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6.9.1933 Erstes Blatt
 
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n Jungen vorhält, dah diesDieb t man meist völlig erstaunte, über- Denn dos diesstehlen" meifKgar jrunö solcher Ttreiszüge war, kann elen Erwachsenen aus Erinnerung leit bestätigen lassen. Gerade diese ' lesahr lockt so manchen Knaben zu -eich.

che aber finb harmloser Natur - wenn der Knabe in Spiel und

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-artige Streiche, wie das QMrrv irren, raffinierte Utwtxt Trieb- aber immer feb>r bedenklich, denn ,wer en Lcharatterfechter und einen , der zu schwersten Befürchtungen dlngs W es nicht immer sofort old)' einen Jungen brechen. Man ie Beweggründe der lat aufzuklö- ,t auch willenlose Knaben, die sich )en Einflüssen schlechter Kameraden M es auch den Umgang des Kna- , denn was ein gutes Ellnnhaus ürzer Zeit können es schlechte-M- i Sungen uni Mrauen les

ÄSeiÄ^nr: , Lchlimmste denken. Fragt u^r nZ sj- keine harmlosen ö^en

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ltche Versammlung; Redner: Pg. Karwahne- Hannover: Thema:Kamps gegen versteckte mar- ristifche Sabotage und Komps für die nationalsozia­listische berussstandische Organisation des deutschen Fabrikarbeiter-Verbandes." - Lichtspielhaus Bahn- hosstraße:Brennendes Geheimnis" mit Willi Forst und Hilde Wagener.

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" Straßenschilder und Hausnum- mern müssen gut sichtbar sein. In * einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil macht das städtische Hoch- und Tiesbauamt daraus aufmerksam, daß Straßen- und Hausnummern- schilder nicht durch das Laubwerk der Baume und Büsche in den Vorgärten verdeckt sein dürsen, son­dern gut sichtbar sein müssen. Hausbesitzer seien aus die Bekanntmachung besonders aufmerksam ge­macht.

"Sitzung desProvinzialousschus- s e s. Am Samstag, 9. September, 8.30 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt mit folgender Tages- Ordnung: 1. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes Stadt Neustadt a. d. H., vertreten durch das Wohl­fahrts- und Jugendamt, gegen den Landesfürsorge- verband Hessen, vertreten durch den Bezirksfürjorge- verband Kreis Friedberg, auf Erstattung von Ver­pflegungskosten für Maria Schott aus Dudeldorf. 2. Klage des Landesfürsorgeverbandes des Bezirks­verbandes Kassel, vertreten, durch den Landeshaupt­mann zu Kassel, gegen a) den Landesfürsorgever- band Dolksstaat Hessen, oertreien durch den Bezirks- sürsorgeverband Stadt Gießen, b) den Bezirksfür- iorgeverband Kreis Gießen, wegen Erstattung von Fürsorgekosten für Vitalin Schleimowitsch.

** Kellerbrand. Heute vormittag gegen 10 Uhr bemerkten die Bewohner des Hauses Wieseckerweg 40 einen Kellerbrand. Die sofort her- beigerusene Feuerwache brauchte jedoch nicht in Tätigkeit zu treten, da es den Bewohnern möglich war, schon vor der Ankunst der Feuerwehr den Brand zu löschen.

** DHE. - Gießen. Am vorigen Sonntag fand die neunte Planwanderung des DHE. Gießen statt, an der sich 60 Personen beteiligten. Bis Rodheim wurde mit der Biebertalbahn gefahren. Don dort führte der Weg an dem Schmitterhof vorbei durch schöne Buchenwälder über den Himberg und dessen höchste Erhebung, den Königsstuhl, durch das lieb­liche Schwalbenbachtal zur Dicken Eiche und weiter nach dem idyllisch gelegenen Bubenröderhof, wo bei Milch und Kassee im schön gepflegten Hausgarten Frühstücksrast gehalten wurde. Bei strahlendem Sonnenschein und Harb lauem Himmel ging die Won- berung dann nach dem Altenberg. Don dem wieder­hergestellten steinernen Aussichtsturm bot sich den Wanderern ein überwältigender Rundblick bis zu den fernen Höhen des Vogelsbergs, Taunus und Westerwalds. Nach dem Abstieg wanderten die Teil­nehmer auf schönen Waldpfaden durch prächtige Buchen- und Eichenbestände nach Blasbach, wo ge­rastet wurde. Dann ging es weiter über den Sim- berg, der eine entzückende Sicht auf Wetzlar und das Lahntal bietet, nach Nieder-Girmes, zur Schluß- einkehr. Hier konnten die Wanderer durch Radio die Ansprache unseres Dolkskanzlers vom Reichspartei­tag in Nürnberg hören. Gefesselt durch seine über­zeugenden Worte wurde der Abmorsch möglichst lange hinausgeschoben. Dann noch ein dreifaches Sieg-Heil und unter Singen ging es in flottem Tempo nach dem Bahnhof Wetzlar, dem Endziel der Wanderung.

