Ausgabe 
7.9.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Geschichten aus aller Wett.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

Freudcnfeuer in Texas.

(i) Ncuyork.

Ein junger Mann feierte kürzlich in Drackett- ville (Texas) mit drei Freunden seinen Geburts­tag und zwar, da das Gesetz dem nicht mehr ent­gegensteht, mit den erlesensten Säften der Brau­erei- und Brennerei-Industrie. Als gegen Abend die Stimmung bis zu jenem bekannten Stadium vorgeschritten war, in dem man Bruderküsse tauscht und Zukunftspläne bekannt gibt, mit deren Hilfe man die Welt aus ihren Angeln heben will, kam der Gastgeber plötzlich auf einen Einfall, dem seine Freunde mit frenetischem Gebrüll Beifall zollten: aus der schrecklichen Prohibitionszeit muhten auf dem Distriktsgericht doch noch zentnerweise Straf­akten gegen die zahllosen Leute liegen, die auch in Brackettville und Umgebung das Prohibitions­gesetz zu dem Zwecke geschaffen gewähnt hatten, es zu umgehen. Wie wäre cs, wenn man diesen Aktenwust auf die Straße schleppte und in einem großen symbolischen Freudenfeuer öffentlich ver­nichtete?

Die bereits hervorragendilluminierte" Gesell­schaft begab sich sogleich auf den Kriegspfad, be­gleitet von einer Unzahl unterwegs hinzugekom­mener Müßiggänger, die sich das beabsichtigte Schauspiel nicht entgehen lassen wollten. Der Wächter des Gerichlsgebäudes gab achselzuckend der lärmenden und johlenden Menge den Weg frei, kurz darauf öffneten sich die Fenster des Ge- richtsgebäudcs und hoch im Bogen flogen dick­leibige Aktenbündel auf die Straße, wo sie von eifrigen Händen zu einem mächtigen Scheiter­haufen getürmt wurden. EineSeitenpatrouille" der Veranstalter warf inzwischen dem Distrikts­richter, der allerdings nicht daheim war, die Fen­ster seiner Wohnung ein; der inzwischen alar­mierte Polizeigewaltige versuchte vergebens, tele­phonische Verbindung mit seiner vorgesetzten Be­hörde in Dallas zu bekommen, bei der er Verhal­tungsmaßregeln für diesen außerordentlichen Fall erbitten wollte ...

Wir können uns kurz fassen: Brackettville hat kein Gerichtsgebäude mehr. Derrn die Herrschaften, die sich um das Zustandekommen des großen Freudenfeuers bemühten, waren leider keine ge­lernten Feuerwerker, und ergriffen scharenweise das Hasenpanier, als sie sahen, wie der Wind die Flammen des Prohibitiors-Scheiterhaufens zum Gerichtsgebäude selbst hintrieb und dies im Handumdrehen in Brand stand. Unter den am selben Abend noch von der Polizei verhafteten Mithelfern beim Opferfeuer befand sich auch der Direktor der städtischen Feuerwehr ...

Berkehrsreform in Nicaragua.

(d) Mexiko.

In Managua, der Hauptstadt der zentralameri­kanischen Republik Nicaragua, wurde dieser Tage eine Verkehrsreform durchgeführt, die, in An­betracht der Tatsache, daß wir 1933 schreiben, füg­lich als einzigartig bezeichnet werden kann. Die Verkehrspolizisten wurden nämlich kurzerhand ab­gebaut und die sogenannte Verkehrsordnung außer Kraft gesetzt! Die alten Ochsenkarren, zu denen man langsam zurückgekehrt ist, brauchen keine Ver­kehrsregelung, heißt es im amtlichen Kommentar, und derrichtige" Verkehr mit Autos und son­stigen neuzeitlichen Höllenmaschinen habe infolge der Wirtschaftskrise fgst ganz aufgehört. Na also! Hab' Sonne im Herzen und Ochsenkarren auf der Straße! ...

