Shen soll. Nicht Immer war He Studentenschaft der ern unserer Rompftruppen. ®n allen Universitäten Ist gerungen worden, nicht zuletzt auch an der Frankfurter Universität; don hatten wir die erste kampfbereite nationalsozialistische Studentenschaft.
Keule, do der Rationalsozlalismus total Ist. mutz nun die gesamte Studentenschaft ihren Rat.onalsoziaUsmns nicht nur idcenmöhig.
sondern auch durch die Tat bekunden.
Dann wird Ihnen, die Sie als junge Kräfte -um Nationalsozialismus gekommen sind, der Sieg für Ihren Kampf gegeben werden. Es ist selbstverständlich. daß Sie den Weg in die S A. und S S. gefunden haben, denn hier wird der Geist gepsleat. der allein berufen ist, Deutschlands Zukunst für alle Zeitey stcherzustellen. Sie sind berufen, über die alten Pflichten hinaus, die uns auferlegt waren, durchzustotzen zu dem Recht oller Deutschen in Notzeiten für das Vaterland einzustehen. Wenn wir das tun, dann dienen wir dem Frieden. Es wäre vermessen zu glauben, daß heute schon jeder Mensch ein hundertprozentiger Nationalsozialist wäre. Der Unterschied ist begründet in der Entwicklung. Wer nicht jahrelang für den Nationalsozialismus gekämpft hat, vermag noch nicht ganz nationalsozialistisch au fühlen, zu denken und $u handeln. Deshalb ist ganz naturgemäß noch ein R Abstand vorhanden, der ausgeglichen wer- tz, der ober nur durch die Tat ausgeglichen wird, insbesondere durch die Tat der deutschen Jugend.
E» wurde mit Recht gesagt, doh die jungen Akademiker keine Vorrechte mehr haben wollen. Vas ist einer der Grundgedanken, um die wahre Volksgemeinschaft herzuflelleu.
Alle sind gleichmäßig berufen als deutsche Menschen. Bon dieser Berufung ausgehend, wird sich beim Ueberstehen des Kampfes zeigen, wer als ein Berufener zum Führer ausgewählt werden kann. I Darum ist es auch zu begrüßen, daß die Fahne • des Arbeitsdienstes symbolisch neben der Kampf- I flagge des Hakenkreuzes an diesem Hause weht. |
Jeder soll durch seine Leistungen km einzelnen zeigen, wer sich als Führer und Vorbild selbst herausbildet um dann als Führer anerkannt zu werden. Kameradschafts- und Dolksgemein- fchoftsgeist muß jeden einzelnen beseelen. Aus diesem Geiste heraus wird sich auch der Ausgleich erzielen lassen. Wer bei der gemeinsamen Arbeit Des- (eres leistet, soll nicht überheblich sein, sondern damit den anderen ein Dorbild geben.
Treue Samcradschoft darf nicht nur nach außen gezeigt, sondern muß auch innerlich getragen und gepflegt werden.
In diesem Sinne übergebe ich das Haus dem Herrn Rektor. Dieser Geist unter den Studenten möge immer erhalten und oorangetragen werden.
Se. Magnifizenz Oer Rektor Prof. D. Bornkamm
sagte dann u. a.: Ich übernehme für die Landes- Universität und für die Studentenhilfe dieses Ka- meradschastshaus, das wir miteinander in gemeinsamer Arbeit geschaffen haben. Ich übernehme es in der Hoffnung, daß es die Keimzelle fein möge, um eine neue Universität zusammenzuschweißen in der Kameradschaft der SA. und SS., im Geiste der Kameradschaft von Lehrern und Schülern, im Geiste des Nationalsozialismus, der uns alle durchdringt und uns immer tiefer durchdringen muß. In der harten und strengen Zucht des Kameradschaftshauses sollen die charakterlichen Beweise dafür erbracht werden, daß ihr zu jener auserlesenen Schar von Führern gehört. Bewährt ihr euch hier, dann haben wir die junoe Mannschaft, mit der die deutsche Universität noch neuen Zielen der Zukunft ausbrechcn muß. Heil Hitler!