Fünfzig Jahre deutsches Wandern.

Zur 50 Zahrfeier des Reichsverbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine zu Frankfurt a. :DL 16.18. (September.

Die alte Kaiser- und Goethestadt Frankfurt a. ÖH. rüstet sich, die Abgeordneten der deutschen Gebirgs- und Wandervereine zu empfangen. Sie wollen in ihren Mauern den 4 2. Wandertag in den Tagen vom 16.18. September abhalten. Der heurige Wandertag erhält feine besondere Be­deutung dadurch, daß er verbunden ist mit der Feier des 50jährigen Bestehens des ReichsverbandesDeutscherGebirgs- und Wandervereine, der heute unter der Leitung des Reichsiührers, des $crrn Minister­präsidenten und Staatsministers Prof. Dr. Wer­ner- Harmstadt 300 000 deutsche Wanderer um­schließt. Aus allen Gauen des deutschen Vater­landes werden Vertreter nach Frankfurt eilen, zu ernsten Beratungen und zu machtvollem Bekennt­nis zum neuen Reiche Adolf Hitlers und zur deutschen Wanderfache. Die Wanderfreunde aus der Mark und der Heide, vom Rhein und von der Elbe, vom Sauerland und der Schwäbischen Alb, von der Pfalz und Saar und vom Erz- und Riefengebirge werden mit den Vertretern der mit­teldeutschen Gebirgsvereine eine geschlossene Front der deutschen Wanderer bilden. Der Taunus- k l u b als festgebender Verein hat alle Vorberei­tungen getroffen, die Gäste würdig zu empfangen.

Am 15. September treffen die Teilnehmer der Tagung ein und werden am Abend mit dem be­rühmten FrankfurterAeppelwoi" bekannt ge­macht. Zu ernster Arbeit versammelt sie der 16. September. Sitzungen des Beirates und die

Hauptversammlung füllen den Tag aus. Der De- grüßungsabend im Palmengarten hat die Form eines Heimatabends und schließt den Tag würdig ab. Am 17. September tritt der Verband in die breitere Oeffentlichkeit. Die um Frankfurt liegen­den großen Wanderverbände, wie Taunusklub. Odenwaldklub, VogelsbergerHöhenclub und Spessartbund werden in Sonderzügen ihre Mitglieder in größerer Zahl nach Frankfurt brin­gen, um in einer Kundgebung auf dem Römerberg ein eindrucksvolles Bekenntnis für das deutsche Wandern abzulegen. Diese schlichte Feier um 12.30 Ahr bildet den Höhepunkt des Verbands ubiläums. Vorher ist ein Empfang der Tagungsteilnehmer durch die Verwaltung der Stadt Frankfurt im Äaiferfaal des Römers und eine akademische Feier des 50jährigen Bestehe, s des Verbandes im Bür- gerfaal des Rathauses. Der Rachmittag des 17. September ist in landsmannschaftlichen Zu­sammenkünften der Tagungsteilnehmer und einem Besuch der Saalburg und Hornburgs Vorbehalten. Am Montag wird eine großangelegte Rundfahrt durch den Taunus und das Lahngebiet den Gästen die Schönheiten dieser gesegneten Gegenden er­schließen und die Kenntnis des Weltbades Wies­baden vermitteln. Wanderungen in die umliegen­den Gebirge schließen am 19. September die Ta­gung wirkungsvoll ab.

Es steht erwarten, daß ihr Programm gro­ßen Anklang finden und zahlreiche Wanderer nach der Feststadt bringen wird. Dr. Götz.

Zugendherbergs-Werbetage.

Von Or. W. Flörte.

