18. Fortsetzung.
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den gefundenen Dolch versteckt, statt ihn abzugeben, wie sich dos gehört halte, weil du mich aus irgendeinem Grund nicht mehr in Gefahr bringen und in einen zweiten Prozeß verwickelt sehen wolltest." Seine Stimme schien schärfer zu werden. „Aus
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5ür die überaus zahlreichen Glückwünsche und Geschenke anläßlich unserer silbernen Hochzeit sagen wir auf diesem Dege allen unseren herzlichsten Dank
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Hinter den dreien schloß sich die Tür. Marlene stand mit schlaff niederhängenden Armen da Ihr war zumute, als sei es nun für sie mit Glück und Freude für immer und ewig aus. Olga wollte die völlig Gebrochene trösten. Doch ehe sie noch sprechen konnte, klopfte es, und Achim von Malten trat wieder em.
„2ch vergaß die Hauptsache."
Er bückte sich nach dem Dolch, steckte ihn mit einer Gebärde des Abscheus in die Brusttasche seines Rocks und wandte sich sofort wieder der Tür zu.
„Achim!" Wie ein mühsam unterdrückter Schrei brach sein Name über Marlenes Lippen. Sie hob die Arme, als wollte sie den Mann damit festhalten.
Er wandte leicht den Kopf, warf ihr über die Schulter zu: „Wir zwei haben einander nichts mehr zu sagen! '
9tun war er wieder gegangen, und die beiden Mädchen sahen sich einander mit großen, bangen 2lugen an. °
TOarlene Hel ganz in sich zusammen, und wäre Zu Boden gesunken, wenn Olga Zabrow sie vicht festgehalten und zu dem breiten Korbftuhl am Fenster geführt hätte.
„Weine Marlene, weine dich aus!" bat Olga. Sie begriff nicht, daß Marlenes Augen so trocken waren
Emen Weinkrampf hätte sie jetzt viel eher begriffen.
Marlene schüttelte wie abwesend den Kopf, aber ilfre Lippen blieben geschlossen. Sie war ganz durch- einander, und alles um sie herum schien fest ein- gebettet m graue, dichte Nebel zu sein. Es gab keine Vergangenheit und keine Zukunft mehr, es gab nur eme fdjrerfhdje, unfaßbar schreckliche Gegenwart
Wie einen Ausschnitt aus einem wüsten Traum f|e d'e Szene mit Achim jetzt vor sich, und ihr armer Kopf konnte nicht damit fertig werden, daß öer gehebte Mann das, was sie getan, so völlig falsch aufgefaßt hatte. u
Olga Zabrow strich ihr sanft über das Haar.
„ftomm zu dir, Marlene, bitte, komm zu dir. Du wemst nicht, aber du klagst auch nicht, und das ist unnatürlich. Laß gut sein, Marlene, ich gehe mit dir
spie
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bensfameraben in Mr gewonnen zu haben: du aber hast mich kleinlich belogen."
Er ging zur Tür. Seine Muller folgte ihm sagte bittend: „Bist du nicht zu hart, Achim? Könnte nicht alles |o fein, wie es Marlene darflellt?"
Er nahm ihre Hand. „Marlene ist unwahr. Sie war von meiner Schuldlosigkeit nicht überzeugt belog mich also." * °'
Olga Zabrow stellte sich mit blitzenden Augen vor ihn hin: „Ich kenne Marlene länger als Sie Herr von Malten! Das aber weiß ich, es gibt keinen wahreren und aufrichtigeren Menschen als sie."
Er öffnete die Tür, als hätte niemand gesprochen und seine Mutter sah Marlene mit einem Blick an' ber verriet: sie teilte im Grunde genommen des Zahnes Auffassung. Roberta Bibers folgte Mutter und Sohn; sie hatte bisher kein einziges Wort geäußert. ”
zusammen von hier weg. Keine Macht der Welt konnte mich hier festhalten, wo ein törichter. Der. bohner Mensch das liebste Mädel der Wett so völlig verkennt. Wo seine Mutter ebenso töricht in dasselbck Horn zu stoßen scheint und das Mannweib Roberta mitmarschiert im gleichen Schritt und Tritt. Wie ein lebendig gewordenes Femegericht aus dem Mittel, aller kamen mir die drei, die hier noch eben im Zimmer standen, am Schluß vor, und als der Herr des Hauses den Dolch in die Brusttasche steckte, hätte ich ihm das Schauerinstrument am liebsten aus der Hand gerissen und in weitem Soge zum Fenster hin. ausgeworfen —"
Sie brach ab. Bis jetzt hatte sie mechanisch Mar- lenes Haar weitergestreichelt; doch nun sank ihre Hund herab: sie sagte erregt: „Du, Marlene, bitte höre mir zu. Mir ist mit einem Male, als falle eine ■Binbe von meinen Augen. Den Dolch kenne ich ja befhmmt kenne ich ihn. Es ist derselbe Dolch, von dem ich hier in der ersten Nacht träumte. Ich er- zahlle dir ja den seltsamen Traum. Aber er war ganj nach hinten gerutscht in meiner Erinnerung. Unbegreiflich, daß ich den Dolch nicht sofort er» ^tzt steht mit einem Male alles wieder deuttlch vor mir. In meinem Traum reichte dir Herr von Malten den Dolch, dessen Griff an einer Stelle eine Einbuchtung aufwies, als fehle dort etwas."