Schnclligkeitsrekord

auf dem Wege zum Krankenhaus.

() London.

Die Züge fahren an sich schon recht schnell au? der Strecke NottinghamLeicester. Wie der Fahr­plan verrät, ist die Linie eine der schnellsten des englischen Festlandes. Mit erprobten und aner­kannten Höchstgeschwindigkeiten.

Und doch sind all diese Rekorde geschlagen wor­den durch die Schnelligkeit, die eine Lokomotive entwickelte, als cs galt, eine junge Frau zu retten.

Zwischen Sheffield und Nottingham wurde im Zuge eine Frau ohnmächtig. Sie war an einer Blinddarmentzündung erkrankt. Eine sofortige Operation war, wie ein zufällig im Zuge mit­reisender Arzt feststellte, unbedingt notwendig.

Die aus ihrer Ohnmacht erwachende Frau litt entsetzliche Schmerzen. Die Kunde, daß man eine Kranke im Zuge habe, die sofort operiert toerfxm müsse, drang bis zu dem Zugführer und Hetzer.

Sofort ging die Maschine auf die höchste Ge­schwindigkeit. Immer schneller jagte der Zug in der Richtung Leicester. Von einer Zwischenstation aus war die Ambulanz benachrichtigt worden. Sie wartete und überführte die Kranke auf dem schnell­sten Wege ins Krankenhaus. Zu dem Zeitpunkt, da der Zug fahrplanmäßig hätte eintreffen sollen, war die Frau schon operiert.

Das Geheimnis vom Montmartre.

I. Paris.

Aus dem Fenster eines mittleren Hotels am Montmartre hängt seit etlichen Tagen ein mäch­tiges Paket heraus, es hängt an einer dünnen Schnur, und droht, jeden Augenblick mit Wucht auf die Straße herunterzustürzen. Die Passanten gehen seit Tagen im Bogen um das Hotel herum und werfen mißtrauische Blicke auf das formlose Paket in brauner Sackleinwand. Die Polizei nahm sich, nachdem es drei Tage lang unangefochten vom Fenster heruntergedroht hatte, des Vor­falles an und stellte fest, daß das Zimmer von einem Erfinder bewohnt wurde. Die Befragung besagten Erfinders verlief in jeder Weife erfolg­los. Man hielt ihn vorsichtshalber auf der Poli­zeiwache fest, und drei starke, abenteuerfrohe Poli­zisten machten sich auf den Weg, um das Erfin­derpaket einer näheren Untersuchung zu unter­ziehen. Der Geschäftsführer des Hotels begleitete sie selbst in das geheimnisvolle Zimmer hinauf. Die Polizisten machten sich, während unten auf der Straße eine große Menschenmenge zusah und befreit aufatmete, daran, mit viel Sorgfalt, Vor­sicht und Mühe das schwere Paket heraufzuziehen. Ihr Vorhaben glückte. Unter Anteilnahme eines großen Teils des Hotelpersonals ging man dann unter Anwendung aller erdenklichen Vorsicht da­ran, das Paket zu öffnen.

Die Oeffnung ergab eine Ueberraschung. Aus einer Fülle von Schnüren und zusammengenähter Sackleinwand wickelten die Polizisten schließlich ein in ausgezeichnetem Zustande befindliches Ma­schinengewehr. Bis zu dieser Stunde hat der dar­aufhin mit besonderer Sorgfalt vernommeneEr- fin6er noch kein Geständnis darüber abgelegt, wie er ausgerechnet dazu kam, am Montmartre in Paris ein komplettes Maschinengewehr zu einem soliden Hotelsenster hinauszuhängen.

Vielleicht ist es nur die Verrücktheit, nur der sinnlose Einfall irgendeines armen Irrsinnigen, vielleicht ist es eine Demonstration eines lächer­lichen Außenseiters der menschlichen Gesellschaft, vielleicht hat es gar nichts zu bedeuten... wir wissen es nicht.