Oer Abschluß
Der Aelteste der Studentenschaft, Edler von G r a e o e , schloß dann die Feier mit dreimaligen begeistert aufgenommenen Sieg-Heil-Rufen auf unseren Führer und Volkskanzler Adolf Hitler und auf Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger.
MeCkWiing desLehmmls smpMschcLrziehimg
In der Neuen Aula der Universität fand nach der Feier vor dem Kameradschaitshous die Er- Öffnung des Lehramts für politische Erziehung statt. Das neue Institut mit einem Führer und einem Zwieführer, außerdem mit Ein- teilung in kleinere Arbeitsgemeinschaften, zerfällt in sechs Abteilungen: 1. Rassewesen, 2. Staat, 3. Staat und Recht, 4. Kultur und Volk, 5. Staat und Wirtschaft, 6. Naturwissenschaftliche Fächer.
Der Herr Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger wurde zu dieser Feier von Se. Magnifizenz dem Rektor Professor I). Bornkamm, Ministerialrat Ningshausen, von dem Kanzler der Universi- tät Professor Dr. Hummel in die Aula geleitet. Beiden Herren brachte die Festversammlung durch Erheben von den Sitzen und den deutschen Gruß ihre Ehrerbietung dar.
Oer Leiter des neu n Lehramts profeffor Or. Outen
sprach über Zweck und Ziel des Lehramts. Er machte dabei die Mitteilung, daß das Amt einer Anregung von Professor Dr. Kuhn entstamme, der selbst aber leider durch schwere Erkrankung verhindert worden sei, dieses Amt zu betreuen. Der Redner wies in sein-m tiefschürfenden Vortrag u. a. auf die erhebende Gemeinschastsgefinnung hin, die
in den Auaufttagen 1914 zutage trat, würdigte das gewaltige seelische Erlebnis und die innige Volksverbundenheit Des deutschen Frontsoldaten, der seinem Vaterland sich voll und ganz hingab, wie Mutter und Kind einander gehören, und lenkte dann seine Hörer auf die große geschichtliche Mission des Führers und Dolkskanzlers Adolf Hitler hin. Er erinnerte u. a. an das unvergeßliche Erlebnis des Tages der deutschen Arbeit vom 1. Mai, machte die Pflicht oller deutschen Volksgenossen zur hin- gebenden Mitarbeit an dem Werke des Führers klar und betonte, wer jetzt noch abseits stehen wolle, werde auf feiner eigenen Barrikade verkommen. Für die Fortführung des Werkes der nationalen Revolution würden die Hitlerjugend, die SA. und SS. sorgen, an seinem Teile und in seiner Weise wolle aber auch Das Lehramt für politische Erziehung an dieser Aufgabe des neuen Reiches des totalen Nationalsozialismus mitwirken. Lehrer und Studenten wollten Soldaten sein, die den Boden aufreißen, damit der Fuß überall festen Grund finde. Lehrer und Studenten marschierten dabei in gleichem Schritt. Der Nationalsozialismus sei ihnen nicht nur eine Weltanschauung, sondern ein Gebot des deutschen Lebens überbauet, das den Lehrer und den Studenten in gleicher Weise angehe. Beide brächten die Kraft der deutsch-n Iuoend mit, gestärkt von der Treue für den Führer Adolf Hitler.
Reichsstatthaller Gauleiter Sprenger:
betrat hierauf, von lebhaftem Beifall der Fest- Versammlung begrüßt, das Rednerpult. Er sagte in seiner Rede u. a.: Sie haben sich hier eine hohe Ausgabe gestellt, indem Sie das Lehramt für politische Erziehung an der Universität Gießen gründen wollen.
3<h sehe in diesem Bestreben, das hier zum Durchbruch gekommen ist, einen versuch, den Rationalsozialismus zu einem innersten wejens- bestandtcil und Ausgangspunkt der Unioer- fität zu machen. Ich weih, doh man ernstlich darum ringt, der Universität als solcher neuen Inhalt und neue Gestalt zu geben. Ich mutz hierzu feststellen, dah die R5DAP. als solche Hüterin des Rationalsozlalismus ist und weiter bleiben mutz. Die Totalität des Rationalsozialismus umfatzt das ganze Volk. Die Partei ist total. Sie mutz den Rationalsozlalismus für das gesamte Volk nach außen hin weitertragcn, versinnbildlichen und verkörpern. RIemals wird sie darauf verzichten können, ohne sich selbst sofort aufzugebecu
Mit dieser Feststellung ist auch die Grenze gezogen gegenüber allen Versuchen, da oder dort emen Lehrstuhl für Nationalsozialismus zu er- richten, ebenso gegenüber den Versuchen, die Weiter- Verbreitung des Nationalsozialismus den Schulen und Universitäten zu übertragen. Hier ist ein narer Trennung sftrid) gezogen, ein Fak- tum geschaffen, das feststeht, das von niemand an- gegriffen werden kann.
