Ausgabe 
6.12.1933 Viertes Blatt
 
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Schulungskurs für AmiSlvalter der Arbeilsfront

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entstehe. Don diesem Schulungskursus müßten die Amtswalter hinausgehen als Prediger des wah­ren Sozialismus durch die Tat für unser Volk.

Als Vertreter der NSBO. sprach Pg. Hahn. Er betonte einleitend, daß derart große Umwälzungen in einem Volksleben, wie sie Deutschland jetzt er­fahren habe, nur aus einem dringenden Bedürfnis nach innerer Umformung entstünden. Der Bestand einer solchen Volkwerdung und grundlegenden Re­formierung der gesamten Lebenshaltung werde nur dann gewährleistet (ein, wenn das Volk erkenne, daß die früher beschrittenen Wege ins Verderben fuhren mußten. Der Redner erinnerte sodann an die Zersplitterung des deutschen Volkes durch den Haß- und Klassenkampfgedanken des Kampfes aller gegen alle und stellte diesem liebel die erfreuliche Tatsache gegenüber, daß schon nach 9 Monaten der nationalsozialistischen Regierung der Klasienkamps vernichtet sei und mit ihm auch sein Verkünder, der Marxismus. Es gelte nunmeyr, auch die letzten Reste dieser verderblichen Idee vollkommen aus- ^umerzen und etwas Neues xu schaffen, in dem sich Das ganze deutsche Volk wohlfühle.

Adolf Hitler habe den deutschen Arbeiter aus seiner früheren Selbsterniedrigung und Selbst- degradierung herausgcholt und als freien Stand in das neue Reich eingegliedert. heute gebe es in der Slandesvertretuug des deutschen Ar­beiters nur noch die Gemeinschaft der deutschen Arbeiter der Stirn und der Faust. 3n Zukunft stünden sich nicht mehr Menschen irgendwelcher

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Der Führer der b-'Vn Gaue besi'lgte darauf die neu.n Ortsgrupp, n, (ihrer für die beiden Gaue Main-Rhein-Lahn-Fulda und Eüd-Hessen, die von dem Führer des Reichsocrbandes R o d a tz und dem Führer der Gaue verpflichtet wurden.

Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Kampflied der Hitler-NuaendVorwärts, Vor­wärts!" schloß die Verpflichtungsfeier.

Carl Nowack

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fei. nachdem nunmehr endlich der nnseNae Streit auch zwischen den eiurelnen Jugend- bündeu vorbei sei, und die gesamte Zagend hinter den Fahnen Adolf Hitlers marschiere.

Wie alles, was wir tun, so münde auch die Arbeit an der Jugend ein in die große Arbeit, die der Führer begonnen habe zum Wohle des deutschen Volkes.

fr' 'ngen "nt-re" nverlrelung gegen 2 xz, V* I dern an deren Stelle fei der Gedanke der Volks­gemeinschaft getreten.

Alle Schädlinge, die sich gegen diese Dolksaemein- schäft wenden, müßten ausgemerzt werden. In Zu­kunft werde der Mensch nur danach zu beurteilen sein, was er für die Volksgemeinschaft leiste Jetzt würden nicht etwa Gesetze für heute oder morgen gemacht, sondern es werde aufgebaut für Jahrhunderte unb für @enerationeiL Wie am 12. November das deutsche Volk in seiner erdrückenden Mehrheit einig gewesen sei, so muffe es sich auch in Zukunft immer als ein einig Volk von Brüdern zeigen und ein neues Deutschland in sitt­lich-moralischer und in wirtscha tlicher Beziehung schaffen, das treu sei gegenüber seinem Führer und Vaterland in der Erkenntnis, daß die Treue das Mark der Ehre ist.

Als Vertreter der Arbeitgeber betonte Pg Dr. Kolb, daß es in Gießen das erstemal sei, Arbeit­gebervertreter zu einem Schulungskursus hinzuzu­ziehen. Früher hätten sich Arbeitgeber und Arbeit- nehmer bekämpft, heute aber feien sie zu g e m e in­fam e r Arbeit in der Gegenwart und für die Zukunft vereint. Früher hätten sie sich gegenüber- gestanden nicht etwa aus persönlichen Gründen, son­dern well sie verhetzt worden seien.

Jetzt wolle man gemeinsam arbeiten jum Wohle des deutschen Volke, und de, neuen Reiche, in der Erkenntnis, daß n jedem einzelnen Volks­genossen besser gehen werde, wenn da, deutsche

Volk in seiner Gesamtheit gesund sei.

