Bestandteile Veränderungen ein- gehen, die unbekannt sind und erhebliche Ueber- raschungen bringen. F. W.
Weitere Schulschließungen wegen Grippe.
X Wieseck, 6. Febr. Die hiesige Schule muhte wegen des verstärkten Auftretens der Grippe für acht Tage geschlossen werden.
V Gedern, 6. Febr. Die Grippeerkrankungen an der hiesigen Vottsschule haben sich in den letzten Tagen derart gesteigert, daß die Schule von morgen ab bis zum nächsten Montag geschlossen werden muhte.
Wetzlar. 6. Febr. Nachdem an der hiesigen Landwirtschaftsschule rund 5 0 Prozent der Schüler an Grippe erkrankt sind, hat sich die Schulleitung entschlossen, die Schule für eine Woche zu schließen.
Scheunenbrand
in Watzenborn-Steinberg.
Watzenborn-Steinberg, 7. Febr. Gestern gegen 20 Uhr brach auf bisher noch ungeklärte Weise im Anwesen des Weißbindermeisters Georg Schäfer II. von hier Feuer aus. In kurzer Zeit stand die Scheune in Flammen, und auch ein angrenzender Stall fiel dem Feuer zum Opfer. Die Flammen fanden an den in der Scheune aufgestapelten Heu- und Strohvorräten I reichlich Nahrung. Trotzdem die Watzenborn-Stein
berger Feuerwehr sofort zur Stelle war, gelang es nicht, die Scheune zu erhalten. Man mußte sich darauf beschränken, die Nachbargebäude zu schützen; erleichtert wurde diese Arbeit durch die völlige Windstille. Die Kreismotorspritze von Gießen wurde trotzdem alarmiert und traf gegen 20.20 Uhr am Brandplatz ein, brauchte aber nicht in Tätigkeit zu treten, da die Ortsfeuerwehr durch ihr rasches Eingreifen die unmittelbare Gefahr zu bannen vermochte. Das Vieh konnte gerettet werden. Der Schaden ist beträchtlich.
Eine vorbildliche Spende für das Zugend-Notwerk.
r. Lang-Göns, 6. Febr. Für das N o t - werk der deutschen Jugend wurden in unserer Gemeinde 9 8,40 M k. in bar eingesammelt. An Lebensmittel wurden gestiftet: 50 Z tr. Kartoffeln, 35 Pfd. Bohnen, 28 Pfund Mehl, 7 Pfd. Fett, 2 Pfd. Wurst, 50 Stück Käse, 2 Pfd. Linsen.
Eröffnung der Mainschiffahri.
WSN. Frankfurt a. M., 7. Febr. Die Talfahrt von Aschaffenburg bis Frankfurt ist heute mittag, 12 Tlhr, freigegeben worden. Die Eröffnung der Gesamtschiffahrt erfolgt Mittwoch mit Schleusenbeginn.
Zn dieTranSmistion geraten und getötet
WSN. Hirzenhain, 7. Febr. Der 24Jahre alte Emil Emmerich geriet beim Bedienen des Windmotors des Windrades in die Transmission und wurde mehrere Male herumge- schleudert. Man fand den jungen Mann später in der Nähe des Windrades m i t schwersten Verstümmlungen am ganzen Körper tot vor. Die behördliche Unter» suchung des Unglücks wurde sofort eingeleitet.
Kirche und Schule.
Kreis Wetzlar.
0 Dutenhofen, 4. Febr. Im „Jagdschlöh- chen" fand eine gutbesuchte Presbytertagung der Kreissynode Wetzlar statt. Direktor 0. W a r n e ck von der Rheinischen Mis- sion aus Barmen hielt einen Vortrag. Der Redner, der seit 41 Jahren im Missionsdienst ist, selbst lange Jahre auf dem Missionsfelde gestanden und seit dem vorigen Jahre die Leitung der Rheinischen Mission übernommen hat, sprach über die augenblickliche Lage der Rheinischen Mission. In der Besprechung des Bortrags forderte Pfarrer Koch, Lützellinden, zu der bereits angeregten Missionssammlung „Eine Million in Groschen" auch in unserem Kreise auf. Missionsdirektor D. Warneck beantwortete noch eine Reihe Fragen. Eine Tellersammlung ergab den Betrag von 58,60 Mk.
