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■en, 5. 6ept. Anjang August hiesigen Landwirt, während er it seinen Angehörigen aus dem ■ igeb rochen. Die Diebe stah- erschlossenen Tischschublade im Spartaffenbud), worauf sie bei i Gießen 300 M. abfjoben. 'n fie bem ßanbwirt bie *Rau- nahmen faß alle ÜBurftwaren ht alle transportieren konnten, teil in das Hauchrlvch. Lvn .$ Fahrrad wurde am andern Mtz in Wetzlar herrenlos Dorer, der das Geld Wob, wird en: Etwa 22 bis 25 Znhre alt, iet grofe, schmales Gesicht, bartelblauen Anzug mit dunkelblauer rille. Die von der Polizei fofort Hungen waren bis jetzt ergebnis» ie Mitteilungen werden an die in Groß-Rechtenbach (Telefon
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Sept. (WSN.) In der Nacht nach ren|Q abgehaltenen Kreis-Krieger. mm der zum Festplatz suhren- hiedene Flaggenmast- umger>s|en ffliSfSJ* Sl'^r'Se-e* ^k.'m7kä7S “"genommen.
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Hr.2(19 SrühauSgabe 185. Jahrgang
Donnerstag, 7. September 1955
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Dnid und Verlag: vrühl'sche Unwerfilätr-Vuch» und Stetntruderet R. Lange in Stehen. Schriftlettung und Sefchästsftelle: Schul^trahe 7.
annaqme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.
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Thefredakteur
Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn» zergenteil i. D.Th.Kümmel iämtlid) in (Biegen.
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poftschecNonto: firanfftirt am Main 11686.
planmäßige Vevvikenmgspolitik das Mittel zur Volksgesuudung.!
der
städtischen Kleinsiedlung
von den
eine Rolle, wie weit das Bankwesen durch Kreditschöpfung das fehlende Leihkapital |
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maßgebenden preußischen Stellen Durchführungsbestimmungen erlassen worden. Darin wird nor-
geschrieben, daß nach wie vor vorstädtische Kleinsiedlungen nur d a angelegt werden dürfen, wo die Aussicht besteht, daß die Siedler bei Besserung des Arbcitsmarktes wieder Arbeit finden.
Städten mit mehr als 100000 Einwohner dürfen Mittel zur Errichtung vorstädtifchcr Kleinsiedlungen für Erwerbslose nicht zugeteilt werden. Die Errichtung von Kurzarbeiter- siedlungen am Rande der Großstädte kann jedoch in beschränktem Umfange vorgesehen werden. Die A u s s i e d l u n g S i e d l u n g s williger aus Bezirken mit größerer, voraussichtlich dauernder struktureller Arbeitslosigkeit in aufnahmefähige Bezirke muß unter allen Umständen versucht werden. Für diese Aussiedlung worden besonders solche Personen in Frage kommen, die in der Nachkriegszeit aus Mittel- und Kleinstädten oder vom Lande in die Großstädte und in die dicht besiedelten Industriebezirke gezogen sind und die jetzt in ihre früheren Heimatgc- meinden zurückkehren wollen. Sicdlungs- vorhaben für Kurzarbeiter wirtschaftlicher Betriebe sollen nach wie vor besonders gefördert werden.
Lpd. Das Reichsministerium für Volks - aufklärung und Propaganda richtet an alle Organisationen, Verbände und Vereine im Deutschen Reiche folgenden
Aufruf:
Das Reichspropagandaministerium rüst zur Mitarbeit an einer umfassenden Aufkiarungs aftton über Raffenhygiene und Bevölkerungspolitik auf.