Lucchenis Lohn.

(ht) Bukarest.

Dor 35 Iahren 1898 wurde bekanntlich in Genf die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, Gattin Kaiser Franz Iosefs, auf einem Spazier­gang von dem italienischen Anarchisten Luccheni erstochen. Der Mörder wurde zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt, alle feine Verwandten und Angehörigen aus Italien vertrieben.

Ietzt kommt aus einem Dorfe in der Nähe von Temesvar eine Nachricht, die den Fall Luccheni noch einmal aus dem Nebel der Vergessenheit in das grelle Licht der Zeitgeschichte rückt. In der Ortschaft Kischoda lebte feit vielen Iahren ein Zementarbeiter mit Namen Luccheni, ein stiller arbeitsamer Mensch, dem niemand etwas Nachtei­liges nachsagen konnte. Dieser Luccheni ist vor einigen Tagen im Alter von 48 Iahren gestorben und hat sich vor seinem Tode als Sohn dcs Kai­serinnenmörders zu erkennen gegeben.

Auch er hatte seinerzeit im Alter von 13 Iahren mit seiner Mutter Italien verlassen müssen und ist schließlich auf seinen Irrfahrten im Banat hän­gen geblieben, wo fein stiller Tod noch einmal für einen kurzen Augenblick die Erinnerung an eins der scheußlichsten Verbrechen lebendig ge­macht hat.

Schmerzliche Ueberraschung.

k. Grenoble.

Ein chinesisches Sprichwort sagt:Ein guter Anwalt muh seinen eigenen Mörder verteidigen!"

Ganz so heikel war freilich die Lage nicht, in die der junge Advokat Meunier geraten sollte. Aber die Nolle, die er bei seinem Debüt im Ge- richtssaal spielte, erinnert doch sehr an das Bei­spiel, mit dem die Chinesen ihre hohe Achtung nicht nur vor der Objektivität, sondern auch vor der Spitzfindigkeit ihrer Anwälte ausdrücken.

Meunier hatte sich in ein junges Mädchen ver­

liebt und sich entschlossen, sie zu seiner Ehegefähr­tin zu machen. Das junge Mädchen hatte ihm ge­beichtet, daß sie bereits einmal verlobt gewesen, daß aber ihr Bräutigam wegen einer schweren Verfehlung verhaftet worden fei und sie deshalb die Beziehungen zu ihm wieder abgebrochen habe. Der junge Rechtsanwalt sah über diesen kleinen, unverschuldeten Makel großzügig hinweg und drang als echter Kavalier auch nicht weiter in sie, um die näheren Zusammenhänge zu erfahren.

Kurz darauf hatte er fein Debüt als Offi­zialverteidiger. Die Sache des Klienten stand hoffnungslos, aber Meunier war von edlem Eifer erfüllt. Die Begeisterung des jungen Anwalts für die menschlichen Eigenschaften des Angeklag­ten rührte die Richter so sehr, daß sich eine fast

sichere Zuchthausstrafe in einen glänzenden Frei­spruch verwandelte.

Unt> es kam so, wie Sie es gewiß schon ahnen. Das Leben erfährt manchmal märchenhafte Ge­schichten: Der Anwalt erhielt zwei Tage später einen Brief von seiner Braut, worin sie ihm für alles Gute dankte, das er ihr angetan. Gleichzei­tig bat sie ihn, die Verlobung zu lösen, denn seine wunderbare Rede vor Gericht habe sie davon überzeugt, daß ihr früherer Bräutigam der edelste Mensch auf Erden fei. Sie könne es nun nicht übers Herz bringen, ihn zu verlassen, ihn, dem schon so großes Anrecht widerfahren fei. Er wisse ja selbst, wie wertvoll der Mensch sei, für den er sich einfetzte, er würde sie sicherlich auch am besten verstehen...

Wirtschaft.

Das Deckgeld für Bedecken der Stuten.

