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7.9.1933 Frühausgabe
 
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elnanderarbeilen von Skaak und Privalwirk- schäft müsse zu gefährlichen Störungen führen, lieber der Bankpolitik der Nachkriegszeit habe der Unstern jener liberalistischen Wirtschaftsauf­fassung geschwebt, die von dem Gewährenlassen unkontrollierter Kräfte den automatischen Ausgleich aller Schäden erwartete. In völliger Verkennung der Aenderungen, die der Krieg in die Wirtschafts­struktur der Welt hineintragen mußte, fuhren viele Bankleitungen mit Billigung und Förderung unse­res Nachknegsregierungssystems fort, die Gewinn­spanne auf dem Wege von Konzentration, Fusion und Expansion zu suchen und die zusammenge­schrumpften eigenen oder aus der deutschen Wirt­schaft anfallenden Gelder durch die Hereinnahme ausländischen Leihkapitals zu ersetzen. Wieweit dieses ganze System auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden könne, werde den Ausschuß bei den Untersuchungen eingehend zu beschäftigen haben, wobei die personelle Seite des ganzen Problems am wenigsten außeracht gelassen werden dürfe. Die Enquete könne in absoluter Ruhe und ohne Störungen des Bank­wesens erfolgen, weil die moralische und poli­tische Konsolidierung in Deutschland unter national­sozialistischer Führung eine Atmosphäre des Ver­trauens und der Gemeinschaftsarbeit geschaffen habe, die den Erfolg der Arbeiten und die Lösung der Aufgabe verbürge.

öer Beauftragte des Reichskanzlers für Wirtfchafisfragen Wilhelm Keppler, wies dann darauf hin, daß die Nationalsozialistische Partei an dem System der bestehenden Banken, ihrer Art der Geschäftsführung und den Verhält­nissen des Kapitalmarktes zwar vieles zu rügen hätte, daß aber in den sieben Monaten seit der Uebernahme der Regierung durch Adolf Hitler noch nichts wesentliches geschehen sei, um die Verhältnisse im Sinne der NSDAP, zu ändern. Einerseits sei man sich bewußt gewesen, daß Ver­änderungen an einem so großen Wirtschaftskörper nicht plötzlich durchgeführt werden könnten, anderseits lag die Erkenntnis vor, daß die Zeit einer so gewaltigen inneren Revolution nicht geeignet sei zur Lösung wirtschaft­licher Fragen. Es müsse zunächst alles vom Standpunkt der wirtschaftlichen'Ver­nunft und Zweckmäßigkeit aus geprüft werden. Man müßte Institute schaffen, die für die einzelnen Persönlichkeiten voll übersehbar feiert und wo daher der einzelne die Verantwortung über­nehmen könne. Die Unklarheit, wer der Verant­wortliche sei, habe es mit sich gebracht, daß die Begriffe von Moral und Sauberkeit versagt hätten.

Ferner habe das Kapital versucht, sich zum Herrn der Wirtschaft aufzuschwingen, statt der Wirtschaft zu dienen. Bei Bildung von Vor­ständen und Aufsichtsräten lägen Mißstände vor. die eine Beseitigung verlangten. Der Prozeß der Konzentration und Zentralisierung habe dazu ge­führt, daß d i e Zahl der selbständigen lebensfähigen Bankbetriebe auf einen Bruchteil zusammenschrumpfte und daß eine große Anzahl selbständiger Existenzen der Wirtschaft und dem Staate verlorengegangen seien. Der Nationalsozialismus sehe das Schwergewicht der ganzen Wirtschaft in den produzieren­den Betrieben. Ihnen müsse der Handel als Verteilungsstelle der Waren, wie auch das Bank­system als Verteilungsstelle für den Kredit dienen.

Aus politischen Gründen müsse größter Wert dar­auf gelegt werden, d i e Sparkassen wieder zu den sichersten und zuverlässigsten Instituten aus- ztubauen. Der Nationalsozialismus sehe die beste Anlage für den Spargroschen darin, daß der Arbeiter wieder in den Besitz eines eigenen Heimes komme, um so wieder mit dem Boden feiner Heimat zu verwachsen. Auch hier sei die Gewährung der Realkredite eine Auf­gabe, der der Sparkasse zufallen solle. Aufgabe des Staates fei es, f i ch nicht unnötig in d i e Wirtschaft zu mischen. Hierdurch sei schon ein gewisses Charakteristikum für die Staatsbank gegeben. Sie soll dem Staate zur Verfügung stehen und so stark sein, daß sie in Zeiten der Not in der Lage sei, der Wirtschaft zu helfen. Die Schaf­fung besonderer Banken für die einzel­nen Stände innerhalb des ständischen Aufbaues des Staates sei nicht erwünscht Die Frage der Z i n s f e n f u n g sei im wesentlichen e i n Problem des Kapitalmarktes dessen Gestaltung hier weniger zur Erörterung stehe. Der Redner hoffe bestimmt, daß derartige 'Feststellun­gen dazu beitragen werden, daß auch von der Bankseite aus etwas zur Senkung der Zinsen ge­schehen könne.