Am 9. und 10. September tritt der Reichsver - banb für deutsche Jugendherbergen an die Oeffentlichkeit mit der Bitte, ihm bei der Erhaltung unb dem Ausbau ber deutschen Jugend­herbergen durch Spenden unb Erwerbung der Mitgliedschaft zu helfen. Die Jugend selbst hat es übernommen, für bas Herbergswerk zu werben. Hitlerjugend, Jungvolk und Bund deutscher Mädchen werden Gaben erbittend mahnen, mitzuhelfen, daß in Deutschland eine gesunde unb fröhliche Jugenb heranwachsen kann, die ihre Hei- mat sich erwandert und dadurch ihr wurzelhaft ver­bunden wird. Da ist es an der Zeit, einen Rückblick auf das Vergangene zu tun. Dabei sollen uns be­sonders die Jugendherbergen unserer engeren Hei- mat beschäftigen.

Steil fteigt in dem vergangenen Jahrzehnt bte Kurve der Uebernachtungen an, sprunghaft wächst von Jahr zu Jahr die Zahl der jungen Wanderer, denen die Jugendherbergen ein freundliches Obdach auf ihren Fahrten durch deutsches Land gewährten. 4,3 Millionen Uebernadjtungen im Jahre 1931! Eine gewaltige Zahl! Und doch wie klein im Ver­gleich zu der Gesamtzahl aller deutschen Buben und Mädchen, die die Sehnsucht hinaustreibt in die Ferne, die wenigstens einmal im Jahr auf ein paar Tage der Steinwüste der großen Städte den Rücken kehren und hinauswandern sollten in das sonnige Land. Jrn Jahre 1931 aber nimmt die Zahl der Herbergsgäste nicht mehr zu, ja in manchen Be­zirken, wie z. B. im Gau Main-Rhein-Lahn-Fulda geht sie seit 1930 zurück, wenn das Ausmaß dieses Rückgangs auch nicht sehr erheblich ist, und die Zahlen noch weit über dem Stand von 1929 liegen, so ist damit doch durch Not unb Elend in ber Ent­wicklung bes beutschen Jugendwanderns ein Still­stand eingetreten, dem wir mit allen Mitteln steuern müssen.

Ls ist eine der vornehmsten Aufgaben des neuen Staate» und feiner Jugend, das IDan­bern der Jugend zu fördern und zu pflegen und immer weitere fireife dafür zu gewinnen.

In O b e r h e s s e n ist im vergangenen Jahr der Ausbau des Jugendherbergsnetzes zu einem ge> wißen Abschluß gelangt durch den Ausbau der neuen Friedberger Herberge. Wir haben jetzt in diesem Gebiet 14 Herbergen mit rund 600 Betten und lOONotlagern. Im Jahre 1931 hatten sie 15 315 Uebernachtungen zu verzeich­nen. Stark zurückgegangen ist leider die Benutzung der Herbergen durch Volksschulklassen. Im Jahre 1927 wiesen unsere oberhessischen Herbergsbucher 3433, im Jahre 1932 1263 Wanderer aus Volks­schulen aus. Auch bei Schülern aus höheren Schulen ist in den letzten Jahren ein erheblicher Rückgang zu verzeichnen, 6025 in 1930 und nur 3497 in 1932. Dabei zeigen die Zahlen für jugendliche Wanderer, die in kleinen Gruppen ober einzeln kommen, ein dauerndes Anwachsen und gleichen den Rückgang der Schulgruppen ziemlich aus. Wir zählten: 1927 1373, 1932 5303. Vor allem das teure Fahrgeld macht das Wandern der Schulklassen heute so

schwierig. Wo wir auf Eisenbahnfahrt verzichten können, brauchen wir für Uebernachten und Ver­pflegung, die wir uns in den Herbergen selbst be­reiten, wirklich nur kleine Beträge, die vielfach auch heute noch aufzubringen sind, wenn längere Zeit dafür in kleinen Pfennigbeträgen gespart wird.

So kostete z. B. eine dreitägige Wanderung in den Vogelsberg mit Benutzung der her­bergen in Laubach und auf dem hoherodskopf einschließlich 0,75 Mark für Bahnfahrt nur rund 2 Mark.