Das Evangelium de» Rationalsozlalismus kann und darf nur von der Partei und von den von Ihr damit Beauftragten dem Volke verkünde« werden.
Sie wollen in erster Linie, daß der Nationalsozia- lismus durch Sie in die akademische Jugend hin- eingetragen wird. Dieser Weg ist nach meiner Auf- fanung gangbar unter dem Gesichtswinkel, den ich oeben ooraetragen habe Er ist nur möglich, wenn 'n dem Lehramt für politische Erziehung Mehrer und Studenten politische Soldaten f“en und »erben wollen. Der versuch kann un- bedenklich gemacht werden alle Bestandteile einer Universität vom Standpunkt des Nationalsozlalis- mus aus durchzudenken, durchzuarbeiten und dem nationalsozialistischen Menschen klar werden zu losten. 0
ID nn Ich also da» Lehramt für politische Erziehung genehmige, so zunächst nur al» einen Versuch. Venn wir sind durchaus noch am
Ansang»stadlnm der Entwicklung.
Der Herr Reichsstatthaller wies dann erneut Darauf hin, daß in unserem Volke noch manche Kluft kuszusüllen fei. Er erinnerte in diesem Zusammen- bang an seine Worte am Dienstag vor der Presie in Frankfurt a. M., die die große Aufgabe zu er
füllen habe, der Annäherung aller deutschen Volksschichten zu dienen und dabei von sich aus immer mehr und mehr für diese Annäherung zu tun, und er betonte, auf der gleichen Grundlage liege auch der Versuch, der jetzt in Gießen mit dem Lehramt für politische Erziehung unternommen werde.
Er genehmige also diesen versuch mit dem ausdrücklichen Vorbehalt der radieren Prüfung durch die Partei. Die endgültige Gestaltung des Lehramts könne erst vorgenommen werden, wenn sich die maßgeblichen Partdinstanzen, die Hüter des Rationalsozialismus, über diesen
Versuch klar geworden sden.
Die Rede des Herrn Reichsstatthalters wurde von der Versammlung mit Beifall ausgenommen. (5e. Magnifizenz der Rektor profeffor
D. Bornkamm
betonte, daß durch die nach langen und ernsten Er- roagungen getroffene Entscheidung des Herrn Reichs- tatthalters zunächst der Weg freigegeben worden ei für den Versuch dieses Lehramtes, das sich durch eine Arbeit selbst rechtfertigen müsse. Er übernehme als Rektor dieses neue Glied der Landesunioersität und verspreche ihm alle Förderung und allen Schuy. Dieses Lehramt sei die erste Form, die sich der Neugestaltungswille innerhalb der Universität selbst geschaffen habe. Es sei das erste kostbare Geschenk des Nationalsozialismus an die Universität, das sie in dem Augenblick erhalte, in dem sie selbst den Marsch zu neuen Zielen angetreten habe. Das neue Lehramt sei aus dem Willen zur Temeinschaitsardeit von Dozenten und Studenten entstanden. Aus dem forsch zu den neuen Zielen der Universität solle dieses Lehramt der Vortrupp fein, und dabei werde nicht mehr, wie in früheren Zeiten, die SA. in der Universität als ein geduldetes Anhängsel angesehen werden, sondern sie werde die unentbehrliche Grund-
der politischen Erziehung selbst sein. Die Uni- versttat habe bewußt davon abgesehen, einen Lehr- ftubl für politische Erziehung anzustreben, aber sie walle die Lehre verkünden, daß die Wurzeln unserer politischen Kraft hinüberführen m die vo l k i s ch e L e b e n s g e m e i n s ch a f t unser e s Volkes. Nach diesen kraftspendenden Wurzeln wolle die Universität graben. Dabei solle das neue Lehramt auch die Brücke sein zur Dolksschul- lehrerbildung, mit der sich die Universität durch den gemeinsamen Dienst am Volke brüderlich verbunden ®,ne- baffe auch bald die Form zu sinken, in der die Studenten und die Lehrerstudenten in (He- meinschaft und Kameradschaft zur Arbeit geführt werden könnten.