(Staotefefrefär Feder

betonte, nicht in feiner Eigenschaft als Staatssekre­tär des Reichswirtschaftsministeriums, sondern als Vertreter der Theorie des Nationalsozialismus zu sprechen. Ausgangspunkt der Gedankenwelt des Nationalsozialismus fei im Jahre 1919 das Manifest zur Brechung der Zins­knechtschaft gewesen. Er habe dann in einem weiteren grundsätzlichen Werk die Grenzen aufzu­weisen versucht zwischen Staat und Wirtschaft. In der Produktion sei die schöpferische Persönlichkeit ausschlaggebend. Daher müsse eine Verbeamtung in der produktiven Wirt­schaft abgelehnt werden. In der Zirkulation lagen die Verhältnisse anders. Auf dem Gebiete der Eisenbahn habe der Staat Vorbildliches ge­leistet. Die Geldwirtschaft sei ebenfalls ein Verkehrsmittel. Hier habe das private Interesse zurückzutreten. Die Großbanken hätten gänzlich versagt, das Händlerische sei in den Vor­dergrund gerückt, Prositinteresse ausschlaggebend ge­worden.

während die Produktion nicht verstaatlicht wer­den dürfe, sei in der Zirkulation, also auch im Geldwesen, das schöpferische Privatinteresse nicht mehr ausschlaggebend, hier mühten höhere Ge­sichtspunkte obwalten.

Bei dem Streben nach Verstaatlichung werde zu unterscheiden sein nach den verschiedenen Bereichen und Bezirken des gesamten Geld- und Kreditwesens. Man müsse unterscheiden zwischen der Geldschöp­fung als solcher und dem Geldverkehr. Geld­schöpfung sei alleinige Sache des Staates. Den Realkredit zu verstaat­lichen, liege im Bereich der Möglichkeit. Hinter dem Personalkredit jedoch müsse man ein Fragezeichen machen. Der Nationalsozialismus habe von vornherein gewünscht, daß zur Versor­gung der Bevölkerung mit Kreditmitteln e i n starker Privatbankier st and wieder auf- gerichtet werde. Der Redner führte bann noch einige Zielsätze für den Untersuchungsausschuß an und nannte an erster Stelle eine Vereinheit­lichung des Giralwefens. Heute würden Giralgewer verwaltet durch die Reichsbank, die

Die neuen Mchengesehe bet Ailprenßischen Union vom Kirchensenai betätigt

Pfarrer Hossenfelder Bischof von Brandenburg.-Umfangreiche Veränderungen in der Kirchenregierung.

Berlin, 6. Sept. (TU.) Der Kirchensenat der Altpreußischen Union trat Mittwoch zum erstenmal seit seiner Neubildung unter dem Vorsitz seines Prä­sidenten Dr. Werner zusammen. Nachdem die Generalsynode durch Gesetz dem Kirchensenat ihre

Rechtsanwalt Dr. Friedrich Werner wurde von der Preußischen Generalsynode zu ihrem Präsidenten gewählt.

Rechte und Befugnisse übertragen hat, liegt bei dieser Körperschaft nunmehr die Führung der Alt- preußischen Landeskirche. Die Vollmachten des Senats sind gegenüber den in der Kirchenver­fassung feftgelegten noch dadurch erweitert worden, daß er das Recht erhalten hat, verfassungsändernde Gesetze zu erlassen. Dem Kirchensenat gehören kraft ihres Amtes an: der Präses der General­synode und seine beiden Stellvertre­ter, die Vorsitzenden der Provinzialkirchen- r ä t e , die Generalsuperintendenten, so­weit sie den Vorsitz in den Konsistorien führen, der Präsident und drei Mitglieder des Oberkirchen­rates. Weitere zehn Mitglieder des Kirchensenats hat die Generalsynode auf ihrer Tagung am Diens­tag gewählt, und zwar sieben von der Gruppe Deutsche Christen und drei von der GruppeEvan­gelium und Kirche". Die Wahlen fielen auf folgende Persönlichkeiten: Pfarrer Loerzer (Berlin), Admiral Meusel (Königsberg), Dr. Krause (Berlin), Dr. Fürle (Berlin), Krummacher (Köln), Lange (Hamm), Maske (Pommern), von Arnim-Kröchlendorff, Dr. Mensing (Elberfeld) und D. Deißner (Greifswald).

