Ausgabe 
7.10.1933 Zweites Blatt
 
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Bei den Angreifern.

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mit Interesse entgegensetzen darf.

Die Jagd im Oktober

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1933, wird sich im edlen Wettstreit zeigen, was von jungen Menschen geleistet worden ist, die freiwillig dem Rufe folgten, in den Lagern den Dienst am

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Die Schnepfe ist auf dem Zug nach Süden. Viele Jäger wifsen nicht, daß man jetzt auch wieder die Jagd auf dem Morgen- oder Abendstrich aus­üben kann. Ebenso ist im Herbst gegen bie Suchjagd mit kurz suchendem Hunde nichts einzuwenden.

Auf Bächen und Flüssen gesellen sich schon Zug - enteil zu unseren einheimischen Breitschnäbeln, deren Erpel bald wieder alle ihr Prachtgefieder tragen.

Der Fuchs ist im Haarwechsel. Sein Balg ist daher ost noch nicht vollwertig, wenn sein Träger im Oktober schon geschossen oder gefangen wird.

Der Dachs ist jetzt feist und lohnt das Graben, wo Grimbart noch häufig genug oorkommt. Das dürfte aber in unseren meisten Revieren der Fall sein. Hubertus.

Bekanntmachung.

Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Klein-Linden für das Rj. 1933 liegt vom 9. Oktober l. 3. ab eine Woche lang auf dem Amtszimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. Einwen­dungen dagegen können innerhalb der Ofsenlegungsfrist schriftlich ober mündlich oorgebracht werden. Es ist eine Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizukragen haben. 61880

Klein-Linden, am 6. Oktober 1933.

Bürgermeisterei Klein-Linden. Fischer, komm. Bürgermeister.

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Werk am Boden ist die erste Aufgabe des Ar­beitsdienstes, darüber wird aber nicht das Werk am Menschen, d. h. die tägliche körperlische Er­tüchtigung und geistige Förderung jedes einzelnen Mannes im AD. vergessen.

Am Samstag und Sonntag, 7. und 8. Oktober

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Die höchste Weisheit vieler Waldjagdpächter bestand seither darin, daß sie ein ausgeschossenes Revier übernahmen, meist nur Böcke schossen, einen oft land- und forstwirtschaftlich betrachtet zu großen Rehstand heranzogen, weil sie keine Ricken schossen, um dann im letzten oder vorletzten Jahr unbegrenzt alles das zu schießen,was das Gesetz erlaubte". Dann war das Vacuum, der wildleere Raum, wieder da, der erst langsam aus den Revieren der Nachbarn gefüllt wurde. Auch diese Mißwirtschaft wird notgedrungen deswegen aufhören müssen, weil in lohom piniriprmnfcen aroken Revier das Aus»

schießen in einem Jahre vorbei ist. Es wird sich jeder Reoierinhaber in Zukunft alljährlich nut einem gewißen Rickenabschuß befassen müssen und trotzdem den Bestand erhalten können, wie dies in jeder gut verwalteten Jagd geschieht. Mancher wird dabei lernen, daß das kein minderes Weibwerk ist, auch wenn es nichts an die Wand zu hängen gibt. Braucht er dazu Jagdgäste, die er ja bei der Treib­jagd auch nötig hat, dann wird er mit Interesse feststellen können, ob die Herren, die bei ihm gern einen guten Bock schießen wollen, auch beim Ricken­abschuß zur Versügung stehen. Jeder wahre Weid­mann wird dankbar sein für den Genuß, im Herbst- wald pirschen zu dürfen, wenn er selbst kein Revier besitzt. Wenn aber jemand aus Grünben, die denk­bar sind, diese Art des Abschusses nicht durchführen kann, dann kommt nach unseren Erfahrungen nur die D r ü ck j a g d in Frage, nicht die Treibjagd.

Wer in Zukunft Schalenwild mit Schrot ab- schießt, riskiert neben hoher Geldstrafe seinen Daß. Der Käufer von Schalenwild mit Schrot- schuß seht sich der Gefahr der Beschlag- nähme aus.