Zweitägige Wanderungen ohne Benutzung der Bahn, wobei die Jugendherbergen in Hohensolms, Lau- bach, Butzbach, Wetzlar für Gießener Gruppen in Frage kommen, kosten nur wenige Pfennige. Es ist ja für die Schulwanderungen nicht immer in erster Linie wesentlich, daß ferne Ziele erreicht, oder daß berühmte Ausflugspunkte aufgefutht werden. Wichtiger ist das Erlebnis der Gemein­schaft, das Zusammenleben in der Gruppe, das Füreinandersorgen und nicht zuletzt auch das (Er­tragen der kleinen Mühsale und Anstrengungen, die eine solche Wanderung mit sich bringt. Da muß ein kleiner Bursche zum ersten Male im Leben, ohne von der sorgenden Hand der Mutter betreut zu werden, in ein fremdes Bett kriechen, auf den mol­ligen Federberg verzichten und sich mit Schlafsack und Wolldecke zurechtfinden ; oder er lernt es, seine Schuhe selbst zu putzen, damit er bann, wenn zum Abmarsch angetreten wird, nicht auffällt. Ein an­derer, der noch nie in der Küche half, lernt hier Feuerwachen, Kaffeekochen ober Suppe zubereiten. Dann gar das Bettenmachen, das Auskehren und Ordnen der Herberge am Morgen, damit die näch­sten alles wieder sauber und nett vorfinden, so wie wir es selber antreffen wollen. Einmal hatte ein Schüler gerade noch acht Tage vor der lange vor­bereiteten und heiß ersehnten Wanderfahrt den Arm gebrochen. Mit dem Einverständnis des Arztes durfte er doch mitgeben. Seine Kameraden trugen feine Sachen und sorgten in jeder Weise für ihn. Wirklich ein schönes Beispiel für echte Kamerad­schaft, bedeutete doch der Zuwachs an Gepäck, wo jeder selbst schon einen schweren Rucksack hatte, eine spürbare Mehrbelastung.

Diese wenigen Andeutungen mögen genügen, um zu zeigen, welche Fülle erzieherischer Werte das mehrtägige Wandern, das erst durch die Jugend­herbergen zum Allgemeingut der deutschen Jugend werden konnte, in sich birgt. Der neue Staat hat auch die Jugend unter starker Führung geeint. Der Jugendbund erfaßt immer weitere Kreise für seine Erziehungsaufgabe. Das Jugendwandern wird in den nächsten Jahren immer größeren Umfang an- nehmen.

Dafür gilt es, unsere Jugendherbergen leiftungs- sähig zu erhalten und sie für die neuen Auf­gaben auszubauen.

Und das ist Zweck und Sinn bes kommenden Reichs­herb ergswerbetages. Mögen unsere Buben und Mädchen verständnisvolle Herzen und offene Hände finden für das Jugendherbergswerk.

Giegheil Leib-Dragoner!

Man berichtet uns: Die alte Reiterftadt Lan­gensalza machte am Samstag und Soauüag ihrem Namen alle Ehr. Die Wiedersehens- feier der Angehörigen bes ehemali­gen Leib-Dragoner-Regiwen ts (2. Großh. Hess.) R r. 2 4 nahm einen so glänjenben Ver­lauf, daß sie allen Leib-Dragonern, und nicht zu­letzt der Traditionseskadron, noch lange in (Er­innerung bleiben wird.

Einen würdigen Auftakt des Treffens bißiete der am Samstag in der Reich alle abgehaltene

Feslkommers, der alle in froher unb herzlicher Kameradschaft ver­einte. Die Reitbahn war in prächtiger Weise her- gerichtet. Ein Meer von Fahnen und Girlanden zierte die Wände. Die alten schwarzweißroten Far­ben, die Reichskriegsslaggen und die sieghaften Hakenkreuzbanner des neuen Deutschland leuchteten entgegen. Ueber dem Rednerpodium waren die mit Eichenlaub umkränzten Bitter bes Generalfett­marschalls v. Hindenburg und unseres Dolks- kanzlers Adolf Hitler angebracht.