Der Kirchensenat beschäftigte sich zunächst mit den von der Generalsynode verabschiedeten Gesetzen, dem Gesetz über die Errichtung des Landes- bischofsamtes und der zehn evangelischen Bistümer sowie mit dem Beamtengesetz. Gegen die Gesetze wurde kein Einspruch erhoben. I Sie sind damit in Kraft getreten und wer- '

den vom Kirchensenat auch der Deutschen evange­lischen Kirche oorgelegt werden. Entsprechend dem von der Generalsynode vorgebrachten Wunsch wur­de Pfarrer Joachim Hossenfelder zum Bischof von Brandenburg berufen. Er ist damit gleichzeitig geistlicher Vizepräsi­dent des evangelischen Oberkirchenrates und der ständige Vertreter des Landesbischofs von Preußen.

Der Kirchensenat beschloß, folgende Mitglieder des Oberkirchenrates in den Ruhestand zu versetzen: die Oberkonsistorialräte D. Kar- natz, D. Jeremias, Henselmann, D. Schlegel, D. Sellin, D. Richter II., D. Fischer. In den Ruhe- ftanb versetzt würben weiter bie Generalsuper- mtenbenten D. Dibelius-Berlin, D. Hegner- Schneibemühl, D. Eger-Magbeburg, D Kalweit-

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Pfarrer Hossenfelder, der zum evangelischen Bischof von Brandenburg ernannt wurde.

Danzig, D. Schian-Breslau, D. Viets-Berlin, D. Kalmus-Stettin. Die übrigen Generalsuperinten­denten wurden mit der Verwaltung beauftragt bis zur endgültigen Besetzung der Bistümer.

In den Evangelischen Oberkirchenrat wurden b e - rufen als Dirigent des Oberkirchenrates D. F ü r l e, als hauptamtliche Oberkonfistorial- r ä t e Pfarrer D. Freitag und Pfarrer Peter, als nebenamtliche Oberkonsistorialräte Pfarrer E k - tert, MdL., Prof. Stolzenburg, Pfarrer Nodiling, Pfarrer Dr. Wienecke, Pfarrer D. Thom.

Der Kirchensenat übertrug seine Befugnisse bis zur nächsten Sitzung auf einen Ausschuß, dem folgende fünf Mitglieder des Senats angehören: Bischof Hossenfelder, Präses D. Werner, Ministerialdirektor Jäger, Generalsuperintenden­ten D Zaenker, Admiral Meusel.

Post, die Sparkassen und die Genossenschaften. Hier sei eine Vereinheitlichung anzustreben. Das bedeute eine ganze Reihe von Vorteilen, schnelleren Um­lauf, rationellere Bewirtschaftung und dadurch Ver­billigung und größere Zuverlässigkeit. Zum Schluß bemerkte der Redner, daß der Nationalsozialismus niemals daran gedacht habe, neues Geld zu schaffen. Der AusdruckFeder-Geld" sei eine vom politischen Gegner erfundene Bezeichnung gewesen. Gelbschaffung sei allein Sache bes Staates. Es komme barauf an, baß sie produk­tiv und begrenzt fei. Dann könne von Inflation keine Rede "fein.

Nach regem Gedankenaustausch wurden d i e vorbereitenden Referate festgelegt, die sich in drei Gruppen gliedern: Die erste Gruppe soll den derzeitigen Krisenzustand des deutschen Bankwesens und seine Ursachen darstellen. Die zweite Gruppe befaßt sich mit den bisherigen Sa­nierungsversuchen. Die dritte Gruppe endlich soll die bisherige Politik der Reichsbank gegenüber dem Bankwesen klarstellen. Ferner ist vorgesehen, bie Arbeiten des Ausschusses durch Sammlung des Materials über die Gesetzgebung des Auslandes auf dem Gebiete der Kreditbanken, durch eine Li­teraturübersicht zu den gegenwärtigen Problemen des Bankwesens und durch statistisches Material zu unterstützen. Die Namen der Referenten können erst dann bekanntgegeben werden, wenn die Zu- ftimmungserflärungen der in Aussicht genomme­nen Herren eingegangen sind

Oes >ie»chs»anziers Besuch bet der Wehrmacht.