Oer Führer der Studentenschaft fhih. jur A^am
hob hervor, daß dieser Tag einen Wendepunkt in Der Geschichte der Universität (Bit*
* W*«- ?urch die Schaffung dieses Lehr- amtes solle Der neuen Erziehungsform der Stuben-
Iden Inhatt und Ausdruck gegeben werden. Das Amt werde geführt von einem (yrontfolDaten, unter dessen Leitung der neue deutsche Mensch geformt. Die junge akademische Mannschaft erzogen werden solle. Dabei seien die jungen Studenten nicht Schüler eines Lehrers, nicht Untergebene eines Large- setzten, sondern die Gesolaschaft eine» Führers. So wurden sie an Der Neugestaltung Der Deutschen Zukunft freudig mitarbeiten und Dabei einen neuen Adel schaffen: Den Adel der deutschen Arbell am deutschen Volk. Der Aufforderung des Redners entsprechend erhob sich Dann Die Feswersammlung von
den Sitzen, um den Führer des deutschen Volke». Volkskanzler Adolf Hitler, durch Dreimalige begeisterte Sieg-Heil-Ruse zu ehren und anschließend den ersten *3ers Des Horst-Wessel-Liedes zu fingen.
Hiermit hatte Die Feier ihren Abschluß gefunden. Während die Versammlung stehend verharrte, wurden die vor dem Rednerpult stehenden Sturmsah- nen der vier SA -Stürme unter Dem deutschen Gruß aus der Aula getragen und verließ der Herr Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger mit seiner 'Begleitung den Saal.
Aus her Provinzialhaupistadi.
Tage der Vorfreude.
Wir haben den ÖDoentsfranz ausgehängt, einen einfachen Holzreif mit grünen Tannenzweigen umwunden. Da brennt nun Das erste Licht. Bald werden andere hinzukommen. Mit diesem Adventskranz ist die W.ihnachtsstimmung eingekehrt.
Wer Kinder hat, der wird nun täglich an bas schönste Fest erinnert, manchmal gar zu oft und gar zu Diel; Denn unsere Kleinen machen aus ihrem Herzen keine Mördergrube. Der Kalender, der, ab- gesehen von den Geburtstagen, fast das ganze Jahr nicht angeschaut wurde, ist nun plötzlich zum Mittel- punkt der kindlichen Neigung geworden. Er ist ja schon so schmal und dünn geworden, und trotzdem ist jeden Abend große Freude, wenn wieder ein Blatt abgerissen werden kann. Und siehe! schon ist wieder eine Woche herum! Nun sind es nur noch vierzehn Tage!
Auch der Nikolaus kam und lüstete ein wenig Den schweren Vorhang, Der noch vor Der Weihnachtsherrlichkeit hängt. In seinem großen Sack trug er allerlei schöne Dinge. Viele, viele KinDer hatten ihr Körbchen oder ein Kästchen in der Nacht vor die Tür gestellt. In vielen Häusern ist er auch leibhaftig eingekehrt. Nüsse und Aep'el, auch einige Rutenstreiche hat er ausnetcilt. Die Kinder konnten ihr Gebet, ihr Derschen sagen. Klopfenden Herzens schauten sie nach dem großen Mann mit dem weißen Bart. „Nikolaus ist ein guter Mann, dem man nicht genug danken fann!"
Jetzt kommt bald das Ebristkindchen. Da heißt es, seinen Wunschzettel schreiben. Wir Erwachsenen lesen diese langen Listen halb wehmütig, halb lächelnd. Wir hoben nicht mehr das gläubige Vertrauen unserer Kinder. Wir blicken nicht so froh in die Zukunst wie sie. Wir überlegen zu viel. Für uns ist das Weihnachtsfest nicht das Ziel Des ganzen Jahres. Wir wissen. Daß nach Den Festtagen Die Zeit weitergeht unh Daß Da andere ForDerungen kommen werDen. Für unsere KinDer aber steht Das Weihnachtsfest als w"nderbarer Wunschberg, auf Dem Das verzauberte Schloß glänzt, am EnDe ihrer Träume. Was nachher kommt, ist ihnen gleichgültig.