Wirtschaft.
• Indexziffer der Großhandels« preise i m Januar. Jrn Monatsdurchschnitt Januar 1933 stellt sich die vom Statistischen Reichsamt berechnete Indexziffer der Großhandelspreise auf 91,0 (1913 = 100). Sie ist gegenüber dem Vormonat (92,4) um 1,5 v. H. gesunken. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 80,9 (minus 4,1 v. H.), Kolonialwaren 80,9 (plus 0,6 v. H), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,1 (minus 0,2 v. H.) und industrielle Fertigwaren 113,0 (minus 0,5 v. H.) — hiervon Produktionsmittel 115,1 (minus 0,5 v. H.) und Konsumgüter 111,4 (minus 0,05 v. H.).
• * Zahlungsein st ellung des Roxn- P a l a st e s. Die Roxy-Margulis-Film-G m. b. H., Frankfurt a. M., hat die Zahlungen eingestellt und ist an ihre Gläubiger zwecks Eröffnung des gerichtlichen Vergleichsverfahrens herangetreten. Die Hauptursache der Insolvenz ist in dem Mietvertrag zu sehen, der in Höhe von jährlich 60 000 RM. mit den Erträgnissen des'Theaters schon während der letzten zwei Jahre unvereinbar war. Die Passiven betragen nach Schätzungen etwa 125 000 RM. Die Betriebe dürften in unveränderter Weise fort- geführt werden.
Frankfurter Abendbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 7. Febr. Bei freundlicher Grundstimmung verkehrte die Abendbörse in ruhiger Haltung. Don der Kundschaft lagen zu Beginn kleine Kauforders vor, so daß sich gegenüber den Berliner Schluhkursen meist Besserungen von 0,25 bis 0,75 Prozent ergaben, doch stagnierte das Geschäft nach Erledigung dieser Aufträge fast vollkommen. Die Spekulation übte weiter Zurückhaltung und engagierte sich nur kurzfristig. Im Verlauf zeigte sich vermehrte Nachfrage für AEG. und Reichsbank. Letztere wurden mangels entsprechenden Angebots gestrichen Geld notiert, die Taxe stellte sich auf 146 (Schlußkurs 144,5). Im übrigen zeigten die Kurse keine Veränderung von Belang.
Am Rentenmarkt lag die Altbesitzanleihe lebhafter und 0,5 Proz. höher, Neubesitz zogen um 15 Pfennige an. Späte Reichsschuldbuchforderun- gen waren gut behauptet. Goldpfandbriefe lagen meist von 0,50 bis 0,75 Prozent höher, auch Liquidationspfandbriefe und Kommunal-Obligationen wurden höher taxiert. Altbesih 63,75 bis 64, Neu- besih 8,45, Schutzgebiete 6,10, Gelsenkirchen 58,75, Mannesmann 60, AEG. 28, IG.-Farben 105,50, Schuckert 85,25, Siemens 129,75 bis 130,50, Reichs- bahn-DA. 92, Hapag 17,75.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 1230 Ubr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Buntes
Dom „postblait" zur Ansichtskarte.