Unter den Klängen der Musik erfolgte der feier­liche Einmarsch der Vereine und Verbände mit ihren Fahnen und Standarten. Die Abordnungen ber ehemaligen hessischen Leib-Dragoner, ber ehe­maligen Jäger zu Pferde und ber verschiedenen Kavallerieoereine boten ein farbenfrohes Bitt, das durch die braunen und schwarzen Uniformen der SA. unb SS. unb durch bas Feldgrau des Stahl­helm wirkungsvoll ergänzt wurde. -

Der Führer der Traditionseskadron und Ehren­mitglied des Vereins ehemaliger hessischer Leib- Dragoner des Kreises Gießen, Rittmeister Buck, hieß alle herzlich willkommen unb gab feiner Freude über die unerwartet große Beteiligung lebhaften Ausdruck. Er begrüßte die Gäste mit dem Ruf: j)eil Leib-Dragoner!", der von seinen Steilem mit einem jubelndenSieg, Herr Rittmeister!" erwidert wurde.

Nachdem ergriff der Führer des Offizieroereins der Leib-Dragoner, Rittmeister W ä t j e n - Bre­men, das Wort und betonte, daß die ehemaligen hessischen Leib-Dragoner dem Ruf ber Eskadron gerne gefolgt feien, um in Langensalza im alten Kameradentreise einige frohe Stunden verleben Zu können. Nach einem kurzen Rückblick auf die heldenhaften Leistungen, die bas Regiment im Weltkriege vollbracht hat, rechnete der Redner scharf mit denen ab, die in der Stunde ber höchsten Not dem kämpfenben Frontheere den Dolch in den Rücken stießen und all das zerstörten, was dem alten Soldaten heilig war.

Stadtverordneten-Vorsteher Pg. Beyer hieß die ehemaligen hessischen Leib-Dragoner im N"men der Stabt Langensalza herzlich willkommen 1 einem Bekenntnis zu unserem unvergleichlich Führer Adolf Hitler schloß er seine vortreffUchen, von echtem, unverwüstlichem Soldatenhumor getragenen Ausführungen.

Pg. Kraushaar- Langensalza gab eine kurze Uebersicht über den opfervollen Kampf der NSDAP.

Der Bundespräsident der Leib-Dragoner, Ritt­meister a. D. Dr. C h a l o n s - Gießen, sprach seinen Dank aus für die überaus gastliche und herzliche Aufnahme. Der Großherzog von Hessen sandte ein Begrüßungstelegramm.

Der Führer des Vereins ehemaliger hessischer Leib-Dragoner des Kreises Gießen, E i d m a n n , überreichte einigen Angehörigen der Traditions- estabron, sowie den Mitgründern des Bereins,

Polizeihauptwachtmeister S t e i h , Telcgrefenbau» iefretär Dagenbach, Rittmeister Dr. Cha- Ions und Willi Lauufp ach bas Mackensen- Ehrenkreuz.

Der Führer bes Savallcrie*Bereins Marburg, S e i p, überbrachte ber Eskadron ein Hitterbitt.

Weiter sprachen der Ortsgruppenführer bes Stahlhelms Langensalza, Walter; Pg. Buch- Holz, als persönlicher Ldjutant des Äreisleitcrs der NSDAP., unb MdR. Trübenbach, sowie Sanbtagsabgeorbneter Reinhardt. Kittelschal im Namen des Thürmrpschen Sanbtages unb des Präsidenten Hille. Damit nahm der offizielle Teil fein Ende. Echtes komeradschaftfiches Skif neunen- fein begann, das alle Anwesenden noch einige Stunden in froher Stimmung vereinte.

Der Sonntag brachte auf dem Kasernenhofe einen Aridgottes dienst

und die feierliche Enthüllung des von den Kame­raden des Vereins ehemaliger hessischer Leib-Dra­goner des Kreises Gießen und dem Offizierverein gestifteten Dragoner-Gedenksteines, die mtt dem Niederländischen DanTgcbet eingeleitet wurde.

Superintendent Lic. Seitz- Langensalza sprach über das Pauluswort:So jemand auch kämpft, wird er doch nicht gefrönt rr kämpfe denn recht!" In schlichten, ergreifenden Worten gedachte er des unerhörten Heldentums der Kämpfer, Leibens und Sterbens unserer Väter und Brüder hn großen Kriege. Ihre Treue, ihre selbstlose Hingabe, ihre Pflichterfüllung und ihr Gottvertrauen sollen uns allezeit ein leuchtendes Vorbild fein.

Dann fiel die Hülle des Gedenksteins. Der Führer des Leiddragoner Offiziervereins, Wüt- j e n, ehrte die gefallenen Helden in echt soldalifcher Weise und übergab das Ehrenmal ber Obhut der Traditions-Eskadron. Seife ertlnng das Lieb vom guten Kameraden, unterbrochen von Aommando- rufen und dem dreimaligen donnernden Ehrensalut der Eskadron.

