Keitag, 6. Oktober 1935
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger -für Gberheffen)
Aus der Provinzialhauptstadt
OberheMches Jungvolk in Grünberg
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Die Fanfaren des Jungvolks rufen
Bührer gezeigten Weg
Stellv. Kreisleiter Hopfenmüller weiht die Fahne.
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geplanten 7. lennie- :ben und Deutschlan!) Die Begegnung findet - Berliner Tennishalle rogenen sechs Länder- ),-llischland bisher nur eben gewinnen.
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Oberjungbannführer Jung schreitet die Front ab.
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dann die Verpflegung der Jungen statt. Am Nachmittag verließen die einzelnen Abteilungen unter dem Gesang chrer bekannten Marschlieder unsere Stadt, um den Heimweg anzutreten.
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n ernannt: N. horst- lborowjki, Stettin (2); led, Eieiwitz (4); Jr. auptmann Babenbob, inmburg (7); h. Nolte, munb (9); W. Och-se- inemann, Bonn (11); '); c;. fiarofe, warb farlsrutje (14\\ D,. Ich. M ^chmayr,
Jungbannführer Siebert als Vertreter des Reichs, statthalters Sprenger spricht.
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ter brauner Tracht, größtenteils mit Tornister ausgerüstet, die übrigen Seiten des Vierecks ausfullte. Cs folgte dann eine Besichtigung des Jungvolks durch die Führer: Oberbannfuhrer Seifert (Friedberg), Oberjungbannführer Harner (Butz-
man diese yungen nrcyr vergeben, uu uuj Weise ihre Pflicht getan hätten. Im Zusammenarbeiten mit Elternhaus und Schule wolle bie Jugend mitarbeiten an der Volksge- meinschaft, sie wolle jung sein, und jung ser der, der nicht immer in alten, überlieferten An-
heit und Gewicht genau bestimmter Baumwollkoper zur Verarbeitung, der eine Rohbreite von 88 Zentimeter hat und in dem vorgeschriebenen braunen Farbton eingefärbt ist. Für das unter dem Uniform- rock zu tragende Oberhemd sind keine Vorschriften erlassen worden. Für dieses kann jedes beliebige Material (Baumwolle, Kunstseide, Seide usw.) verarbeitet werden, es muß lediglich die richtige braune Farbe besitzen.
TiG-Dolkswohrfahrt, Ortsgruppe Gießen-Güd.
An alle Einwohner imLrtsgruPpenbereich.
In diesen Tagen kommen die Amtswalter der Ortsgruppe zu Ihnen und werben um Mitgliedschaft zur NS.-Volkswohlfahrt e. V. Mitglied kann jeder unbescholtene Angehörige des deutschen Volkes werden, der das 21. Lebensjahr vollendet hat und rein arischer Abstammung ist. Ich erwarte von jedem, der noch in Arbeit steht, daß er Mitglied der NSV. wird und sich zur Zahlung eines feinem Einkommen entsprechenden Monatsbeitrages verpflichtet. Wir alle wollen zur Erfüllung des Wunsches unseres Führers, „in diesem Winter darf kein deutscher Volksgenosse hungern oder frieren , beitragen.
Neben der Werbung um Mitgliedschaft werden
Eingaben an den Gauleiter.
Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger erläßt folgende Anordnung:
Der Postanfall bei der Adjutantur und den übrigen Dienststellen der Partei wächst in den letzten Tagen in einer Form an, daß eine Erledigung der vorliegenden dringenden Fälle ernstlich gefährdet ist. Insbesondere ist festzustellen, daß Parteigenossen sich direkt an den Gauleiter wenden, ohne den vorgeschriebenen Dienstweg einzuhalten.
Für die Folge ist dieser Zustand untragbar. Schreiben, die von Parteigenossen direkt an die Dienststellen des Gaues gelangen, ohne den vorgeschriebenen Dienstweg passiert zu haben, werden dem Absender zur Einreichung auf dem Dienstweg zurückgegeben.
Alle Volksgenossen bitte ich daher, unter allen Umständen Eingaben an die in Frage kommenden Ortsgruppen zu richten.
