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1900 Gießen siebenmal in der 30-Bestenliste der DSB.
Die Deutsche ©portbehörDe für Leichtathletik hat dieser Tage m ihrem amtlichen Organ „Start und Ziel" die offizielle Liste der 30 besten Reichs- deutschen sowie eine Rangliste der Vereine heraus- gegeben. Die Spieloereiniaung 1900, die, wie bereit- berichtet, in Westdeutschland zu den führenden Vereinen zahlt, ist auch in der Reichsliste recht gut plaziert, iis rangieren f>. Jung mit 3,52 Meter an 12. Stelle im Stabhochsprung und mit 58,8 SeL an 24. Stelle im 400-Meter-Hurdenlaus, P. Gerhardt mit 3:00.55,2 Stunden an 14. Stelle im Marathonlauf und mit 34:18 Min. an 28. Stelle im 10 OoO-Meter-Lauf, Unterfeldwebel 0. Guael mit 1-1,32 Meter an 14. Stelle im Kugelstoßen, A. KiIomit 42,70 Meter an 15. Stelle im Diskuswerfen und Unterfeldwebel 5). Steines mit 3,35 Meter an 30. Stelle im Stabhochsprung. Die Genannten dürfen die zur Verleihung kommende 30- Beftennadel der DSB mit Stolz tragen, denn bei dem ausgezeichneten Niveau gerade der deutschen Leichtathletik können nur über dem Durchschnitt stehende Könner für diese Auszeichnung in Frage kommen.
In der DSB-Dereinsrangliste hat die Spielvereinigung 1900 dieses Jahr einen beachtlichen Sprung nach oben getan. Sie steht mit 71 Punkten an 35. Stelle Inmitten bekannter reichsdeutscher Leichtathletikoereine.
Der Skisport in der Studenten sch ast.
Die Führer des Deutschen Ski-Derbandes und des Amtes für Leibesübungen der deutschen Stu- tunten haben ein Uebereinkommen getroffen, um die Angelegenheiten der skisporttreibenden Studenten zu ordnen und zu leiten. Sämtliche den akademischen Skisport betreffenden Fragen, wie die Organisation von Wettkämpfen, das gesamte Lehrwesen (Skikurse, Tourenkurse), die Entsendung von Mannschaften ins Ausland, unterstehen dem zum Obmann für Skilauf ernannten Heinrich Lührmann.
Um eine einheitliche Regelung des akademischen Skilaufs in ganz Deutschland zu gewährleisten, beruft das Amt für Leibesübungen jeder Hochschule, die am Skilauf interessiert ist, im Benehmen mit dem Institut für Leibesübungen und dem Führer des betreffenden Bezirkes des DSD. einen Obmann für Skilauf. Dieser Obmann hat die Verbindung zwischen dem Amt für Leibesübungen und dem Führer bzw. Sport- oder Lehrwart des betreffenden DSD.-Bezirkes auf- recht zu erhalten und organisiert im gleichen Einvernehmen die Skiwettkämpfe. Er sorgt weiterhin für die Durchführung von Ski - und Tourenkursen und schafft akademischen Skiläufern so- wohl an der Hochschule wie im Gebirge Trainingsmöglichkeiten.
Turnersiihrer-TagiinOesKreisesLchn-JilKDT.)
Unter der Leitung des Kreisführers Karl Dau* pert lWieseck) sand am Sonntag im „Bayerischen Hof" zu Gießen die erste Tagung des Führerrings im neuen Turnkreis Lahn-Dill (Gau Nordhessen, DT.) statt.
Die Deutsche Turnerschaft (DT.) gliedert sich nach den neuen Bestimmungen in 17 Gaue. Unter diesen ist der Gau Nordhessen mit über 65 000 Mitgliedern der Gau XII. Er ist eingeteilt in die beiden Bezirke Kassel und Gießen. Der letztere hat sechs Kreise. Einer davon ist der Kreis Lahn-Dill, der wieder in vier Kreisgebiete (Dillenburg, Wetzlar, Gießen und Alsfeld) gegliedert ist und 112 Vereine Mit. Zu ihm gehören auch 33 Vereine des früheren ADT.-Gaues Lahn-Dünsberg.