Ter Reichswehrminister feiert die innere Verbundenheit zwischen Führer und

Wehrmacht.

Ulm, 6. Sept. (TU.) Der Reichskanzler wohnte wiederum den Uebungen der württembergifchen, hessischen und badischen Truppen in der Nähe von Ulm bei. Im Anschluß an die Uebungen richtete Reichswehrminister von Blomberg folgende Ansprache an den Reichskanzler:

Wir haben die Ehre und Freude, in unserem Kreis den Herrn Reichskanzler zu haben. Ich glaube, Ihrer aller Wollen zu entsprechen, wenn ich aus diesem Anlaß über das Verhältnis der Wehrmacht zum Herrn Reichskanzler spreche. Sie haben alle erlebt, wie bie Zustimmung, B e - geifterung und Liebe des Volkes zu diesem Manne kundgetan wurde. Wir haben auch erlebt, daß unsere Soldaten in derselben spontan begeisterten Weise den Herrn Kanzler in unserer Mitte begrüßt haben. Das dürfte kein Wunder fein, denn wir sehen in diesem Manne den Soldaten, der während des Weltkrieges vier Jahre Front» kämpfer war, der dann 14 Jahre lang in voli- tifdjen Kämpfen zum Wohle Deutschlands der Füh­rer war und jetzt Führer des deutschen Volkes geworden ist. Wir verdanken ihm viel. Denn er hat im neuen Reich der Wehrmacht den Platz angewiesen, der ihr ge­bührt Er gab uns die alten ruhmreichen Fahnen und Kokarden wieder und brachte uns, als er die Regierung übernahm, vollstes Vertrauen entgegen. Wir nehmen es auf und geben es zurück. Wir 1 fehen die Sorge, die Arbeit, dis Verantwortung

und die Entschlußfreudigkeit dieses Führers und fragen uns: Was geben wir? Nun. wir geben unser vo11 stes Vertrauen, rückhalt­lose Zuverlässigkeit, unerschütter­liche Hingabe an unseren Beruf und den Entschluß, in diesem neuen, neugeformten und neu durchbluteten Reich zu leben, zu arbeiten und, wenn nötig, zu sterben. Diesem Gelübde wollen wir Ausdruck geben in dem alten Schlachtruf, der über Hunderte von Schlachtfeldern brauste: Adolf Hitler, des Deutschen Reiches Kanzler, des deut­schen Volkes Führer H u r r a h !"

Der Kanzler dankte dem Reichswehrminister mit sehr herzlichen Ausdrücken, die seine innere Ver­bundenheit mit der Wehrmacht erkennen ließen. Dem Reichskanzler und dem Reichswehrminister wurde daraufhin der Ehrenbürgerbrief von M ü n f i n gen überreicht. Anschließend begab sich der Kanzler wieder nach Ulm zurück und verließ am frühen Nachmittag im Kraftwagen aufrechtstehend und nach allen Seiten grüßend das HotelRussischer Hof", vor dem sich eine unübersehbare begeisterte Menschenmenge eingefunden hatte, die sich in end­losen Heilrufen erging. Auch Ministerpräsident G ö- ri n g hat Ulm im Kraftwagen verlassen.

Der Braune Kommers auf dem Reichsparieiiag

In Nürnberg veranstaltete, wie man uns mit­teilt, zu Ehren ihres Schirmherrn Adolf Hitler und ihres Verbandsbruders Ministerpräsidenten Hermann Goring, Gau I derDeut­schen Wehrschaft" einen großen Kommers. Man sah unter den Gästen u. a. als Vertreter der Reichsorganisationsleitung der NSDAP., Kreis­leiter S i 11; der Aufmarschleitung, Sturmführer Kun st mann (Franko Baoariae AH.); als Ver­treter der SA. den Adjutanten des Bayer. Innen­ministers, Standartenführer Zech; den Gauführer Frankon des Stahlhelms, Saumweber (Franko Bavariae AH.); Se. Magnifizenz, den Rektor der Hindenburg-Hochschule, Ritter von Ebert; Ver­treter des Standorts des Arbeitsdienstes; den Präsidenten des Arbeitsamtes des Rheinlandes, Doerr (Lützower AH. Gießen); jahlreiche Pressevertreter u. a. m.