Pg. Betz dankte den Rednern für ihre eindrucks­vollen Worte und unterstrich das Bekenntnis, durch gemeinsame Arbeit zusammenzuwirken für eine wahre Volksgemeinschaft desganzen deutschen Volkes. Alle bisherigen Gegensätze müßten überbrückt werden durch den Willen, in Zu­kunft nicht mehr Arbeitgeber einerseits und Arbeit- nehmer anderseits, sondern nur noch deutsche Arbeitsmenschen zu sein.

Hierauf nahm der Schulungskursus unter Leitung von Pg. Singel seinen Anfang.

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Staates, Vertreter der Stadt Frankfutt a. M, Bür­germeister Linder, Vertreter der Landräte, Ver­treter der Partei und ihrer Untergliederungen, Ver­treter der Wandervereine. Der Bericht über den Gau Hessen - Süd ergab, daß sich dort ver­schiedene Unstimmigkeiten oorgefunden haben, die gegenwärtig noch vom Hessischen Staatsministerium untersucht werden, dagegen sanden sich im Gau Main-Rheln-Lahn-Fulda nicht die geringsten An­lässe.

Der neue Vorsitzende kündigte die Äerschmel - zuna beider flaue nach Klärung der Verhätt- nisie im Gau Süd-Hessen unter einem neuen Na­men an, und verbreitete sich dann §um Schluß noch über die Aufgaben und 3iele, die sich die neue Führung gestellt habe.

Nachdem die rechtliche Sanktionierung des Wech­sel» in der Führung Der flaue Main Rhein-Lahn- Fulda und Süd-Hessen durch die Mitgliederver­sammlung erfolgt war, bestätigte der neue Führer Der beiden (Baue, Gebietsführer Geißler, die neuernannten Ortsgruppenführer. Die Derpflich- tungefeier fand im/jaus der Jugend" in An­wesenheit des Stellvertreters des Reichsstatthalters und (Bauleiters Sprenger und des Führers des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen statt. Sie wurde mit dem Einmarsch der Singschar der Hitler-Jugend unter den Klängen der Fanfaren und der Landsknechttrommeln eröffnet.

Gebietsführer Geißler begrüßte die erschiene- nen Ortsgruppenführer und besonders den Ver­treter des Gauleiters, Heyfe, der die Grüße des Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger überbrachte und darauf hinwies, daß gerade im flau Hclien-Naffau unter der tatkräftigen Förde- runfl durch den Gauleiter die Jugendbewegung einen starken Aufschwung genommen habe.

6, fei im nationalsozialistischen Staate eine Selbstverständlichkeit, daß der Jugend das größte Jnteresie entgegengebracht würde. Er versicherte, daß die Partei auch weiterhin dem Jugendherbergswerk die weitestgehende Unter- stühnng gewähren würde, wissend, daß die Jugend die Trägerin der Einigkeit der Nation

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Arn Samstagnachmittag wurde im Hause der Deutschen Arbeitsfront (Gewerkschastshaus) ein Schulungskursus für Amtswalter der Deutschen Arbeitsfront unter Leitung des Holzarbeiterverbandes, Verbandskreisleitung flie­hen, eröffnet. An der Tagung nahmen zahlreiche Amtswalter teil.

Pg. Betz leitete den Schulungskursus mit einer Ansprache ein, in der er nach Begrüßunasworten u. a. auf die große Aufgabe der guten Wahrung des kostbaren Gutes der Deutschen Arbeitsfront zum Besten des deutschen Arbeiters hinwies. Er betonte dann, daß es gelte, auch den letzten deutschen Ar­beiter $u gewinnen und ihm die Ueberzeugung zu verschaffen, daß

in der Deutschen Arbeitsfront, in der die Ar­beitnehmer und die Arbeitgeber als Einheit der schaffenden deutschen Menschen stehen, der Gemeinschaslsgedanke zur Tat geworden sei.

Die Amtswalter als Treuhänder der Deutschen Arbeitsfront hätten die besondere Aufgabe, hier oder da noch bestehendes Mißtrauen zu beseitigen und gerechte Mittler in den Differenzen aus dem Arbeitsprozeß zu fein. Alle müßten ständig weiter lernen und ringen um das Rüstzeug zur Dewälti- gung der großen Aufgaben, die der Führer gestellt habe. Zur Erlangung dieses Rüstzeuges solle der Schulungskursus verhelfen. Jeder Amtswalter muffe sich mit größtem Eifer diesem Kursus widmen, da­mit zwischen den Lehrenden und den Hörem eine von heiligem Ernst geleitete Arbeitsgemeinschaft

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