Kreisführer D a u p e r t führte in seiner Begrüßung aus, daß man heute keine ernstere Tagung beginnen könne, ohne der Größe unserer Zeit und der Führer zu gedenken, die Deutschland, das durch seine parteipolitische Zerrissenheit aus vielen Wunden blutete, zur Einheit und Volksgemeinschaft führten.
Die Deutsche Turnerschaft schritt schon immer auf dem Wege zur Volkseinheit.
war es doch das große Vermächtnis ihres geistigen Vaters und Vorbildes Friedrich Ludwig Jahn, für Deutschland und dessen Einheit zu wirken und zu kämpfen. Wir Türner begrüßen darum den nationalen Umschwung und arbeiten gerne mit zum Wohle und Segen von Volk und Vaterland.
Der Oberturnwart des Gaues Nordhessen, R PauI (Gießen), überbrachte die Grüße des Be- z-rksführers Dr. Rau ^Butzbach). In vackenden Worten schilderte der Turnwart das Wesen der D.utsch.'n Turncrschaft und betont, daß deren Arbeit schon immer Kulturgut bester Art war, und daß die Turner auch im neuen Reiche freudig mitbauen wollen. Die Zusammenarbeit zwischen SA., HI. und d'n Turnern ist noch nicht endgültig geregelt. Da ist es Pflicht eines jeden Turners, auf dem an- vertrauten Posten auszuharren und ein gutes Verhältnis mit den Kameraden der SA. und HI. zu pflegen. Oberturnwart Paul schloß mit den Worten
3m Geiste hin zu Turnvater 3ahn, In der Arbeit im neuen Reiche vorwärts und aufwärts mit
Adolf hitlerl
Die Erledigung der reichhaltigen Tagesordnung begann mit der Verpflichtung des neu ernannten Führerrings. Die Leitung des Kreises Lahn-Dill liegt in den Händen folgender Turner:
1. Führer: Karl Dau pert, Wieseck,
2. Stellvertreter des Führers: Oberförster Erich Zobel, Haiger,
3. Schatzmeister und Schriftwart: noch unbesetzt,
4. Dbcrturnroart: Paul Schüler, Wetzlar, 5. Männ"rturnwart: Karl Reuter, Gietz-n
6. Frauentumwart: Hch. Schneider, Wetzlar.
7. Volksturnwart: Ludwig Malkomesius, Gießen.
8. Schwimmwart: Will). Luft, Wetzlar.
9. Spielwart: Albert Luh, Allendorf (Lahn).
10. Pressewart: Lehrer Zöller, Hausen (Gießen).
11. Dietmar!: Dr. E. Römer, Grohen-Linden.
Zu Führern der Äreisgebiete wurden ernannt:
1. Für Alsfeld: Edmond Ebeling, Alsfeld.
2. Für Gießen: Karl Daupert, Wieseck.
3. Für Wetzlar: H. Jockel, Braunfels.
4. Für Dillenburg: Erich Zobel, Haiger.
Der Kreisführer richtete ernste Mahnworte an die Führer und sprach dem Sinne nach: Alle Aem- ter bringen Pflichten, doch wo Freude und Luft führen helfen, da ist die Arbeit keine Last.
Als besondere Punkte der Tagesordnung wurden besprochen: Tagungen, turnerische Veranstaltungen, Lehrgänge, die Beziehungen zu anderen Turn- und Sportoerbänden und zur SA. und HI., ferner Zeitungsfragen und anderes. Zusammenfassend sei nur auf Weniges hingewiesen: die Termine zu den Tagungen werden in der Gauzeitung bekanntgegeben. Alle turnerische Arbeit, alle turnerischen Veranstaltungen sind dem Rahmen der heutigen Entwicklung anzupassen. Oeffentliche Veranstaltungen der Vereine sind der politischen Ortsleitung frühzeitig anzumelden.
Wenn irgend möglich, soll jeder verein eine vcran^allung durchführen, deren Ertrag nationalen Zwecken (Winterhilfswerk) zuflieht.
Die neue Gauzeitung heißt: Amtliches Gaublatt für den 12. Turngau Nordhessen.
Im Schlußwort hob der Kreisführer Daupert I hervor, daß die Deutsche Turnerschaft im Sinn und ! Geist der neuen Zeit voll und ganz im Dienste des ! Vaterlandes steht und beste deutsche Aufbauarbeit | leistet. Jeder Führer möge hierbei ein Vorbild in der Leistung sein und sich in der Pflichterfüllung von niemand übertreffen lassen. Alle Arbeit möge erfolgen unter dem Motto: Glauben und kämpfen!
