Die Heimkehr der Standarte 116.
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Abmarsch der Standarte vom Bahnhof Gießen nach dem Kreisamt. — An der Spitze Standartenführer Lutter; rechts neben ihm Standartenadjutant und Sturmbannführer M ü n k e r. Dahinter das der Standarte vom Führer verliehene Feldzeichen. — (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.)
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Die Standarte unter Führung von Standartenführer Lutter (mit erhobener rechter Hand) bei dem Vorbeimarsch vor dem Brigadeführer Schmidt (im Auto stehend) auf dem Landgraf-Philipp-Platz. — (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.)
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Das Feldzeichen der Standarte 116.
Aus der provinzialhauptstavr,
Gpoßaufmarsch der NSDAP, im ^hein-Main-Sebiet.
Das Gau-Presseamt teilt mit: Während Deutschland noch völlig im Zeichen des gewaltigen Tages von Nürnberg steht und Frankfurt a. M. den Tag des Arbeiters noch so frisch in Erinnerung hat wie Rüdesheim die Saarkundgebung, sollte man meinen, eine gewisse „Ruhepause" in der NSDAP, erwarten zu dürfen. Nun ruft die Gauleitung Hessen- Nassau zum
Gautag am 23. September 1933
auf. Die Partei kennt keinen Stillstand. Der Gau umfaßt bekanntlich das Land Hessen, den Regierungsbezirk Wiesbaden und einen Teil des Regierungsbezirks Kassel (Kinzigtal). Die bekannte Aktivität der rhein-mainischen Nationalsozialisten ist sichere Gewähr für ein neues erhebendes Erlebnis unseres Wiederaufstiegs. Schon sind die Vorbereitungen in vollem Umfange ausgenommen, weshalb auch jetzt bereits die Bevölkerung des Rhein-Main- Gebiets auf den ganz unter dem Eindruck des Braunhemdes stehenden Gautag hingewiesen wird.
Oer Mrnberg-Zilm.
Die Landessilmstelle Südwest der NSDAP., Frankfurt a. M., Bürgerstraße 9/11 (Tel. 31198) teilt mit:
Zum Verleih an Lichtspieltheater steht der Lan- desfilinstelle Südwest der NSDAP. (Leiter Pg. Hensel) demnächst der Nürnberg-Film mit den Hauptereignisjen des Reichsparteitages zur Verfügung.
Inhalt des Films: Empfang des Führers im Rathaus. — Ausnahmen im Luitpoldhain. — Bilder aus der Masse der braunen Soldaten und Führer, Abmarsch der SA., SS., St. und Hitlerjugend vom Standort aus gesehen. — Aufnahmen von Nürnbergs Burg, von den Türmen der Sebaldus-, Lorenz- und Frauenkirche — Aufnahmen von der Stadt Nürnberg, dem Schmuckkästchen mit Wimpeln, Blumen und Fahnen. — Ausnahmen von Nürnberg mit seinen architektonischen Schönheiten. — Aufnahmen vom größten Feuerwerk der Welt.
Zum Zwecke weitgehender'Propaganda erscheinen Teile dieser Aufnahmen vor der Uraufführung des Reichsparteitags-Films in sämtlichen deutschen Wochenschauen.
Kein Erlaß rückständiger Steuern.
Es ist in der letzten Zeit wiederholt festgestellt worden, daß Steuerpflichtige der Meinung sind die vom Reichsfinanzministerium angekündigte Steuerreform werde sich auch auf die rückständigen Steuern erstrecken, und zwar in der Weise, daß die rückständigen Steuern erlassen würden. Dazu wird amtlich mitgeteilt, daß ein allgemeiner Erlaß rückständiger Steuern undenkbar ist. Rückständige Steuerschulden werden nach wie vor eingetrieben, und sie erhöhen sich nach wie vor um die üblichen Ver- Bnsen oder Stundungszinsen. Durch die in ht genommene Steuerreform wird an dieser Tatsache nichts geändert werden. Stundung wird nur aus Antrag des Steuerpflichtigen gewährt.