Ein wenig sollten auch wir Erwachsenen gerade in diesen Tagen von diesem RinDerglaub-m übernehmen. Wir sollten nicht vergessen, daß Die Advents- zeit die Festesfreude einleitet. Daß Die fommenDen Taae von einer Vorfreude erfüllt sinD, Die oft aröher ist als Die, Die wir bei Erfüllung unserer Wünsche empfinDen.
Können wir uns nicht mehr fo freuen wie unsere Kleinen, fo können wir aber Doch FreuDe bereiten. Die Zeit Des Schenkens ist gekommen. UnD wem macht das Schenken feine Freude? Es ist Reichtum, ist Hilfsbereitschaft in schönster Form. Das Schenken verbindet die Menschen durch eine unsichtbare, wunderbare Welle, die nur der fühlt, der richtig schenken kann. Das ist wie eine Oemütsoffenbarung, es ist die Freude an der Freude Des anDern. Wird aber Das Schenken zu einer Pflicht, die man gelungen erfüllt. Dann wird es zur Heuchelei. Wer beim Schenken nicht mit dem Herzen dabei ist, der lasse es lieber ganz.
Wir wissen auch, daß noch viele, viele Volks- genossen in großer Not sind. Gewiß ist das Winter- hilsswerk ein groß angelegtes Weihnachtsgeschenk für alle, die noch Sorgen haben. Und innerhalb d'eses Werkes kann jeder schenken, kann jeder opfern. Nirgends sind Grenzen gesetzt. Wir wünschen und hoffen, daß alle, die noch schenken tonnen, dies auch reichlich tun!
Vergessen wir dabei die armen Kinder nicht! Lebensrnittel und Kleider sind gewiß auch für sie. Aber am Weihnachtsfest wollen doch auch sie einen Schimmer aus einer besseren Welt sehen. Wie gern hätten sie ein Svielzeug oder ein Buch! Und w'r kein Geld zum Kauf dieser Sachen hat. Der sehe doch in seinen eignen Schränken nach! Da liegen oft noch Puppen und Baukästen aus unserer Jugendzeit, ober aus der unserer nun erwachsenen Kinder. Greifen wir getrost hinein und suchen bas beste heraus!
WWn aber unsere eiaenen Kinder noch gern fnielcn und gute Svielsachen haben, bann wäre zu übcrleacn, ob nicht bies unb bas rocggcfrfrnft wer- den könnte. Berat-m wir einmal ernsthaft mit unseren Kinbern! Wir werben sehen, wie ihre äugen glänzen, wenn auch sie helfen dürfen. Die »Vreube zum Stfimfcn wirb roohl mst bem Men- fdjen aeboren. Schon qan, kleine Kind-r geben bereitwillig ihre Sviellachen her, wenn sie sehen, baß andere sich Daran freuen.
Denken wir Deshalb auch an alle Die Kind-r, Deren (Eltern fein <5pi*'h»uq kaufen können W'r feiern bann sicher bas schönste Weibnachtsfest? M.
(Sifoun-i de« Vrov miaiouelkchuffes.