Berlin, 6. Sept. (WTB.-Funkspruch.) Der für die Durchführung der Bankenenquete gebildete U n- tersuchungsausfchuß trat heute zu seiner ersten Sitzung zusammen. Der Untersuchungsausschuß setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Reichsbankpräsident Dr. Schacht, Reichsbankvizepräsident D r e y f e, Geheimer Finanzrat Dr. Friedrich, Staatssekretär Reinhardt, Staatssekretär Posse und Reichskommiffar für das Bankgewerbe Dr. E r n ft, Beauftragter des Reichskanzlers für Wirtfchaflsfragen K e p p l e r , Staatssekretär Feder, Präsident des Statistischen Reichsamtes Dr. Reichardt, Ministerialdirektor Dr. Klien (Dresden) und Professor Dr. Jessen (Kiel). Ferner vier Mitglieder des Generalrates der Wirtschaft: Regierender Bürgermeister K r o g- m a n n (Hamburg), Handelskammerpräsident und Treuhänder der Arbeit Dr. Luer (Frankfurt-M.», Domänenpächter Herbert Backe (Berlin), Generaldirektor Dr. Vogler (Dortmund).
Reichsbankpräsident Dr. Schacht
ersetzen könne. Die hierauf abzielenden Bestrebungen würden ebenfalls Gegenstand der Untersuchun- !en sein müssen, weil sie in besonders starkem Um« ange die Währungspolitik des Staates und der teichsbank berühren.
Die Reichsbank mit ihrer Rotenpresse bilde heule die einzig wirkliche Rotreserve für das Kreditsystem der deutschen Wirtschaft. Die sorgfältige Handhabung der Rotenpresse sei entscheidend für alle Wirtschaftspolitik auf dem Gebiete der Löhne und der Preise sowie der öffentlichen wie der privaten haushalte. Diese Zusammenhänge hätten bei manchen die Forderung nach einer Verstaatlichung des gesamten Bankwesens entstehen lassen. Die Frage werde zu prüfen fein, ob das An- und Ausleihen von Kapital und die Kreditoermilllung den privaten Händen grundsätzlich zu entziehen sei und alle diejenigen, die Geld ausleihen wollten und alle, die Geld leihen möchten, an den Staat gebunden sein sollen. Der materielle Fortschritt eines Volkes beruhe auf A r b e i l e n und Sparen, also auf zwei sittlichen Faktoren, die in ihrem Erfolg vom freien Willen eines jeden Menschen bestimmt feien. Dieser freie Wille könne wohl durch eine nationalsozialistische Erziehungsarbeit beeinflußt, nicht aber durch die Staatsmaschinerie erzwungen werden. Wenn deshalb die Untersuchung des Bankenausschufses zu dem Ergebnis kommen sollte, daß das private Bankwesen nicht grundsätzlich auszuschliehen, andererseits aber auch eine Einflußnahme des Staates auf dem Gebiete des Bankwesens nicht zu entbehren sei, so werde man nicht umhin können, die Grenzen zwischen beiden Faktoren eindeutig abzustecken. Lin Durch- und Gegen-
Berlin, 6. Sept. (DbZ.) Zur Verteilung Reichsmittel über die Fortführung der vor -
Einer der grundlegend wichtigsten Programmpunkte der nationalsozialistischen Bewegung war von jeher Durchdringuno des politischen und wirtschaftlichen Lebens mit erbbiologischen Gedanken. Noch der Machtergreifung ist es mithin selbstverständliche Pflicht der nationalen Regierung, dieser programmatischen Forderung der Kampsjahre zum Durchbruch und Sieg zu verhelfen. Das ganze staatliche und völkische Leben wird in Zukunst durch tärkste Einwirkung bevölkerun
Die Reorganisation des Vankenshfiems
Oer Untersuchungsausschuß nimmt seine Arbeiten auf.
Auch über das Gebiet des Strafrechts hinaus wird die Kriminalbiologie im Dienste der Volksgesundheit tätig, da sie neben den Rechtsbrechern auch andere Träger minderwertiger Anlagen, insbesondere sozial minderwertiger Eigenschaften, wie Fürsorgezöglinge, ge- wisse Psychopathen und Epileptiker, Geisteskranke und Taubstumme in den Kreis ihrer Betrachtungen zieht und damit Unterlagen für entsprechende eugenische Maßnahmen schafft. In der Förderung dieser Ziele ist Bayern führend vorangegangen, es marschiert auch nach dem Umfange der bereits geleisteten Arbeit und der gesammelten Erfahrungen an der Spitze.
