Ausgabe 
7.11.1933 Zweites Blatt
 
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Wirtschaft

; Roggenmehl (Pfälzer und 1,25; Weizenkleie (feine, mit

deutsches) 21,50 bis 22,50;

Oie Jagd im November

Winierhilfswerk

des Deutschen Volkes 1933/34.

Gauführung Hessen-Nassau.

Jtanffurl a. DL lounusslroge 11L Telephon 32288.

Postscheckkonto: Frankfurt a. DL 28100.

Bankkonto: Nassauische Landesbank. Frankfurt a. DL, Girokonto 6200.

süddeutsches) 22,75 bis 23,25; ,

Sack) 9,2a, (grobe) 10,25; Roggenkleie 8,75 bis 9,50;

Weizenfuttermehl 10,75; Roggenfuttermehl 10,25 bis 12,50; Rapskuchen 12 bis 12,25; Palmkuchen 14,25; Kokoskuchen 17; Sesamkuchen 10,50; Leinkuchen 17; Weizennachmehl 14,50 bis 15,75 Mark.

Mainzer Lchweinemartt.

Mainz, 6. Roo. Auftrieb: 841 Stück. Notiert wurde pro Zentner Lebendgewicht in RM.: voll- lei chige von etwa 120 bis 150 kg 50 bis 53; voll- lei chige von etwa 100 bis 120 kg 49 bis 52, voll- lei chige von etwa 80 bis 100 kg 46 bis 49. Markt­oerlauf rege, geringer Ueberftand. Beste Tiere über Notiz.

jagd ist immer eine besondere Freude. Daß dabei nur Hähne geschossen werden sollen, so lange unsere Fasanenbestände in allen Revieren noch im Werden sind, ist eigentlich Selbstverständlichkeit. Leider be­lehrt der Blick in Schaufenster von Wildhandlungen uns, daß es offenbar auch schon Reviere mit Hennen- Überfluß gibt. Ihre Inhaber sollte man sich merken. Der Grundsatz, daß Gemeinnutz vor Eigennutz geht, scheint ihnen noch nicht bekanntgeworden zu sein.

Auch die Waldschnepfe, die auf dem Zug gen Süden ist, hilft die Strecke der Waldjagd bunter gestalten.

Die Hühner jagd als planmäßige Jagd ist zu Ende. Doch hat das Rebhuhn noch Schußzeit.

Gottseidank ist die Zeit vorüber, wo wie noch int Vorjahr unser liebstes und lieblichstes Wild, die Gazelle des deutschen Waldes, das Reh, auf der Treibjagd in Massenstrecken mit Schrot gemeu­chelt werden konnte. Das Rehwild hat in Hessen noch Schubzeit bis zum Ende des Monats, und zwar ohne irgendwelche gesetzlichen Einschränkungen. Nur darf ausschließlich die Kugel verwendet werden, auch für den Fangschuß. Der hegende Weidmann wird vor dem Schuß sich wohl überlegen, ob der Abschuß des betreffenden Stückes im Interesse seines Wild­standes liegt oder nicht, und danach vor allem schwache Stücke abschießen. Am 1. November hat auch in Preußen die Schußzeit für Rehwild, und zwar nur für weibliches Wild, begonnen. Die Schuß­zeit für Böcke und für männliche Kitze (die noch keine hatten) endigte am 31. Oktober, während bis zum 31. Dezember von jetzt an Ricken und weibliche Kitze geschoßen werden dürfen. Das Letztere ist in dieser allgemeinen Form für Preußen neu, weswegen wir besonders darauf Hinweisen.

Der Abschuß männlichen R o t w i l d e s ist im all- gemeinen beendigt. Schlecht veranlagte oder küm- mernbe Hirsche sind davon ausgenommen. Dagegen ist der Kahlwildabschuß frei und sollte nach ähnlichen Grundsätzen wie beim Rehwild durchgeführt wer­den. Er ist im Jnteresie einer richtigen Bestands- gliederung unbedingt notig.

Die Brunft des Damwildes geht zu Ende. Auch hier gilt der Abschuß in der Hauptsache dem Kahlwild.

