Oberheffen.
Gchlageter» und Horst-Weffel-Ehrung in Hungen.
Hungen, 5. November. Am heutigen Sonntag wurde an dem hiesigen Kriegerdenkmal in feierlicher Weise die Einweihung einer Schla- aeter-undeinerHor st-Wessel-Gedenk- täfel und damit verbunden die Fahnenweihe der Ortsgruppe der NSDAP. Hungen vollzogen.
Man hat es in feinsinniger Welfe verstanden, ohne dem Charakter des Kriegerdenkmals zu schaden, zu beiden Seiten Flügelmauern zu ziehen, um hier an zwei hervortretenden bzw. über der eigentlichen Mauer überstehenden Pfeilern den beiden Tafeln den gebührenden Ehrenplatz zu geben. Man schuf hiermit eine enge Verbindung zwischen den Helden des großen Krieges und denen, die ebenfalls in heldenhafter Weife für ihre Idee im Kampfe um Deutschlands innere Freiheit ihr Leben ließen. Die Horst-Wessel-Tafel trägt als Sinnspruch die Ansangsworte seines Vermächtnisses, das er der Nation gab: „Die Fahne hoch", während die Schlageter-Tafel versinnbildlichend in den Worten: .Lieber tot als Sklao" das Zerreißen der Ketten aus Schmach und Schande darstellt. Als Symbol werden diese Tafeln der Nachwelt Zeugnis ablegen von dem Heldentum, das diese beiden Männer in Deutschlands tiefster Erniedrigung, in Deutschlands schwerster Zeit brachten.
Nachdem der Festzug, an der Spitze drei SA - Stürme und ein SS.»Sturm, auf dem Platze Aufstellung genommen hatte, wurde die Feier durch das Lied: „Brüder, reicht die Hand zum Bunde", gesungen von dem Gesangverein „Eintracht", ein- geleitet. In erhebender Weise nahm anschließend Bürgermeister Fendt namens der Stadtvertre- tung die feierliche Enthüllung der beiden Gedenk- tafeln vor. Unter dem Geläute der Glocken fielen die Hüllen. Mit dem gemeinsam gesungenen Deutschlandlied fanden seine Worte ihren Ausklang. Die Weiherede hielt Pfarrer Bock, der die beiden Kämpfer in einer zu Herzen gehenden Ansprache als Nationalhelden ehrte. Nach dem gemeinschaft- lichen Gesang „Wir treten zum Beten" wurden von dem Führer der SS. an der Schlageter-Gedenktasel, von dem Führer der SA. an der Horst-Wessel-Ge- denktafel und von dem Ortsgruppenleiter an dem Kriegerdenkmal Kränze niedergelegt. Die SA. • Kapelle umrahmte die feierliche Kranzniederlegung nach abschließenden Worten des Ortsgruppenleiters mit dem Liede vom guten Kameraden.
Ministerialrat Pg. Ringshausen, Darmstadt, als Hauptredner des Tages würdigte in einer kernigen Ansprache ebenfalls die beiden Nationalhelden und nahm anschließend die Fahnenweihe der Ortsgruppe vor, die mit dem Singen des Horst- Wessel-Liedes ihren Höhepunkt erreichte. Nachdem von dem Gesangverein „Liederkranz" zum Vortrag gebrachten Liede „Flamme empor" ergriff Ministerialrat Ringshausen nochmals das Wort, um insbesondere auf den Sinn und die Bedeutung des 12. November, den Tag, an dem für jeden Deut- Jchen nur eins gilt, für feine Ehre einzutreten und omit für die Ehre der Nation, um damit dem Auslande das einmütige Geschlossensein des Volkes hinter dem Führer vor Augen zu führen, hinzu- weifen. Mit diesem Appell und dem von beiden
Gesangvereinen gesungenen Hakenkreuzlied fand die erhebende Feier ihren Abschluß.
Den Angehörigen der im Weltkriege gefallenen, verstorbenen und vermißten Krieger wurde von der Stadt Hungen durch Bürgermeister Fendt alsdann noch eine Widmung überreicht.
Lanvkrcis Gietzen.
X W i e s e ck, 6. Nov. Für das N S. - Winter- Hilfswerk wurde gestern am Tag des Ein- topfgerichts der erfreuliche Betrag von 353 Mark gesammelt.
cf Heuchelheim, 6. Nov. Das 4jährige Söhnchen der Familie W. Weber, Gießener Straße, wurde am Samstagmittag in der Gießener Straße von einem Personenwagen angefahren und einige Meter mitgeschleift. Der Junge hatte das Auto nicht beachtet, als er über die Straße lief Der Lenker des Autos bremste sofort, konnte aber den Unfall nicht mehr verhindern. Der herbei- gerufene Arzt stellte einen Oberschenkelbruch und Hautabschürfungen fest und brachte den bedauerns- werten Knaben in die Chirurgische Klinik nach Gießen. _
• Heuchelheim, 5. Nov. In der General- Versammlung des Turnvereins am Samstag gab der Vorsitzende einen Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Turnjahr. Es brachte zahlreiche Veranstaltungen, leider aber auch einen durch die Zeitereignisse verursachten Rückgang des Turnens. Immer stärker wird der Wunsch nach einer Der- einbarunfl zwischen Turnverein und SA. laut, die um so leichter herzustellen ist, da beide ja die körperliche Ertüchtigung der Jugend wollen. Der Kassenbericht schloß mit einem Ueberschuß. Wie in anderen Jahren, sollen auch diesmal eine Weihnachtsfeier für die Kinder und ein Winterfest des Vereins stattfinden. Am Schluffe sprach der Presse- roart noch über die Bedeutung der Wahl und bat alle Mitglieder, sich am Demonstrationszug zu beteiligen und daheim eifrig für Deutschlands Sache zu werben.