Es ist Pflicht jedes Volksgenossen, durch pünktliche Entrichtung der laufenden Steuerzahlungen und durch baldige Beseitigung etwaiger Rückstände den heutigen Staat in seinem Kampfe um die Verminderung der Arbeitslosigkeit und in seiner Absicht, bald eine grundlegende Steuerreform und Steuervereinfachung durchzuführen, tatkräftig zu unterstützen.
„Euch macht Ihr s leicht. Mir macht Ihr s schwer!"
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben:
Diesen Stoßseufzer, den ehemals der Meister- finger Hans Sachs ausstieß, hört man jetzt im Stadttheater beim täglichen Eingang der Post in unserer Kassen-Abteilung. Die Alt-Abonnenten, denen man Anrecht auf ihren vorjährigen Stammplatz bis zum 1. September einräumte, haben bisher nicht in der gewünschten Weise hier- von Gebrauch gemacht. Da aber erfreulicherweise Neu meld un gen in sehr gesteigerter Zahl vorliegen, anderseits die Mittwoch-Abonnenten zufriedenstellend auf Dienstag- und Freitag-Abonnement verteilt werden sollen, müssen wir unsere vorjährigen Vormieter bitten, auf alle Fälle die dem Werbeprospekt beiliegende Karte aus- z u f ü l l e n , auch wenn sie von ihrem Stamm- Platz in dieser Spielzeit keinen Gebrauch machen wollen. Die Kassen-Abteilung kann unmöglich den vorjährigen Stammplatzmietern den Platz länger freihalten, da die Neuanmeldungen auf Zuteilung drängen. Um aber ein übriges zu tun, verlängern wir den vorjährigen Abonnenten die Frist letztmalig bis zum äußersten Termin am Donnerstag,?. September. Wenn bis zu diesem Tage keine Stellungnahme des bisherigen Platzinhabers oorliegt, muß die Kasse den Platz als ver- fallen betrachten und wird die Intendanz anderweitig darüber verfügen. Wir hoffen, daß dieser letzte Ruf unsere Theaterfreunde erreicht: „Und alle, alle kamen!"
Oberheffen-Staffel des Jungvolkes.
Als Auftakt des Werbemonats läuft das oberhessische Jungvolk am nächsten Sonntag i n drei Staffeln durch ganz Oberhessen. Der Lauf beginnt in der Nacht vom Samstag auf Sonntag und nimmt für sämtliche drei Staffeln seinen Ausgang in Friedberg. Am Sonntag zwischen 10 und 11 Uhr werden sämtliche Staffeln in Gießen eintreffen. Wir geben anschließend öie größeren Orte bekannt, durch die der Staffellauf gehen wird, und die Abgangszeit.
1. Staffel.
Friedberg
ab
0.30
Echzell
1.40
Nidda
2.40
Schotten
2.55
Hoherodskopf
3.50
Ilbeshausen
n
4.30
Herbstein
4.55
Lauterbach
5.55
Stumpertenrod
7.15
Ruppertenrod
7.55
Grünberg
8.40
Reiskirchen
9.25
Gießen
an
10.20
Uhr
2. Staffel.
Friedberg ab 24.00 Uhr
Wölfersheim „ 0.50 „
Hungen Laubach Freienseen Flensungen Nieder-Ohmen Groß-Felda Alsfeld Kirtorf Homberg Rüddingshausen Londorf Lollar Gießen
„ 1.40 „
„ 2.35 „
,, 3.00 „
„ 3.40 „
„ 4.10 „
„ 4.55 „
„ 6.10 „
„ 7.10 „
„ 8.05 „
„ 8.45 „
„ 9.10 „
„ 10.15 „
an 10.50 „
3. Staffel.
Uhr
Vornotizen
— Tageskalender für Mittwoch. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Brennendes Geheimnis" mit Willi Forst und Hilde Wagener.
Friedberg
ab
23.00
Ober-Rosbach
23.30
Rodheim o. d. H.
n
24.00
Ober-Erlenbach
0.30
Nieder-Wöllstadt
1.30
Bönstadt
II
2.10
Altenstadt
2.45
Ortenberg
3.45
Gedern
4.45
Wenings
5.10
Büdingen
6.15
Bleichenbach
6.55
Dauernheim
7.40
Reichelsheim
8.20
Echzell
8.40
Münzenberg
9.20
Butzbach
10.10
Gießen
an
11.00
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Das Feldzeichen der Standarte 116 wird unter Führung von Standartenführer Lutter feierlich in das Kreisamtsgebäude gebracht.