Die Deutsche Reichspost befördert jährlich durchschnittlich über 1,25 Milliarden Postkarten. Der Geheime Postrat und spätere Staatssekretär des Reichspostamts, von Stephan, dürfte wohl mit Recht als der Erfinder der Postkarte anzusehen sein. Er hatte schon im Jahre 1865 den Gedanken eines neuen „Postblatt" genannten Beförderungsgegenstandes entwickelt. Er unterbreitete feinen Vorschlag den Mitgliedern der in Karlsruhe tagenden Postkonferenz. Da der Gebührenbetrag von einem Silbergroschen zu hoch war, blieb sein Vorschlag aber ohne praktische Wirkung. Ilnanhängig von Stephan machte der Professor an der Militärakademie in Wiener-Neustadt, Emanuel Hermann., den Vorschlag, Postkarten (so nannte er die Karten schon), offen mit einer 2-Kreuzer-Freimarke frankiert, zur Postbeförderung zuzulassen, wenn sie mit Einschluß der Anschrift und der Unterschrift nicht mehr als 20 Wörter enthielten. Die damalige österreichische Postverwaltung verfolgte den Hcrmannschen Gedanken und ging gleichzeitig auf den Vorschlag von Stephan zurück, indem sie 1869 unter Beibehaltung des von Hermann gewünschten billigeren Gebührensatzes die ersten Postkarten, die den Aufdruck „Correspondenzkarte" trugen, ein» führte. Deutschland folgte ein Jahr später. Nachdem Stephan 1870 zum General-Poftdirektor ernannt worden war, griff er sofort den Gedanken der Einführung der Postkarte wieder auf. 1870 wurden für den Bereich des Nordd. Postgebietes „Korrespondenzkarten" ausgegeben, und zwar zuerst als ein mit einer Freimarke zu einem Silbergroschen zu beklebendes Formblatt. Besondere Beliebtheit erlangte die Postkarte bei unseren Truppen im Kriege 1870/71. Es wurden allein
Allerlei.
im ersten Kriegsjahr rund 10 Millionen Feldpostkarten zwischen der Armee und der Heimat ausgetauscht. Die damalige Korrespondenzkarte erhielt 1872 die amtliche Bezeichnung „Postkarte". Bald nach Einführung der Postkarten wurden diese gelegentlich mit Bildern bedruckt. 1872 fertigte ein Nürnberger Kupferstecher auf Postkarten Ansichten aus der Schweiz und anderen schönen Gegenden an.
Tod einer 200 jährigen Schildkröte.
Ein Methusalem der Tierwelt ist im Londoner Zoo dahingegangen. Dort starb die größte Riesen- Schildkröte des Gartens Sopa an einer Grippe, die eine Lungenentzündung nach sich zog, im Alter von 200 Jahren. Das ehrwürdige Geschöpf, das von den Galapagos-Jnseln stammt, war die größte und schwerste Schildkröte,, die der Londoner Zoo besitzt,. zwischen vier und fünf Fuß lang und fast eine halbe Tonne schwer. Bevor sie vor fünf Jahren in den Zoo kam, war Sopa in Valparaiso von dem Inhaber eines Gasthauses ausgestellt worden, um die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden auf die Vorzüglichkeit seiner Schildkrötensuppe zu lenken. Wenn nicht ein naturkundiger Engländer zufällig vorübergegangen wäre und bemerkt hätte, daß es sich hier um einen ungewöhnlichen Vertreter seiner Gattung handelt, hätte Sopa vorzeitig ihr Leben beschließen müssen und wäre zu Suppe verarbeitet worden. Im Londoner Zoo war sie sehr beliebt und viel bewundert. Wenngleich sie sich wenig um die Besucher kümmerte und niemals mit der Hand gefüttert werden konnte, da sie zu rasch zu- schnappte, ließ sie doch geduldig ihre jungen Verehrer auf ihrem Rücken Platz nehmen und unter- । nahm mit ihnen einen kurzen Ritt.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. FI.
Berlin
Schluß- kurS
Schluß!. Abend- börse
Schluß« lurs
Schluß!. Mittag- hörte
Datum
6.2. |
7.2.
6.2.
7-2.
6% Deutsche Retchsanleihe v. 1921
77.5
76
77
6% ehern.7% Dl.ReichsaM.v. 1929
* 89
89,75
89
90,13
5Vi% ?)ounfl-91n[eibe t>on 1930 ..
78,75
79,5
79
80
Deutsche Anl.-Avlüs.-Schuld mli
Auülos.-Reckten .............
63,75
64
62,5
63,75
Tesgl. ohne Auslos.-Neckte......
6% ehe,m. m% He». Bolksslaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
Oberhoheit Provinz-Anleihe mii Auslos.-Recülen .............