Alle diejenigen Jäger, die seither für das neue Gesetz gekämpft haben, werden nicht ruhig zusehen, wenn jemand glaubt, weiterhin seinem Eigennutz frönen zu können. Wer sich mit der Neuordnung der jagdlichen Dinge, die sich auch noch auf andere Fragen des Jagdwesens erstreckt, nicht absinden kann, muß die einzig mögliche Folgerung daraus ziehen und die Flinte an die Wand hangen. Dem Jagdwesen wird im neuen Staat die Stellung em= geräumt werden, die ihm nach feiner ethischen und wirtschaftlichen Bedeutung gebührt.

Die Schußzeit des Hasen begann in P r e u - ß e n am 1. Oktober, in Hessen am 16. Oktober. Da bei der Hühnerjagd auffallend viel knappe Hafen beobachtet wurden, erscheint zu früher Ab­schuß verkehrt, wenn man sich nicht selbst schadi-

Hier lagen die Schweden unter Führung von R. Hainer und sollten bie Stabt oerteibiaen gegen die Kaiserlichen, die sie stürmen sollten. Diese ruck­ten von Süden an und hatten bereits Truppen auch im Osten der Stadt. Von dort suchte Oxen- stierna zum Entsätze der Stadt heranzurucken, was die Kaiserlichen verhindern sollten. Das Spielfeld war begrenzt durch die Orte Grunberg, Lauter, Wetterfeld, Laubach, Freienseen, Lardenbach, Flen-

Vaterlande zu verrichten.

In Kurz- und Langstreckenlauf, im Hoch- und Weitsprung, im Kugel- und Steinstoßen und nicht zuletzt im Kleinkaliberschießen will man mit guten Leistungen an die Öffentlichkeit treten. ,2luf so­genannte Rekordkanonen verzichtet man. Nicht Ein­seitigkeit, sondern Vielseitigkeit in ihrer besten Aus­prägung ist der Wahlspruch des Arbeitsdienstes. Es kommt darauf an, eine leistungsfähige, gut durchgebildete Gemeinschaft von jungen Leuten zu schaffen. Dementsprechend wird auch weniger Wert auf überragende Leistungen als auf gute Gruppen- leiftungen gelegt; denn bie Leistung bes einzelnen wirb erst sinnvoll innerhalb ber Gruppe.

Die zahlreichen Arbeitslager bes Arbeitsgaues 25 entfenben für alle vorgeschriebenen Sportarten Mannschaften, unb alle biefe Mannschaften werben heiß, aber in eblem Stil barum kämpfen, ben Sieg an bie Fahnen ihrer Arbeitsabteilung zu heften. Diese neue unb gesunbe nationalsozialistische «Sport- aussassung unterbinbet ben übertriebenen unb ego­istischen Ehrgeiz bes einzelnen im Sport.

Besonbers umstritten wirb bie Konkurrenz im Gepäckmarsch werben, aber auch bas Kleinkaliber­schießen, bie Staffeln, bie leichtathletischen Mann­schaftswettbewerbe ufw. werben gut unb zahlreich von ben verschiebenen Lagern beschickt sein, so baß man dem Verlauf und dem Ausgang der Kämpfe

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Die Schlacht.

In drei Kolonnen, von drei Seiten rollten sie dn, auf der Straße oder auf Feldwegen sich oor- wärtsbewegend. Die feindlichen Posten ziehen sich zurück. MitHurra" und Gebrüll beginnt der Sturm. Hei, wie sie stürmen, die Wimpel voran und die Fahnen. Unschlüssig steht der Gegner, wie betäubt von dem markerschütternden Sturmschrei. Dann gellt auch der Schlachtruf des Verteidigers, Haut fe, haut fe, haut se auf die Schnauze!" Jetzt find die ersten aneinander. Steil ist der Berg, und alte Mauerreste aus der Zeit, da Grünberg Festung war, erleichtern die Verteidigung, erschweren den Sturm. Fluchtartig verlassen die erstenToten" das Schlachtfeld und begeben sich nach Walhalla, das heißt prosaisch: zum Waldschwimmbad ... Un­aufhörlich drängen die Stürmenden von allen Sei­ten nach, die Reihen des Verteidigers lichten sich, jetzt hat ein Teil der Welfen die Höhe erklommen und rollt die Flanke der Schweden.auf. Jetzt kön­nen die andern ungehindert die Höhe erklimmen, und als die Reserve des Gegners kommt, ist es zu spät ... Jetzt tobt der Kampf auf dem Gipfel der Höhe, umbrandet wie wogende Wellen des Mee­res die zahlreichen Schlachtenbummler aus Grün­berg und den umliegenoen Orten, die sich hier oben eingefunden haben, um Augenzeuge dieses für die Weltgeschichte so bedeutsamen Kampfes zu sein. Heiß ist die Schlacht, undBlut fließt in Strömen". Als der Spielleiter Hubel das Spiel abblasen läßt ist der Tannenkopf den Schweden entrissen und im Besitz der Wallensteiner. Die Kritik er­kennt denn auch den Stürmenden den Sieg zu ...