WSN. Darmstadt, 6. Sept. Durch Bekannt­machung des hessischen Staatsministeriums vom 31. August bringt der Landesbauernpräsident Dr. Wagner zur öffentlichen Kenntnis, daß für die Deckzeit 1933 das Deckgeld für Bedecken von Stuten durch die staatlichen Hengste end­gültig für Stammbuckstuten auf 36 Mark und für nicht in das Stammouch eingetragene Stuten auf 37 Mark festgesetzt ist.

Die in Hessen wohnenden Stutenbesitzer haben nach Schluß der Deckzeit zunächst nur einen Teil­betrag, und zwar die Besitzer von Stammbuch­stuten 12 Mark und die Besitzer von nicht in das Stammbuch eingetragenen Stuten 13 Mark zu ent­richten. Der Restbetrag von 24 Mark wird ihnen gestundet bis zum Ablauf der Trächtigkeitsdauer. Wird nach dieser von dem Stutenbesitzer nachge­wiesen, daß seine während der Deckzeit gedeckte Stute ein lebendiges Fohlen nicht geboren hat, so wird der Rest des Deckgeldes erlassen. Ein Erlaß des Restbetrages (Fohlengeld) tritt auch dann ein, wenn das Fohlen ein Lebensalter von 28 Tagen nicht erreicht hat. Beim Verkauf einer gedeckten Stute an einen anderen, in Hessen wohnenden Be­sitzer kommt ein Erlaß des Restbetrages des Deck- geldes nur in Frage, wenn von dem seitherigen Besitzer durch Vorlage einer amtlichen Bescheini­gung nachgewiesen wird, daß die Stute bei dem neuen Besitzer ein Fohlen nicht zur Welt gebracht oder das Fohlen ein Lebensalter von 28 Tagen nicht erreicht hat. Für nach außerhalb Hessens ver­kaufte Stuten wird der Restbetrag des Deckgeldes auch bann nicht erlassen, wenn die Stute ein le­bendes Fohlen nicht geboren hat. Nicht in Hessen wohnende Stutenbesitzer, die in Hessen Stuten dek- ken lassen, haben 37 Mark Deckgeld zu entrichten. Der erste Teilbetrag (sog. Sprunggeld) mit 13 Mark ist sofort beim Vorführen der Stute zu zahlen. Der zweite Teilbetrag wird ebenso wie den in Hessen wohnenden Stutenbesitzern bis nach Ablauf der Trächtigkeitsdauer gestundet. Auch nichthessischcn Stutenbesitzern kann der zweite Teilbetrag des Deck­geldes (Fohlengeld) erlassen bzw. zurückerstattet werden, wenn sie bis spätestens Ende Juli des auf das Decken folgenden Jahres durch eine amtliche Bescheinigung des zuständigen Bürgermeisteraims oder der Ortspolizeibehörde den Nachweis erbrin­gen, daß ihre während der vorigen Deckzeit gedeckte Stute ein Fohlen nicht geworfen oder das Fohlen eine Lebensdauer von 28 Tagen nicht erreicht hat.

Deckscheine für Stuten, die aus irgendeinem Grunde nicht bedeckt wurden, find der ausstellen­den Behörde bis spätestens Ende Juli des Jahres, in dem sie ausgestellt wurden, zurückzugeben. Un­terbleibt die rechtzeitige Rückgabe, fa. wird ange­nommen, daß das Bedecken der Stuten ftattgefün- den hat. Das Deckgeld wird alsdann von den Stu­tenbesitzern beigetrieben. Spätere Einreden hier­gegen können nicht berücksichtigt 'werden.