Die Sauen sind feist. Nun wartet der Jäger sehnlichst auf die erste Neue. Denn nur Schnee ge- stattet ein wirklich erfolgversprechendes Besagen.

Je kälter es wird, um so besser wird der F u ch s - balg. Auf der Waldtreibjagd ist der rote Frei­beuter immer der stille Wunsch des Schützen.

Wer noch keine Vorkehrungen zur W i n t e r f ü t ter u n g getroffen hat, muß es nun tun. Für unsere

702 Viertel Rindfleisch, 40 aanze Kälber, 4 ganze Schafe und 236 Schweinehälften. Preis für 1 Zent- ner frisches Fleisch in Mark: Ochsenfleisch I 48 bis 52 II 45 bis 50. Bullensleisch 47 bis 52. Kuhfleisch II 34 bis 40, III 25 bis 30. Kalbfleisch I und II 58 bis 70. Hammelfleisch 55 bis 62. Schweinefleisch 1 65 bis 70. Geschäftsgang des Großmarktes: ruhig.

Mannheimer Getreidcbörfe

Mannheim, 6. Nov. Weizen (inländischer, 76 77 kg, frei Mannheim) 19,50 bis 19,60 RM., Festpreis per November Bezirk 9 18,90, Bezirk 10 19 10, Bezirk 11 19,40; Roggen (inländischer, süd- deutscher, frei Mannheim) 10,40 bis 16,50, Festpreis per November Bezirk 9 15,90, Bezirk 8 15,60; Hafer (inländischer) 14; Sommergerste 18 bis 19; Gerste (Pfälzer) 18,50 bis 19,50; Fultergerste 16,75; Mais (mit Sack) 18,50; Sojaschrot (Mannheimer Fabrikat, prompt) 14,50 bis 14,75; Biertreber (mit Sack) 16,50; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 8,75 bis 9; Roh- melasse 8,25 bis 8,50; Erdnußkuchen 16,20 dis 16,50; Wiesenheu (loses) 5,40 bis 5,70; Rotkleeheu 5,70 bis 6; Luzernkleebeu 7; Stroh, Preßstroh Roggen-Wei­zen 2, Hafer-Gerste 1,80 bis 2; geb. Stroh, Roggen- Weizen 1,40 bis 1,70, Hafer-Gerste 1,20 bis 1,49; Weizenmehl (Spezial 0, mit Auslandweizen, mit Sack, neue Mahlart) per November 29,40, per De­zember 29,55, per Januar 29,70; Weizenmehl (mit Auslandweizen) per November 27,90, per Dezember 28,05, per Januar 28,20; Roggenmehl (mit Sack, 70 bis 60 v. H. Ausmahlung, je nach Fabrikat, nord-

granffurfer Börse.

Mttagsbörse: uneinheitlich.

Frankfurt a. TL, 6. Nov. Das Geschäft an der Börse erfuhr auch zum Beginn der neuen Woche keine Belebung, was vor allem für den Aktien­markt zutrifft, während am Rentenmarkte auf kleine Kundenorders und Arbitragekäufe hin die Umsatztätigkeit ziemlich lebhaft war. Besonders die Neubesitzanleihe stand im Mittelpunkt der Nach­frage, die von 13,10 auf 13,37*/» o. H. anzog. Ferner gingen späte Reichsschuldbuchforderungen bei grö­ßerem Umsatz zu 89,40 bis 89,65 o. H. um 0,65 o. H. höher um, während die Altbesitzanleihe ruhi­ger und mit 78,50 o. Sy unverändert lag. stahl- verein-Bonds und Reichsbahn-VA. waren behauptet.