Vorstehende Anordnung ist unbedingt emzuhalten, damit eine ordnungsgemäße Erledigung dringender Fälle nicht gefährdet wird.
Fahnenweihe der Ortsgruppe Mitte der NSDAP.
Am Mittwochabend vereinigten sich die Mitglieder der Ortsgruppe Mitte der NSDAP. Gießen im Saalc des Caf6 Leib zu einem Deutschen Abend,
— Tageskalend theater, 20 bis 22 Uhr. hen Mannes". - Volkshalle/L.eb gshohe 21 Uhr, Braune Messe. — Bl'nbrfe$20 Wli)ch° ®r|äic5,“n?,h: i%“5äto n®*- möStf'abrit SÄ Ä# 'N d-nAu-st-llm.,«
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♦ Grünberg, 5. Okt. Grünberg war heute ber Sammelpunkt des o b e r h e f s i s ch e n Jungvolks. Nach Abschluß eines großen Geländespiele s, das am Mittwoch in dem Raume Grünberg, Lauter, Wetterfeld, Laubach, Freienseen, Stockhausen, Flensungen stattfand und das erst am Abend seinen Abschluß nahm, bezog das Jungvolk in Grünberg und den umliegenden Orten Quartier.
Heute fand zunächst auf dem Marktplatz gegen ItzUhr eine Morgenfeier statt. DekanSchmidt hielt die Ansprache. Im Anschluß an Römer 11, 36 Mies er die Jugend auf ihre religiösen Pflichten hin: Festhalten und Kämpfen für den Glauben und stets die Hoffnung auf eine bessere Zukunft haben. Hioei Strophen des alten Lutherliedes beschlossen die Morgenfeier.
Hierauf zog das Jungvolk zum Appell auf den Sportplatz. Im geschloffenen Viereck waren wohl annähernd 4000 Jungen aufmarschiert: in der Mitte flatterte die Sturmfahne, an einer Seite wohl über 1(10 Wimpel, davor mehrere Spielmannszüge und die in ihrer schwarzen Uniform sehr schmuck aus- sehenden Führer und Unterführer der einzelnen Fähnlein, während das übrige Jungvolk in bekann-
450. Geburtstags des Reformators und des Neu- werdens der Deutschen Evangelischen Kirche eine besondere Bedeutung und Ausgestaltung.erfahren, wird das Reichspostministerium Lutherbriefmarken herausbrinqen. Ein Lutherstättenftlm befinde sch in Vorbereitung und soll am Reformationstag zur Uraufführung gelangen.
Er betonte, daß gegenüber dem Durcheinander der vielen verschiedenen Jugendbünde heute etwas geworden sei, was man früher für unmöglich gehalten habe: heute eine Jugend vereinigt unter einer Fahne. Diesen vom Fi, „ „
zu gehen, habe früher Mut erfordert. Darum solle
schaungen hafte, sondern der sich für em großes Ziel einsetze und mit aller Kraft dasselbe zu er- reichen suche. Einem großen Ziel wolle die Jugend nachstreben, das wollen wir geloben!
Zungbannsührer Siebert überbrachte bann bie Grüße bes Reichsstatthalters Sprenger, ber ihn beauftragt habe, zu sagen, baß ber Staat nur noch eine national- sozialistische Jugenb anerkenne Er betonte weiter, baß uns bie Geschichte als Lehrmeisterin gezeigt habe, wie ein Volk nur bestehen könne, wenn ein alle ©lieber bes Volkes oerbinbenber Wille vorhanben sei. Nach ber Niederwerfung bes Marxismus gelte es heute noch, ben sich vielfach zeigenben Geist bes Spießbürgertums ausgurotten. Da» Dritte Reich "°ch mch' fertig, es gelte für bie Erwachsenen bie Pflicht- alle Kraft unb allen Willen baranzusetzen, baß unsere Jugenb hineinwachse, ihr müsse Lebensraum geschaffen werben.