Marlene schien aus ihrer Benommenheit wieder völlig zu sich gekommen zu sein, sie blickte zu Olga auf schien deren Erzählung zu folgen. Olga fuhr ?V'h"D^ mit aUen Elchen des Entsetzens auf den Dolch, und verwahrtest dich sehr lebhaft da- gegen, die mit einem kunstvoll verzierten Griff versehene Masse anzufasien." Sie hab Marlenes Kopf em wenig. „Der Traum ist wahr! Jedenfalls eriftiert der mysteriöse Traumdolch." 6
Marlene holte tief Atem.
„Ich kann deinen Traum noch vervollständigen durch den Traum, den ich in der ersten Nacht hier hatte. Ich träumte, Achim von Malten reichte mir einen Anhänger in Form eines vierblätterigen Klee- blattes, bas vollständig mit grünen Steinchen übersät war. Alles andere war wie in deinem Traum. Ich wies das Schmuckstück mit Widerwillen zurück."
Sie stand auf. „Das Seltsamste aber an diesen beiden Traumen ist: Das Kleeblatt, das ich im Traum gesehen habe, müßte auf die leere Stelle des Griffes paffen, die am Dolch wirklich vorhanden ift Man sieht nämlich an dem, den ich gefunden, deutlich die Umriffe eines oierblätterigen Kleeblattes, das früher dort angebracht gewesen ist." Sie lächelte müde und traurig. „Unsere Träume sind sonderbar und unbegreiflich. Den Dolch, von dem du träumtest, sahen wir beide, und es ist wirklich eine leere Stelle am Griff vorhanden, wo früher eine Verzierung in Form eines vierblättrigen Kleeblatts gesessen haben „ muß. Mit dem Dolch geht Achim von Malten nun Zur Polizei, und da er ihm nicht gehört, kommt man dadurch vielleicht auf die Spur des Mörders. Ich wünsche ihm von Herzen, seine Unschuld möge durch den Dolch erwiesen werden. (Forts, folgt.)
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I welchem Grunde du das tatest, ist nicht besonders wichtig. Ob es — du behauptest es — aus Liebe
i oder Mitleid gefdjah, ist gleich. Ob du den Dolch für mein Eigentum hieltest oder nicht, ist auch gleich. Einen derartigen Gegenstand behält man einfach nicht; man macht sich nicht dadurch zum Komplicen des Mörders. Und vor allem, darauf, kommt es bei uns beiden ja nur an: Du warst nicht sicher, ob ich nicht doch der Mörder war. Du warst nicht von meiner Schuldlosigkeit überzeugt. Nein, du warst es nicht, sonst wärest du mit der Waffe zu mir gelaufen, so schnell, wie du nur konntest. Aber du ahntest wohl schon mit der richtigen Witterung, hier in diesem Hause gab es Aussichten für ein armes Mädchen. Und wozu sich selbst den Weg erschweren? Du agteft mir auch, als ich dir erklärte, nur eine Frau, die vollkommen an mich glaube, könne neben mir durchs Leben gehen, du glaubtest an mich. Wie ein Schwur klang es, und du wußtest doch dabei du verbargst den Dolch, den du für mein Eigentum hieltest."