Der Leiter der Kriminalbiologischen Sammelstelle m München, Ministerialrat Dr. V i e r n st e i n, verwaltet mit 18 000 bereits bearbeiteten Fällen, durch die insgesamt rund 100 000 Personen erfaßt worden sind, die zweitgrößte Sammlung dieser Art in Europa. Angesichts der Bedeutung der Kriminalbiologie als Hilfswissenschaft für die Fortbildung des Strafrechts, des Strafvollzugs und der staatlichen Fürsorge verfolgt Staatsminister und Reichsjustizkommissar Dr. Frank das Ziel, die kriminalbiologischen Forschungen auf breiter Grundlage auszubauen. Wenn die kriminalbiologischen Arbeiten allenthalben mit gleichem Nachdruck vorwärtsgetrieben werden, wird Deutschland in Bälde eine für das Volkswohl unschätzbare B e - standsaufnahme der Bevölkerung besitzen, wie sie wohl sonst nirgends zu finden ist. Diese wichtige Angelegenheit bildet demnächst Gegenstand einer gemeinsamen Besprechung der Lantz e s j u st i z m i n i st e r, in der Staatsminister Dr. Frank als Reichsjustizkommissar seine Pläne dar- legen wird.
Sie Ausgaben der kriminalbiologie im Dienst der Volksgesundheit.
Schaffung kriminalbiologischer Sammelstellen nach bayerischem Vorbild.
führte zur Begründung der bevorstehenden Arbeiten aus, daß das deutsche Bankwesen durch den Krieg und seine Folgeerscheinungen eine schwere Beeinträchtigung erfahren habe und gegenüber den Problemen, die die wirtschaftliche und nationale Umwälzung mit sich gebracht habe in seiner gegenwärtigen Gestaltung nicht zureiche. Die Hilfsmöglichkeiten, die das Bankwesen gegenüber der Wirtschaft habe, seien einmal gebunden an das in der Wirtschaft vorhandene und sich bildende Kapital, und zweitens an die Grenzen, die jede Kredithergabe in sich selbst finde, wenn sie unwirtschaftlich, d. h. mit Verlust verwendet werde. Die Banken seien nicht Geldschöpfer, sondern Geldoer w a 11 e r. Geldschöpser sei allein der Staat durch seine Währungspolitik, für welche eigene Gesetze gelten. Angesichts der bestehenden Knapp- beit an Leihkapital spiele in der Erörterung der letzten Jahre immer wieder die Frage
Pessimistisch wird gelegentlich schon verkündet, wir wären ein st erbendes Volk. Lüsterne Rachbarn warten gierig darauf, daß sie in wenigen Jahrzehnten in friedlicher Durchdringung das entvölkerte Reich erobern können. Wir aber haben das felsenfeste Vertrauen, daß das deutsche Volk, das mehr als vier Jahre Krieg in edelmütiger Gegenwehr aegen die ganze Welt durchhalten konnte, das die Revo- tutions- und Jnflationsjahre und die ganze Mißwirtschaft der lehtvergangenen Jahre so gesund überstand, das seine Jugend in stürmendem Anlauf das alte System stürzen und das neue Reich errichten konnte, daß dieses deutsche Volk und feine Jugend im innersten Kern gesund find.
Es galt nur, das Steuer herumzureihen, um von den vernichtenden und zerfetzenden Einflüssen der letzten Jahrzehnte wieder hinzulenken in die Heimattreue Verbundenheit von Blut und Boden. Dieses neue, gesundete deutsche Volk nach langen Jahren schmachvoller Er- niebrigung hineinzuführen in eine bewußte, freiwillig und opferbereit getragene, heilige Aufgabe, die die heutigen Generationen für die leisten, die nach ihnen kommen, das ist felbstoerständliche und notwendige Pflicht der Verantwortlichen.