Gebietsjungvolkführer Jung, ber als letzter Redner sprach, wies daraushin, baß bie Jugend wieber in bem Geist unserer Helben von 1914 erzogen werben müsse, ebenso müsse sie zu einem gefunben beut- dien Nationalismus unb Sozialismus erzogen werben. Ihre Banner flattern, unb sie marschiert für ben Führer, bem sie die Treue hält. Laut erscholl alsbann ein breifaches .Kampf- Heil!", worauf bas Horft-Weffel-Lieb folgte, wäh- renb zwischen ben Ansprachen ber einzelnen Rebner das Jungvolk je ein gemeinsames Lieb erklingen licfj.
Nach Abschiebsworten von Oberjungbannführer
bad)) unb Gebietsjungvolkführer Jung (Frankfurt), worauf ein Vorbeimarsch ftattfanb.
Auf bem Marktplatz hatte sich mittlerweile bie politische Leitung ber hiesigen NSDAP, versammelt. Als Vertreter bes am Erscheinen verhinber- ten Reichsstatthalters Sprenger war Jungbann- führer Siebert erschienen. SA sorgte für bie Absperrung bes Platzes, ben eine große Zuschauer- menge umsäumte. Nachbem ber Aufmarsch bes Jungvolkes beenbet war, sprach zunächst
Obcrjungbannfübrcr Hainer.
in dessen Mittelpunkt die Weihe der Fahne der Ortsgruppe stand. In dem festlich geschmückten Saale sah man eine große Menschenmenge, unter ber sich auch viele alte Kämpfer der Bewegung befanden. ,, v . _.
Nach dem Eröffnunasmarsch und dem Einzug der Amtswalter begrüßte Ortsgruppenführer Pg. Horst bie Festversammlung unb teilte mit, baß zu biefem Abenb auch Sympathisierenbe für die Bewegung ber NSDAP, eingelaben seien, um hier ben Geist ber Kamerabschaft unb ber Opferwilligkeit aus eigener Anschauung kennenzulernen. Heute brauche sich ber Nationalsozialist nickst mehr als Kämpfer auf ber Straße burchzusetzen, fonbern er habe jetzt Gelegenheit genug, sich als Kämpfer ber Bewegung im Sinne ber Volksgemeinschaft zu betätigen. Nach einem schneibigen Marsch ber sA.- Kapelle erfolgte bie Verteilung ber Mitgliebskarten unb -bücher an bie neuen Parteigenossen. Hierauf erfreute Frl. Hanna Kellner mit bem Vortrag bes Wanberliebes „Wer in bie Fremde will wandern", wobei die Sängerin von Frau Elfriede Fischer in bekannter feinsinniger Weise am Klavier begleitet wurde. Die Versammlung dankte den beiden Künstlerinnen mit lebhaftem Beifall. Sodann richtete der stellvertretende Kreisleiter Pg. Hopfe nmüller eine eindrucksvolle Ansprache an die Versammlung. Er wies zunächst auf die Pflicht ber Amtswalter unb ber Parteigenossen hm und ermahnte, die bis jetzt der nationalsozialistischen Bewegung noch fernstehenden deutschen Volksgenopen durch unermüdliches Nacheifern bes hohen Vor- bilbes unserer Führers unb Volkskanzlers zu gewinnen. Es gelte auch, bie Frauen über bie nationalsozialistischen Ziele aufzuklaren Der Natio- nalfozialist müsse sich immer verpflichtet füllen allen beutschen Volksgenossen mit gutem Beispiel voranzugehen. Hieraus nahm Pg. ljopfcnmul- l e r bie Verpflichtung ber neuen Amtswalter unb die Weihe ber Fahne ber Ortsgruppe vor. Mit bem Gefang bes Horst-Wessel-Liebes fanb ber feierliche Akt feinen roürbigen Abschluß.