Im Auftrage des Führerrates der Deutschen Wehrschaft begrüßte cand. theoL Kinke 1 in zu­gleich im Namen der Ortswehrschaft Franko-Va- varia Erlangen die verschiedenen Verbandsbrüder und Gäste. Er ertläte u. a. die Tatsache, daß die Reichsorgnisationsleitung als einzigem waffen­studentischem Verband, der Deutschen Wehrschaft die Abhaltung eines Kommerses gestattet habe, be­weise, daß die NSDAP, die Opfer und Leistungen ihres alten Mitkämpfers unter den Waffenstuden­ten anerkenne. Die deutsche Studentenschaft stehe heute vor einem fundamentalen Umbruch. Niemand könne ihren nationalsozialistischen Füh­rern verdenken, wenn sie aus der Tatsache, daß die Verbände als solche in ihrer Gesamtheit bei der Vorbereitung der nationalsozialistischen Revolution versagt haben, nun heute die entsprechenden Schluß­folgerungen ziehen. Aber, so wie die Deutsche Wehr­schaft, seit 1919 inmitten einer Umgebung, die die an sie gestellten Aufgaben nicht erkannte, das na­tionalsozialistische Banner hochhielt, so wolle sie jetzt, nachdem sie ihre völkischen Qualitäten genüg­sam bewiesen habe, zeigen, daß auch das deutsche 2Baffehftut)ententum eine Sonderausgabe zu erfül­len habe, die nicht verwässert und verallgemeinert

werden dürfe: die Erziehung bes jungen Akademikers zu einem ehrenhaften, geraden, tapferen und' wehrhaften Volksgenossen im Sinne Adolf Hit. I e r s. In vorgerückter Stunde erschien noch in Vertretung des Führers Adolf Hitler, des Schirm- Herrn der Deutschen Wehrschaft, Verbandsbruder Gauleiter und Staatsrat Florian- Düsseldorf, der mit seinen markanten Worten stürmischen Bei­fall erntete. Mit dem Horst-Wessel-Lied wurde der offizielle Teil des Kommerses geschlossen.

Ein Geschenk der AaüonatsoziaUsten Chinas für den Führer.

Berlin, 6. Sept. (TU.) Die Landesgruppe China der NSDAP, läßt, wie die Ausländsab­teilung der NSDAP, mitteilt, dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler als Ausdruck treuer Verbundenheit ein Geschenk in Form einer silbernen, innen vergoldeten Schale mit chinesi­schem Motiv und der InschriftIhrem verehrten Führer. Die Nationalsozialisten Chinas" und gleich­zeitig als Ergebnis der Geburtstags­sammlung vom 20. April einen Scheck in Höhe von 1000 Mark überreichen. Dem Geschenk ist ein Glückwunschschreiben beigefügt, in dem die Natio­nalsozialisten Chinas dem Führer aufs Neue ihre Treue geloben.

Herriot Oberst der Roten Armee.

Paris, 6. Sept. (TU.) Nach einer Warschauer Meldung der Agentur Sudest hat der russische Volkskommissar im Kriegsministerium Woro­schilow gelegentlich einer intimen Feier dem ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Her­riot den Titel eines Oberst der Roten Armee verliehen. Herriot soll angeblich sicht­lich bewegt gewesen sein und in seiner Er­widerung auf die Auszeichnung daran erinnert haben, daß er selbst der Sohn eines ehemaligen Offiziers sei. Dieser neue Beweis der Freundschaft des großen russischen Volkes, so erklärte er ferner, gehe ihm sehr nahe und er werde fortfahren, die russisch-französische Verständigung zu fördern, um dem Frieden der Demokratie zu dienen.

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Die Ernennung entbehrt auch insofern nicht eines gewissen Reizes, als bekanntlich der deutsche Kommunist Thälmann im Rang eines Rei­tergenerals der Roten Armee steht und somit Vorgesetzter des früheren französischen Mi­nisterpräsidenten Herriot ist.

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Kleine politische Nachrichten.

Der ehemalige britische Staatssekretär des Aus­wärtigen Amts Lord Grey of Fallodon ist heute morgen 6.05 Uhr im Alter von 72 Jahren gestorben.

An Stelle des verstorbenen französischen Marine­ministers L e y g u e s wurde der bisherige Kolo­nialminister Sarraut zum Kriegsmarineminister und der radikale Abgeordnete D a l i m i e r zum Kolonialminister bestimmt.

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Die Pressestelle der Bundesführung des österrei­chischen Heimatschutzes meldet, daß der Bundes­führer, Fürst Starhemberg, nachdem er am Dienstag von Mussolini empfangen wor­den war, Mittwoch in einer Sonderaudienz vom Papst empfangen wurde.