Gr war während des Sprechens etwas in sich zu- sammengesunken; jetzt nahm er die Schultern zurück, stand sehr stolz und gerade da. „Ich brauchte einen Menschen, der an mich glaubte, und fand ein Mädchen, das mich mit seiner Liebe belog, das mich überhaupt belog. Marlene, hier vor den anderen höre es: Den Dolch, den ich nie vor dem heutigen Tage gesehen hatte, werde ich selbst dem Gericht abliefern, da es sich wahrscheinlich um die lange gesuchte Mordwaffe handelt. Du aber verlaß Mattstein, denn ich könnte deinen Anblick nicht länger ertragen. Du haft mir mehr Leid zugefügt, als ich durch den unseligen Prozeß erlitt."
Marlene hatte ihn mehrmals unterbrechen wollen, doch sein Blick hatte sie immer wieder davon zurück- gehalten. Sie wollte ihm jetzt klarmachen, daß er irrte, sie und ihr Tun ungerecht beurteilte.
Sie begann, noch ganz erschöpft von feinen kalten Worten: „Du siehst ja alles falsch, Achim. Ich fand den Dolch, und da ich sofort zu dem Schluß kam, er müsse die Mordwaffe fein, verbarg ich ihn, nur, um dich nicht in neue Gefahr zu bringen. Wenn dir der Dolch gehörte —"
Sie wollte ihn anlächeln; aber ihr Lächeln zerbrach an seinem zurückweifenden, kalten Blick. Achim von Malten schien im Verlauf von wenigen Minuten um Jahre älter geworden zu fein. Auch feine Stimme war verändert. Es war nicht mehr dieselbe Stimme, die noch vor kurzem zärtliche Liebesworte zu ihr gesprochen hatte. Hart und brüchig klang nun die Stimme:
konntest du noch einmal und — diesmal vielleicht sogar größere Unannehmlichkeiten bei Gericht haben. Deshalb verbarg ich den Dolch ganz unten in meinem Koffer und wollte ihn bei der ersten sich bietenden Gelegenheit fortroerfen. In fremder Gegend. Ich wollte dich nur vor weiteren Peinlichkeiten bewahren. Obwohl ich dich noch nicht weiter kannte, drängte es mich, dich vor neuen Kränkungen zu behüten."
Sein Gesicht hatte sich, während sie sprach, sehr verändert. Der weiche Zug um seinen Mund war verschwunden, und Marlene schien fein Gesicht hart und fremd.
„Du hast also, nachdem du den Dolch gefunden, an meine Schuld geglaubt und angenommen, das Vorhandensein der Waffe würde genügen, meine Schuld festzustellen — nicht wahr?"
eie wehrte sich fast heftig.
„Nein, ich nahm nur an, der Dolch könne dir vielleicht gehören, und wenn auch ein anderer damit den Mord beging, bestand doch die Gefahr, man konnte in dem Dolch eine Art Beweis für deine Schuld sehen. Ich wußte ja selbst nicht, was ich tun sollte, und ich bin glücklich, jetzt zu wissen, daß der Dolch nicht dir gehört."
Er unterbrach sie schroff: „Das olles hast du mir schon vorhin erzählt. Darauf kommt es aber gar nicht an. Du glaubtest nicht restlos an meine Schuldlosigkeit, was ich dir nicht verüble, weil du mich als du den Dolch fandest, ja kaum kanntest; aber du hieltest ihn weiter verborgen, nachdem du meine Braut geworden warst. Du hast nicht einen Augenblick restlos an mich geglaubt; aber mein Reichtum half dir über den peinlichen Gedanken weg, vielleicht die Braut'eines Mörders geworden zu fein doch den Mu, zur uuf! Du W. I Z |
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Sie erklärte in frischem Ion: „Den Dolch fand ich in der Bibliothek beim Aufräumen unter den Büchern und nahm ihn mit in mein Zimmer, verbarg ihn in meinem Koffer, weil ich fürchtete —"
Jetzt stockte ihre Stimme doch.
Er drängte. „Weil du was fürchtetest?"
Sie hatte sich eben noch so sicher gefühlt; mit einemmal aber war kie unsicher geworden. Sie sah jäh alles so ganz anders, als sie es bisher gesehen hatte.
Sie erwiderte sehr langsam: „Es war am ersten Tage, als ich mit Olga Zabrow die Bücher in das Regal ordnen sollte, das nachts umgefallen war. Ich fand den Dolch unter den Büchern, und die dunklen Flecke an der Spitze brachten mich sofort auf den Gedanken, es handle sich um die Mordwaffe, die man, wie ich gehört, nicht gefunden hatte."
Sie sprach jetzt leiser als zuvor. „Ich hörte hier doch gleich von dem Mord, und du tatest mir leid. Ich fürchtete, wenn der Dolch dir zufällig gehörte.
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