An den Aktienmärkten hielt die Zuruck- Haltung weiter an, offenbar auch im Hinblick aus die bevorstehenden Wahlen. Daneben fehlten An­regungen und vor allem Aufträge der Kundschaft. Die Kursgestaltung war uneinheitlich, wobei aber zunächst Abschwächungen überwogen. Besonders der Montanmarkt litt unter einigen Glattstellungen, so daß Gelsenkirchen und Phönix ft 1,50 vH. und Harpener 1,75 o H und die übrigen Werte sowie Kaliaktien von 0,50 bis 1 o. H. nachgaben. Reichs- bankanteile waren ebenfalls etwas angeboten und um 1,50 v.H. niedriger, ferner gingen Siemens um 1 v.H. zurück. Andererseits waren Lechwerke und Lahmeyer je 1,50 o. H. und Holzmann 1 v. Sy erhöht. Schiffahrtsaktien lagen behauptet ebenso IG. Farben, letztere zogen spater um 0,25 v. H. auf 116 v.H. an. Nach den ersten Kursen lagen Aktien vorübergehend etwas belebter und fester, be­sonders die anfangs gedrückten Montanaktien konn­ten sich ziemlich gut erholen. .

Im Verlaufe wurde das Geschäft wieder merklich stiller, doch lagen die Kurse ziemlich be- hauptet. Holzmann gaben 0,75 v. H. ihres Gewinnes wieder her, IG. Farben erhöhten sich um weitere 0 25 v. H., ferner kamen Rhein. Braunkohlen 1 v. Sy, dagegen Ehadeaktien zunächst 2 Mark schwächer, dann wieder 3 Mark höher zur Notiz. Am Kassa- markt lagen Commerzbank und vv-Bank je 0,50 v. Sy niedriger, von Industriepapieren zogen Gement Lothringen 2 o. Sy, Mainkraft 1,50 o. H. an, ferner kamen Strohstoff Dresden nach länaerer Pause mit 64,50 (zuletzt 56 o. H.) wieder zur Notiz Fester waren noch Frankona Versicherung 100er (+ 3,50 Mark).

Am Rentenmarkt hielt die Befestigung für deutsche Anleihen und späte Reichsschuldbuchforde- rungen bis zum Schluß der Börse an, Altbesitz bis 79, Neubesitz bis 13.45, späte Reichsschuldbuchforde- rungen bis zirka 89,90 v.H. Goldpfandbriefe blie­ben meist unverändert, etwas fester Rheinische (9-0,50 v. H.). Kommunak-Obligationen und Liqui­dationspfandbriefe lagen uneinheitlich bei jedoch nur kleinen Abweichungen Stadtanleihen lagen z. T. weiter fest, fo 6 v H. Stadt Hanau von 26 und 6 v.H. Mainz von 28. Staats- und Länder- anleihen zeigten nur geringe Abweichungen. Von fremden Werten gaben Anatolier zunächst 40 Pf. nach, iväter waren sie um 20 Pf. erholt; die übri­gen Türfen waren gut behauptet. Tagesgeld zu 3 v. Sy leicht.

Abendbörse: still.

Die Abendbörse wies bei unverändert freundlicher Grundstimmung infolge des nur sehr geringen Ordereinganges auch nur minimale Umsätze auf, zumal da die Kulisse ziemliche Zurückhaltung an Den lag legte. Das Kursniveau zeigte gegenüber dem Berliner Schluß nur geringprozentige Ber- änberungen. So lagen beispielsweise IG.-Farben 0,1.3 v. Sy und von Stahloerein-Konzernwerten Phönix und Gelsenkirchen je 0,25 v. H. über Ber­lin, während anderseits AEG. 0,25 v. H., Lahmeyer 0,38 v. H. und Licht und Kraft 0,50 v. H nach­gaben. Im Verlaufe blieb das Geschäft sehr klein. IG.-Farben brodelten um 0,25 v. Sy ab, Chade- aktien gaben 1 Mark nach, dagegen konnten sich ßahmeqcr wieder um 0,25 o. H. erholen.