der öffentlichen Sitzung bes Provinzialaus- schusses ber Provinz Dberbeffen am vorigen Samstag tarnen folgende Gegenstände zur Verhandlung: Klage des Bezirtsfürforgeverbanbes des Kreise» Gießen gegen ben Bezirksfürsorgeverbanb bes Krei- fes Schotten wegen Erstattung von Pflegefosten für Da» Kind Paul Geist. Der Klage wurde ftattgegeben unb ber Betlagte verurteilt, an ben Klager Die für Uiul Geist für Die Zeit vom 11. Avril 1Q32 bis 31. Januar 193.3 aufgeroenbeten Pflegefosten in Jrbe von 136,53 Mark nebst 25 o H. Zuschlag gemäß § 14 Absatz 1 ber Fürsorgepflichtoerorbnung zu Zohlen und die Kosten Des Rechtsstreit» zu tragen Klage Des Lazarus Grieger in Wölfersheim gegen den Beschluß bes Kreisausschusses des Kreises Gießen vom 17. Mai 1933 wegen Heranziehung zu den Verpflegungskosten für feine in Der Lanbes-Heil- irnb Pflegeanstalt zu Gießen untergebrachte Ehefrau Margaret« Grieger. Der «läge wurde unter Aus- hebung ber angefochtenen Entscheidung insoweit stattgegeben, daß ber Kläger verurteilt wird, ob 1 Dezember 1933 einen monatlichen Betrag von 25 Mark für bk laufenden Kosten und monatlich 15 Mark für Die bi» zum 1. Dezember 1933 aufgelau- fenen Unkosten zu zahlen Die Kosten Des Versah, ren» fallen je zur Hälfte bem Rläaer und der Gemeinde Tra s Horloft zur Saft 'Der Streitwert wurde auf 1500 Ttirf festgesetzt
Kaufvertrag zwischen den (Eheleuten Fritz Becker in Zell unb Den Eheleuten Karl Scharfenberg In
Herrenbrettungen: hier: Klage gegen Die Entscheidung Des Ärcisamts Alsfeld vom 2- Oktober 1953 wegen Ablehnung der Genehmigung des Kaufvertrags. Der Beschwerde wurde ftattgegeben, die ne.ch- gesuchte Genehmigung erteilt und Die Kosten Des Verfahrens der Staatskasse zur Last gesetzt.
Oie Weihung der Monfumocreinc.
Das StaatsprefRamt teilt mit: VerschieDene Vor- gänae ber letzten Zeit veranlassen ben Treuhänder der Arbeit Dr. L ü e r Darauf hinzuweisen. Daß nach den Verordnungen des Reichsbeauftragten für Das Genoffenschaftswesen Schlosser W.ebetexte, Die feine Rücksicht auf Den Gedanken ber Dolksgemein- fchoft nehmen, sondern Den Mittelstand verletzen, verboten sind. Ebenso macht er auf feine Veroffent- lidjung vom 17. November 1933, die Genossenschaften betreffend, aufmerksam, die selbstverständlich auch sinngemäß für Die Konsumvereine gilt. Der Treuhänder der Arbeit verlangt, daß Die Konsum- vereine künftig durch keinerlei Werbung, Die rer- steckt ober offen andere Berufsstände verdächtigt ober herabfetzt, ben Wirtschtstsfried-en stören. Ebenfo erwartet er, daß bie Werbung nicht durch Kaffeekränzchen unb sonstige besondere Veranstaltungen über da» Maß lauterer Wettbewerbssitte hinausaeht, wie sich auch die Leiter und Angestellten der Kdn- sumvereine jeglicher Angriffe gegen den Handel in Sdjrift und auch in Wort bei Versammlungen usw. zu enthalten haben, um nicht neue Gegenakt onen der andern Wirtschaftsformen auszulösen. „Ich bin", fo heißt es zum Schluß feiner Anordnung, „alsTreuhänder der Arbeit für den Wirtfchaftsfrieden des rhein-mainischen Wirtschaftsgebiets verantwortlich und werde jeden Versuch, denselben zu stören, auf das schärfste verhindern."
2ßeibnod)tefeier.
Die von ben Sanitäts-SA.-Männern Des Sturmbanns 11/116 geplante Weihnachtsfeier am körn- menben Samstag, 9. Dezember, fällt wegen einer allgemeinen Verfügung ber Obersten SA.-Führung aus.
Die Feier finbet aber zu einem später sestge- setzten Zeitpunkt statt. Die bereits ausgegebenen Programme behalten ihre Gültigkeit.
Der Arft bes Sturmbann 11/116, m. b. F. b. gez. Dr. Wibmann, Sanitäts-Obertruppführer. An olle Kreisbetriebszettenobmanner
der NSOLP. ßeffen<Hoffou.
(Eine vorläufige Zählung ber Aufnahmen in bie Deutsche Arbeitsfront ist sofort vorzunehmen unb Das Ergebnis an Die Gaubetriebszellenabteilung, Frankfurt a. M, Abolf-Hitler-Haus, zu berichten.