Mit dem Gesang des Deutfchland-Liedes und des Hvrft-Wesset-Liedes fand die Wechestunde ihr Ende.

Das Zeichen der Nachmittagsverrlnstaltung war erstklassiger Sport,

ob es sich nun um die Reit-, Fahr- ober Krastfahr- vorführungen handelte. 1L a. folgte eine Quadrille des Vereins ehern, heff. Leiöbragoner des Kreises Gießen, die üi Vorkriegsuni- fornj unter Leitung des ehemaligen Wachtmeisters S ch ö m b s geritten wurde unb lebhaften Beifall fand. Ganz große Klasse war bas General-Meister- Erinnerungsspringen. Luch hier war der Verein Gießen erfolgreich.

Am Montagfrüh folgte eine Besichtigung der Eskadron auf dem Exerzierplatz und nach dem Parademarsch ein

Gefechtsexerzieren, das den in großer Zahl erschienenen Zuschauern zeigte, daß die Traditions-Eskadron ber Hess. Leib- braaoner, unter ihrem Chef, Rittmeister Auch, in Höchstform ist.

Immer ist es deutscher Reitergeist und Wagemut gewesen, der den Sieg errungen hat und die besten Eigenschaften verkörpert, die eine Ration durch die Tiefen wieder zur Höhe führt: Kraft, Aufopferung, Treue» tollkühnes, wildes Draufgängertum, gepaart mit unerschütterlicher Zuversicht unb selbstlosem Heldentum. Dieser alte Reitergeist lebt unvermin­dert in unserer jungen Reichswehr fort, das hat auch das Leibdragoner-Treffen in Langensalza er­neut bewiesen! Sieg Heil, Leibdragonerl

Wirischast.

Frankfurt beruhigt und erholt.

Frankfurt, 6. Sept. (WTB. Drahtmeldung.) In Fortsetzung der Beruhigung an ber gestrigen Abendbörse eröffnete auch ber Mittagsverkehr weiter erholt, da auf der ermäßigten Basis kleines Kaufinteresse der Bankkundfchaft vorhanden war, während die Kulisse noch gewisse Zurückhal­tung an den Tag legte. Daher war auch die Um- satztätigkeit nicht sonderlich groß. Die Kursgestal­tung wies keine einheitliche Richtung nach oben auf, da in einigen Werten noch etwas Angebot vorlag, doch waren überwiegend Besserungen von 0,5 bis 1 o. H. im Durchschnitt zu verzeichnen. Einige Anregungen auf die Börse ging von dem neuen Interview Dr. Schachts über Die deutsche Transferpolitik aus, aud) ein Plan des Hanfabun- des zur Exportförderung fand viel Beachtung.

Niedriger lagen noch Süddeutsche Zucker und Elektrische Lieferungen mit je minus 2,25 o. H., Bekula mit minus 1,65 v. H., sowie Holzmann mit minus 0,50 v. H. unb Aku mtt minus 0,13 o. H. IG. eröffneten zunächst 0,25 v. H. leichter, waren aber rasch um 1,25 v. H. auf 116 v. H. erhöht. Rüt- gerswerke gewannen 1,50 o. H. Scheideanstalt nach unverändertem Beginn 1 v. H. Der Montanaktien­markt zeigte durchweg Erholungen von 0,50 bis 1 o. H. Rheinftahl zogen 1,65 v. H. an. Siemens lagen nach dem ersten Kurs 1,75 v. H. fester. Daimler gewannen 1,50 v. H. Gut behauptet lagen Reichsbankanteile.

Unter Bevorzugung von Altbesitz gewannen Deut­schen Anleihen bis zu 0,40 v. H., auch späte Reichs- schuldbuchforderungen und die Amnestieanleihe mür­ben bis 0,5 o. H. hoher umgesetzt. Bon Jndustrie- obligationen waren Stahlvereinbonds knapp, Reichs­bahnvorzugsaktien gut gehalten. Der Pfanbbrief- martt lag recht uneinheitlich, wobei aber Goldpfand- triefe doch meist etwas freundlicher waren, während Liquidationspfandbriefe unb Kommunalobligationen ber Frankfurter Institute erneut 0,5 bis 0,75 o. H. verloren. Staatsanleihen waren noch unentwickelt, Stadtanleihen meist unverändert.