Sehr still war es auch am Rentenmarkt. Deutsche Anleihen konnten sich jedoch auf dem hohen Mittagsstand behaupten, lediglich späte Reichsfchuld- budjforberunqen bröckelten leicht ab. Don Staats­anleihen gaben Schahanweisungen des Deutschen Reiches 10 bis 1000 Dollar um 1 v. H. auf 70 v. H. Brief nach. U. a. notierten: Neubesthanleihe 13,40, Altbesitzanleihe 79, Schutzgebietsanleihe alle Jahr­gänge 7.8250, Reichsbahn°DA. 101,25. Reichsbank 155.50, Gelsenkirchen 41, Harvener 75.50. Pbönir 32.25, Rheipstabl 75 50, Stahlüerctn 27,50 AEG. 16,25, Cbade 132. Scheideanstalt 174, Licht und Kraft 88.50, IG -Farben 116 bis 115.75, Labmeyer 103,50 bis 103,75, Zellstoff Aschaffenburg 20,75.

ftrnnfnir^r (Ereilt'b;ir»c

Frankfurt a. TL, 6. Nov. Das Geschäft am Getreidegroßmarkt blieb für Brotgetreide und Mehle weiter sehr ft i 11, die Preise lagen unverändert.

Don Futtergetreide gab Hafer leicht ^ch .Sehr fest aber ohne größeres tie^aft lagen Weizen- und Roggenkleie, in denen das Angebot infolge des schwachen Mehlgeschäfts sehr knapp ift Die Preise logen um 25 Pfennig an Oelhattige Artikel lagen wesentlich stiller und z. T. nur knapp behauptet Weizen 193, Roggen 161 bis 162, Braugerste 181 bis 183,50, Hafer 137,50; Weizenmehl, Soez. 0 nut Austauschweizen 28,75 bis 29,65, dito ohne Aus- tauschweizen 27,25 bis 28,15, Roggenmehl 0-bis 60- prozentig 22M bis 23, do. jüdd. Spez.0 23,50, Weizenkleie 9,75, Roggenkleie 9,25, Sojaschrot 14,6) bis 15, Palmkuchen 14,30, Erdnußkuchen 16,30 bis 16,65, Treber 16,50, Heu 6, Weizen- und Roggen­stroh, drahtgepreßt, 2 bis 2,25, do. gebündelt, 1,60 bis 2. Kartoffeln: Industrie, hiesiger Gegend, 2,30 bis 2,40 Mk. (unverändert! per 50 Kilo bei Waggon- bezug frei Frankfurt a. M. Tendenz: ruhig.

ranliuitcr «ajlaa>*u.e»,>narh.

Frankfurt a. TL, 6.Nov. Auftrieb: Rinder insgesamt 1443 (gegen 1724 am letzten Montags- markt), darunter befanden sich 384 Ochsen, 110 Bul­len, 497 Kühe und 452 Färsen, Kälber 394 (373), Schafe 236 (204) und Schweine 4031 (3555). No­tiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 29 bis 31, a2) 26 bis 28, b) 20 bis 25

Bullen a) 27 bis 30, b) 23 bis 26. Kühe a) 23

bis 27, b) 19 bis 22, c) 15 bis 18, d) 11 bis 14.

Färsen a) 29 bis 32, b) 26 bis 28, c) 22 bis 25.

Kälber Sonderklasse, a) 35 bis 39, b) 29 bis 34, c) 24 bis 28, d) 20 bis 23. Lämmer und Hammel nicht notiert. Schafe e) 26 bis 28, k) 23 bis 25, g) 18 bis 22. Schweine a), b) 48 bis 51, c) 47 bis 50, d) 43 bis 49, e), k) und g). Ueber Notiz wurden verkauft: 2 Stück zu 54, 39 Stück zu 53 und 127 Stück zu 52 Mark. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt am 30. Oktober blieben Rin­der unverändert, Schafe zogen etwa 1 Mark an, Kälber gaben 1 Mark und Schweine 2 bis 3 Mark nach. Marktverlauf: Rinder ruhig, Ueberftand. hal­ber langsam, Schafe rege, geräumt. Schweine ge­drückt, Ueberftand. Fleifchgroßmarkt. Beschickung:

Als in kalten Herbstnächten der Nebel in den Tälern braute und hinaufstieg bis in die Höhen des Bergwaldes, in dem der Könia des Waldes feinen Kampfruf in die Nacht hineinschrie, schritt Meister Gilbhard mit Pinsel und Palette durch das Land. In allen Abstufungen von Gelb, Braun und Rot scheint der Wald zu leuchten, und wenn die Novem­bersonne auf dem Buchenhang liegt, scheint er zu brennen. Hagebutten, Vogelbeeren und Pfaffenhüt­chen locken korallengleich da draußen am Waldrand und Hecke, und Silberperlen glitzern an jedem Gras­halm, wenn der Frühsonne Schein ihn trifft. Herb st jagd! Erntezeit für den Weidmann. Trei­berruf, Hundegeläut, Büchsenknall, die Zeit der Waldtreibjagden ist gekommen.

Mümmelmann, der Hase, ist in den Vorder­grund jägerischen Interesses gerückt. Unsere War­nung in der Oktober-Betrachtung, keine unterwer- tigen Hasen abzuschießen, war nur zu berfifjtigt. lieber die Hälfte aller dem Wildhandel zugeführten Oktoberhasen war unausgewachsen, wie der Reichs- jagdbund warnend mitteilt. Der Jagdherr, der zu früh die Hasenjagd eröffnet, schadet sich selbst! Auch im November ist dieses Jahr noch Vorsicht geboten, um geringe Hasen nach Möglichkeit laufen zu lassen. Wer sein Revier pfleglich behandelt, treibt nur einmal im Jahre und lehnt den Abschuß auf der Suche überhaupt ab. Der mit ihr verbundene Schuh von hinten schafft viel krankes Wild, die häufige Be­unruhigung läßt den Hasen ein gastlicheres Revier aufsuchen. Es läßt sich an der Hand der Abschuß- ergednisse einzelner Reviere unserer engsten Hei­mat nachweisen, daß der jährliche Abschuß sich ner- doppelte bis verdreifachte, als die früher übliche Suchjagd durch die einmalige Treibjagd erseht wurde. Die verwerflichste Art der Bejagung ist allerdings die, welche man in einzelnen unserer Re- viere auch beobachten kann. Mansucht" so oft und so lange es geht, und wenn dann das Ende der »it kommt, hält man auch noch eine Treib- solche Jagdherren überhaupt noch Gaste bekommen, ist keine Empfehlung. Zu jeder Hasen- jagd gehört ein spursicherer Hund. Leider ist der Hund bei vielen Jägern gerade ber Punkt, wo das Sparen anfängt. Sie dürfen sich dann nicht wun­dern, wenn sie nach dem alten Jägerspruch bewertet werden:Ein Jäger mit schlechtem Hund ein sch'ech- ter Jäger, ein Jäger ohne Hund, überhaupt kein Jäger". Es wird gerade auf Hasenjagden immer so viel Wild angeflickt, daß jeder Iagdherr besorgt sein müßte, daß ein brauchbarer Hund zu sofortiger Nachsuche zur Verfügung steht.

Das Vorkommen des Fasans auf der Treib-

Gegend kommen vor allem Schüttungen für Hühner und Fasanen in Frage, die sachgemäß angelegt wer­den müssen.

Das deutsche Volk rührt alle Hände zu einem großen Winterhilfswerk. Wer erntet, soll andere an seiner Ernte teilnehmen lasten. Auch ber deutsche Jäger, der sich stets als engoerbunden mit seinem Volke und besten Schcksal gefühlt hat, will nicht zurückstehen. Der Präsident des Reichsjagd­bundes, HerzogAdolfFriedrichoonMeck- le n b u r g, richtet an alle deutschen Jäger die Bitte und Mahnung, einen Teil des Erlö­ses ihrer Treibjagd st recken dem Win- terhilfswerk zuzufuhren!

Hubertus.

Strafkammer Gießen.