Erbbiologisches Denken weist über den Kreis des Einzelindividuums und feine Enge hinaus in die Weiten von Generationen, von Jahrhunderten und Jahrtausenden. Es ist klein und erbärmlich, die eigene, winzige, kleine und bedeutungslose Person, das eigene Wohlergehen in Gegensatz zu stellen gegen das Leben und Entwicklung der Nation. Denn bei aller Zuversicht zu dem gesunden Kern im beut- schon Menschen unb in ber beutschen Seele wollen wir uns ber bitteren Erkenntnis nicht verschließen, daß es um Sein ober Nichtsein, um Leben ober Sterben bes beutschen Volkes geht.
Schon regt sich aber roieber bie alte liberale unb intzivibualistische Auffassung, wie sie ben heutigen, insbefonbere ben älteren Generationen seit Jahrzehnten anerzogen ist. Gar mancher weiß es selbst von sich nicht, wie stark er ihr verfallen ist. Sonst müßte brennenbe Scham seinen Munb verschließen, ehe er über bie kleinen Opfer an Gelb unb Gut klagt, bie bisher im Interesse bes Gemeinwohles von ihm gefordert wurden. Volkswirtschaftliche Erwägungen werden den großen erbbiologischen und bevölkerungspolitischen Gedanken und Gesetzen entgegengehalten. Erhöhte Kinderzahl soll bie Arbeitslosigkeit verschlimmern? Eine Auslese Minberwerti- ger könnte bie Unrechten treffen? In Wahrheit denken die, die prinzipielle unb allgemeingültige Beweggrünbe gegen bie erbbiologischen Orunb- gebauten ber letzten unb künftigen Gesetze Vorbringen, in erster Linie ängstlich an sich selbst.
Es muß also zum selbstverständlichen Allgemeingut des deutschen Volkes werden, was jetzt schon die wissenden unb Denkenben längst kennen unb fühlen. Die wissenschaftlichen (Drunb- lagen bes erbbiologischen Denkens müssen ebenso bem Bewußtsein jebes Einzelnen eingehäm- merl werben, wie bie statistische unb volkswirtschaftliche Tatsache das ganze Volk erfassen unb erschüttern müssen. Dazu ist eine großangelegte Aufklärungsaktion nötig, bie nicht nur in ber täglich geistigen Rahrung der Tagespreise, bes Runbfunkprogramms unb ber Zeilschriften- lektüre gelegentlich mit bahinplätschert, sondern, die wie eine Sturmwelle das Land durchzieht, aufrüttelt unb mad) macht.
Der Deutsche wirb oft verlacht wegen seiner Ueberorganifierung unb seiner Vereinsmeierei. Wir wollen aber bas Gute nehmen, wo wir es finben unb wollen einmal all bie unzähligen beutschen Vereine, denen fast jeber Deutsche vielfältig angehört, a u f r u f e n zur Mitarbeit. Viele, allzu viele haben sich eifrig bemüht um Gleichschaltung. Sie glauben nun zum Teil, ihre
ivlitifcher unb erbb io logischer ranken beeinflußt unb geftaltet werben. Sowie bevölkerungspolitische Gesichtspunkte die Grundlage unserer neuen deutschen Agrar- Politik geworden sind, wie das Arbeitsbeschaffungsprogramm die Ledigensteuer und dadurch die Schaffung neuer Ehen Vorsicht, wie der Arbeitsdienst zur erbbiologischen Sichtung ganzer Jahrgänge unseres Nachwuchses ausgewertet werden wird, so werden in Zukunft alle G e - setze, Verordnungen und Verfügungen durchsetzt und bestimmt sein von weiten Ausblicken auf die Zukunft des Volkes.
aleichsoierteljahr 1932. Der Geburtenüberschuß sank somit erheblich gegen das erste Quartal 1932. — Im ersten Vierteljahr 1933 wurden in Preußen 59 555 Ehen geschlossen. (6 o. H. weniger als 1932).