Der Verlauf war außerordentlich ruhig, da ein vorübergehender Rückgang von IG. um 1,25 v. H. etwas zur Zurückhaltung mahnte. Später waren IG. jedoch wieder leicht befestigt. Die übrigen Werte blieben gut behauptet, ebenso Deutsche Anleihen. Tagesgeld war zu 3 o. H. unverändert und leicht.

Herbstmarkt in Nidda.

X Nidda, 4. Sept. Auf dem heute hier abge« hattenen Herb st markt waren 70 Stück Groß­vieh, 87 Ziegen und junge Böcke, 946 Ferkel und 13 Eber aufgetrieben. Der Handel mit Rindvieh war mäßig. Es wurden meist nur Jungtiere ver­kauft. Für einjährige Rinder wurden 65 bis 80 Mark, für ältere Tiere 120 bis 200 Mark bezahlt. Ferkel kosteten, sechs Wochen alt, das Stuck 8 Mark, acht Wochen alte 12 bis 15 Mark, zehn Wochen alte 17 bis 24 Mark. Die Eber wurden zu 80 Mark durchschnittlich verkauft.

Zur Prämiierung waren 57 Bullen, Kühe

und Kalbinnen aufgetrieben. Davon waren 42 Fleckvieh unb 15 Stück Vogelsberger. Zum ersten Stale war die Bestimmung getroffen, daß Züchter aus der weiteren Umgebung von hier und die schon zahlreiche Preise in den letzten Jahren erhalten hatten, nicht zugelassen wurden. Ferner wurden die Preise nicht, wie in früheren Jahren, in Geld, sondern in Gutscheinen, für die man in Niddaer Geschäften Waren einkaufen kann, ausgeteilt. Die zur Versteigerung angemeldeten Bullen und Zie­genböcke wurden nicht prämiiert. Ueber das Er­gebnis der Prämiierung werden wir noch berichten. Von 12 bei der Versteigerung ausgebotenen Bullen wurden 10 verkauft. Bei den zwei übrigen war das Angebot zu gering. Den höchsten Preis mit 650 Mark erzielte Landwirt Otto Weitz in Heuchel- heim (Wetterau). Käufer war die Gemeinde Holz­heim. Die nächfthöchften Erlöse betrugen 620 Mark, 500 Mark usw. Durchschnittspreis für einen Bullen waren 450 Mark.

Sehr groß war die Anmeldung yy Ziegen­bockauktion mit 64 Stück, so daß nicht alle Tiere verkauft werden konnten. Die Preise schwank­ten zwischen 30 bis 58 Mark je Stück. Obwohl sehr viele Marktbesucher sich eingefunden hatten, waren die Preise bei allen Tiergattungen etwas niedriger als seither.

Schtvememartt in Gießen.

Auf dem heutigen Schweinemarkt in Gießen standen 190 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten Ferkel bis sechs Wochen alt, 11 bis 13 Mark, sechs bis acht Wochen alt, 13 bis 17; acht bis dreizehn Wochen alt, 18 bis 22 Mark. Tendenz: mittel, es verbleibt Ueber-- stand.

Wettervoraussage.

Das Hochdruckgebiet hat sich über Skandinavien noch verstärkt, während über Deutschland das Ba­rometer etwas zurückgegangen ist. Bei vorwiegend kontinentaler Luftzufuhr wird sich bei uns der hohe Druck vorerst noch auswirken und zur Fortdauer der Schönwetterlage führen, doch werden sich mit der Zeit unter weiterem Luftdruckfall Störungsein- flösse bemerkbar machen, die sich anfangs in Dunst- bildungen unb Aufzug hoher Bewölkung äußern.

Aussichten für Donnerstag: Zeitweise dunstig oder leicht wolkig, im wesentlichen aber auf­heiternd, Temperaturen wenig verändert, trocken.

Lufttemperaturen am 5. September: mittags 20,3 Grad Celsius^ abends 11,8 Grad; am 6. September: morgens 9 Grad. Maximum 20,3 Grad, Minimum 5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. September: abends 20,4 Grad; am 6. September: morgens 13,7 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 9/4 Stunden.

O»VL

Rat ZAHNPASTA