Anträge auf Erlaß des Restbetrages des Deck­geldes für Stuten, die lebende Fohlen nicht ge­boren haben ober beren Fohlen innerhalb 28 Ta­gen nach ber Geburt oerenben, haben bie Stuten­besitzer nach Ablauf ber Trächtigkeitsbauer, späte­stens bis Enbe Juli bes auf bas Decken folgenben Jahres, bei ben Ortsbehörbcn zu stellen, worüber von biefen spätestens bis zu bem genannten Zeit­punkt befonbere Niederschriften (Protokolle) zu er­richten sinb. Auf bie rechtzeitige Stellung ber An­träge unb bie rechtzeitige Errichtung ber Nieder- schriften wirb mit bem Anfügen hingewiesen, daß auch hier bie Stutendesitzer bie Folgen einer etwai­gen Versäumnis zu tragen Haden.

Frankfurt sehr still.

Frankfurt a. M., 7. Sept. (WTB. Draht- melbung.) Die heutige Mittagsbörse litt sehr stark unter Auftragsmangel unb eröffnete Daher in sehr stiller Haltung. Die Stimmung war zwar nicht un* freundlich, boch lagen bie wenigen Kurse, bie nur gögernb zur Notiz gelangten, kaum behauptet, wäh» renb bie Kulisse mangels jeglicher Anregung Zurück­haltung bekundete. Das verschiedentlich herauskom- mende kleine Angebot wurde nur zu etwa 0,5 bis 1 v. H. ermäßigten Kursen aufgenommen. In den Hauptwerten wollte man leichte Kurspflege seitens der Banken beobachten. Tatsächlich fanden ja auch dieser Tage Verhandlungen innerhalb der Bankwelt mit dem Ziele statt, um den von ihnen patronifierten Wertpapieren mehr Pflege angedeihen zu lassen, da-

Denkt an dieStiftung für Opfer der Arbeit"!

(Einzahlungen an Reichskreditgesellschaft Berlin W 8, Behrensffraße 21'22, sowie auf deren Reichs» banfgirofonlo unb Deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe Der Kontobezeichnung:Stiftung für Opfer De' Arbeit"

mit übermäßige Ausschläge, wie sie in jüngster Zeit bei minimalstem Angebot hervortraten, zu oermei- ben. IG. eröffneten mit 115 o. H. 0,25 v. H. höher, Scheideanstalt gewannen 1 v. H., wogegen Deutsche Erdöl 1,65 o. H. verloren. Am Elektromarkt lagen Akkumulatoren, AEG. und Siemens unverändert, da­gegen ließen Tarifwerte wie Bekula, Licht & Kraft und Gesfürel je 1 o. H. nach. Montanaktien setzten durchweg etwas schwächer ein. Auch Schiffahrtswerte bröckelten um bis zu 0,5 v. H. ab, ferner eröffneten Zellstoffaktien und von Einzelwerten Contilinoleum- Zürich von 0,25 bis 0,75 d. H. niedriger. Matt lagen Reichsbank mit minus 1,5 v. H. Von Kunstseide- werten blieben Aku behauptet, Bemberg konnten sich um 0,75 v. H. befestigen.

Am Pfandbriefmarkt bröckelten die Kurse überwiegend um 0,25 bis 0,5 o. H. ab. Auch Stadt­anleihen neigten meist zur Schwäche, während Staatsanleihen geschäftslos waren. Auch im Verlaufe hielt die Geschäftsstille unvermindert an. Die Kurse zeigten jedoch nur unwesentliche Abweichungen gegen den Anfang. Lediglich Reichsbank gaben neuerlich um 1 bis 1,5 d. Sy nach, während IG. unverändert waren. Soweit sonst noch Kurse zur Notiz kamen, lagen sie gegen gestern abend meist etwas niedriger. Zement Heidelberg erschienen mit Minus-Zeichen, eine Taxe war nicht zu erfahren. Deutsche Anleihen waren ebenfalls im Verlaufe kaum verändert, nur späte Rcichsschuldbuchforderungen bröckelten eher etwas ab. Tagesgeld war zu 3 o. H. unverändert.

t,ra:;l/urtc2*«« Ki tt:.