Führerthing.

Die Feindlichen sammeln sich und schließen Frie­den miteinander». In Grünberg werden sie ver- pflegt und beziehen dort ihre Quartiere. Manche auch bleiben in Queckborn (Gießener), die mit 560 Mann am Kampfe teilgenommen hatten, oder in anderen Orten in naher Umgebung von Grunberg im Quartier. Die Führer aber sammeln sich abends in Grünberg zum zweiten großen Thing, über 300 an der Zahl. Sie hören aus dem Munde des Ober­jungbannführers Hainer Worte der Anerken­nung für das was gut war und scharfe Worte der Kritik, wo es notwendig war; sie hören Weisungen über Weae und Ziel der Arbeit in den Winter-

O könnt es Herbst im ganzen Jahre bleiben, das wär' es, was mein Herz begehrt" heißt es in einem alten, nach gut verlaufener Jagd oft ge­sungenen Jägerlied. Die Hauptjagdzeit des Jahres, die Zeit der Ernte für den Heger feines Wildes, steht vor der Tür.

Das Rotwild, dessen Brunft im September einsetzte, hat noch hohe Zeit, die gegen die Monats­mitte hin allmählich zu Ende geht. Die Hirsche sind dann stark abgekommen. Das Ziel des Rotwild­jägers ist nicht mehr der starke Hirsch, sondern un­geeignete, schlecht veranlagte Geweihe auszumerzen und einen dem Bestand angepaßten Kahlwild­abschuß durck)zuführen, muß seine Aufgabe sein. In Hessen hat weibliches Wild bereits Schubzelt, in Preußen beginnt sie am 16. Oktober. Die Winterfütterung ist vorzubereiten. Durch Sammeln ober Ankauf von Kastanien unb Eicheln unb Be­reitstellung von Rüben unb Kartoffeln trifft ber Heger bie Vorbereitungen, bie für bie Winterhege notwenbig finb.

Das Damwild tritt in die Brunft.

Am 1. Oktober begann in Hessen die Schubzelt für weibliches Rehwild, während gleichzeitig der Rehbock auch noch Schuhzeit hat. Der Rehabschuß wird sich in diesem Jahre in allen Revieren unter ganz anderen Bedingungen vollziehen müssen als seither. Denn zum ersten Male wird die Verord­nung zum Hessischen Naturschutzgesetz praktische Be­deutung bekommen, durch die am 8. Sept. 1933

der Schrotfchuh auch als Fangschuß für Hessen verboten

wurde. Gerade sieben Jahre sind am 1. Oktober 1933 vergangen, seitdem der Schreiber dieser Zeilen im Auftrage des Vereins Hubertus in Gießen an dieser Stelle den Kampf gegen die in Hessen übliche Form des Rehabschusses auf Treibjagden mit Schrot in der Oeffentlichkeit aufnahm. Am 1. Ok­tober 1926 stand imGießener Anzeiger":Der Abschuß sollte grundsätzlich mit der Kugel und mit Auswahl erfolgen." Der Dank der weidgerechten Jägerei gebührt der Schriftleitung desGießener Anzeigers" dafür, daß sie damals anstatt farbloser Wiedergaben des Inhaltes des Jagdpasses dem ein­heimischen Weidmann das Wort gab und ihm die Möglichkeit bot, in nicht mißzuverstehender Weise auf den Krebsschaden unserer hessischen Jagden, den hemmungslosen und wahllosen Rehwildabschuß, hinzuweisen. Wenn es allmählich gelang, weitere Kreise der Jägerwelt für den Gedanken zu ge­winnen, und wenn es ferner gelang, die Verpächter darüber aufzuklären, welchen Gefahren ein Bestand- teil ihres Vermögens, die Jagd, durch gewissenlose, von den Rücksichten des Gemeinnutzes weit entfernte Jagdpächter ausgesetzt war, und wenn schließlich auch der Tier- und Naturfreund erfuhr, daß es hier auch um ihn ging, dann darf neben dem Bei­spiel der Tat, das in uneigennütziger Weise trotz der erfreuten Nutznießer jenseits der Grenzen viele einheimische Jäger gaben, das Verdienst der Presse und der Dank an sie nicht vergessen werden.

gen will.