8,3
8,45
8,1
8,3
72
73,4
_
73,75
—
62,75
Deutsche Komm. Sammelnd l.An leihe Seriel mit Auslos.-Rechlen
55,13
59
54,75
58
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
80
83
—
6% ehern. 7% Franks. Hnp.-Bon!
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 b'/r% ehern. 4'/2 % Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Pfandbriese .....
80
83
_
_
83,65
84,75
—
_
5’/2% ehern. 4'/2% Rheinische HyV.-Bank-Liqu.^oldpse.....
83,25
84,25
_
6% ehern. 8% Br. LandeSpfand briefansiall, Psandbrtese R. 19
82,5
84
82,5
84
6% ehern. 7% Pr. LandeSpfand brtefanftalt, Psandbriese R. 10
-
*% Oeslerretchiscke woldrenre....
4,20% Oesterreichische Silberrente
—
—
—
—
1,4
1,4
1,4
1,35
4%, Ungarische Goldrenie.......
—
—
—
—
4% Ungarische Staatürenle v. 1910
—
—
—
4>/,% deSgl. von 1913..........
6% obgelt. Goldmexilaner von 99 4% Türkische Sollanleihe von 1911
—
—
—
—
6,4
6.4
——
6,4
5,15
5.05
5,1
5,15
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie 1.....................
5,25
5,25
5,3
—
4% desgl. Serie II.............
5,25
5,25
5,3
5,45
6% Rumän. vecetnh. Rente v. 1903
6.75
6,75
—
.—.
4^%Rumän.veretnh.Renlev.l913
10,6
10,75
10,75
10,9
4% Rumänische veretnh. Rente ..
5,7
5,75
5.7
5,7
6%% Anatolier...............
23,9
24
24
24,7
Franliun u. jjl
Berlin
Schluß- kurS
Schluß!. Abend« bÖrfc
Schluß« fürs
Schluß!. Mittag« hörte
Latum
6.2.
7-2.
6-2.
7-2.
Hamburg-Amerila-Palei .....
u
17,75
17,75
17,75
18
Hamvurg-Südam. Dampfschiff.
0
—
—
—
—
Hansa Dampfschiff...........
0
_
—
——
32,75
Norddeutscher Lloyd .........
0
18,13
17
17,75
17,9
91.0). für Verkehrswesen Akt. ..
0
40
42,5
41,75
42.25
Berliner Handelsgesellschaft....
4
97
97
97,75
97,5
Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Ttsconto»
o
53
53
53.5
53,5
Gesellschaft................
0
72
72.25
72
72,25
Dresdner Bank..............
0
61,5
61,5
61,5
61,5
Reichsbank .................
1
141,75
—
140.75
144,5
A.E.G......................
0
27
28
27
27,5
Elektr. Lieserungegesellschaft...
5
79,5
80,5
79,5
81,5
Licht und Kraft .............
6
92,75
93.5
93
93,25
Fellen & Guilleaume ........
Gesellschaft für Elektrische Unter-
0
52
52
52
52
nehmungen...............
4
78,5
79,5
78,5
79,5
Rheinische Elektrizität ........
5
96
96,5
—
96,5
Schurken & (io..............
0
83
85,25
82,5
84,13
Siemens & Halske...........
9
129
130,5
128,25
129,5
Lahme her & So..............
10
114,5
117
114,65
115
Buderus ...................
0
«—
48,5
47
48
Deutsche Erdöl .............
4
88,5
88.5
88
88,75
Gelsenkirchener..............
C
58,75
58,75
57,75
58,25
Harpener...................
C
79
80
78,4
79,75
Harsch Eisen—Aoln-Neuessen..
0
—
52
52,5
Ilse Bergbau ...............
Ilse Bergbau Genüsse........
7
149,5
—
—
149
•9
102
102
102
102,75
Klöcknerwerke ...............
0
43,5
—
44
45,75
McmneSmann-Röhren........
0
59,9
60
59,25
59,25
Mansselder Bergbau .........
0
21
23
21,75
23,75
Oberschlei. Koköwerke.........
0
—
—
67,25
67,75
Phönix Bergbau.............
0
33,5
34
33,65
34
Rheinische Braunkohlen ......