Rückwanderung durch Siedlung.
München, 6. Sept. (WTB.) Die Kriminalbiologie, bis vor kurzem fast nur den medizinischen Fachleuten und Juristen bekannt, begegnet in der Öffentlichkeit einem ständig steigenden Interesse. Sie beschäftigt sich mit ber geiftig« seelischen Erforschung ber Persönlichkeit unb ihres Werbeganges unter ber Einwirkung ber Erbanlagen unb ber Um- welteinflüfse. Die baburch gewonnenen sozusagen naturwissenschaftlichen Feststellungen bienen ber Allgemeinheit burch bie Klärung ber Frage im Einzelfall, ob bie Persönlichkeit geeignet ober willens ist, s i ch ber Gemeinschaft als taugliches ©lieb einzuorbnen. Die Kriminalbiologie schwebt nicht mehr als abstrakte Wissenschaft im luftleeren Raum, sie hat vielmehr praktisch sehr bebeutsame Aufgaben zu lösen. An Hanb ber wissenschaftlichen Ergebnisse ihrer Untersuchungen kann sie bem Gericht wertvolle Anhaltspunkte für bie seelische Beurteilung bes Rechtsbrechers liefern, insbefonbere für bie Offenlegung ber Antriebe unb Hemmungen, bie ben ererbten unb unter Einwirkung ber sozialen, Umgebung erworbenen Eigenschaften entspringen. Sie bietet bie wissenschaftliche Unterlage für bie Entscheibung herüber, welche Behanblung ber Rechtsbrecher unter befonberer Berücksichtigung ber Belange ber Volksgemeinschaft zu erfahren hat, ob sich voraussichtlich bie Bemühungen lohnen, bie eine Wie - bereinglieberung bes Rechtsbrechers in bie Volksgemeinschaft burch ben Erziehungsstrafvollzug unb später burch bie Betreuung in Form ber Entlassenenfür- lorge anstreben, ober ob ber Rechtsbrecher als schäbliches Element burch Sicherungsverwahrung aus bem Volkskörper auszuschei- ben hat.
Pflicht getan zu haben, wenn sie vorschriftsmäßig flaggen, vielleicht einen neuen Namen, einen neuen Vorstanb unb ein paar neue Paragraphen in ihren Statuten haben. Damit i ft es aber nicht getan. Wir rufen auf z u einem Kamps, in bem wir einstweilen alle für roürbig erachten, Mitkämpfer zu werben. Wir verlangen Pflichterfüllung bis zum äußersten unb werben an ber Treue ber Gefolgschaft erkennen, wo wahre innere Umstellung, geistige Wanblung erfolgt ist.
Zwei Forderungen richten wir an alle die vielen Organisationen, Verbände und Vereine, in denen sich der deutsche Mensch freiwillig organisiert, einordnet und zusammenfinbet. Hier zahlt er auch freimütig in Form feiner Beiträge nicht unerhebliche Summen an indirekten Steuern.
Bevölkerungspolitisches Denken verlangt Senkung aller Lasten für die Väter unb Mütter von kinbern. Die bcut- fchen Vereine jeber Art unb Prägung sollen vorangehen mit einer Entlastung ihrer kinderreichen Mitglieder durch prozentuale Senkung der Beiträge!