Die sehr anregend verlaufene Tagung schloß mit ein-’m dreifachen „Gut Heil!" auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Z.
Handball im Gau XII der OT.
Lützellinden II — Lang-Göns I 3:8 (2:3).
Nachdem die Platzbesitzer den Gästen in der ersten Hälfte noch einigermaßen Widerstand leisteten, fielen sie nach der Pause mehr und mehr ab, so daß Lang- Gons zu einem verdienten Siege kam.
Heuchelheim I — Krofdorf I 3:7 (2:4).
Gegen die gefürchtete Mannschaft von Krofdorf mußte Heuchelheim trotz des Vorteils des eigenen Platzes die S'gel streichen. Die Gäste hatten bereits in der ersten Hälfte stets mehr vom Spiel und einen verdienten Vorsprung herausgeholt. Nach dem Wechsel hielt die Ueberlegenheit des Gastes weiter an und mit 3 weiteren Erfolgen stand der Sieg mit 7:3 am Schluß sicher.
Allendorf a. d. Lumda — Roth 6:2 (3:0).
Die Plahbesitzer knüpften an die guten Leistungen des letzten Spieles an u"d siegten recht sicher.
Barggemünben — Romrod 5:1 (2:1).
Beide Mannschaften lieferten sich in der Ent- fReibung in der 5. Gruppe der Kreisklasse einen scharfen und erbitterten Kampf, vor der Pause war das Spiel, trotzdem die Gäste den Wind zum Bundesgenosien hatten, ausgeglichen und brachte einen 21-Vorfprung der Platzbesitzer. Nach dem Wechsel kam Burggemunden zu drei weiteren To
ren, während die Gäste feer ausgingen. Mit diesem Siege stehen beide Mannschaften, nach Verluftpunk- ten gerechnet, nunmehr in der Tabelle auf gleiche» Höhe.
Münchholzhausen —Herborn 18:1.
Das Spiel war im wahrsten Sinne des Wortes ein Schützenfest und sah die Mannschaft de? Siegers in großer Form.
Wirtschaft.
• Wirtschaftsbelebung in der Funk- i n b u ft r i e. Nachdem die Nora-Radio G. m. b. H. bereits Anfang September ds. 3s. ihre Belegschaft seit der Funk-Ausstellung um 700 Mann erhöht hatte, sind infolge der sehr großen Nachfrage nach Nora-Geräten weitere Einstellungen von insgesamt 1500 Arbeitnehmern erfolgte.
Frankfurter Börse.
Mittagsbörse: still.
Frankfurt a. M., 6. Dez. Die In den vorhergehenden Tagen oorgenommenen größeren Verkäufe scheinen einerseits die Aufnahmefähigkeit der Börse weitgehend erschöpft zu haben, anderseits dürfte die durch sie hervorgerufene Senkung des Kursnioeaus das Publikum vorläufig noch von einer Beteiligung am Geschäft Aurücfgalten. Man hofft zwar, daß die Russenverkäufe nun ihr Ende gefunden haben, nach den gestrigen Erfahrungen ist es jedoch nicht ausgeschlossen, daß im Verlaufe der Börse doch wieder ein größeres Angebot erscheint. Aus diesen Gründen eröffnete der Mittagsoerkehr außerordentlich sttll und in großer Zurückhaltung. Farben setzten 0,65 v.H. unter gestern abend ein und gaben bald weitere 0,25 v. H. nach. Abgesehen von der technischen Situation muß man die Lage an der Börse als durchaus hoffnungsvoll bezeichnen, zumal die Wirt- schaftsberichte günstig lauten. Die allgemeine Bewegung zeigte überwiegend nach unten. Der Mon- tanmarft brachte zwar einzelne Besserungen bis 0,5 v. Sy, so bei Mannesmann, Otaviminen, demgegenüber verloren aber Klöckner, Deutsche Erdöl und Ilse-Genuß bis 1 o. Sy Der Elektromarkt zeigte Felten und AEG. gut behauptet, Siemens 0,5 o. H. höher, dagegen Gesfürel 1,5 v. H. und Schuckert 0,5 v. H. niedriger. Auch AG. für Verkehr lagen 0,5 d. Sy schwächer, Schiffahrtswerte hingegen gehalten.