Gaubetriebs zcllenabteilung.
Aufnahme in die Oeu.fche Arbeitsfront
Die Gaubetriebszellenabteilung Der NSDAP. Hessen-Nassau bittet Dringenb, allen schriftlichen Anträgen auf Aufnahme als EinzelmitglieD in Die Deutsche Arbeitsfront stets Die Aufnahmegebühr von 50 Pfennig in Briefmarken beizuleaen, da sonst nicht Gewähr geleistet werben kann, daß ber Antrag bis zur Mitgliebersperre am 1. Januar 1934 orbnungsgcmäfj erlcbigt werben kann.
Keine besonderen Studenten' gottesbienfte mehr.
Von ber Pressestelle Der Universität Gießen wirb uns mitgeteilt:
Auf Grund einer Vereinbarung mit ber evangelischen Stadtgeistlichkeit wird der Unioersitats-Gottes- bienft wieder, wie in der Vorkriegszeit, mit dem Oemeinbegottesbienft zusammengelegt. Am kommenden Sonntag, 10. Dezember, predigt Professor D. theol. Haenchen um 9.30 Uhr in der Stabttirdje Die Studentenschaft wird in besonderer Weise auf Diesen Gottesdienst mit Der Gießener evangelischen Gemeinde aufmerksam gemacht.
VoifSvoisteUung im Stadttheater.
Au» dem Stabttheaterbüro wirb uns geschrieben: Den Wünschen vieler Theaterfreunde entsprechend hat die Intendanz die Möglichkeit geschaffen, trotz der nicht unerheblichen Belastung des Arbeitsplanes des Theaters noch vor Weihnachten, und zwar am Samstag, 9. Dezember, 20.15 Itijr eine Bolksoorstellung an Zusehen. An diesem Abend kommt das erfolgreiche Lustspiel „Der Traum Der Vilma Kelemen" von Franz Molnar unter der Spielleitung des Intendanten zum letzten Mal zur Aufführung. Diese Dialog- unD hanblungsstarke Lustspielsabel ist eine spielerische unb spannende Unterhaltung über ein alte» und wohl unerschöpfliches Thema, Das der immer galante unD stet» liebens- würdige Dichter Franz Molnar abwandelt. Die Hauptrolle des Stückes, in der dem Schauspieler Gelegenheit gegeben ist, in vier scharf voneinander abweichenden Rollen starke Wandlungsfähigkeit be- weifen zu müssen, wird von Intendant König felbü gespielt, ber bereit» an Drei Bühnen die Rolle bes (Borg Szabo spielte Die Trdfe für Mele Volks- Vorstellung betragen 0,30 bi» 1,50 Mark. Ende 22.30 Uhr.
bhcfctner Vochcnmarktvreise.
• Gießen, 7. Dez. Auf bem heutigen Wochen- markt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,40, Kochbutter 1,20 Mk., Matte 25 Pf., Käse, bas Sück 4 bis 10, Eier (inländische) 15, Wirsing, Das Pfund 12. Weißkraut 8, Rotkraut 10, Gelbe Rüden, 10 bis 12, Rote Rüden 10, Spinat 20, Untertoblrabi 7 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 30 Pf.. Feldsalat 1,— bis 1 50 Mk., Zwiebeln 10 Ps . Meerrettich 40 bis 60, Schwarzwurzeln 25 di» 30, Kartoffeln, Das Pfund 3 bis 3S Pf., der Zentner 2,50 bis 2,80 Mk., Aepfel Das Pfund 15 bis 20 Pf. Rüste 40 bi» 60, junge Hähne 70 bi» 75, Suppenhühner 60 bis 70, Gänse 60 bis 65 Tauben. Dos Stürf 40 bis 45, Endivien 10 dis 15, Lauch 5 bi» 10, Rettich 10, Sellerie 10 bis 25 Pf.
VornoNzen.
Tageskalender für Donnerstagt Stadttheater. 20 bis 22 Uhr ..Wenn der Hahn kräht". — Gießener Konzertverein, 20 Uhr, Stadt- ttrche, 3. Konzert, Ioh. Seb. Bach We:hnachts-Ora«