Reichseinheitöverband des Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbes.
Man schreibt uns: In diesen Tagen treffen sich Deutschlands Gastwirte in Kiel zu ihrer diesjährigen großen Tagung. Nach 60jährigem Bestehen soll der Deutsche Gastwirtsoerband den Namen „Reichseinheitsverband des deutschen Gaststätten- und Fremdenoerkehrsgewerbes" erhalten, in den sich alle anderen gastgewerblichen Verbände eingliedern werden. Damit ist das Ziel erreicht, das seit vielen Jahrzehnten die einzelnen Gastwirte und die einzelnen Organisationen erstrebten: Der Zusammenschluß sämtlicher Gaststätteninhaber Deutschlands. Der Reichseinheitsverband ist als 6. Berufsstand zu dem berufsständischen Aufbau der deutschen Wirtschaft anerkannt worden. Das Gaststättengewerbe wird seine Geschicke mit eigener öffentlich- rechtlichen Vertretung selbst mitformen. Unser großer Führer Volkskanzler Adolf Hitler kennt die Nöten des Gaststättengewerbes und hat die persönliche Schirmherrschaft des Reichseinheitsoerbandes übernommen.
Auch die Freie Innung der Gastwirte von Gießen und Umgegend ist bei dem Neuaufbau nicht untätig geblieben. In vielen Orten des Kreises Gießen wurden Versammlungen abgebalten und Untergruppen gegründet. Der Kreisleiter Franz S o l d a n und der Schriftführer Adolf Sauer forderten in diesen Versammlungen die Nichtorganisierten Gastwirte auf, sich ausnahmslos in dem Reichseinheitsverband zusammenzuschließen. Ein einheitlicher Staat verlange eine einheitliche Führung und ein einheitlicher Berufsstand nicht minder. Um der berufsständischen Vertretung die nötige Schlagkraft und den erforderlichen Rückhalt zu geben, könne nicht mehr geduldet werden, daß noch Wirte außerhalb der Organisation ständen. Erfreulicherweise haben fast alle Wirte ihren Beitritt zu dem Verband vollzogen und dadurch ihre nationale Gesinnung sowohl, als auch ihren unerschütterlichen Willen zur Mitarbeit an der geistigen und beruflichen Wiedergesundung unseres Vaterlandes kundgetan.
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** Lieferungsoergebungen Die Industrie- und Handelskammer Gießen macht auf die Ausschreibungen der Landes-Heil- und Pflege- anftalten in Heppenheim und bei Goddelau von Kolonial-, Material- und Textilwaren aufmerksam. Interessenten wollen sich bezüglich der Lieferungsbedingungen ohne. Verzug an die Direktionen der Anstalten wenden.
** Zur Verpfändung von Lebensversicherungspolicen ist, wie wir in den vom Wirtschaftsprüfer und Volkswirt Herm. Will zu Gießen herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Nr. 17) lesen, auf ein Urteil des Reichsgerichts vom 25. 11. 1932 — VII 280/32 hinzuweisen. Danach erfüllt die Verpfändung von Lebensversicherungspolicen als Sicherheit für ein Darlehen nur dann den erstrebten Zweck, wenn unter Widerruf des etwa im Versicherungsverträge erklärten Bezugsrechtes (z. B. für die Ehefrau des Versicherten) der Darlehnsgeber ausdrücklich als Bezugsberechtigter angegeben wird. Vielfach schreiben auch die Versicherungsbedingungen vor, daß eine Abtretung der Versicherungsansprüche der Gesellschaft mitgeteilt werden muß.
** Die Einheitsfront der Volkswirte und Betriebswirte im Rhein-Mainischen Wirtschaftsraum tritt — wie man uns mitteilt — mit einer Kundgebung am 13. September, 20 Uhr, im großen Saal der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M. vor die Oeffentlichkeiti Es sprechen Diplom-Kaufmann Lorenz, Syndikus der Industrie- und Handelskammer Berlin; Diplom-Volkswirt Dr. I e I e r i ch , Geschäftsführer des Deutschen Gemeindetages, Berlin. Führende Männer der Wirt-
schäft, Verwaltung und Universitäten, sowie eine größere Anzahl Teilnehmer aus Hessen und Hessen- Nassau werden erwartet.