Außer dieser Maßnahme in ihrem (Eigenleben werben aber auch alle Berbänbe unb Vereine aufgeforbert, praktische Mitarbeit zu leisten bei ber großen Aufklä- rungs - und Propaganbaaktion, bie in ben Monaten September, Oktober unb November bas erbbiologische Denken in bie Gehirne unb herzen aller Deutschen hineintragen soll. Jeber Vorstanb muß es als Ehrenpflicht an- fehen, mit bem Aufklärungsmaterial, bas offiziell herausgegeben wirb, jebes Milg'lieb ber ihm unterstellten Organisation zu erfassen. Der gemeinsameBezug in großenSam- melbestellungen unb Sammelsen- bungen muh systematisch unb zielbewuht organisiert werben. Die Ortsgruppen ber RSDAP. haben sich als örtliche Ausgabe- unb Abrechnungsstellen zur Verfügung gestellt. Bei richtiger Organisationsarbeit können bie Lasten gleichmäßig auf bie Schultern aller Mitglieber verteilt werben, so bah auf ben einzelnen ein lächerlicher Pfennigbetrag entfällt, ber bei ber näch stcn Beitragserhebung e i n gezogen wirb. Der (Erfolg für bie Gesamtheit unb für bie Zukunstsentwickelung wird ungeheuer sein, wenn es gelingt, jeben Deutschen bis ins letzte Dorf hinein mit biefer Aufklärung zu erfassen unb innerlich zu burdjbringen. Gleichzeitig wirb biese Propaganbaaktion zu einer praktischen Hilfe für bie Kinberreichen, benen ber Aeberschuß ber Einnahmen über bie Herstellung»- unb Verbreitungskosten ber Broschüre zugute kommt.
Daß schließlich in biefen drei Monaten alle Sitzungen, Versammlungen und Tagungen jedes Verbandes unb jebes Vereines und jeber irgendwie gearteten privaten unb öffentlichen Körperschaft burchbrungen sein müssen von ben erbbiologischen Oebantengän« gen, für bie in ben Aufklärungsschriften geworben wirb, ist wohl eine Selbstverstänblichkeit.
Aufklärung unb Propaganda, bie sich aber nur an ben 33 e r ft a n b roenben, können nie bie durchgreifende Wandlung der geistigen und sittlichen Struktur des deutschen Menschen erzielen, wenn sie nicht gleichzeitig die Herzen erobern. Das herrliche, hohe Wort: „Gemeinnutz geht oor Eigen- nutz" ist fast schon abgegriffen im Munde allzuvieler. Hier gilt es mehr den je und muß das Sinnen unb Trachten jebes Menschen völlig erfüllen. Der trotzige Kampfruf: „Sieg ober Tob" gilt vom Standpunkt ber Erbbioloaie gesehen für diesen Kampf mehr als in einem Krieg mit ben üblichen Waffen. Die Männer unb Frauen, bie Verantwortung tragen für bas Wohl unb Wehe ber ihnen unterstellten Organisationen, seien sie auch im Rahmen bes Ganzen noch so klein und bedeutungslos, sie alle tragen mit ber Aufgabe, bie ihnen heute erteilt wirb, eine gewaltige Verantwortung, ber sie nicht entrinnen können. Mur wenn sie ihre Pflicht freubig mit ganzer Hingabe erfüllen, werben sie bas Ziel erreichen, bas wir alle zusammen mit höchster Anspannung unserer Kräfte erreichen müssen, wenn Deutschland leben soll.
Weiterer Rückgang des Geburtenüberschusses.
Lehren der Ltatistik.
Berlin, 6. Sept. (ERB.) Die Notwendigkeit durchgreifender Maßnahmen, wie sie von der nationalsozialistischen Regierung zur Abwendung des drohenden Volkstobes geplant sind, wird durch bie soeben veröffentlichte preußische Statistik über Eheschließungen, Geburten unb Sterbefälle erneut unter Beweis gestellt. Wieber ist bie Geburtenziffer erheblich gesunken. Im ersten Vierteljahre 1933 würben I in Preußen 157 079 Kinber geboren, was einer 1 Senkung von 5,50 o. H. gegen das erste Vierteljahr 1932 entspricht. Es starben 142 531 Per- I fönen, bas sind 16 o.H. mehr als im 23er»