Die Jagd auf das Feldhuhn ist noch im Gange, aber die Hühner streichen bei der mangel­haften Deckung schon sehr weit und und die Jagd wird dadurch wenig ergiebig. Manchmal allerdings ist an warmen Oktobermittagen zur Zeit ber Herbst­mauser bas Bilb gerabe umgekehrt.

und in denen die Gruppenarbeit zu ihrem Recht kommen soll und wird. Es ist Mitternacht vorbei, als die Führer auseinanbergehen, geeinigt durch ein gemeinsames Ziel und im Bewußtsein ihrer Zusammengehörigkeit und mit dem Willen zu er­kämpfen das Dritte Reich und zu gehorchen blind­lings und vertrauend dem Führer, der ihnen Füh­rer war, als die andern nach dem Führer riefen und ihn nicht finden konnten oder wollten ...

Oer Abschluß.

Am Donnerstag sammelte sich das gesamte an den Geländespielen beteiligte Jungvolk auf dem Marktplatz in Grünberg zur Morgenfeier, zog dann hinunter zur Wiese und trat an zum Appell. Dann zog man wieder hinauf zum Marktplatz zur großen Kundgebung, über die wir gestern bereits berichtet haben. Damit fanden die Geländespiele ihren Ab­schluß, und die einzelnen Gruppen rückten wieder ihren Heimatorten zu.

Das Oberkommando über die Jungbanne Lango- barben unb Chatten lag in Hänben bes Stammesfüh­rers ber Staufen, Carl Heinz Stroh aus Gießen. Das Hauptquartier ber Kaiserlichen befanb sich an dem Thiergärtner-Teich, etwa zwei Kilometer nörb- lick von Laubach, mitten im Walb. Eine Posten­kette zog sich von biesern Teich in nörblicher Rich­tung burch ben Walb bis zur Straße Flensungen Grünberg. In Abstänben von etwa hunbert Meter rechts unb links ber Straße lagen bie kleinen Kerle ols Posten unb harrten bes Fembes, der nicht kom­men will ... Der liegt auf der Linie Freienfeen LardenbachStockhaufenFlensungen. Unmöglich, daß er unbemerkt über die Postenkette gelangt.

Aus dem Spiel.

Gleich zu Beginn des Spieles wagen sich zwei Feinde zu weit vor und werden gefangen. Man nimmt ihnen den Lebensfaden ab und findet bei den Toten einen geheimen Befehl des Verteidigers an feine Unterführer, der die genauen Aufzeich­nungen über Lage und Absichten der Schweden enthalt. Im Verlaufe des Spieles stellt sich dann heraus, daß dieser Befehl falsch war und daß die beiden absichtlich sich fangen ließen, um diesen Be­fehl in die Hände des Feindes zu spielen. Immer­hin wurde es Mittag, bis man bie Täuschung merkte, und damit war die Absicht dieses falschen Befehles ja erreicht: man hat den Angreifer völlig irregeführt ... Oxenstiernas Truppen war es in­zwischen gelungen, die Verbindung herzustellen mit den in der Stadt eingeschlossenen Schweden. Die Kaiserlichen ziehen ihre Truppen zurück und sam­meln sie an dem Thiergärtner-Teich. Von hier aus rücken sie dann in endlosen Zügen vor, durch den Wald zunächst, nach Lauter und von dort ein Stück auf der Straße nach Grünberg. Dann biegen sie in einen Feldweg ein, und nun stockt der Zug. Auf dem Tannenkopf hat der Feind sich verschanzt, und der Tannenkopf sperrt den Zugang zur Stadt. Also Sturm auf den Tannenkopf.