Svrcmiituihcn Der Redaktion
11.30 bis 12 30 Uhr 16 bis 17 Uhr Samstos nachmittag geschlossen
Eewinnauszntz
5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotterie
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden
Abteilungen I und II
23. Ziehungstag 4. September 1933
3n der heutigen Vormittagszwbung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
2 Gewinn« zu 1OOOO M. 299216
6 Gewinne zu 6000 M. 94241 111469 190907
361181
14 Gewinne ,u 3000 M. 69301 100505 138146
270830 282846 309521 385851
50 Gewinne -u 2000 M. 41318 46988 67453
73827 79513 80390 82427 111852 123769 156662 168499 168662 191243 197111 235526 239521 241980 242181 245182 257342 371324 378060 389933 391169 391189
96 @etn.nnc zu 1000 OH. 2283 40831 42374 47264 47768 62057 65544 78548 82318 88679 94055 97157 98267 109665 111717 114006 121169 138776 148411 149245 159736 163895 169959
170895 170976 177180 183948 197661 198241
212375 217505 234034 236769 239804 250473
298489 299394 299307 310175 314476 317939
331007 342941 353859 373454 383889 387196
395692
188 Gewinne zu 600 M. 1313 2316 3816 13391
20102 21705 22643 36044 48515 60987 62013 63934 69862 63329 75564 85825 91939 108313 108352 113433 116708 128555 131306 135123
145457 148618 149118 153055 153723 161862
165284 165356 167829 170520 172001 178159
186364 190001 196097 196138 201073 202084
209072 210810 211489 223415 225401 232284
238130 246477 246646 254523 257439 257504
265168 265244 266915 267697 270346 270593
274795 280334 283203 286636 289036 289728
293287 295097 295698 295749 317039 320937
322796 322799 324200 325976 328050 330440
331813 335302 338220 353939 355654 357702
366506 369615 373565 382409 382508 382874
387814 391831 392443 397577
3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
2 Gewinne ju 25000 M. 188202
6 Gewinne zu 10000 M. 11909 317041 337245 4 Gewinne zu 5000 M. 355971 379247
18 Gewinne ,u 3000 M. 5523 13166 14917 70615 104425 112100 233495 325351 376478
72 Gew »ne au 2000 M. 5635 9918 12546 24739 33130 42543 70857 81131 101011 129390
150743 162778 166513 169042 214046 231790
235717 240277 241023 244358 248452 260546
261011 276621 320635 321817 327012 336746
337340 354813 357693 358987 361605 362003
391651 398210
82 Gewinne zu 1000 M. 14168 17645 22845
23969 24265 34598 34940 45874 60033 68739 68611 77424 78248 79092 84204 84971 133690 144254 151130 179663 182863 192464 197021
202341 206290 212986 233514 254143 259900
264569 287191 297524 302056 315412 324073
324261 329529 358859 361917 365186 398666
162 Gewmne zu 500 -M. 16533 20109 25268 29387 40848 43248 43487 45368 47325 49430 61182
53349 57414 60650 61764 62164 63379 69011
69794 70784 73273 76498 81041 83721 85239
85965 87170 91647 93694 102585 103555 120905
134404 140025 142460 143873 148266 156986
161958 166278 166781 172149 176198 180252
182897 188414 192314 193481 194870 196665
202080 209686 215017 221559 222516 23i266
237510 237545 240016 247360 276536 280891
285481 290020 292278 292406 295828 296688
305903 311284 313055 319035 323235 333508
340795 350911 352750 357031 361245 377253
390518
Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000 und 100 Prämien zu je 8000, 2 Gewinns zu je 500000, 4 zu je 50000, 2 <u je 25000, 46 zu je 10000, 76 zu je 5000, 190 ,u je 8000, 578 zu je 2000, 1156 zu je 1000. 1846 zu je 500, 5808 zu je 400 M.
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