F r a n k f u r t a. M., 7. Sept. Auftrieb: 74 Rinder, 1217 Kälber, 205 Schafe, 597 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 36 bis 40 Mark, mittlere Mast- unb Saugkälber 30 bis 35, geringere Saugkälber 25 bis 29, geringe Saug­kälber 20 bis 24; Schafe: beste Schafe 26 bis 29, mittlere Schafe 21 bis 25; S ch w e i n e : vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfunb Lebendgewicht 43 bis 46, von etwa 200 bis 240 Pfunb 42 bis 46, von etwa 160 bis 200 Pfunb 40 bis 44 Mark. Marktverlauf: Kälber unb Schafe mittelmäßig, ge­räumt, Schweine ruhig, zum Schluß abflauenb, aus­verkauft.

InderVereinigung

liegt die Stärke der Schwachen

Wir empfehlen unseren verehrlichen Mitgliedern:

Kaffee stets frisch geröstet

orange Packung, V< Pfd........80 Pf.

blaue */< .......75

ffriine V* ........70

braune 7< ........60

rosa V« .......50

Weizenmehl

Edelmarke, 1 Pfd............23 Pf.

Rheinstem, 1 n ...........22

Spezial 0 1 19

Blütenmehl 1 ...........17

Käse Limburger m. Rinde, */, Pfd_____11 Pf.

Limburger o. Rinde, */< ....13 Edamer, 20 °/0......V« ... 18

Edamer, 30 %......'/«.....20

Leber- und Blutwurst

(jeden Dienstag und Freitag Irische Wurst)

*/4 Pfd .........15 Pf.

Mettwurst, hessische */< Pfd..32 Oldenburg. */< 27

Unseren verehrlichen Mitgliedern empfehlen wir besonders den Bezug von Frischfleisch aus unserer Fleisch-Verteilungsstelle.

Warenabgabe nur an Mitglieder Konsumverein Gießen u. Umg., e.G.m.b.H.

5530 a

Die Leistungen und Lieferungen zurEnt» Wässerung derWobn- aebäude in Gießen, Franlfurter Straße 142/144, 146/148, 150/152 u. 154/156 sollen vergeben wer­den Angebotsmu­ster sind (solange Vorrat reicht) bei dem unterzeichneten Amte erhältlich und zwar: 5529V

Los 1 Grd-u. Mau­rerarbeiten f. 1RM. Los 2 Lieferung der Rohre und Verlegen der Rohrleitungen für 1,20 RM.

Verdingung am 15. September 11 Uhr.

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Reichsbahn- Betriebsamt

Gießen 1.

ütlimingei Miet!

WalUorstraße 24. Sämtliche Wäsche wie neu. Vorherige Anmeldung (o622H Televhon 3894

Hypothek erftftellig, m Hohe oonlO12000RM. aus gut rentierendes 4X5 - Zimmerhaus, "Nähe Stadtmitte gesucht.Schr.Ang.u. 05221a.d.Gieß.Anz.

Tod

Jugendliche zugelassenI Hierzu:

Anserwihltes Beiprogramm und Dla-Ton-Wodie

55'24 C

Herr Reichsminister Dr. Goebbels w sagt über diesen Siegfried-Film des deutschen Heldenliedes:Hier ist ein Filmschicksal nicht aus der Zeit genommen, aber so modern, so zeitnah, so aktuell gestaltet, daß es auch die Kämpfer der nationalen Bewegung innerlich erschüttert hat.

Regie: Fritz Lang W(

Musik: Gottfr. Huppertz V ö/, Hauptrollen:

Paul Richter | |

Theodor Loos, Hanna '/ Ralph, Margarete Schön Hans Adalbert von Schlettow,

| Lichtspielhaus Gießen

Ab heute Donnerstag bis Samstag:

Ider unter großer Begeisterung in allen deutschen Städten angelaufene, nun­mehr nach Wagnerschen Motiven vertonte Nibelungen - Film der Ufa!

Ihre Verlobung geben bekannt

Gertrud Mohr Gerhard Bernbeck Pfarrverwalter

Gießen, Bergstraße 1 Altenstadt i. H.