Der Rentenmarkt war ebenfalls sttll. Reichsanleihen bis 0,5 v. Sy nachgebend, sehr fest dagegen Stahl- verein-Mark-Bonds (4- 2,5 d. Sy, ba man ein günstiges Urteil in der Dollarfrage erwartet. Der Plan einer Umwandlung der Dollarbonds in Reichsmarkanleihen scheint beim Publikum noch keine Resonanz gefunden zu haben. Auf die stärkeren Steigerungen von gestern erfolgten heute kleine Realisationen, so daß Dollarbonds eher zur Schwäche neigten. — Der Verlauf lag etwas freundlicher, wobei anregte, daß keine Ruffenoerkäufe mehr abgewickelt wurden, was man übrigens damit begründete, daß die Wechsel- vervflichtungen bis zum 7. d. M. abgedeckt sein müssen-, so daß jetzt noch vorgenommene Abgaben für die Geldbeschaffung zu spät kämen. IG.-Farben konnten sich um 1 d. Sy auf 123 d. Sy bestem, und auch Montanaktien wiesen meist kleine Erhöhungen um 0,25 v. H. auf. Fest tagen noch Reichsdavk (4- 2 v. H.), anderseits kamen Kaliaktten bis 2 d. Sy niedriger zur Notiz. Die Reichsanleihen gaben später weiter nach, Stahloereinbonds schlosten mit 59 v. Sy, waren aber an der Nachbörse stärker gesucht und bis auf 60 75 d. Sy erhöht. Der Pfandbriefmarkt zeigte Geringe Umsätze und wenig Veränderungen. Rheinische Hnvotbeken Gold notierten etwas fester, ßiquibationspfanbbriefc waren teilweise leicht ge- ^drückt. Von Stadtanleihen gaben 6 v. Sy wertbeständige Stadt Frankfurt von 26 1 v. Sy auf 63.5 v.H, nach. Don fremden Werten sind Schweizer Bundesbahnanleihen mit einem neuen Gewinn von 1,5 v. Sy zu erwähnen. — Tagesgeld 3 v. Sy
Abendbörse: still.
Die Abendbörse lag fast geschäftslos, aber nicht unfreundlich. Die Kurse blieben gegen Berlin ziemlich behauptet. Einzelne Montanwerte setzten etwas hoher ein, Aku waren gefragt und 0,75 o. H. fester, während IG-Farben 0,25 v. H. verloren und fpä ter weitere 050 v.H. nachgaben, wie überhaupt im Verlaufe die Kurse infolge der Geschäftsstille etwas abbröckelten. Am Rentenmarkt lagen Reichsanleihen etwa behauptet, aber fast ohne Umsatz. Auf die Ab- Weisung der Widerklage des Stahlverein durch das Landgericht Düsseldorf blieben Stahloerein-Mark- Dbligation-m gesucht und etwa 1 v. Sy fester. Dagegen bröckelten zertifizierte Dollarbonds eher weiter ab. Don fremden Werten waren Schweiz. Bun- desbahnanl-ihen witerhin stark gesucht: 4vrozemige zogen um 3,50 v. Sy auf 127,50 o. H. und 3 5vroz. um 3 v. H. auf 120 v. H. an. Neubesitz 16,55 bis 16,50. Altbesitz 90,65, 6vroz. Stahlverein 60,50 bis 61, H-irpener 84,90, Rheinftahl 85, Stahlverein 36,38, Reichsbank 164 (—1,50 v. H ), Aku 39,25 bis
38,65 bis 39, IG.-Farben 122,75 bis 122,25, Llond 10,38.
Tchwcincmarkt in (ledern.
Gedern, 5. Dezember. Lus dem heutigen Schweinemarkt waren 132 Tiere aufgeiric- ben. Es wurden erzielt für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 10 bis 14 Mark, für 8 bis 12 Wochen alte Ferkel 14 bis 20 Mark und für Läufer 40 bis 50 Mark. Durch das überaus kalte Wetter war der Auftrieb gegenüber den seitherigen Märkten sehr gering. Der Markt war in kurzer Zeit ausoerkauft.
irrnntiur.-r Wrimfrcbimc.