* Eberstadt, 6. Nov. Herrn Obergärtner Kambeitz in Hofgüll, der dieser Tage seinen achtzigsten Geburtstag feierte, wurden aus diesem Anlaß besondere Ehrungen zuteil. Neben zahlreichen Glückwünschen und Geschenken, die dem alten Herrn zuteil wurden, erschien Herr Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner aus Gießen persönlich, um dem Jubilar im Auftrage der Hessischen Bauernkammer deren selten verliehene höchste Auszeichnung, die Goldene Medaille für 50- jährige treue Dien ft e, zu überbrinaen.
= Lauter, 6 Nov. Ein Sohn unserer Heimat, der 20jährige Ernst Schäfer, der sich zur Zeit auf der Auslandsreise des Kreuzers „Köln" befindet, wurde zum Obermatrosen befördert.
Kreis Schotten.
oo Schotten, 6.Nov. Ihr goldenes Ehejubiläum feierten Briefträger Theodor Lippert und Frau Katharina, geb. Mohr. Jahrzehnte lang versah Lippert die Postbestellung in den hohen Vogelsberg bei Wind und Wetter, oft im dicksten Schnee. Dem Jubelpaar, das in bester Gesundheit hier lebt, wurden viele Ehrungen zuteil. — Die Försterschule, gor ft amt und die Jäger von Schotten und Umgebung hielten nach «alter Sitte am vergangenen Freitag eine wohlgelungene
Haus- und Anstecknadel Plakette für Opfer im Kampf gegen Hunger und Kälte 1933/34.
Monat November.
Die Monatsplakette wird durch einen freiwilligen Abzug in Höhe von 20 v. H. der Lohnsteuer erworben. Wird bereits eine Spende für die nationale Arbeit in Höhe von 1 v. H. des Bruttogehaltes erhoben, so sind zwecks Erhalt der Plakette nur noch 10 v. H. von der Lohnsteuer in Abzug zu bringen, mindestens aber 1.— Mark.
Hubertusfeier ab, die ausgezeichnet verlief. Eine Treibjagd war am Tag vorausgegangen, ein Dachsgraben schloß sich am nächsten Tage an. — Die Freiwillige Feuerwehr hielt unter Leitung ihres Kommandanten Stang ihre Schlußübung im Beisein der Vertreter von Kreisamt und Stadt ab, bei der man sich von der Schlagfertigkeit der Wehr überzeugen konnte.
* Stumpertenrod, 6. Nov. Hier wurde eine Landwirtsfrau von einer Kuh, die von der Weide kam und plötzlich wild mürbe, auf d i e Hörner genommen, zu Boden geschleudert und bann von bem roütenben Tier weiter angegriffen. Die Frau wurde babei am Leibe so erheblich verletzt, daß ein schnell herbeigerufener Arzt sofort eine Operation vornehmen mußte.
Alrcie Alsfeld.
ll. Nieder-Ohmen, 6. Nov. Am Samstag» nachmittag brach in dem nahegelegenen staatlichen Hof Grubenbach auf bisher ungeklärte Weise Feuer aus. Die Freiwillige Feuerwehr und die Pflichtfeuerwehr Nieder-Ohmen waren innerhalb kur- zer Zeit zur Stelle. Da die Löschmöglichkeiten be
schränkt waren, konnte man es_ Iclber nicht verhindern, daß die Scheune und der Stall dem Feuer zum Opfer fielen. Das Vieh wurde gerettet. Die Heu- und Strohrorräle sowie die landwirtschaftlichen Maschinen verbrannten.
Kreis Büdingen.
• Büdingen, 5. Nov. Vom Hessischen Staatsministerium, Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum wurde der Stu- öienrat am hiesigen Wolfgang-Ernst-Gymnosium. Professor Ludwig W e i ß b a r t „unter Verleihung der Amtsbezeichnung Oberstudienrat auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 16. August 1933 an unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste und unter besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns in den Ruhestand versetzt."
Preußen.
Kreis Metzlar.
Wetzlar, 6. Nov. (WSN.) Einen tragischen Abschluß fand der Besuch der Franksurtcr Göring- Kundgebung für den 20jähriaen Bäckergesellen Robert Weller aus Münchholzhausen, der in Wetzlar beschäftigt war. Auf der Rückfahrt von Frankfurt benutzte er von Gießen aus sein Fahrrad. In der Nähe von Garbenheim wurde er von einem Auto ersaßt und überfahren. Der junge Mann wurde auf der Stelle getötet. Der Autofahrer fuhr, ohne sich um den Vorfall zu kümmern, weiter und konnte bishtr noch nicht ermittelt werden.
Sprcmuui ven Der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen
„aber deswegen
fährt man doch nicht gleich nach Deutschland, zurück und läßt Norwegen und die Mitternachtssonne im Stiehl Gewiß, Hämorrhoiden sind ein schmerzhaftes Leiden, aber Gerda wird doch auch hier in Kopenhagen ein Mittel dagegen bekommen “
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Steinheim, im November 1933.
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