Angeklagt waren der K. H.V. und K. SyVL, beide aus Steinbach, wegen Betrugs bzw. der Beihilfe. Der Vater K. H V bescheinigte seinem Sohne K. H VI ein Arbeitsverhältnis, das aber tatsächlich nicht bestand, um diesem die Arbeitslosenunter­stützung zu verschaffen. Beide Angeklagten wurden feiner Zeit vom hiesigen Amtsgericht fteigesprochen. Die von der Amtsanwaitschast eingelegte Berufung war Gegenstand der jüngsten Hauptoerhandlung der Strafkammer. Es erging der Beschluß, das Verfahren bis zur Einholung einer Auskunft beim Arbeitsamt auszusetzen. Außerdem sollen ein Sach­verständiger und noch einige Zeugin zugezogen werden.

In einem weiteren Fall saß der Landwirt H. B. aus Gambach auf der Anklagebank. Der Angeklagte sollte den I. B. aus Butzbach durch Vorspiegelung falscher Tatsachen, daß er nämlich Forderungen ausstehen hätte, die ihm aber nicht zustanden, zu einem Kaufvertrag bewogen haben. Die gekauften Sachen hatten einen Wert von etwa 60 Mark. Wegen dieser Sache erhielt der Angeklagte vom Amtsgericht in Butzbach 10 Tage Gefängnis Die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung führte heute zur Freisprechung des Angeklagten. Es stellte sich heute heraus, daß B. die Kreditlage des Ange- klagten kannte und ihm trotzdem die Waren Der- kaufte. Entgegen der Auffassung des Gerichts hielt der Staatsanwalt den Tatbestand des Betrugs für gegeben und beantragte Zurückweisung der Be­rufung. Die Kosten fallen der Staatskasse zur Last.

Der Metzger I. I. wurde vom Amtsgericht zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte entgegen der im Mai ergangenen Verordnung ein Kalb geschlachtet, ohne das Tier vorher betäubt zu haben. Die von der Staatsan- waltschaft gegen das Urteil der Vorinstan; einge­legte Berufung wurde zurückgewiesen. Die Kosten fallen der Staatskasse zur Last.

Amtsgericht Gießen.

Gegenstand der jüngsten Sitzung des Amtsge­richts Gießen waren durchweg Ucbertrttungen wegen Bettelei.

Zunächst stand die 69jährige L. R. aus Gießen unter Anklage. Sie erhielt einen Strasbefehl, weil sie am 19. September 1933 Stroh und Heu sowie Kartoffeln in einem benachbarten Dorf bettelte. Der gegen den Strafbefehl verfolgte Einspruch war insofern von Erfolg, als das Gericht in der heuti­gen Hauptverhandlung entsprechend dem Antrag des Amtsanwalts auf einen Tag Haft erkannte. Außerdem erging Beschluß, der der Angeklagten bedingten Strafaufschub gewährt, wenn sie sich innerhalb zwei Jahren gut führt.

SnefTaften der Heöoffion.

(Rechlsgutachien sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung )

C. ID. in S. Ihr Nachbar ist berechtigt, fein Grundstück zu umsäumen. Er braucht die Einzäu­nung nicht ein Stück von der Grenze entfernt an­zulegen, sondern kann diese direkt an der Grenze errichten.

ft. E. in DL Es gibt keine gesetzliche Möglichkeit, Ihren Nachbar zur Veräußerung Des Grundbesitzes an Sie zu zwingen. Sie können lediglich im Wege gütlicher Verhandlungen versuchen, Ihren Nachbarn zur Veräußerung des Grundbesitzes zu veranlassen, den Sie zur Errichtung Ihrer Scheune benötigen.

Jrau E. L. in G. Der Grundbesitz ist nicht Erb­hof, da er ständig verpachtet ist. Nach § 1 Abs. 2 des Reichserbhofgesetzes fallen Höfe, die ständig durch Verpachtung genutzt werden, nicht unter bas Reichserbhofgesetz. Die Erbfolge regelt sich deshalb nach allgemeinen Grundsätzen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Dorfe.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt velchlostenen Dividende an - Reichsbankdiskont 4 o H Lombardzinsfuß 5 o. H.

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22,09

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Sanknoten

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58.36

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3.053 169.37

66.47 59 06 68.27 13.24 0 967 2.708 58.48 22.09

16.43 81.18

35.19 11.73 0.796 0.229

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AeLitoff Sdbtiol .......... 0

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