Nach einer kurzen. Pause erfreuten Fraulem fianna Kellner unb Frau Elftiebe Fischer burch einen weiteren Liebvortrag, ber roiebtr mit lebhaftem Beifall aufgenommen würbe. Sobann sprach Pg. Dr Stöber in einbrucksvollen Worten zu ber Versammlung. Der Rebner mackste seine Zuhörer mit ben ©runblinien ber nationalsozialifti- Weltanschauung unb beren Entstehung aus bem gewaltigen Erlebnis ber Kriegsgeneration bekannt. Weiter betonte er, baß eine kraftvolle Außenpolitik nur möglich ist, wenn bahinter ein geeintes unb kraftvolles, von einem einzigen Willen unb einer einheitlichen Weltanschauung getragenes Volk steht, hiesigen Krankenhaus liegt er in lebensgefährlichem
Nach bem Schlußwort bes Ortsaruppenfuhrers Po Horst fanb ber benkwürbige Abenb mit begeisterten Sieg-Heil-Rufen auf ben Führer unb Polkskanzler Abolf Hitler unb mit bem Gesang des ersten Verses bes Deutsckstanb-Liebes feinen Abschluß.
Oie Dienstblusen der SA und HZ.
Die Reichszeugmeisterei ber NSDAP, hat, laut Textil-Woche, nach eingehenben Verhanblungen mit Vertretern ber beteiligten Kreise ber Jnbustrie nunmehr eine Entscheibung über bie Art bes für bie Dienstblusen ber SA. unb HI. zu verwenbenben Stoffes getroffen. Von einem Mischgewebe aus Leinen- unb Baumwollgarn hat man aus technischen Grünben abgesehen. Es kommt künftig ein nach Fadenzahl, Garnnummer, Materialbeschaffen.
von den Amtswaltern Spendelisten vorgelegt zur Eintragung von Geldspenden, lieber bie Sammlung von Kleibungsstücken unb Naturalien ergehen später genaue Anweisungen. Es werben jeboch schon jetzt Gutscheine, auf bestimmte Mengen von Lebensrnittel usw. lautenb, gerne entgegengenommen.
Erschweren Sie ben Amtswaltern, bie bie Werbung neben ihrem eigentlichen Berufe uneigennützig ausüben, bie Arbeit nicht baburch, baß Sie Ihre Türe verschlossen halten.
Es können auch Ueberroeifungen auf bas Konto ber NS.-Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gießen-Sub, Nr. 4536 bei ber Bezirksfparkaffe in Gießen erfolgen.
Heil Hitler!
gez. Friedel, Drtsgruppenroalter.
Sonderaktwnen
gegen Doppelverdiener unzulässig.
Der Reichsarbeitsminister teilt im Einvernehmen mit bem Herrn Reichswirtschaftsminister folgen- bes mit:
„Trotz mehrfacher Erklärungen, nach benen Eingriffe nicht zustänbiger Kreise in bie Verhältnisse bes einzelnen Betriebes untersagt finb, wieberholen sich die Fälle, in benen Stellen, bie nicht burch Gesetz ober von ber Regierung berufen finb, über einzelne innerbetriebliche Fragen zu entscheiben Der- suchen. Hierher gehört auch bie Regelung bes Doppelverbienertums. Die Reichsregierung beschäftigt sich zur Zeit mit biefer Frage. Die Er- gebnisse ber beschleunigten Beratungen werben m der Oeffentlichkeit bekanntgegeben werden. Bis dahin ist es erwünscht, Maßnahmen, deren soziale unb wirtschaftliche Berechtigung nicht völlig zweifelsfrei ist unb bie nicht burch Verständigung zwischen ben beteiligten Personen im Betriebe, ober durch bie verantwortliche Entscheidung bes Betriebsleiters er* lebigt werden können, solange hinauszuschieben, bis eine Willensäußerung ber Reichsregierung oorliegt. Eine vorsichtige Behgnblung bes Doppelverbienerprodlems ist auch beshalb notwendig, um nachteilige Rechtsfolgen für biejenigen zu vermeiben, bie voreilige unb unberechtigte Maßnahmen veranlaßt haben/' Treuhänder der Arbeit,
Hessen.
Luthers Geburtstag gesetzlicher Feiertag
EPH. Der Kulturreferent der Glaubensbewegung Deutsche Christen, Bierschwale, teilt mit, daß die Reichskirche beschlossen habe, Luthers Geburtstag, den 10. November, als kirchlichen Feiertag zu erklären. Die Entscheidung darüber, ob der 10. November auch gesetzlicher Feiertag wird, sei dem-
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