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Die Mittwochmorgen-Ausgabe desBerliner Tageblatts" ist wegen Beanstandung eines Artikels über die Generalsynode beschlag­nahmt worden.

Oberpräsident Kube hat dem prußischen Minister des Innern gemeldet, daß die ProvinzGrenz- mart Posen-We st preußen jetzt frei von Arbeitslosen sei.

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InderProoinzBrandenburg ist die Zahl der Arbeitslosen (Unterstützungsempfänger), die am 31. Januar 1933 218 862 Kopfe betrug, auf 110 943 am 15. August 1933, also um 49,3 v. H. g e- funken.

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Laut Bundesbefehl des Stahlhelmbundesführers Reichsarbeitsministers Seldte findet die Reichs­führertagung des Stahlhelms am 23 und 24. September in Hannover statt. Stabschef Rohm hat fein Erscheinen zugesaHt.

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Auf Ersuchen der Vertreter Mexikos, Irlands und Norwegens, die im Sinne des Minderheiten­schutzverfahrens im Völkerbund die Klage des assyrischen Patriarchen hinsichtlich der Verfolgungen der assyrischen Minderheit t m Irak untersucht haben, hat der Generalsekretär des Völ­kerbundes diese Frage auf die provisorische Tages­ordnung der Septembertagung des Völker­bundsrates gesetzt.

Aus aller Welt.

Autostraße durch den Montblanc geplant.

Italienischen Blättermeldungen zufolge ist dem italienischen Ministerium für öffentliche Arbeiten ein neuer Plan eines D u r ch st i ch e s des Mont- bl a n c zugeleitet worden. Im Gegensatz zu den bisherigen, seit Jahren schon laufenden Plänen sieht das neue Projekt nicht die Schaffung einer Italien und Frankreich verbindenden Eisenbahn­linie, sondern die Schaffung einer Auto st raße oor. Der Durchstich würde zu drei Vierteln auf französischem, zu einem Viertel auf italienischem Boden liegen. Die Finanzierung soll durch «.ine französisch-italienische Gruppe erfolgen, doch soll Frankreich die Hauptbeteiligung stellen.

3agbunfa(I bei Stabe. ieben Schülerinnen angefchoffen.

Die Klasse III O des Oberlyzeums in Stade (Han­nover) geriet auf einem Ausflug zwischen Elstorf und Moisburg in eine h n e r j a g d. Gerade als die Jäger auf eine Kette Hühner schaffen, gingen die Mädchen vorüber. Von den Schrotladungen wurden sieben junge Mädchen getroffen. Die Verletzten wurden sofort nach Buxtehude geschafft. Zwei der Mädchen mußten dem Stader Krankenhaus zugeführt werden.

Zirkus hagenbeck in Japan vom Taifun heimgefucht.

Nach einer Kabelmitteilung, die der gegenwärtig mit feinem Zirkus auf einer Gastspielreise in Japan befindliche Lorenz Hagenbeck an das Hamburger Stammhaus richtete, find durch einen Taifum die gesamten Zeltanlagen und Einrichtungen des Zirkus vernichtet worden. Das Gastspiel soll aber trotzdem unter Benutzung des Refervemoterials fortgesetzt werden.

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wp. Ulm, 5. Sept. 5 Jahre wiederum aus fallenen früheren herb Schwäbischen Alb Heren und weiteren U M ü n s i n g e n in öen I tember innerhalb der eh nere Uebungen ftatt. 2h Beginn wir gestern fchc nahmen bereits am erst, imereiianten Verlauf.

Die Lage am war salzende: Haie Äras Linie LandsbergA wörlh im Borzehen r gingen unterlegene blaw zurück. Der westliche Fl Montagabend im Kamp die Linie AugsburgT in der Annahme offen, bürgWeißenhornObe südlich Ulm) scheint B l a rieseldstellung ausgebau Kräfte haben oberhalb l und bei Riedlingen, die schritten mit dem Auftrc in die blaue Westslanke Montagabend nach fta Münsingen-Erbstetten ment Brandt liegt an und um Münsing- o- September um 7.30 m rx?otmQrW über Amstetten anzutreten. T um 6.30 Uhr von Erbst antretenben rechten Dia pmgen-Reutti. Links 1 Z\r0te SQDatIerie von °° gehen. Auf blauer P Antransport COn g vleni 6 wird auf hip

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