Frankfurt a. M., 6. Dez. Der Getreidegroß- markt lag bei unveränderten Preisen stetig Weizenmehle waren leicht ermäßigt. Weizen 195 Mark, Roggen 170. Braugerste 181 bis 183,50, Hafer 145 bis 147,50, Weizenmehl (Spezial 0) 28,75 bis 29.65, Weizenmehl (ohne Austaulchweizen) 27,25 bis 28,15, Roggenmehl (0 bis 60 v.H.) 23 50 bis 24. Roggen- mehl (süddeutsches, Spezial 0) 24. Weizenkleie 10,85 bis 11, Roggenkleie 10,35 bis 10,60 Mark. ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 kg.)
frankfurter Lchlachwiehmarkt.
Dorberid)L
Frankfurt a. M., 7. Dez Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: Rinder 43, Kälber 885, Schafe 351, Schweine 518. Es kosteten: Kälbkr 22 bis 39, Hämmcl 23 bis 28, Schafe 17 bis 23, Schweine 42 bis 49. Marktverlauf: Kälber und Schweine langsam, Schafe ruhig.
Zuchthaus und Gefängnisstrafen für Kommunisten.
WSN. Darmstadt, 6. Dez. Der Strafsenat des Oberlandesgerichts verhandelte dieser Tage unter Ausschluß der Oeffentlichkeft gegen 16 Kommunisten aus Darmstadt und zwei Kommunisten aus Ober-Ramstadt wegen Verbrechens gegen das Sprengstoffgesetz und hochverräterischer Umtriebe. Im Mai 1933 wurden auf einem Fabrikgelände im Gräfenhäuser Weg wohloergraben in einer Kiste Sprengstoffe und Schußwaffen gesunden. Die Waffen waren von den beiden Leitern des Kampfbundes gegen den Faschismus nach langem Hin und Her bei Gesinnungsfreunden hier zur endgültigen Ruhe gelegt worden. Seit 1931, wo der Jakob Wedel aus Ober-Ram- stadt, einige Sprengkapseln im Steinbruch, in dem er arbeitete, an sich nahm, hatte man an der Vergrößerung dieses kostbaren Besitzes gearbeitet, und mit der Zeit waren noch alle möglichen Waffen, Karabiner, Pistolen, Munition usw. dazu gekom men. Die Angeklagten wollen den Sprengfto'f lediglich aufbewahrt haben, um „im Winter Stocke zu {mengen". Der Strafsenat erkannte in d N Abendstunden auf folgendes Urteil: Konrad Wei- ge l, der politische Leiter der Antifa, und P ( Winkel, der organisatorische Leiter der An /-, werden wegen Vorbereitung zum Hochverrat u ) Verbrechens gegen das Sprengstoffacsetz z u s e drei Jahren drei Monaten Zuchthaus verurteilt unter Einbeziehung einer früher gegen sie erkannten Strafe. Konrad Ehmig erhält wcoen derselben Delikte eine Zuchthaus st rase von zwei Jahren und zwei Monaten. Allen dreien werden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt. Zu einem Jahr und drei Monaten Zuchthaus werden verurteilt: Jakob Wedel und Ernst B e ch t, beide aus Oder-Ramstadt, sowie August Bender aus Darmstadt. EinJahr und sechs Monote Zuchthaus erhält Mathäus K u n • k e l aus Darmstadt, ein Jahr Zuchthaus der Angeklagte Adam D o s ch. Wegen Beihilfe zur Vorbereitung zum Hochverrat und zum Verbrechen gegen das Sprengstoffgesetz erhalten je ein Jahr und drei Monate Gefängnis Nikolaus Schmidt und Heinrich Hartmann, sowie Adam R e i n e m u t h wegen Beihilfe zu hochverräterischem Umtriebe und Vergehens aegen das Schußwaffennesetz Vier Angeklagte erhalten ebenfalls wegen B'ihilfe zweimal je sechs, acht und zehn Monate Gefängnis und iwei Angeklagte werden mangels Beweises freiaefprodrn. Der Staatsanwalt hatte insgesamt 35’/» Jahre Zuchthaus und 2'/, Jahre Gefängnis beantragt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die timtet den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe öer zuletzt beuhlolfenen Dividende an — Reichsbankdiskoni 4 v H Lombardztnsfuß 5 o H.
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