10
190
193
193
193,5
Rheinstahl..................
0
72,5
73,25
73,5
73
Frankfurt a.M.
»erlin
Schluß« kurs
Schluß!. Abend« börfe
Schlußkur»
Echlußk. Millag- börte
Datum
6.2.
7.2.
6.2.
7-2-
bereinigte Stahlwerke.....
.. 0
33,5
33,75
33,4
34,13
Ltavi Minen ............
.. 0
15,75
15,5
—
16
Kaliwerke Aschersleben.....
.. 6
113
113,5
111
113
Kaliwerke Westeregeln.....
.. 6
115
117,75
115
116
Kaliwerke Salzdetfurth ....
... e
166
—
167
167,5
I G. Farben-Indnftrie ....
.. 7
104,9
105,5
104,9
105,25
Scheideanstalt............
...10
149,75
——
—
Goldschmidt .............
... 0
36,9
39,25
36,5
38,75
Nülgerswerke............
... 0
41
42
40,5
42
Metallgesellichafl..........
... 0
35,5
36,5
35
35,25
Philipp Holzmann........
... 0
49,25
50
49,25
49,5
Zementwerk Heidelberg ...
... 4
50
50
—
—
Lementwerk Karlstadt......
... 0
—
—
—
Wayb & Frehtag.........
... 0
4,4
4
-
4,5
Schultheis Patzenhofer.....
... 0
_
101
101,25
Llku (Allgemeine Kunstseide)
... 0
35,25
35,25
35
35.25
Bemberg................
... 0
45,5
47,5
47,5
Zellstoff Waldhos.........
... 0
49,5
50,5
48
49,25
Zeltstoss Aschaffenburg ....
... 0
27
24,5
25
Dessauer GaS............
... 7
110,25
110,75
Daimler Motoren.........
... 0
20,75
21,5
21
21.4
Deutsche Linoleum .......
... 0
38,5
38,25
35,5
39
Lrenstein & Koppel.......
... 0
40,4
41,65
Leonhard Tietz...........
... 6
37
37,5
37
37,65
Ehade...................
.. .12
Gritzncr.................
... 0
1 31
30
1
28
Mainkrastwerke Hockst a.8L
... 4
70,1
70,13
-
-
Süddeutscher Zucker ......
... »
1 142
142
1 142
142
Devifenmarkl Berlin — Frankfurt a. M.
6.Februar
7.Februar
Amtliche Notierung
Gelb | 3ric
Amtliche Notierung
Geld | Brie»
Helsingforö.. Wien.......
Prag.......
Budapest ... Sofia......
Holland .... Oslo.......
Kopenhagen. Stockholm... London .....
Buenos Aires Reuyork.... Brüssel.....
Italien.....
Parts......
Schweiz.... Spanien.... Danzig.....
Japan......
Rio de Jan. . Iuooslawien Lissabon....
6,354 49,95
12,465
3,057
169,23
73,83
64,24
77,72
14,43 0,838 4.209
58.54
21,53
16,43
81,18
34,47
81,83
0,879 0,239
5,554
13.11
6,366
50,05
12,485
3,063
169,57
73,97
64,36
77,88
14,47
0,842
4,217
58,66
21,57
16,47
81,34
34,53
81,99
0,881
0,241
5,566
13,13
Bantnoten
6,364
49,45
12,465
# 3,057
169,23
73,83
64,24
77,37
14,43 0,838
4,209
58,54
21,53
16,435
81,22
34,50
81,86 0,889
0,239
5,554
13,11
6,376
50,55
12,485
3,063
169,57
73,97
64,36
77,53
14,47 0,842
4,217
58,66
21.57
16.475
81,38
34,56 82.02 0.891 0,241
5,566
13,13
Serlin, 7.Februar
Geld
Amerikanische Noten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Roten.................
Ungarische Noten................
4,20 58,38 63,87 14.39
16,395 168,86
21,49 73,65
2,46 77,20 81,04 34,36
4,22 58,62 64.13 14,45
16,455 169,54
21,57 73,95
2,48 77,50 81,36 34,50