beruht auf folgenden Gründen: der Jäger verwirft den Schrotschuß auf weil damit sehr viel Wild nur angeflickt wird unb qualvoll oft nach Tagen eingeht unb verlubert, ba meist keine Wunbfährte entsteht, bie ber Hunb arbeiten kann. Er verwirft ihn, weil er bie Mög­lichkeit bietet, eine Jagb in wenigen Stunben mit einem Heer von Schützen völlig auszuschinben unb baburch jebe Hege in weitem Umkreis unmöglich zu machen. Er verwirft ihn, weil es allen Gesetzen einer vernünftigen Bewirtschaftung Hohn spricht, wenn wahllos Bock unb Ricke, Schmalreh unb Kitz abgeschossen werben unb vor allem bie Altrehe, bie Grunblage eines gesunben Wilbstanbes, sinnlos von ben Kitzen weggeschossen werben. Ein Teil bieser Mißstänbe wirb burch ben zwangsmäßigen Kugelschuß ohne weiteres beseitigt, unb besroegen würbe er angestrebt. Wer seither gewohnt war, einen Rehabschuß auf ber Ireibjagb burchzukuh- ren, wirb sich jetzt notgedrungen umstellen müssen. Denn wer da glaubt, nunmehr statt ber Schrote einfach bie Kugel ober bas Flintenlaufgeschoß neh­men zu können unb sonst alles wie seither zu hanb- haben, wirb viele Enttäuschungen erleben. Abge- sehen davon, daß die meisten Schützen dazu gar nicht zu gebrauchen sind, nimmt der Jagdherr eine sehr große Verantwortung hinsichtlich der Haft­pflicht auf sich. Dor der Absicht, einer großen Zahl von Schützen den Kugelschuß zu gestatten, sei ganz dringend gewarnt. Der ideale Abschuß ist der auf der Pirsch oder dem Ansitz, und zwar unter genauem Ansprechen. Jedes einzelne Stück, ba4 ab- geschossen wird, muß überlegt geschossen werden, feine Wegnahme darf dem Gesamtbestand nicht schaden, wie das der Fall wäre, wenn von zwei Kitzen die Mutter weggeschossen wird. Auch sollte die Zeit bes Bockabschusies jetzt vorbei sein. Sie ist für bie meisten unserer Jäger der Höhepunkt des Jagdjahres. Was für einen Sinn hat es dann, wenn die Böcke wahllos als Kitze schon abgeschosfen werden? Der Abschuß wird sich also vorwiegend auf Schmalrehe, weibliche Kitze und nicht führende Altrehe zu beschränken haben, und zwar möglichst nur auf geringere Stücke. Wer sich Mühe gibt, diesen bestimmt nicht hochgestellten Forderungen nachzukommen, wird durch ein rasches Anwachsen feines Bockbestandes unb einen gesunben Rehstanb belohnt royben. Es ergibt sich weiter, baß es

in Zukunft nicht mehr möglich fein wird, eine 3agb bis zum letzten ouszufchießen.

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Am 1. Oktober begann auch bie Fasanen- j a g b in Preußen, die in Hessen am 16. Oktober eröffnet wird. Es sollte in unserer Gegend ungeschriebenes weidmännisches Gesetz sein, daß bis auf weiteres Hennen vom Abschuß ver­schont werden. Aus allen Revieren hört man, daß Gesperre bei ber Hühnerjagb beobachtet wurden. Man sieht, wie die unablässigen Bemühungen zahl­reicher Reoierinhaber aus den Kreisen des Hubertus, wie auch bes Vereins selbst, ber Dereinsmittel zum Aussetzen von Fasanen verwenbet, ihre Fruchte tragen. Wer ohne eigenes Zutun Fasanen ins Revier bekam, sorge für Fütterung unb schone bie Hennen! Wo noch keine Fütterungen eingerichtet finb, ist es Zeit. Niebere Schutzbächer, am besten mit Dachpappe gebeckt unb Fichtenreisig oerblenbet, unb barunter recht viel Dreschmaschinenabfall, in bem ber Fasan scharren kann, finb leicht unb billig anzulegen. Wer für ben Fafan sorgt, hat ihn. Kein Wilb ist bafür so empfänglich wie er. Hoffentlich eint ein Wille alle Jäger in biesern Streben; ben Fasan zum {laubigen Bewohner unserer Reviere