September 1933

5523 I >

Für die anläßlich unseres

ZOjä'hrigen Geschäfts-Jubiläums erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir unseren herzlichsten Dank!

Schokoladenhaus Weihl

Gießen (Seltersweg 50), den L. September 1933

111II1111 ir~ t___r t - -1111111 in i um i n 11 ii in ii m i iitu ji i ????/?-1 t t -

Bücher für den Vogelfreund

(Durch jede Buchhandlung oder vom Verlag zu beziehen)

Die Vögel Mitteleuropas in allen Lebens- und Entwicklungsstufen photo­graphisch aufgenommen und In ihrem Seelenleben bei der Aufzucht beob­achtet von Dr. Oskar und Frau Magdalena Heinroth. Mit 129 Färb- und 260 Schwarztafeln. 3 Bände in Halbleder geb. RM. 207., in Ganzleinen ge­bunden RM. 180.. Bei Einzelbezug Bana I RM. 90.. Band II RM 58.50, Band III RM. 85.50. Bezug auch in 80 Lieferungen je Reichsmark 2.50. Er­gänzungsband z. Z. im Erscheinen: 20 Lieferungen zu je Reichsmark Z -. Norderoog,. Ein deutsches Vogelparadies. Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer von P. F. Weckmann-Wittenburg. Einfüh­render Text von Prof. Dr. F. Dietrich. Mit 64 Kunstdrucktafeln. Broschiert Reichsmark 3, in Ganzleinen gebunden Reichsmark 4. .

Naturdenkmäler aus der Vogelwelt von Oberstleutnant von Lucanus. Broschiert Reichsmark 2.-, gebunden Reichsmark 3..

Verlangen Sie ausführliche Werbeblätter!

Hugo BermOhler Verlag Berlin-Lichterfelde

Die N

n 21' <t6*

lll'^ .|d)x

So»

BttW*"' 'Tain',ienäoO'

infU' "LliW

5ss*

NerHeichsia

er so an oem:nuuvii>, den habe. Diese Erklanm albern und dumm. M ausführliches Interim legraaf" mit dem Bru das sich ausführlich mit Der Bruder, der s i ch

ten aktiven Komn klärte dem holländischen über die Persönlichkeit $ dem kommunistischenL mentlich alles, was diese stellung angehe, eine u düng, Schmähung des Menschen van. Der Bruder des Brands/ das allerschärsste famierung durch die i die das Braunbu

Ä es xottltt auch 1 dah Mdn das v teuren tzmarden \<v als wahrer Hev werde, als dah er dar' wie sie dos Brauns werde.

Durch dieses Intervi Braunbuches, die bcroi Verbindung zwischen der Lubbe zustandege endgültig widerlegt

rie Lügen

Stuber van der

LßH U- hem Attentat geo psychologische Begrün ui Internationale für diese der Lübbes mit 9W ist die, daß van de U bursche inDeutsch tionalsozialisten sei, daß sich ferueUc 3)ing

Der Amsterdamer 3h weis, der bekanntlich von ihm übernomm Reichstagsbrandstifters legte, gibt nunmeh milienangehorigen vai sucht worden sei, die Er habe sich entschlösset nehmen.

Branilng |( Von Ietpel Eine deutliche Aul

» - flnl Jr''g. 7.Sept (I S ""geteilt., in öer Rechtsanwalt »ran»- veröffentlichte

unietbreitJ Q^bc' Zranting Jolin, ü Früchte M die j S°be v»7'?en Reich Oberrei?eiDe'srn l°'8endcs & ®Qlt

Sehr ben Seriä

^brandsech"'^ ber

Qftung ber 9t Qud) f mir hei x; ,9 ® f d) t i t«, ?rieftöed)(eC|5er $Qt^e ch°n. TenL°'nen Ech _> beufi 9Cn Tie Uber d° uU-n Volk j ^nüber h9mut der

N^ausschA^nnten WD MS